Dienstag, 14. August 2018

Gemeinderat bewilligt Stzungsänderung

Ehrenamtliche Helfer erhalten höhere Entschädigung

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Hirschberg, 04. August 2014. (red/csk) Das Ehrenamt erfährt eine Aufwertung. Zumindest finanziell. Der Gemeinderat billigte eine Satzungsänderung, nach der die Beträge  zur Entschädigung angehoben werden. So erhalten die Gemeinderäte ab sofort pro Sitzung in Ausschüssen und Kommissionen statt bisher 27 Euro jetzt 30 Euro. So viel wie 1992.

Schon merkwürdig: Die Sätze werden erhöht – und entsprechen den Entgelten einer Zeit Anfang der 90er Jahre. Aber das ist in Hirschberg gerade Realität. 2004 waren die Sätze aufgrund der angespannten Finanzlage um 10 % gekürzt worden. Jetzt steigen sie also. Teils allerdings auch über die Aufwandsentschädigungen von 1992. So liegt die Entschädigung für ehrenamtliche Helfer für eine Tätigkeit bis zu zwei Stunden bei einem Stundensatz von 12 Euro (bisher: 9 Euro), danach bei 6 Euro (bisher: 6,50 Euro), wobei der Tageshöchstsatz, der bis jetzt bei 36 Euro lag, nun 48 Euro beträgt. Der Gemeinderat erhält neben dem oben genannten Sitzungsgeld einen Grundbetrag, der  von 55 Euro auf 90 Euro angehoben wird. Mit diesem Betrag sind alle Gemeinderatssitzungen abgegolten. Die Fraktionsvorsitzenden sowie die Stellvertreter des Bürgermeisters erhalten zusätzlich je 30 Euro pro Monat. „Das ist eine moderate Erhöhung“, befand Bürgermeister Manuel Just. Hirschberg liege mit diesen Sätzen im Vergleich zu anderen Gemeinden im Mittelfeld.

„Ich werde nicht zustimmen“

Die Anhebung der Sätze fand allgemeine Zustimmung, da viele der Gemeinderäte darin eine Würdigung des Ehrenamts sahen. Lediglich Monika Maul-Vogt hatte Einwände. Nicht gegen die Sätze der ehrenamtlichen Helfer. Aber in Bezug auf die Erhöhung der Gelder für Mandatsträger meinte sie: „Ich werde nicht zustimmen.“ Sie begründete ihre Ablehnung damit, dass Bürgermeister Manuel Just im März dieses Jahres die Bildung eines von ihr ins Spiel gebrachten Schulausschusses abgelehnt habe. Aus Finanzgründen. Manuel Just aber sah das aus einem ganz anderen Aspekt: „Ich sehe nicht den Mehrwert eines solchen Schulausschusses.“ Neben Frau Maul-Vogt lehnte auch Jürgen Steinle die Erhöhung der Entschädigungen für die Gemeinderäte ab. Alle anderen hingegen bewilligten die von der Verwaltung angestrebte Satzungsänderung.