Montag, 13. August 2018

Gemeinderat verabschiedet Stellplatzsatzung für Großsachsen

Mehr Parkraum auf Privatgrundstücken

Print Friendly, PDF & Email

Hirschberg, 04. März 2014. (red) Wer in Großsachsens Ortskern zukünftig baut, muss für mehr Parkplätze sorgen. Das hatte der Gemeinderat bereits im letzten Jahr beschlossen. In seiner jüngsten Sitzung verabschiedete er die von der Verwaltung vorgeschlagene Stellplatzsatzung. Die Einwände aus der Beteiligung der Öffentlichkeit kamen nicht zum Tragen.

Wer zukünftig ein Einfamilienhaus plant, muss auf dem eigenen Grundstück für zwei Stellplätze sorgen. Bei Mehrfamilienhäusern kommt es bei der Anzahl der Parkplätze auf die Größe der einzelnen Wohnungen an: Wohnungen mit 50 Quadratmetern sind mit einem Stellplatz, Wohnungen mit einer Wohnfläche von mehr als 50 Quadratmetern mit zwei Parkplätzen zu planen. Das ist in Kürze die nun aufgestellte Satzung der Gemeinde Hirschberg bezüglich der Festlegung von Stellplätzen. Sie gilt für den Ortsteil Großsachsen im Bereich Breitgasse bis zum nördlichen Teil das Haagackerwegs und der Hintergasse, im Westen bis zur Landstraße und im Osten bis zur Großsachsener Straße.

Hirschberg-Stellplatz-20140305-IMG_4626-Bearbeitet-001

Laut den Ausführungen der Gemeinde handelt es isch bei den betroffenen Straßen um überwiegend historische, enge Straßen. Zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer sei es unumgänglich, „dass genügend Stellplätze auf den privaten Grundstücken geschaffen werden.“ Zudem müsse für eine Passierbarkeit von Rettungsfahrzeugen, Müllwagen und Schneepflug gesorgt werden.

Der von einem Einwohner/einer Einwohnerin im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung gemachte Einwand, durch weniger Parkraum den ÖPNV zu stärken, wurde von der Verwaltung anders beurteilt. Man sei durch Deutsche Bahn, OEG und auch Bus angebunden. Dienlich sei das aber nur bedingt: die weit entfernte Lage des Bahnhofs zum Ortskern vermindere die Attraktivität. Die OEG-Linie sei nur für diejenigen interessant, die im unmittelbaren Umfeld der angefahrenen Städte Mannheim oder Heidelberg arbeiteten.

Zukünftig soll es bei eintretenden Härtefällen Ausnahmeregelungen geben. Finanzielle Mehrbelastungen des Hausbauers gehörten allerdings nicht dazu, wie die Satzung bereits verdeutlicht.