Samstag, 04. August 2018

Das Olympia-Kino zeigt großartige Filme aus dem Iran

Print Friendly, PDF & Email


Das Olympia-Kino zeigt iranische Filme.

Hirschberg, 11. September 2011. (red/pm) Das Olympia-Kino setzt im September den Programm-Schwerpunkt auf Filme über den Iran. Die beiden Filme „Nader und Simin“ und „Im Bazar der Geschlechter“ geben einen hochinteressanten Einblick in ein für uns sehr unbekanntes Land.

Pressemitteilung des Förderkreises Olympia-Kino:

Im Zentrum steht der Film großartige „Nader und Simin“, der auf der Berlinale 2011 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde. Regie führte der Iraner Asghar Farhadi.

Der Inhalt: Simin und Nader wollen mit ihrer Tochter den Iran verlassen. Nader nimmt davon jedoch Abstand, weil er seinen kranken Vater nicht unbetreut zurücklassen möchte. Simin reicht daraufhin die Scheidung ein, ihre Klage wird jedoch abgewiesen. Sie zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus, die Tochter aber will beim Papa bleiben. Für die Pflege seines Vaters engagiert Nader eine junge schwangere Frau. Als er seinen Vater eines Tages allein und ans Bett gefesselt in der Wohnung vorfindet, kommt es zum Eklat zwischen ihm, der Pflegerin und deren Gatten – mit dramatischen Konsequenzen, auch für Simin, die es nicht übers Herz gebracht hat, ohne ihre Tochter abzureisen. Termine: Donnerstag, 15. 9. & Sonntag, 18.9. & Montag, 19.9. um 20:15 Uhr; außerdem Freitag, 16.9. & Samstag, 17.9. um 18:00 Uhr

Dokumentarfilm: Im Bazar der Geschlechter.

Parallel dazu wird der aktuelle Dokumentarfilm „Im Bazar der Geschlechter“ der in Wien lebenden iranischen Filmemacherin Subadeh Mortezai gezeigt. Eines der sehr positiven Presse-Urteile lautet: Der Film biete „erstaunliche Einblicke in die paradoxe Gesellschaft des Iran. Eine beeindruckende und ungewöhnliche Reise in eine verborgene Welt.“

Der Inhalt: Eine geschiedene alleinerziehende Mutter, ein einsamer Junggeselle und ein junger Mullah sind die Protagonisten dieses intimen Einblicks in Geschlechterbeziehungen im Iran. Ihre Geschichten kreisen um die Praxis der Zeit-Ehe, auch Lust-Ehe genannt, einer schiitischen Tradition, die es einem Mann und einer Frau ermöglicht für einen befristeten Zeitraum zu heiraten, der von einer Stunde bis zu 99 Jahren dauern kann. Legalisierte Prostitution oder ein Schlupfloch für Paare, um eine Beziehung innerhalb des repressiven Rechts der Islamischen Republik Iran zu leben? Eine schonungslos ehrliche, kritische und auch humorvolle Auseinandersetzung mit der islamisch geprägten Sexualpolitik. Termine: Freitag, 16.9. & Samstag, 17.9. um 20:15 Uhr ; Sonntag 18.9. um 18:00 Uhr.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.