Dienstag, 18. Juni 2019

Gemeinderat beschließt Abbruch und Ausschreibung der Arbeiten

Ehemalige Bauhofgebäude werden abgerissen

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Bald kommt die Abrissbirne! Das Bauhofgebäude gegenüber des Hirschberger Rathauses soll nächstes Jahr abgerissen werden.

 

Hirschberg, 17. Juli 2013. (red/aw) Die baufälligen Gebäude des Bauhofes in der Fenchelstraße und in der Großsachsener Straße werden abgerissen. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend. Auch, wenn die Abrissarbeiten teuer werden und die weitere Nutzung der Grundstücke noch offen ist, sollen die Arbeiten nun ausgeschrieben werden. Ginge es nach der Verwaltung wolle man das Gebäude in der Fenchelstraße noch in diesem Jahr abreißen und die Kosten dafür im Haushaltsjahr 2013 abrechnen. Das Bauhof-Gebäude in der Großsachsener Straße folgt im Haushaltsjahr 2014.

Mit dem Umzug des Bauhofes in das neu errichtete Kommunale Hilfeleistungszentrum und dem Umzug der Gemeindebücherei in die renovierten Räume im Obergeschoss des ehemaligen Feuerwehrhauses Leutershausen, können die frei gewordenen und mittlerweile baufälligen Gebäude in der Fenchelstraße 13 und Großsachsener Straße 15 abgerissen werden.

Als Grundlage für die Kostenschätzung der beiden Abrisse nahm die Verwaltung die Abbruchkosten für das Gebäude in der Lettengasse 40 aus dem Jahr 2011. Demnach wurden im Haushaltsplan 2013 30.000 Euro für das Anwesen in der Fenchelstraße und 25.000 Euro für das Gebäude in der Großsachsener Straße bereitgestellt. Der Abbruch der beiden Gebäude wird aber aufgrund verschiedener, mit Schadstoffen belasteter Materialien deutlich teurer. Die wesentlichen Gründe hierfür sind in der Dacheindeckung mit Eternitplatten beider Gebäude und einem unterirdischen Heizöltank zu finden.

Aufgrund dieser Kostenerhöhung soll der Abbruch der beiden Gebäude nun auf zwei Haushaltsjahre verteilt werden. Die Fenchelstraße 13 soll noch 2013, die Großsachsener Straße 15 dann 2014 abgerissen werden. Obwohl bereits im Ausschuss für Technik und Umwelt ausführlich über dieses Vorhaben diskuttiert wurde, begann in der Gemeinderatssitzung erneut eine Debatte darüber, was mit den frei gewordenen Grundstücken passieren soll.

Aufschub keine Option

Karl-Heinz Treiber (GLH) vermutete, dass die Bürgerinnen und Bürger nach dem Abriss sofortigen „Handungsbedarf fordern“ würden. Er würde daher gerne einen „Plan“ haben, was mit den freigewordenen Flächen passiert:

Nach dem Plattmachen der Gebäude könnte man zumindest in der Fenchelstraße einen Parkplatz errichten. Boden ebnen, Schotterbelag drauf, fertig.

Doch so einfach sei das leider nicht, entgegnete Bürgermeister Just:

Für jede weitere Maßnahme ist derzeit kein Euro da!

Das Anwesen in der Fenchelstraße werde daher erst einmal mit einem Bauzaun umringt, aber es sei selbstverständlich klar, dass hier anschließend Handlungsbedarf bestehe:

Wir sagen ja nicht: Nach uns die Sintflut. Es wird etwas passieren. Nur was, steht derzeit noch nicht fest.

Auch die Idee von Dr. Horst Metzler (SPD) den Abriss der Großsachsener Straße zu „schieben“ muss Just verwerfen:

Das Bauhof-Gebäude ist mehr als abrissreif. Dort hängt bereits die Decke durch.

Außerdem könne man, wenn beide Vorhaben gemeinsam ausgeschrieben werden, höchstwahrscheinlich Kosten sparen.