Dienstag, 23. Oktober 2018

Gemeinderat ebnet Weg für die Instandsetzung der Kanalisation: Kostenpunkt 6 Millionen Euro

„Einwohner werden für trockene Keller dankbar sein“

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Hirschberg, 31. Mai 2014. (red/csk) Die Instandsetzung der Kanalisation in Leutershausen rückt näher. Wenn auch über einen Umweg. Ursprünglich war für den ersten Bauabschnitt ein gerader Weg von der Ecke Eichendorffstraße/Großsachsener Straße in Richtung Westen unter der B3 entlang bis zum Rückhaltebecken geplant. Aber die Grundstückseigentümer insbesondere westlich der B3 spielten nicht mit. Nun geht es entlang öffentlicher Wege. Kürzer – aber trotzdem teuer.

Von Christina Schäfer-Kristof

Insgesamt 6 Millionen Euro wird Hirschberg in die Instandsetzung des Kanalnetzes investieren. Nach diversen nassen Kellern während der Starkregenereignisse, wurde die Kanalisation überprüft. Die Ergebnisse wurden im ATU besprochen und mündeten in einen Gesamtentwässerungsplan, der mittlerweile behördlich genehmigt wurde. Nun folgt die Umsetzung. Und damit der erste Bauabschnitt. Dafür war geplant, eine Rohrtrasse auch über diverse private Ackergrundstücke zu legen. Aber:

Die Verhandlungen im östlichen Bereich der B3 waren sehr positiv. Im Westen dagegen schwierig,

erläuterte Bürgermeister Manuel Just. Letztlich entschied man sich für eine Umlegung.

Die Verlegung der Rohre wird nun ausschließlich entlang öffentlicher (Feld-)Wege passieren und lediglich über ein Ackergrundstück in der Verlängerung des „Friedensweg“ geführt. Das befindet sich mittlerweile in Besitz der Gemeinde. Bei diesem Grundstück wird, um genügend Stauraum zu schaffen, ein „Ablaufbauwerk“ errichtet. Daran anschließend werden Rohre in den öffentlichen Feldweg – Verlängerung der Straße „In der Straßwies“- in Richtung Süden verlegt. Der Anschluss des Kanals erfolgt an den dort bereits befindlichen „HauptsammlerNord“. Insgesamt sind für die Maßnahme 1.936.100 Euro eingeplant, die sich im Haushalt auf zwei Jahre erstrecken.

„Ich habe gedacht, Sie seien informiert“

„Die Einwohner werden uns dankbar sein, wenn sie dann trockene Keller haben“, sagte Oliver Reisig (FDP). Nicht nur er sah das Thema lang genug diskutiert. Thomas Herdner (GLH) allerdings hätte das Thema Gesamtentwässerungsplan gerne auf dem Tisch des Gemeinderats gesehen. „Bevor es an die Behörde geht, wäre das für mich der richtige Weg,“ sagte der GLH-Stadtrat. Die unliebsame Antwort von Manuel Just folgte auf den Fuß:

Wer aufmerksam ATU-Sitzungen verfolgt und Protokolle liest, der weiß, dass das lange im Ausschuss beraten wurde. Da Sie selbst im ATU sind, habe ich gedacht, dass Sie über den Sachverhalt informiert sind.

Der Diskussionen war es dann genug. Wie erwartet nickte der Gemeinderat den Beschlussvorschlag hinsichtlich der Kanalsanierung einstimmig ab und beauftragte  die Verwaltung gleichzeitig mit der Ausschreibung.