Freitag, 03. August 2018

In eigener Sache: Unterstützen Sie das hirschbergblog!

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Guten Tag!

Hirschberg, 03. Februar 2010. Seit dem 16. Dezember ist das hirschbergblog online. Wir bauen nach und nach unsere Berichterstattung aus. Sie als Leserin und Leser können unsere Arbeit unterstützen. Und die lokale Wirtschaft findet in uns einen verlässlichen und modernen Werbepartner.

Von Hardy Prothmann

Liebe Leserinnen und Leser, sehr geehrte Geschäftsleute,

in den vergangenen Tagen haben wir viele emails von Ihnen erhalten – einerseits mit Glückwünschen, weil ich von der Jury des „Mediummagazins“,- der größten unabhängigen Journalistenfachzeitschrift Deutschlands, unter die Top-100-Journalisten des Jahres 2009 gewählt wurde, andererseits mit Themenvorschlägen und darüber hinaus mit Fragen, was das hirschbergblog den eigentlich sein soll.

Zur Sache:

Das hirschbergblog bietet Ihnen einen professionellen Journalismus auf lokaler und regionaler Ebene an. „Wie eine Zeitung?“, werde ich oft gefragt. „Ja und Nein“, ist dann meine Antwort.

Eine Zeitung ist gedruckt und erscheint einmal am Tag, einmal die Woche oder im Monat und sonntags nie – bis auf die Sonntagszeitungen, die aber wochentags nicht erscheinen.

Das hirschbergblog hat keine festen Veröffentlichungstermine – unsere Informationen erscheinen dann, wenn sie fertig sind. Und das oft schneller als bei den Zeitungen.

Das hirschbergblog fängt neu an und Sie können dabei sein.

Aber: MM, WNOZ, RNZ bieten doch mehr Berichterstattung als das hirschbergblog? Moment: Das hirschbergblog fängt gerade an. Es ist gerade erst sechs Wochen alt und arbeitet sich ein.

Wir müssen über die nächsten Wochen und Monate den Mut zur „Lücke“ haben, weil wir noch nicht „alles“ und uns nicht „alle“ kennen.

Und wir berichten ausschließlich regional und lokal. Für überregionale Nachrichten empfehlen wir immer wieder spiegel.de, zeit.de, sueddeutsche.de, faz.net, handelsblatt.com und viele andere. Diese Redaktionen können das überregionale Geschäft besser und exklusiver als wir und jede Lokalzeitung.

Leider gibt es keine Lokalzeitung, deren überregionalen Mantel wir verantwortungsbewusst empfehlen wollten.

Umgekehrt sind wir im Lokalen besser und exklusiv.- Vor Ort sind wir das Handelsblatt oder der Spiegel.

Sie können sicher sein, dass die Schlagzahl unserer Berichte im Lauf der Zeit deutlich zunehmen wird.

Und: Es gibt keine Zugangsbeschränkungen. Viele Zeitungsverlage planen gerade, Google zu verklagen und ihre Informationen kostenpflichtig zu machen.

Das hirschbergblog hält davon nichts und bietet seine Informationen frei an – zu jeder Tages- und Nachtzeit und wenn Sie wollen auch im Ausland. Denn das Internet ist weltweit – es ist aber auch lokal und es wird zunehmend mobil.

Manche Zeitungen drucken einen Linktipp unter einen Artikel – meistens ein Hinweis auf die zeitungseigene Internetseite. Sie müssen zum Computer gehen, den Link eingeben… – alles viel zu kompliziert.

Wir liefern Ihnen die wichtigsten Links in unseren Artikeln gleich mit. Wenn es im Internet etwas gibt, was zu unserem Artikel passt und wir davon Kenntnis haben, bieten wir Ihnen das an. Wir werden Videos zeigen, Audio-Dateien anbieten und unser Archiv steht Ihnen offen.

Überall im Land werden Redaktionsstellen bei den klassischen Zeitungen abgebaut. Viele Kollegen verlieren ihren Job, weil der teure Zeitungsbetrieb sie angeblich nicht mehr bezahlen kann.

Gerade die Lokalzeitungen und deren Verleger gehen aber wegen ihrer monopolistischen Stellung nur selten pleite – sie bezahlen ganz im Gegenteil ihren freien Mitarbeitern „Honorare“, die man noch nicht mal als Hungerlohn bezeichnen kann. Ein mittlerer Bericht von 60 Zeilen in der Lokalzeitung bringt, wenn es hochkommt, vielleicht 15-20 Euro, für zwei, drei Stunden Arbeit.

Angeblich gibt es kein Geschäftsmodell für die redaktionelle Arbeit im Internet. Das ist eine Lüge der Tageszeitungen.

Der Online-Werbemarkt beträgt in Deutschland vier Milliarden Euro. Nur 160 Millionen Euro kommen bei den Verlagen an.

Warum? Weil diese bislang überhaupt kein Interesse hatten, die Werbung von Print auf Online wandern zu lassen. Denn die Druckmaschinen sind teuer und müssen gedruckte Produkte mit teuren Anzeigen produzieren.

Online ist neu – Print ist alt

Jedes Engagement pro Internet ist folgerichtig eines kontra Print. Einen Ausweg aus diesem Dilemma hat noch kein Verlag gefunden.

Im Gegenteil mussten die Verlage kräftig bluten. Die so genannten Rubrikenmärkte wie Immobilien, Jobs und Autos sind fast vollständig ins Internet abgewandert. Die finanzierten noch vor wenigen Jahren teure Bäder und luxoriöse Yachten der Verlags-Eigner.

Und im Lokalen? Da vertrauen immer noch viele Firmen auf die „vertrauten“ Medien wie die Lokalzeitung und das „Mitteilungsblatt“.

Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat wird hier Geld für Werbung investiert, die schon lange ebenso wie das Trägermedium nicht mehr Ernst genommen wird. Warum? Weil die Informationen beliebig sind.

Auch das hirschbergblog will zusammen mit dem heddesheimblog und dem in Kürze startenden ladenburgblog von Werbeeinahmen leben.

Was ist der Unterschied? Wir wollen keinen „beliebigen“ Journalismus bieten, sondern einen unabhängigen und kritischen Journalismus.

Wir bieten eine Alternative zum gängigen „Bratwurstjournalismus„.

Wir wollen aber auch über Anzeigen finanziert sein. Von Unternehmen, die für die Qualität ihrer Leistungen einstehen und diese bewerben.

In einem Medium, das für Leistung und Qualität einsteht.

Und wir wollen freie Mitarbeiter anständig für eine gute Arbeit bezahlen können.

Das heißt, wir brauchen Geschäftsleute, ob Gewerbetreibende, Dienstleister, Händler, die ihre Angebote bei uns bewerben und damit die Lokalität und Regionalität des Internets erkennen.

Und die sich die Chance, hier positiv wahrgenommen zu werden, nicht entgehen lassen wollen.

Denn die traditionelle Print-Werbung ist ein Auslaufmodell.

Lokale Online-Werbung ist die Zukunft.

Wir bieten dafür Unternehmen die Werbeplattform der Zukunft an.

Sie können mit gestalteten Anzeigen, per Textwerbung, mit Video oder mit ganz neuen Formen, die wir mit Ihnen zusammen entwickeln, für sich werben. Ob für ihr Image oder für eine Aktion. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

Wir bieten Ihnen unsere Ideen an und haben ein Ohr für Ihre Wünsche.

Unsere Währung heißt Aufmerksamkeit – ihre Werbung bekommt diese.

Und die lokale Wirtschaft bekommt unsere redaktionelle Aufmerksamkeit. Lassen Sie sich überraschen, wie wir das machen.

Eins ist garantiert: Bei uns gibt es keine „gekaufte“ Berichterstattung.

Denn das beschädigt garantiert die Glaubwürdigkeit des Mediums und damit auch der Werbung.

Am Ende dieses Artikels werden Sie feststellen, dass wir kein Blatt vor den Mund nehmen.

Vor allem mit den Leserinnen und Lesern wünschen wir uns einen kommunikativen Austausch.

In Heddesheim sind wir im Mai 2009 gestartet und haben schon dutzende Themen aus der Leserschaft umgesetzt: Ob eine kaputte Ampelanlage, die nach unserer Berichterstattung plötzlich sehr schnell repariert wurde oder zur geplanten Unternehmensansiedlung „Pfenning“, die nun als Thema auch in Hirschberg ankommt.

Die Zukunft des Lokaljournalismus findet im www statt.
So paradox das klingt.

Ob Verkehrslenkungsvertrag, Verzicht auf gefährliche Chemie oder garantierte Ausbildungsplätze. Unsere Berichterstattung hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Gemeindeverwaltung und das Unternehmen „Pfenning“ bewegen mussten – und daran waren entscheidend Hinweise unserer Leserinnen und Leser beteiligt.

Der Mannheimer Morgen hat in diesem Zusammenhang als „vierte Gewalt“ kläglich versagt.

Nach unseren Recherchen haben sich die RNZ und die WNOZ in Sachen „Sterzwinkel und Seniorenzentrum und, und, und…“ auch nicht gerade mit „herausragenden Artikeln hervorgetan“.

Im Gegensatz zu den etablierten Medien bringen wir nicht nur die ewig gleichen Nachrichten, „so wie letschd Johr, ah dies Johr und näkschd Johr ah“.

Wir sind offen für neue Themen. Wir holen die Bundes- und Landespolitik auf die lokal-regionale Ebene und bemühen uns, auch umgekehrt, Themen aus dem Lokalen überregional zu etablieren.

Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung.

Was fehlt in der aktuellen Berichterstattung? Welches Thema sollte man dringend aufgreifen? Was wird Ihrer Meinung nach immer falsch dargestellt? Informieren Sie uns über Ihre Ideen. Wir prüfen diese, recherchieren und berichten.

Schön reden, weggucken, nicht nachdenken – das kennt jeder Mensch. Mal ehrlich: Das geht vielen von uns so.

Selbst „den Buckel hinhalten“? Das ist verständlicherweise oft nicht möglich.

Wir halten den „Buckel hin“. Denn wir sind unabhängig. Wir können Rechte wahrnehmen, die dem einzelnen Menschen verwehrt bleiben. Wir haben Möglichkeiten, die nicht jeder hat. Und wir nutzen diese Möglichkeiten.

Sie können uns auch Gastbeiträge und Leserbriefe schicken. Wir veröffentlichen diese garantiert unzensiert, sofern sich keine „justiziablen“ Inhalte darin befinden.

Sie haben ein Anliegen, dass viel Zeit und Mühe kostet? Informieren Sie uns, wir geben unser Bestes, um dem „Thema“ gerecht zu werden. Probieren Sie einfach aus, was die Redaktion zu leisten in der Lage ist.

Zur Zeit sind wir ein sehr kleines Team – aber wir leben den Netzwerkgedanken.

Es gibt nicht die Zeitung oder das blog.
Es gibt einen Austausch von Informationen oder nicht.

So gesehen sind wir nicht nur in Heddesheim schon ein großes Team, weil uns hier bereits viele Personen unterstützen. Das wünschen wir uns auch für Hirschberg.

Ich rede von „wir“, weil ich das tatsächlich meine. Wir heißt: Wir in dieser deutschen Demokratie.

Überparteilich und nur dem demokratischen Gedanken verpflichtet.

Kliquenwirtschaft ist das größte Übel, was man sich vorstellen kann. Egal, ob „wir“ als kritikloses, uniformiertes, sozialistisches Kollektiv daherkommt oder als konservative oder neo-liberale „Spätzle-Connection“. Beides führt in die Korruption, angefangen beim Geld, endend bei der eigenen Persönlichkeit und letztlich in einem Schaden für viele oder alle. Siehe Bankenkrise.

Demokratie lebt von und nur mit Transparenz. Davon bin ich fest überzeugt.

Das heißt nicht, dass man nicht auch „private“ Geheimnisse haben kann.

Ganz im Gegenteil. Die Privatsphäre der Menschen ist ein hohes Gut und ist konsequent gedacht wie die Meinungsfreiheit implizit ein Systemelement einer jeden Demokratie.

Für Ihren Hintergrund: In Heddesheim findet durch den Bürgermeister Kessler und andere Personen in dessen Umfeld wegen unserer kritischen, investigativen und meinungsfreudigen Berichterstattung eine nahezu totale Informationsverweigerung statt.

Wir berichten trotzdem. Wie wir meinen, besser recherchiert, hintergründiger und wahrhaftiger als der Mannheimer Morgen.

Denn wir haben mittlerweile viele Quellen, die uns informieren.

Vor jeder „heißen“ Story steht allerdings die Prämisse, die „Quelle“, also den Informanten zu schützen. Sie können sich auf diesen Schutz verlassen.

Guter Anfang – Zukunft offen.

Die Hirschberger Verwaltung und Herr Bürgermeister Just haben sich uns gegenüber bislang sehr kooperativ gezeigt, was wir hiermit ausdrücklich anerkennen wollen.

Die politischen Vereinigungen und Parteien In Hirschberg möchten wir ebenfalls loben, weil die sich insgesamt sehr interessiert an unserem Projekt zeigen.

Das Lob hat übrigens nichts mit einem Schmusekurs zu tun, sondern mit Kritik. Wir berichten kritisch: Wenn es etwas zu loben gibt, tun wir das. Wenn etwas nicht gut oder gar schlecht läuft, berichten wir auch darüber.

Lob und Tadel sind beides Elemente einer ernsthaften Kritik – also einer Auseinandersetzung in und mit der Sache, um die es geht.

Ein Beispiel: Die Neujahrsrede des Bürgermeisters Just. Aus unserer Sicht hat Bürgermeister Just eine positive Rede gehalten, die wir in Teilen trotzdem kritisiert haben.

Es wird mit an sicher grenzender Wahrscheinlichkeit schon in naher Zukunft zu Konflikten kommen.

Das heißt, der Verwaltung, dem Bürgermeister Just oder den Parteien oder auch anderen Gruppen wie der „BI Sterzwinkel“ wird unsere Berichterstattung nicht „schmecken“. – Alle Beteiligten werden dann Gelegenheit haben, sich souverän mit unserer Berichterstattung auseinanderzusetzen.

Wir berichten nicht für Anzeigenkunden, noch Parteien, noch Interessengruppen. Wir berichten neutral unsere Informationen.

Ein anderes Beispiel gefällig? „Sterzwinkel, Seniorenzentrum, Hilfeleistungszentrum, das ist alles durch. Da gibt es nichts mehr zu berichten, was über den von Ihnen genannten „Bratwurstjournalismus“ hinaus geht. Das mit dem Internet und der Innovation ist doch alles nicht so toll, wie Sie das so behaupten“, antwortete mir dieser Tage jemand am Telefon, den ich von der Idee, eine lokal-regionale Informationsplattform im Internet zu installieren, interessieren wollte.

Schlechter Anfang – Was bringt die Zukunft?

Dieser Jemand ist Harald Kunkel, Geschäftsstellenleiter des Bunds der Selbstständigen (BdS) für den Bezirk Nordbaden, zuständig für die Betreuung der Orts- und Kreisverbände in den Kreisen Rhein-Neckar & Neckar-Odenwald und Betreiber einer Werbeagentur in Hirschberg.

Herr Kunkel hat sich damit eindeutig aus meiner Sicht für seine verantwortungsvolle Aufgabe disqualifiziert. Außer „ich“, „ich“, und „ich weiß es besser“ hat er eigentlich keine Aussage getroffen.

Noch viel schlimmer: Er hat nicht eine interessierte Frage gestellt, womit er es zu tun haben könnte und schon gar nicht, ob das hirschbergblog und alle weiteren noch folgenden Informationsangebote seinen Mitgliedern einen Nutzen bringen könnten.

Seine bornierte Haltung zeigt nur, dass er nicht innovativ ist, dass er kein Interesse hat, neue Wege zu gehen, sondern am liebsten an dem festhält, was er kennt: In seinem Fall ist das die Druckbranche. Hier ist er groß geworden, hier wurde er sozialisiert, hier will er beerdigt werden.

Herr Kunkel betreibt eine Werbeagentur. Und er hat eine „homepage“. Hier finden sich unter „Aktuelles“ Informationen aus dem Jahr 2008.

Herr Kunkel wirbt für seine Agentur unter Punkt „9. Aktualität.“: „Unsere Hersteller und Lieferanten investieren ständig in neueste Technologien. Wir bieten Ihnen daraus den Vorteil auf der Höhe der Zeit zu sein.“

Die „Aktualität“ des Herrn Kunkel endet auf seiner homepage im April 2008.

Ob die, die er angeblich vertritt, genauso „aktuell“, also drei Jahre hinterher sein wollen, werden wir herausfinden.

In diesem Sinne

Einen schönen Tag wünscht Ihnen

hardyprothmann

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.