Freitag, 07. September 2018

Forstwirtschaft negativ – trotzdem Zufriedenheit im Gemeinderat – Triebsterben bedroht Eschen

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Hirschberg, 25. Oktober 2011. Die Hirschberger Forstwirtschaft ist auch 2011 unterm Strich negativ. FĂŒr 2012 mĂŒssen nochmals 8.000 Euro mehr und damit 37.500 Euro zugeschossen werden. Der Eschenbestand ist durch einen Pilz bedroht.

Von Hardy Prothmann

BĂŒrgermeister Manuel Just betonte, dass andere Gemeinde sogar positive Ergebnisse erzielten, man dies aber nicht allein im Auge haben dĂŒrfe, sondern vor allem auch den Naherholungswert des Waldes zu sehen: „So billig kriegen wir das sonst nirgends.“

Der Einschlag wird fĂŒr 2012 mit 3.240 Festmetern (fm) vorgesehen (Vorjahr: 3.370 fm). Damit liege man laut Revierleiter Walter Dallinger ĂŒber dem nachwachsenden Wert, allerdings seien genug Reserven vorhanden, die Nachhaltigkeit also nicht gefĂ€hrdet.

Herr Pfefferle gab in der Sitzung einen Überblick ĂŒber den Zustand des Waldes, er insgesamt sehr zufriedenstellen sei. Bei Nadelhölzern wie Douglasien und LĂ€rche wollen man sich mit dem Schlag aber deutlich zurĂŒckhalten, denn dadurch wĂŒrde der Wert der Hölzer sehr gesteigert.

Sorgen machen die Eschen, die vom so genannten „Triebtod“ bedroht sind. Der Förster will die BestĂ€nde untersuchen und befallene BĂ€ume schlagen, „um das Klima fĂŒr die Pilze“ zu verschlechtern. Diese Maßnahme habe im vergangenen Jahr schon erfolgreich durchgefĂŒhrt werden können.

Hintergrund zum „Triebsterben“, Quelle Wikipedia:
„Anfang der 1990er Jahre begannen im nordwestlichen Teil von Polen Eschen in großer Zahl abzusterben.[21] Die Symptome, die dabei auftreten, sind abgestorbene Flecken an StĂ€mmen und Zweigen ohne Schleimfluss, das Welken und Abfallen der BlĂ€tter sowie das Absterben von Zweigen und Wipfeltrieben, was bis zum Absterben vor allem jĂŒngerer BĂ€ume fĂŒhren kann. Das unter der geschĂ€digten Rinde liegende Holz kann sich dabei braun verfĂ€rben.[22] Diese Krankheit wird allgemein als Eschensterben bzw. Eschentriebsterben bezeichnet. Sie breitete sich von Polen nach Schweden, Österreich, Deutschland, DĂ€nemark, Finnland, Litauen und Tschechien aus.[23]“

Der Gemeinderat lobte die Arbeit des Revierleiters Pfefferle. Der Forstwirtschaftsplan 2012 wurde in der Verwaltungsvorlage einstimmig beschlossen.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.