Sonntag, 17. Februar 2019

Photovoltaikanlage auf dem Hilfeleistungszentrum fertiggestellt

„Wir machen solange weiter, bis wir Biblis und Philippsburg nicht mehr brauchen“

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JĂŒrgen Steinle (links) und Matthias SchĂŒtze (rechts) stellen die Photovoltaikanlage auf dem Hilfeleistungszentrum vor. Bild: hirschbergblog.de

 

Hirschberg, 28. April 2012. (red/cr) Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Hilfeleistungszentrums geht kommende Woche ans Netz. Mit dem daraus gewonnenen Strom können etwa zwanzig Durchschnittshaushalte versorgt werden.

Von Christian Ruser

Einen ungewöhnlichen Ort fĂŒr einen Pressetermin haben sich JĂŒrgen Steinle und Matthias SchĂŒtze ausgesucht. Das Flachdach des Hilfeleistungszentrums Hirschberg ist nur ĂŒber ein AußengerĂŒst zu erreichen. Oben befinden sich die Solarmodule.

Die Module wurden in der vergangenen Woche installiert. Um mögliche BeschĂ€digungen am Dach zu verhindern ist die Konstruktion nicht mit dem GebĂ€ude verschraubt, sondern liegt auf. Eine Gefahr, dass die Anlage durch starken Wind vom Dach geweht werden könnte, besteht jedoch nicht. Es ist so konstruiert, dass sie vom Wind stĂ€rker an das Dach andrĂŒckt wird.

Das Zeitfenster fĂŒr die Installation war denkbar kurz und hĂ€tte beinahe nicht erfĂŒllt werden können. Der Wunsch der Bundesregierung das Erneuerbare-Energie-Gesetz zum Anfang April zu Ă€ndern, motivierte die Genossenschaft und die Handwerker zu Höchstleistungen.

Das Projekt Sonnenwaid-e-1, so der offizielle Titel, wurde von der Hohenwaid e.G. im Juni 2011 ins Leben gerufen. Seitdem wurde es von der Bevölkerung sehr gut angenommen. 72 interessierte BĂŒrger haben Anteile an der Anlage gekauft. Steinle betont, dass die BĂŒrgerbeteiligung an diesem Projekt fĂŒr alle ein wichtiger Aspekt war.

AuffĂ€llig war vor allem, dass die meisten BĂŒrger zwischen einem und vier Anteile zu je 500 Euro gekauft haben.

Der typische Anleger ist der Opa fĂŒr seinen Enkel,

erklĂ€rt Matthias SchĂŒtze. Hier sehe man, dass dieses Projekt vor allem der Nachhaltigkeit und der Zukunftssicherung dienen soll. Die Anlage auf dem Hilfeleistungszentrum erzeugt mit seinen 320 Modulen in Spitzenzeiten bis zu 75,6 kW pro Stunde.

Durch die AKWs Biblis und Philippsburg in der Rheinebene, wird die Notwendigkeit ĂŒber alternative Energieversorgung nachzudenken deutlich. In Rippenweiher ist ein weiteres Projekt auf der Keltensteinhalle im Entstehen begriffen. Hier können noch Anteile erworben werden. Interessierte BĂŒrger können sich auf der Homepage der Genossenschaft ĂŒber die Möglichkeiten der Beteiligung informieren.