Sonntag, 18. November 2018

Knapp 30 Personen erinnern an die Reaktorkatastrophe in Japan

Fukushima-Mahnwache des Hirschberger Aktionsbündnis gegen Atomkraft

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Hirschberg, 13. Februar 2012. (red/pm) Bei der Mahnwache in Hirschberg-Leutershausen am 11. Februar 2012 zur Reaktorkatastrophe in Fukushima nahmen knapp 30 Menschen teil. Die Mahnwache sollte an den Super-GAU und die Jahrzehnte anhaltende Verseuchung eines ganzen Landstrichs erinnern.

Information des Hirschberger Aktionsbündnis gegen Atomkraft:

„Am Samstag den 11.02.2012 versammelten sich knapp 30 Personen am Ehrenmal in der Bahnhofstrasse in Hirschberg – Leutershausen zu einer Mahnwache um an die Reaktorkatastrophe in Japan vor elf Monaten zu erinnern.

Veranstalter war das Hirschberger Aktionsbündnis gegen Atomkraft zu dem sich die Ortsverbände von GLH, SPD, Bündnis90/DIE GRÜNEN und BUND zusammengeschlossen hatten.

Den Termin einen Monat vor dem Jahrestag der Katastrophe begründete der Redner Wolf Lederer mit der Solidarität mit den japanischen Atomkraftgegnern, die ihre Proteste auf diesen Tag gelegt haben, da in Japan der 11.März der Trauer und dem Gedenken an die Opfer des Erdbebens und des Tsunami vorbehalten bleiben soll.

Lederer erinnerte daran, dass vor elf Monaten die Menschen in Japan von den unvorstellbaren dreifachen Katastrophen aus Erdbeben der Stärke 9, einem noch nie da gewesenen Tsunami und der daraus resultierenden Havarie des Atomkomplexes in Fukushima betroffen waren.

Es kam zur Kernschmelze, mehrfachen Explosionen und dem Verlust der Steuerbarkeit der Reaktoren, eben dem so genannten „Super-GAU“.

Die Folge waren atomare Verstrahlungen und Verseuchungen in der Umgebung des AKW die zu Evakuierungen und Umsiedlungen führten. Es kam unendliches Leid über die betroffenen Menschen, ein Leid das heute noch nicht beendet ist und noch lange, über Jahrzehnte hinweg die Region belasten wird.

Lederer rief zum mitfühlenden Gedenken an die Menschen auf und bat um eine Schweigeminute.

Im Anschluss darauf erklärte Lederer, dass die Mahnwache auch eine Protestveranstaltung sei, die mit Nachdruck auf die noch ausstehende Abschaltung aller AKWs in Deutschland hinweisen wolle:

Der Ausstieg aus der Atomkraft ist schneller möglich und notwendig als es das derzeitige Konzept der Regierungsparteien vorsieht!

All die Warnungen von Atombefürwortern und den AKW-Betreibern vor dem Energiekollaps haben sich als haltlos herausgestellt. Auch in den letzten Wochen mit der außerordentlichen Kältewelle mit sehr großem Energiebedarf kam es in der BRD zu keinem Engpass in der Energielieferung. Auch unter diesen Umständen blieb Deutschland Strom-Exporteur zum Beispiel nach Frankreich. Lederer weiter:

Die Energiekonzerne verzögern den Rückbau der stillgelegten AKW und blockieren den Ausbau erneuerbarer Energie.

Lederer rief zum Abschluss zur Teilnahme an der großen bundesweiten Protestaktion am 11. März auf, für die in unserer Region eine zentrale Demonstration am AKW Neckarwestheim geplant ist.“