Dienstag, 11. Dezember 2018

Bürgermeister Just: „Das Hilfeleistungszentrum ist das signifikanteste und teuerste Bauprojekt der Gemeinde“.

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Der Schlauchturm - sein Nutzen ist umstritten.

Hirschberg, 11. Oktober 2011. (red) Gestern lud Bürgermeister Manuel Just sechs Monate nach der Grundsteinlegung zum Richtfest des Kommunalen Hilfeleistungszentrum im Leutershausener Sportzentrum. Im Herbst 2012 soll die Einweihung stattfinden und die gemeinsame Feuerwehr Hirschberg, das DRK und der Bauhof sollen hier einziehen. In seiner Rede sprach Bürgermeister Manuel Just über die Beweggründe für das Bauprojekt.

Von Sabine Prothmann

Zeitgleich mit dem Seniorenzentrum in Großsachsen, das von privaten Investoren finanziert wird, entsteht in Leutershausen das Kommunale Hilfeleistungszentrum, das mit 7,7 Millionen Euro das „signifikanteste und teuerste Bauprojekt der Gemeinde ist“, wie Bürgermeister Manuel Just in seiner Ansprache betonte.

(Anm. d. Red.: Der Bürgermeister hatte immer eine „6“ vor dem Komma anvisiert, letztlich aber nicht halten können. Siehe „Hilfeleistungszentrum: Die “6-€³ vorne ist Geschichte. 7,7 Millionen Euro solls kosten„)

Das Projekt „schreite mit großen Schritten seiner Fertigstellung entgegen“, betonte Just und sagte, dass man schon heute sehen könne, wie gut sich das Gebäude städtebaulich einfüge: „Wir haben den längsten Teil der Wegstrecke hinter uns“.

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Lobt die "geleckte Baustelle" - Bürgermeister Manuel Just beim Richtfest.

Eine Umsetzung eines solchen Vorhabens sei ohne Probleme unmöglich und deshalb Just dankte dem Planungsbüro Dasch, Zürn und von Scholley und den übrigen Baufirmen, die immer schnell, unproblematisch und unbürokratisch reagiert hätten, „die Auswahl unserer Partner hat sich wieder einmal bestätigt“.

Auf der Baustelle werde sauber und organisiert gearbeitet, „salopp gesagt, ich habe selten so eine geleckte Baustelle gesehen“, so Just.

Weiter ging der Bürgermeister auf die Kernfrage des „Warums“ ein. Der Bau des Hilfeleistungszentrum sei „nicht notwendig im Sinne einer Not, aber alternativlos gewesen, um die Gemeinde und die Wehren weiter zu entwickeln“.

Vor sechs Jahren hatten die beiden Wehren, Großsachsen und Leutershausen, den Gemeinderat darüber informiert, dass sie ein großes Potential hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit in einem gemeinschaftlichen Feuerwehrprojekt sehen würden. Eine Fusion könne die Schlagfähigkeit der Wehr für die rund 9.500 Einwohner zählende Gemeinde in der Zeit von 7 bis 18 Uhr so eher gewährleisten, wenn man nur einen Standort hätte, von dem aus „man breit ausrücken“ könne.

Aber es seien nicht nur feuerwehrtechnische Belange gewesen, die zu dem Bau des Kommunalen Hilfeleistungszentrum geführt hätten, sondern auch die beiden Bauhofstandorte, die in beiden Ortsteilen „unglücklich“ in Wohngebieten liegen.

Ohne dieses Schlüsselobjekt wären die Entwicklung dieser Gemeinde kaum möglich. Kein Investor war bereit gewesen gegenüber der Großsachsener Wehr ein Seniorenzentrum zu errichten, deshalb war die Umsiedlung notwendig, sagte Bürgermeister Just.

Das Freiwerden des Leutershausener Feuerwehrgebäudes ermögliche die Neugestaltung der neuen Ortsmitte Leutershausen und die Aussiedlung des Bauhofes berechtige zur Hoffnung für Betreutes Wohnen in der Fenchelstraße. „Nur die Verlegung ermöglicht uns, darüber nachzudenken“, erklärte Just.

Der Gemeinderat habe die richtige Entscheidung getroffen, unterstrich Just. Er bedankte sich auch bei dem baubegleitenden Ausschuss. In zehn Sitzungen habe man viel diskutiert „und manchmal haben wir uns auch gestritten, aber wir haben immer das Ziel verfolgt“.

Just bedankte sich auch bei den beiden Kommandanten der Wehren, Heiner Mayer und Tobias Rell, und dem Leiter des örtlichen DRK, Michael Frank, für die Zusammenarbeit.

Den Richtspruch sprach Bauleiter Thomas Börsig von der Baufirma Bold aus Achern.

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Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.