Freitag, 17. August 2018

Autofahrer f√ľhrt nicht nur Amphetamin mit sich

Nervöses Verhalten bei Polizeikontrolle

Hirschberg, 18. November 2014. (red/pol) Amphetamin, ein Einhandmesser sowie ein Rucksack mit diversen Werkzeugen f√ľhrte in der Nacht zum Montag ein 24-J√§hriger aus Birkenau mit. [Weiterlesen…]

Filme √ľber das √Ąlterwerden ‚Äď f√ľr Alt und Jung

Rhein-Neckar, 04. August¬†2014. (red/pm) Beim 5. Europ√§ischen Filmfestival der Generationen, das vom 07. – 10. Oktober stattfindet, gibt es f√ľr Alt und Jung wieder Filme √ľber das √Ąlterwerden. Programmhefte f√ľr das Event sind erh√§ltlich. [Weiterlesen…]

Chance f√ľr engagierte Bewerber

Weinheim, 23. Juli 2014. (red/pm) Endspurt zum Ausbildungsplatz ‚Äď f√ľr engagierte Bewerber gibt es noch Chancen. Besonders angesprochen sind Jugendliche aus den Gemeinden Schriesheim, Hirschberg, Heddesheim, Hemsbach, Laudenbach, Gorxheimertal, Birkenau und Weinheim. [Weiterlesen…]

Sperrung des Saukopftunnels an der B38

B38/Weinheim, 21. M√§rz 2014. (red/pm) Der Saukopftunnel an der Bundesstra√üe (B) 38 Weinheim – Birkenau muss aufgrund von Reinigungs- und Wartungsarbeiten von Montag, 24. M√§rz 2014 bis Donnerstag, 27. M√§rz jeweils nachts von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr voll f√ľr den Verkehr gesperrt werden. Ab Freitag, 28. M√§rz, 05:00 Uhr morgens ist der Tunnel wieder f√ľr den Verkehr freigegeben. Wie das Stra√üenbauamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, wird die Umleitungsstrecke √ľber die Landesstra√üe (L) 3408 (alte B38) ausgeschildert.

Gr√ľne rufen zur freiwilligen Abgabe von Waffen auf

Rhein-Neckar, 12. M√§rz 2014. (red/pm) Der Mord in Birkenau ist noch kein Jahr her. Gut ein Jahr ist der Doppelmord von Eberbach her. In Dossenheim gab es im vergangenen Sommer drei Tote bei einer Schie√üerei. Damit sich Bluttaten, wie auch der Amoklauf in Winnenden nicht wiederholen, rufen die Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Sckerl und Charlotte Schneidewind-Hartnagel (B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen) zur freiwilligen Abgabe von Waffen auf. [Weiterlesen…]

Ermittlungserfolg der Polizei

Mordfall Birkenau: Zwei tatverdächtige Weinheimer festgenommen

polizeisuedhessenlogoRhein-Neckar/Birkenau/Mannheim/Darmstadt, 03. Mai 2013. (red) Aktualisiert. Das Opfer ist möglicherweise während der Fahrt im Auto erschossen worden. Zwei tatverdächtige Männer aus Weinheim sind gestern im Zusammenhang mit dem Mord an einem 56-jährigen Mannheimer festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Das Opfer war vergangenen Freitag im hessischen Birkenau tot aufgefunden worden. Aktualisierung 03. Mai 11:00 Uhr

Nach Kenntnisstand der Staatsanwaltschaft wurde das Opfer auf der Fahrt von Weinheim nach Birkenau mit mehreren Sch√ľssen get√∂tet. Wie der leitende Oberstaatsanwalt Sebastian Zwiebel auf Nachfrage mitteilte, besteht die Vermutung, dass das Opfer w√§hrend der Fahrt erschossen worden ist. Sicher ist, dass der 56 Jahre alte Familienvater aus Mannheim nicht am Steuer des Autos sa√ü. Zum Tathergang wollte die Staatsanwaltschaft noch keine n√§heren Angaben machen. Die Tatwaffe wird noch gesucht. [Weiterlesen…]

56-jähriger Mannheimer tot im hessischen Birkenau aufgefunden - Zeugenaufruf

Leichenfund in Birkenau: Mehrere Sch√ľsse in den R√ľcken

auto sta darmstadt

Die Polizei sucht Zeugen, die diesen Opel Astra am Freitagnachmittag oder -abend in Weinheim, Birkenau oder Umgebung gesehen haben. Quelle: Staatsanwaltschaft Darmstadt

 

Rhein-Neckar/Mannheim/Birkenau, 01. Mai 2013. (red) Ein 56 Jahre alter Mannheimer ist vermutlich in der Nacht von Freitag auf Samstag in Birkenau umgebracht worden, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit. Der Mann war tot in seinem silbernen Opel Astra gefunden worden. Das Fahrzeug war Freitagnachmittag zuletzt in Weinheim gesehen worden. Die Polizei sucht Zeugen, die gesehen haben, wie der Opel von Weinheim nach Birkenau gekommen ist. [Weiterlesen…]

Nach Brandversuchen im Saukopftunnel bleiben Ergebnisse offen

Ernstfall geprobt – und jetzt?

Der Rauch wurde aus dem Tunnel geblasen – das L√ľftungssystem saugte ihn wieder an. Ist das im Sinne des Erfinders?

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 21. Dezember 2012. (red/aw) Vor fast genau einem Monat wurde es hei√ü im Saukopftunnel. Um die Funktionst√ľchtigkeit der Sicherheitseinrichtungen und der Rettungsstollenl√ľftung im Brandfall zu pr√ľfen, wurde der Ernstfall geprobt. Die Brandversuche wurden durch das Institut f√ľr Industrie√§rodynamik aus Aachen (IFI) durchgef√ľhrt. Das Regierungspr√§sidium Kalrsruhe hat bisher keine Ergebnisse der Pr√ľfung ver√∂ffentlicht. Ein nicht ganz einwandfreier Rauchabzug vor Ort lie√ü aber auf ein Problem mit der L√ľftungsanlage schlie√üen. Der Pressestelle vom Regierungspr√§sidium ist davon allerdings nichts bekannt.

Fotos: Ralph Urbach
Text: Alexandra Weichbrodt

Es qualmte, dampfte und rauchte: Die Brandversuche im Saukopftunnel am 24. November 2012 boten beeindruckende Bilder. Doch welche Erkenntnisse gewonnen wurden, ist bisher nicht bekannt. Im Vorfeld hie√ü es von Seiten des Regierungspr√§siduiums, dass der Test dazu diene, den Saukopftunnel auch k√ľnftig den aktuellen Sicherheitsvorschriftne anzupassen.

Die Feuwerwehr und weitere Einsatzkräfte sowie Betriebspersonal sollten mit dieser Übung auf die Gegebenheiten während eines Brandes vorbereitet werden, um in Zukunft bestmöglich auf diese Situation reagieren zu können.

Durchgef√ľhrt wurden vier Brandeversuche an zwei Stellen des 2715 Meter langen Tunnels. Hitze und Rauch wurde mitttels regelbaren Propangasbrennern und Rauchmaschinen, die ungiftiges medizinisches Wei√ü√∂l verdampften, erzeugt. Diese l√∂sten die Brandmelder im Tunnel aus und simulierten den Ernstfall. Durch die Brandrauchentl√ľftung sollte der – bei diesem Test ungiftige – Rauch aus dem Tunnel abgesaugt und hinaus gef√ľhrt werden. Allerdings saugten die L√ľftungssch√§chte den ausgetretenen Rauch direkt wieder an und f√ľhrten ihn als vermeintliche „Frischluft“ wieder dem Tunnel zu.

Ein Test ohne Ergebnisse?

Ein Problem, dass im Ernstfall katastrophale Folgen h√§tte. Unser Fotograf vor Ort wurde Zeuge des ungeschickten L√ľftungssystems. Doch bei den Verantwortlichen ist das Problem entweder nicht wahrgenommen worden oder aber es wurde nicht kommunziert. Denn der Pressestelle des Regierungspr√§sidiums war bis heute nicht bekannt, dass bei den Brandversuchen technische Probleme aufgetreten w√§ren.

Vielleicht will man die gewonnen Erkenntnisse derzeit auch einfach nicht teilen, da der Saukopfttunnel in der Vergangenheit schon f√ľr viele schlechte Nachrichten sorgte. Vermehrte Vollsperrungen in den letzten Monaten strapazierten die Nerven der Autofahrer sehr. Es ist nahezu ein „Never-Ending-√Ąrger“ mit dem Saukopftunnel. (Anm. d. Red.: Wir berichteten.)

Sicherheitsnachr√ľstungen in H√∂he von 37 Millionen Euro

Aber Sicherheit muss sein. Denn Tunnelunf√§lle haben in der Vergangenheit immer wieder zahlreiche Opfer gefordert. Seit den 90er Jahren wurden die Sicherheitsvorschriften daher massiv versch√§rft. Der Saukopftunnel musste bereits im Jahr 2008 ein vom Bund verordnetes Nachr√ľstungsprogramm durchf√ľhren, um die Sicherheitsstandards zu erf√ľllen. So wurde u.a. das gesamte L√ľftungssystem konzeptionell erneutert und Brandklassen in der Zwischndecke installiert. Diese sollten sich im Brandfall √∂ffnen und den Rauch gezielt absaugen. Kosten hierf√ľr: ca. 11.6 Millionen Euro.

Weitere Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen folgten. Seit 2009 wird ein Fluchstollen gebaut. F√ľr den kompletten Fluchtstollen werden voraussichtlich Kosten in einer Gr√∂√üenordnung von rund 26 Millionen Euro f√§llig, von denen allein 23 Millionen Euro f√ľr den Rohbau angefallen sind. Die Kosten f√ľr die betriebstechnische Einrichtung werden sich dann noch einmal auf etwa 3 Millionen Euro belaufen.

Die Gesamtkosten der Nachr√ľstungen des Hauptstollen sowie der Bau des Fluchtstollen liegen also bei etwa 37 Millionen Euro. Sicherheit ist teuer. Daher bleibt zu hoffen, dass diese dann auch zuverl√§ssig gew√§hrleistet ist.

Ein Fahrzeugbrand wurde bei dem Test der Sicherheitseinschrichtungen Ende November simuliert.

 

Weitere Bilder der Brandversuche im Saukopftunnel finden Sie in einer Bildergalerie auf weinheimblog.de.

Saukopftunnel erneut außerplanmäßig gesperrt

„Never Ending √Ąrger“ mit dem Saukopftunnel?

Tunnel zu – √Ąrger gro√ü. Das ist die einfache Formel f√ľr die 20.000 Autofahrer, die sich √ľber verstopfte Stra√üen qu√§len m√ľssen. Foto: Sebastian Singer

 

Weinheim/Rhein-Neckar/Bergstra√üe, 22. November 2012. (red/aw) Es vergeht kaum ein Monat, in dem keine neuen Nachrichten √ľber Probleme des Saukopftunnels oder dessen neuen Fluchtstollen auf der B38 zwischen Weinheim und Birkenau bekannt werden. Seit der Er√∂ffnung Ende 1999 ist die Fertigstellung des Tunnels eine „Never Ending √Ąrger-Story“. Aktuell wurde er nun wieder „spontan“ gesperrt, da es zu Hard- und Softwareproblemen kam. F√ľr die Autofahrer ein absolutes √Ąrgernis. Die Sperrung kostet Zeit, Geld und Nerven. Sind denn da nur Pfuscher auf dem Bau?

Kommentar: Alexandra Weichbrodt

Jeder Autofahrer der zur morgendlichen Berufszeit aus dem vorderen hessischen Odenwald in Richtung Weinheim unterwegs ist, nutzt f√ľr gew√∂hnlich den Saukopftunnel. Ist ja auch so herrlich bequem: Direkte Verbindung zur Autobahn, kaum Ampeln, angemessene Tempobeschr√§nkung. Das es sich hier hin und wieder mal staut, weil die dazusto√üenden Autofahrer aus Sulzbach nicht richtig in den Verkehr eingef√§delt werden, nimmt man gelassen in Kauf.

Doch, wenn der Tunnel zu ist, dann ist die Fahrt zur Arbeit alles andere als eine Freude. Denn die prim√§re Ausweichstrecke √ľber die alte B38 durch Birkenau ist total √ľberlastet. Hin und wieder w√ľrden die Autofahrer diese Zusatzstrecke, den zus√§tzlichen Verbrauch an Kraftstoff und vor allem den Zeitverlust vielleicht ohne √Ąrger hinnehmen. In letzter Zeit allerdings h√§ufen sich die Sperrungen des Tunnels. Besonders √§rgerlich sind die nicht geplanten Vollsperrungen, wie aktuell seit gestern Abend.

Wird dieser Tunnel denn niemals fertig?

Die urspr√ľngliche Idee hinter dem Bau des Tunnels war, dass der Verkehr nicht mehr durch die Stadt Weinheim, das sehr enge und windungsreiche Durchbruchstal der Weschnitz und durch Birkenau gef√ľhrt werden muss. Prinzipiell eine tolle Idee. Die Birkenauer waren begeistert, die M√∂rlenb√§cher schnell ern√ľchtert. Denn das Problem hat sich nun, besonders im Feierabendverehr, in das hintere Weschnitztal nach M√∂rlenbach verlagert. Hier dr√§ngen die B√ľrger nunmehr auf eine eigene Verkehrsumgehung. Aber das ist ein anderes Thema.

Am Morgen ist der Tunnel auch f√ľr die M√∂rlenb√§cher ein wahrer Segen. Ist der Tunnel allerdings gesperrt, ist die Situation in Birkenau wieder so wie vor der Inbetriebnahme des Tunnels. Besonders bei spontanen Sperrungen reagieren die Autofahrer, beispielsweise bei Facebook, genervt:

Was ich, und 1000 andere, heute morgen erlebt und gesehen haben ist schlicht und ergreifend nicht hinnehmbar!

Solche Kommentare findet man heute zahlreich im sozialen Netz. Viele Autofahrer hatte die ungeplante Sperrung kalt erwischt.

Der Kommentator Sven S. hat auf dem Rheinneckarblog seinem Frust ebenfalls freien Lauf gelassen:

Unfassbar, offenbar sind hier echte Profis am Werk. Richtig getestet werden die technischen √Ąnderungen also wohl erst am ‚Äúlebenden‚ÄĚ Objekt und das dann auch noch w√§hrend des Berufsverkehrs. Aber nicht genug damit, die komplette Aktion wird durchgef√ľhrt w√§hrend erhebliche Einschr√§nkungen an den Ausweichstrecken bestehen, die auch ohne dies bei einer Tunnelsperrung √ľberlastet sind, also auch massive Planungsm√§ngel.

Und Recht hat er. Wie kann es denn sein, dass fast genau 13 Jahre nach Er√∂ffnung immer noch eine akute Gefahr f√ľr die Nutzer des Tunnels besteht? Wer hat diesen Tunnel geplant? Amateuere? Studenten im Rahmen einer Projektarbeit?

Von Beginn an nur „ausreichend“

Die Liste der Sperrungen ist lang. Die Liste der Nachr√ľstungen auch. 2008 wurde der Saukopftunnel mehrere Monate gesperrt, aufgrund von Sicherheitsm√§ngeln.¬† Die Kosten der Nachr√ľstung beliefen sich auf 11 Millionen Euro.

Mitte 2009 begann man mit den Vorbereitungen f√ľr den Bau des Rettungsstollens. Ebenfalls mehrere Monate war die R√∂hre wiederum dicht, da erst der Hauptunnel verst√§rkt werden musste, bevor im Oktober 2009 √ľberhaupt mit dem eigentlichen Fluchtstollen-Bau begonnen werden konnte. Geplante Baukosten: 30 Millionen Euro. Fertig ist er bis heute nicht.

Wie konnte man denn √ľberhaupt einen Tunnel in den 90er Jahren bauen, ohne an einen Fluchtstollen zu denken? Kein Wunder, dass der ADAC in einem Tunneltest 2001 dem Saukopftunnel nur ein „ausreichend“ bescheinigte.

Immer wieder kommt es auch zu technischen St√∂rungen. So brannte es im November 2010 in einem Technikraum des Saukopftunnels. Die Folge: Tagelange Sperrung. Und auch bei der aktuellen Sperrung muss man sich fragen: Konnte keiner der Planungsherren absehen, dass die neuen Soft- und Hardware-Installationen mit dem bisherigen Betriebssystem nicht kompatibel sind? Da hat SvenS. schon vollkommen Recht, wenn er findet, dass manche Dinge erst am „lebenden“ Objekt durchgef√ľhrt werden. Wo k√§men wir aber hin, wenn jeder Arzt erstmal operiert, bevor er eine Diagnose stellt und den Behandlungsplan entwirft?

20.000 verärgerte Autofahrer täglich

Eigentlich ist egal, wie und warum der Tunnel dieser Tage mal wieder gesperrt ist. Fakt ist: √úber 20.000 Autofahrer m√ľssen an Werktagen auf andere Strecken ausweichen. Ob diese denn √ľberhaupt befahrbar sind, interessiert vom Planungsteam wohl niemanden. Denn sowohl die Zufahrt zur alten B38 in Weinheim ist durch Bauarbeiten an der B3 Bergstra√üe/ Ecke Friedrichstra√üe wegen Sanierungsarbeiten ander Fahrbahndecke eingeschr√§nkt, als auch die Ausweichm√∂glichkeit √ľber den Watzenhof in Hemsbach. Hier wird ebenfalls gebaut. Das Resultat: Die Autofahrer stehen sowohl in Weinheim als auch in Birkenau im Stau. Sie stehen und stehen und stehen.

Der √Ąrger dauert mindestens bis Montagfr√ľh – vorausgesetzt, die Brandversuche am Wochenende verlaufen nach Plan. Hoffen wir, dass da nicht ebenfalls wieder neue Probleme auftauchen. Denn ansonsten beginnt auch die n√§chste Woche f√ľr viele Autofahrer im Stillstand!

Probleme mit dem Betriebssystem gefährden die Sicherheit

Saukopftunnel bleibt bis Montag fr√ľh zu

Eine au√üerpl√§nm√§√üige Sperrung des Saukopftunnels f√ľhrt zu erheblichem Verkehrsaufkommen zwischen Weinheim und Birkenau. (Foto: Wikipedia/Ak84)

 

Weinheim, 22. November 2012. (red/aw) Am fr√ľhen Mittwochabend wurde der Saukopftunnel zwischen Weinheim und Birkenau au√üerplanm√§√üig gesperrt. Soft- und Hardware-Probleme konnten die Sicherheit der Autofahrer nicht mehr gew√§hrleisten. Die Vollsperrung dauert in jedem Fall bis Montag, den 26. November, 05:00 Uhr an.

W√§hrend der Inbetriebnahme neuer Anlageteile im Haupt- und Fluchtstollen wurde die vorhandene betriebstechnische Anlage durch Software-und Hardwarekomponenten erweitert.¬†Bei der Programmierung dieser neuen Anlagenteilen entstanden allerdings erhebliche Schwierigkeiten mit dem bestehenden Betriebssystem. Diese veranlassten das Regierungspr√§sidium in Karlsruhe am fr√ľhen Mittwochabend den Tunnel auf der B38 zwischen Weinheim und Birkenau sofort zu schlie√üen. Wie das Regierungspr√§sidium mitteilte, sei die Sicherheit der Autofahrer nicht mehr gew√§hrleistet und die Sperrung daher unumg√§nglich.

Die bereits angek√ľndigte Vollsperrung am Wochenende vom 23.11. bis 26.11.2012, von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr, findet zudem planm√§√üig statt. Die Autofahrer m√ľssen daher bis mindestens Montagmorgen, 05:00 Uhr, auf die alte B38 ausweichen.

Allerdings kann es dadurch auch im Weinheimer-Stadtbereich zu erheblichen Behinderungen kommen, da im Bereich der Bundesstraße B3 Bergstraße/ Ecke Friedrichstraße die Fahrbahndecke saniert wird. Zeitweise wird die Friedrichstraße sogar ganz gesperrt.

Die beliebte Ausweichstrecke √ľber den Watzenhof in Hemsbach ist ebenfalls durch Bauarbeiten eingeschr√§nkt. Die Autofahrer sollten heute und morgen in jedem Fall mehr Zeit einplanen.

√úber 120 Feuerwehrleute bei Brand am Saukopftunnel im Einsatz

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 15. November 2010. Um 18:37 Uhr ging der automatische Alarm der Brandmeldeanlage des Technikgebäudes Ost des Saukopftunnels bei den Feuerwehren ein. Um 18:41 Uhr waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort Рspäter insgesamt 44 Feuerwehrleute aus Weinheim, 72 aus Birkenau und den umliegenden Wehren sowie sechs von der Freudenberger Werksfeuerwehr und weitere Rettungskräfte. Ein 20 Kilovolt-Leitung hatte Feuer gefangen.

Von Hardy Prothmann

Gut zwei Dutzend Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren standen vor und im Saukopftunnel auf der Birkenauer Seite. Die Feuerwehrmänner hatten die Brandstelle zwar gegen 19:30 Uhr schon so weit es möglich war begangen und gesichert Рmussten aber darauf warten, dass der Strom abgeschaltet wird.

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Über 120 Feuerwehrleute waren im "Großeinsatz" am Saukopftunnel.

In einem Umspannkasten hatte eine 20 kV-Leitung Feuer gefangen. Eine extrem gef√§hrliche Situation f√ľr die Feuerwehrleute – L√∂schen mit Wasser war nicht m√∂glich. Die Einsatzkr√§fte der Freudenberger Werksfeuerwehr waren mit CO2 vor Ort, womit das Feuer letzlich gel√∂scht werden konnte.

„Wir haben allein sieben Atemger√§tetr√§ger-Trupps im Einsatz gehabt“, sagte der Weinheimer Feuerwehrkommandant Reinhold Albrecht nach dem Einsatz: „Bis zur Abschaltung mussten wir Abstand halten und warten.“ In das oberhalb des Tunnels gelegene Geb√§ude f√ľhren von je baden-w√ľrttembergischer und hessischer Seite Starkstromleitungen. Infolge des Brandes kam es zu Stromausf√§llen in Birkenau und der Umgebung, vor allem Nieder-Liebersbach. Ein Zusammenhang wird vermutet, ist aber noch nicht best√§tigt.

Der Saukopftunnel wird von zwei „redundant“-ausgelegten Technikgeb√§uden versorgt, auf Weinheimer und Birkenauer Seite. F√§llt eines aus, springt das andere ein. Soweit die Theorie. Doch nach dem Brand hat das nicht funktioniert. Der Tunnel bleibt deshalb vorerst f√ľr vermutlich mehrere Tage gesperrt.

Den Schaden bezifferte Kommandant Albrecht auf „bestimmt 50.000 Euro“ f√ľr die Anlage: „Aber die Folgekosten werden sehr viel h√∂her sein. Das Geb√§ude ist verqualmt und mit Ru√ü √ľberzogen.“ Der d√ľrfte giftig sein, haben doch immerhin Kabel gebrannt.

Die Feuerwehrleute blieben bei dem Einsatz unverletzt.

Als Ursache vermutet die Feuerwehr einen technischen Defekt. Nach Informationen der Redaktion gab es keine Besch√§digungen an den T√ľren, die allesamt aufgeschlossen werden mussten, um zum Brandherd vorzusto√üen.

Anmerkung der Redaktion:
Entgegen anderslautenden Meldungen, beispielsweise des Darmst√§dter Echos und des Mannheimer Morgens, gab es keinen Brand „im“ Saukopftunnel.

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