Dienstag, 20. November 2018

Aus der Gemeinderatssitzung vom 25.September 2012

„Ein ordentlicher Brocken, was wir für eine Toilette ausgeben“

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Hirschberg, 27. September 2012. (red/sap) Eine öffentliche Toiletten-Anlage für den Großsachsener Friedhof, Verhandlungsspielraum für die Verwaltung und Förderung von Vereinen. Im zweiten Teil der Gemeinderatssitzung war sich das Gremium in allen Punkten einig.

Seit Jahren wird darüber diskutiert, nun ist es so weit: Noch in diesem Jahr soll auf dem Großsachsener Friedhof eine öffentliche Toiletten-Anlage errichtet werden. Die barrierefreie „Einraum-City-WC-Anlage“ wird die Gemeinde Hirschberg insgesamt 104 000 Euro kosten.

„Ein ordentlicher Brocken, was wir für eine Toilette ausgeben“, befand auch Gemeinderat Oliver Reisig (FDP). Aber immerhin sei die Anlage „vandalismussicher und langlebig“.

Einstimmig wurde beschlossen, den Auftrag an die Firma Hering Bau aus Burbach zum Anbebotspreis von knapp 66.000 Euro zu vergeben. Zusätzlich entstehen Nebenkosten (Honorar, Tiefbau) von rund 38.000 Euro.

Im Haushaltssjahr 2012 seien 75.000 Euro bereit gestellt, erklärte der Bürgermeister, die Mehrkosten könnten über eine andere Haushaltsposition (Feuerwehr) gedeckt werden.

Verwaltung verhandelt mit den Bietern

In der Sitzung vom 24. April hat der Gemeinderat die Sanierung des Verkehrskreisels im Gewerbepark Süd beschlossen. In einer beschränkten Ausschreibung wurden durch die Verwaltung fünf Firmen zur Abgabe eines Angabotes aufgefordert. Davon haben vier Firmen ein Angebot abgegeben.

Die Zusammenstellung der Bau- und Nebenkosten (Honorar und Sonstiges) ergibt beim günstigsten Angebot einen Gesamtbetrag von 110.300 Euro. Im Investitionshaushalt 2012 der Gemeinde Hirschberg sind zur Durchführung dieser Maßnahmen 90.000 Euro bereit gestellt. Bei einer Auftragsvergabe würden die bereitgestellten Mittel somit um rund 20.300 Euro überschritten , das sind 22,56 Prozent.

„Ab einer Überschreitung von zehn Prozent haben wir die Möglichkeit, die Ausschreibung aufzuheben“, erklärte Bürgermeister Just und schlug vor, mit dem Bieterkreis freihändige Verhandlungen zu führen. Dem Vorschlag der Verwaltung wurd einstimmig zugestimmt.

Förderung Hirschberger Vereine

Der Verein Odenwald-Bike-Marathon e.V. beantragt einen Grundzuschuss nach den Vereinsförderrichtlinien der Gemeinde in Höhe von 105 Euro. Der Antrag wurde einstimmig bewilligt.

Der Tennisclub Leutershausen e.V. plant einen Anbau an das vereinseigene Clubhaus. Vorgesehen sind ein Büro für den Spielbetrieb sowie ein Lagerraum. Der Verein kalkuliert mit einem Aufwand von brutto 53.000 Euro. Darin sind Eigenleistungen von rund 8000 Euro enthalten. Es ist eine Darlehnsaufnahme von 35.000 Euro vorgesehen.

Der TCL beantragt einen Zuschuss nach den Vereinsförderrichtlinien sowie die Übernahme einer Bürgschaft durch die Gemeinde. Aufgrund der kommunalrechtlichen Vorgaben ist die Übernahme der Bürgerschaft nicht möglich.

Nach den Förderrichtlinien der Gemeinde erhalten Vereine für den Bau von vereinseigenen Sportstätten einen Zuschuss von 20 Prozent, also 10.600 Euro. Auch dieser Antrag wurde ohne Gegenstimmen verabschiedet.

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