Dienstag, 18. Juni 2019

Gemeinderat stimmt fĂŒr eine intelligente Parkraumbewirtschaftung "Im Großen Garten"

„Keinen Kniefall vorm Auto“

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Hirschberg, 08. Mai 2013. (red/sap) Am 12. Dezember 2012 hat der Gemeinderat einstimmig den Entwurf des Bebauungsplans „Im Großen Garten“ beschlossen. Daraufhin lag der Plan vom 27. Dezember bis zum 10. Februar öffentlich aus. Neben achtzehn Behörden, deren Stellungnahmen zur Kenntnis genommen wurden, ging der Gemeinderat vor allem auf BefĂŒrchtungen einiger BĂŒrger ein, die Parkplatzsituation  in der NĂ€he des Marktplatzes könne sich weiter verschlechtern.

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Der Bebauungsplan: Die rot umrahmte FĂ€che wird ein allgemeines Wohngebiet, auf der grĂŒn gefĂ€rbten FlĂ€che ist ein Spielplatz ausgewiesen. Foto: Aus der öffentlichen Vorlage.

Schon jetzt sei die Verkehrslage angespannt, berichtete BĂŒrgermeister Manuel Just. Nach dem Bau des zukĂŒnftigen Ärzte- und Apotherhauses werde sich die Situation weiter verschlechter:

Die ParkplÀtze reichen nicht.

Zudem werden elf der 61 ParkplĂ€tze durch den Bau des Ärztehauses ohne Kompensation wegfallen. Um sich ein konkretes Bild vom Bedarf zu verschaffen, wurde an mehreren Tagen jeweils um 7:00 Uhr, 11:00 Uhr, 15:00 Uhr und 19:00 Uhr aufgezeichnet. Nummernschilder wurden dabei nicht notiert.

Dabei wurde vor allem eins klar: Die insgesamt dreißig ParkplĂ€tze vor dem Seniorenzentrum und dem Marktplatz, werden fast durchgĂ€ngig benutzt. Die zwanzig in der Tiefgarage des Seniorenzentrums bleiben dagegen oft ungenutzt.

ZurĂŒckzufĂŒhren ist das auf Hirschbergs zahlreiche Dauerparker: Vor dem Marktplatz blockiert oft ein einzelnes Fahrzeug einen Parkplatz fĂŒr mehrere Tage. In der Tiefgarage ist dagegen die Parkdauer auf zwei Stunden begrenzt.

Ein Defizit von 19 ParkplÀtzen

Nach Berechnung der Gemeinde wird ein tatsĂ€chlicher Bedarf von 93 ParkplĂ€tzen entstehen, die GesamtkapazitĂ€t nach Herstellung des Ärztehauses belaufe sich jedoch nur auf 74 PlĂ€tze. „Einen baurechtlichen Handlungszwang gibt es jedoch nicht“, erklĂ€rte Manuel Just.

Ein Lösungsansatz wĂ€re nun, anstelle des Spielplatzes im Bebauungsplan einen Parkplatz auszuweisen. Die Verwaltung sei jedoch der Ansicht, dass es nicht zielfĂŒhrend sei, immer mehr Spiel- und GrĂŒnflĂ€che zu versiegeln und zu öffentlichem Verkehrsraum umzunutzen. Letztendlich leide darunter auch die AttraktivitĂ€t einer Gemeinde, sagte der BĂŒrgermeister.

Ein weiterer Lösungsansatz sei eine intelligente Parkraumbewirtschaftung, wie die Bewerbung der Tiefgarage und die Parkzeitbegrenzung auf allen FlÀchen. Die Konsequenz sei, so Just, dass Pendler, Arbeitnehmer und Nachbarschaft unter Tag den Parkraum nicht mehr nutzen könnten.

Die GemeinderĂ€te waren sich einig, dass in einer vernĂŒnftigen Parkraumbewirtschaftung die Lösung liege, ein Konzept muss noch ausgearbeitet werden.

„Es ist gut, dass die Verwaltung keinen Kniefall vorm Auto macht und der Spielplatz nicht wegfĂ€llt“, sagte Gemeinderat Karl Heinz Treiber.

Der Gemeinderat stimmte dem Bebauungsplan und dem Vorschlag der Verwaltung einstimmig zu.

 

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