Dienstag, 20. November 2018

Interview zum Amtsantritt als Gemeinderat

Im Gespräch mit: Thomas Herdner

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Der neue Gemeinderat Thomas Herdner (GLH) im Gespräch.

Hirschberg, 24. Januar 2012 (red/jt) Thomas Herdner rückte zum Jahresbeginn für Birgit Knoblauch in den Gemeinderat als GLH-Vertreter nach. Zu seinem Amtsantritt stellt ihm des Hirschbergblog ein paar Fragen.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Amtsantritt als Gemeinderat in Hirschberg.

Thomas Herdner: Vielen Dank.

Wie ich ja bereits sagte, geht es ganz schnell. Es sind nur drei kurze Fragen.

Herdner (lacht): Drei Fragen nur, ich hatte da eigentlich mit mehr gerechnet.

Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach Parteipolitik auf lokaler / kommunaler Ebene?

Herdner: Wir Grünen beschäftigen uns ja mit Ideen, die zu mehr Nachhaltigkeit in der Natur. einem sozialeren Umgang miteinander und zu mehr Transparenz in den Entscheidungen führen soll.

Das gilt für mich auch auf kommunaler Ebene. Diese Ideen werden dann beispielsweise im Gemeinderat und in den dazugehörigen Gremien, sofern in der Gemeinde grüne Gemeinderäte vorhanden sind, eingebracht. Auch über die politische Willensbildung auf lokaler Ebene, wie z.B. mit Informationsveranstaltungen schlägt sich das nieder.

Was sind für Sie die wichtigsten Themen in Hirschberg?

Herdner: Da kann ich direkt an meiner Antwort zur vorherigen Frage anknüpfen. Bei der Politik auf kommunaler Ebene geht es immer darum eine Balance zu finden.

Zum Beispiel die Gemeinde dahin zu entwickeln, dass grüne Themen vertreten sind, aber andere Bereiche nicht vernachlässigt werden. Das ist zwar ursprünglich kein grünes Thema, aber es geht auch darum, mit den vorhandenen Finanzen so umzugehen, dass man nicht mehr ausgibt als man einnimmt, auch hier also auf Nachhaltigkeit achtet.

Es herrscht eigentlich ein permanenter Veränderungsdruck, auf der einen Seite sucht man nach Einsparpotentialen, schaut wie man es schafft, den Bürger nicht ständig mehr zu belasten. Gleichzeitig versucht man aber auch z.B. eine moderne Sozialpolitik und eine ordentliche Umweltpolitik einzubringen.

Dabei ist die Umweltpolitik oft ein Querschnittsthema, gerade wenn ich es in Verbindung mit der Verkehrspolitik denke. Ob in eine Umgehungsstraße oder in den eben erst fertiggestellten zweigleisigen Ausbau der OEG investiert wird, den ich gut finde, das ist schon ein Unterschied.

Ganz wichtig für die Zukunft Hirschbergs sehe ich aber auch ein grünes Kernthema. Es geht um Energieeinsparung, die Umstellung der Wirtschaft und Ausbau der erneuerbaren Energien. Es ist ein schnellerer Umbau notwendig als er sich zur Zeit darstellt.

Wo möchten Sie als Gemeinderat Ihre Schwerpunkte setzen?

Herdner: Man muss den persönlichen Einsatz immer im Kontext mit anderen Menschen sehen. Sei es in der Fraktion, dem Gemeinderat oder den dazugehörigen Ausschüssen.

Auf Grund der Tatsache, dass ich bereits in meiner früheren Heimat Mörlenbach die kommunale Politik mitgestaltet habe sind mir die ganzen Abläufe gut bekannt, auch wenn es Unterschiede zwischen der Gemeindeordnung in Hessen und Baden-Württemberg gibt.

Fragen finde ich sehr wichtig. Damit kommt mehr Klarheit in die Themen oder in die Begrifflichkeiten. Des weiteren bin ich ziemlich gut vernetzt mit vielen Freunden und Bekannten. Der eine oder andere darunter ist ebenfalls kommunalpolitisch aktiv. So komme ich häufig sehr schnell zu fundierten Antworten bei schwierigen Themen.

Natürlich dauert es, die historisch gewachsenen Begebenheiten in einer Gemeinde zu durchschauen, wenn man noch relativ neu am Ort ist. Aber auch da hilft es häufig nachzufragen und neugierig sein. So bringt man ja auch einen anderen Blickwinkel ein.

Zur Person:

Thomas Herdner ist 56 Jahre alt, ledig und ist von Beruf Bäckermeister. Er arbeitet im Heppenheimer Langnesewerk als Produktmanager. Er hat einen 26 Jahre alten Sohn namens Sebastian. Seit 2008 wohnt er in Hirschberg, davor lebte er 25 Jahre in Mörlenbach. Thomas Herdner ist seit 1994 Mitglied bei Bündnis 90 / Die Grünen.