Mittwoch, 25. Juli 2018

Grundschule Großsachsen erhält Anbau

Mehr Raum für Schüler und Lehrer

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Hirschberg, 02. August 2014. (red/csk) „Die Situation ist nicht länger haltbar“, sagte Bürgermeister Manuel Just deutlich. Gemeint sind die beengten Räume in der Großsachsener Grundschule insbesondere durch die weiter steigenden Zahlen der Ganztagsbetreuung sowie der sich in den letzten Jahren etablierten Inklusion. Auch die Lehrer brauchen mehr Raum für Vorbereitung und Beratungsgespräche. Der Gemeinderat ebnete dafür jetzt den Weg: Die Schule erhält Anbauten in nördlicher und östlicher Richtung.

Drei neue Räume im Osten zur Betreuung der Kinder, dazu die nördliche Erweiterung des Lehrerzimmers mit einem weiteren Raum für Besprechungen – das sind die  Pläne, die die Verwaltung in der vergangenen Gemeinderatssitzung vorstellte. Es sei ein Projekt, dass in der letztjährigen Prioritätenliste noch keine so große Rolle gespielt habe, sagte Bürgermeister Manuel Just. Er sagte auch: „Uns ist bewusst, dass es viel Geld ist“. 650.000 Euro sollen die Anbauten laut Architektenberechnungen kosten. Die Ausgaben scheinen aber vor den ausgeschöpften Raumkapazitäten und weiterhin steigenden Schülerzahlen hinsichtlich der Ganztagsbetreuung (aktuell: 86, im Schuljahr 2014/15: 92 in der Zeit von 7.30 – 17 Uhr) unumgänglich. Darüber herrschte entsprechende Zustimmung im Gemeinderat.

Thomas Thünker (Freie Wähler) meinte: „Wer sieht, was da jetzt zu Stoßzeiten los ist, der weiß, das Handlungsbedarf besteht“. Monika Maul-Vogt (GLH) betitelte diesen Handlungsbedarf gar als akut. Gleichzeitig gab sie zu bedenken, dass der neu geplante Raum nicht nur den jetzigen Bedarf abdecken darf. Schließlich wisse man aus den Kindergärten, welche Schülerzahlen auf die Gemeinde zukämen.

Südliche Bebauung für mögliche Anschlussnutzung

Auch aus der CDU-Fraktion kam Zustimmung. „Wir werden dem Grundsatzbeschluss zustimmen“, sagte Matthias Dallinger und äußerte, dass man Verhältnisse schaffen sollte, die einer Grundschule würdig seien. Er regte an, dass die zusätzlichen Räume statt im Osten eventuell im Süden mit einem eigenen Zugang positioniert werden könnten. Damit blicke man in eine langfristige Zukunft und ermögliche eine Anschlussnutzung, sollten die Räumlichkeiten zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr für Schüler bzw. die Ganztagsbetreuung genutzt werden. Zudem bat er darum, die Sicherheitsaspekte in die Planungen direkt mit einzubeziehen. Bekanntermaßen kosten die Brandschutzmaßnahmen an der Martin-Stöhr-Grundschule die Gemeinde Hirschberg derzeit viel Geld.

Dr. Horst Metzler (SPD) wollte – um die möglichst schnelle Umsetzung der Maßnahmen zu erreichen – mit dem neuen Haushalt 2015, in dem dann die Mittel eingestellt werden, auch gleich die entsprechenden Baubeschlussfassung einfließen lassen. „Sonst schaffen wir es vielleicht nicht“, meinte Dr. Metzler mit Blick auf den in der Verwaltungsvorlage genannten Termin. Darin steht, dass die Realisierung im kommenden Jahr, möglichst zum Schuljahresbeginn 2015/16 umgesetzt sein sollte. Der Weg dafür ist zumindest frei. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Erweiterung.