Donnerstag, 26. Juli 2018

Rund 4.000 Personen durch Zuwanderung gewonnen

Junge Erwachsene zieht es in die Stadt

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Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis, 26. August 2014. (red/pm) Der Rhein-Neckar-Kreis hat im vergangenen Jahr seine Einwohnerzahl um 3.966 Personen durch Zuwanderung steigern können. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung des Statistischen Landesamtes Baden-WĂŒrttemberg hervor. So stehen 2013 im einwohnerstĂ€rksten Landkreis in Baden-WĂŒrttemberg den 22.440 von dort weggezogenen Menschen 26.406 ZuzĂŒge gegenĂŒber.

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Rund 4.000 mehr Einwohner als im vergangenen Jahr verzeichnet der Rhein-Neckar-Kreis. Vor allem junge Erwachsene zieht es in die StÀdte.

Information des Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis:

„Von den Zuwanderungen profitieren in erster Linie Stadtkreise und stĂ€rker verdichtete Landkreise. Insgesamt 43 der 44 Stadt- und Landkreise haben im letzten Jahr von den Zuwanderungen nach Baden-WĂŒrttemberg mit rund 70.200 Personen profitieren können, heißt es in einer Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-WĂŒrttemberg. Lediglich im Landkreis Rottweil lag die Zahl der FortzĂŒge geringfĂŒgig höher als die der ZuzĂŒge.

Die höchsten WanderungsĂŒberschĂŒsse wurden im Jahr 2013 in den Stadtkreisen Stuttgart (+ 5.500) und Karlsruhe (+ 3.000) sowie in den Landkreisen Ludwigsburg (+ 4.400), Esslingen (+ 3.800), Konstanz (+ 3.400) und Böblingen (+ 3.000) sowie im Rhein-Neckar-Kreis (+ 4.000) erzielt.

Wanderungsverluste in lÀndlichen Gebieten

Überdurchschnittliche Wanderungsgewinne – gemessen an der jeweiligen Einwohnerzahl – haben damit vor allem die meisten Stadtkreise sowie stĂ€rker verdichtete Landkreise erzielt. Dagegen handelt es sich bei den Gebieten mit einem Wanderungsverlust bzw. mit nur geringen Wanderungsgewinnen ganz ĂŒberwiegend um eher lĂ€ndlich strukturierte Kreise.

Damit setzt sich auch 2013 ein Trend fort, der seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts in Baden-WĂŒrttemberg zu beobachten ist: NĂ€mlich die GroßstĂ€dte und insbesondere die verdichteten Gebiete im Land haben fĂŒr Zuziehende im Vergleich zu den 1990er-Jahren an AttraktivitĂ€t gewonnen, wĂ€hrend die Dynamik in den eher lĂ€ndlich strukturierten Kreisen tendenziell geringer geworden ist. Dabei hat sich gezeigt, dass diese Entwicklung von einer verstĂ€rkten Zuwanderung von jungen Erwachsenen in die Zentren geprĂ€gt ist und insbesondere auch im Zusammenhang mit den in den letzten Jahren angestiegenen StudienanfĂ€ngerzahlen zu sehen ist.“

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.