Samstag, 15. Juni 2019

Die Geschichte vom garstigen Gnom – Kindermusical „Notenbaum“

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Guten Tag!

Hirschberg, 15. Juli 2010. Am Sonntag, den 11. Juli 2010, fĂŒllte sich die Aula der Martin-Stöhr-Schule mit stolzen Eltern, Großeltern, Geschwistern und Neugierigen, um den kleinen- aber ganz großen OhrwĂŒrmern bei ihrem Musical „Der Notenbaum“ zuzuschauen.

Von Jule Kuhn-Weidler

43 Kinder machten mit beim Musical "Notenbaum". Bild: hirschbergblog

Insgesamt wuseln 43 Kinder ĂŒber die BĂŒhne und singen, tanzen und erzĂ€hlen die Geschichte vom garstigen Gnom, der Musik verabscheut und deshalb die Flöte der guten Fee wegnimmt. Also machen sich die Freunde auf die Suche nach der Flöte um die Musik des Notenbaumes wieder zurĂŒckzuholen.

Seit Januar proben die OhrwĂŒrmer nun schon unter der Leitung von Christiane Binz. Doch allein könnte die engagierte Mutter wohl kaum alle Arbeit bewĂ€ltigen. Zu Hilfe kommen ihr die zahlreichen Eltern. Fast wie von allein bildeten sie Gruppen um KostĂŒm, Requisiten und BĂŒhnenbild zu schaffen.

Das begleitende Orchester wurde von freiwilligen Bekannten zusammengestellt, die sich gerne bereit erklĂ€rten, die musikalische Untermalung beizusteuern. Christiane Binz versuchte alle zwei Jahre ein Kindermusical auf die Beine zu stellen. Nach zwölf Jahren war es nun aber die letze AuffĂŒhrung unter ihrer Leitung.

Sie singt mit dem Kinderchor auch in Gottesdiensten oder bei anderen Veranstaltungen. Den Gesang spielerisch darzustellen, fördert auch das VerstĂ€ndnis zu dem was gerade vorgetragen wird und es macht dadurch mehr Spaß. Das ist das Ziel von Christiane Binz, den Spaß zu fördern und den Kindern ĂŒberhaupt ein Ziel zu geben, auf dass sie sich freuen können.

Stolze Eltern und Verwandte. Bild: hirschbergblog

Und diese Arbeitsweise scheint zu funktionieren. SouverĂ€n und fröhlich meistern alle ihren Auftritt. Mitten auf der BĂŒhne steht ein Baum mit Noten behĂ€ngt, die im FrĂŒhling vom Komponisten gepflĂŒgt werden mĂŒssen, damit die FlamencotĂ€nzerin, die Cowboys, die russischen MĂ€dchen aus dem Norden, die Chinesen oder die Rock-€ℱn Roll Gruppe ihre Lieder fĂŒr das Jahr spielen können.

Der gesprochene Text beschrĂ€nkte sich auf das Minimum und vereinfacht somit die Handlung. Durch die vielen fröhlichen Gesangsparts wurden alle Kinder gleichermaßen eingebracht und gaben dem StĂŒck eine sympathische Note. Tanzende Notenkinder stellten die Arbeit des Komponisten dar, der Note fĂŒr Note aneinanderreiht.

Aber auch Witz und Humor kamen nicht zu kurz, so wird der Förster vom tatsĂ€chlichen Förster, Herrn Pfefferle gespielt, der dann aber Wildschweine jagen gehen muss, anstatt den Baum wieder gesund zu machen. WĂ€hrendessen begleitet ein ErzĂ€hler das Publikum durch das StĂŒck.

Bemerkenswert ist, wie gut die unterschiedlichen Altersstufen miteinander kooperieren und sich verstehen. Christiane Binz erzĂ€hlt, dass sie sich immer untereinander geholfen haben und sogar die erfahreneren Kinder sich noch etwas von den jĂŒngeren abgeschaut hĂ€tten.

Umso bedauerlicher ist es, dass nun diese Frau, die alles zusammenhielt, nach zwölf Jahren ihr Amt abgibt. Hoffentlich bekommen wir in zwei Jahren wieder ein kreatives und attraktives StĂŒck wie dieses, dann unter neuer Leitung, zu sehen.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.