Dienstag, 20. November 2018

ATU-Sitzung am 11. September 2012

Hat Heddesheim „ein Herz für Bergsträßer“?

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Hirschberg, 12. September 2012. (red/sap) Hirschberg setzt sich für sechsstreifige A5 und weiteren Autobahnanschluss ein, so die Stellungsnahme des ATUs zum Maßnahmeplan Landstraße des Generalverkehrsplans Baden-Württemberg

Nachdem der Generalverkehrsplan Baden-Württemberg von der Landesregierung am 14. Dezember 2010 verabschiedet wurde, hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) nun den Entwurf des Maßnahmeplans Landesstraßen erarbeitet und dem Ministerrat und dem Landtag vorgelegt. Das MVI gibt den kommunalen Landesverbänden nun Gelegenheit, zu dem Entwurf bis Ende September Stellung zu nehmen. In diesem Rahmen erhalten jetzt auch die Kommunen die Möglichkeit, ihre Bedenken und Anregungen zu dem Entwurf vorzutragen.

In der Projektliste sind nur wenige Straßenprojekte im Rhein-Neckar-Kreis enthalten. Maßnahmen, die die Gemeinde Hirschberg direkt oder indirekt betreffen, sind nicht vorgesehen, berichtete Bürgermeister Manuel Just.

Auch die Anmeldung der favorisierten Ortsrandstraße sei an dieser Stelle fehl am Platz, so Just, da es hier um die gewünschte Verlagerung einer Bundesstraße geht. Dennoch hält es die Verwaltung für geboten auch in diesem Zusammenhang auf die besondere Verkehrssituation im Ortsteil Großsachsen hinzuweisen, um eine Lösung des Problems langfristig herbeizuführen.

Die Stadt Weinheim habe nun auf den sechsspurigen Ausbau der A5 zwischen Kreuz Heidelberg und nördlicher Landesgrenze und auf einen weiteren Autobahnanschluss „Weinheim Süd“ (auf der Höhe Lützelsachsen und Muckensturm) hingewiesen und Hirschberg wolle nun der „Stadt Weinheim zur Seite springen“, erklärte der Bürgermeister.

Dies sei eine Erinnerung an die Landesregierung nach dem Motto „vergesst uns nicht, unser Verkehrsproblem liegt im Argen“.

Letztlich benötige Hirschberg vermutlich beides, den Anschluss und die Ortsrandstraße, ergänzte Just.

Für den Anschluss benötige man aber auch die Unterstützung von Heddesheim, denn der Anschluss liege zum großen Teil auf deren Gemarkung.

Heddesheim soll jetzt beweisen, dass sie uns zur Seite stehen und ein Herz für die Bergsträßer haben,

forderte Gemeinderat Fritz Bletzer (Freie Wähler) und spielte damit auf die Verkehrsprobleme, die durch  Pfenning und den Edeka-Ausbau entstehen, an. Dies sei ein Zeichen von Größe, so Bletzer.

Und auch Gemeinderätin Eva-Marie Pfefferle sagte:

Wir müssen Heddesheim in die Planung mit einbeziehen.

Der Beschlussvorschlag lautete: Dem Maßnahmenplan Landstraßen des Verkehrsplans Baden-Württemberg wird zugestimmt. Die Gemeinde Hirschberg bittet darum, dass sich das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur nachdrücklich dafür einsetzt, dass der sechsstreifige Ausbau der A5 zwischen Kreuz Heidelberg und nördlicher Landesgrenze baldmöglichst realisiert wird. Zusätzlich bittet die Gemeinde Hirschberg darum, sich für einen weiteren Autobahnanschluss „Weinheim Süd“ einzusetzen.

Der ATU stimmte einstimmig zu.

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