Montag, 13. Mai 2019

Gemeinderat beschließt Fahrzeugkonzept 2013

Feuerwehr verringert Fahrzeugbestand

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Feuerwehr Hirschberg im HLZ-5607-120915Hirschberg, 13. Dezember 2013. (red/ld) Die Anzahl der Fahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr wird in den kommenden Jahren von zehn auf acht verringert. Das beschloss gestern der Gemeinderat mit einer Enthaltung von Dr. Horst Metzler (SPD).

Durch den Einzug in das Hilfeleistungszentrum sei die Überarbeitung des Fahrzeugkonzepts notwendig geworden, heißt es in der Vorlage. Bei der Umstellung der AusrĂŒckeordnung habe man festgestellt, dass nun weniger Fahrzeuge im ersten Abmarsch abrĂŒcken mĂŒssen. Diesen ersten Abmarsch bilden nun das vier Jahre alte Löschgruppenfahrzeug mit 2.000-Liter-Tank (LF 20/20), das 16 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug mit 600-Liter-Tank (LF 8/6) sowie der elf Jahre alte Einsatzleitwagen (ELW 1). Die zweite AbrĂŒckeinheit bilden die Ă€lteren Fahrzeuge: Das 28 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug (LF 8) und das 33 Jahre alte Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25).

Um die Fahrzeuganzahl in den kommenden Jahren zu verringern und gleichzeitig auf dem neuesten technischen Stand zu bleiben, sollen Ă€ltere, reparaturanfĂ€lligere Fahrzeuge außer Dienst gestellt und teilweise durch neue Fahrzeuge ersetzt werden. Nach dem Fahrzeugkonzept 2013 ist vorgesehen, dass der 24 Jahre alte Mannschaftstransportwagen bereits im kommenden Jahr außer Dienst gestellt wird. Die Indienststellung des neuen MTW war in der Juli-Sitzung dieses Jahres beschlossen worden.

„Hohes Maß an Fachkompetenz, Verantwortung und Wirtschaftlichkeit“

FĂŒr das Jahr 2015 sieht das Konzept vor, das dann 21 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) und das dann 25 Jahre alte Kleineinsatzfahrzeug (KEF) durch die Anschaffung eines GerĂ€tewagens (GW-L1 oder GW-T) zu ersetzen. FĂŒr das Jahr 2018 ist zudem die Indienststellung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) im Austausch fĂŒr das dann 38 Jahre alte Tanklöschfahrzeug mit 2.400 Liter-Wassertank (TLF 16/25) und das dann 33 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug (LF 8) vorgesehen.

Insgesamt waren sich die GemeinderĂ€te einig, dem Konzept zuzustimmen. Matthias Dallinger (CDU) bescheinigte der Leitung der freiwilligen Feuerwehr „ein hohes Maß an Fachkompetens, Verantwortung und Wirtschaftlichkeit“. Eva-Maria Pfefferle (SPD) fragte nach, ob es notwendig sei, dass die Feuerwehr zu EinsĂ€tzen auf der Autobahn gerufen werde. Dies sei eher die Aufgabe der Berufsfeuerwehr.

AutobahneinsÀtze Sache der Berufsfeuerwehr?

Das sei erstens keine Wahl und zweitens nicht praktikabel, sagte Hauptamtsleiter Ralf GĂ€nshirt. So seien die Streckenabschnitte der Autobahnen den jeweiligen Gemeindefeuerwehren durch den Landkreis zugeordnet. Der Einsatz der Berufsfeuerwehren aus Mannheim oder Heidelberg haben außerdem viel zu lange Anfahrtswege. In letzter Zeit habe es auf diesem Abschnitt viele EinsĂ€tze gegeben. In solchen Notlagen zĂ€hle jede Minute.

FĂŒr Dr. Horst Metzler ging zudem die angestrebte Reduktion von zehn auf acht Fahrzeuge nicht weit genug. Im Bericht von 2009 habe man angestrebt, die Fahrzeugzahl sogar auf sieben zu reduzieren. BĂŒrgermeister Just sagte, er schließe es nicht aus, dass die Feuerwehr mittel- oder langfristig nur noch sieben Fahrzeuge habe. Bei dem vorliegenden Konzept sei die Feuerwehr aber nicht mutig genug, dies sofort umzusetzen. Da wolle man erst einmal abwarten, wie sich die Schlagkraft der EinsatzkrĂ€fte mit acht Fahrzeugen bewĂ€hrt.

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.