Sonntag, 28. Oktober 2018

Über sabine

Alte Schule, KanÀle, HLZ

Sanierungen und Endabrechnung

Hirschberg, 14. Mai 2013. (red/sap/ae) In Hirschberg wird einiges saniert. In der „Alten Schule“ sollen KellerwĂ€nde abgedichtet, ein öffentlicher Parkplatz erstellt und die Sandsteinmauer saniert werden. Des weiteren wurden Kanaluntersuchungen fĂŒr ganz Hirschberg ausgeschrieben. Auch ĂŒber den Neubau des Kommunalen Hilfeleistungszentrums konnte sich der Gemeinderat einig werden. [Weiterlesen…]

Gemeinderatssitzung am 06. Mai 2013

Klimaschutz auf „leichtem“ Weg

Hirschberg, 08. Mai 2013. (red/sap) Der Klimaschutz in Hirschberg ist eigentlich ohnehin schon auf einem guten Weg: Die Gemeinde ist schon fast seit zehn Jahren Gesellschafter der Klimaschutz- und Energieberatungsagentur (KliBA) in Heidelberg, bei Neubauprojekten wird viel Wert auf regenerative Energien und eine vernĂŒnftige Isolation gelegt. Trotzdem will man in Zukunft strategischer und ganzheitlicher vorgehen, anstatt Punkte einzeln zu verbessern.

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Gemeinderat stimmt fĂŒr eine intelligente Parkraumbewirtschaftung "Im Großen Garten"

„Keinen Kniefall vorm Auto“

Hirschberg, 08. Mai 2013. (red/sap) Am 12. Dezember 2012 hat der Gemeinderat einstimmig den Entwurf des Bebauungsplans „Im Großen Garten“ beschlossen. Daraufhin lag der Plan vom 27. Dezember bis zum 10. Februar öffentlich aus. Neben achtzehn Behörden, deren Stellungnahmen zur Kenntnis genommen wurden, ging der Gemeinderat vor allem auf BefĂŒrchtungen einiger BĂŒrger ein, die Parkplatzsituation  in der NĂ€he des Marktplatzes könne sich weiter verschlechtern. [Weiterlesen…]

Gemeinderatssitzung vom 6. Mai 2013

Die Großsachsener Straße wird neu gestaltet

Hirschberg, 07. Mai 2013. (red/sap) Als der Haushaltsplan fĂŒr 2013 festgelegt wurde, plante der Gemeinderat 200.000 Euro ein, um die Großsachsener Straße neu zu gestalten. Der Streckenabschnitt zwischen der Vordergasse und dem Kapellenweg soll verkehrssicherer werden. Daher hat das IngenieurbĂŒro Schulz vier Varianten vorgeschlagen, wie man die Straße gestalten kann. [Weiterlesen…]

Sitzung am 20. November 2012

Informationen aus dem Gemeinderat

Hirschberg, 26. November 2012. (red/sap) Das Wasser wird in Hirschberg um zehn Cent pro Kubikmeter teurer. Der Jahresvertrag fĂŒr Tiefbauarbeiten mit der Firma Josef Schnell GmbH wurde verlĂ€ngert. Das Olympia-Kino wird weiterhin gefördert.

Nach den von der Verwaltung fĂŒr das kommende Jahr ermittelten Zahlen fĂŒr Wasser und der darauf aufbauenden GebĂŒhrenkalkulation kann die seit dem 01. Januar 2010 mit 1,40 Euro festgelegte VerbrauchsgebĂŒhr fĂŒr das Jahr 2013 nicht beibehalten werden. Deshalb beschloss der Gemeinderat bei einer Gegenstimme (Dr. Horst Metzler, SPD) jetzt die Festsetzung der GebĂŒhrenobergrenze auf 1,50 Euro je Kubikmeter. Zudem wurde eine entsprechende Änderung der Wasserversorgungssatzung mit Wirkung zum 1. Januar 2013 beschlossen.

Der bestehende Jahresvertrag fĂŒr Tiefbauarbeiten (Straßenunterhaltung, Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung) mit der Firma Josef Schnell GmbH kann auf der bestehenden Preisbasis um ein Jahr verlĂ€ngert werden (Anm. d. Red.: Karl Schnell ist CDU-Gemeinderat). Der Ausschuss fĂŒr Umwelt und Technik empfahl dem Gemeinderat, den Jahresvertrag zur AusfĂŒhrung von Tiefbauarbeiten mit der Firma Josef Schnell GmbH um ein Jahr bis zum 28.02.2014 zu verlĂ€ngern. Dieser Empfehlung folgte der Gemeinderat.

Seitdem der Förderkreis Kommunales Olympia-Kino e.V. den Betrieb des Olympia-Kinos im Jahr 2009 ĂŒbernommen hatte, fördert die Gemeinde den Betrieb. Die Förderzusage lĂ€uft nun zum 31.12.2012 aus. Der Verein beantragt eine weitere Förderung. Nicht zuletzt im Hinblick auf die im Oktober 2011 beschlossene Bezuschussung der Umstellung auf digitale Projektionstechnik mit 19.100 Euro sowie die gute (finanzielle) Entwicklung des Kinos, hat der Verwaltungsausschuss dem Gemeinderat empfohlen, einer Förderung von weiteren zwei Jahren in Höhe von jeweils 8000 Euro pro Jahr zuzustimmen. Dem stimmte der Gemeinderat mehrheitlich zu.

AWO Großsachsen

Nikolausfeier am 05. Dezember

Hirschberg, 26. November 2012. (red/pm) Die Arbeiterwohlfahrt Hirschberg-Großsachsen lĂ€dt herzlich zur Nikolausfeier am 05. Dezember um 14:00 Uhr in den Anbau der Alten Turnhalle ein.

Information der AWO Hirschberg-Großsachsen:

„Am Mittwoch den 05. Dezember werden nach dem gemĂŒtlichen Kaffeetrinken Kinder der Grundschule Großsachsen die AWO Treff Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer vorweihnachtlichen AuffĂŒhrung erfreuen.

SpĂ€ter wird der Nikolaus erwartet, der alle Jahre wieder auch den AWO Treff besucht und uns mit Geschichten ĂŒber sein Wirken als Bischof erfreut und nachdenken lĂ€ĂŸt. Nach dieser Veranstaltung wird dieses Jahr kein AWO Treff mehr sein. Erster AWO Treff in 2013 ist am Mittwoch dem 09. Januar!“

Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt am 13. November

„Belebung“ der Breitgasse durch Hebammenpraxis

Hirschberg, 15. November 2012. (red/sap) Die Hebammenpraxis „Familienteam“ zieht von der Heddesheimer Straße in die Breitgasse. ATU bewilligt NutzungsĂ€nderung. Zustimmung auch fĂŒr ein Staffelgeschoss mit Flachdach in der Birkenstraße in Großsachsen.

FĂŒr eine Wohnung in der Breitgasse 29 in Großsachsen wurde ein Bauantrag zur NutzungsĂ€nderung in KursrĂ€ume fĂŒr die Hebammenpraxis „Familienteam“. Die Hebammenpraxis hatte bislang RĂ€ume in der Heddesheimer Straße, die sie aber bis Jahresende aufgeben mĂŒssen. Deshalb mussten sich die vier Mitarbeiterinnen ein neues Anwesen suchen und haben es in der Breitgasse auch gefunden.

Geplant ist die Einrichtung von je einem Kurs- bzw. Beratungungsraum, ein Aufenthaltsraum, ein Abstellraum und je ein Kunden- und ein PersonalsanitÀrraum. Die RÀume werden von den vier Mitarbeiterinnen genutzt, wobei jeweils immer nur ein Kurs stattfinden soll.

Die TĂ€tigkeiten, die kĂŒnftig dort ausgeĂŒbt werden sollen, umfassen die Geburtsvorbereitung fĂŒr Schwangere, RĂŒckbildungskurse, Psychologische Beratung und Diagnostik, Schwangerschafts- und Elternberatung, Eltern-Kind-Kurse (bis ein Jahr), Pilates und Yogakurse fĂŒr Frauen.

Dieser Bereich der Breitgasse ist geprÀgt von WohngebÀuden und Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich stören, daher kann das Gebiet als Mischgebiet eingeschÀtzt werden. Hier sind Freiberufler zugelassen, zu denen auch Hebammen, Masseure und Krankengymnasten zÀhlen.

Dementsprechend stehen der Einrichtung von KursrĂ€umen in der beschriebenen Art an dieser Stelle aus bauplanungsrechtlicher Sicht keine GrĂŒnde entgegen.

Die Frage der erforderlichen StellplĂ€tze wurde mit dem Landratsamt geklĂ€rt. Die benötigten zwei StellplĂ€tze werden im Hof des Anwesens nachgewiesen. Die fĂŒr dieses Projekt notwendige Barrierefreiheit wird durch eine mobile Rampe, die bei Bedarf ĂŒber die Eingangstreppe im Hof geschoben werden kann, hergestellt.

„Das sorgt wortwörtlich fĂŒr Belebung der Breitgasse“, meinte zustimmend Dr. Jörg Boulanger (CDU). Und auch Thomas ThĂŒnker (Freie WĂ€hler), Karl Heinz Treiber (GLH), Oliver Reisig (FDP) und Eva-Marie Pfefferle stimmten dem Antrag zu. Allein die Parkplatzsituation sei bedenklich, sagte Eva-Marie Pfefferle.

Der Bauantrag wurde einstimmig befĂŒrwortet.

Flachdach in der Birkenstraße bewilligt

Einstimmig wurde vom ATU auch der Antrag auf Bauvorbescheid zum Umbau des Dachgeschosses in ein Staffelgeschoss mit Flachdach und einer Trauf- bzw. Attikahöhe von 9,16 Meter in der Birkenstraße in Großsachsen verabschiedet.

Im Januar 2012 hatte der ATU bereits eine Baugenehmigung fĂŒr die Wohnhausaufstockung mit einem Mansard-Walmdach erteilt.

BĂŒrgermeister Just merkte an, dass in der Umgebungsbebauung auch weitere FlachdĂ€cher zu finden sind.

Die beratenden Mitglieder Egon MĂŒller (GLH), Uli Schulz (SPD) und Gemeinderat Oliver Reisig (FDP) befanden die nun vorgesehene Bebauung als nicht so massiv wie das ursprĂŒnglich geplante Mansard-Walmdach.

BĂŒrgermeister Manuel Just machte zudem den Vorschlag, dass die Gemeinde fĂŒr den Bereich Birkenstraße/Jahnstraße einen Bebauungsplan aufstellen sollte, um so rechtzeitig weiteren nicht gewollten stĂ€dtebaulichen Entwicklungen entgegen zu wirken. Dies traf auf einhellige Zustimmung.

Gemeinderat beschließt Alt- und Totholzkonzept

Lebensraum fĂŒr Pflanzen, Tiere und Pilze

Hirschberg, 28. Oktober 2012. (red/sap) Hirschberg ist mit nur weiteren vier Gemeinden in Baden-WĂŒrttemberg seit 1999 mit dem PrĂ€dikat „Naturwaldgemeinde“ des Naturschutzbundes Deutschland ausgezeichnet. Neben dem vollstĂ€ndigen Verzicht auf KahlschlĂ€ge, dem Vorrang der NaturverjĂŒngung, der Anwendung sanfter Betriebstechniken, dem Verzicht auf Chemieeinsatz und der Sicherung waldökologisch tragbarer Wilddichten erfordern die Naturwaldkriterien einen Nutzungsverzicht auf etwa fĂŒnf Prozent der GemeindewaldflĂ€che. In den nĂ€chten acht bis zehn Jahren sollen weitere fĂŒnf Prozent und damit dann insgesamt zehn Prozent nicht mehr intensiv bewirtschaftet werden. Gemeinderat stimmte dem Alt- und Totholzkonzept zu.

Der Nutzungverzicht von etwa fĂŒnf Prozent der WaldflĂ€che wird seit 1999 durch Stilllegung verschiedener, fĂŒr den Arten- und Biotopschutz besonders wertvoller FlĂ€chen erfĂŒllt. Dabei handelt es sich um die WesthĂ€nge am Wachenberg und Hundskopf, den Gipfelbereich der Hohen Waid, die Altholzinseln im Bereich der Hirschburg und am Leichtweg, die wegen einer Vielzahl von HohlbĂ€umen auf Grund des Vorkommens von Mittelspecht, Schwarzspecht und Hohltaube als Waldbiotop besonders geschĂŒtzt sind.

Aktuell bedarf es jedoch weitergehender Maßnahmen. Viele seltene und besondes geschĂŒtzte Tier-, Pilz- und Pflanzenarten benötigen sehr alte, absterbende und tote BĂ€ume als Lebensraum. Deshalb mĂŒssen solche Habitate in einem ausreichenden Netz, möglichst ĂŒber die gesamte WaldflĂ€che verteilt, vorhanden sein.

Das Alt- und Totholzkonzept hat zum Ziel, die BiodiversitÀt (Artenvielfalt) im Wald zu erhalten und zu stÀrken. Die Umsetzung erfolgt durch eine Kombination von Waldrefugien und sogenannten Habitatbaumgruppen.

Eine Habitatgruppe besteht aus einem oder mehreren BĂ€umen mit Besonderheiten, die sich als Lebensraum fĂŒr verschiedene Arten besonders interessant machen, wie zum Beispiel Höhlen, und aus den sie umgebenden BĂ€umen (je Habitatgruppe etwa 15 BĂ€ume). Die BĂ€ume der Habitatbaumgruppe verbleiben bis zum natĂŒrlichen Absterben auf der FlĂ€che, ebenso das Totholz nach dem Zusammenbruch. Die BĂ€ume werden markiert und mit GPS-Koordinaten erfasst.

Förster Walter Pfefferle erklĂ€rte den Gemeinderatsmitgliedern wĂ€hrend der Sitzung die drei wichtigen Funktionen des Waldes: Die Nutzfunktion, also Holzgewinnung, die Erholungsfunktion fĂŒr Wanderer oder Moutainbiker und die Schutzfunktion fĂŒr Tiere, Pflanzen und Pilze und dabei spiele fĂŒr die BioversitĂ€t Alt- und Totholz eine ganz besondere Rolle.

Die artenschutzrechtlichen Bestimmung sĂ€hen eine Förderung des Alt- und Totholzes vor, da die Tiere, Pflanzen und Pilze darauf angewiesen seien. „Es gibt dazu keine Alternative“, sagte Walter Pfefferle.

Wir sind eine Naturwaldgemeinde und haben damit eine Vorreiterfunktion,

sagte BĂŒrgermeister Just.

ZunĂ€chst habe man durch die Vernetzung auch eine Ausbreitung von SchĂ€dlingen befĂŒrchtet, meinte Gemeinderat Werner Volk (FW), aber man habe ihm versichert, dass man gezielt dagegen eingreifen könne.

Ferdinand Graf von Wieser (CDU) kritisierte die wirtschaftlichen Einbußen, die weitere fĂŒnf Prozent bedeuten. Zudem gĂ€be es in Deutschland weitaus waldreichere Gebiete, deshalb sĂ€he er das PrĂ€dikat „Naturwaldgemeinde“ etwas kritisch.

„Die Alt- und Totholzförderung muss sein, das trifft jeden Staats- und Kommunalwald, unabhĂ€ngig vom „Naturwald“-PrĂ€dikat, erklĂ€rter Förster Pfefferle.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig das von Baden-WĂŒrttemberg fĂŒr den Staatswald entwickelten Alt- und Totholzkonzept zu ĂŒbernehmen.

 

 

 

Heinrich-Beck-Halle

Erneuerung der elektronischen Anzeigetafeln

Hirschberg, 27. Oktober 2012. (red/sap) In diesem Jahr ist die erste Herren-Handballmannschaft der SG Leutershausen in die zweite Handball-Bundesliga aufgestiegen. Die Spielberechtigung in dieser Liga setzt jedoch auch die unmittelbare ErfĂŒllung einiger neuer Hallenstandards voraus, berichtete BĂŒrgermmeister Manuel Just. Gemeinderat beschloss die Erneuerung der elektronischen Anzeigetafeln in der Heinrich-Beck-Halle.

In der SpielstĂ€tte muss unter anderem eine öffentliche Zeitmessalage eingebaut sein, die folgende Kriterien erfĂŒllt: Der Betriebsmodus „vorwĂ€rts“ muss möglich sein, das heißt die Spielzeit muss von Minute 00 bis 60 hoch laufen, es muss ein Automatikhorn vorhanden sein, die Anlage muss von allen ZuschauerplĂ€tzen und insbesondere vom Zeitnehmertisch ohne EinschrĂ€nkung gesehen werden können und auf der Anzeige soll mindestens zwei Hinausstellungen pro Verein angezeigt werden können.

All diese Einstellmöglichkeieten besitze die jetzige Anzeigentafel jedoch nicht und auch die Anzeigentechnik selbst sei schon sehr veraltet. Eine Reparatur oder ein Umbau der alten Anlage sei daher nicht wirtschaftlich, so der BĂŒrgermeister.

Die Kosten fĂŒr eine neue Anlagen liegen bei rund 11.000 brutto inklusive der Montage.

NatĂŒrlich hoffe man auf mögliche Spender, sagte Just. Das Logo eines eventuellen Sponsors könne sich zum Beispiel auf der Anzeigentafel befinden, meinte Gemeinderat Matthias Dallinger (CDU).

„Wir werden nicht zustimmen“, erklĂ€rte Hartmut Kowalinski (FDP). Der Aufstieg in die zweite Bundesliga sei ja nicht plötzlich gekommen und von daher hĂ€tte sich die SG schon frĂŒhzeitig um einen Zuschuss des badischen Sportbundes kĂŒmmern können. Die Kosten lĂ€gen weit ĂŒber dem Limit und die Gemeinde sei nicht verantwortlich.

Der Hirschberger Gemeinderat beschloss die Erneuerung der elektronischen Anzeigetafeln in der Heinrich-Beck-Halle und die außerplanmĂ€ĂŸige Ausgabe bei einer Gegenstimme (Hartmut Kowalinski).

Gemeinderat stimmte dem Vorentwurf zu

Viel Lob fĂŒr den Entwurf des Ärztehauses

Vorentwurf fĂŒr den Umbau des alten Feuerwehrhauses in Großsachsen. Quelle: Fa. Gebert & Mack GmbH

 

Hirschberg, 27. Oktober 2012. (red/sap) Mit dem Bau des Kommunalen Hilfeleistungszentrums Hirschberg und dem Umzug der Freiwilligen Feuerwehr wird das Feuerwehrhaus im Riedweg in Großsachsen frei. Zur Verwendung der frei werdenden Immobilie und zu Gunsten des Haushalts soll das GrundstĂŒck verkauft und das GebĂ€ude umgestaltet werden. Es ist dort ein allgemeines Wohngebiet geplant, um eine Folgenutzung zu ermöglichen. Es wird angestrebt, das bestehende GebĂ€ude zu einem „Ärztehaus“ umzunutzen, das im Umfeld von Pflegeheim und betreutem Wohnen eine sinnvolle Nutzung darstellt und im allgemeinen Wohngebiet möglich ist. Der Gemeinderat stimmte einstimmig dem Vorentwurf zu.

BĂŒrgermeister Manuel Just berichtete, dass es sich hier um eine Maßnahme der Innenentwicklung handle. Der Bebauungsplan könne im sogenannten „beschleunigten Verfahren“ ohne DurchfĂŒhrung einer UmweltprĂŒfung aufgestellt werden. Zudem werde man nicht und auf eine frĂŒhzeitige Beteiligung der Bevölkerung verzichten, auch wenn dies möglich wĂ€re.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst eine FlÀche von etwa 0,19 Hektar.

Da kein Neubau entstehen wird, ist ein Bebauung im Passivhausstandard nicht möglich.  Denn das bestehende FeuerwehrgebĂ€ude soll nicht abgerissen, sondern erweitert und aufgelockert werden. Wie der BĂŒrgermeister aber versicherte, werde der Investor und die Ärzteschaft ĂŒber die Vorgaben von EnEV (Anmerkung d. Red.: Energieeinsparverordnung) hinausgehen. Auf dem Dach ist eine Solaranlage möglich.

ZunĂ€chst soll eine Offenlage des Entwurfs von 14 Tagen erfolgen, der Bebauungsplan soll dann ĂŒber Weihnachten fĂŒr einen Zeiterraum von vier bis sechs Wochen offen gelegt werden. Ende MĂ€rz, Anfang April, hofft der BĂŒrgermeister, kann der Bebauungsplan beschlossen werden.

Thomas ThĂŒnker (FW) lobte den Entwurf als architektonisch Ă€ußerst gelungen. Zudem hĂ€tten es die Planer geschafft, durch einen Kunstgriff aus einem viergeschossigen GebĂ€ude ein dreigeschossiges zu machen. Ebenso wie seine Ratskollegen Matthias Dallinger (CDU) und Dr, Horst Metzler (SPD), wies er auf die Verkehrs- und Parkproblematik hin, die ein Ärztehaus am Großsachsener Marktplatz mit sich bringen werde.

Metzler bezeichnete den Standort als ideal fĂŒr ein Ärztehaus.

Als pfiffige und schöne Lösung wertete auch Thomas Herdner (GLH) den Entwurf.

Der Hirschberger Gemeinderat beschloss den Vorentwurf des Bebauungsplans „Im großen Garten-2“ sowie die frĂŒhzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung einstimmig.

Polizei sucht Zeugen

Einbruch ins Hirschberger Rathaus

Hirschberg-Leutershausen, 25. Oktober 2012. (red/pol) In der gestrigen Nacht wurde ins Hirschberger Rathaus eingebrochen. Bargeld und Dienstsiegel wurden entwendet, der Sachschaden ist noch nicht bekannt. Die Polizei sucht Zeugen.

Information der Polizeidirektion Heidelberg:

„In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag brachen bislang unbekannte TĂ€ter in das Rathaus der Gemeinde Hirschberg in der Großsachsener Straße im Ortsteil Leutershausen ein. SĂ€mtliche SchrĂ€nke und Schubladen wurden offenbar nach lohenswerter Beute durchsucht. Mit einem geringen Bargeldbetrag und dem Dienstsiegel der Gemeinde suchten die Eindringlinge das Weite. Der Sachschaden ist bislang noch nicht bekannt. Die Kripo Weinheim hat die weiteren Ermittlungen ĂŒbernommen.

Ob ein Tatzusammenhang mit RathauseinbrĂŒchen in Wilhelmsfeld (17./18. Oktober 2012) und Dossenheim (16./17. Juli 2012) besteht, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Im Wilhelmsfelder Rathaus in der Johann-Wilhelm-Straße hatten unbekannte TĂ€ter SchrĂ€nke und Schubladen des Einwohnermeldeamts und des Sozialamts aufgebrochen und durchsucht. Ein Wandtresor mit einem geringen Bargeld und das Wilhelmsfelder Gemeindesiegel wurden entwendet.

Bereits im Juli hattennachts ungebetene GĂ€ste das Dossenheimer Rathaus heim gesucht. Mit Bargeld und Blanko-Ausweisenmachten sie sich von dannen. Im Inneren des Rathauses hatten die Einbrecher zudem einen immensen Sachschaden hinterlassen, der in die tausende Euros ging.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Einbruch in das Hirschberger Rathaus aber auch zu den beiden anderen RathauseinbrĂŒchen geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Weinheim, Tel.: 06201/1003-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.“

Preisgekrönter Animationsfilm im Olympia-Kino

Chico & Rita – ein Muss fĂŒr Freunde des Latin Jazz

„Chico & Rita“.

Hirschberg, 22. Oktober 2012. (red/pm) In der ersten November-Woche zeigt das Olympia-Kino einen ungewöhnlichen Film. „Chico & Rita“ ist ein animierter Film und ein Musikfilm zugleich.

Information des Olympia-Kinos:

„Die Handlung: Havanna 1948: Der Jazzpianist Chico begegnet in einem Nachtclub der schönen, selbstbewussten und stolzen SĂ€ngerin Rita, der er sofort verfĂ€llt. Ihre Stimme rĂŒhrt sein Herz, sie ist von ihm angetan – doch schon ihre erste gemeinsame Nacht endet im Streit. Ein Musikwettbewerb fĂŒhrt die beiden wieder zusammen, doch die Beziehung scheitert an Chicos Eifersucht. Rita reist daraufhin mit einem anderen Mann in die USA, um in New York Karriere zu machen. Chico verkauft sein Klavier und folgt ihr mit seinem Freund Ramon, um die dortige Jazzszene aufzumischen – und hofft, die Liebe seines Lebens zurĂŒckzugewinnen. Doch das angespannte VerhĂ€ltnis zwischen Kuba und den USA scheint Chicos PlĂ€ne durchkreuzen zu wollen.

Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet. 2011 erhielt er den spanischen Filmpreis Goya und konnte als Bester animierter Spielfilm den EuropĂ€ischen Filmpreis gewinnen. Außerdem wurde er fĂŒr den Oscar nominiert

Die Kritiker ĂŒberschlagen sich bei der Besprechung dieses Films: „ Aufgrund der großartigen Musik, der authentischen AtmosphĂ€re und des kĂŒnstlerischen Handwerks von Regisseur Mariscal ein absolut sehenswerter und berĂŒhrender Animationsfilm.“ – „Chico & Rita ist ein musikalisches MĂ€rchenstĂŒck, sanft und feurig wie ein Rum-Cocktail an einem lauen Sommerabend.“ – „In den animierten Protagonisten von Chico und Rita steckt soviel Lebendigkeit und Hingabe, dass man als Zuschauer nicht anders kann, als sich mit ihnen ins Liebesabenteuer zu stĂŒrzen.“ – „Der Film ist ein Augen- und Ohrenschmaus, er wĂ€rmt das Herz und wird nicht nur das reifere Arthouse-Publikum entzĂŒcken, sondern auch junge Musikfans, deren Herz fĂŒr den klassischen Latin Jazz schlĂ€gt.“

Info: Der Film wird an folgenden Tagen gespielt: Donnerstag 1. Nov., 18:00 Uhr; Samstag, 3. Nov., 20:15 Uhr; Mittwoch 7. Nov., 20:15 Uhr. Olympia-Kino, Hölderlinstr. 2, 69493 Hirschberg-Leutershausen – Tel. 06201 – 509195. Reservierung: foerderkreis@olympia-leutershausen.de.

Am 14. Oktober 2012

2. Hirschberger Seniorentag

Hirschberg, 08. Oktober 2012. (red/pm) Nach dem 1. Hirschberger Seniorentag 2009 im Ortsteil Leutershausen findet dieses Jahr der 2. Hirschberger Seniorentag mit vielen Hirschberger Vereinen, VerbĂ€nden bzw. Organisationen, die in der Seniorenarbeit tĂ€tig sind, im Ortsteil Großsachsen statt. Ein vielfĂ€ltiges Programm mit VortrĂ€gen, verschiedenen StĂ€nden und natĂŒrlich auch mit Verpflegung und GetrĂ€nke wird den Interessierten angeboten. .

Information des FamilienbĂŒros Hirschberg:

„Am Sonntag, den 14. Oktober, von 14:00 bis 18:00 Uhr, findet der 2. Hirschberger Seniorentag in der Grundschule Großsachsen, Pestalozzistr. 16, statt.

Nach der BegrĂŒĂŸung um 14:00 Uhr durch BĂŒrgermeister Manuel Just gibt es im Foyer von 14:15 bis 15:00 Uhr einen Vortrag zu „Demografische Entwicklung am Beispiel Hirschberg“. Referent ist Herr Becker von der Evangelischen Heimstiftung. Von 15:00 bis 15:15 Uhr singt der Schulchor und die 4. Klassen der Grundschule Großsachsen. Von 15:15 bis 16:45 Uhr gibt es dezentrale Angebote von Vereinen, VerbĂ€nden bzw. Organisationen mit Seniorenarbeit.

Der Referent Herr Gerstner, 2. Vorsitzender Stadtseniorenrat Weinheim, hĂ€lt von 15:30 bis 16:00 Uhr in einem Klassenzimmer einen Vortrag zu dem Thema „Demenz“. Von 16:00 bis 16:30 Uhr spricht Rechtsanwalt Daniel P. Schwöbel von der Kanzlei Junginger & Schwöbel in einem Klassenzimmer ĂŒber „Erbrecht: Vielfalt der Testamentgestaltung“.

BĂŒrgermeister Manuel Just referiert von 16:45 bis 17:30 Uhr im Foyer zu „Chancen und Risiken aus der demografischen Entwicklung fĂŒr unsere örtliche Gemeinschaft in Hirschberg“.

Neben den oben genannten VortrĂ€gen werden auch wieder folgende Hirschberger Vereine, VerbĂ€nde bzw. Organisationen, die Seniorenarbeit leisten, mit StĂ€nden und Fachleuten fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung stehen:

AWO Großsachsen und AWO Leutershausen
VdK Großsachsen und VdK Leutershausen
DRK Hirschberg
Bad. Blinden- und Sehbehindertenverein mit Firma Optelec
Mobile Wohnberatung Herr Eising
Ev. Heimstiftung
FamilienbĂŒro Hirschberg

FĂŒr Verpflegung und GetrĂ€nke sorgt das DRK Hirschberg.

Fahrservice fĂŒr gehbehinderte Senioren bzw. Seniorinnen

Wer am Seniorentag zur Grundschule Großsachsen gebracht werden möchte, meldet sich bitte bis Freitag, den 12 Oktober 2012, 12:00 Uhr beim FamilienbĂŒro Hirschberg (Tel.: 06201/598 24). RĂŒckfahrten kann man am Sonntag direkt vor Ort beim Stand des FamilienbĂŒros klĂ€ren.

Flohmarkt fĂŒr Hilfsmittel bzw. Artikel fĂŒr Senioren

Beim 2. Hirschberger Seniorentag gibt es die Möglichkeit Hilfsmittel bzw. Artikel fĂŒr Senioren, z.B. Rollator, Lupe etc. beim Flohmarkt zum Verkauf anzubieten. Bitte bringen Sie keine Verkaufssachen mit, sondern fĂŒllen Sie das Formular aus und bringen dies mit zum Seniorentag oder geben es bis zum 11. Oktober im Rathaus, FamilienbĂŒro, Großsachsener Str. 14, 69493 Hirschberg ab. Alle mitgebrachten bzw. abgegebenen Formulare werden vor Ort ausgehĂ€ngt. Interessenten können sich dann bei Ihnen melden.“

Aus der Gemeinderatssitzung vom 25.September 2012

„Ein ordentlicher Brocken, was wir fĂŒr eine Toilette ausgeben“

Hirschberg, 27. September 2012. (red/sap) Eine öffentliche Toiletten-Anlage fĂŒr den Großsachsener Friedhof, Verhandlungsspielraum fĂŒr die Verwaltung und Förderung von Vereinen. Im zweiten Teil der Gemeinderatssitzung war sich das Gremium in allen Punkten einig.

Seit Jahren wird darĂŒber diskutiert, nun ist es so weit: Noch in diesem Jahr soll auf dem Großsachsener Friedhof eine öffentliche Toiletten-Anlage errichtet werden. Die barrierefreie „Einraum-City-WC-Anlage“ wird die Gemeinde Hirschberg insgesamt 104 000 Euro kosten.

„Ein ordentlicher Brocken, was wir fĂŒr eine Toilette ausgeben“, befand auch Gemeinderat Oliver Reisig (FDP). Aber immerhin sei die Anlage „vandalismussicher und langlebig“.

Einstimmig wurde beschlossen, den Auftrag an die Firma Hering Bau aus Burbach zum Anbebotspreis von knapp 66.000 Euro zu vergeben. ZusÀtzlich entstehen Nebenkosten (Honorar, Tiefbau) von rund 38.000 Euro.

Im Haushaltssjahr 2012 seien 75.000 Euro bereit gestellt, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister, die Mehrkosten könnten ĂŒber eine andere Haushaltsposition (Feuerwehr) gedeckt werden.

Verwaltung verhandelt mit den Bietern

In der Sitzung vom 24. April hat der Gemeinderat die Sanierung des Verkehrskreisels im Gewerbepark SĂŒd beschlossen. In einer beschrĂ€nkten Ausschreibung wurden durch die Verwaltung fĂŒnf Firmen zur Abgabe eines Angabotes aufgefordert. Davon haben vier Firmen ein Angebot abgegeben.

Die Zusammenstellung der Bau- und Nebenkosten (Honorar und Sonstiges) ergibt beim gĂŒnstigsten Angebot einen Gesamtbetrag von 110.300 Euro. Im Investitionshaushalt 2012 der Gemeinde Hirschberg sind zur DurchfĂŒhrung dieser Maßnahmen 90.000 Euro bereit gestellt. Bei einer Auftragsvergabe wĂŒrden die bereitgestellten Mittel somit um rund 20.300 Euro ĂŒberschritten , das sind 22,56 Prozent.

„Ab einer Überschreitung von zehn Prozent haben wir die Möglichkeit, die Ausschreibung aufzuheben“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Just und schlug vor, mit dem Bieterkreis freihĂ€ndige Verhandlungen zu fĂŒhren. Dem Vorschlag der Verwaltung wurd einstimmig zugestimmt.

Förderung Hirschberger Vereine

Der Verein Odenwald-Bike-Marathon e.V. beantragt einen Grundzuschuss nach den Vereinsförderrichtlinien der Gemeinde in Höhe von 105 Euro. Der Antrag wurde einstimmig bewilligt.

Der Tennisclub Leutershausen e.V. plant einen Anbau an das vereinseigene Clubhaus. Vorgesehen sind ein BĂŒro fĂŒr den Spielbetrieb sowie ein Lagerraum. Der Verein kalkuliert mit einem Aufwand von brutto 53.000 Euro. Darin sind Eigenleistungen von rund 8000 Euro enthalten. Es ist eine Darlehnsaufnahme von 35.000 Euro vorgesehen.

Der TCL beantragt einen Zuschuss nach den Vereinsförderrichtlinien sowie die Übernahme einer BĂŒrgschaft durch die Gemeinde. Aufgrund der kommunalrechtlichen Vorgaben ist die Übernahme der BĂŒrgerschaft nicht möglich.

Nach den Förderrichtlinien der Gemeinde erhalten Vereine fĂŒr den Bau von vereinseigenen SportstĂ€tten einen Zuschuss von 20 Prozent, also 10.600 Euro. Auch dieser Antrag wurde ohne Gegenstimmen verabschiedet.

Diskussion im Gemeinderat

Respekt, Herr BĂŒrgermeister!

Hirschberg, 27. September 2012. (red/sap) Im Hirschberger Gemeinderat gab es bei der Diskussion um die Bebauung in der „Breitgasse/Drittelsgasse“ einen heftigen Schlagabtausch. Mancher Gemeinderat verfehlte dabei den guten Ton. Der BĂŒrgermeister blieb, wie so oft, souverĂ€n, kritisierte aber die emotionalen Schwingungen.

Kommentar: Sabine Prothmann

Akribisch und in klaren Worten, wie es nunmal seine Art ist, fasste BĂŒrgermeister Manuel Just in der Gemeinderatssitzung vom 25. September zum wiederholten Mal die „Historie“ um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ zusammen. Beleuchtete Fragen und Argumente und stellte klar:

Ich als BĂŒrgermeister komme zu dem Ergebnis, dass man alle EinwĂ€nde ausrĂ€umen konnte.

Und klar war auch, dass sich ein Teil des Gemeinderates, die Fraktion der GrĂŒnen Liste Hirschberg (GLH), seiner Argumentationskette nicht wĂŒrde anschließen können oder wollen.

Aber unterschiedliche Meinungen und Überzeugungen gehören nun mal in einen Gemeinderat. Das ist schließlich Demokratie. Und das ist gut so.

Weniger gut war die Art, wie ein Teil der Hirschberger Fraktionen – und das betraf eindeutig nicht die CDU und nicht die SPD – begann, Spitzen zu verteilen und unsachlich aufeinander rum zu hacken – teilweise unter der GĂŒrtellinie.

Just sprach von Porzellan, das zu Bruch gegangen sei und von Grenzen, die ĂŒberschritten wurden. Dennoch blieb der BĂŒrgermeister ruhig und hörte sich mit einer von außen betrachtet bewundernswerten Disziplin an, was einzelne GemeinderĂ€te der anderen drei Fraktionen vom Stapel ließen. Als wĂ€re er der Erfinder der „Politik des Gehörtwerdens“.

Da wurde polemisiert und beleidigt. Der eine redete sich in Rage, der nÀchste verteilte niveaulose Spitzfindigkeiten und der nÀchste begann am Ende der Diskussion wieder beim Anfang.

Dem anderen zuhören, stand eindeutig nicht auf der Tagesordnung. Und so kaute man wieder und blieb berechenbar. Das Ergebnis war demnach weder ĂŒberraschend noch wirklich interessant und auch das ist anscheinend Demokratie, denn so macht man’s ja auch schließlich in Berlin. Bedauerlich, dass man auf der kleinen die große BĂŒhne nachahmt – wo doch das bundespolitische Theater schon langweilig genug ist.

Wenig verwunderlich, dass Gemeinderat Dr. Horst Metzler (SPD) sagte: „Ich wollte zuhören und warten, ob ich was Neues höre, aber dies war nicht der Fall.“

Schade, wenn die Diskussion um ein Projekt in GrabenkĂ€mpfe ausartet. Dem möchte keiner wirklich zuhören, sicher auch nicht die wenigen Hirschberger BĂŒrger, die gekommen waren.

Und so muss man Karl Heinz Treiber Recht geben, wenn er sagt: „Mancher wird sich nach dieser Sitzung als Gewinner fĂŒhlen, aber wir sind alle Verlierer.“

Doch, anders als er meinte, wurde nicht die „Schlacht“ um den Bebauungsplan, sondern die um den guten Ton verloren.

Respekt, Herr BĂŒrgermeister! Ich hĂ€tte nicht so ruhig bleiben können. Mir wĂ€re vermutlich die Hutschnur geplatzt.

In der Breitgasse/Drittelsgasse wird gebaut

Heftige Diskussion und wenig Neues

Hinter dieser Mauer wird demnÀchst gebaut. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 27. September 2012. (red/sap) Lange wurde darĂŒber diskutiert, jetzt wurde es entschieden: In der Breitgasse/Drittelsgasse wird gebaut. Die Stellungsnahmen der Gemeinderatsfraktionen waren teils kontrovers und, wie BĂŒrgermeister Just betonte, hoch „emotional“.

Von Sabine Prothmann

Vorsorglich hatte die Hirschberger Verwaltung den Besucherbereich bis ins Foyer des Ratssaal bestuhlt. Man hatte wohl mit viel Andrang, vor allem von der „Gegnerseite“ gerechnet.

Doch viele StĂŒhle blieben leer und nur gut zehn Hirschberger BĂŒrgerinnen und BĂŒrger waren gekommen, um bei der Entscheidung um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ dabei zu sein.

Die „Historie“

BĂŒrgermeister Manuel Just ging eingangs der Sitzung ausfĂŒhrlich auf die Historie des „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ ein. In der Breitgasse/Drittelsgasse sollen vier HĂ€user mit 14 Wohneinheiten entstehen, dafĂŒr wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vorgelegt. Erstmals wurde dieser in nichtöffentlicher Sitzung am 29. Februar 2011 beraten.

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 28. Februar 2012 lag der erste Entwurf vor und wurde – vor allem auch im Hinblick auf die gewĂŒnschte Innenverdichtung – einstimmig beschlossen.

„Wir sind uns wohl einig, es geht hier um das ‚Wie‘ und nicht um das ‚Ob'“, erklĂ€rte Just.

Zwischen MĂ€rz und April diesen Jahres hatte eine Offenlage des Bauvorhabens stattgefunden. Die EinwĂ€nde der Bevölkerung und der GLH konzentrierten sich zum einen auf die Höhe der Bebauung (bis zu 12,81 Meter), die MassivitĂ€t und die damit verbundene Versieglung (60 Prozent). Zudem wurde kritisiert, dass das Ortsbild negativ beeinflusst wĂŒrde, da die Bebauung von der Breitgasse abrĂŒcke. Ein weiterer Kritikpunkt war die BeeintrĂ€chtigung der innerörtlichen BelĂŒftungsschleuse.

Am 18. Juni 2012 gab es eine Begehung

Aufgrund der eingegangenen Anregungen und Einwendungen hat der BautrĂ€ger (TreuGrund BautrĂ€gergesellschaft Heddesheim) die Höhe des zurĂŒckversetzten Mehrfamilienhauses auf das Niveau der Bebauung in der Brunnengasse angepasst. Außerdem ließ er zur Beurteilung der klimatologischen Auswirkungen des Vorhabens auf den Ortsteil Großsachsen ein Klimagutachten erstellen.

Der Gemeinderat beschloss eine erneute Offenlage vom 02. bis zum 16. Juli 2012.

Das Ergebnis war, so Just, „noch mehr Kritik“.

60 Prozent Versiegelung seien viel, aber „die Baunutzungsverordnung lĂ€sst dies zu“, sagte der BĂŒrgermeister. Die Bebauung selbst nehme dabei 35 Prozent ein, weitere 25 Prozent enstĂŒnden durch Gehwege, ParkplĂ€tze und NebengebĂ€ude. Im Mittel kĂ€me man auf rund 60 Prozent:

Der Versieglungsgrad im alten Ortskern ist teilweise deutlich höher.

Die Firsthöhe des mittleren GebĂ€udes wurde auf die Höhe der Bebauung in der Brunnengasse angepasst, man habe jetzt noch eine Überschreitung von zwei Zentimetern.

Das Klimagutachten habe gezeigt, die Bebauung bringe eine mĂ€ĂŸige VerĂ€nderung der BelĂŒftungsschleuse mit sich. Und durch die Bebauung von NachbargrundstĂŒcken (die nicht vom Gemeinderat entschieden werden mĂŒssen), kann „der GrĂŒngĂŒrtel Morgen schon zunichte gemacht werden“, betonte der BĂŒrgermeister.

Eins stehe außer Frage:

Das Ortsbild wird sich verÀndern.

Durch den Erhalt von Mauer und Toreinfahrt habe man aber wieder eine Hofsituation geschaffen und gleichzeitig auch, durch das AbrĂŒcken von der Breitgasse, auch eine bessere WohnqualitĂ€t.

Fragen und Antworten

„Warum haben wir nicht ĂŒber die Alternativplanung der GrĂŒnen Liste beraten?“, fragte der BĂŒrgermeister:

Wir haben ĂŒber das zu entscheiden, was vorliegt.

Nebenbei bemerkte Just, dass in der Alternativplanung nur 11 StellplÀtze im Gegensatz zu 20, ausgewiesen waren.

„Warum haben wir nicht an einen anderen Investor verkauft?“, fragte er weiter. „Wir haben uns mit dem auseinanderzusetzen, der erscheint.“

„Warum wurden die Anwohner und Anrainer nicht persönlich eingeladen?“ Alle BĂŒrger wurden zur Gemeinderatssitzung eingeladen, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister und sagte:

Ich als BĂŒrgermeister komme zu dem Ergebnis, dass man alle EinwĂ€nde ausrĂ€umen konnte.

Dass die geplante Bebauung nicht „ortstypisch“ genug sei, ließ Just als einzigen Kritipunkt gelten.

Was die Fraktionen sagten

Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) lobte das Erscheinungsbild der geplanten Bebauung, die im Gemeinderat via 3D-Animation gezeigt wurde.  „Da ist nicht das entstanden, was man befĂŒrchtet hat“.

Dr. Jörg Boulanger (CDU) verwahrte sich gegen den Vorwurf eines Verfahrensfehlers, das Projekt wĂ€re „eingehend in und mit der Öffentlichkeit diskutiert worden“. Der Gutachter habe die BefĂŒrchtungen hinsichtlich der Klimaauswirkungen widerlegt, so Boulanger. Es gĂ€be baulich keinen historischen Keller, nur einen Betonkeller und die Scheune sei auch nur gut 80 Jahre alt. Damit kritisierte Boulanger heftig die EinwĂ€nde, eine historische Anlage werde zerstört. Dieses Argument sei eine TĂ€uschung.

Zudem handle es sich um ein PrivatgrundstĂŒck und nicht um eine GebĂ€ude der Gemeinde zur Verschönerung des Ortes. Das Ortsbild bleibe durch Mauer und Hofeinfahrt erhalten:

Es ist gelungen Altes und Neues in Einklang zu bringen.

Ganz anders sah das die GLH. „Das Klimagutachten hat mich nicht besĂ€nftigt“, erklĂ€rte Karl Heinz Treiber (GLH). „Wir“, so Treiber, „fordern ein Gesamtklimagutachten.“ Und die Visualisierung habe ihn auch ĂŒberzeugt und zwar davon, dass die Bebauung zu dicht sei:

Die GebÀude sind zu hoch und zu massiv.

Es seien 60 Prozent versiegelt und nicht „nur“ 35 Prozent ĂŒberbaut. Denn schließlich sei es dem Regenwasser egal, ob es auf auf einen Gehweg oder auf ein Haus fĂ€llt:

Mancher wird sich nach dieser Sitzung als Gewinner fĂŒhlen, aber wir sind alle Verlierer.

Hartmut Kowalinski (FDP) nutzte seine Stellungsnahme dazu, seine Ratskollegen von der GLH heftigst zu kritisieren und Seitenhiebe zu verteilen: „Transparenz, wie die GLH sie versteht, ist Halb- oder Fehlinformation zum Thema Drittelsgasse. Sie titelt in Ihrem Blog „Denkmalzerstörung in Großsachsen“. Das Denkmalamt aber schreibt und stimmt zu, da vom Planvorhaben keine denkmalrechtlichen Belange betroffen sind.“ Wer, wie die GrĂŒnen, so Kowalinski weiter, in der Vergangenheit Innenentwicklung gefordert habe, mĂŒsse sich im Klaren gewesen sein, dass neue Bauherren sich den Bestand in den alten Ortskernen zum Vorbild nehmen wĂŒrden.

Mit Blick auf die ZuschauerplÀtze meinte Kowalinski:

Der große BĂŒrgerprotest bleibt aus.

Grenzen wurde ĂŒberschritten

„Eine gewisse EmotionalitĂ€t schwingt mit und ich hoffe, dass sie sich nicht fortsetzt“, kommentierte BĂŒrgermeister Just die Stellungsnahmen der Fraktionen. Porzellan sei zu Bruch gegangen und Grenzen wurden ĂŒberschritten.

„Ich wollte zuhören und warten, ob ich was Neues höre, aber dies war nicht der Fall“, meinte der SPD-Gemeinderat Dr. Horst Metzler.

„Wir sind keine bĂ€uerlich geprĂ€gte Gemeinde mehr“, so Metzler. FrĂŒher sei Großsachsen ein Straßendorf gewesen und der Tabakanbau ein Kennzeichen der Region, „doch diese Situation ist ein fĂŒr alle Mal Vergangenheit.“

Wir haben uns von einem bÀuerlichen Ort zur Wohngemeinde mit unterschiedlichen Interessen entwickelt.

Abschließend sagte BĂŒrgermeister Manuel Just, keiner habe wohl durch den Sachvortrag und oder die Stellungsnahmen sein Abstimmungsverhalten verĂ€ndert und so war es das Ergebnis auch alles andere als verwunderlich: Der Gemeinderat verabschiedete mehrheitlich – gegen die vier Stimmen der GLH – den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“.

Gemeinderatssitzung vom 25. September 2012

In der Breitgasse/Drittelsgasse kann jetzt gebaut werden

Hirschberg, 25. September 2012. (red/sap) In der heutigen Gemeinderatssitzung wurde, wie erwartet, der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ mehrheitlich verabschiedet.

Der Hirschberger Gemeinderat stimmte heute bei vier Gegenstimmen der GrĂŒnen Liste Hirschberg (GLH) dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ zu.

Die GemeinderĂ€te geizten in ihren Stellungsnahmen nicht mit TiefschlĂ€gen gegenĂŒber ihren Ratskollegen. Nur gut zehn Hirschberger BĂŒrger waren gekommen, um bei der Entscheidung um das fĂŒr Hirschberg „vermeintlich hoch brisante“ Thema dabei zu sein. Gegner des Bebauungsplans hatte im Vorfeld zu „zahlreichem“ Erscheinen eingeladen.

Ein ausfĂŒhrlicher Bericht folgt.

Ausstellung Mazura - Backes in der Rathausgalerie Hirschberg

Die Liebe zur Musik und zur Karikatur

Flyer der Ausstellung. Quelle: Kulturförderverein.

Hirschberg, 21. September 2012. (red/pm) In der Ausstellung in der Rathausgalerie werden die Karikaturen aus dem Buch „Mit Tusche und Notenbund“ des KammersĂ€ngers Franz Mazura und Bronze-BĂŒsten & Statuetten sowie Karikaturen aus den BĂŒchern und Printmedien von Lutz Backes alias „Bubec“ gezeigt.
Die Vernissage ist am 28. September um 19:30 Uhr in der Rathausgalerie Hirschberg (Großsachsener Str. 14).Franz Mazura liest heitere Storys aus dem Buch von Lutz Backes „Die Morde des Guiseppe Verdi“.

Information des Kulturfördervereins Hirschberg:

„Der Kulturförderverein Hirschberg prĂ€sentiert Werke des international renommierten KammersĂ€ngers Franz Mazura und des bekannten Karikaturisten und KĂŒnstlers Lutz Backes alias „Bubec“ in einer gemeinsamen Ausstellung.

Beide KĂŒnstlerpersönlichkeiten sind in der Region wohlbekannt: Der Opern- und KonzertsĂ€nger Franz Mazura war lange Jahre Ensemble-Mitglied am Nationaltheater Mannheim, lebt in Neckarhausen und Lutz Backes ist gebĂŒrtiger Mannheimer, wuchs in Ladenburg und Weinheim auf. Was die KĂŒnstler darĂŒber hinaus verbindet und nicht zuletzt zu dieser Gemeinschaftsausstellung Anlass gab, ist die Liebe zur Musik und die Liebe zur Karikatur.

Franz Mazura ist hauptberuflich SĂ€nger und hat fĂŒr sich Karikaturenzeichnen als Hobby erkoren – Lutz Backes ist hauptberuflich Karikaturist, liebt Musik ĂŒber alles und singt schrecklich gern (schrecklich und gern). Die Beiden lernten sich kennen, als „Bubec“ fĂŒr die Porzellanmanufaktur Rosenthal bei den Wagnerfestspielen in Bayreuth Karikaturen zeichnete. Die gleichen Vorlieben brachten die KĂŒnstler verschiedener Konvenienz zusammen, woraus im Laufe der Jahre eine Freundschaft entstand. Gemeinsame Ausstellungen folgten.

Franz Mazura ĂŒbernahm dabei – mit sonorer Stimme – anstelle des Autors Lutz Backes die Lesung aus dessen Buch ĂŒber Musiker „Die Morde des Guiseppe Verdi“. So wird auch bei der Vernissage in Hirschberg der mĂ€chtige Bass des berĂŒhmten OpernsĂ€ngers die Anwesenden in seinen Bann ziehen.“

Info: BegrĂŒĂŸen werden BĂŒrgermeister Manuel Just und Kurt Arnold vom Kulturförderverein. Die Laudatio auf den KammersĂ€nger Franz Mazura hĂ€lt Lutz Backes und auf Bubec Hansjörg Tinti (Redakteur i. R.).

Am Sonntag, 14. Oktober, 14:00 bis 17:00 Uhr zeichnet der Karikaturist Bubec SchnellportrÀts von den Besuchern (10 Euro Aktionspreis).

Bei der Finissage am Samstag, 27. Oktober, 16:00 bis 18:00 Uhr liest Lutz Backes aus seinem noch unveröffentlichten Krimi „Mord im Leihhaus“ und signiert seine BĂŒcher.

Die Ausstellung dauert vom 28. September bis zum 27. Oktober 2012.

Gutachten der Firma Ökoplana wurde im ATU vorgestellt und diskutiert

„Großsachsen wird doch nicht zur Steppe“

Hinter dieser Mauer sollen vier Wohneinheiten entstehen. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 14. September 2012. (red/sap) Im Rahmen des Verfahrens zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Breitgasse/Drittelsgasse“ wurden mehrfach Bedenken aus klimatologischer Sicht geĂ€ußert. Diplom-Geograf Achim Burst stellte in der Sitzung des ATUs das Klimagutachten vor und beantwortete Fragen aus den Reihen des Gremiums.

Von Sabine Prothmann

Zur Beurteilung, inwieweit das Vorhaben tatsĂ€chliche klimatologische Auswirkungen hat, ließ die  TreuGrund BautrĂ€gergesellschaft Heddesheim ein Klimagutachten erstellen, welches bereits vorgelegt wurde.

Da die Verwaltung gerade dieses Thema im Verfahren als besonders wichtig erachtet, hat man sich dazu entschieden, den Ersteller des Gutachtens,  den Diplom-Geograf Achim Burst, von der beauftragten Firma Ökoplana zur ErlĂ€uterung der Inhalte einzuladen.

Eingangs erinnerte BĂŒrgermeister Just an die Vorgeschichte: In der Breitgasse/Drittelsgasse sollen vier HĂ€user mit 14 Wohneinheiten entstehen, dafĂŒr wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vorgelegt.

Zwischen MĂ€rz und April diesen Jahres hatte eine Offenlage des Bauvorhabens stattgefunden. Die EinwĂ€nde der Bevölkerung und der GLH konzentrierten sich zum einen auf die Höhe der Bebauung (bis zu 12,81 Meter), die MassivitĂ€t und die damit verbundene Versieglung. Zudem wurde kritisiert, dass das Ortsbild negativ beeinflusst wĂŒrde, da die Bebauung von der Breitgasse abrĂŒcke. Ein weiterer Kritikpunkt war die mutmaßliche BeeintrĂ€chtigung der innerörtlichen BelĂŒftungsschleuse.

Die EinwĂ€nde fĂŒhrten dazu, dass die Höhe der Bebauung um einige Zentimeter nach unten korrigiert wurde und der BautrĂ€ger ein klimökologisches Gutachten erstellen ließ.

Eine verkĂŒrzte Offenlage erfolgte dann nochmals vom 2. bis zum 16. Juli 2012.

Der Diplon-Geograf Achim Burst erklĂ€rte, „wir haben viel Erfahrung mit Untersuchungen entlang der Bergstraße“. Ökoplana habe schon eine Klimastudie fĂŒr die Metropolregion erstellt. Das Klimagutachten reiche von der Bestandaufnahme bis zum Simulationsprogramm. Großsachsen sei durch die Talabwinde sehr begĂŒnstigt, die Kalt- und Frischluft vom Odenwald in den Rheingraben fĂŒhre.

Die Lufttemperatur werde maximal um 0,8 Grad steigen, dies sei ein Wert, der kaum zu spĂŒren ist. Dies habe kaum Auswirkungen auf das Bioklima in Großsachsen.

„Die thermische Zusatzbelastung ist rĂ€umlich eng begrenzt und ĂŒberschreitet bei BerĂŒcksichtigung grĂŒnordnerischer Festsetzungen nicht das ortstypische Maß“, erlĂ€uterte Burst und sieht damit keine Probleme fĂŒr das ortsspezifische Strömungssystem:

Es ist nicht mit weitreichenden negativen Effekten fĂŒr den Kaltluftabfluss aus dem Odenwald zu rechnen.

Denn eine Kaltluftsimulation hatte ergeben, dass die geplante Bebauung das Kaltluftstromvolumen nur um rund fĂŒnf Prozent reduzieren werde. Maximal komme es zu einer geringen AbschwĂ€chung von 6,6 Prozent, die sei jedoch akzeptabel.

Eva- Marie Pfefferle (SPD) wollte wissen, ob der 250 Meter entfernte Kindergarten BeeintrĂ€chtigungen zu erwarten habe. Burst erklĂ€rte, dies sei eindeutig nicht der Fall, „tagsĂŒber ist gar nichts zu spĂŒren“, nachts könne es zu geringen Auswirkungen kommen.

Das beratende Mitglied Egon MĂŒller (GLH) kritisierte, dass man jetzt nur ein kleines Gebiet von 2,5 Hektar untersucht habe:

Sollte man nicht ein grĂ¶ĂŸeres Gebiet untersuchen?

Und wie schaue es mit dem Baugrund außenherum aus, wenn weitere Nachbarn bauen wollten? MĂŒsste man dies dann ablehnen? Und wo befindet sich fĂŒr die Untersuchungen der Nullpunkt beim Kaltluftstromvolumen? Bei welchem Ist-Zustand wĂŒrde man bei einem weiteren Gutachten ansetzen?

„Eine grĂ¶ĂŸeres Gebiet zu untersuchen war nicht unsere Aufgabenstellung“, entgegnete Burst. Das Schließen einzelner BaulĂŒcken hĂ€tte nur einen marginalen Einfluss, anders sehe es bei einer großflĂ€chigen Bebauung aus.

BĂŒrgermeister Manuel Just fĂŒhrte an, dass die Gemeinde die Planungshoheit fĂŒr weitere Bauvorhaben inne habe.

„Das Ergebnis hĂ€ngt immer von der Fragestellung ab“, sagte Egon MĂŒller.

Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) war mit den AusfĂŒhrungen des Gutachters zufrieden:

Sie beruhigen mich, ich hab‘ mir schon Gedanken gemacht, ob Großsachsen zur Steppe wird.

„Mich beunruhigt das schon“, widersprach Karl-Heinz Treiber (GLH) und erinnerte nochmals an den nicht festgesetzten Ist-Zustand.

Die BeeintrĂ€chtigungen von höchstens 6,6 Prozent seien nur im unmittelbaren Bereich zu spĂŒren, bemerkte nochmals Gemeinderat Peter Johe (FW).

Das beratende Mitglied Ulrich Schulz (SPD) hielt eine Zementierung eines Eckpunkts fĂŒr wichtig, hieran könne sich die Gemeinde orientieren.

Großsachsen und Leutershausen seien bevorzugt durch die Hanglage, sagte Burst, meinte aber auch, ein Leitbild sei fĂŒr spĂ€tere Entwicklungen sinnvoll, damit man wisse „wohin die Reise geht“.

Auf weitere Einwendungen der GLH entgegnete Burst:

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, je weniger, je niedriger ich baue, umso weniger Auswirkungen habe ich.

Just kĂŒndigte an, dass das Bauvorhaben Breitgasse/Drittelsgasse am 25. September auf der Tagesordnung des Gemeinderates stehe.

 

 

 

 

ATU-Sitzung am 11. September 2012

Hat Heddesheim „ein Herz fĂŒr BergstrĂ€ĂŸer“?

Hirschberg, 12. September 2012. (red/sap) Hirschberg setzt sich fĂŒr sechsstreifige A5 und weiteren Autobahnanschluss ein, so die Stellungsnahme des ATUs zum Maßnahmeplan Landstraße des Generalverkehrsplans Baden-WĂŒrttemberg

Nachdem der Generalverkehrsplan Baden-WĂŒrttemberg von der Landesregierung am 14. Dezember 2010 verabschiedet wurde, hat das Ministerium fĂŒr Verkehr und Infrastruktur (MVI) nun den Entwurf des Maßnahmeplans Landesstraßen erarbeitet und dem Ministerrat und dem Landtag vorgelegt. Das MVI gibt den kommunalen LandesverbĂ€nden nun Gelegenheit, zu dem Entwurf bis Ende September Stellung zu nehmen. In diesem Rahmen erhalten jetzt auch die Kommunen die Möglichkeit, ihre Bedenken und Anregungen zu dem Entwurf vorzutragen.

In der Projektliste sind nur wenige Straßenprojekte im Rhein-Neckar-Kreis enthalten. Maßnahmen, die die Gemeinde Hirschberg direkt oder indirekt betreffen, sind nicht vorgesehen, berichtete BĂŒrgermeister Manuel Just.

Auch die Anmeldung der favorisierten Ortsrandstraße sei an dieser Stelle fehl am Platz, so Just, da es hier um die gewĂŒnschte Verlagerung einer Bundesstraße geht. Dennoch hĂ€lt es die Verwaltung fĂŒr geboten auch in diesem Zusammenhang auf die besondere Verkehrssituation im Ortsteil Großsachsen hinzuweisen, um eine Lösung des Problems langfristig herbeizufĂŒhren.

Die Stadt Weinheim habe nun auf den sechsspurigen Ausbau der A5 zwischen Kreuz Heidelberg und nördlicher Landesgrenze und auf einen weiteren Autobahnanschluss „Weinheim SĂŒd“ (auf der Höhe LĂŒtzelsachsen und Muckensturm) hingewiesen und Hirschberg wolle nun der „Stadt Weinheim zur Seite springen“, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister.

Dies sei eine Erinnerung an die Landesregierung nach dem Motto „vergesst uns nicht, unser Verkehrsproblem liegt im Argen“.

Letztlich benötige Hirschberg vermutlich beides, den Anschluss und die Ortsrandstraße, ergĂ€nzte Just.

FĂŒr den Anschluss benötige man aber auch die UnterstĂŒtzung von Heddesheim, denn der Anschluss liege zum großen Teil auf deren Gemarkung.

Heddesheim soll jetzt beweisen, dass sie uns zur Seite stehen und ein Herz fĂŒr die BergstrĂ€ĂŸer haben,

forderte Gemeinderat Fritz Bletzer (Freie WĂ€hler) und spielte damit auf die Verkehrsprobleme, die durch  Pfenning und den Edeka-Ausbau entstehen, an. Dies sei ein Zeichen von GrĂ¶ĂŸe, so Bletzer.

Und auch GemeinderÀtin Eva-Marie Pfefferle sagte:

Wir mĂŒssen Heddesheim in die Planung mit einbeziehen.

Der Beschlussvorschlag lautete: Dem Maßnahmenplan Landstraßen des Verkehrsplans Baden-WĂŒrttemberg wird zugestimmt. Die Gemeinde Hirschberg bittet darum, dass sich das Ministerium fĂŒr Verkehr und Infrastruktur nachdrĂŒcklich dafĂŒr einsetzt, dass der sechsstreifige Ausbau der A5 zwischen Kreuz Heidelberg und nördlicher Landesgrenze baldmöglichst realisiert wird. ZusĂ€tzlich bittet die Gemeinde Hirschberg darum, sich fĂŒr einen weiteren Autobahnanschluss „Weinheim SĂŒd“ einzusetzen.

Der ATU stimmte einstimmig zu.