Sonntag, 21. Oktober 2018

Gemeinderat willigt in Gespräche mit Investoren und Betreiber ein

Nur ein möglicher Betreiber für den Wohnpark Mozartstraße

Print Friendly, PDF & Email

Hirschberg, 02. August 2014. (red/csk) Auswahl geht anders. Lediglich ein Bewerber zur Betreibung des Wohnparks Mozartstraße ist vorhanden. Bei den interessierten Investoren sind es immerhin drei. Erhofft hatte man sich mehr, schließlich wurden an 9 Interessierte die Ausschreibungsunterlagen verschickt. Der Zugang zu den Unterlagen war zudem online möglich. Dass es nun so wenige sind, dem konnte Hartmut Kowalinski (FDP) noch etwas positives abgewinnen: „Das beschleunigt das Verfahren und erleichtert uns die Arbeit“.

Bürgermeister Manuel Just sah es als „nicht sinnvoll“ an, bei der geringen Bewerberzahl auch noch eine frühzeitige Eingrenzung vorzunehmen. Diesbezüglich brauchte er keine Überzeugungsarbeit leisten. Der Gemeinderat ebnete mit einer einstimmigen Entscheidung den Weg für Gespräche mit allen Bewerbern. Ein erster Vor-Ort-Termin steht auch schon fest: Am 10./11. Oktober wird sich das neue Gremium ein Bild von Referenzprojekten machen.

 Lediglich 12 bis 21 Wohneinheiten

„Wir hatten mit mehr Bewerbern gerechnet“, zeigte sich Dr. Jörg Boulanger (CDU) in seiner Stellungnahme enttäuscht. Immerhin konnte er die Aufbereitung der Informationen durch die Verwaltung loben. Bernd Lauterbach, Leiter des Familienbüros, hatte sie übersichtlich zusammengestellt. Darin war zu lesen, dass alle Bewerber die aufgestellten Kriterien der Ausschreibung erfüllten, etwa bei der Traufhöhe oder der Grundflächenzahl (GRZ), die angibt, zu wieviel Prozent ein Grundstück überbaut wird. Die Zahl der Wohneinheiten variieren hingegen deutlich. Je nach Investor sind zwischen 12 und 21 Wohneinheiten geplant.

Vom Tisch scheint dabei jedoch die Tagespflege. Sowohl Investoren als auch Betreiber sähen das Thema sehr kritisch, wie es in der Verwaltungsvorlage zu lesen war. In Schriesheim habe gerade eine Tagespflege eröffnet – und Hirschberg falle in das Einzugsgebiet. Zudem ist es eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Dafür bräuchte es 15 Plätze. Um diese Plätze zu belegen, bräuchte man wiederum 40 Nutzer. Diese Zahl sei in Hirschberg eher fraglich. Dr. Horst Metzler (SPD) zeigte sich nicht überrascht: „Dass das nicht kommt, wundert mich nicht. Tagespflege ist halt sehr kosteninitensiv.“

Entscheidung im November

„Bei weit über 100 Interressenten wird es der Gemeinde nicht gelingen, alle zufriedenzustellen“, verdeutlichte Manuel Just angesichts der in Frage kommenden Zahl der Wohneinheiten. Dr. Horst Metzler wollte angesichts der „fünffachen Überbuchung“ am liebsten gleich den nächsten Standort für ein weiteres Betreutes Wohnen einbringen. Das Grundstück gegenüber dem Rathaus sah er durchaus als geeignet an. Im ersten Schritt wird aber erstmal die Mozartstraße an den Start gehen. Bereits im November sollen Investor und Betreiber in einer nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats bestimmt werden.