Sonntag, 17. Februar 2019

Von wegen z├╝gig - das Prestigeprojekt lahmt und das auch noch richtig teuer

S-Bahn hat mindestens drei Jahre Versp├Ątung

Rhein-Neckar, 25. September 2014. (red/ld) Die Planfeststellungsverfahren f├╝r die neuen S-Bahnh├Âfe in Laudenbach, Heddesheim/Hirschberg, Ladenburg und Schwetzingen sind derzeit in der Offenlage. In Weinheim fiel der Beschluss im Juli vergangenen Jahres. Bis Ende 2017 will die Deutsche Bahn die Strecke in Betrieb nehmen. Doch weder ist sicher, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, noch ob die Kosten sich nicht nochmals steigern. [Weiterlesen…]

OEG-Linie 5

Gleisbegr├╝nung und Pflanzarbeiten

Hirschberg, 10. April 2013. (red/pm) Auf vielfachen Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner werden in Leutershausen die Gleise der Linie 5 durch die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) begr├╝nt. Auf 250 Metern wird ab Leutershausen Bahnhof bis in H├Âhe Lindenstra├če Rasen in das Gleisbett gepflanzt. Die Arbeiten haben bereits am Dienstag, 02. April, begonnen und werden, entsprechende Witterung vorausgesetzt, am Mittwoch, 24. April abgeschlossen sein. [Weiterlesen…]

Trotz noch nicht ganz abgeschlossener Bauarbeiten kann die Krippe geplant er├Âffnen

Kinderkrippe in der Karlsruher-Stra├če: „Es kann losgehen“

Hirschberg, 28. Februar 2013. (red/aw) In Sachen Kinderbetreuung hat die Gemeinde Hirschberg in den vergangenen Monaten einiges in Bewegung gesetzt. Um die gesetzlichen Vorgaben des Betreuungsangebotes einhalten zu k├Ânnen, wurde unter anderem eine neue Kinderkrippe in der Karlsruher Stra├če 8, in Leutershausen errichtet. Der Neubau wurde innerhalb von f├╝nf Monaten realisiert. Am Montag kommen die ersten Kinder. Auch, wenn noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind. [Weiterlesen…]

Darlehen von 1,1 Millionen f├╝r 2013

Heringsessen bei den Freien W├Ąhlern Hirschberg

Hirschberg, 18. Februar 2013. (red/pm) Am 13. Februar war es mal wieder so weit: Das allj├Ąhrliche Heringsessen der Freien W├Ąhler Hirschberg fand statt. ├ťber 40 Besucher trafen sich im Gasthaus „Zur Bergstra├če“ in Leutershausen. Sie h├Ârten Peter Johe zu, wie er ├╝ber die wichtigen Ereignisse des Jahres 2012 und ├╝ber kommende Ereignisse in 2013 sprach.

Information der Freien W├Ąhler Hirschberg:

„Das diesj├Ąhrige Heringsessen der Freien W├Ąhler Hirschberg am Aschermittwoch im Gasthaus ÔÇ× Zur Bergstra├čeÔÇť in Leutershausen war wieder sehr gut besucht. [Weiterlesen…]

Volksabstimmung zu Stuttgart 21: Wenn Ja Nein und Nein Ja bedeutet – der Abstimmungszettel im Detail


Guten Tag!

Heddesheim, 08. November 2011. (red) Am 27. November k├Ânnen alle Wahlberechtigten B├╝rger Baden-W├╝rttembergs ├╝ber das „Gesetz ├╝ber die Aus├╝bung von K├╝ndigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen f├╝r das Bahnprojekt Stuttgart 21“ abstimmen. Es gibt nur zwei Antwortm├Âglichkeiten. F├╝r oder gegen das Gesetz. Im nachfolgenden m├Âchten wir den Stimmzettel kurz anhand einer Animation erl├Ąutern.

Von Christian M├╝hlbauer

„Stimmen Sie der Gesetzesvorlage ‚Gesetz ├╝ber die Aus├╝bung von K├╝ndigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen f├╝r das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S21-K├╝ndigungsgesetz)‘ zu?

Wer am 27. November im Zuge der Volksabstimmung zur Wahl geht, wird sich dieser Frage gegen├╝bersehen. Die Antwortm├Âglichkeiten sind dabei klar gefasst: Ja oder Nein.

Klingt einfach – ist es aber nicht, denn Ja bedeutet Nein zu Stuttgart 21 und Nein bedeutet Ja zu Stuttgart 21.

Abstimmung – Ja? Nein?

Wer sein Kreuz bei Ja macht, stimmt daf├╝r, dass das „S21-K├╝ndigungsgesetz“ auf den Weg gebracht wird. Ein Ja-Votum ist also eine Stimme gegen Stuttgart 21.

Wer sein Kreuz bei Nein macht, stimmt gegen das „S21-K├╝ndigungsgesetz“. Ein Nein-Votum ist also eine Stimme f├╝r Stuttgart 21.

Ungeachtet des Votums ist es notwendig, dass im Rahmen der Volksabstimmung ein Quorum erreicht wird. Das bedeutet, dass mindestens ein Drittel der wahlberechtigten Bev├Âlkerung mit Ja abstimmen m├╝ssen. Das sind laut Angaben des Landeszentrale f├╝r politische Bildung Baden-W├╝rttemberg etwa 2,5 Millionen Menschen. Ist dies nicht der Fall, kommt es zum „unechten Scheitern“, weil das „Quorum“ nicht erf├╝llt worden ist.

Ob dies erreicht werden kann, ist indes offen. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl 2011 erhielten die Gr├╝nen „nur“ 1,2 Millionen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei knapp ├╝ber 5 Millionen W├Ąhlern.

Unser animierter Stimmzettel zeigt, wie es geht:

Der Stimmzettel zur Volksabstimmung ├╝ber Stuttgart 21

Der Stimmzettel zur Volksabstimmung ├╝ber Stuttgart 21

T├Âdlicher Unfall am Bahnhof


T├Âdlicher Unfall am Heddesheimer Bahnhof - Rettungskr├Ąfte und Polizei im Einsatz

Heddesheim/Hirschberg, 25. Juli 2011. (aktualisiert) Heute Abend ist kurz vor 22:00 Uhr ein 72-j├Ąhriger Mann aus Worms auf den Gleisen des Bahnhofs Heddesheim/Hirschberg t├Âdlich verungl├╝ckt. Die Polizei und die Rettungskr├Ąfte sind noch vor Ort und haben den Bahnhof weitr├Ąumig abgesperrt.

Zun├Ąchst war unklar, ob es sich um eine Selbstt├Âtung oder einen Unfall handelt: „Das ist f├╝r uns vor Ort und in der K├╝rze der Zeit kaum feststellbar“, sagte Polizeihauptkommissar Daniel Neideck, der Regionalgruppenleiter der Bundespolizei Mannheim.

Die Feuerwehr Gro├čsachsen im Einsatz.

„Der Zugf├╝hrer ist nat├╝rlich mitgenommen von dem Vorfall, hat aber eindeutig ausgesagt, dass der Mann von links, also der Hirschberger Seite, die Gleise ├╝berqueren wollte“, sagte Herr Neideck uns gegen├╝ber: „Der Beschreibung nach gehen wir von einem tragischen Unfall aus.“

Der G├╝terzug konnte nicht mehr rechtszeitig stoppen und erfasste den-┬á 72-j├Ąhrigen Mann, der an der Unfallstelle verstorben ist: „F├╝r den Zugf├╝hrer ist das eine ausweglose Situation, selbst wenn er einige hundert Meter zuvor die Gefahr erkennt, kann er den Zug nicht mehr rechtzeitig stoppen.“

„Leider versuchen immer wieder Menschen Gleise zu ├╝berqueren“, so Herr Neideck: „Es ist und bleibt eine t├Âdliche Gefahr.“ So wie man eben schnell mal ├╝ber die Gleise will, Z├╝ge sind oft schneller da, als „man denkt“. Wer beim Gleis├╝berqueren erwischt wird, dem droht ein Bu├čgeld von 25 Euro: „Es gibt keinen direkten Weg zum Abk├╝rzen ├╝ber die Gleise. Jeder Umweg ist besser und sicherer.“

Die Deutsche Bahn hat eigene "Unfallmanager" bei Personensch├Ąden im Einsatz.

Im Einsatz ist die Feuerwehr Gro├čsachsen/Hirschberg, da die Alarmierung der Leitstelle auf die „Gro├čsachsener“ Seite wies. Tats├Ąchlich passierte der Unfall auf der Heddesheimer Seite des gemeinsamen Bundesbahnhofs.

Nach Angaben des „Unfallmanagers“ der Deutschen Bahn vor Ort und des Bahnpersonals war dies der erste Unfall im Bahnhof. Am Bahnhof wurde kurz nach 22:00 Uhr ein n├Ąchster Personenzug erwartet. Ein aufmerksamer Leser hat uns per email informiert, dass es am 09. April 2008 in der N├Ąhe des Bahnhofs einen t├Âdlichen Unfall gegeben hat.-┬á Wobei damals von „Personenschaden“ die Rede war, was auf Selbstt├Âtung hindeutet.

Die Strecke Weinheim ├╝ber Heddesheim Richtung Mannheim wurde gesperrt, bis die Bergungsarbeiten abgeschlossen waren und der Zug weiterfahren konnte. Nach unseren Informationen kam der G├╝terzug aus Frankfurt und wollte ├╝ber Mannheim-Friedrichsfeld weiter nach Saarbr├╝cken. Der Tritteinstieg wurde besch├Ądigt, der Zug konnte nach Personaltausch aber die Fahrt fortsetzen.

S-Bahn21: Gemeinderat nickt Kostenexplosion ab – ohne Gegenwehr


Hirschberg, 20. April 2011. (red) Was w├╝rden Sie sagen, wenn Sie einen Kostenvoranschlag erhalten, diesem zustimmen und der Handwerker Ihnen sp├Ąter erst eine 100-prozentige Kostensteigerung pr├Ąsentieren w├╝rde und dann vielleicht noch eine 200-prozentige in Aussicht stellen w├╝rde? Sie w├╝rden sich wehren, den Vertrag k├╝ndigen und sich einen anderen Dienstleister suchen. Zu recht.
Nicht so der Hirschberger Gemeinderat. W├Ąhrend sich die Gemeinder├Ąte bei „Kleinstbetr├Ągen“ lange Redediskussionen liefern, werden gro├če Posten mehr oder weniger durchgewunken. Unglaublich? Nein. Das ist die Realit├Ąt.

Von Hardy Prothmann

Sicherlich ist der Ausbau der S-Bahn ein Vorteil – auch f├╝r die Gemeinde Hirschberg. Und sicherlich ist es f├╝r die Verkehrsinfrastruktur sinnvoll, die Stra├čen zu entlasten. Und noch sicherer ist es von Vorteil, dem ├Âkologischeren Personennahverkehr den Vorzug vor dem Individualverkehr zu geben.

Doch zu welchem Preis? Und ist hier alles mit „rechten Dingen zugegangen“?

Glatte L├╝gen.

Ich habe pers├Ânlich die Debatten zu den Kostensteigerungen in den Gemeinderatssitzungen von Heddesheim und Ladenburg verfolgt.

Christian W├╝hl, Projektleiter beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), hat in beiden Sitzungen eindeutig behauptet, dass er die Kostensteigerung bedaure und es im „Einzelfall“ zu „Abweichungen“ zwischen der „Vorstudie 2005“ und der „Vorplanung 2011“ gebe.

Kostensteigerungen als "Einzelfall"?

Doch die „M├Ąr“ vom „Einzelfall“ ist glatt gelogen.

Es handelt sich nicht um „Einzelf├Ąlle“, wie man sehr gut an der ├ťbersicht der Kostenexplosionen f├╝r die Gemeinden in der n├Ąheren Umgebung erkennen kann. Zwischen 21,4 und 259,3 Prozent liegen die Kostensteigerungen gem├Ą├č dieser Tabelle.

Ob der Planer auch im Hirschberger Gemeinderat entsprechend gefragt wurde und dort auch gelogen hat, ist nicht feststellbar, denn in Hirschberg wurde die Vorstellung in nicht-├Âffentlicher Sitzung vorgenommen.

Im „S├╝dhessen Morgen“ liest sich die „Vorstellung des Bahnhofausbaus“ am 12. Februar 2011 f├╝r B├╝rstadt so:

„W├╝hl hatte aber nicht nur gute Nachrichten: Er musste den Parlamentariern auch mitteilen, dass die Bauma├čnahme deutlich teurer wird, als sich das in der Vorplanung abgezeichnet hat. Im Vorfeld war man noch von 1,35 Millionen Euro Baukosten f├╝r B├╝rstadt ausgegangen. Inzwischen haben sich die Planer die Gegebenheiten vor Ort genauer angeschaut und gehen nun von 3,14 Millionen Euro Baukosten aus. Die Planungskosten beliefen sich in der Vorstudie noch auf 323 000 Euro, jetzt ist mit 755 500 Euro zu rechnen. Beim Haltepunkt in Bobstadt weichen die aktuellen Kosten nicht ganz so stark von der Vorstudie ab. Bei den Baukosten geht man jetzt von ├╝ber 2 Millionen Euro aus. Urspr├╝nglich waren es 1,87 Millionen Euro. Hinzu kommen die Planungskosten von knapp 500 000 Euro, die man urspr├╝nglich auf 448 000 Euro gesch├Ątzt hatte.“

Was soll man anhand der „Kostensteigerungen“ vermuten? Im „Einzelfall“ kann „mal“ ein Fehler gemacht werden. Es ist aber kein „Einzelfall“, fast jede Bahnhofsplanung ist deutlich bis immens teurer.

Handelt es sich um Unf├Ąhigkeit bei den Planern oder um bewusst falsche Kalkulationen, um die politische Zustimmung der Gremien zu erhalten? Denn nat├╝rlich muss man davon ausgehen k├Ânnen, dass eine „Vorstudie“ auch Kostensteigerungen f├╝r die Zukunft ansetzt. F├╝nf bis zehn Prozent, vielleicht auch zwanzig Prozent Kostensteigerungen w├Ąren noch irgendwie „vermittelbar“ – aber bis zu 260 Prozent? Und nicht nur im Einzelfall, sondern fast durchg├Ąngig?

Und dass im Fall des Bahnhofs Heddesheim-Hirschberg nicht bekannt war, dass man f├╝r einen behindertengerechten Zugang zwei Aufz├╝ge braucht, die aber wegen der geringen Fahrgastzahlen vermutlich nicht f├Ârderungsw├╝rdig sind… wer soll das glauben?

S-Bahn21 als Stuttgart21 in klein?

Der Mannheimer Morgen berichtete dazu am 20. November 2010 aus Heddesheim:

„W├╝hl erkl├Ąrte – mehrfach -, die „Abweichung“ beruhe darauf, dass man im Gegensatz zu 2006 nun in die Planung eingestiegen sei. Dies seien nun erstmals belastbare Werte, weil man die Situation vor Ort unter die Lupe genommen habe. Je weiter der Planungsprozess fortschreite, desto genauer w├╝rden die Kostensch├Ątzungen. 2006 habe man den Kommunen auf deren Wunsche eine „Hausnummer“ nennen m├╝ssen – was man aufgrund des fr├╝hen Stadiums nicht gerne getan habe.“

Am 03. Februar 2011 berichtet die Zeitung aus Ladenburg:

„Auf diesen Punkt haben wir lange gewartet“, kommentierte B├╝rgermeister Rainer Ziegler die Vorlage der Pl├Ąne. Die Mehrkosten f├╝r die Stadt von rund 160 000 Euro seien „schlimm genug“, sagte er, schr├Ąnkte jedoch ein: „Ich habe das fast noch schlimmer bef├╝rchtet.“

Der Ausbau der S-Bahn scheint hier eine kleine Kopie von Stuttgart21 zu sein.

  • Es wurde alles vorgestellt und demokratisch entschieden.
  • Man darf vermuten, dass die ├ľffentlichkeit ├╝ber die wahren Ausma├če und Kosten nicht korrekt informiert worden ist.

Und ist es nicht eine Farce, wenn B├╝rgermeister Just sich in der Sitzung kenntnislos gibt (nach einer Entscheidung in Heddesheim im November 2010 und in Ladenburg im Februar 2011), ob die Nachbargemeinde Heddesheim nun dem Ausbau zugestimmt hat oder nicht?

Er fragte in der Sitzung seinen Hauptamtsleiter Ralf G├Ąnshirt. Der meint, dass dies nicht der Fall sei und das stimmt. Heddesheim hat die Kostennote Fahrst├╝hle ohne F├Ârderung (noch) nicht genehmigt. Denn Herr W├╝hl hat signalisiert, dass es doch eine F├Ârderung geben k├Ânnte. Auch der Hirschberger Gemeinderat hat nun „beschlossen“, sich dann nochmals „zu beraten“. Ja und dann?

Demokratische Farce.

Als Beobachter reibt man sich die Augen und fragt sich, wie naiv man als Gemeinderat eigentlich sein will?

Selbstverst├Ąndlich wird nochmal beraten – es soll ja demokratisch zugehen. Und sollte es keine F├Ârderung geben, was dann? Ja dann wird man „mit Bauchschmerzen“ oder mit „Z├Ąhneknirschen“ oder „entt├Ąuscht“ oder sogar „unter Protest“ zustimmen. Das ├╝bliche „Blabla“ halt.

B├╝rgermeister Just hat die Richtung vorgegeben: Ganz oder gar nicht!

Das hei├čt: Auch wenn der Umbau dann 200 Prozent mehr kostet als „geplant“, wird er genehmigt werden. Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, dass sich der Hirschberger Gemeinderat oder der Heddesheimer oder der Ladenburger oder sonsteiner der Zustimmung verweigern werden?

Die „Systeme“ funktionieren.

Die „Planer“ wissen genau, wie die „Systeme“ funktionieren. Die Gemeinder├Ąte sehen ├╝berwiegend nur „ihren“ Ort und werden von den Verwaltungen nur selten ├╝ber Entwicklungen in anderen Orten informiert, wenn ├╝berhaupt. Und sind selbst ├╝berlastet oder lustlos: In Heddesheim oder Ladenburg habe ich jedenfalls keinen Gemeinderat aus Hirschberg zur Beratung der dortigen „S-Bahn“-Thematik gesehen.

Die „Planer“ sitzen in ├╝bergeordneten Gremien zusammen, hier spielen m├Ąchtige Lobby-Verb├Ąnde ihren Einfluss aus – was „unten“ bei den Gemeinder├Ąten ankommt, ist h├Ąufig nur noch ein „Friss oder stirb“.

Die Tageszeitungen wie Mannheimer Morgen, Weinheimer Nachrichten oder Rhein-Neckar-Zeitung bringen meist die Sicht der Lobbyisten unters Volk, gew├╝rzt mit ein bisschen „F├╝r und Wider“, aber insgesamt weichgesp├╝lt.

Eine ordentliche Recherche und ein redaktioneller Austausch zu „├╝bergeordneten Themen“ finden (ob „bewusst“ oder „aus Unf├Ąhigkeit“ ist unklar) nicht statt. Davon k├Ânnen Sie sich morgen in „ihrer“ Tageszeitung selbst ├╝berzeugen. ­čÖü

Erg├Ąnzt, 20. April 2011, 11:34 Uhr:
WNOZ: Alle wollen den S-Bahn-Ausbau

Download:
Beschlussvorlage

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist f├╝r die Angebote hirschbergblog.de, heddesheimblog.de, ladenburgblog.de redaktionell verantwortlich. In Heddesheim nimmt er das Ehrenamt als partei- und fraktionsfreier Gemeinderat seit der Kommunalwahl 2009 wahr.
In Heddesheim wird ihm von B├╝rgermeister Michael Kessler und verschiedenen Gemeinder├Ąten die „Doppelfunktion“ als Journalist und Gemeinderat vorgeworfen: „Das k├Ânnen Sie nicht beides sein.“
Hardy Prothmann sieht das anders und beruft sich auf das Grundgesetz, Artikel 5 ├╝ber die Meinungsfreiheit sowie die Gemeindeordnung Paragraf 32.

Ganz oder gar nicht? Unglaubliche Kostensteigerung von 104,4 Prozent f├╝r Bahnhofausbau


S-Bahn: Kommen hier 656.000 Euro auf die Gemeinde zu?

Hirschberg, 19. April 2011. (red/dok) Auf die Gemeinde Hirschberg kommen fast 200.000 Euro Mehrkosten f├╝r den neuen Bahnhofsbau Heddesheim-Hirschberg zu – wenn keine zus├Ątzlichen F├Ârdergelder flie├čen. Wenn die ausbleiben, w├╝rden nochmals 264.000 Euro hinzukommen. Die Gesamtinvestition betr├Ągt dann 656.000 Euro. Davor will sich der Gemeinderat aber nochmals beraten.

B├╝rgermeister Manuel Just sagte zur Einf├╝hrung: „Nat├╝rlich w├╝nsche ich mir Fahrst├╝hle. Ein Ausbau dieses Bahnhofs ohne Fahrst├╝hle halte ich nicht f├╝r vermittelbar. Der neue Bahnhof w├Ąre modern, aber f├╝r Blinde und andere Behinderte nicht wirklich erreichbar.“ Aus seiner Sicht bedeute das: „Ganz oder gar nicht.“

Laut Planung erh├Âhen sich die Kosten um mindestens 104,4 Prozent.

Weiter f├╝hrte er aus: „Dazu gibt es eine wenig erfreuliche Entwicklung, denn die Kosten sind von 220.000 Euro auf nahezu 400.000 Euro gestiegen.“ Und: „Wir haben leider immer noch nicht schwarz auf wei├č vorliegen, ob Bund und Land sich an der Finanzierung der Fahrst├╝hle beteiligen.“ ├ťbersetzt hei├čt das: Es k├Ânnten weitere 264.000 Euro auf Hirschberg zukommen.

Das w├Ąre dann eine Kostensteigerung um gut 200 Prozent.

Der B├╝rgermeister stellte f├╝r die Verwaltung den Antrag, den 104,4 Prozent Kostensteigerung zuzustimmen und im Fall, dass die Zusch├╝sse ausbleiben, neuerlich zu beraten.

Manfred Kopp (FW) sagte: „Hier ergibt sich eine erhebliche Verteuerung des Projekts. Nach unserer Meinung f├Ąllt die Zust├Ąndigkeit in den Bereich des Eisenbahnbundesamt. Wir gehen davon aus, dass uns die Zusch├╝sse nicht verweigert werden und eine weitere Beratung nicht notwendig wird.“

Eva-Marie Pfefferle (SPD) sagte: „Ohne Zusch├╝sse von Bund und Land ist eine Beratung n├Âtig.“

Birgit Knoblauch (GLH) sagte: „Wir begr├╝├čen einen barrierefreien Bahnhof als Gl├╝cksfall f├╝r alle B├╝rgerinnen und B├╝rger. Die dazugeh├Ârige Infrastruktur findet unsere Zustimmung.“

Auch andere Gemeinder├Ąte ├Ąu├čerten sich zustimmend, wollten sich aber nochmals beraten, falls es keine Zusch├╝sse f├╝r die Fahrst├╝hle gebe. Problematisiert wurde auch die Erreichbarkeit des Bahnhofs von Seiten Hirschbergs. Auf Heddesheimer Seite sind in einer ersten Ausbaustufe rund 30 Parkpl├Ątze geplant, 20 weitere sollen sp├Ąter hinzukommen.

Der Gemeinderat stimmte der Beschlussvorlage ohne Gegenstimme zu.

Dokumentation der Beschlussvorlage:

„Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung am 28.3.2006 grunds├Ątzlich dem behindertengerechten Ausbau des Bahnhofes Heddesheim / Hirschberg nach S-Bahn-Standard zu. ├ťber den Planungsstand wurde zuletzt in der nicht├Âffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 26.10.2010 durch einen Vertreter der Deutschen Bahn AG informiert.

Bei dieser Information wurde eine ├ťbersicht ├╝ber die S-Bahn Netzstruktur gegeben, der aktuelle Ausbaustand, die Planungsgrunds├Ątze und die vorgesehenen Ma├čnahmen erl├Ąutert.

Ausbaustandards f├╝r alle S-Bahn-Stationen auf dem Streckenabschnitt Darmstadt -Weinheim – MA-Friedrichsfeld:

  • Bahnsteige mit einer Systemh├Âhe von 76 cm ├╝. SO. und einer Nutzl├Ąnge von 210 m
  • Anpassung vorhandener Zug├Ąnge an das neue Bahnsteigniveau
  • barrierefreie Erschlie├čung der Bahnsteige
  • Bahnsteigausstattung gem├Ą├č modernem S-Bahn-Standard

geplante Ma├čnahmen:

  • Neubau Mittelbahnsteig und Hausbahnsteig, L├Ąnge 210 m
  • Erneuerung Beleuchtung und Bahnsteigausstattung (Blindenleiteinrichtung, Wegeleitsystem)
  • Barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen mittels Aufz├╝gen ├╝ber bestehende Stra├čen├╝berf├╝hrung
  • Niveaufreier Zugang zum Bahnsteig 1

Nachrichtlich: Planung von P+R-Anlagen der Gemeinde Heddesheim
(Bahnhofsumfeldma├čnahme)

Nach wie vor ist das Thema Zuschussf├Ąhigkeit des Einbaus von Fahrst├╝hlen in Verbindung mit dem generellen barrierenfreien Ausbau des Bahnhofes wegen der Fahrgastzahlen
umstritten. Das Eisenbahnbundesamt hat bislang hierzu keine eindeutige und verl├Ąssliche Aussage gemacht. Aufgrund positiver Signale in den Vorgespr├Ąchen wurde jedoch
bei der Berechnung des kommunalen Anteils f├╝r den Bahnhof (Anlage 3) eine Bezuschussung zu Grunde gelegt.

Im ung├╝nstigsten Falle, d.h. beim Wegfall der Bundes- und/oder Landesmittel und in der Folge wom├Âglich auch des Kreisanteils, k├Ânnte sich der Kommunale Anteil f├╝r Hirschberg und Heddesheim um insgesamt ca. 528.000 -ÔÇÜ┬Č erh├Âhen. Zwischen Hirschberg und Heddesheim wurde eine 50 %ige Teilung des Kommunalen Anteils vereinbart, sodass der Hirschberger Anteil von derzeit angenommenen 393.500 -ÔÇÜ┬Č auf 656.500 -ÔÇÜ┬Č ansteigen w├╝rde.

Die Fakten und Pl├Ąne wurden beim B├╝rgertag am 21.11.2010 vorgestellt.

BESCHLUSSVORSCHLAG:
1.) Der Gemeinderat stimmt der aktuellen Vorplanung zum barrierefreien und S-Bahngerechten Ausbau der Station Heddesheim/ Hirschberg auf der Basis des Vorplanungsheftes vom 24.2.2011 sowie der Kostenaufteilung durch den Rhein-Neckar-Kreis vom 21.2.2011 grunds├Ątzlich zu.
2.) Werden derzeit eingeplante Zusch├╝sse (Bund/Land/Kreis) letztlich doch verweigert, (sodass der Kommunale Anteil weiter steigt) beh├Ąlt sich Gemeinde Hirschberg eine erneute Beratung vor.“

Download:
Beschlussvorlage

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das hirschbergblog

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist f├╝r die Angebote hirschbergblog.de, heddesheimblog.de, ladenburgblog.de redaktionell verantwortlich. In Heddesheim nimmt er das Ehrenamt als partei- und fraktionsfreier Gemeinderat seit der Kommunalwahl 2009 wahr.
In Heddesheim wird ihm von B├╝rgermeister Michael Kessler und verschiedenen Gemeinder├Ąten die „Doppelfunktion“ als Journalist und Gemeinderat vorgeworfen: „Das k├Ânnen Sie nicht beides sein.“
Hardy Prothmann sieht das anders und beruft sich auf das Grundgesetz, Artikel 5 ├╝ber die Meinungsfreiheit sowie die Gemeindeordnung Paragraf 32.

Anmerkung der Redaktion:
Wir erweitern unsere Berichterstattung.
Zum einen „live“ aus dem Gemeinderat. Sofern m├Âglich erhalten sie direkt nach den Beschl├╝ssen Zitate zu den Tagesordnungspunkten.
Im Anschluss aktualisieren wir diese Berichte. Schauen Sie also ruhig zwei Mal vorbei.
Au├čerdem bem├╝hen wir uns, alle Beschlussvorlagen zur Dokumentation als Download bereit zu halten. Sie erkennen das ab sofort unter dem K├╝rzel „dok“ im Vorspann von Artikeln.

Faktencheck: Wie zuverl├Ąssig werden Gemeinder├Ąte informiert?

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 10. Mai 2010. Glaubt man der Verwaltung unter B├╝rgermeister Kessler, gab es vor „ein paar Jahrzehnten einen Gemarkungstausch“ – glaubt man der Hirschberger Verwaltung unter B├╝rgermeister Just, liegt der Heddesheimer Bahnhof schon seit weit ├╝ber einhundert Jahren auf Heddesheimer Gebiet. Wie auch immer – die Umbenennung ist hier wie dort beschlossen. Die Kosten von rund 13.500 Euro stehen fest.

Von Hardy Prothmann

Im Kleinen wie im Gro├čen gilt – es muss alles seine Ordnung haben.

13.500 Euro f├╝r mehr Klarheit? Bild: hblog

In Hirschberg und Heddesheim wird bald eine Ordnung hergestellt, die eigentlich schon l├Ąngst jemand anders h├Ątte herstellen k├Ânnen – die Deutsche Bahn AG.

Die Umbenennung der DB-Station „Gro├čsachsen/Heddesheim“ in „Heddesheimb/Hirschberg“ hat sowohl in Heddesheim als auch in Hirschberg Fragen aufkommen lassen, wieso die Umbenennung einer Bahnhofsstation rund 13.500 Euro kostet. Geld, das woanders, beispielsweise in Schulen besser investiert sein k├Ânnte.

Als Begr├╝ndung f├╝r die Umbenennung wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung durch B├╝rgermeister Just in Hirschberg angegeben, dass man nach Durchsicht der Unterlagen erkannt habe, dass das Gel├Ąnde schon weit ├╝ber 100 Jahre auf Heddesheimer Gemarkung l├Ąge.

Die Verwaltung unter Leitung von B├╝rgermeister Michael Kessler pr├Ąsentierte dem Heddesheimer Gemeinderat einen Antrag, in dem steht: „Der Bahnhof lag fr├╝her auf der Gemarkung der damals noch selbstst├Ąndigen Gemeinde Gro├čsachsen. Nach einem Gemarkungstausch liegen die Bahnanlagen heute komplett auf Heddesheimer Gemarkung.“

In der m├╝ndlichen Pr├Ąsentation in der vergangenen Gemeinderatssitzung erkl├Ąrte B├╝rgermeister Kessler, dass sei „irgendwann vor einigen Jahrzehnten“ vorgenommen worden – genau lie├če sich das nicht mehr nachvollziehen.

Was nun? Vor einigen Jahrzehnten oder vor ├╝ber 100 Jahren?

Die Gemeinder├Ąte k├Ânnen so etwas kaum selbst pr├╝fen und m├╝ssen sich auf die Angaben der Verwaltung verlassen.

Und angeblich seinen Bahn-Fahrg├Ąste ├╝berfordert, wenn diese von Hamburg nach Hirschberg fahren wollten, weil der Zielbahnhof nicht genau benannt werde – hie├č es im Hirschberger Gemeinderat.

Und auch in Heddesheim wollte man Klarheit.

K├╝nftig wird der Hamburger Reisende nicht mehr „Hirschberg-Gro├čsach“ oder „Hirschberg-Leutersh“ angezeigt bekommen, wenn er nach „Hirschberg an der Bergstra├če“ reisen will. Und auch nicht „Heddesheim-Gro├čsach“, wenn er nach Heddesheim reisen will, sondern vermutlich „Heddesheim/Hirschberg“.

Vielleicht bekommt er das aber nur zu sehen, wenn er von Hamburg nach Heddesheim reisen will. Will er von Hamburg nach Hirschberg reisen, m├╝sste der Hirschberg/Heddesheim angezeigt bekommen, weil „Heddesheim/Hirschberg“ doch nicht klar w├Ąre und f├╝r „Verwirrung sorgen k├Ânnte“…

Die viel entscheidendere Frage ist, warum die Bahn schon seit ├╝ber 100 Jahren oder seit einigen Jahrzehnten diesen Bahnhof nicht ordentlich benannt hat. Also „Heddesheim/Gro├čsachsen“ und sp├Ąter „Heddesheim/Hirschberg“. Und noch entscheidender: Wieso taucht eigentlich „Hirschberg/Leutersh“ im Angebot von bahn.de auf, wenn der Bahnhof irgendwann einmal auf Gro├čsachsener Gemarkung lag, dann auf Heddesheimer, aber nie auf Leutershausener?

Wer das alles f├╝r „entscheidend“ h├Ąlt, hat keine oder zu viele Fragen.

F├╝r mich ist eine entscheidende Frage: Wieso zahlen eigentlich die Gemeinden Heddesheim und Hirschberg h├Ąlftig f├╝r die Umbenennung eines Bahnhofs mit einer falschen Bezeichnung? Ob die nun jahrzehntelang oder ├╝ber hundert Jahre falsch war?

Das ist so, als w├╝rde man in der B├Ąckerei die Umbenennung von „Weck“ in „Br├Âtchen“ bezahlen m├╝ssen. Der Bahnhof geh├Ârt der Deutschen Bahn AG. Die bietet als Dienstleistung die Bef├Ârderung von Fahrg├Ąsten an und definiert ihr Produkt: Transport von A nach B.

Das sollte die Bahn vern├╝nftigerweise selbst benennen und auch bezahlen.

Hirschberg ist mehr als Gro├čsachsen. Wenn die Hirschberger darauf wert legen, k├Ânnen die das doch bezahlen – k├Ânnte man als „Heddesheimer“ argumentieren. Als Hirschberger w├╝rde man kontern: Wenn ihr Heddesheim vorne haben wollt, zahlt ihr.

Der Kompromiss ist – beide zahlen.

Doch f├╝r was? Und unter welchen Voraussetzungen?

Die Hirschberger oder die Heddesheimer Verwaltung haben ihren jeweiligen Gemeinderat falsch informiert – damit ist mindestens eine der beiden Beschlussfassungen falsch, da sie auf falschen Angaben beruhte.

Da kommt wieder Arbeit auf das Kommunalrechtsamt zu – das erh├Âht die Kosten nochmals, weil mindestens eine der Verwaltungen geschlampt hat.

Sind ja „nur“ „peanuts“, die 13.500 Euro, mag man gedacht haben.

Aus Sicht der B├╝rgerInnen ist das viel Geld und ein laxer Umgang damit nicht akzeptabel.

Bahnhof wird umbenannt in Heddesheim/Hirschberg

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 30. April 2010. Der Hirschberger Gemeinderat hat den Antrag angenommen, den Bahnhof „Gro├čsachsen/Heddesheim“ in „Heddesheim/Hirschberg“ umzubenennen.

K├╝nftig steht hier Heddesheim-Hirschberg. Bild: hblog

Damit haben beide Gemeinder├Ąte der Umbennung des Bahnhofs von „Gro├čsachsen/Heddesheim“ in „Heddesheim/Hirschberg“ zugestimmt. Der Heddesheimer Gemeinderat hatte diesen Beschluss bereits in ├Âffentlicher Sitzung am 22. April gefasst.

Die Umbennung kostet rund 13.400 Euro, die sich die Gemeinden h├Ąlftig teilen.

Die Erkl├Ąrung war: Diese Kosten entstehen und m├╝ssen durch die Gemeinden getragen werden. Angeblich gab es keine Alternative:

DB Netz (Kosten für Änderungen an betrieblichen Anlagen): 4.820,00 Euro
DB Vertrieb (Kosten für Änderung Verkaufssoftware): 3.970,31 Euro
DB Station & Service (Änderung der Beschilderung): 2.500 Euro

Alle Preise zuz├╝glich Mehrwertsteuer.

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