Freitag, 07. Juni 2019

Fritz Bletzer erneut gewählt

Posse um Wahl der B√ľrgermeisterstellvertreter

Hirschberg, 18. September 2014. (red/csk) Mit 16 von 19 m√∂glichen Stimmen wurde Fritz Bletzter der dienst√§lteste Gemeinderat erneut „erster“ hinter Manuel Just. Zum zweiten Stellvertreter wurde CDU-Gemeinderat Christian W√ľrz gew√§hlt – mit 18 von 19 Stimmen. Der Wahl war eine kleine, feine Posse vorausgegangen. [Weiterlesen…]

Gemeinderat genehmigt Bauvoranfrage

Streitpunkt „H√§uslebau“

Hirschberg, 02. August 2014. (red/csk) Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung √ľber eine Bauvoranfrage zu entscheiden. Es ging um ein Einfamilienhaus mit Balkon und Garage – auf einem sehr ung√ľnstig geschnittenem Grundst√ľck. Der Ausschuss f√ľr Umwelt und Technik hatte „gestritten“, wie es B√ľrgermeister Manuel Just ausdr√ľckte. Und die Entscheidung weitergegeben an den Gemeinderat. Am Ende einer langen Diskussion attestierte Manuel Just: „Der Gemeinderat tut sich nicht leichter als der ATU.“ Am Ende gibt es aber doch die M√∂glichkeite f√ľr ein „H√§usle“. [Weiterlesen…]

Sanierung der Laufbahn und Kleinspielfelder am Sportzentrum

„Schmerzlich aber tolerierbar“

Hirschberg, 02. August¬†2014. (red/csk) So ganz kommt die Kostensch√§tzung nicht hin. Gut 40.000 Euro zus√§tzliche Kosten werden bei der Sanierung der Laufbahn und der Kleinspielfelder auf die Gemeinde zukommen. Die Kostensteigerung sei „schmerzlich aber tolerierbar“, sagte B√ľrgermeister Manuel Just. Dringlicher war die Diskussion dar√ľber, wie man die neuen Anlagen vor Zerst√∂rung sch√ľtzt. Und auch hier nochmal: die Kosten. [Weiterlesen…]

Freie Wähler stärkste Fraktion, SPD gewinnt, die anderen bleiben unverändert

Zuk√ľnftig 20 Gemeinder√§te in Hirschberg

26. Mai 2014. (red/csk) Von 18 geht es hoch auf 20 Sitze im Hirschberger Gemeinderat. Das besagt das vorl√§ufige Endergebnis der Kommunalwahl. Zwei Ausgleichssitze sind es, die auf die Freien W√§hlern sowie die CDU entfallen. Die Freien W√§hler werden mit sechs Sitzen zuk√ľnftig st√§rkste Partei sein. Die SPD gewinnt einen Sitz dazu aufgrund ihres Zugewinns an W√§hlerstimmen. Die Gr√ľnen k√∂nnen trotz leichter Zugewinne keinen weiteren Sitz ergattern. Sie werden weiterhin mit vier Sitzen vertreten sein. Die FDP beh√§lt trotz Verlusten zwei Mandate.¬† [Weiterlesen…]

Präsentation der Ortskernentwicklung im Gemeinderat

Den Wandel gestalten. Die Identität bewahren.

Hirschberg, 05. Mai 2014 (red/csk) Was im Februar bereits etliche Hirschberger besch√§ftigte, kam nun auch im Gemeinderat zum Tragen: die Ortskernentwicklung. Auf Antrag der Freien W√§hler und der CDU wurde das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. In einer Pr√§sentation referierten Anja G√∂hringer und Phillip Dechow, beide vom Internationalen Stadtbauatelier Stuttgart, √ľber die M√∂glichkeiten von Entwicklungskonzepten in historischen Ortskernen. [Weiterlesen…]

Gemeinderat bezieht sachkundige Eltern- und Schulvertreter beratend ein

„Das k√∂nnte sarkastisch ankommen.“

Hirschberg, 27. M√§rz 2014. (red/csk) Die Sanierung der Karl-Drais-Schule soll in mehreren Bauabschnitten √ľber einen mittelfristigen Zeitraum erfolgen. Eltern- und Schulvertreter sollen bei dem Projekt in die Planung miteinbezogen werden. Daher beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass jeweils drei Sachkundige aus Elternvertretung und Schulleitung in alle beteiligten Gremien bis zum Abschluss der Sanierungen¬†mit einbezogen werden. Dort werden sie zwar nicht abstimmen d√ľrfen, aber Rederecht haben und sollen eine beratende Funktion einnehmen. [Weiterlesen…]

Breitgefächerte Kandidatenliste

SPD Hirschberg stellt Liste f√ľr die Kommunalwahl auf

Hirschberg, 26. Februar 2014. (red/pm) Die SPD Hirschberg hat haben ihre Kandidaten f√ľr die Mannheimer Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aufgestellt. [Weiterlesen…]

Gemeinderat dreht sich im Kreis - B√ľrgermeister Just ver√§rgert

Zähe Debatte um die Sanierung der Turnhalle in Großsachsen

Hirschberg, 26. Februar 2014. (red/jsc) Die Notwendigkeit der Sanierung der „Alten Turnhalle“ in Gro√üsachsen wurde dem Gemeinderat bereits vor einem Jahr dargestellt. Nun soll es gem√§√ü der im Oktober vergangenen Jahres aufgestellten Priorit√§tenliste los gehen. Im Gemeinderat kam der Entschluss jedoch erst nach langer Diskussion zustande: Es wurde √ľber die gleichen Probleme diskutiert wie vor einem Jahr. Ein Vorschlag des B√ľrgermeisters brachte schlie√ülich die L√∂sung.

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Das politische Verhältnis der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim ist zutiefst gestört

Enttäuschte Verlässlichkeiten

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Heddesheim/Hirschberg, 27. September 2013. (red) Die unterschiedliche Entscheidung zum Thema Gemeinschaftsschule zementiert das zutiefst gest√∂rte politische Verh√§ltnis zwischen den B√ľrgermeistern und Gemeinder√§ten der Nachbargemeinden. Die Gr√ľnde sind vielf√§ltig und nicht erst durch diese Entscheidung bedingt. Und ganz sicher ist die Schule mittlerweile ein Wahlkampfthema. [Weiterlesen…]

Erneuerung der Heizungsanlage im Rathaus

Gas statt Pellets sorgt f√ľr „aufgeheizte“ Debatte

Hirschberg, 15. Mai 2013. (red/ae) Im November vergangenen Jahres beriet der Gemeinderat √ľber die Erneuerung der Heizungsanlage im Rathaus. Nach langen √úberlegungen wurde dem Gemeinderat vom Ausschuss f√ľr Technik und Umwelt die Erneuerung der Heizungsanlage in der Variante „Gasbrennwertkessel“ nahgelegt. Diese Empfehlung stie√ü im Gemeinderat auf viel Kritik. [Weiterlesen…]

Auch Mehrkosten f√ľr die Sanierung des Pumpenturms werden gedeckelt.

Gemeinderat tr√§gt die Mehrkosten f√ľr die Sanierung des ev. Kindergarten

Hirschberg, 31. Januar 2013. (red/aw/jkr) In der ersten Sitzung des Hirschberger Gemeinderats im Jahr 2013 konnten gleich zwei Sanierungsfinanzierungen abschlie√üend beschlossen werden. Der Gemeinderat stimmte sowohl den Mehrkosten von rund 141.000 Euro f√ľr die Dachaufstockung und energetische Sanierung des evangelischen Kindergartens in Gro√üsachsen zu, als auch den √ľperplanm√§√üigen Ausagben f√ľr die Sanierung des Pumpenturms von rund 9.5000 Euro. Allerdings erfolgten die Beschl√ľsse nicht ganz ohne Kritik an der generellen Kostensch√§tzung der Gemeinde und ihren beauftragten Unternehmern.

Um jeden Kind eine Betreuungsmöglichkeit ab dem vollendeten dritten Lebensjahr bieten zu können, musste die Gemeinde Hirschberg umdenken und die vorhandenen Angebote ausbauen. Dies geschah mit dem Beschluss des Gemeinderates im Sommer 2011, als der An- bzw. Ausbau des Kindergartens in Großsachsen bewilligt wurde. Jetzt stellt die Gemeinde fest, dass dieser Anbau zumindest derzeit nicht mehr benötigt wird.

Dank eines Ausbaus des katholischen Kindergarten in Leutershausen, hat die Gemeinde bereits die M√∂glichkeit zwei neue Kindergartengruppen zu schaffen. Eine Gruppe hat sich bereits im Herbst 2012 gebildet. Durch diese zus√§tzlichen Pl√§tze wird ein Anbau an den evangelischen Kindergarten aktuell √ľberfl√ľssig. Der Gemeinderat beschloss daher von einem Anbau zum jetztigen Zeitpunkt abzusehen.

Hirschberg könnte mit einer zweiten Gruppe im katholischen Kindergarten in Leutershausen insgesamt 338 Betreuungsplätze schaffen,

so B√ľrgermeister Manuel Just. Zwar w√ľrde dann nicht jeder Familie ihr Wunsch-Kindergarten im bevorzugten Ortsteil zur Verf√ľgung stehen, aber es k√∂nnten zuk√ľnftig auch ohne Anbau des evangelischen Kindergartens, alle Kinder untergebracht werden.

Alle Hirschberger Kinder hätten einen Betreuungsplatz

Die Dachaufstockung sowie die energetische Sanierung des evangelischen Kindergarten haben aber breits stattgefunden oder werden in naher Zukunft erfolgen. Die Dachaufstockung garantiert einen Raumgewinn, die Sanierung mit Steinwolle eine bessere D√§mmung. Die Frage, ob denn teure Steinwolle n√∂tig ist, wenn vielleicht auch Styropor als D√§mmmittel reicht, wurde aufgrund der Brennbarkeit der beiden Stoffe zu Gunsten der teuren Steinwolle entschieden. Die Mehrkosten von rund 9.000 Euro f√ľr die nicht brennbare Steinwolle seien hier „gut investiert“.

Die maximalen Investitionen der Gemeinde wurden mit einem Kostenzuschuss von 90 Prozent, maximal allerdings 680.000 Euro festgelegt. Auch, wenn der Beschluss einstimmig erfolgte, blieb die urspr√ľngliche Kostensch√§tzung von 458.000 Euro nicht ganz ohne Kritik.

Ebenso, wie die Mehrkosten f√ľr die Sanierung des Pumpenturms. Fast 9.500 Euro mehr wurden daf√ľr ausgebeben. Einem Beschlussantrag, diese Kosten mit eingesparten Kosten an Kanalbauma√ünahmen zu deckeln wurde zugestimmt. Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich f√ľr den Erhalt „dieses ortspr√§genden Instrumentes“ (Matthias Dallinger, CDU) und „Wahrzeichens der Gemeinde“ (J√ľrgen Steinle, Gr√ľne Liste Hirschberg) aus.

Der SPD bleibt die Notwendigkeit der Pumpenturm-Sanierung verborgen

Lediglich der SPD bleibt die „Notwendigkeit des Ausbaus verborgen“, so Eva-Marie Pfefferle, Fraktionssprecherin der SPD. Die Sanierung h√§tte nicht in diesem Umfang erfolgen m√ľssen, zumal die Raumnutzung derzeit gar nicht m√∂glich sei. Die SPD stimmte, wie bereits bei dem Beschluss der Sanierung des Pumpenturms im Sommer 2011, gegen den Beschlussantrag.

Die Mehrkosten bei der Sanierung kamen vor allem durch den zun√§chst nicht geplanten Erhalt von Fenstern sowie einer aufw√§ndigeren Fassadensanierung zu stande. Mit der Deckung der zus√§tzlichen Ausgaben, durch Wenigerausgaben an anderer Stelle werden die zur Verf√ľgung gestellten Mittel im Haushaltsplan 2012 nicht √ľberschritten.

Sitzung des Ausschusses f√ľr Technik und Umwelt

F√ľnf Bauvorhaben f√ľr Wohnh√§user in Leutershausen

Hirschberg, 17. Januar 2013. (red/tt/sap) Der Ausschuss f√ľr Technik und Umwelt (ATU) hat allen Anfragen und Antr√§gen f√ľr Bau- und Aufstockungsvorhaben in Leutershausen zugestimmt.

Umbau einer Scheune zu einem Einfamilienhaus in der Großsachsener Straße

Eine Bauvoranfrage wurde¬†am 13. Dezember 2012 beim B√ľrgermeisteramt¬†f√ľr einen Umbau einer Scheune in der Gro√üsachsener Stra√üe 12 in Leutershausen gestellt. Um diese nach Wunsch der Angeh√∂rigen in einem Einfamilienhaus umbauen zu k√∂nnen, m√ľssen mehrere baurechtliche Fragen gekl√§rt werden: Die Zustimmung zur Errichtung des geplanten neuen Geb√§udes mit zwei Vollgeschossen wird vom dem ATU empfohlen.

Bauliche Details zu Kniestock und Dachneigung werden differenzierter betrachtet. An das Baurechtsamt ergehen Hinweise zur einzuhaltenden Gesamth√∂he, die 11,60 nicht √ľberschreiten solle und zur bestehenden Denkmaleigenschaft des Geb√§udes. ¬†Auf dem rund 1.000 Quadratmeter gro√üen¬†Grundst√ľck steht bereits ein Einfamilienhaus mit verschiedenen Nebengeb√§uden.

Zur Diskussion kam es wegen der Giebelmauer der Scheune, die unter Denkmalschutz steht.  Denn an dieser Stelle befinden sich die Reste des ehemaligen Stadttores von Leutershausen.

Das beratende Mitglied Egon M√ľller (GLH) schlug vor, im Beschlussvorschlag den Denkmalschutz st√§rker hervorzuheben. Und auch Thomas Herdner (GLH) forderte: „Die Mauer ist aus Denkmalgr√ľnden zu erhalten“.

Dies sei an dieser Stelle nicht zu diskutieren, betonte B√ľrgermeister Just, es handle sich schlie√ülich nur um eine Bauvoranfrage.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass der Bauherr, die Mauer in den Neubau integrieren werde.

Bei einer Enthaltung (Karlheinz Treiber, GLH) und einer Gegenstimme (Thomas Herdner, GLH) gab der ATU sein Einvernehmen zur Bauvoranfrage.

Teilaufstockung eines Wohnhauses im Beinweg

Ein Kenntnisgabeverfahren wurde am 20. Dezember 2012 beim B√ľrgermeisteramt zur Teilaufstockung eines Wohnhauses im Beinweg 1 in Leutershausen angezeigt. Mit zwei Wohneinheiten und einem Kosmetikstudio soll die Garage neben dem Wohnhaus aufgestockt werden. Die Verwaltung ist der Ansicht, dass die¬†Voraussetzungen¬†f√ľr die gew√ľnschten Befreiungen vom Baurecht in Bezug auf Bauweise und -gestaltung m√∂glich sind.¬†Der ATU stimmte der Teilaufstockung einstimmig zu

Neubau eines Einfamilienhauses in der Vordergasse

Ein Bauantrag zum Abbruch eines massiven Gartenhauses und eines Schuppens sowie zum Neubau eines Einfamilienhauses in zweiter Reihe der Vordergasse 5b in Leutershausen wurde am 17. Dezember beim B√ľrgermeisteramt gestellt. Der Bauvoranfrage war am 02. Oktober 2012 zugestimmt worden. Die Bauweise in zweiter Reihe ist in der n√§heren Umgebung √ľblich. Der ATU stimmte auch diesem Bauantrag einstimmig zu.

Einfamilienhaus in der Bahnhofstraße

Ein Bauantrag im vereinfachten Verfahren zur Errichtung eines Einfamilienhauses in der Bahnhofstra√üe 10 b in Leutershausen wurde am 21. Dezember 2012 gestellt. Das betreffende Grundst√ľck ist in drei Teilst√ľcke unterteilt. Das Ortsbild wird davon nicht beeintr√§chtigt, so dass eine Pr√ľfung positiv ausfiel. Der Bauvoranfrage warbereits am 11. Januar 2010 zugestimmt worden.¬†Der ATU erteilte erneut einstimmig das Einvernehmen dazu.

Teilaufstockung eines Zweifamilienhauses im Burgweg

Ein Bauantrag zur Teilaufstockung eines Zweifamilienhauses im Burgweg 18 in Leutershausen wurde am 21. Dezember beim B√ľrgermeisteramt eingebracht. Eine Obergeschosserweiterung wurde bereits 2004 genehmigt. Bei der jetzt neu geplanten Teilaufstockung f√§llt die √úberschreitung der zul√§ssigen Geschossfl√§chenzahl mit 7,5 Prozent gegen√ľber urspr√ľnglich 12 Prozent wesentlich geringer aus. Insgesamt hat das Bauvorhaben nicht mehr den Umfang der Genehmigung von 2004 und beinhaltet auch nicht mehr die damals genehmigte Befreiung von der zul√§ssigen Traufh√∂he. Der ATU erteilte auch diesem Bauantrag einstimmig sein Einvernehmen.

Ausschuss f√ľr Technik und Umwelt am 13. November

„Belebung“ der Breitgasse durch Hebammenpraxis

Hirschberg, 15. November 2012. (red/sap) Die Hebammenpraxis „Familienteam“ zieht von der Heddesheimer Stra√üe in die Breitgasse. ATU bewilligt Nutzungs√§nderung. Zustimmung auch f√ľr ein Staffelgeschoss mit Flachdach in der Birkenstra√üe in Gro√üsachsen.

F√ľr eine Wohnung in der Breitgasse 29 in Gro√üsachsen wurde ein Bauantrag zur Nutzungs√§nderung in Kursr√§ume f√ľr die Hebammenpraxis „Familienteam“. Die Hebammenpraxis hatte bislang R√§ume in der Heddesheimer Stra√üe, die sie aber bis Jahresende aufgeben m√ľssen. Deshalb mussten sich die vier Mitarbeiterinnen ein neues Anwesen suchen und haben es in der Breitgasse auch gefunden.

Geplant ist die Einrichtung von je einem Kurs- bzw. Beratungungsraum, ein Aufenthaltsraum, ein Abstellraum und je ein Kunden- und ein Personalsanitärraum. Die Räume werden von den vier Mitarbeiterinnen genutzt, wobei jeweils immer nur ein Kurs stattfinden soll.

Die T√§tigkeiten, die k√ľnftig dort ausge√ľbt werden sollen, umfassen die Geburtsvorbereitung f√ľr Schwangere, R√ľckbildungskurse, Psychologische Beratung und Diagnostik, Schwangerschafts- und Elternberatung, Eltern-Kind-Kurse (bis ein Jahr), Pilates und Yogakurse f√ľr Frauen.

Dieser Bereich der Breitgasse ist geprägt von Wohngebäuden und Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich stören, daher kann das Gebiet als Mischgebiet eingeschätzt werden. Hier sind Freiberufler zugelassen, zu denen auch Hebammen, Masseure und Krankengymnasten zählen.

Dementsprechend stehen der Einrichtung von Kursr√§umen in der beschriebenen Art an dieser Stelle aus bauplanungsrechtlicher Sicht keine Gr√ľnde entgegen.

Die Frage der erforderlichen Stellpl√§tze wurde mit dem Landratsamt gekl√§rt. Die ben√∂tigten zwei Stellpl√§tze werden im Hof des Anwesens nachgewiesen. Die f√ľr dieses Projekt notwendige Barrierefreiheit wird durch eine mobile Rampe, die bei Bedarf √ľber die Eingangstreppe im Hof geschoben werden kann, hergestellt.

„Das sorgt wortw√∂rtlich f√ľr Belebung der Breitgasse“, meinte zustimmend Dr. J√∂rg Boulanger (CDU). Und auch Thomas Th√ľnker (Freie W√§hler), Karl Heinz Treiber (GLH), Oliver Reisig (FDP) und Eva-Marie Pfefferle stimmten dem Antrag zu. Allein die Parkplatzsituation sei bedenklich, sagte Eva-Marie Pfefferle.

Der Bauantrag wurde einstimmig bef√ľrwortet.

Flachdach in der Birkenstraße bewilligt

Einstimmig wurde vom ATU auch der Antrag auf Bauvorbescheid zum Umbau des Dachgeschosses in ein Staffelgeschoss mit Flachdach und einer Trauf- bzw. Attikahöhe von 9,16 Meter in der Birkenstraße in Großsachsen verabschiedet.

Im Januar 2012 hatte der ATU bereits eine Baugenehmigung f√ľr die Wohnhausaufstockung mit einem Mansard-Walmdach erteilt.

B√ľrgermeister Just merkte an, dass in der Umgebungsbebauung auch weitere Flachd√§cher zu finden sind.

Die beratenden Mitglieder Egon M√ľller (GLH), Uli Schulz (SPD) und Gemeinderat Oliver Reisig (FDP) befanden die nun vorgesehene Bebauung als nicht so massiv wie das urspr√ľnglich geplante Mansard-Walmdach.

B√ľrgermeister Manuel Just machte zudem den Vorschlag, dass die Gemeinde f√ľr den Bereich Birkenstra√üe/Jahnstra√üe einen Bebauungsplan aufstellen sollte, um so rechtzeitig weiteren nicht gewollten st√§dtebaulichen Entwicklungen entgegen zu wirken. Dies traf auf einhellige Zustimmung.

Gutachten der Firma √Ėkoplana wurde im ATU vorgestellt und diskutiert

„Gro√üsachsen wird doch nicht zur Steppe“

Hinter dieser Mauer sollen vier Wohneinheiten entstehen. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 14. September 2012. (red/sap) Im Rahmen des Verfahrens zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Breitgasse/Drittelsgasse“ wurden mehrfach Bedenken aus klimatologischer Sicht ge√§u√üert. Diplom-Geograf Achim Burst stellte in der Sitzung des ATUs das Klimagutachten vor und beantwortete Fragen aus den Reihen des Gremiums.

Von Sabine Prothmann

Zur Beurteilung, inwieweit das Vorhaben tatsächliche klimatologische Auswirkungen hat, ließ die  TreuGrund Bauträgergesellschaft Heddesheim ein Klimagutachten erstellen, welches bereits vorgelegt wurde.

Da die Verwaltung gerade dieses Thema im Verfahren als besonders wichtig erachtet, hat man sich dazu entschieden, den Ersteller des Gutachtens,¬† den Diplom-Geograf Achim Burst, von der beauftragten Firma √Ėkoplana zur Erl√§uterung der Inhalte einzuladen.

Eingangs erinnerte B√ľrgermeister Just an die Vorgeschichte: In der Breitgasse/Drittelsgasse sollen vier H√§user mit 14 Wohneinheiten entstehen, daf√ľr wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vorgelegt.

Zwischen M√§rz und April diesen Jahres hatte eine Offenlage des Bauvorhabens stattgefunden. Die Einw√§nde der Bev√∂lkerung und der GLH konzentrierten sich zum einen auf die H√∂he der Bebauung (bis zu 12,81 Meter), die Massivit√§t und die damit verbundene Versieglung. Zudem wurde kritisiert, dass das Ortsbild negativ beeinflusst w√ľrde, da die Bebauung von der Breitgasse abr√ľcke. Ein weiterer Kritikpunkt war die mutma√üliche Beeintr√§chtigung der inner√∂rtlichen Bel√ľftungsschleuse.

Die Einw√§nde f√ľhrten dazu, dass die H√∂he der Bebauung um einige Zentimeter nach unten korrigiert wurde und der Bautr√§ger ein klim√∂kologisches Gutachten erstellen lie√ü.

Eine verk√ľrzte Offenlage erfolgte dann nochmals vom 2. bis zum 16. Juli 2012.

Der Diplon-Geograf Achim Burst erkl√§rte, „wir haben viel Erfahrung mit Untersuchungen entlang der Bergstra√üe“. √Ėkoplana habe schon eine Klimastudie f√ľr die Metropolregion erstellt. Das Klimagutachten reiche von der Bestandaufnahme bis zum Simulationsprogramm. Gro√üsachsen sei durch die Talabwinde sehr beg√ľnstigt,¬†die Kalt- und Frischluft vom Odenwald in den Rheingraben f√ľhre.

Die Lufttemperatur werde maximal um 0,8 Grad steigen, dies sei ein Wert, der kaum zu sp√ľren ist. Dies habe kaum Auswirkungen auf das Bioklima in Gro√üsachsen.

„Die thermische Zusatzbelastung ist r√§umlich eng begrenzt und √ľberschreitet bei Ber√ľcksichtigung gr√ľnordnerischer Festsetzungen nicht das ortstypische Ma√ü“, erl√§uterte Burst und sieht damit keine Probleme f√ľr das ortsspezifische Str√∂mungssystem:

Es ist nicht mit weitreichenden negativen Effekten f√ľr den Kaltluftabfluss aus dem Odenwald zu rechnen.

Denn eine Kaltluftsimulation hatte ergeben, dass die geplante Bebauung das Kaltluftstromvolumen nur um rund f√ľnf Prozent reduzieren werde. Maximal komme es zu einer geringen Abschw√§chung von 6,6 Prozent, die sei jedoch akzeptabel.

Eva- Marie Pfefferle (SPD) wollte wissen, ob der 250 Meter entfernte Kindergarten Beeintr√§chtigungen zu erwarten habe. Burst erkl√§rte, dies sei eindeutig nicht der Fall, „tags√ľber ist gar nichts zu sp√ľren“, nachts k√∂nne es zu geringen Auswirkungen kommen.

Das beratende Mitglied Egon M√ľller (GLH) kritisierte, dass man jetzt nur ein kleines Gebiet von 2,5 Hektar untersucht habe:

Sollte man nicht ein größeres Gebiet untersuchen?

Und wie schaue es mit dem Baugrund au√üenherum aus, wenn weitere Nachbarn bauen wollten? M√ľsste man dies dann ablehnen? Und wo befindet sich f√ľr die Untersuchungen der Nullpunkt beim Kaltluftstromvolumen? Bei welchem Ist-Zustand w√ľrde man bei einem weiteren Gutachten ansetzen?

„Eine gr√∂√üeres Gebiet zu untersuchen war nicht unsere Aufgabenstellung“, entgegnete Burst. Das Schlie√üen einzelner Baul√ľcken h√§tte nur einen marginalen Einfluss, anders sehe es bei einer gro√üfl√§chigen Bebauung aus.

B√ľrgermeister Manuel Just f√ľhrte an, dass die Gemeinde die Planungshoheit f√ľr weitere Bauvorhaben inne habe.

„Das Ergebnis h√§ngt immer von der Fragestellung ab“, sagte Egon M√ľller.

Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) war mit den Ausf√ľhrungen des Gutachters zufrieden:

Sie beruhigen mich, ich hab‘ mir schon Gedanken gemacht, ob Gro√üsachsen zur Steppe wird.

„Mich beunruhigt das schon“, widersprach Karl-Heinz Treiber (GLH) und erinnerte nochmals an den nicht festgesetzten Ist-Zustand.

Die Beeintr√§chtigungen von h√∂chstens 6,6 Prozent seien nur im unmittelbaren Bereich zu sp√ľren, bemerkte nochmals Gemeinderat Peter Johe (FW).

Das beratende Mitglied Ulrich Schulz (SPD) hielt eine Zementierung eines Eckpunkts f√ľr wichtig, hieran k√∂nne sich die Gemeinde orientieren.

Gro√üsachsen und Leutershausen seien bevorzugt durch die Hanglage, sagte Burst, meinte aber auch, ein Leitbild sei f√ľr sp√§tere Entwicklungen sinnvoll, damit man wisse „wohin die Reise geht“.

Auf weitere Einwendungen der GLH entgegnete Burst:

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, je weniger, je niedriger ich baue, umso weniger Auswirkungen habe ich.

Just k√ľndigte an, dass das Bauvorhaben Breitgasse/Drittelsgasse am 25. September auf der Tagesordnung des Gemeinderates stehe.

 

 

 

 

ATU-Sitzung am 11. September 2012

Hat Heddesheim „ein Herz f√ľr Bergstr√§√üer“?

Hirschberg, 12. September 2012. (red/sap) Hirschberg setzt sich f√ľr sechsstreifige A5 und weiteren Autobahnanschluss ein, so die Stellungsnahme des ATUs zum Ma√ünahmeplan Landstra√üe des Generalverkehrsplans Baden-W√ľrttemberg

Nachdem der Generalverkehrsplan Baden-W√ľrttemberg von der Landesregierung am 14. Dezember 2010 verabschiedet wurde, hat das Ministerium f√ľr Verkehr und Infrastruktur (MVI) nun den Entwurf des Ma√ünahmeplans Landesstra√üen erarbeitet und dem Ministerrat und dem Landtag vorgelegt. Das MVI gibt den kommunalen Landesverb√§nden nun Gelegenheit, zu dem Entwurf bis Ende September Stellung zu nehmen. In diesem Rahmen erhalten jetzt auch die Kommunen die M√∂glichkeit, ihre Bedenken und Anregungen zu dem Entwurf vorzutragen.

In der Projektliste sind nur wenige Stra√üenprojekte im Rhein-Neckar-Kreis enthalten. Ma√ünahmen, die die Gemeinde Hirschberg direkt oder indirekt betreffen, sind nicht vorgesehen, berichtete B√ľrgermeister Manuel Just.

Auch die Anmeldung der favorisierten Ortsrandstra√üe sei an dieser Stelle fehl am Platz, so Just, da es hier um die gew√ľnschte Verlagerung einer Bundesstra√üe geht. Dennoch h√§lt es die Verwaltung f√ľr geboten auch in diesem Zusammenhang auf die besondere Verkehrssituation im Ortsteil Gro√üsachsen hinzuweisen, um eine L√∂sung des Problems langfristig herbeizuf√ľhren.

Die Stadt Weinheim habe nun auf den sechsspurigen Ausbau der A5 zwischen Kreuz Heidelberg und n√∂rdlicher Landesgrenze und auf einen weiteren Autobahnanschluss „Weinheim S√ľd“ (auf der H√∂he L√ľtzelsachsen und Muckensturm) hingewiesen und Hirschberg wolle nun der „Stadt Weinheim zur Seite springen“, erkl√§rte der B√ľrgermeister.

Dies sei eine Erinnerung an die Landesregierung nach dem Motto „vergesst uns nicht, unser Verkehrsproblem liegt im Argen“.

Letztlich benötige Hirschberg vermutlich beides, den Anschluss und die Ortsrandstraße, ergänzte Just.

F√ľr den Anschluss ben√∂tige man aber auch die Unterst√ľtzung von Heddesheim, denn der Anschluss liege zum gro√üen Teil auf deren Gemarkung.

Heddesheim soll jetzt beweisen, dass sie uns zur Seite stehen und ein Herz f√ľr die Bergstr√§√üer haben,

forderte Gemeinderat Fritz Bletzer (Freie Wähler) und spielte damit auf die Verkehrsprobleme, die durch  Pfenning und den Edeka-Ausbau entstehen, an. Dies sei ein Zeichen von Größe, so Bletzer.

Und auch Gemeinderätin Eva-Marie Pfefferle sagte:

Wir m√ľssen Heddesheim in die Planung mit einbeziehen.

Der Beschlussvorschlag lautete: Dem Ma√ünahmenplan Landstra√üen des Verkehrsplans Baden-W√ľrttemberg wird zugestimmt. Die Gemeinde Hirschberg bittet darum, dass sich das Ministerium f√ľr Verkehr und Infrastruktur nachdr√ľcklich daf√ľr einsetzt, dass der sechsstreifige Ausbau der A5 zwischen Kreuz Heidelberg und n√∂rdlicher Landesgrenze baldm√∂glichst realisiert wird. Zus√§tzlich bittet die Gemeinde Hirschberg darum, sich f√ľr einen weiteren Autobahnanschluss „Weinheim S√ľd“ einzusetzen.

Der ATU stimmte einstimmig zu.

Ausschuss f√ľr Technik und Umwelt

Streusalzsilo erleichtert k√ľnftig den Winterdienst

Hirschberg, 11. Juli 2012. (red/sap) Ein Salzsilo f√ľr den Bauhof, Reparatur der St√ľtzwand im alten Ortskern von Leutershausen und die Verabschiedung des Abfallwirtschaftsplans – gef√§hrliche Abf√§lle. Der ATU entschied einstimmig und ohne gro√üe Diskussionen.

Im Rahmen des Neubaus des Kommunalen Hilfeleistungszentrums Hirschberg ist geplant, zur Durchf√ľhrung des Winterdienstes ein Streusalzsilo f√ľr den Bauhof anzuschaffen.

Bislang mussten die R√§um- und Streufahrzeuge mit 25 bzw. 50 Kilogramm schweren Streusalzs√§cken von Hand beladen werden. Durch das Salzsilo ist die Beladezeit deutlich verk√ľrzt. Auch wird die k√∂rperliche Belastung der Bauhofmitarbeiter beim Verladen des Streusalzes deutlich verringert.

Bei einer beschränkten Ausschreibung wurden sechs Firmen angeschrieben, die auch alle ein Angebot abgegeben haben.

Nach Pr√ľfung der Angebote ist die Firma Salzkontor Kurpfalz GmbH aus Kronau der g√ľnstigste Anbieter.

Im Haushaltsplan 2012 sind f√ľr die Anschaffung eines Streusalzsilos 36.000 Euro bereit gestellt.

Zur Wahl standen zwei Silovarianten, eine aus Holz und die andere aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Mit rund 40.500 Euro ist das Holzsilo um rund 3.000 Euro teurer als die Kunststoffvariante, die rund 27.700 Euro kostet.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass das Aufstellen eines Silos, eine gro√üe Erleichterung f√ľr die Mitarbeiter des Bauhofs bringe werde.

Und auch wenn Eva-Marie Pfefferle (SPD) das Holzsilo h√ľbscher und Karl Heinz Treiber die „Aufbordung“ des Holzsilos ansprechender fand, entschied sich der ATU einstimmig f√ľr die Vergabe an die Firma Salzkantor und zwar in Kunststoff.

St√ľtzwand¬† „Im Burgweg“ muss repariert werden

Im April wurde auf Grund eines Aufprallschadens, vermutlich durch einen LKW, die St√ľtzwand „Im Burgweg“ stark besch√§digt.

Der Verursacher des Schadens konnte nicht ermittelt werden. Die Sandsteinst√ľtzwand befindet sich im Anschluss an die Kreuzung Martin-St√∂hr-Stra√üe/Burgweg/Obergasse, im alten Ortskern von Leutershausen.

Um eine Schadensausbreitung und somit eine Beeintr√§chtigung der Standsicherheit zu verhindern, wurde die Mauer gepr√ľft, die Reparaturkosten gesch√§tzt und Angebote eingeholt.

Die Pr√ľfung ergab die Note „ausreichend“ f√ľr die Mauer, so dass vorerst keine gr√∂√üeren Sanierungsma√ünahmen anstehen, berichtete der B√ľrgermeister.

F√ľr die Reparaturarbeiten gab die Firma Gerhard Will aus Schriesheim mit rund 4.500 Euro das g√ľnstigste Angebot ab. Zus√§tzlich sind f√ľr das Ingenieurb√ľro Schulz Honorarkosten entstanden.

Der ATU stimmte einstimmig der Vergabe der Reparatur an die Firma Gerhard Will zu und genehmigte die außerplanmäßigen Ausgaben von insgesamt 6.000 Euro.

Aufgrund europarechtlicher und bundesrechtlicher Vorgaben ist jedes Bundesland gehalten, Abfallwirtschaftspl√§ne aufzustellen. F√ľr die gef√§hrlichen Abf√§lle ist ein eigener Plan aufzustellen. Der Ausschuss f√ľr Technik und Umwelt stimmte dem Abfallwirtschaftsplan Baden-W√ľrttemberg – Teilplan gef√§hrliche Abf√§lle – einstimmig zu.

Diskussion zum Bebauungsplan "Breitgasse/Drittelsgasse"

Das Bauvorhaben „Breitgasse/Drittelsgasse“ geht in die n√§chste Runde

Nur Mauer und Hoftor sollen in der Breitgasse erhalten bleiben. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 01. Juli 2012. (red/sap) Hirschberger Gemeinderat beschlie√üt den ge√§nderten Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ in Gro√üsachsen. Die GLH beantragte im Vorfeld die Vertagung des Beschlussfassung.

Von Sabine Prothmann

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 28. Februar 2012 einstimmig den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Breitgasse/Drittelsgasse sowie die Beteiligung der √Ėffentlichkeit und der Tr√§ger √∂ffentlicher Belange im vereinfachten Verfahren beschlossen.

Darufhin fand in der Zeit vom 12. M√§rz bis zum 13. April dieses Jahres eine Offenlage im Hirschberger Rathaus statt. Einige B√ľrgerinnen und B√ľrger haben von dieser M√∂glichkeit der Einsichtnahme Gebrauch gemacht und insgesamt gingen schlie√ülich 13 Schreiben mit Anregungen und Bedenken gegen das Vorhaben bei der Verwaltung ein.

Die Hauptkritikpunkte waren:

  • Bebauung nicht direkt an der Breitgasse, sondern zur√ľckversetzt; Hofsituation geht verloren und damit auch das ortstypische Stra√üenbild
  • 60 Prozent √ľberbaute Fl√§che sind zu viel
  • Bebauung zu massiv und hoch
  • Negatives Vorbild; Gefahr eines Pr√§zedenzfalles f√ľr √§hnlich massive Nachverdichtung
  • Gefahr der dauerhaften Ver√§nderung des Ortsbildes
  • Beeintr√§chtigung der inner√∂rtlichen Bel√ľftungsschneisen und ihrer klimatologischen Funktion; √úberhitzungsschutz des Ortes wird beeintr√§chtigt
  • Bebauung geht auf Kosten des inner√∂rtlichen Gr√ľng√ľrtels

Aufgrund der eingegangenen Anregungen und Einwendungen hat die Verwaltung Ende April ein Gespr√§ch mit der Vorhabentr√§gerin gef√ľhrt. Ziel war es, die einzelnen Kritikpunkte zu er√∂rtern und die H√∂he des zur√ľckversetzten Mehrfamilienhauses auf das Niveau der Bebauung in der Brunnengase anzupassen.

Diesem Wunsch ist die Vorhabenträgerin nach Meinung der Verwaltung nachgekommen und der First ist nun knapp ein Meter niedriger und erreicht fast exakt die Höhe des benachbarten Doppelhauses in der Brunnengasse.

Zur Beurteilung inwieweit das Vorhaben klimatologische Auswirkungen auf den Ortteil Großsachsen hat, wurde durch die Vorhabensträgerin ein Klimagutachten in Auftrag gegeben.

In den Vorlagen f√ľr die Gemeinderatssitzung gab es zun√§chst nur eine Kurzstellungsnahme der Firma „√Ėkoplana“ aus Mannheim, das komplette Gutachten lag erst bei der Sitzung als Tischvorlage vor.

GLH beantragt auf Vertagung

Das f√ľhrte dazu, dass J√ľrgen Steinle f√ľr die GLH einen Antrag auf Vertagung des Tagesordnungspunktes stellte:

Wir sind nicht gegen die Verdichtung, aber wir wollen erst die Unterlagen bewerten.

Er habe f√ľr dieses Vorgehen Verst√§ndnis, erkl√§rte B√ľrgermeister Manuel Just.¬† „Doch heute geht es nur um einen Entwurf“,¬† und das Klimagutachten flankiere nur den Entwurf und „spielt nur bedingt eine Rolle“:

Ich w√ľrde gerne vorankommen.

F√ľr den Antrag der GLH stimmten nur die drei Gemeinder√§te der GLH – die Mehrheit stimmte dagegen.

Laut der Stellungsnahme der Firma „√Ėkoplana“ lassen die vorliegenden Kenntnisse √ľber die Hang- und Talabwinde entlang der Bergstra√üe zwischen Heidelberg und Weinheim vermuten, dass die bauliche Inanspruchnahme der bisherigen Gr√ľnfl√§chen nur kleinr√§umige Klimaeffekte bewirkt. Eine nachhaltige gro√ür√§umige Abschw√§chung der Be- und Durchl√ľftung sowie Zunahme der thermischen Belastung sei nicht zu erwarten.

Am 08. Mai hatten die Mitglieder des Hirschberger Gemeinderates bei einer Ortsbegehung die Gelegenheit, sich ein eigenes Bild zu machen und am 18. Juni gab es einen weiterern Vororttermin, bei dem alle Personen zugegen waren, die betreffenden B√ľrgerinnenen und B√ľrger, die Mitglieder des Gemeinderates und des Ausschusses f√ľr Technik und Umwelt sowie die Vorhabenstr√§gerin. Hier hatte man Gelegenheit, die Planungen zu er√∂rtern und die verschiedenen Meinungen auszutauschen. Bedenken, die nicht ausger√§umt werden konnten, k√∂nnen in einem erneuten Offenlageverfahren wiederholt vorgetragen werden.

Erneute Offenlage f√ľr 14 Tage

Die √Ąnderungen des Entwurfs des Bebauungsplans gehen zugunsten der B√ľrgerinnen und B√ľrger, die Einw√§nde ge√§u√üert haben, dennoch soll es eine weitere M√∂glichkeit der Einsichnahme – diesmal aber auf 14 Tage verk√ľrzt – geben.

Durch die Erhaltung von Mauer und Hoftor bleibe der Charakter einer geschlossenen Front erhalten, argumentierte der B√ľrgermeister, bei einer Bebauung direkt an der Stra√üe w√ľrde eindeutig die Wohnqualit√§t gemindert und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Es handle sich nicht um eine 60prozentige √úberbauung, sondern um eine √úberbauung von 40 Prozent plus Privatstra√üe und Stellpl√§tze, also eine Versieglung von 60 Prozent. Und das sei ein durchaus orts√ľblicher Wert. Die Kritik, die Bebauung sei zu massiv und zu hoch, konnte die Verwaltung jedoch nachvollziehen und nun seien die Geb√§ude in der Firsth√∂he auf gleichem Niveau.

Just verwies auch darauf, man diskutiere hier zwar um ein „wie“, aber nicht um ein „ob“:

Das Projekt muss wirtschaftlich bleiben.

Die Gemeinde k√∂nne zwar Einfluss nehmen, aber man m√ľsse auch auf den Willen des Grundstuckeigent√ľmers achten, unterstrich Dr. J√∂rg Boulanger (CDU). Die Mauer und das Tor, sowie die √úberdachung der Stellpl√§tze w√ľrden das Gro√üsachsener Ortsbild aufnehmen, so Boulanger.

Fritz Bletzer (FW) zeigte zwar Verst√§ndnis daf√ľr, dass sich B√ľrgerinnen und B√ľrger zur Wehr setzen, meinte aber auch:

In den Nachbargemeinden sieht man nix und hört man nix.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) lobte den Entwurf und die geplante Innenverdichtung, dies sei „zukunftsorientiert“. Auf der einen Seite Wirtschaftlichkeit und auf der anderen Seite Illusion und dazwichen nichts, dieses Bild sei ihm zu einfach, kritisierte Karl Heinz Treiber (GLH). Die SPD zeige hier hier sozialdemokratisches Denken, und an Eva-Marie Pfefferle gewandt, sagte Karl Heinz Treiber:

Aus solchem Denken ist der Emmertsgrund (Heidelberg) entstanden.

Ein Einvernehmen sehe f√ľr ihn anders aus und er wolle sich mit dem Gutachten befassen, das h√§tte als Beratungsgrundlage vorher auf dem Tisch liegen m√ľssen.

Just entgegenete:

Auch das permanente Wiederholen macht es nicht richtiger.

Und verwies nochmals darauf, man sei lediglich beim Entwurf. Bei drei Gegenstimmen (GLH) und einer Enthaltung von Thomas Th√ľnker von den Freien W√§hlern wurde dem ge√§nderten Entwurf des vorhabenenbezogenen Bebauungsplans „Breitgasse/Drittelsgasse“ sowie der erneuten Offenlage von 14 Tagen zugestimmt.

Ausschuss f√ľr Technik und Umwelt tagte am 12. Juni 2012

Schmetterlingsdach f√ľr die neue Kinderkrippe

Hirschberg, 15. Juni 2012. (red/sap) Sechs Bauvorhaben standen am Dienstag, 12. Juni 2012, auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Hirschberg. Der ATU entschied sich f√ľr ein Schmetterlingsdach f√ľr den Neubau der Kinderkrippe in Leutershausen. Ein Passivhausstandard wurde aus „Zeitgr√ľnden“ abgelehnt.

Von Sabine Prothmann

Am 04. Juni 2012 wurde beim B√ľrgermeisteramt der Bauantrag zum Neubau einer Kinderkrippe f√ľr 30 Kinder in der Karlsruher Stra√üe 8 in Leutershausen gestellt. Der Gemeinderat hatte in seiner Januar-Sitzung beschlossen, dass im Ortsteil Leutershausen der Bau einer Kinderkrippe mit 20 bis 30 Betreuungspl√§tzen realisiert werden soll. Die Gemeinde wird das Geb√§ude nicht in Eigenregie als Bauherrin und auch nicht auf eigene Kosten errichten.

Inzwischen hat der Postillion e.V. die Tr√§gerschaft √ľbernommen und nun soll die Bauplanung f√ľr das Vorhaben – Kinderkrippe mit insgesamt 30 Betreuungspl√§tzen – realisiert werden.

F√ľr die Art der baulichen Nutzung – Kinderkrippe statt Schule – ist eine Befreiung notwendig. Auch f√ľr die Dachform, geneigtes Dach statt Flachdach, ist es notwendig eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans zu erteilen. Ebenso f√ľr die √úberschreitung der Grundfl√§chenzahl um rund 4,6 Prozent ist eine Befreiung erforderlich.

Aus Sicht der Gemeinde stellt eine Kinderkrippe, ebenso wie eine Schule, durchaus eine Bildungsstätte dar. Dennoch ist es erforderlich, eine Befreiung von der Art der baulichen Nutzung zu erteilen. Auch die Abweichung von der Dachform ist städtebaulich vertretbar, zumal in Hirschberg die Dachform geneigter Dächer vorherrschend ist.

Es wurden drei Varianten vorgestellt: ein Schmetterlingdach, zwei parallele Pultdächer und zwei von der Mitte nach außen geneigte Pultdächer. Die Verwaltung präferierte, wie der Bauherr, das Schmetterlingsdach, als harmonisches Erscheinungsbild.

Vor dem Hintergrund der angestrebten Nutzung als Kinderkrippe ist es nach Meinung der Verwaltung durchaus vertretbar und angemessen eine innovative und im Ort eher seltenere Dachform vorzusehen, die zus√§tzlich dem urspr√ľnglichen Wunsch des Bauherrn entspricht. Aus zeitlichen Gr√ľnden m√ľsse auf eine Umsetzung als Passivhaus verzichtet werden.

Das Pfadfindergundst√ľck soll nicht kleiner werden

Mit der Überschreitung der Grundflächenzahl um 4,6 Prozent hatten die Ausschussmitglieder keine Probleme. Es herrschte Einigkeit, dass das Areal der Pfadfinder nicht noch kleiner werden sollte.

Der ATU war sich auch √ľber die Anordung der Stellpl√§tze schnell einig, die senkrecht zum Geb√§ude und nicht schr√§g im 30 Grad-Winkel zur Stra√üe realisiert werden sollen, denn nur dann, so B√ľrgermeister Just, seien sie von beiden Seiten anfahrbar.

Das Schmetterlingsdach komme in Hirschberg eigentlich gar nicht vor, meinte Just, „aber wir k√∂nnen hier etwas mutiger und innovativer sein“.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) entgegnete, „die Belichtung spricht gegen diese Variante“, deswegen bevorzuge sie die Variante mit den beiden parallelen Pultd√§chern.

Karl Schnell (CDU) präferierte die dritte Variante, die zwei von der Mitte nach außen geneigte Pultdächer, denn schließlich laufe das Wasser immer nach unten.

Passivhausstandard zu „leichtfertig vom Tisch gefegt“

Karl Heinz Treiber (GLH) kritisierte, dass das Thema Passivhausstandard zu „leichtfertig vom Tisch gefegt wurde“. Der Faktor Zeit d√ľrfe kein Grund sein auf den Standard zu verzichten.

„Wir haben uns zu fr√ľh von einer Gestaltungsm√∂glichkeit verabschiedet“, so Treiber.

Just entgegnete, es sei unfair, Ignoranz zu unterstellen:

Wenn wir das Vorhaben nicht bis zum 01. M√§rz 2013 realisieren, haben wir die Zusch√ľsse verwirkt.

Der Bauherr habe EnEV (Energieeinsparverordnung) plus zugesichert, „diesen Weg k√∂nnen wir mitgehen“, zumal der Antragsteller damit mehr tue als verlangt w√ľrde.

„EnEV ist gut, aber es gibt noch mehr“, konterte Treiber.

Oliver Reisig (FDP) meinte: „EnEV plus reicht mir.“

Thomas Herdner (GLH) erinnerte an die Idee der Dachbegr√ľnung und stellte dazu einen weitergehenden Antrag (der nat√ľrlich mit Mehrkosten verbunden w√§re).

Einstimmigkeit herrschte zur √úberschreitung der GRZ um 4,6 Prozent und √ľber die Anordnung der Stellpl√§tze. F√ľr das Schmetterlingsdach stimmten sechs Ausschussmitglieder, f√ľr die parallelen Pultd√§cher drei und f√ľr die dritte Variante stimmte Gemeinderat Karl Schnell.

Der weitergehende Antrag zur Begr√ľnung der Dachfl√§chen w√ľrde mit sechs Gegenstimmen abgewiesen.

Erweiterung der Kinderkrippe in der Bahnhofstraße

Der nächste Antrag behandelte die Nutzungsänderung einer Wohnung zur Erweiterung der bestehenden Kinderkrippe in der Bahnhofstraße 16 in Leutershausen.

Der Postillion e.V. betreibt die Kinderkrippe in der Bahnhofstraße 16 mit zehn Plätzen. Durch das Freiwerden einer zusätzlichen Wohnung im 1. Obergeschoss des Gebäudes soll das Angebot auf 20 Plätze erweitert werden.

Da der Betrieb der Kinderkrippe bereits zugelassen wurde, stehen auch der Erweiterung aus bauplanungsrechtlicher Sicht keine Gr√ľnde entgegen, sodass das Einvernehmen der Gemeinde zu erteilen ist.

Zus√§tzliche Stellpl√§tze sind nicht erforderlich, durch das Freiwerden der Wohnung auf dem Grundst√ľck wird jedoch ein Stellplatz frei.

Im Mai 2012 wurde beim B√ľrgermeisteramt ein Antrag auf Baugenehmigung im vereinfachten Verfahren f√ľr den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit drei Wohneinheiten und insgesamt f√ľnf Stellpl√§tzen auf dem Grundst√ľck H√∂lderlinstra√üe 29 in Leutershausen gestellt.

Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, so dass sich die Zulässigkeit nach dem Baugesetzbuch richtet.

Das Grundst√ľck in der H√∂lderlinstra√üe war bereits mehrfach Bestandteil von Bauvoranfragen.

Auch der jetzt beantragte Neubau war bereits Inhalt einer Bauvoranfrage.

Beide Bauvoranfragen kamen jedoch nicht zum Abschluss, so dass f√ľr das Grundst√ľck bislang kein g√ľltiger Bauvorbescheid vorliegt, auf den sich die Bauherren berufen k√∂nnten.

Es gab laut Vorlage keinen Grund, das Einvernehmen dazu jetzt zu verweigern. Dem Antrag wurde einstimmig entsprochen.

Neubau in der Fenchelstraße

In einem weiteren Antrag ging es um einen Abbruch und den Bauantrag zum Neubau eines Zwei-Familienhauses an gleicher Stelle, in der Fenchelstraße 29 in Leutershausen.

Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans.

Das Flurst√ľck hat eine Gr√∂√üe von 287 Quadratmetern. Auf dem Grundst√ľck befinden sich ein Wohngeb√§ude und zwei Nebengeb√§ude, die an der √∂stlichen Grundst√ľcksgrenze angeordnet sind. Die Bauherren beabsichtigen, s√§mtliche baulichen Anlagen abzurei√üen. Stattdessen ist ein Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten geplant, das auch wieder an die √∂stliche Nachbargrenze anschlie√üt. Die Flucht der Bebauung direkt an der Stra√üe bleibt ebenso gewahrt.

Die √úberbauung des Grundst√ľcks bel√§uft sich auf 47 Prozent. Zum Teil sind deutlich h√∂here √úberbauungen vorhanden. Die H√∂he des geplanten Geb√§udes f√ľgt sich in die Gegebenheiten der n√§heren Umgebung ein. Die Dachneigung mit 40 Grad entspricht der √ľblichen Dachgestaltung im Ortskern. Es entstehen zwei Stellpl√§tze im n√∂rdlichen Teil des Grundst√ľcks, was den Vorgaben der Landesbauordnung entspricht. Nach Meinung der Verwaltung f√ľgt sich das Vorhaben in die n√§here Umgebung ein. Auch diesem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.

„Akropolis“ bekommt zus√§tzlichen Gastraum

Im n√§chsten Bauantrag ging es um die Erweiterung des Gastraumes des TVG-Vereinsheimes, der Gastst√§tte „Akropolis“, im Riedweg 4 in Gro√üsachsen. Das Geb√§ude befindet sich au√üerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und somit im Au√üenbereich. Dort sind Bauvorhaben zul√§ssig als priviligierte Vorhaben, was nicht der Fall ist oder als sonstige Vorhaben, wenn keine √∂ffentlichen Belange entgegenstehen und die Erschlie√üung gesichert ist.

Bei dem geplanten Vorhaben handelt es um eine Erweiterung der bestehenden Vereinsgastst√§tte um rund 19,4 Quadratmeter. Bei der Erweiterung handelt es sich nicht um einen Anbau, sondern lediglich um die Schlie√üung des schon vorhandenen √ľberdachten Freisitzes mit Fensterelementen, w√§hrend zwei der bisherigen Au√üenmauern entfernt werden.

Es wird hierbei keine zusätzliche Fläche verbraucht oder versiegelt. Eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange kann somit ausgeschlossen werden. Auch hierzu gab der ATU sein Einvernehmen.

Bei der letzten Bausache ging es um die Bauvoranfrage zum Neubau eines Zwei-Familienhauses in zweiter Reihe in der Hintergasse 7 in Großsachsen.

Der vorliegende Antrag auf Bauvorbescheid sieht den Bau eines Gebäudes mit maximal 10 mal 12 Meter Grundfläche und zwei Vollgeschosse vor.

Geklärt werden soll, ob dem Bauvorhaben in zweiter Reihe zugestimmt werden soll. Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans.

Das Flurgrundst√ľck Hintergasse 7 hat eine Gr√∂√üe von 1.108 Quadratmetern. Das bestehende Wohnhaus befindet sich in einem Abstand von zehn Metern von der Stra√üe. An der √∂stlichen Grundst√ľcksgrenze befindet sich ein Nebengeb√§ude. Das Grundst√ľck soll geteilt werden, damit eine separate Zufahrt zum nord√∂stlichen Bereich entsteht, in dem ein Zwei-Familienhaus in zweiter Reihe geplant ist.

Das Gebiet der Hintergasse ist gepr√§gt von verwinkelten, oft langgezogenen Grundst√ľcken, die mit Wohnh√§usern und ehemaligen Wirtschafts- und sonstigen Nebengeb√§uden bebaut sind. Im Sinne einer geordneten Innenverdichtung und Innenentwicklung ist es w√ľnchenswert, m√∂gliche Wohnbaufl√§chen im Ortskern selbst zu nutzen, um einen weiteren Fl√§chenverbrauch an den Ortsrandlagen entgegenzuwirken.

Das geplante Geb√§ude bleibt vom Umfang her im Rahmen schon bestehender Bebauung und wirkt durch seine Lage im nord√∂stlichen Grundst√ľcksbereich eher unauff√§llig, da es sich nach Norden hin an die bestehenden Geb√§ude anpasst.

Der ATU stimmte der Bauvoranfrage einstimmig zu.

 

Heftige Diskussion im ATU √ľber Erweiterung der Edeka in Heddesheim

Hirschberg beauftragt neues Verkehrsgutachten

Hier soll die neue Edeka-Erweiterung enstehen.

Hirschberg/Heddesheim, 14. Juni 2012. (red/sap) Im Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) in Hirschberg wurde gestern heftig diskutiert – wegen der in Heddesheim geplanten Erweiterung der Edeka. Schließlich beschloss der Ausschuss eine Stellungnahme, nach der Hirschberg von „allen zuständigen Stellen“ verlangt, dass „verkehrsmindernde Maßnahmen zugesagt werden“. Zudem wird Hirschberg ein eigenes Verkehrgutachten beauftragen.

Von Sabine Prothmann

Der Antrag der Gemeinde Heddesheim auf Zulassung von Abweichungen von Zielen des Regionalplans „Unterer Neckar“ des Verbandes Region Rhein-Neckar für eine gewerbliche Baufläche im Bereich „Unteres Bäumelgewann“ in Heddesheim – dabei geht es um die Erweiterung der Edeka – wurde im ATU der Gemeinde Hirschberg heftigst diskutiert.

Bürgermeister Manuel Just betonte ausdrücklich, dass er einer Wirtschafsförderung und einer Arbeitsplatzsicherung  positiv gegenüber stehe, dass aber die Verkehrsentwicklung nicht zu Lasten der Gemeinde Hirschberg gehen dürfe.

Die Kapazitäten der Autobahn und der Autobahnanschlüsse betrachtete Just sehr kritisch. Schon bei der Erschließung des Hirschberger Gewerbeparks habe einVerkehrsgutachten bescheinigt, die Verkehrssituation sei „gerade noch auskömmlich“. Und auch jetzt nach der Pfenning-Erschließung und mit dem Ausbau des Edeka -Geländes wurde wieder „mit gerade noch auskömmlich“ argumentiert.

„Wirtschaftsförderung ist gut, aber wir brauchen eine technische Lösung für die Autobahnanschlüsse“, argumentierte der Bürgermeister.

Bypass-Lösung nicht notwendig?

Ein weiterer Kreisverkehr sei vom Regierungspräsidium in Aussicht gestellt worden, aber eine Bypass-Lösung empfinde man dort als nicht notwendig.

Deswegen plädierte Just dafür, dem Verwaltungsvorschlag zuzustimmen, dass der ATU erst unter der Voraussetzung, dass das Regierungspräsisium Karlsruhe verkehrsmindernde Maßnahmen für den Bereich des Kreisverkehrs und des Autobahnanschlussse Hirschberg in Aussicht stelle, dem Antrag der Gemeinde Heddesheim zustimme.

Unter den ATU-Mitgliedern herrschte schnell Einigkeit, dass die Formulierung „in Aussicht stelle“ noch zu „weich“ sei.

Karin Kunz (CDU) bezeichnete das Pfenning-Gebäude und die Entwicklung als „Katastrophe“, „da muss verkehrstechnisch etwas passieren, das geht nicht mehr“.

Und auch Bürgermeister Just musste einräumen, die Gemeinde Hirschberg sei durch den Ausweichverkehr stark betroffen, was natürlich auch aus dem Verkehrslenkungsvertrag resultiere, den Heddesheim mit Pfenning abgeschlossen habe.

„Wir haben dieses Thema oft behandelt und nichts erreicht“, meinte Fritz Bletzer (FW) und weiter:

Stimmen wir nicht zu, sind wir Arbeitsplatzvernichter, stimmen wir zu, baut die Gemeinde Heddesheim, ohne dass die Verkehrsprobleme gelöst werden.

„Wenn wir ablehnen, heißt das noch lange nicht, dass nicht gebaut wird“, klärte der Bürgermeister diese These. Das sei schließlich eine Sache des Regionalverbandes.

Hirschberg sei auch nicht gegen die Ausweitung des Gewerbegebietes, verdeutlichte Bürgermeister Just noch einmal seine Haltung, sondern für die Schaffung einer Infrastruktur. „Auch wir verursachen mit unserem Gewerbepark Verkehr“, machte er deutlich.

„Das hört sich jetzt sanft an“, kritisierte Karl Heinz Treiber (GLH). Im Januar habe die Aussage Just noch ganz anders geklungen. Treiber ziterte den Bürgermeister mit einem Satz aus der Rhein-Neckar-Zeitung:

Heddesheim muss seine Hausaufgaben machen.

„Wir haben hier einen Mords-Block von Industrieerweiterung“, sagte der Grünen-Gemeinderat. Ihm seien das eindeutig „zu wenig an gemachten Hausaufgaben“.

Just entgegnete:

Wir stimmen zu, um unseren guten Willen zu demonstrieren.

Die Formulierung sei zwar weicher und sanfter, aber das Resultat sei gleich.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) sprach von einem „Wischiwaschi-Gutachten“. Es sei unlogisch einerseits von mehr Arbeitsplätzen zu sprechen und andererseits zu versichern, es gäbe nicht mehr Verkehr und LKWs.

Auch Karl Schnell (CDU) sagte:

Das Verkehrsgutachten ist eine Katastrophe und das Regierungspräsidium springt darauf ein.

Dem müsse bei der Formulierung des Beschlussvorschlags Rechnung getragen werden, so Schnell.

Mit der Formulierung habe man Heddesheim aus der Pflicht genommen, kritisierte Treiber.

Es kam der Vorschlag auf, dass auch Hirschberg einen Verkehrslenkungsvertrag mit der Firma Pfenning abschließen sollte.

Dem hielt der Bürgermeister entgegen, die B3 sei eine Ausweichstraße. Zudem

Heddesheim hat den Hebel in der Hand, Heddesheim hat die Fläche und den Bebauungsplan.

Werner Volk (FW) sagte: „Der Verkehrslenkungsvertrag ist schon bösartig“, und:

Ich versteh die Welt nicht und ich versteh auch Heddesheim nicht. Der Verkehrslenkungsvertrag ist ein Unding.

„Wir werden wieder verlieren und das ärgert mich maßlos“, erklärte Karin Kunz:

…denn ob wir ablehnen oder nicht, spielt keine Rolle.

„Wir sind mit der Entwicklung nicht zufrieden“, sagte der Bürgermeister und schlug vor ,die zurückgestellten 10.000 Euro für ein Verkehrsgutachten jetzt einzusetzen.

Sein Vorschlag, dass die Gemeindeverwaltung ein Verkehrsgutachten beauftragen sollte, um die Haltung Hirschbergs auf Plausibilität zu überprüfen und die Stellungsnahme zu flankieren, wurde einstimmig angenommen.

Der geänderte Beschlussvorschlag lautete schließlich, dass Hirschberg seine Zustimmung davon abhängig mache, dass von allen zuständigen Stellen verkehrsmindernde Maßnahmen für den Bereich des Kreisverkehrs und des Autobahnanschlusses Hirschberg zugesagt werden.

Bei zwei Gegenstimmen (GLH) wurde dem zugestimmt.

„Mitten im Feld“

Auch zu dem Bebauungsplan „Mitten im Feld“ der Nachbargemeinde Heddesheim sollte Hirschberg eine Stellungnahme abgeben.

Die meisten Ausschussmitglieder hatten mit dem geplanten Neubaugebiet keine Probleme.

Eva-Marie Pfefferle freute sich über die bunte Mischung der Bauformen, die hier vorgesehen seien, während Oliver Reisig (FDP) die „Unordnung“ eher kritisch betrachtete.

Bei zwei Gegenstimmen der Grünen Liste Hirschberg wurde dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, Hirschberg habe keine Bedenken gegen den Bebauungsplanentwurf entsprochen.

An Karl Heinz Treiber gewandt, meinte der Bürgermeister:

Ich wäre persönlich beleidigt, wenn Sie hier zugestimmt hätten, nachdem Sie gegen meinen Sterzwinkel gestimmt haben.

Kriminalstatistik wird dem Gemeinderat vorgelegt

„Auf der Insel der Gl√ľckseligen?“

Hirschberg, 25. Mai 2012. (red/sap) Kriminalhauptkommissar Ludwig Hillger von der Kriminalau√üenstelle und Polizeioberrat J√ľrgen Helfrich, Leiter des Polizeireviers Weinheim,¬† waren am vergangenen Dienstag an den Ratstisch gekommen, um den Gemeinderat √ľber die Kriminalstatistik von Hirschberg f√ľr die Jahre 2010/2011 zu informieren. Die Zahl der Wohnungseinbr√ľche in Hirschberg ist gestiegen.

Von Sabine Prothmann

In Hirschberg gab s im Jahr 2011 eine leichte Steigerung von 25 Straftaten, erkl√§rte B√ľrgermeister Manuel Just eingangs.

Aber alles in allem, so Just, „leben wir hier an der Bergstra√üe, in Hirschberg auf der Insel der Gl√ľckseligen“.

Ganz so wollte es der Chef des Polizeireviers Weinheim, J√ľrgen Helfrich, nicht stehen lassen, „f√ľr uns ist jede Straftat eine zuviel“.

Insgesamt liege Hirschberg im Landestrend. Im gesamten Bereich der Polizei-Außenstelle Weinheim seien die Straftaten angestiegen Рvon 3175 auf 3401.

„Das Dunkelfeld bleibt verborgen“

Diese Zahlen beziehen sich nat√ľrlich nur auf das „Hellfeld“, das „Dunkelfeld bleibt verborgen“, so Helfrich.

In Hirschberg rage kein bestimmtes Phänomen heraus. Die Polizei musste weder wegen Sexualdelikten, noch wegen Raub, Brandstiftungen oder gar Morddelikten ermitteln.

„Sie leben sehr sicher“, best√§tigte Helfrich. Trotz der Infrastruktur mit einer guten Verkehrsanbindung und „einer B√ľrgerschaft, die auf der Opferseite stehen k√∂nnte“.

Die Straftaten sind im Jahr 2011 von 190 auf 215 gestiegen, doch das sei nicht besorgniserregend, erklärte der Chef des Weinheimer Polizeireviers.

Die Aufklärungsquote liege bei 35,2 Prozent. Und auch das entspreche dem Schnitt im Revier und im Rhein-Neckar-Kreis.

„Wir sind auf die aktive Mithilfe der Bev√∂lkerung angewiesen“ – nach dem Motto „beistehen statt rumstehen“.

Im Bereich der K√∂rperverletzungen auf √∂ffentlichen Pl√§tzen konnte man einen deutlichen R√ľckgang von 50 Prozent – von zehn auf f√ľnf – verzeichnen.¬† Bei vier F√§llen handle es sich dabei um gef√§hrliche K√∂rperverletzungen.

Im Bereich der Straßenkriminalität dagegen gab es nahezu eine Verdoppelung von 35 auf 68 Delikte.

Wohnungseinbr√ľche auf hohem Niveau

Auch bedingt durch die verkehrsg√ľnstige Lagen seien die Wohnungseinbr√ľche auf einem hohen Niveau, im Jahr 2009 gab es f√ľnf, 2010 18 und 2011 16 Einbr√ľche, berichtete Helfrich.

Bei den Rohheitsdelikten konnte Helfrich wiederum Positives vermelden, hier gab es einen R√ľckgang von 15 auf neun F√§lle, darunter gab es keinen Raub und nur eine Tat der Nachstellung (Stalking).

Die Zahl der Vermögensdelikte blieg gleich bei 33. Es gab 15 Fälle der Sachbeschädigung und 28 Diebstähle, davon 16 an Kraftfahrzeugen, und zwei Graffitis.

Von den 86 Tätern waren 67 männlich und 19 weiblich. Der Anteil von nichtdeutschen Tätern lag bei 25,6 Prozent.

Unter den T√§tern waren neun Kinder, elf Jugendliche und zehn Heranwachsende, 56 Erwachsene und davon 28 √ľber 40 Jahre.

Kriminalhauptkommissar Ludwig Hillger von der Kriminalaußenstelle berichtete, erfreulicherwiese habe es in Hirschberg in den vergangenen beiden Jahren keinen Sexualdelikt gegeben. Die Wirtschaftskriminalität sei jedoch angestiegen.

„Wir kriegen keinen Fu√ü rein“

Hillger verwies zudem auf drei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz Рjedes Mal ging es um Cannabis.

Das sei eine recht geringe Zahl, „aber das ist nicht die Wirklichkeit.“ Das hie√üe lediglich „wir kriegen keinen Fu√ü rein“.

Helfrich bezeichnete die Bet√§ubungsmittelkriminalit√§t als „Holkriminalit√§t“, „wo wir hinschauen, haben wir F√§lle“.

Gemeinderat Werner Volk (FW) wollte wissen, ob der Anstieg der Wohnungseinbr√ľche auch auf die fehlende Manpower im Polizeirevier zur√ľck zu f√ľhren sei.

Helfrich sah darin keinen unbedingten Zusammenhang und bemerkte, dass es sich oft um Einbr√ľche am hellichten Tag handelte, ver√ľbt von jugendlichen reisenden T√§tern.

Auf R√ľckfrage von Eva-Marie Pfefferle (SPD) musste Helfrich zugeben, dass die Aufkl√§rungsquote bei Einbr√ľchen bei lediglich 6,3 Prozent liege.

Etwas unpassend brachte Gemeinderat Hartmut Kowalinski (FDP) den Anstieg der Einbr√ľche mit dem Erscheinen der Erntehelfer und den R√ľckgang mit deren Verschwinden in Zusammenhang.

Helfrich wollte sich dazu nicht √§√ľ√üern.

Prävention in Schulen ist wichtig

Ludwig Hillger betonte die Wichtigkeit von fr√ľhzeitiger Kriminalpr√§vention. Er besuche viele Schulen -vornehmlich die 7. und 8. Klassen – und auch andere Institutionen und kl√§rt dort √ľber Rauschgift- und Sexualdelikte auf. Auch gegen eine Teilnahme der Polizei am n√§chsten Gemeindetag in Hirschberg spreche nichts, sagte er auf R√ľckfrage.

Eine allgemeine Präsens sei aber bei einer Person auf rund 80.000 Einwohner schwer zu erreichen.

Auf die Spielhallenproblematik angesprochen, sagte J√ľrgen Helfrich, „wir haben keine Probleme mit den Spielhallen“, aber, so wiederum Hillger, h√§tte es in j√ľngster Vergangenheit vermehrt Raub√ľberf√§lle auf Spielhallen gegeben.