Donnerstag, 26. Juli 2018

Bereits im Juni soll Vorauswahl von Investoren und Betreibern erfolgen

Ausschreibung für Betreutes Wohnen in der Mozartstraße beginnt

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Hirschberg 28. März 2014. (red/csk) Auch Hirschberg ist vom Demographischen Wandel betroffen: Die Bevölkerung wird im Schnitt zunehmend älter. In der Mozartstraße im Ortsteil Leutershausen soll daher Betreutes Wohnen eingerichtet werden. Dafür wird nach dem jetzt gefassten Beschluss eine 1.725 Quadratmeter große Fläche aus dem Besitz der Gemeinde veräußert werden. Interessierte Investoren müssen sich auf einen „sportlichen“ Zeitplan gefasst machen.

Wohnpark_Mozartstraße

Das Satellitenbild zeigt den Parkplatz, um den es sich handelt. Foto: Aus der öffentlichen Vorlage.

 

Von Christina Schäfer-Kristof

Die Ausschreibung soll bereits Ende März beginnen. Interessenten haben danach ca. 8 Wochen Zeit, den Anforderungskatalog durchzuarbeiten und ihr Angebot an die Gemeinde zu richten. „Das ist schon sportlich für einen Interessenten“, sagte Bürgermeister Manuel Just. Ein Grund für den straffen Zeitplan ist, dass der Gemeinderat in seiner jetzigen Zusammensetzung noch eine Auswahl hinsichtlich der Investoren und Betreiber treffen soll. Das wäre in der letzten Sitzung am 29. Juni möglich. Damit wäre auch gewährleistet, dass man bereits im September mit Verhandlungsgesprächen und Vor-Ort-Begehungen das Vorhaben weiter vorantreiben könnte, um bereits Ende des Jahres eine Entscheidung zu treffen.

„Wir hoffen, durch das Bieterverfahren eine gute Konkurrenz zu haben und das für Hirschberg optimale Angebot zu erhalten“, erklärte Bügermeister Manuel Just. Ausschlaggebend sei der Kriterienkatalog, der fraktionsübergreifend von CDU, Freien Wählern und Grüner Liste Hirschberg in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch Senioren erstellt worden ist. Darin sind verschiedene Aspekte genannt (u.a. wirtschaftliche und bauliche Aspekte, Vermarktungskonzept und Bürgerbeteiligung), die je nach Gewichtung mit Punktzahlen bei der späteren Auswahl bewertet werden. Für die Interessenten bedeutet das, dass sie im Grunde schon in eine Vorprojektierung gehen müssten, so Manuel Just. Er sagte aber auch, dass eien Vielzahl der Interessenten sich mit dem Thema schon auseinander gesetzt hätten. Sie stehen also schon in den Startlöchern.

Nachfrage wird Angebot übersteigen

„Das ist ein Schritt, nach dem wir uns gesehnt haben“, kommentierte Ferdinand Graf Wiser (CDU) die Tatsache, dass das Projekt zeitnah in die Ausschreibung geht. Er wie auch Alexander May, Freie Wähler, zeigten sich angetan von der guten außerfraktionellen Abstimung im Hinblick auf den erstellten Kriterienkatalog.

Dr. Horst Metzler sagte, dass man als SPD auch gerne an dem Katalog mitgearbeitet hätte, man aber nicht gefragt worden sei. „So stellt sich nicht das Problem, dass wir uns loben müssten“, so Dr. Metzler. „Die Nachfrage wird das Angebot übersteigen, denke ich“, sagte die für die Grüne Liste Hirschberg sprechende Monika Maul-Vogt und ging damit auf das große Interesse der Bürger an dem Projekt ein. Bezüglich der im Kriterienkatalog festgelegten Anforderungen meinte die Gemeinderätin, dass man gut herausgearbeitet habe, was Grundleistungen seien und was besonders wichtig für Hirschberg sei.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Versendung der Ausschreibungsunterlagen an interessierte Investoren und Betreiber. Unter den eingehenden Angeboten werden laut Beschluss jeweils maximal drei Investoren und Betreiber vom Gemeinderat ausgewählt werden. Die Investoren werden dann die Möglichkeit haben, im Gemeinderat eine Präsentation abzuhalten, um für sich zu werben. Mit den möglichen Betreibern für die Einrichtung will man analog verfahren. Betreiber und Investor können auch identisch sein.