Dienstag, 14. August 2018

Dokumentation: Was das DRK Hirschberg „unverschämt“ findet.

Print Friendly, PDF & Email


Guten Tag!

Hirschberg, 15. April 2011. (red) Wir dokumentieren den email-Briefwechsel zwischen unserer Redaktion und dem DRK Hirschberg in Sachen „gewünschter/unerwünschter“ Berichterstattung.

DRK-Vorstand (von links): Thomas Kurz, Michael Frank, Carsten Ewald

Die Antwort auf das Schreiben von Michael Frank, Vorsitzender des neuen „Gesamtortsverbands“ des DRK Hirschberg beantworten wir in einem eigenen Beitrag, da Herr Frank offensichtlich nicht zwischen seinen Funktionen als stellvertretender Hauptamtsleiter und DRK-Vorsitzender unterscheiden kann.

So verweist er in seiner Argumentation auf einen kritischen Artikel zur neuen Homepage der Gemeinde Hirschberg, für die Herr Frank verantwortlich zeichnet.

Er verwendet den Hinweis auf einen (anonymen) Kommentar vom 15. Juli 2010, um seine Argumentation zu stützen, dass wir nur veröffentlichen, „was Sie für genehm erachten.“ Leider ist das vollkommen absurd, weil die Veröffentlichung des Kommentar, den wir für „nicht genehm“ erachtet haben, genau das Gegenteil dessen belegt, was Herr Frank uns vorwirft. Offensichtlich fühlt Herr Frank sich durch unseren Artikel persönlich angegriffen und zeigt, dass er genau das nicht ist, was er uns unterstellt: kritikfähig.

Herr Frank zeigt zudem, dass seine „persönliche Einschätzung“ offenbar den Zielen des DRK übergeordnet sind.

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Redaktion Hirschbergblog.de [mailto:redaktion@hirschbergblog.de]
Gesendet: Montag, 11. April 2011 15:14
An: frank@drk-leutershausen.de
Cc: ewald@drk-leutershausen.de; kurz@drk-leutershausen.de
Betreff: DRK

Hallo Herr Frank,

wir haben leider gar nichts von dem Termin der „Fusion“ gewusst.

Schade.

Ich hatte Ihnen das schon einmal erläutert:
Wir sind eine kleine Redaktion und mühen uns redlich, wichtige Termine und Einladungen aus den von uns betreuten Gemeinden wahrzunehmen – was leider aus Kapazitätsgründen (noch) nicht immer persönlich möglich ist. Eine Dokumentation von Pressemitteilungen ist aber weitgehend möglich.

Gar nicht möglich ist eine Berichterstattung, wenn wir erstens nichts von Terminen wissen und zweitens auch keine Zusammenfassung erhalten.

Es ist deshalb aus Sicht derer, die gerne eine Berichterstattung hätten, sinnvoll, uns einzuladen – das macht sicher auch keine große Mühe.
Vor allem, weil man die Zielgruppe der jungen und jüngeren Menschen übers Internet viel besser erreicht, als über die Tageszeitung.

Selbst wenn wir auf den Seiten der Ortsvereine nachgeschaut hätten…. war dort der Termin nicht eingetragen… Stimmt nicht ganz, beim OV Leutershausen schon – auf der Startseite.
Aber so weit unten, dass er selbst an einem 24-Zoll-Monitor nicht sofort erkennbar war – und in der Menüleiste gibt es einen Punkt „Termine“ – die allerdings nur bis zum Januar 2011 reichen.

Unter Presseberichte finden sich ausschließlich Dokumentationen der WN und RNZ – von unseren Berichten fehlt hier jede Spur, obwohl eine einfache Verlinkung um ein Vielfaches einfacher ist, als das aufwändigere Umkopieren der Zeitungsberichte.

Deshalb habe ich den Eindruck, dass Sie eventuell überhaupt nicht an einer Berichterstattung durch das hirschbergblog interessiert sein könnten.

Vielleicht lassen Sie uns das kurz wissen. Wenn wir den OV DRK Hirschberg nicht mehr berücksichtigen sollen, können wir einen Haken dran machen.

Es gibt viele andere, die uns bei unserer engagierten Arbeit gerne und umfangreich unterstützen und an einer – auch kritischen – Berichterstattung interessiert sind – und Sie haben Verständnis dafür, dass wir solche Angebote bevorzugt behandeln.

Beste Grüße

Hardy Prothmann
Redaktion hirschbergblog

Am 14.04.2011 um 20:43 schrieb Kurz (DRK-Leutershausen):

Hallo Herr Prothmann,

Herr Frank kann leider aus gesundheitlichen Gründen nicht auf Ihre Mail antworten, weshalb ich das hiermit für ihn übernehme.

Ihre Redaktion wurde schlichtweg vergessen zu informieren und das war keine Absicht!

Für die Zukunft werden wir allerdings bewusst darauf verzichten Ihre Redaktion über Termine vom DRK Hirschberg zu informieren. Ihre Mail empfinden meine Vorstandskollegen und ich als eine Unverschämtheit und so kann man einfach nicht miteinander umgehen.

Wie und über welche Medien wir unsere Berichterstattung machen, das müssen Sie schon uns überlassen und das Gleiche trifft auch auf unsere Homepage zu.
Was wir auf unsere Homepage verlinken oder auch nicht, ist immer noch unsere Sache und geht Sie nichts an.

Bitte verschonen Sie uns für die Zukunft mit solchen Mails. Wir haben auch volles Verständnis dafür, wenn Sie andere Angebote bevorzugt behandeln.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Kurz

Am 15.04.2011 um 14:55 schrieb frank@drk-leutershausen.de:

Sehr geehrter Herr Prothmann,
mit Interesse habe ich Ihren Beitrag eben im Hirschbergblogg gelesen. Es ist mal wieder bezeichnend für Ihr Verständnis des Journalismus, daß Sie den Lesern nur das zu lesen geben, was Ihrer Meinung nach zu interessieren hat. Ihr kritscher Journalismus ist leider recht einseitig kritisch.

Leider haben Sie versäumt auch Ihre Mail abzudrucken, damit sich Ihre Leser ein eigenes Bild machen können, von dem was wir als unverschämt und Sie offensichtlich als ganz normalen Umgangston (oder Scherzhaft gemeint) erachten. Wenn ich in einer Mail etwas scherzhaft meine, dann mache ich das entsprechend kenntlich oder ich muß darauf gefaßt sein, daß es so aufgenommen wird, wie es geschrieben ist. Ihre gesamte Wortwahl ist jedoch nicht dazu angetan, diese Bemerkung auch mit viel Wohlwollen als Scherz aufzufassen!

Daß Ihre Redaktion vergessen wurde war keine böse Absicht – ob Sie mir das jetzt glauben oder nicht. Auch haben sich die beiden großen Printmedien aktiv um eine Berichterstattung bemüht, in dem sie den Kontakt zu uns gesucht haben, was von Ihrer Seite nicht erfolgte. Auch das wäre ein „Erinnermich“ gewesen und hätte die Angelegenheit positiv beeinflußt. Daß ich seit Januar vier längere Klinikaufenthalte hinter mir habe und dabei leider das eine oder andere auf der Strecke geblieben ist, sei dabei nur am Rande erwähnt.

Ich werde mich aber nicht weiter zu ihrem Artikel äußern aber mein Eindruck, der sich leider regelmäßig bestätigt, ist, daß Kritikfähigkeit immer nur von Ihnen eingefordert wird aber selbst sind Sie dazu offensichtlich nicht bereit oder legen mit Verweis auf Ihren journalistischen Anspruch unterschiedliche Maßstäbe an. Das kann und werde ich nicht akzeptieren.

Da außerdem im Hirschbergblog keine faire Möglichkeit einer Stellungnahme besteht, und Sie offenbar nur das veröffentlichen was Sie für genehm erachten (wie auch bei den Berichten über die Hirschberger Homepage vom 15. Juli 2010 zu lesen ist „… wir haben Ihren Beitrag nur freigeschaltet weil….“ ) werde ich da auch nicht mehr Kraft investieren als ohnehin bereits drauf gegangen ist.

Ich denke, wir brauchen unser Licht beim DRK nicht unter den Scheffel zu stellen. Wenn dabei ein einzelner Jounalist meint, mit dem erhoben Zeigefinger und völlig unpassende und falschen Kommentare zu unseren Grundsätzen verbreiten zu müssen, dann kann ich damit leben. Neutralität bezieht sich im Zusammenhang mit unseren Grundsätzen nunmal nicht auf die Presse. Ich empfehle Ihnen die entsprechende Lektüre der Grundsätze des Roten Kreuzes unter http://www.drk.de/ueber-uns/auftrag/grundsaetze.html oder in der Satzung auf unnserer Homepage.

Freundlicher Gruß
Michael Frank

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.