Samstag, 11. August 2018

Umbau- und Erweiterungsantrag und neue Lagerhalle gehen beim ATU durch.

Pultdach ist zu modern für Großsachsen

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Hirschberg, 07. Dezember 2011. (red/mh) Auf der Tagesordnung des Hirschberger Ausschusses für Technik und Umwelt standen am gestrigen Abend drei Bauanträge und eine Bauvoranfrage. Bei Dreien gab der ATU sein O.K.. Dem Bauantrag aus dem Ortsteil Großsachsen wurde eine Abfuhr erteilt.

Von Martin Heilmann

Reichlich Gesprächsbedarf hätte der ATU auf seiner gestriegen Sitzung wohl beim Bauantrag aus Großsachsen gehabt. Doch Bürgermeister Manuel Just überwarf den, von ihm und der Verwaltung vorgelegten Beschlussvorschlag, noch bevor die Mitglieder des Gremiums in eine Diskussion einstiegen.

Anstatt dem Bauantrag eines dreistöckigen und modernen Mehrfamilienhauses mit einer Penthousewohnung im Obergeschoss und einem Pultdach zu zustimmen, verneinte BM Just auf der Sitzung das Vorhaben.

Einigen ATU-Mitgliedern, wie beispielsweise Fritz Bletzer (FW), fiel deshalb “ein Stein vom Herzen”. Eine Ortsbesichtigung überzeugte BM Just davon, dass in die Hintergasse in Großsachsen einfach kein Pultdach passe.

Pultdach passt nicht zu umliegenden Satteldächern

Justs ausschlaggebendes Argument war nicht etwa, dass es sich hier um einen historischen Ortsteil Hirschbergs handelt, oder etwa, dass das geplante Gebäude zu modern oder zu massiv sei.

Diese Bauabsichten, wären mit den anzuwendende Baugesetzbuch konform gegangen. Das entscheidende Kriterium war, dass sich ein Pultdach nicht mit den umliegenden Häusern, die ausschließlich Satteldächer haben, vertrage.

Nun muss der Bauherr wieder neu planen. Im Sinne des ATU soll das dreistöckige Mehrfamilienhaus ein Satteldach bekommen. “In etwa dreizehn Meter hoch darf die First hier sein”, stellte Eva-Marie Pfefferle (SPD) fest. “Die maximale Höhe des Gebäudes kann also erstmal kein Problem sein.”

Karl-Heinz Treiber (GAL) verwies darauf, dass das Bauvorhaben schon einmal im Juli diesen Jahres zur Diskussion stand und dem Vorhaben, zwei neue Wohnhäuser auf dem Grundstück zu errichten, eine Absage erteilt wurde.

Karin Kunz (CDU) bemerkte, dass der Antragsteller “wohl hauptsächlich Geld mit dem Bau verdienen will”. “Wirtschaftliche Aspeckte spielen bei dem Vorhaben sicherlich auch eine Rolle”, bestätigte BM Just der Runde. “Ein einzelnes Haus anstatt, wie im Juli angedacht zwei zu bauen, ist aus Synergieeffekten günstiger.”

Thomas Thünker (FW) gab zu bedenken:

“Wir müssen damit rechnen, dass die Maße beim einem neuerlichen Antrag deutlich höher und/oder breiter ausfallen werden.”

Dem kurzer Hand von B Just geänderten Beschlussvorschlag, ein Pultdach nicht zu zulassen, wurde einstimmig stattgegeben.

Kaum Einwände: Lagerhalle, Um- und Ausbau eintimmig beschlossen

Neben der verneinten Pultdachfrage hatte der ATU am Dienstagabend auch darüber zu entscheiden, ob ein Wohnhaus in der Steige 7 um- und ausbaut werden darf. Dem wurde einstimmig stattgegeben.

Darüber hinaus erteilte das Gremium einem Bauantrag in der Goldbeck Straße grünes Licht. Dort soll eine neue Lagerhalle gebaut werden, die dem hier existierenden Bebauungsplanvorgaben gerecht wird. Daher gab es keinerlei Einwände.

Mehrheitlich gaben die Mitglieder des ATU auch der Bauvoranfrage für ein Doppelhaus im Erich-Kästner Weg ihre Zustimmung. Anstatt zwei einzelner Wohnhäuser will der Bauherr dort nun ein Doppelhaus mit weiterhin zwei Wohnungen errichten.

Die GAL war grundsätzlich damit einverstanden. Mit einem Teilbeschlussvorschlag aber nicht und votierte mit zwei Stimmen dagegen. Konkret ging es Karl-Heinz Treiber (GAL) um ein unzulässiges Ausmaße von einer Terrasse und eines Balkons.

“Da es sich um geringfügige Überschreitungen der baurechtlich vorgegebenen Maße handelt, kann der ATU hier eine Ausnahme bewilligen. Wie es auch bei anderen ähnlichen Bauvorhaben schon der Fall war”, entgegnete BM Just.

Die beiden weiteren Teilbeschlüsse – eine geringere Dachneigung (30 Grad anstatt 35 Grad) und der Aus- und Umbauantrag – fielen einstimmig aus.