Freitag, 14. Juni 2019

Das Forum f√ľr Ortsgestaltung und Ortserhaltung fragte: "Wie sollen sich unsere Ortskerne entwickeln?"

Was Hirschberg von M√ľnchingen lernen kann

Hirschberg, 18. Februar 2014. (red/csk) Das Hirschberger Forum f√ľr Ortsgestaltung und Ortserhaltung hatte eingeladen. Und gut 70 G√§ste kamen. Die Entwicklung der Hirschberger Ortsteile – wo soll sie hingehen? Wie kann sie geplant und umgesetzt werden? Das waren die Fragen, mit denen sich die B√ľrger/innen – unter ihnen Gemeinder√§te aller Fraktionen – an diesem Abend besch√§ftigten.¬†Laut Philipp Dechow, einer der Referenten des Abends, sei es wichtig, ¬†f√ľr das Thema ein Bewusstsein zu schaffen. Das hat das Forum zweifelsfrei erreicht. So voll wie an diesem Abend war der Anbau der Alten Turnhalle wohl noch nie. [Weiterlesen…]

Vom 02. bis 05. April Vollsperrung

Vollsperrung Breitgasse Großsachsen

Hirschberg, 25. März 2013. (red/pm) Wegen Tiefbauarbeiten an Kanal- und Hauptwasserleitungen wird die Breitgasse/ L596 in Großsachsen vom 02.04. bis 05.04 2013 voll gesperrt sein.

Information der Gemeinde Hirschberg:

„Die Sperrung f√ľr den Durchgangsverkehr beschr√§nkt sich auf den Stra√üenbereich zwischen der Kreuzung Brunnengasse und Drittelsgasse. Die √∂rtliche Umleitung √ľber die Brunnengasse, Sachsenstra√üe und Hohensachsener Stra√üe ist beschildert. Fragen dazu beantwortet das Bauamt der Gemeinde Hirschberg, Herr Frey, Tel. 06201/ 59843.“

R√ľckblick auf die Ereignisse des Jahres

Mitgliederversammlung 2012 der Freien Wähler

Hirschberg, 29. November 2012. (red/pm) Bei der Mitgliederversammlung der Freien W√§hler Hirschberg in der ‚ÄěRose‚Äú in Leutershausen blickten die Mitglieder zur√ľck auf die Ereignisse des vergangenen Jahres. Der erste Vorsitzende Alexander May schloss die Totenehrung an: Herbert Krebs und Imtrude Bernhard waren in diesem Jahr verstorben.

Information der Freien Wähler Hirschberg:

„In seinem Bericht beleuchtete May die Ereignisse des vergangenen Jahres. Er berichtete vom Hilfeleistungszentrum, vom OEG ‚Äď Ausbau und anderen Ma√ünahmen(wie Seniorenzentrum und Kinderkrippen). Der auf den Tischen liegende Flyer wurde von ihm ebenfalls angesprochen. Bei den Schwerpunkten der Freien W√§hler verwies May auf das Internet. Kurz erw√§hnte er die Schwerpunkte ‚ÄěBildung, Kirche, Brauchtumspflege‚Äú, ‚ÄěEhrenamtliches Engagement‚Äú(Feuerwehrhaus Leutershausen f√ľr Vereine), ‚ÄěFamilie‚Äú, ‚ÄěFinanzen‚Äú(Gewerbesteuer werde steigen, sie bleibe aber unter dem Kreisschnitt; die Schulden seien zwar gestiegen, aber es seien auch entsprechende Verm√∂genswerte dazu gekommen) und ‚ÄěUmwelt‚Äú(Sanierung der Kan√§le sei wichtig, weiterer Ausbau der Photovoltaik werde unterst√ľtzt). Die Finanzen der Freien W√§hler sieht May positiv, man habe ordentlich gewirtschaftet(auch wenn man mehr ausgegeben habe als eingenommen. Die Kosten f√ľr die an die Gemeinde √ľbergebenen B√§nke und den Flyer schl√ľgen halt zu Buch). Beim Haushaltsplan der Gemeinde f√ľr 2013 sieht er es als bedenklich an, dass der geplante √úberschuss von 800.000 ‚ā¨ nur durch Grundst√ľcksverk√§ufe m√∂glich sei. Es sei das Ziel, ausgeglichen zu wirtschaften. F√ľr 2012 erwartet May, dass bei den Einnahmen ein Plus von etwa 800.000 ‚ā¨ herauskommt.

Veranstaltungen 2012

Schriftf√ľhrer Walter Brand nannte die Veranstaltungen der Freien W√§hler in 2012 und z√§hlte die vier Vorstandssitzungen, das Heringsessen, den Besuch bei ABB Heidelberg mit einer Klasse der Drais-Schule, die Teilnahme an der Versammlung des Landesverbandes in Wernau, den Besuch des Biomassekraftwerks der AVR in Sinsheim und des Schlossgartens Schwetzingen, die √úbergabe der B√§nke an die Gemeinde, den Vortrag mit Landrat Stefan Dallinger und die Veranstaltungen Neuer Wein und Zwiebelkuchen und das Martinsgansessen auf.

Petra Fading stellte die Kasse vor, demnach haben die Freien W√§hler im zur√ľckliegenden Jahr rd. 600 ‚ā¨ mehr ausgegeben als eingenommen, sie nannte ebenfalls wie May die Investitionen f√ľr B√§nke und Flyer sowie die Haftpflichtversicherung f√ľr Veranstaltungen. Fading regte an, das bestehende Jugendkonto wieder mit Spenden zu f√ľllen.

Bei den Aussprachen zu den Berichten fragte Manfred Kopp, woher die zu erwartenden Mehreinnahmen f√ľr 2012 i.H.v. von 800.000 ‚ā¨ k√§men. Peter Johe verwies auf die h√∂heren Einkommersteueranteile und die Schl√ľsselzuweisungen.
Volker Barzyk(2. Vorsitzender) best√§tigte, dass die √ľbergebenen B√§nke sehr gut angenommen w√ľrden. Die am Tabakhof vor Jahren √ľbergebene Bank sollte √ľberarbeitet werden.

Kassenf√ľhrung

Die Kassenpr√ľfer Christoph Oeldorf und Dr. Gerd Ewald stellten eine saubere und ordentliche Kassenf√ľhrung fest. Ewald betonte, dass nichts zu beanstanden sei. Die von ihm beantragte Entlastung der Kassiererin und des Gesamtvorstands wurde einstimmig von der Versammlung gew√§hrt.

Bei TOP 6 beantragte May, dass der Beitrag f√ľr Ehepartner (25 ‚ā¨/Jahr) auch f√ľr Partnerschaften ab 2013 gelten soll. Der Antrag wurde einstimmig angenommen, die Satzung wird entsprechend ge√§ndert. – An der Stelle f√ľgte May ein, dass der Newsletter an rd. 200 Empf√§nger versendet werde, er werde sehr gut angenommen.

R√ľckblick

Bei seinem Bericht aus dem Gemeinderat ging Peter Johe zun√§chst auf die von den Freien W√§hlern geforderte Trainingshalle ein. Die auf den Weg gebrachte Standortanalyse pr√ľfe den Anbau an der Sachsenhalle, eine Trainingshalle an einem anderen Standort und den Bau einer gro√üen Halle mit 2000 Sitzpl√§tzen. Das Ergebnis liege noch nicht vor. Johe hatte Zweifel an der gro√üen L√∂sung(zu teuer). ‚Äď Beim Vorhaben bezogenen Bebauungsplan Breitgasse/Drittelsgasse ging er auf den Gegenwind durch die Gr√ľne Liste und die B√ľrgerinitiative Sterzwinkel ein. Sie wollten die Bebauung verhindern, weil eine zu gro√üe Baudichte erfolge, die Fallwinde beeintr√§chtigt seien, ein historischer Gew√∂lbekeller zerst√∂rt werde und die Geb√§ude zu hoch seien. Die Kritik wies der deutlich zur√ľck, die Vorstellungen des Bauherrn hielten sich in allen Punkten im Rahmen des √úblichen und passten sich der Umgebungsbebauung an. Der Keller stehe nicht unter Denkmalschutz.

Gr√ľne Liste und die B√ľrgerinitiative wollten Innenverdichtung, wenn sie jedoch anstehe, dann seien sie dagegen. Er verwies i.d.Z. auch auf die Bebauung Lindenbrunnen in Leutershausen.

‚Äď Bei den Kindergartenpl√§tzen habe es in 2011 einen Engpass gegeben, durch den Anbau am Katholischen Kindergarten in Leutershausen sei das Problem jedoch behoben worden. Dabei habe die politische Gemeinde 90 % der Kosten getragen. Nun seien ausreichend Pl√§tze vorhanden. ‚Äď Bei den Krippenpl√§tzen f√ľr Kleinkinder haben die Eltern ab 01.08.2013 einen Anspruch auf einen entsprechenden Platz. Ende 2011 waren in Hirschberg 73 Pl√§tze vorhanden, es fehlten 100 Pl√§tze. Die Bundesregierung rechne mit einem tats√§chlichen Bedarf von 34 % zum 01.08.2013. In Hirschberg w√ľrden in der Rheinstra√üe(Leutershausen-West) und in der Bahnhofstra√üe zus√§tzliche Pl√§tze rechtzeitig gebaut werden bzw. dazu kommen, so dass in Hirschberg eine Bedarfsabdeckung von √ľber 40 % erreicht werde(entspricht Durchschnittswert im Rhein Neckar Kreis). Sollte der Bedarf gr√∂√üer sein, k√∂nne man im Sterzwinkel weitere Krippenpl√§tze errichten. Nach Johe wird 2014 das Land 68 % der Kosten f√ľr die Krippenpl√§tze √ľbernehmen, gegen√ľber dem jetzigen Zustand eine deutliche Verbesserung f√ľr die Eltern.

‚Äď Der Evang. Kindergarten in Gro√üsachsen wird umgebaut/aufgestockt. Man will damit neuen Vorschriften entsprechen(neben einem Gruppenraum muss auch noch ein kleiner Raum vorgehalten werden). Au√üerdem erwartet man, dass die Ganztagsbetreuung steigen wird. Die Kosten f√ľr den Umbau werden auf 7 ‚Äď 800.000 ‚ā¨ gesch√§tzt, die politische Gemeinde wird davon 90 % √ľbernehmen. Energetische Ma√ünahmen sind dabei noch nicht ber√ľcksichtigt. ‚Äď F√ľr den angedachten Bauernhofkindergarten auf dem Marbacherhof bestand kein Bedarf, daher wurde er von Freien W√§hlern abgelehnt. Der Antrag pro Kindergarten fand keine Mehrheit. Die Gemeinde hat dadurch j√§hrlich rd. 100.000 ‚ā¨ gespart. Der Elternbeitrag w√§re mit 240 ‚ā¨ monatlich sehr hoch gewesen(normal sind 100 ‚ā¨).

‚Äď Das als √Ąrztehaus vorgesehene Feuerwehrhaus Gro√üsachsen ist f√ľr Internisten, Kinder√§rztin, Allgemeinmediziner, Orthop√§de, Apotheke und Physiotherapie gedacht. Der gegebene Bebauungsplan ist daher zu √§ndern. Nach Johe‚Äôs Auffassung sind mit Blick auf die erwartende Verkehrsentwicklung(insbesondere ruhender Verkehr) lenkende Ma√ünahmen notwendig, dabei ist auch die Tiefgarage beim Seniorenzentrum einzubeziehen. Die Verwaltung pr√ľft gegenw√§rtig die n√§chsten Schritte. ‚Äď Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung f√ľr den Sterzwinkel hatten die Freien W√§hler die von BM Just vorgetragene Meinung √ľbernommen. diese wurde von der B√ľrgerinitiative kritisiert. Die Verwaltung wird zur Aussage der B√ľrgerinitiative Stellung nehmen. ‚Äď Johe berichtete weiter von der neuen Anzeigentafel in der Beck-Halle, von der im Werden begriffenen Toilettenanlage auf dem Friedhof in Gro√üsachsen und vom inzwischen zweifelhaft gewordenen Autobahnanschluss L√ľtzelsachsen. Evtl. soll der Standstreifen auf der A 5 zur Fahrbahn umfunktioniert werden. ‚Äď Bei der Werkrealschule(Draisschule) wisse man noch nicht genau, wohin die Reise geht. Eine Arbeitsgruppe untersuche die M√∂glichkeiten, es k√∂nne die Gemeinschaftsschule dabei herauskommen.

54 Kommunen und 550.000 Einwohner

Fritz Bletzer stellte den Rhein Neckar Kreis vor (54 Kommunen und 550.000 Einwohner), der Sozialbereich schlucke rd. 250 Mio ‚ā¨ im Jahr, das entspreche der Kreisumlage. Der im Gesamtetat 2012 zu erwartende √úberschuss von 12 Mio ‚ā¨, gehe in die Schuldentilgung, in die Sanierung von Stra√üen, in Radwege und in den √ĖPNV. ‚Äď Bei der AVR(Tochter des Kreises) gebe es neue Entwicklungen. Das im Juni 2012 besichtigte Biomassekraftwerk habe momentan noch Verlust, da Sinsheim nicht genug W√§rme abnehme. In Rauenberg sei eine Photovoltaikanlage(AVR) geplant. ‚Äď Der Haushaltsplan des Kreises f√ľr 2013 werde am 11.12.12 beraten und danach verabschiedet.

Aus dem Arbeitskreis Jugend war von zwei Veranstaltungen zu berichten, die Sommerrodelbahn wurde im August besucht, im M√§rz hatten die Freien W√§hler mit einer Klasse der Draisschule das Ausbildungscenter von ABB in Heidelberg besichtigt. Es wird das Ziel sein, √§hnliche Veranstaltungen auch in 2013 durchzuf√ľhren.

F√ľr 2013 planen die Freien W√§hler wieder 4 Vorstandssitzungen und gesellige Veranstaltungen wie Heringsessen und Martinsgansessen sowie ‚ÄěNeuer Wein Zwiebelkuchen‚Äú auf dem Obsthof Volk. Weitere Infoveranstaltungen(wie z.B. Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten) sind geplant, sie werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Unter Verschiedenes wurde kritisiert, dass die Ruheb√§nke beim Hilfeleistungszentrum fehl genutzt w√ľrden. Sie seien f√ľr Besucher gedacht gewesen. Sie sollten vorne an der Stra√üe stehen (Klaus Peekel). Manfred Kopp kritisierte den Landesverband der Freien W√§hler in Ba-W√ľ. Mit Blick auf die Kommunalwahlen m√ľsse mehr in der √Ėffentlichkeit geschehen. May sah die St√§rken der Freien W√§hler mehr auf kommunaler Ebene.

Fahrt nach Straßburg

Volker Ehret sah im Verhalten des Landesverbandes Normalit√§t, da kaum hauptamtliches Personal vorhanden sei. ‚Äď Walter Brand berichtete, dass die Fahrt nach Stra√üburg am 16.12.12 ausgebucht ist. ‚Äď Der Fu√üweg zwischen Evang. Kirche und dem Parkplatz am Friedhof in Leutershausen sollte nach Irmgard Ehret besser ausgeleuchtet werden. Werner Volk hatte dies im Gemeinderat vorgetragen, BM Just habe hierf√ľr kein Erfordernis gesehen.

‚Äď Manfred Kopp warnte von der Installation einer Pelletsheizung im Rathaus, die Nachbarn w√ľrden Geruchsbel√§stigung ertragen m√ľssen, er verwies auf die Sachsenhalle. May sah in der Verschiebung der Entscheidung √ľber die Heizungsanlage eine richtige Vorgehensweise. May betonte, dass ihm die Arbeit als 1. Vorsitzender weiterhin Spa√ü mache und dankte den Vorstandskollegen f√ľr die Mitarbeit. Er w√ľnschte eine gute Zeit.“

Diskussion um Breitgassenbebauung gibt Beteiligten Gelegenheit zum Nachdenken

Gr√ľne Liste legt Leitlinien der inner√∂rtlichen Bebauung vor

Hirschberg, 04. Oktober 2012. (red/pm) Die Entscheidung zur Bebauung des Areals Drittelsgasse/Breitgasse 41 ist am 26. September im Gemeinderat wie erwartet gefallen. Die GLH hielt und h√§lt die nun getroffene Entscheidung des Gemeinderates f√ľr falsch, respektiert aber selbstverst√§ndlich die Meinung der Mehrheit im Gremium.

Information der Gr√ľnen Liste Hirschberg:

„Nun darf, entsprechend der vorgeschlagenen Planung des Vorhabentr√§gers, der Heddesheimer Treugrund, gebaut werden. Schon lange vor der Entscheidung des Gemeinderates hatte Treugrund die dort entstehenden Eigentumswohnungen in einem sensiblen Bereich von Gro√üsachsen als ‚ÄěWohnpark am Alten Rathaus‚Äú in Zeitungsinseraten und im Internet beworben.

Nun aber gilt es schleunigst den Blick nach Vorne zu richten. Neue Bauantr√§ge, kleine und gro√üe, gute und schlechte, werden so sicher kommen wie der Advent. Die GLH hat daher auf ihrer letzten Mitgliederversammlung ihre ‚ÄěLeitlinien einer Innenverdichtung in den alten Ortsteilen‚Äú verabschiedet. Darin hei√üt es einleitend: ‚ÄěDas Ortsbild Hirschbergs erf√§hrt in den letzten Jahren eine Ver√§nderung, die in der Bev√∂lkerung nicht immer positiv erlebt wird.‚Äú Kernelemente dieser Leitlinien sind u.a.:

  • Im Falle eines Neubaus sollte zur Erhaltung des historisch gewachsenen Stra√üenbildes die Position der urspr√ľnglichen Geb√§ude an der Stra√üenfront √ľbernommen werden.
  • Die neuen Geb√§ude sollten sich vom Stil her auf die alte Bausubstanz beziehen: Geb√§udeh√∂hen bzw. Kubatur, Dachneigung, Materialien, Fassaden-Strukturierung, Farbgestaltung usw.
  • Scheunen sollten nur dann durch gleich hohe Geb√§ude ersetzt werden, wenn die √§u√üere Gestaltung (Holzverkleidung, Schlankheit des Geb√§udes, etc.) die Architektur der fr√ľheren Scheune aufnimmt. R√ľcksicht auf Ma√üstab und Material sollte die Planungen leiten.
  • Einige markante Scheunen, die an Blickachsen liegen, sollten erhalten bleiben, auch wenn sie nicht mehr als Scheune genutzt werden. Sie sind ortsbildpr√§gend und aus historischer Sicht wertvoll. Ein beratender Architekt k√∂nnte hier √úberzeugungsarbeit leisten, und die Gemeinde den Eigent√ľmern finanziell (z.B. bei einer evtl. notwendigen Renovierung) unter die Arme greifen.
  • Bei der Umwidmung gro√üer Grundst√ľcke im Ortskern sollte die Bev√∂lkerung einbezogen werden, bevor Festlegungen getroffen werden.
  • Alternative Pl√§ne m√ľssen √∂ffentlich zur Diskussion gestellt werden, z.B. in einer B√ľrgerversammlung.
    3D-Darstellung und Phantomstangen auf dem zu bebauenden Grundst√ľck veranschaulichen auch f√ľr Laien die Planungen.
  • Bei gro√üen Grundst√ľcken ist darauf zu achten, dass Gr√ľnfl√§chen und G√§rten erhalten werden. Zum einen um die Durchl√ľftung des Ortes und der Ebene zu erm√∂glichen, zum anderen um den d√∂rflichen Charakter zumindest teilweise zu erhalten.
  • Der Gemeinderat wird aufgefordert eine Erhaltungs- und Gestaltungs- sowie eine Gr√ľnsatzung zu verabschieden und einen unvoreingenommenen Diskurs m√∂glich zu machen.

Eingesessene Hirschberger und junge Familien sind skeptisch

Junge Familien, die sich Hirschberg wegen seines urspr√ľnglichen d√∂rflichen Charakters und seiner unmittelbaren N√§he zur Natur in den letzten Jahren als Wohnort ausgesucht haben, stehen dabei den Eingriffen ins traditionelle Ortsbild ebenso kritisch gegen√ľber, wie alteingesessene Hirschbergerinnen und Hirschberger. Beide f√ľrchten zu Recht, dass Hirschberg seine Unverwechselbarkeit verliert und sich in die bauliche Monotonie der unmittelbaren Mannheimer und Heidelberger Peripherie einreiht.

Das Ergebnis der Planungen sind nicht selten Bauwerke, die von vielen B√ľrgern als Bruch im Gef√ľge des Ortsbildes gesehen werden, sei es von den Ausma√üen der Bebauung, als auch von der Architektur.

Derzeit stehen bereits in beiden Hirschberger Ortsteilen etliche Anwesen leer oder sind schon zum Verkauf angeboten. Aus Sicht der GLH muss dar√ľber beraten werden, wie mit diesen Grundst√ľcken umgegangen werden soll. Die Hirschberger Gr√ľnen sorgen sich dabei um das Erscheinungsbild Hirschbergs, das Gefahr l√§uft beliebig zu werden und seine traditionell-b√§uerlich gepr√§gte Identit√§t aufs Spiel zu setzen.

Die GLH schl√§gt daher nach den Erfahrungen beim Baugebiet Drittelsgasse/Breitgasse allen Beteiligten vor, die sich bietende Chance einer gewachsenen Sensibilisierung in der Gemeinde zum Schutz des Ortsbildes zu nutzen. Hirschberg muss Wege finden, sowohl die Bed√ľrfnisse der unmittelbaren Nachbarschaft von Bauprojekten, als auch die W√ľnsche von Bauherren und Gemeinde anzuerkennen. Die gewachsene Umgebung sollte dabei stets wahrgenommen und deutlich st√§rker in den Mittelpunkt gemeinsamer Planungen ger√ľckt werden als bisher.“

Diskussion im Gemeinderat

Respekt, Herr B√ľrgermeister!

Hirschberg, 27. September 2012. (red/sap) Im Hirschberger Gemeinderat gab es bei der Diskussion um die Bebauung in der „Breitgasse/Drittelsgasse“ einen heftigen Schlagabtausch. Mancher Gemeinderat verfehlte dabei den guten Ton. Der B√ľrgermeister blieb, wie so oft, souver√§n, kritisierte aber die emotionalen Schwingungen.

Kommentar: Sabine Prothmann

Akribisch und in klaren Worten, wie es nunmal seine Art ist, fasste B√ľrgermeister Manuel Just in der Gemeinderatssitzung vom 25. September zum wiederholten Mal die „Historie“ um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ zusammen. Beleuchtete Fragen und Argumente und stellte klar:

Ich als B√ľrgermeister komme zu dem Ergebnis, dass man alle Einw√§nde ausr√§umen konnte.

Und klar war auch, dass sich ein Teil des Gemeinderates, die Fraktion der Gr√ľnen Liste Hirschberg (GLH), seiner Argumentationskette nicht w√ľrde anschlie√üen k√∂nnen oder wollen.

Aber unterschiedliche Meinungen und Überzeugungen gehören nun mal in einen Gemeinderat. Das ist schließlich Demokratie. Und das ist gut so.

Weniger gut war die Art, wie ein Teil der Hirschberger Fraktionen – und das betraf eindeutig nicht die CDU und nicht die SPD – begann, Spitzen zu verteilen und unsachlich aufeinander rum zu hacken – teilweise unter der G√ľrtellinie.

Just sprach von Porzellan, das zu Bruch gegangen sei und von Grenzen, die √ľberschritten wurden. Dennoch blieb der B√ľrgermeister ruhig und h√∂rte sich mit einer von au√üen betrachtet bewundernswerten Disziplin an, was einzelne Gemeinder√§te der anderen drei Fraktionen vom Stapel lie√üen. Als w√§re er der Erfinder der „Politik des Geh√∂rtwerdens“.

Da wurde polemisiert und beleidigt. Der eine redete sich in Rage, der nächste verteilte niveaulose Spitzfindigkeiten und der nächste begann am Ende der Diskussion wieder beim Anfang.

Dem anderen zuh√∂ren, stand eindeutig nicht auf der Tagesordnung. Und so kaute man wieder und blieb berechenbar. Das Ergebnis war demnach weder √ľberraschend noch wirklich interessant und auch das ist anscheinend Demokratie, denn so macht man’s ja auch schlie√ülich in Berlin. Bedauerlich, dass man auf der kleinen die gro√üe B√ľhne nachahmt – wo doch das bundespolitische Theater schon langweilig genug ist.

Wenig verwunderlich, dass Gemeinderat Dr. Horst Metzler (SPD) sagte: „Ich wollte zuh√∂ren und warten, ob ich was Neues h√∂re, aber dies war nicht der Fall.“

Schade, wenn die Diskussion um ein Projekt in Grabenk√§mpfe ausartet. Dem m√∂chte keiner wirklich zuh√∂ren, sicher auch nicht die wenigen Hirschberger B√ľrger, die gekommen waren.

Und so muss man Karl Heinz Treiber Recht geben, wenn er sagt: „Mancher wird sich nach dieser Sitzung als Gewinner f√ľhlen, aber wir sind alle Verlierer.“

Doch, anders als er meinte, wurde nicht die „Schlacht“ um den Bebauungsplan, sondern die um den guten Ton verloren.

Respekt, Herr B√ľrgermeister! Ich h√§tte nicht so ruhig bleiben k√∂nnen. Mir w√§re vermutlich die Hutschnur geplatzt.

In der Breitgasse/Drittelsgasse wird gebaut

Heftige Diskussion und wenig Neues

Hinter dieser Mauer wird demnächst gebaut. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 27. September 2012. (red/sap) Lange wurde dar√ľber diskutiert, jetzt wurde es entschieden: In der Breitgasse/Drittelsgasse wird gebaut. Die Stellungsnahmen der Gemeinderatsfraktionen waren teils kontrovers und, wie B√ľrgermeister Just betonte, hoch „emotional“.

Von Sabine Prothmann

Vorsorglich hatte die Hirschberger Verwaltung den Besucherbereich bis ins Foyer des Ratssaal bestuhlt. Man hatte wohl mit viel Andrang, vor allem von der „Gegnerseite“ gerechnet.

Doch viele St√ľhle blieben leer und nur gut zehn Hirschberger B√ľrgerinnen und B√ľrger waren gekommen, um bei der Entscheidung um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ dabei zu sein.

Die „Historie“

B√ľrgermeister Manuel Just ging eingangs der Sitzung ausf√ľhrlich auf die Historie des „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ ein. In der Breitgasse/Drittelsgasse sollen vier H√§user mit 14 Wohneinheiten entstehen, daf√ľr wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vorgelegt. Erstmals wurde dieser in nicht√∂ffentlicher Sitzung am 29. Februar 2011 beraten.

In der √∂ffentlichen Gemeinderatssitzung am 28. Februar 2012 lag der erste Entwurf vor und wurde – vor allem auch im Hinblick auf die gew√ľnschte Innenverdichtung – einstimmig beschlossen.

„Wir sind uns wohl einig, es geht hier um das ‚Wie‘ und nicht um das ‚Ob'“, erkl√§rte Just.

Zwischen M√§rz und April diesen Jahres hatte eine Offenlage des Bauvorhabens stattgefunden. Die Einw√§nde der Bev√∂lkerung und der GLH konzentrierten sich zum einen auf die H√∂he der Bebauung (bis zu 12,81 Meter), die Massivit√§t und die damit verbundene Versieglung (60 Prozent). Zudem wurde kritisiert, dass das Ortsbild negativ beeinflusst w√ľrde, da die Bebauung von der Breitgasse abr√ľcke. Ein weiterer Kritikpunkt war die Beeintr√§chtigung der inner√∂rtlichen Bel√ľftungsschleuse.

Am 18. Juni 2012 gab es eine Begehung

Aufgrund der eingegangenen Anregungen und Einwendungen hat der Bautr√§ger (TreuGrund Bautr√§gergesellschaft Heddesheim) die H√∂he des zur√ľckversetzten Mehrfamilienhauses auf das Niveau der Bebauung in der Brunnengasse angepasst. Au√üerdem lie√ü er zur Beurteilung der klimatologischen Auswirkungen des Vorhabens auf den Ortsteil Gro√üsachsen ein Klimagutachten erstellen.

Der Gemeinderat beschloss eine erneute Offenlage vom 02. bis zum 16. Juli 2012.

Das Ergebnis war, so Just, „noch mehr Kritik“.

60 Prozent Versiegelung seien viel, aber „die Baunutzungsverordnung l√§sst dies zu“, sagte der B√ľrgermeister. Die Bebauung selbst nehme dabei 35 Prozent ein, weitere 25 Prozent enst√ľnden durch Gehwege, Parkpl√§tze und Nebengeb√§ude. Im Mittel k√§me man auf rund 60 Prozent:

Der Versieglungsgrad im alten Ortskern ist teilweise deutlich höher.

Die Firsthöhe des mittleren Gebäudes wurde auf die Höhe der Bebauung in der Brunnengasse angepasst, man habe jetzt noch eine Überschreitung von zwei Zentimetern.

Das Klimagutachten habe gezeigt, die Bebauung bringe eine m√§√üige Ver√§nderung der Bel√ľftungsschleuse mit sich. Und durch die Bebauung von Nachbargrundst√ľcken (die nicht vom Gemeinderat entschieden werden m√ľssen), kann „der Gr√ľng√ľrtel Morgen schon zunichte gemacht werden“, betonte der B√ľrgermeister.

Eins stehe außer Frage:

Das Ortsbild wird sich verändern.

Durch den Erhalt von Mauer und Toreinfahrt habe man aber wieder eine Hofsituation geschaffen und gleichzeitig auch, durch das Abr√ľcken von der Breitgasse, auch eine bessere Wohnqualit√§t.

Fragen und Antworten

„Warum haben wir nicht √ľber die Alternativplanung der Gr√ľnen Liste beraten?“, fragte der B√ľrgermeister:

Wir haben √ľber das zu entscheiden, was vorliegt.

Nebenbei bemerkte Just, dass in der Alternativplanung nur 11 Stellplätze im Gegensatz zu 20, ausgewiesen waren.

„Warum haben wir nicht an einen anderen Investor verkauft?“, fragte er weiter. „Wir haben uns mit dem auseinanderzusetzen, der erscheint.“

„Warum wurden die Anwohner und Anrainer nicht pers√∂nlich eingeladen?“ Alle B√ľrger wurden zur Gemeinderatssitzung eingeladen, erkl√§rte der B√ľrgermeister und sagte:

Ich als B√ľrgermeister komme zu dem Ergebnis, dass man alle Einw√§nde ausr√§umen konnte.

Dass die geplante Bebauung nicht „ortstypisch“ genug sei, lie√ü Just als einzigen Kritipunkt gelten.

Was die Fraktionen sagten

Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) lobte das Erscheinungsbild der geplanten Bebauung, die im Gemeinderat via 3D-Animation gezeigt wurde.¬† „Da ist nicht das entstanden, was man bef√ľrchtet hat“.

Dr. J√∂rg Boulanger (CDU) verwahrte sich gegen den Vorwurf eines Verfahrensfehlers, das Projekt w√§re „eingehend in und mit der √Ėffentlichkeit diskutiert worden“. Der Gutachter habe die Bef√ľrchtungen hinsichtlich der Klimaauswirkungen widerlegt, so Boulanger. Es g√§be baulich keinen historischen Keller, nur einen Betonkeller und die Scheune sei auch nur gut 80 Jahre alt. Damit kritisierte Boulanger heftig die Einw√§nde, eine historische Anlage werde zerst√∂rt. Dieses Argument sei eine T√§uschung.

Zudem handle es sich um ein Privatgrundst√ľck und nicht um eine Geb√§ude der Gemeinde zur Versch√∂nerung des Ortes. Das Ortsbild bleibe durch Mauer und Hofeinfahrt erhalten:

Es ist gelungen Altes und Neues in Einklang zu bringen.

Ganz anders sah das die GLH. „Das Klimagutachten hat mich nicht bes√§nftigt“, erkl√§rte Karl Heinz Treiber (GLH). „Wir“, so Treiber, „fordern ein Gesamtklimagutachten.“ Und die Visualisierung habe ihn auch √ľberzeugt und zwar davon, dass die Bebauung zu dicht sei:

Die Gebäude sind zu hoch und zu massiv.

Es seien 60 Prozent versiegelt und nicht „nur“ 35 Prozent √ľberbaut. Denn schlie√ülich sei es dem Regenwasser egal, ob es auf auf einen Gehweg oder auf ein Haus f√§llt:

Mancher wird sich nach dieser Sitzung als Gewinner f√ľhlen, aber wir sind alle Verlierer.

Hartmut Kowalinski (FDP) nutzte seine Stellungsnahme dazu, seine Ratskollegen von der GLH heftigst zu kritisieren und Seitenhiebe zu verteilen: „Transparenz, wie die GLH sie versteht, ist Halb- oder Fehlinformation zum Thema Drittelsgasse. Sie titelt in Ihrem Blog ‚ÄěDenkmalzerst√∂rung in Gro√üsachsen‚Äú. Das Denkmalamt aber schreibt und stimmt zu, da vom Planvorhaben keine denkmalrechtlichen Belange betroffen sind.“ Wer, wie die Gr√ľnen, so Kowalinski weiter, in der Vergangenheit Innenentwicklung gefordert habe, m√ľsse sich im Klaren gewesen sein, dass neue Bauherren sich den Bestand in den alten Ortskernen zum Vorbild nehmen w√ľrden.

Mit Blick auf die Zuschauerplätze meinte Kowalinski:

Der gro√üe B√ľrgerprotest bleibt aus.

Grenzen wurde √ľberschritten

„Eine gewisse Emotionalit√§t schwingt mit und ich hoffe, dass sie sich nicht fortsetzt“, kommentierte B√ľrgermeister Just die Stellungsnahmen der Fraktionen. Porzellan sei zu Bruch gegangen und Grenzen wurden √ľberschritten.

„Ich wollte zuh√∂ren und warten, ob ich was Neues h√∂re, aber dies war nicht der Fall“, meinte der SPD-Gemeinderat Dr. Horst Metzler.

„Wir sind keine b√§uerlich gepr√§gte Gemeinde mehr“, so Metzler. Fr√ľher sei Gro√üsachsen ein Stra√üendorf gewesen und der Tabakanbau ein Kennzeichen der Region, „doch diese Situation ist ein f√ľr alle Mal Vergangenheit.“

Wir haben uns von einem bäuerlichen Ort zur Wohngemeinde mit unterschiedlichen Interessen entwickelt.

Abschlie√üend sagte B√ľrgermeister Manuel Just, keiner habe wohl durch den Sachvortrag und oder die Stellungsnahmen sein Abstimmungsverhalten ver√§ndert und so war es das Ergebnis auch alles andere als verwunderlich: Der Gemeinderat verabschiedete mehrheitlich – gegen die vier Stimmen der GLH – den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“.

Gemeinderatssitzung vom 25. September 2012

In der Breitgasse/Drittelsgasse kann jetzt gebaut werden

Hirschberg, 25. September 2012. (red/sap) In der heutigen Gemeinderatssitzung wurde, wie erwartet, der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ mehrheitlich verabschiedet.

Der Hirschberger Gemeinderat stimmte heute bei vier Gegenstimmen der Gr√ľnen Liste Hirschberg (GLH) dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ zu.

Die Gemeinder√§te geizten in ihren Stellungsnahmen nicht mit Tiefschl√§gen gegen√ľber ihren Ratskollegen. Nur gut zehn Hirschberger B√ľrger waren gekommen, um bei der Entscheidung um das f√ľr Hirschberg „vermeintlich hoch brisante“ Thema dabei zu sein. Gegner des Bebauungsplans hatte im Vorfeld zu „zahlreichem“ Erscheinen eingeladen.

Ein ausf√ľhrlicher Bericht folgt.

Breitgasse / Drittelsgasse

Presseerklärung von Einwendern zum Bauprojekt

Hirschberg, 25. September 2012. (red/pm) In der heutigen Gemeinderatssitzung wird voraussichtlich eine Mehrheit f√ľr den Verwaltungsvorschlag Baugebiet Breitgasse/Drittelsgasse stimmen. Verschiedene B√ľrger/innen hatten sich gegen das Projekt gewandt, mahnen eine zu gro√üe Eile und zu wenig √∂ffentliche Beteiligung an.

Information einer Gruppe von Einwendern:

„Wir Einwender wundern uns √ľber die enorme Eile, mit der der Abriss in der Breitgasse vorangetrieben wird. Wir kritisieren ferner, dass √ľber so ein wegweisendes Bauprojekt, das im Ort zum Pr√§zedenzfall werden wird, die √Ėffentlichkeit nur ungen√ľgend informiert bzw. beteiligt wurde.

Die Verhandlungen fanden fast ausschlie√ülich in nicht√∂ffentlichen Sitzungen statt, auch ein Gespr√§ch mit Einwendern schloss bewusst die √Ėffentlichkeit aus. Wir m√ľssen den Eindruck haben, dass hier ein brisantes Thema den B√ľrger/innen der Gemeinde absichtlich vorenthalten werden sollte.

Bei der letzten Sitzung des ATU wurde aus den zahlreichen Einwendungen ausschlie√ülich das Thema ‚ÄěKlimaschutz‚Äú herausgepickt; das Thema ‚ÄěOrtsbild‚Äú wurde ignoriert, ebenso ein √ľberzeugender Gegenentwurf der Gr√ľnen Liste, der das Ortsbild nicht zerst√∂ren w√ľrde.

√úberdies ist das beim ATU pr√§sentierte Klimagutachten als ungen√ľgend zu bezeichnen, da es sich nur auf das vorliegende Grundst√ľck und nicht etwa eine Gesamtplanung f√ľr den Ortskern von Gro√üsachsen ist. Es hat nur den Zweck, zu ‚Äěbeweisen‚Äú, dass das Bauvorhaben dem Kleinklima im Ort nicht schadet.

Auch fragen wir uns, warum ein Kaufinteressent, der die Ensemble-Struktur im Breitgassen-Bereich weitgehend erhalten h√§tte, keine Chance bekommen hat, das Grundst√ľck zu erwerben.

Zumindest hätten wir Einwender erwartet, dass wir rechtzeitig vor der Gemeinderatssitzung die Antworten der Gemeinde zugeschickt bekommen hätten und alle dazu eingeladen worden wären.

Wir hoffen nun, dass unsere Einwendungen im Gemeinderat am Dienstag ausf√ľhrlich besprochen werden, erwarten auch, dass diese von einem neutralen B√ľro und nicht von den Planern des Bauprojekts beantwortet werden.

Da die Gemeindeverwaltung die Einwender nicht eingeladen hat, tun wir dies hiermit und bitten alle, recht zahlreich zu erscheinen.“

Gutachten der Firma √Ėkoplana wurde im ATU vorgestellt und diskutiert

„Gro√üsachsen wird doch nicht zur Steppe“

Hinter dieser Mauer sollen vier Wohneinheiten entstehen. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 14. September 2012. (red/sap) Im Rahmen des Verfahrens zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Breitgasse/Drittelsgasse“ wurden mehrfach Bedenken aus klimatologischer Sicht ge√§u√üert. Diplom-Geograf Achim Burst stellte in der Sitzung des ATUs das Klimagutachten vor und beantwortete Fragen aus den Reihen des Gremiums.

Von Sabine Prothmann

Zur Beurteilung, inwieweit das Vorhaben tatsächliche klimatologische Auswirkungen hat, ließ die  TreuGrund Bauträgergesellschaft Heddesheim ein Klimagutachten erstellen, welches bereits vorgelegt wurde.

Da die Verwaltung gerade dieses Thema im Verfahren als besonders wichtig erachtet, hat man sich dazu entschieden, den Ersteller des Gutachtens,¬† den Diplom-Geograf Achim Burst, von der beauftragten Firma √Ėkoplana zur Erl√§uterung der Inhalte einzuladen.

Eingangs erinnerte B√ľrgermeister Just an die Vorgeschichte: In der Breitgasse/Drittelsgasse sollen vier H√§user mit 14 Wohneinheiten entstehen, daf√ľr wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vorgelegt.

Zwischen M√§rz und April diesen Jahres hatte eine Offenlage des Bauvorhabens stattgefunden. Die Einw√§nde der Bev√∂lkerung und der GLH konzentrierten sich zum einen auf die H√∂he der Bebauung (bis zu 12,81 Meter), die Massivit√§t und die damit verbundene Versieglung. Zudem wurde kritisiert, dass das Ortsbild negativ beeinflusst w√ľrde, da die Bebauung von der Breitgasse abr√ľcke. Ein weiterer Kritikpunkt war die mutma√üliche Beeintr√§chtigung der inner√∂rtlichen Bel√ľftungsschleuse.

Die Einw√§nde f√ľhrten dazu, dass die H√∂he der Bebauung um einige Zentimeter nach unten korrigiert wurde und der Bautr√§ger ein klim√∂kologisches Gutachten erstellen lie√ü.

Eine verk√ľrzte Offenlage erfolgte dann nochmals vom 2. bis zum 16. Juli 2012.

Der Diplon-Geograf Achim Burst erkl√§rte, „wir haben viel Erfahrung mit Untersuchungen entlang der Bergstra√üe“. √Ėkoplana habe schon eine Klimastudie f√ľr die Metropolregion erstellt. Das Klimagutachten reiche von der Bestandaufnahme bis zum Simulationsprogramm. Gro√üsachsen sei durch die Talabwinde sehr beg√ľnstigt,¬†die Kalt- und Frischluft vom Odenwald in den Rheingraben f√ľhre.

Die Lufttemperatur werde maximal um 0,8 Grad steigen, dies sei ein Wert, der kaum zu sp√ľren ist. Dies habe kaum Auswirkungen auf das Bioklima in Gro√üsachsen.

„Die thermische Zusatzbelastung ist r√§umlich eng begrenzt und √ľberschreitet bei Ber√ľcksichtigung gr√ľnordnerischer Festsetzungen nicht das ortstypische Ma√ü“, erl√§uterte Burst und sieht damit keine Probleme f√ľr das ortsspezifische Str√∂mungssystem:

Es ist nicht mit weitreichenden negativen Effekten f√ľr den Kaltluftabfluss aus dem Odenwald zu rechnen.

Denn eine Kaltluftsimulation hatte ergeben, dass die geplante Bebauung das Kaltluftstromvolumen nur um rund f√ľnf Prozent reduzieren werde. Maximal komme es zu einer geringen Abschw√§chung von 6,6 Prozent, die sei jedoch akzeptabel.

Eva- Marie Pfefferle (SPD) wollte wissen, ob der 250 Meter entfernte Kindergarten Beeintr√§chtigungen zu erwarten habe. Burst erkl√§rte, dies sei eindeutig nicht der Fall, „tags√ľber ist gar nichts zu sp√ľren“, nachts k√∂nne es zu geringen Auswirkungen kommen.

Das beratende Mitglied Egon M√ľller (GLH) kritisierte, dass man jetzt nur ein kleines Gebiet von 2,5 Hektar untersucht habe:

Sollte man nicht ein größeres Gebiet untersuchen?

Und wie schaue es mit dem Baugrund au√üenherum aus, wenn weitere Nachbarn bauen wollten? M√ľsste man dies dann ablehnen? Und wo befindet sich f√ľr die Untersuchungen der Nullpunkt beim Kaltluftstromvolumen? Bei welchem Ist-Zustand w√ľrde man bei einem weiteren Gutachten ansetzen?

„Eine gr√∂√üeres Gebiet zu untersuchen war nicht unsere Aufgabenstellung“, entgegnete Burst. Das Schlie√üen einzelner Baul√ľcken h√§tte nur einen marginalen Einfluss, anders sehe es bei einer gro√üfl√§chigen Bebauung aus.

B√ľrgermeister Manuel Just f√ľhrte an, dass die Gemeinde die Planungshoheit f√ľr weitere Bauvorhaben inne habe.

„Das Ergebnis h√§ngt immer von der Fragestellung ab“, sagte Egon M√ľller.

Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) war mit den Ausf√ľhrungen des Gutachters zufrieden:

Sie beruhigen mich, ich hab‘ mir schon Gedanken gemacht, ob Gro√üsachsen zur Steppe wird.

„Mich beunruhigt das schon“, widersprach Karl-Heinz Treiber (GLH) und erinnerte nochmals an den nicht festgesetzten Ist-Zustand.

Die Beeintr√§chtigungen von h√∂chstens 6,6 Prozent seien nur im unmittelbaren Bereich zu sp√ľren, bemerkte nochmals Gemeinderat Peter Johe (FW).

Das beratende Mitglied Ulrich Schulz (SPD) hielt eine Zementierung eines Eckpunkts f√ľr wichtig, hieran k√∂nne sich die Gemeinde orientieren.

Gro√üsachsen und Leutershausen seien bevorzugt durch die Hanglage, sagte Burst, meinte aber auch, ein Leitbild sei f√ľr sp√§tere Entwicklungen sinnvoll, damit man wisse „wohin die Reise geht“.

Auf weitere Einwendungen der GLH entgegnete Burst:

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, je weniger, je niedriger ich baue, umso weniger Auswirkungen habe ich.

Just k√ľndigte an, dass das Bauvorhaben Breitgasse/Drittelsgasse am 25. September auf der Tagesordnung des Gemeinderates stehe.

 

 

 

 

Freien Wähler Hirschberg

Bebauungsplan Breitgasse/ Drittelsgasse in Großsachsen

Presseerklärung der Freien Wähler Hirschberg:

„Mit der beabsichtigten Bebauung des Areals eines an der Breitgasse gelegenen landwirtschaftlichen Geh√∂fts einschl. eines von der Drittelsgasse zu erschlie√üenden Teils des Grundst√ľcks soll eine Nachverdichtung im Ortsetter erfolgen. Diese Absicht wird ausdr√ľcklich ‚Äď √ľbrigens anf√§nglich auch von der Gr√ľnen Liste ‚Äď begr√ľ√üt. Derartige Vorhaben schaffen weiteren, ben√∂tigten Wohnraum, ohne dass in der Summe Neubaufl√§chen im Au√üenbereich erschlossen werden m√ľssen und Landschaftsverbrauch stattfindet. Das eingeleitete vorhabenbezogene Bebauungsplanverfahren soll im Detail die Bebauung regeln. Im Verfahren k√∂nnen Bedenken und Anregungen von Betroffenen vorgetragen werden, wie dies im Rahmen solcher Verfahren √ľblich und notwendig ist.

Die vorhandenen, von den Denkmalschutzbeh√∂rden nicht f√ľr erhaltenswert eingestuften Bauwerke sollen ‚Äď bis auf die fr√§nkische Hofeinfahrt ‚Äď abgebrochen und das Grundst√ľck mit 4 Geb√§uden best√ľckt werden. Auch wenn die 2 Geb√§ude im r√ľckw√§rtigen Bereich der Breitgasse sehr m√§chtig erscheinen m√∂gen, so zeigt doch die f√ľr das Baugebiet festgelegte Grundfl√§chenzahl von 0,4, dass keine √ľberm√§√üige Verdichtung geplant ist. Eine Grundfl√§chenzahl von 0,4 ist in vielen Baugebieten √ľblich und nicht zu beanstanden. Die konkret vorgesehene Bebauung erreicht diese Grundfl√§chenzahl noch nicht einmal. Sie liegt bei lediglich 0,35, d.h. 35 % des Grundst√ľcks werden √ľberbaut. Soweit von den Gegnern der Bebauung mit einer 60 prozentigen √úberbauung argumentiert wird, kann dies nur als Stimmungsmache gegen den Bebauungsplan verstanden werden. Diese Zahl bezieht sich nicht auf die Bauk√∂rper sondern auf alle Fl√§chen, die versiegelt sind, schlie√üt also Hofpflasterungen, KFZ-Stellpl√§tze und √Ąhnliches mit ein. Bei einer Grundfl√§chenzahl von 0,4 l√§sst die Baunutzungsverordnung eine solche Versiegelung ausdr√ľcklich zu. Im √úbrigen ist entgegen dem bestehenden Zustand zuk√ľnftig eine Regenwasserr√ľckhaltung und -nutzung durch Zisternen Bestandteil des Bebauungsplans.

Die Bauherren waren auch bereit, die H√∂he des hinteren der beiden von der Breitgasse aus erschlossenen Geb√§ude zur√ľckzunehmen.

Das eigens angefertigte Klimagutachten f√ľhrt zum Ergebnis, dass im schlimmsten Fall eine Reduzierung der Fallwinde (Luftaustausch von Ost nach West vor allem im Sommer) um 6,6 % erfolgt. Nach den geltenden VDI-Richtlinien ist eine Ver√§nderung durch ein Bauvorhaben von bis zu 10 % als m√§√üig einzustufen.

Die Gegner des Projekts argumentieren auch damit, dass der historische Gew√∂lbekeller zu erhalten sei. Nach Meinung der Freien W√§hler ist es Sache des Bauherrn, ob er ein nicht denkmalgesch√ľtztes Geb√§ude entfernt oder einen mit erheblichen Mehrkosten verbundenen Erhalt einplant. Ebenso sind Vergleiche des Bauvorhabens mit Bebauungsformen wie in Heidelberg – Emmertsgrund abwegig und absurd.

Vertreter der Gr√ľnen Liste bezeichnen das Bauvorhaben innerhalb des Ortsetters als total falsch und fehl am Platz. Die Freien W√§hler k√∂nnen dieser Aussage absolut nicht folgen und auch nicht erkennen, dass das Einhalten von gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien unsinnig sein soll.

Den Freien W√§hler ist unverst√§ndlich, dass die Gr√ľne Liste sich den Argumenten
der B√ľrgerinitiative(BI) Sterzwinkel anschlie√üt. Die BI Sterzwinkel ist den Freien W√§hlern in nicht gerade guter Erinnerung. Verwiesen wird auf die Fotomontage (Baugebiet Sterzwinkel lasse Blick auf die evangelische Kirche nicht mehr zu) oder auf die k√ľrzliche Behauptung, das Baugebiet Sterzwinkel werde nicht angenommen (Wer sehenden Auges diese Aussage √ľberpr√ľft, kann der B√ľrgerinitiative nur einen raschen Gang zum Augenarzt empfehlen oder muss b√∂se Absicht unterstellen) oder auf die Aussage, dass nur 30 % der Bev√∂lkerung Sport treiben und f√ľr diese Minderheit eine Trainingshalle nicht gebaut werden d√ľrfe (wie verh√§lt es sich dann mit den Zusch√ľssen f√ľr Kultureinrichtungen, die von wahrscheinlich deutlich weniger als 30 % der Menschen genutzt werden? Oder wie steht es mit den Zusch√ľssen f√ľr den √Ėffentlichen Personennahverkehr? Sind sie nicht mehr vertretbar, weil zu wenige Menschen den √ĖPNV nutzen? Die Beispiele lie√üen sich fortf√ľhren).

Nach Meinung der Freien W√§hler wird von der BI Sterzwinkel, der Gr√ľnen Liste und anderen Gegnern unsachlich und unverantwortlich argumentiert. Das Vorgehen der B√ľrgerinitiative ist nicht seri√∂s. Dieses an Stimmungsmache grenzende Verhalten (Infost√§nde, Postwurfsendungen) wird entschieden zur√ľckgewiesen. Der B√ľrger soll damit einseitig instrumentalisiert werden, ohne dass ihm die M√∂glichkeit gegeben ist, das Vorhaben mit seinen Vor- und Nachteilen im Gesamten zu beurteilen. Im Rahmen von gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien muss es einem Bauherrn m√∂glich sein, Planungen zu realisieren. Es darf und kann insbesondere nicht von ihm verlangt werden, dass er sein Vorhaben am Geschmack der B√ľrgerinitiative und der GLH ausrichtet. Den ge√§nderten Wohnbed√ľrfnissen der Menschen muss Rechnung getragen werden k√∂nnen.

Die Freien W√§hler Hirschberg werden das Vorhaben an der Breitgasse/ Drittelsgasse in Gro√üsachsen grunds√§tzlich weiter unterst√ľtzen.“

Vorstandssitzung bei den Freien Wählern

Hirschberg, 23. Juli 2012. (red) In einer gut besuchten Vorstandssitzung am 19.07.2012¬† bearbeiteten die Freien W√§hler Hirschberg ihre Grundsatzaussagen, gingen auf das laufende Bebauungsplanverfahren ‚ÄěBreitgasse/Drittelsgasse‚Äú in Gro√üsachsen ein und besprachen erfolgte und anstehende Veranstaltungen. Aus dem Kreis der Teilnehmer wurden Fragen wie L√§rmentwicklung in der Heddesheimerstra√üe in Leutershausen, Ampelschaltungen und die Nutzung von Feldwegen angesprochen.

Von Volker Ehret

Alexander May ging nach der Begr√ľ√üung der zahlreich erschienen Vorstandsmitglieder gleich auf die von Peter Johe neu gefassten Grundsatzaussagen ein.¬† Hervorzuheben sind folgende Punkte: Die Freien W√§hler begr√ľ√üen es, dass Hirschberg an dem Modellversuch teilnehmen kann, bei dem¬† Kinder mit und ohne Behinderung in den Schulen gemeinsam lernen (Inklusion). Auch wenn diese Form des Unterrichts eine Herausforderung f√ľr alle Beteiligten sein wird, hat der Modellversuch die volle Unterst√ľtzung der Freien W√§hler. Bei der Werkrealschule m√ľsse man die Entwicklung landesweit abwarten.

Bei den Finanzen stehe Hirschberg im Vergleich mit anderen Gemeinden trotz der hohen Investitionen beim Hilfeleistungszentrum und f√ľr den OEG-Ausbau immer noch sehr gut da. Dies werde vor Allem deutlich, wenn man das Ergebnis von 2011 ber√ľcksichtige ‚Äď es wurden Mehreinnahmen von rund 1,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Entwicklung best√§tige die Freien W√§hler.

Wie schon wiederholt dargelegt, wird die F√∂rderung des Einzelhandels als nicht einfach eingestuft. Die Gemeinde k√∂nne nur die Rahmenbedingungen verbessern. Das Ziel m√ľsse nach wie vor sein, das Sterben von Einzelhandelsgesch√§ften in Hirschberg zu beenden.

Gewerbepark sichert Zukunft

Den Gewerbepark Hirschberg stufen die Freien W√§hler als richtige Entscheidung ein, sie sehen darin auch eine Sicherung der Zukunftsf√§higkeit.¬† Seine Lage ist weiterhin sehr attraktiv, eine m√∂gliche Erweiterung wird begr√ľ√üt. Dass dabei die verkehrlichen Probleme und die Belastbarkeit der Hirschberger Verkehrswege beachtet werden m√ľssen, wird als selbstverst√§ndlich angesehen.

Die Errichtung einer weiteren Trainingshalle wird nach wie vor als notwendig betrachtet und auch als finanzierbar ‚Äď gerade mit Blick auf das Ergebnis f√ľr 2011 –¬† eingestuft. Windkraftanlagen entlang der Bergstra√üe sollten grunds√§tzlich zul√§ssig sein, dabei m√ľssen eine Abstimmung mit den anderen Gemeinden und St√§dte erfolgen und die Empfehlungen der Fachbeh√∂rden beachtet werden.

Besser verdichten als neu erschließen

Der Vorhaben bezogene Bebauungsplan Breitgasse/Drittelsgasse in Gro√üsachsen wird von den Freien W√§hlern nach wie vor begr√ľ√üt, Innenverdichtung ist grunds√§tzlich der Erschlie√üung neuer Baugebiete vorzuziehen. Im Bebauungsplanverfahren k√∂nnen Bedenken und Anregungen vorgetragen werden, diese B√ľrgerbeteiligung ist wichtig und darf nicht in Frage gestellt werden. Der Stil und auch der Inhalt mancher Beitr√§ge im Zusammenhang mit dem vorgenannten Bebauungsplan lassen jedoch viel Unsachlichkeit erkennen. Stimmungsmache in solchen Verfahren wird abgelehnt. Wenn f√ľr alle Fl√§chen der Ortsetter Gro√üsachsen und Leutershausen die angestrebten Bebauungspl√§ne realisiert sind, werden¬† Innenverdichtungen einfacher zu handhaben sein.

Die letzten Veranstaltungen (Besuch des Biomassekraftwerks der AVR in Sinsheim und Blick hinter die Kulissen im Schlossgarten Schwetzingen) seien erfolgreich gewesen, May dankte den Organisatoren.

Wie zu erfahren war, ist die Fahrt zur Sommerrodelbahn im Rahmen der Ferienspiele bereits wieder ausgebucht. Die Freien W√§hler werden die Teilnehmer mit Privat-PKW nach Kreidach hin und zur√ľck bringen und den Kindern das Herunterflitzen mit den Bobs mit viel Spa√ü und Freude erm√∂glichen.

Lärmende Partyheimfahrer

Aus dem Teilnehmerkreis wurde √ľber st√§ndigen L√§rm an Wochenenden in der unteren Heddesheimer Stra√üe geklagt. Die Belastung gehe von abends 22 Uhr bis mitunter morgens 4 Uhr. Die Folge seien Schlafst√∂rungen bei den Anwohnern. Es wird vermutet, dass Jugendliche im oder beim Jugendhaus oder im Sportstadion lautstarke Feten abhalten und in nicht mehr n√ľchternem Zustand auf dem Weg zum OEG-Bahnhof keine R√ľcksicht auf die Anwohner nehmen.

Diese L√§rmbel√§stigungen gingen schon recht lange, man sei nicht mehr bereit, sie l√§nger zu ertragen. Die Anwohner h√§tten an B√ľrgermeister Manuel Just einen Brief geschrieben und um ein Gespr√§ch gebeten. Die Gemeinde selbst habe auch finanzielle Nachteile, da Sachbesch√§digungen an Gemeindeeigentum durch die Jugendlichen erfolgt seien.

K√ľrzer warten an der Ampel

Auch die Wartezeiten an Ampel best√ľckten Kreuzungen in Hirschberg waren ein Thema des Abends. Die Wartezeiten seien ohne Frage k√ľrzer geworden und zum Teil hinnehmbar. Wenn jedoch ab Ende Juli die Taktverdichtung bei der OEG morgens und nachmittags komme, werden von den Freien W√§hlern gravierende Probleme erwartet.

Aus dem Teilnehmerkreis wurde angeregt zu √ľberpr√ľfen, wie es mit der Nutzung von Wegen stehe, die zwar nur f√ľr landwirtschaftlichen Verkehr zugelassen seien, jedoch zu Bauernl√§den f√ľhren. Daneben stelle sich die Frage, ob Mitglieder der Feuerwehr bei der Anfahrt zum Hilfeleistungszentrum mit ihrem Privat-PKW die Galgenstra√üe benutzen k√∂nnen.¬† Peter Johe will dies bei B√ľrgermeister Just ansprechen.

Alexander May dankte f√ľr den Besuch und wies zum Schluss auf die Veranstaltung im September hin. Am 16.09.2012 laden die Freien W√§hler zu Neuem Wein und Zwiebelkuchen auf dem Obsthof Volk ein.

Anmerkung der Redaktion: Volker Ehret ist Pressereferent der Freien Wähler Hirschberg

Leserbrief zu Breitgasse 41 / Drittelsgasse

„Hier wird ein Denkmal zerst√∂rt“

Hirschberg, 04. Juli 2012. (red/gast/ma)¬† Die Gemeinde Hirschberg plant ihre Ortgebiete Breitgasse 41 / Drittelsgasse neu zu bebauen. Es gibt jede Menge B√ľrgerinnen und B√ľrger, die in dieser Form dagegen sind.

Leserbrief von Rembert Boese:

„Denkmalzerst√∂rung in Hirschberg-Gro√üsachsen durch das Bebauungsplanverfahren Breitgasse/Drittelsgasse.

Ein 499 Jahre altes Bauwerk, wahrscheinlich das √Ąlteste in Gro√üsachsen, soll in der Breitgasse 41 abgerissen werden. ‚ÄúNicht erhaltenswert‚Äú urteilt die Denkmalschutzbeh√∂rde des Regierungspr√§sidiums Karlsruhe! Das kommt dem Heddesheimer Bautr√§ger, der das Bebauungsplanverfahren Breitgasse/Drittelsgasse betreibt, sehr entgegen, denn die Geb√§ude sollen nach seiner Planung alle abgerissen und das Gel√§nde mit vier, zum Teil sehr gro√üen Wohngeb√§uden, dicht bebaut werden.

Mitten in der jahrhundertealten Ortsstruktur wird somit eine Bebauung entstehen wie in einem Neubaugebiet. In der Zustimmung dazu sind sich der B√ľrgermeister und Gemeinderat einig, mit Ausnahme der Gr√ľnen R√§te und bei Stimmenthaltung eines FW-Gemeinderates. Die Mehrheit findet nichts dabei, das Gew√∂lbe und die gesamte fr√§nkische Hofanlage abrei√üen zu lassen.

Sorge um Parkplätze wichtiger als Historie

Die Sorge, ob die Parkpl√§tze f√ľr gro√üe Autos geeignet seien, ist wichtiger als der Umgang mit historischer Bausubstanz.

500 Jahre Baugeschichte Hirschberg-Großsachsen könnte nächstes Jahr gefeiert werden. Die Jahreszahl 1513, die älteste Inschrift Großsachsens befindet sich auf dem Gewölbekeller. Das muss man sich mal vorstellen: 500 Jahre alt! Damals war Martin Luther noch Augustinermönch in Wittenberg, war 1510/11 nach Rom gepilgert und hatte den in Bau befindlichen Petersdom gesehen.

Der Gew√∂lbestein wurde in der gleichen Entstehungszeit gesetzt. Den Drei√üigj√§hrigen Krieg hat er dann √ľberstanden, das Geb√§ude dar√ľber ist m√∂glicherweise dabei abgebrannt, vielleicht im Laufe der Jahrhunderte mehrmals, √∂fters ist es erneuert worden. Im 19. Jhd. wurde dann eine m√§chtige Scheune dar√ľber gebaut. Das alles hat der Gew√∂lbekeller unbeschadet √ľberstanden.

Prägendes Ortsbild wird zerstört

Das soll jetzt alles verschwinden? Zu schnöden Parkplätzen eingeebnet werden? Schotter wird wohl aus den drei behauenen Sandsteinen gemahlen! Dass hier Historie und ein prägendes Ortsbild zerstört wird, ist dabei kein Problem. Der Erhalt eines solchen Baudenkmales ist meiner Meinung nach eine Sache der Wertschätzung der vorangegangenen Generationen. Es ist eine Frage des Kulturbewusstseins und der Identifikation mit dem Ort und seinem historisch wunderschön gestalteten Ortsbild.

Hier wird jetzt ohne wirkliche Not ein Kultur-Gut zerstört. Sicher kann man nicht alles konservieren und belassen wie es immer war. Aber man kann es intelligent neu gestalten. Wunderschöne Wohnhäuser sind so gebaut worden: z.B. in der Kirchgasse 1a und 35a in Großsachsen, wo historische Gewölbekeller formvollendet in einen Neubau integriert worden sind.

B√ľrger – beteiligt Euch!

Alle Hirschberger B√ľrger k√∂nnen versuchen das noch zu verhindern. Im Rahmen des verk√ľrzten vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens Breitgasse/Drittelsgasse k√∂nnen sie mit diesem und anderen Argumenten Einspruch gegen den geplanten Abriss der Hofanlage erheben. Das kann bis zum 16.7. noch geschehen. Der Gemeinderat hat es dann mit seiner Beschlussfassung in der Hand, ob er der vorliegenden, zerst√∂renden Planung zustimmt oder einer Bebauung, die st√§dtebaulich, √∂kologisch und bauhistorisch ausgewogen begr√ľndet ist, den Vorzug gibt. Es w√§re auch ein gutes Beispiel gelungener B√ľrgerbeteiligung bei Planungsprozessen und damit ein Gewinn f√ľr die Gemeinde.

Vorhabenbezogener Bebauungsplan "Breitgasse 41/Drittelsgasse"

Hirschberger B√ľrger fordern eine „zukunftsweisende Alternative“

Hirschbergs B√ľrger k√∂nnen Eingaben zum offengelegten Bebauungsplans der Breitgasse/Drittelsgasse machen - allerdings nur noch bis zum 16. Juli. Quelle: Infoschrift Prof. Dr. Henner Hollert

 

Hirschberg, 04. Juli 2012. (red/ma) Ein ge√§nderter Bebauungsplan f√ľr das Bauvorhaben an der Breitgasse / Drittelsgasse wird in K√ľrze vorgelegt. F√ľr viele ist es unumstritten, dass eine Nachverdichtung Hirschbergs und vieler weiterer Gemeinden notwendig beziehungsweise unumg√§nglich ist. Da aber Siedlungscharakter und der besondere Charme Gro√üsachsens gewahrt bleiben sollen, fordern B√ľrger dringend eine Alternative zum bislang vorliegenden vorhabensbezogenen Bebauungsplan – sie w√ľnschen sich ein Konzept, welches die modernen Aspekte der Siedlungs√∂kologie und Stadtplanung ber√ľcksichtigt.

Wir berichteten am 01. Juli 2012 von der in die n√§chste Runde gegangen Diskussion zum Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“. Die Beteiligung der √Ėffentlichkeit und der Tr√§ger √∂ffentlicher Belange wurde am 28. Februar im Gemeinderat einstimmig beschlossen. Nach der Offenlegung in der Zeit w√§hrend dem 12. M√§rz und 13. April gingen mehrere Schreiben mit Anregungen und Bedenken gegen das geplante Bebauungsvorhaben in der Verwaltung ein.

Hirschberger B√ľrgerinnen und B√ľrger kritisierten vor allem, dass durch die geplante Bebauung die bisherige Hofsituation verloren ginge und damit vor allem auch das typische Hirschberger Stra√üenbild. Die geplanten st√§dtebaulichen Ver√§nderungen w√ľrden eine zu hohe und zu massive Bebauung (60 Prozent √ľberbaute Fl√§che) erwirken – damit eine nicht gew√ľnschte dauerhafte Ver√§nderung des Hirschberger Ortsbildes.

Zudem w√ľrde durch das negative „Vorbild“ ein Pr√§zedenzfall entstehen – und so den Weg f√ľr eine massive Nachverdichtung bei √§hnlichen Bauvorhaben bereiten.

Die Gr√ľne Liste Hirschberg (GLH) beantragte aktuell die Vertagung der Entscheidung – denn zuletzt konnten sich am 18. Juni alle beteiligten Personen bei einem Vororttermin treffen, Planungen er√∂rtern und die verschiedenen Meinungen austauschen. Man w√ľnschte sich mehr Zeit, um Anregungen zu formulieren.

Am Samstag, den 07. Juli 2012 organisieren Hirschberger B√ľrger Informationsst√§nde vor dem Anwesen der betroffenen Familie Glock und vor der Schreibwarenhandlung an der Ecke Breitgasse / B3.

Bebauungsplan ist eine „Katastrophe

Prof. Dr. Henner Hollert, RWTH Aachen University, der den Bebauungsplan f√ľr Hirschberg¬†in der aktuell noch vorliegenden Form aus stadt√∂kologischer Sicht f√ľr eine Katastrophe h√§lt, l√§dt per Informationsschrift zu den Info-St√§nden „Vorhabenbezogener Bebauungsplan Breitgasse 41/Drittelsgasse“ ein.

Auszug aus der Infoschrift:

„Die Bebauung liegt in einer klimasensiblen Frischluftschneise. An der Bergstra√üe bewirken Hangabwinde in Frischluftschneisen eine Abk√ľhlung von bis zu 7-10¬įC. In einem Klimagutachten von Oekoplana (1990) wurde gezeigt, das die Hangabwinde in der Gemeinde Hirschberg eine Abk√ľhlung von bis zu 7 Grad bewirken sowie klimatisch und lufthygienisch von gr√∂√üter Beduetung sind.

Laut diesem Gutachen wirken z.B. die Hangabwinde des Apfelbachtales sich bis √ľber die B3 und sogar bis nach Leutershausen aus. Das Gutachten von Oekoplana mahnte 1990 an, in sehr klimasensiblen Bereichen nur eine eingeschossige Bebauung zuzulassen und einen GRZ von 0,3 nicht zu √ľberschreiten.

Bisher liegt kein geeignetes gro√ür√§umiges Gutachten vor, welches die gesamtklimatischen Auswirkungen der extrem massiven Bebauung darlegt. Die Gemeindeverwaltung zwar ein Gutachten beauftragt hat, welches aber tats√§chlich NUR f√ľr dieses Gebiet gilt, nicht aber f√ľr s√§mtliche Freifl√§chen, welche in der Frischluft schnei√üe liegen.¬†Das ist insbesondere deshalb n√∂tig, da die beiden 6-Familienh√§user zu den 5% der gr√∂√üten H√§user der Gemeinde z√§hlen werden. Sie sollen auch nach dem Einspruch der Mitb√ľrger noch immer bis zu 2 m h√∂her als die direkt angrenzenden H√§user sein! Ein gro√ür√§umiges Klimagutachten ist somit dringend n√∂tig und muss unbedingt die √§lteren Gutachten in Betracht ziehen.

Die Mehrheit des Gemeinderates hat dem Entwurf des ge√§nderten Bebauungsplanes mit erneuter, verk√ľrzter Offenlage am Dienstag, dem 26.06.2012 zugestimmt und schafft damit einen Pr√§zedenzfall f√ľr eine solche Nachverdichtung, die die Inwertsetzung der Gemeinde, das besondere Ortsbild von Hirschberg und die √∂kologischen Funktionen stark beeintr√§chtigen wird.“

Die Hauptkritikpunkte sind nach Auffassung der Kritiker, dass es hier nur um „Gewinnmaximierung“ gehe.¬† Einige Hirschberger B√ľrger h√§tten bereits Interesse an diesen Grundst√ľcken angemeldet, um Einfamilienh√§user zu bauen. Diese Antr√§ge seien jedoch abgelehnt worden. Nun mache es sich der Gemeinderat zu einfach, wenn dieser das gesamte Gebiet einem Investor √ľberl√§sst.

Zudem sei ein gro√ür√§umigs Klimagutachten dringend notwendig, denn die geplante Bebauung sei f√ľr die klimasensible Frischluftschneise und die historische Bebauung in diesem Bereich viel zu massiv. Zudem werde das liebliche und typische Siedlungsbild der Gemeinde an dieser Stelle zerst√∂rt. Weiter sei die Bebauung zu dicht.

Interessierte k√∂nnen sich am Samstag zu der Sicht der Kritiker informieren – die Frist f√ľr die Eingaben an die Gemeinde endet am Montag, 16. Juli 2012 (Anm. d. Red.: Das im Flugblatt genannte Datum 13. Juli 2012 ist falsch).

Das komplette Informationsblatt können Sie hier herunterladen.

Hinweis: Auch die BI Sterzwinkel bietet Informationen und Gr√ľnde f√ľr Eingaben an.

Diskussion zum Bebauungsplan "Breitgasse/Drittelsgasse"

Das Bauvorhaben „Breitgasse/Drittelsgasse“ geht in die n√§chste Runde

Nur Mauer und Hoftor sollen in der Breitgasse erhalten bleiben. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 01. Juli 2012. (red/sap) Hirschberger Gemeinderat beschlie√üt den ge√§nderten Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ in Gro√üsachsen. Die GLH beantragte im Vorfeld die Vertagung des Beschlussfassung.

Von Sabine Prothmann

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 28. Februar 2012 einstimmig den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Breitgasse/Drittelsgasse sowie die Beteiligung der √Ėffentlichkeit und der Tr√§ger √∂ffentlicher Belange im vereinfachten Verfahren beschlossen.

Darufhin fand in der Zeit vom 12. M√§rz bis zum 13. April dieses Jahres eine Offenlage im Hirschberger Rathaus statt. Einige B√ľrgerinnen und B√ľrger haben von dieser M√∂glichkeit der Einsichtnahme Gebrauch gemacht und insgesamt gingen schlie√ülich 13 Schreiben mit Anregungen und Bedenken gegen das Vorhaben bei der Verwaltung ein.

Die Hauptkritikpunkte waren:

  • Bebauung nicht direkt an der Breitgasse, sondern zur√ľckversetzt; Hofsituation geht verloren und damit auch das ortstypische Stra√üenbild
  • 60 Prozent √ľberbaute Fl√§che sind zu viel
  • Bebauung zu massiv und hoch
  • Negatives Vorbild; Gefahr eines Pr√§zedenzfalles f√ľr √§hnlich massive Nachverdichtung
  • Gefahr der dauerhaften Ver√§nderung des Ortsbildes
  • Beeintr√§chtigung der inner√∂rtlichen Bel√ľftungsschneisen und ihrer klimatologischen Funktion; √úberhitzungsschutz des Ortes wird beeintr√§chtigt
  • Bebauung geht auf Kosten des inner√∂rtlichen Gr√ľng√ľrtels

Aufgrund der eingegangenen Anregungen und Einwendungen hat die Verwaltung Ende April ein Gespr√§ch mit der Vorhabentr√§gerin gef√ľhrt. Ziel war es, die einzelnen Kritikpunkte zu er√∂rtern und die H√∂he des zur√ľckversetzten Mehrfamilienhauses auf das Niveau der Bebauung in der Brunnengase anzupassen.

Diesem Wunsch ist die Vorhabenträgerin nach Meinung der Verwaltung nachgekommen und der First ist nun knapp ein Meter niedriger und erreicht fast exakt die Höhe des benachbarten Doppelhauses in der Brunnengasse.

Zur Beurteilung inwieweit das Vorhaben klimatologische Auswirkungen auf den Ortteil Großsachsen hat, wurde durch die Vorhabensträgerin ein Klimagutachten in Auftrag gegeben.

In den Vorlagen f√ľr die Gemeinderatssitzung gab es zun√§chst nur eine Kurzstellungsnahme der Firma „√Ėkoplana“ aus Mannheim, das komplette Gutachten lag erst bei der Sitzung als Tischvorlage vor.

GLH beantragt auf Vertagung

Das f√ľhrte dazu, dass J√ľrgen Steinle f√ľr die GLH einen Antrag auf Vertagung des Tagesordnungspunktes stellte:

Wir sind nicht gegen die Verdichtung, aber wir wollen erst die Unterlagen bewerten.

Er habe f√ľr dieses Vorgehen Verst√§ndnis, erkl√§rte B√ľrgermeister Manuel Just.¬† „Doch heute geht es nur um einen Entwurf“,¬† und das Klimagutachten flankiere nur den Entwurf und „spielt nur bedingt eine Rolle“:

Ich w√ľrde gerne vorankommen.

F√ľr den Antrag der GLH stimmten nur die drei Gemeinder√§te der GLH – die Mehrheit stimmte dagegen.

Laut der Stellungsnahme der Firma „√Ėkoplana“ lassen die vorliegenden Kenntnisse √ľber die Hang- und Talabwinde entlang der Bergstra√üe zwischen Heidelberg und Weinheim vermuten, dass die bauliche Inanspruchnahme der bisherigen Gr√ľnfl√§chen nur kleinr√§umige Klimaeffekte bewirkt. Eine nachhaltige gro√ür√§umige Abschw√§chung der Be- und Durchl√ľftung sowie Zunahme der thermischen Belastung sei nicht zu erwarten.

Am 08. Mai hatten die Mitglieder des Hirschberger Gemeinderates bei einer Ortsbegehung die Gelegenheit, sich ein eigenes Bild zu machen und am 18. Juni gab es einen weiterern Vororttermin, bei dem alle Personen zugegen waren, die betreffenden B√ľrgerinnenen und B√ľrger, die Mitglieder des Gemeinderates und des Ausschusses f√ľr Technik und Umwelt sowie die Vorhabenstr√§gerin. Hier hatte man Gelegenheit, die Planungen zu er√∂rtern und die verschiedenen Meinungen auszutauschen. Bedenken, die nicht ausger√§umt werden konnten, k√∂nnen in einem erneuten Offenlageverfahren wiederholt vorgetragen werden.

Erneute Offenlage f√ľr 14 Tage

Die √Ąnderungen des Entwurfs des Bebauungsplans gehen zugunsten der B√ľrgerinnen und B√ľrger, die Einw√§nde ge√§u√üert haben, dennoch soll es eine weitere M√∂glichkeit der Einsichnahme – diesmal aber auf 14 Tage verk√ľrzt – geben.

Durch die Erhaltung von Mauer und Hoftor bleibe der Charakter einer geschlossenen Front erhalten, argumentierte der B√ľrgermeister, bei einer Bebauung direkt an der Stra√üe w√ľrde eindeutig die Wohnqualit√§t gemindert und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Es handle sich nicht um eine 60prozentige √úberbauung, sondern um eine √úberbauung von 40 Prozent plus Privatstra√üe und Stellpl√§tze, also eine Versieglung von 60 Prozent. Und das sei ein durchaus orts√ľblicher Wert. Die Kritik, die Bebauung sei zu massiv und zu hoch, konnte die Verwaltung jedoch nachvollziehen und nun seien die Geb√§ude in der Firsth√∂he auf gleichem Niveau.

Just verwies auch darauf, man diskutiere hier zwar um ein „wie“, aber nicht um ein „ob“:

Das Projekt muss wirtschaftlich bleiben.

Die Gemeinde k√∂nne zwar Einfluss nehmen, aber man m√ľsse auch auf den Willen des Grundstuckeigent√ľmers achten, unterstrich Dr. J√∂rg Boulanger (CDU). Die Mauer und das Tor, sowie die √úberdachung der Stellpl√§tze w√ľrden das Gro√üsachsener Ortsbild aufnehmen, so Boulanger.

Fritz Bletzer (FW) zeigte zwar Verst√§ndnis daf√ľr, dass sich B√ľrgerinnen und B√ľrger zur Wehr setzen, meinte aber auch:

In den Nachbargemeinden sieht man nix und hört man nix.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) lobte den Entwurf und die geplante Innenverdichtung, dies sei „zukunftsorientiert“. Auf der einen Seite Wirtschaftlichkeit und auf der anderen Seite Illusion und dazwichen nichts, dieses Bild sei ihm zu einfach, kritisierte Karl Heinz Treiber (GLH). Die SPD zeige hier hier sozialdemokratisches Denken, und an Eva-Marie Pfefferle gewandt, sagte Karl Heinz Treiber:

Aus solchem Denken ist der Emmertsgrund (Heidelberg) entstanden.

Ein Einvernehmen sehe f√ľr ihn anders aus und er wolle sich mit dem Gutachten befassen, das h√§tte als Beratungsgrundlage vorher auf dem Tisch liegen m√ľssen.

Just entgegenete:

Auch das permanente Wiederholen macht es nicht richtiger.

Und verwies nochmals darauf, man sei lediglich beim Entwurf. Bei drei Gegenstimmen (GLH) und einer Enthaltung von Thomas Th√ľnker von den Freien W√§hlern wurde dem ge√§nderten Entwurf des vorhabenenbezogenen Bebauungsplans „Breitgasse/Drittelsgasse“ sowie der erneuten Offenlage von 14 Tagen zugestimmt.