Donnerstag, 02. August 2018

Hitzewelle am Wochenende

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Rhein-Neckar, 17. Juli 2014. (red/pm) FĂŒr das Wochenende sagt der Deutsche Wetterdienst hochsommerliche Temperaturen von mehr als 30 Grad voraus. Steigen die Temperaturen, kann es zu erheblichen GesundheitsschĂ€den kommen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rechnet deshalb vermehrt mit HitzenotfĂ€llen – besonders bei Ă€lteren oder kranken Menschen.

Information des DRK Kreisverband Mannheim e.V.:

„DRK Kreisverbandsarzt Priv.-Doz. Dr. med. Heiner Krieter empfiehlt: „Bei Hitze unbedingt mehr trinken. Die tĂ€gliche Trinkmenge von rund zwei Litern sollte mindestens um einen Liter erhöht werden.“ Da bei Ă€lteren Menschen oft das DurstgefĂŒhl verloren geht, haben sie schon unter normalen UmstĂ€nden kaum eigenen Antrieb zu trinken. Bei Hitze verschĂ€rft sich das Problem, denn es wird mehr FlĂŒssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden.

Kranke Menschen sind bei Hitze ebenfalls besonders gefĂ€hrdet, da bestimmte Medikamente entwĂ€ssernd wirken. Alkoholkonsum stellt – bei Jung und Alt – einen zusĂ€tzlichen GefĂ€hrdungsfaktor dar, da auch er durch vermehrte Ausscheidung zu FlĂŒssigkeitsverlusten fĂŒhrt.

Vorsorglich sollte die Kleidung entsprechend gewĂ€hlt werden. Es empfiehlt sich dĂŒnnes Gewebe, das den Schweiß aufnehmen kann und wĂ€rmedurchlĂ€ssig ist. Der Schweiß muss auf der Haut verdunsten können.

Erste Anzeichen rechtzeitig erkennen

Erste Hinweise fĂŒr einen Hitzenotfall können MuskelkrĂ€mpfe besonders in den Beinen oder ein plötzlicher Kreislaufkollaps sein. Hier helfen gekĂŒhlte, elektrolythaltige GetrĂ€nke – wie Apfelsaftschorle. Durch Öffnen ĂŒberflĂŒssiger oder beengender Kleidung kann ein WĂ€rmestau verhindert werden. FĂŒr zusĂ€tzliche KĂŒhlung sorgen kalte UmschlĂ€ge und das ZufĂ€cheln von Luft. Wenn sich der Zustand des Hitzeopfers durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht bessert, sollte man den Rettungsdienst (Tel. 112) rufen.

Vorsicht auch vor der direkten Sonneneinstrahlung. SĂ€uglinge dĂŒrfen keinesfalls der direkten Sonne ausgesetzt werden. Kleinkinder und Senioren sowie hellhĂ€utige Menschen sind sehr empfindlich und mĂŒssen sich besonders schĂŒtzen. Deshalb ist der Sonnenhut fĂŒr kleine Kinder und fĂŒr Ă€ltere Menschen evtl. mit einem Nackenschutz ein Muss, um die Kopfhaut vor der Sonne zu schĂŒtzen.

Wer AusflĂŒge oder andere AktivitĂ€ten im Freien plant, sollte Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, lichtdichte Kleidung und eine leichte Kopfbedeckung benutzen.“

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.