Donnerstag, 09. August 2018

"Concerti e piĂč" - Konzert am Sonntag, 29. Juni

Klarinettenzauber in der Alten Synagoge

Print Friendly, PDF & Email

Hirschberg, 25. Juni 2014. (red/pm) Nikolaus Friedrich, Solo-Klarinettist des Mannheimer Nationaltheater-Orchesters und hoch erfahrener Kammermusiker, spielt am kommenden Sonntag in der Reihe „Concerti e piĂč“ Werke von Harrison Birtwistle, Robert Schumann und Claude DĂ©bussy in der Alten Synagoge.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Am 29. Juni kommt Nikolaus Friedrich nach Hirschberg. Am Klavier begleitet ihn Gulnora Aimova. Foto: Kulturförderverein Hirschberg

Information des Kulturfördervereins Hirschberg:

„In zwei Programmteilen rahmen jeweils (spĂ€t-)romantische und impressionistische Werke StĂŒcke von Zeitgenossen ein, die Besonderes erwarten lassen: vom EnglĂ€nder Harrison Birtwistle (geb. 1934) erklingen die „Linoi“ – der Plural der Namen Linus oder Linos, die uns die griechische Mythologie zahlreich anbietet; einer davon soll der „Erfinder“ von Melodie und Rhythmus sein.

Der „Gestus“ von Birtwistles Werk wird mit „archaisch“ bezeichnet. Das zweite zeitgenössische Werk stammt vom 1953 geborenen Finnen Esa-Pekka Salonen, als weitweit aktiver Dirigent bekannter denn als Komponist. Seine 1978 entstandenen vier „Nachtlieder“ versprechen sehr zarte Musik: „sehr innig“, „zart“, „frei wie eine Kadenz“ und „ruhig und gesangvoll“.

Eigener „Ton“ fĂŒr die Klarinette

Darum herum – eigentlich eher als Hauptwerke – erklingen die FantasiestĂŒcke op. 73 von Robert Schumann, die er 1849 schrieb – im Jahr zahlreich entstandener Kammermusik fĂŒr BlĂ€ser. Schumann „erfand“ damit einen ganz eigenen „Ton“ fĂŒr die Klarinette: gesanglich, gleichzeitig aber auch kraftvoll und kernig, und mit deutlichem Vorbildcharakter fĂŒr die 45 Jahre spĂ€ter entstandene Sonate f-moll von Johannes Brahms. Brahms, eigentlich am Ende seines kompositorischen Schaffens, wurde durch die besonderen QualitĂ€ten des damaligen Meininger Solo-Klarinettisten zu seinen Werken fĂŒr Klarinette angeregt.

Claude Debussys „PremiĂšre Rapsody“, entstanden 1909/10 als WettbewerbsstĂŒcke fĂŒr das Pariser Conservatoire, und die Sonate op.28 von Mieczyslaw Weinberg (1919-1996, russisch-polnischer Herkunft) runden das Programm ab. Weinberg, dem Zeitgenossen Schostakovitschs, wird erst in den letzten Jahren endlich große Aufmerksamkeit zuteil. Ein ganz besonders spannendes Programm, bei dem Nikolaus Friedrich von der vielfach preisgekrönten Pianistin Gulnora Alimova begleitet wird.

„Concerti e piĂč“ – Konzert am Sonntag, 29. Juni 2014 um 18:00 Uhr in der Alten Synagoge (Leutershausen, Hauptstraße 27) | Werke von Schumann, Debussy, Brahms u.a. | Nikolaus Friedrich, Klarinette | Gulnora Aimova, Klavier | Abendkasse 10 Euro, Mitglieder 8 Euro, SchĂŒler freie EmporenplĂ€tze.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂŒr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.