Donnerstag, 09. Mai 2019

Trotz noch nicht ganz abgeschlossener Bauarbeiten kann die Krippe geplant eröffnen

Kinderkrippe in der Karlsruher-Straße: „Es kann losgehen“

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Hirschberg, 28. Februar 2013. (red/aw) In Sachen Kinderbetreuung hat die Gemeinde Hirschberg in den vergangenen Monaten einiges in Bewegung gesetzt. Um die gesetzlichen Vorgaben des Betreuungsangebotes einhalten zu können, wurde unter anderem eine neue Kinderkrippe in der Karlsruher Straße 8, in Leutershausen errichtet. Der Neubau wurde innerhalb von fünf Monaten realisiert. Am Montag kommen die ersten Kinder. Auch, wenn noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind.

Von Alexandra Weichbrodt

Der Geschäftsführer des Postillion e.V., Stefan Lenz, ist zufrieden mit dem Ergebnis:

Es kann losgehen,

verkündete er bei einem offiziellen Besichtigungstermin für die Presse am Mittwoch, den 27. Februar. Erst am 24. September 2012 ist der erste Spatenstich zum Neubau der Kinderkrippe erfolgt. Jetzt, etwa fünf Monate später, wird die Kinderkrippe in der Karlsruher Straße 8 in Leutershausen eröffnet.

Bei uns werden die Kinder nicht nur aufbewahrt,

versichert die Leiterin der Kinderkrippe Ines Weber. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Anna Seip noch voll im „Baustress“. Sie haben bereits den Arbeitsprozess  der vergangenen Monate mitbegleitet.

Besonders der Außenbereich zeigt noch deutlichen Arbeitsbedarf: Hier soll ein lebendiger Garten entstehen. Viele Spielgeräte, Hügel und ein Beet sollen dafür sorgen.

 

Noch wird in manchen Räumen gehämmert und gebohrt

So ganz fertig geworden sind die Arbeiter nicht. Was aber nicht allzu tragisch ist, da am Montag zunächst nur zwei Kinder den Betreuungsalltag in der Krippe startet.

Aus pädagogischen Gründen fangen wir langsam an. Die Kinder werden im zwei-Wochen-Rythmus zur Gruppe stoßen,

so die 30-jährige Pädagogin Weber. Es sei wichtig, dass sich für alle Kinder ausreichend Zeit genommen wird, damit eine ordentliche Artikulation in der neuen Umgebung stattfinden kann.

Insgesamt drei Gruppen á zehn Kindern können auf 450 Quadratmetern Nutzfläche in Zukunft betreut werden. Angepasst an die Nachfrage wird zunächst eine Gruppe mit zehn Kindern unter drei Jahren eingerichtet. Mit einer Betreuungszeit von 7:30 bis 16:30 bzw. 17:30 Uhr ist das Angebot ebenfalls an den Bedarf der Familien in Hirschberg angepasst.

Der stellvertretende Bürgermeister Fritz Bletzer lobte die Arbeit aller Beteiligten:

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit. Auch, wenn wir dem Postillion e.V. mehr oder weniger eine Monopolstellung gewähren, sind wir bei der Gemeindeverwaltung zuversichtlich, dass das klappt.

Betreuungszeiten an die Nachfrage angepasst

Der Postillion e.V. ist Träger aller drei nicht-kirchlichen Kinderbetreuungsstätten in Hirschberg. Eine Tatsache, die nicht immer die volle Zustimmung im Gemeinderat fand. Auch das Betreuungsangebot wird immer mal wieder kritisiert. Wie auch von der GLH-Gemeinderätin Monika Maul-Vogt auf der letzten Sitzung am 26. Februar 2013. Der Postillion e.V. würde keine Möglichkeit der Teilzeitbetreuung anbieten, lautete ihr Vorwurf.

Ein Einwand, den besonders Tina Raupp vom Familienbüro in Hirschberg überraschte:

Wir werden das noch einmal ausführlich thematisieren. Allerdings wurden die Betreuungszeiten vorallem auf die Bedürfnisse der Eltern ausgerichtet.

Durch die neu gebaute Kinderkrippe in der Karlsruher Straße sowie den Ausbau der Gruppen in der Einrichtung der Bahnhofsstraße kann Hirschberg derzeit allen Kindern einen Betreuungsplatz zur Verfügung stellen.

Noch sind die Handwerker fleißig am werkeln. Bis spätestens Montag sollen die Arbeiten aber soweit abgeschlossen sein, dass ein normaler Krippenalltag möglich ist.