Montag, 30. Juli 2018

Photovoltaikanlage auf dem Hilfeleistungszentrum fertiggestellt

„Wir machen solange weiter, bis wir Biblis und Philippsburg nicht mehr brauchen“

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J├╝rgen Steinle (links) und Matthias Sch├╝tze (rechts) stellen die Photovoltaikanlage auf dem Hilfeleistungszentrum vor. Bild: hirschbergblog.de

 

Hirschberg, 28. April 2012. (red/cr) Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Hilfeleistungszentrums geht kommende Woche ans Netz. Mit dem daraus gewonnenen Strom k├Ânnen etwa zwanzig Durchschnittshaushalte versorgt werden.

Von Christian Ruser

Einen ungew├Âhnlichen Ort f├╝r einen Pressetermin haben sich J├╝rgen Steinle und Matthias Sch├╝tze ausgesucht. Das Flachdach des Hilfeleistungszentrums Hirschberg ist nur ├╝ber ein Au├čenger├╝st zu erreichen. Oben befinden sich die Solarmodule.

Die Module wurden in der vergangenen Woche installiert. Um m├Âgliche Besch├Ądigungen am Dach zu verhindern ist die Konstruktion nicht mit dem Geb├Ąude verschraubt, sondern liegt auf. Eine Gefahr, dass die Anlage durch starken Wind vom Dach geweht werden k├Ânnte, besteht jedoch nicht. Es ist so konstruiert, dass sie vom Wind st├Ąrker an das Dach andr├╝ckt wird.

Das Zeitfenster f├╝r die Installation war denkbar kurz und h├Ątte beinahe nicht erf├╝llt werden k├Ânnen. Der Wunsch der Bundesregierung das Erneuerbare-Energie-Gesetz zum Anfang April zu ├Ąndern, motivierte die Genossenschaft und die Handwerker zu H├Âchstleistungen.

Das Projekt Sonnenwaid-e-1, so der offizielle Titel, wurde von der Hohenwaid e.G. im Juni 2011 ins Leben gerufen. Seitdem wurde es von der Bev├Âlkerung sehr gut angenommen. 72 interessierte B├╝rger haben Anteile an der Anlage gekauft. Steinle betont, dass die B├╝rgerbeteiligung an diesem Projekt f├╝r alle ein wichtiger Aspekt war.

Auff├Ąllig war vor allem, dass die meisten B├╝rger zwischen einem und vier Anteile zu je 500 Euro gekauft haben.

Der typische Anleger ist der Opa f├╝r seinen Enkel,

erkl├Ąrt Matthias Sch├╝tze. Hier sehe man, dass dieses Projekt vor allem der Nachhaltigkeit und der Zukunftssicherung dienen soll. Die Anlage auf dem Hilfeleistungszentrum erzeugt mit seinen 320 Modulen in Spitzenzeiten bis zu 75,6 kW pro Stunde.

Durch die AKWs Biblis und Philippsburg in der Rheinebene, wird die Notwendigkeit ├╝ber alternative Energieversorgung nachzudenken deutlich. In Rippenweiher ist ein weiteres Projekt auf der Keltensteinhalle im Entstehen begriffen. Hier k├Ânnen noch Anteile erworben werden. Interessierte B├╝rger k├Ânnen sich auf der Homepage der Genossenschaft ├╝ber die M├Âglichkeiten der Beteiligung informieren.