Freitag, 03. August 2018

In Ulm zeichnet sich ein Skandal ab – S21-Befürworter wurden mit Steuergeldern nach „Stuttgart gekarrt“

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Hirschberg, 04. Februar 2011. In der Diskussion um Stuttgart 21 bei der Podiumsdiskussion der Freien Wähler mit den Landtagskandidaten hatte ein Bürger den „Grünen“ vorgeworfen, Gegner nach Stuttgart gefahren zu haben, um die Proteste zu unterstützen. In Ulm ist nun bekannt geworden, dass so etwas passiert. Nur umgekehrt: Befürworter wurde nach Stuttgart geschickt. Die Fahrtkosten in Höhe von 21.000 Euro zahlt der Steuerzahler.

Von Hardy Prothmann

Skandal in Ulm.

Manchmal ist es anders als man denkt – müssen sich nun einige Hirschberger fragen lassen.

Ein Besucher der von den Freien Wählern organisierten Podiumsdiskussion kritisierte Uli Sckerl, stellvertretend für die seit Monaten andauernden Proteste: “Die habt ihr in Bussen hingekarrt“, war der Bürger Sckerl vor.

Eine klare Anschuldigung, aber ohne Fakten. Die Behauptung sollte die Proteste stigmatisieren. Als von wem auch immer „gesteuert“, manipuliert und damit verachtenswert.

Die Verschwörungstheorie bekommt nun Futter. Doch anders als gedacht. Der Ulmer Stadtrat hat Projektbefürworter, darunter Mitglieder des Gemeinderats und der Stadtverwaltung nach Stuttgart geschickt und Fahrkosten in Höhe von 21.000 Euro bewilligt. Das bringt CDU, FWG, SPD und FDP in Erklärungsnöte.

Weitere Einzelheiten lesen Sie in der Augsburger Allgemeinen Zeitung.

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Das hirschbergblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.