Freitag, 07. Juni 2019

Erneuerung der Heizungsanlage im Rathaus

Gas statt Pellets sorgt für „aufgeheizte“ Debatte

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Hirschberg, 15. Mai 2013. (red/ae) Im November vergangenen Jahres beriet der Gemeinderat über die Erneuerung der Heizungsanlage im Rathaus. Nach langen Überlegungen wurde dem Gemeinderat vom Ausschuss für Technik und Umwelt die Erneuerung der Heizungsanlage in der Variante „Gasbrennwertkessel“ nahgelegt. Diese Empfehlung stieß im Gemeinderat auf viel Kritik.

Von Alina Eisenhardt

Am 20. November 2012 hat der Hirschberger Gemeinderat über die Erneuerung der Heizungsanlage im Rathaus beraten. Im Laufe der Beratung wurden einige neue Fragen aufgeworfen, welche eine zusätzliche Klärung und Diskussion erforderten.

Aus diesem Grund wurde das Ingenieurbüro HTP aus Weinheim damit beauftragt, eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung als Vollkostenvergleich für die Variante einer Beheizung mit Erdgas oder mit Pellets aufzustellen. Dabei werden die Gesamtkosten, die Investitionskosten, die Betriebskosten wie auch Finanzierungs- und Wartungskosten beider Varianten betrachtet.

Nach Ansicht der Verwaltung sollten aber nicht nur die nackten Zahlen als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden. Kriterien wie z.B. Wartungsaufwand und Platzangebot für Pellettanks im Außen- und Innenbereich des Rathauses lassen sich nicht primär in Kosten ausdrücken, sollten aber für den Beschluss berücksichtigt werden.

Nach intensiver Abwägung schlug der Ausschuss für Technik und Umwelt dem Gemeinderat vor, die Erneuerung der Heizungsanlage in der Variante „Gasbrennwertkessel“ zu beschließen.

„Wenn man etwas ändern will, muss man bei sich selbst anfangen“

Der Beschlussvorschlag traf auf viel Kritik.

Draußen wird von Klimaschutz gesprochen und und wir schaffen uns eine Gasheizung an,

sagte Thomas Herdner (GLH).

Eva-Marie Pfefferle (SPD) sagte:

Wenn man etwas ändern will, muss man bei sich selbst anfangen. Die Befürchtung, ein Verantwortlicher könnte vergessen die Pellets zu kaufen, ist reinste Polemik.

Hartmut Kowalinski (FPD) sagte:

Wir gestatten der Verwaltung, dass sie einen gewissen Teil an Bequemlichkeit haben darf. Spätestens, wenn wir anfangen die letzten Baumstümpfe aus den Wäldern zu ziehen, hat die Co2-Bilanz der Pellets ihre Unschuld verloren.

Bürgermeister Manuel Just kommentierte:

Klimaschutz kann nicht um jeden Preis erfolgen.

Der Beschlussvorschlag wurde mit sechs Gegenstimmen von GLH und SPD angenommen.

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.