Samstag, 28. Juli 2018

Anstieg bei Kostenschätzungen für Kindergartenausbau in Leutershausen: Gemeinde ist verpflichtet 90 Prozent zu bezuschussen

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Hirschberg, 23. November 2011. (red/mh) Der katholische Kindergarten in Leutershausen muss erweitert werden, um zukünftig genügend Plätze zur Verfügung stellen zu können. Dem Bauantrag stimmte der Ausschuss für Technik und Umwelt in einer Sitzung im Oktober zu. Damals stand eine Kostenbeteiligung für Hirschberg von 450.000 Euro im Raum. Dieser Betrag ist jetzt aber deutlich gestiegen: Auf rund 600.000 Euro.

Von Martin Heilmann

Wenn es um das Wohl von Kindern geht, darf nichts auf der Welt zu teuer sein. Dennoch befürchtet der Hirschberger Gemeinderat, dass die Belastung für den Haushalt 2012 weiter ansteigt. Der komplette Ausbau soll in etwa 665.000 Euro kosten. Die Gemeinde stellt dafür einen 90prozentigen Investitionszuschuss bereit.

Was der Ausbau des katholischen Kindergartens in Leutershausen am Ende tatsächlich kosten wird, steht bis jetzt noch nicht eindeutig fest. Also auch nicht wie hoch die Beteiligung Hirschbergs letztlich ausfallen wird. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit und von anderen Bauvorhaben zeigten dem Gemeinderat aber, dass die tatsächlichen Baukosten oftmals über den Schätzungen lagen.

Der Kindergarten verfügt derzeit laut eigenen Angaben über vier Gruppenräume, zwei Waschräume, einen Turnraum und ein Außengelände und bietet maximal 92 Kindergartenkindern Platz. Durch den Anbau wird weiterer Raum geschaffen.

Bernhard Adler, Kindergartenbeauftragter des katholischen Pfarramts St. Johannes aus Hirschberg, verweist in einem Schreiben an die Gemeinde darauf, dass bei einigen Kostenschätzungen im Vergleich zu den ursprünglich Kalkulationen nachgebessert werden muss. Dies ergab sich aus Gesprächen mit der Caritas, dem Gesundheitsamt und dem Amt für Brandschutz.

Im besonderen geht es unter anderem um zusätzliche Kosten wegen eines zweiten behindertengerechten WC im Untergeschoss, Aushubarbeiten, Kanalarbeiten, Fluchttüren und um die Beleuchtung im Gebäudeinneren.

Allein die unmittelbaren Kosten für den Bau und die Handwerker belaufen sich auf geschätzte 460.000 Euro. Dazu kommen weitere rund 66.000 Euro für den Architekten, Statiker, die Baugenehmigung, Haustechniker und Vermesser.

Trotz einiger Bedenken, inwieweit alle Anpassungen beispielsweise bei der Beleuchtung oder die Toiletten unbedingt von Nöten seien, stimmten am Ende alle Gemeinderäte dem Beschlussvorschlag zu. Der Antrag von Horst Metzler (SPD), den Zuschuss für das Haushaltsjahr 2012 zunächst auf 550.000 Euro zu begrenzen, wurde mehrheitlich abgelehnt.