Samstag, 28. Juli 2018

Brandschutzmaßnahmen für die Karl-Drais-Schule

„Wir würden Prügel einstecken, wenn wir das versäumen“

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Hirschberg, 31. Mai 2014. (red/csk) Der Sanierungsplan für die Karl-Drais-Schule stand bereits fest, entsprechende Mittel wurden eingeplant. Nun wird angepasst, denn der bestehende Brandschutz reicht nicht mehr aus. Das ergaben verschiedene Begehungstermine mit dem Landratsamt. Kurzfristig wird nun ein Brandschutzkonzept erstellt. Danach werden unverzüglich entsprechende Maßnahmen bezüglich des Brandschutzes durchgeführt. Damit wird auch das Sanierungskonzept der Schule nochmals angepasst. Von den Kosten ganz zu schweigen.

Von Christina Schäfer-Kristof

200.000 Euro waren im Haushaltsjahr 2014 für die Sanierung der Aula und der Beleuchtung in der Schule vorgesehen. Es sollte der erste Sanierungsabschnitt sein. Nun wird das Geld in Brandschutzkonzept und dessen kurzfristige Umsetzungsmaßnahmen fließen. Die Kosten werden laut Verwaltung 290.000 Euro betragen. Und es sind eine ganze Reihe von Brandschutzmängeln, die aus Sicht des Landratsamts behoben werden müssen. Die Gemeinde spricht von der Einrichtung von Brand- und Rauchabschnitten, Optimierung der Rettungswege und Verbesserung der Entrauchung des Schulgebäudes.

Umsetzung bereits in den Sommerferien

Für das zu erstellende Brandschutzkonzept hat die Verwaltung zwischenzeitlich einen Sachverständigen beauftragt. Bereits Ende Juni soll das erarbeitete Konzept dem Landratsamt vorgelegt werden und eine umgehendes Ausschreibung erfolgen. Die Umsetzung der ersten Brandschutzmaßnahmen soll bis zum Ende der Sommerferien 2014 erfolgt sein. Die für dieses Jahr ursprünglich vorgesehene Sanierung der Aula und der Beleuchtung soll nun im nächsten Jahr gemeinsam mit den Sanitärräumen durchgeführt werden.

 

karl-drais-schule

 

Die Maßnahmen beruhten nicht auf Versäumnissen der Verwaltung oder des Gemeinderats, führte Dr. Jörg Boulanger (CDU) aus. Er verwies auf das Jahr 2002, in dem bereits 212.000 Euro für entsprechende Brandschutzmaßnahmen aufgewendet worden waren. Auch die jetzigen Maßnahmen seien nötig. Die Aufschiebung der geplanten Schulsanierung sei in Ordnung, denn:

Brandschutz steht vor Sanierung,

sagte Dr. Boulanger. Dem schloss sich auch Oliver Reisig (FDP) an. Etwas drastischer drückte es Fitz Bletzer (FW) aus:

Wir würden von den Eltern Prügel beziehen, wenn wir das versäumen.

Allerdings sei seine Fraktion überrascht, dass die Sanierung der Gebäude 6 und 6/1 in der Weimarer Straße nicht mehr so wichtig seien. „Fehlt das Geld?“ fragte er spitz in Richtung der Verwaltung.

1,3 Millionen Euro werden nicht reichen

„Je nach Nutzung ist die Sanierung über Gebühr“, erklärte Manuel Just die Aufschiebung der Gebäudesanierungen, die die Verwaltung ins Spiel gebracht hatte, um die Ausgaben der nun anfallenden Brandschutzmaßnahmen aufzufangen. Manuel Just sprach von einer „homogenen Nutzung“ der Wohnungen. Teils seien es Mieter, teils aber auch Asylbewerber oder Obdachlose, die dort wohnten. Insbesondere für letztere sähe der Standard anders aus als für die Miete zahlenden Bewohner.

Durch das Aufschieben der Sanierungsmaßnahme der Gebäude in der Weimarer Straße würden 190.ooo Euro frei.

Der Betrag reicht dicke aus,

so der Bürgermeister. Der Gemeinderat schloss sich der Verwaltungsvorlage an. Damit ist der Weg frei für die dringenden Maßnahmen. Die Kosten für die Sanierung der Schule werden damit schon jetzt in die Höhe getrieben. „Die 1,3 Millionen Euro, die wir als Ansatz haben, dürften jetzt nicht mehr auskömmlich sein“, hatte Manuel Just bereits zu Beginn seiner Ausführungen gesagt.