Montag, 30. Juli 2018

Hirschberg ist für die Schäden verantwortlich

Sanierung von Schlossmauer und Straße „Am Schlossgarten“

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Hirschberg, 26. Februar 2014. (red/jsc) Die Schlossmauer im Bereich der Straße „Am Schlossgarten“ muss saniert werden. Ein Wasserrohrbruch im vergangenen Jahr hatte die Mauer geschädigt. Durch eine frühere Baumaßnahme der Stadt war die Schlossmauer als Stützmauer eingesetzt worden, wofür sie nicht konstruiert war. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung den Baubeschluss zur Sanierung der Schlossmauer wie auch der Straße in diesem Bereich. Die Kosten belaufen sich auf rund 167.000 Euro.

Nachdem im Juni 2013 ein Wasserrohrbruch der Straße „Am Schlossgarten“ 10 gab, wurde das Erdreich so durchfeuchtet, dass Teile der angrenzenden Schlossmauer eingestürzt waren. Dies erläuterte Bürgermeister Manuel Just dem Gemeinderat.

Die Mauer stand jedoch schon vor dem Wasserrohrbruch unter zu starkem Druck. Im Zuge der Sanierung der Straße „Am Schlossgarten“ erfolgte bei der damaligen Baumaßnahme eine Auffüllung. Das seitdem ungleiche Höhenniveau Straße/Schlossgarten führt laut Unterlagen der Gemeinde Hirschberg zu einer Funktion der Schlossmauer als „Stützwand“. Für diesen Druck ist die Schlossmauer nicht ausgelegt. Durch eine Abstützung mit L-Steinelementen bis zur Oberkante der Straße soll für Entlastung gesorgt werden.

Schaden durch die Gemeinde verursacht

Bürgermeister Just erklärte, dass eindeutig die Gemeinde für den Schaden verantwortlich sei. Die Versicherung erklärte ihm aber, dass die Gemeinde gegen solche Schäden nicht abgedeckt sei. Aus Kulanz werde sie jedoch 5.000 Euro übernehmen.

Die Kosten für die Reparatur der Schlossmauer belaufen sich auf 60.400 Euro. Die Kostenschätzung für die Sanierungsarbeiten der Straße beträgt 107.000 Euro. „Die Reparaturen sind notwendig, damit wir nicht noch mehr in Schadensersatz genommen werden“, sagt Bürgermeister Just.

Die Gemeinderäte stimmten den beiden Vorhaben einstimmig zu. Karl Schnell (CDU) und Fritz Bletzer (FW) baten darum dies schnell in Angriff zu nehmen. Gemeinderat Ferdinand Graf von Wiser nahm wegen Befangenheit nicht an der Abstimmung teil.