Freitag, 03. August 2018

GLH fordert Standortverlegung

Mobilfunkanlage auf dem Dach der Heinrich-Beck-Halle

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Hirschberg, 22. Mai 2012. (red/pm) In der heutigen Gemeinderatssitzung in Hirschberg soll ĂŒber die VertragsverlĂ€ngerung der Mobilfunkanlage auf dem Dach der Heinrich-Beck-Halle in Leutershausen beraten und entschieden werden. In einer Pressemitteilung fordert die GLH, die Gemeinde Hirschberg solle die Chance zur Neupositionierung der Mobilfunkmasten nutzen und den Vertrag fĂŒr Standort Heinrich-Beck-Halle in Leutershausen nicht verlĂ€ngern.

In der Pressemitteilung heißt es weiter die GLH-Fraktion sei schon bei der ursprĂŒnglichen Entscheidung mit diesem Standort nicht einverstanden gewesen und werde einer VerlĂ€ngerung des Pachtvertrages ohne Änderungen auch dieses Mal nicht zustimmen.

Als BegrĂŒndung fĂŒhrt die GLH an:

Viele BefĂŒrchtungen hinsichtlich der langfristigen Risiken durch die unmittelbare Exposition von Mobilfunkstrahlung, die schon vor ĂŒber 10 Jahren benannt wurden, haben sich inzwischen eher verdichtet als dass sie ausgerĂ€umt werden konnten. Ernstzunehmende Studien liefern deutliche Hinweise auf gesundheitliche Risiken.

Langzeitwirkungen können noch gar nicht benannt werden, weil diese Art von Belastung noch nicht lange genug existiert. Wissenschaftler und vor allem Ärzte fordern daher einen medizinischen Vorsorgewert an dem entlang sich ein Standortkonzept fĂŒr Mobilfunkanlagen im öffentlichen Raum orientiert. Dieser Paradigmenwechsel, weg von gesetzlich festgelegten Grenzwerten hin zu menschenschĂŒtzenden Vorsorgewerten, ist der bessere Weg.

Die Sporthalle liege in unmittelbarer NĂ€he zweier KindergĂ€rten sowie der Grund- und Werkrealschule und deshalb mĂŒsse sich die Entscheidung fĂŒr den Weiterbetrieb am Gesundheitsschutz der Bevölkerung orientieren.

Deshalb schlĂ€gt die GLH eine Verlagerung des Sendemastes an den Ortsrand, auf oder neben das neu errichtete Hilfeleitungszentrum am SportgelĂ€nde vor. Die in dem Vertrag festgelegten PachtgebĂŒhren fĂŒr die Nutzung des gemeindeeigenen Standortes gingen Hirschberg dadurch nicht verloren. WĂ€re der Betreiber bereit diesen neuen Standort zu akzeptieren, könne sich die GLH auch vorstellen, einem solchen Standortvertrag zuzustimmen, heißt es weiter.

Gleichzeitig biete der neue Standort auch Möglichkeiten der Erweiterung, sowohl beim Ausbau neuer Technik als auch als Sammelstandort zur möglichen kĂŒnftigen Verlagerung weiterer Sendestationen anderer Betreiber, die derzeit ebenfalls in den Ortmitten positioniert sind (etwa Feuerwehrhaus Leutershausen).

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