Sonntag, 26. August 2018

Fritz Bletzer erneut gew├Ąhlt

Posse um Wahl der B├╝rgermeisterstellvertreter

Hirschberg, 18. September 2014. (red/csk) Mit 16 von 19 m├Âglichen Stimmen wurde Fritz Bletzter der dienst├Ąlteste Gemeinderat erneut „erster“ hinter Manuel Just. Zum zweiten Stellvertreter wurde CDU-Gemeinderat Christian W├╝rz gew├Ąhlt – mit 18 von 19 Stimmen. Der Wahl war eine kleine, feine Posse vorausgegangen. [Weiterlesen…]

Gemeinderat genehmigt Bauvoranfrage

Streitpunkt „H├Ąuslebau“

Hirschberg, 02. August 2014. (red/csk) Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung ├╝ber eine Bauvoranfrage zu entscheiden. Es ging um ein Einfamilienhaus mit Balkon und Garage – auf einem sehr ung├╝nstig geschnittenem Grundst├╝ck. Der Ausschuss f├╝r Umwelt und Technik hatte „gestritten“, wie es B├╝rgermeister Manuel Just ausdr├╝ckte. Und die Entscheidung weitergegeben an den Gemeinderat. Am Ende einer langen Diskussion attestierte Manuel Just: „Der Gemeinderat tut sich nicht leichter als der ATU.“ Am Ende gibt es aber doch die M├Âglichkeite f├╝r ein „H├Ąusle“. [Weiterlesen…]

Sanierung der Laufbahn und Kleinspielfelder am Sportzentrum

„Schmerzlich aber tolerierbar“

Hirschberg, 02. August┬á2014. (red/csk) So ganz kommt die Kostensch├Ątzung nicht hin. Gut 40.000 Euro zus├Ątzliche Kosten werden bei der Sanierung der Laufbahn und der Kleinspielfelder auf die Gemeinde zukommen. Die Kostensteigerung sei „schmerzlich aber tolerierbar“, sagte B├╝rgermeister Manuel Just. Dringlicher war die Diskussion dar├╝ber, wie man die neuen Anlagen vor Zerst├Ârung sch├╝tzt. Und auch hier nochmal: die Kosten. [Weiterlesen…]

Freie W├Ąhler st├Ąrkste Fraktion, SPD gewinnt, die anderen bleiben unver├Ąndert

Zuk├╝nftig 20 Gemeinder├Ąte in Hirschberg

26. Mai 2014. (red/csk) Von 18 geht es hoch auf 20 Sitze im Hirschberger Gemeinderat. Das besagt das vorl├Ąufige Endergebnis der Kommunalwahl. Zwei Ausgleichssitze sind es, die auf die Freien W├Ąhlern sowie die CDU entfallen. Die Freien W├Ąhler werden mit sechs Sitzen zuk├╝nftig st├Ąrkste Partei sein. Die SPD gewinnt einen Sitz dazu aufgrund ihres Zugewinns an W├Ąhlerstimmen. Die Gr├╝nen k├Ânnen trotz leichter Zugewinne keinen weiteren Sitz ergattern. Sie werden weiterhin mit vier Sitzen vertreten sein. Die FDP beh├Ąlt trotz Verlusten zwei Mandate.┬á [Weiterlesen…]

Pr├Ąsentation der Ortskernentwicklung im Gemeinderat

Den Wandel gestalten. Die Identit├Ąt bewahren.

Hirschberg, 05. Mai 2014 (red/csk) Was im Februar bereits etliche Hirschberger besch├Ąftigte, kam nun auch im Gemeinderat zum Tragen: die Ortskernentwicklung. Auf Antrag der Freien W├Ąhler und der CDU wurde das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. In einer Pr├Ąsentation referierten Anja G├Âhringer und Phillip Dechow, beide vom Internationalen Stadtbauatelier Stuttgart, ├╝ber die M├Âglichkeiten von Entwicklungskonzepten in historischen Ortskernen. [Weiterlesen…]

Gemeinderat bezieht sachkundige Eltern- und Schulvertreter beratend ein

„Das k├Ânnte sarkastisch ankommen.“

Hirschberg, 27. M├Ąrz 2014. (red/csk) Die Sanierung der Karl-Drais-Schule soll in mehreren Bauabschnitten ├╝ber einen mittelfristigen Zeitraum erfolgen. Eltern- und Schulvertreter sollen bei dem Projekt in die Planung miteinbezogen werden. Daher beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass jeweils drei Sachkundige aus Elternvertretung und Schulleitung in alle beteiligten Gremien bis zum Abschluss der Sanierungen┬ámit einbezogen werden. Dort werden sie zwar nicht abstimmen d├╝rfen, aber Rederecht haben und sollen eine beratende Funktion einnehmen. [Weiterlesen…]

Breitgef├Ącherte Kandidatenliste

SPD Hirschberg stellt Liste f├╝r die Kommunalwahl auf

Hirschberg, 26. Februar 2014. (red/pm) Die SPD Hirschberg hat haben ihre Kandidaten f├╝r die Mannheimer Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aufgestellt. [Weiterlesen…]

Gemeinderat dreht sich im Kreis - B├╝rgermeister Just ver├Ąrgert

Z├Ąhe Debatte um die Sanierung der Turnhalle in Gro├čsachsen

Hirschberg, 26. Februar 2014. (red/jsc) Die Notwendigkeit der Sanierung der „Alten Turnhalle“ in Gro├čsachsen wurde dem Gemeinderat bereits vor einem Jahr dargestellt. Nun soll es gem├Ą├č der im Oktober vergangenen Jahres aufgestellten Priorit├Ątenliste los gehen. Im Gemeinderat kam der Entschluss jedoch erst nach langer Diskussion zustande: Es wurde ├╝ber die gleichen Probleme diskutiert wie vor einem Jahr. Ein Vorschlag des B├╝rgermeisters brachte schlie├člich die L├Âsung.

[Weiterlesen…]

Das politische Verh├Ąltnis der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim ist zutiefst gest├Ârt

Entt├Ąuschte Verl├Ąsslichkeiten

schulzweckverband-130926- 2013-09-26 18.31.58

 

Heddesheim/Hirschberg, 27. September 2013. (red) Die unterschiedliche Entscheidung zum Thema Gemeinschaftsschule zementiert das zutiefst gest├Ârte politische Verh├Ąltnis zwischen den B├╝rgermeistern und Gemeinder├Ąten der Nachbargemeinden. Die Gr├╝nde sind vielf├Ąltig und nicht erst durch diese Entscheidung bedingt. Und ganz sicher ist die Schule mittlerweile ein Wahlkampfthema. [Weiterlesen…]

Erneuerung der Heizungsanlage im Rathaus

Gas statt Pellets sorgt f├╝r „aufgeheizte“ Debatte

Hirschberg, 15. Mai 2013. (red/ae) Im November vergangenen Jahres beriet der Gemeinderat ├╝ber die Erneuerung der Heizungsanlage im Rathaus. Nach langen ├ťberlegungen wurde dem Gemeinderat vom Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt die Erneuerung der Heizungsanlage in der Variante „Gasbrennwertkessel“ nahgelegt. Diese Empfehlung stie├č im Gemeinderat auf viel Kritik. [Weiterlesen…]

Auch Mehrkosten f├╝r die Sanierung des Pumpenturms werden gedeckelt.

Gemeinderat tr├Ągt die Mehrkosten f├╝r die Sanierung des ev. Kindergarten

Hirschberg, 31. Januar 2013. (red/aw/jkr) In der ersten Sitzung des Hirschberger Gemeinderats im Jahr 2013 konnten gleich zwei Sanierungsfinanzierungen abschlie├čend beschlossen werden. Der Gemeinderat stimmte sowohl den Mehrkosten von rund 141.000 Euro f├╝r die Dachaufstockung und energetische Sanierung des evangelischen Kindergartens in Gro├čsachsen zu, als auch den ├╝perplanm├Ą├čigen Ausagben f├╝r die Sanierung des Pumpenturms von rund 9.5000 Euro. Allerdings erfolgten die Beschl├╝sse nicht ganz ohne Kritik an der generellen Kostensch├Ątzung der Gemeinde und ihren beauftragten Unternehmern.

Um jeden Kind eine Betreuungsm├Âglichkeit ab dem vollendeten dritten Lebensjahr bieten zu k├Ânnen, musste die Gemeinde Hirschberg umdenken und die vorhandenen Angebote ausbauen. Dies geschah mit dem Beschluss des Gemeinderates im Sommer 2011, als der An- bzw. Ausbau des Kindergartens in Gro├čsachsen bewilligt wurde. Jetzt stellt die Gemeinde fest, dass dieser Anbau zumindest derzeit nicht mehr ben├Âtigt wird.

Dank eines Ausbaus des katholischen Kindergarten in Leutershausen, hat die Gemeinde bereits die M├Âglichkeit zwei neue Kindergartengruppen zu schaffen. Eine Gruppe hat sich bereits im Herbst 2012 gebildet. Durch diese zus├Ątzlichen Pl├Ątze wird ein Anbau an den evangelischen Kindergarten aktuell ├╝berfl├╝ssig. Der Gemeinderat beschloss daher von einem Anbau zum jetztigen Zeitpunkt abzusehen.

Hirschberg k├Ânnte mit einer zweiten Gruppe im katholischen Kindergarten in Leutershausen insgesamt 338 Betreuungspl├Ątze schaffen,

so B├╝rgermeister Manuel Just. Zwar w├╝rde dann nicht jeder Familie ihr Wunsch-Kindergarten im bevorzugten Ortsteil zur Verf├╝gung stehen, aber es k├Ânnten zuk├╝nftig auch ohne Anbau des evangelischen Kindergartens, alle Kinder untergebracht werden.

Alle Hirschberger Kinder h├Ątten einen Betreuungsplatz

Die Dachaufstockung sowie die energetische Sanierung des evangelischen Kindergarten haben aber breits stattgefunden oder werden in naher Zukunft erfolgen. Die Dachaufstockung garantiert einen Raumgewinn, die Sanierung mit Steinwolle eine bessere D├Ąmmung. Die Frage, ob denn teure Steinwolle n├Âtig ist, wenn vielleicht auch Styropor als D├Ąmmmittel reicht, wurde aufgrund der Brennbarkeit der beiden Stoffe zu Gunsten der teuren Steinwolle entschieden. Die Mehrkosten von rund 9.000 Euro f├╝r die nicht brennbare Steinwolle seien hier „gut investiert“.

Die maximalen Investitionen der Gemeinde wurden mit einem Kostenzuschuss von 90 Prozent, maximal allerdings 680.000 Euro festgelegt. Auch, wenn der Beschluss einstimmig erfolgte, blieb die urspr├╝ngliche Kostensch├Ątzung von 458.000 Euro nicht ganz ohne Kritik.

Ebenso, wie die Mehrkosten f├╝r die Sanierung des Pumpenturms. Fast 9.500 Euro mehr wurden daf├╝r ausgebeben. Einem Beschlussantrag, diese Kosten mit eingesparten Kosten an Kanalbauma├čnahmen zu deckeln wurde zugestimmt. Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich f├╝r den Erhalt „dieses ortspr├Ągenden Instrumentes“ (Matthias Dallinger, CDU) und „Wahrzeichens der Gemeinde“ (J├╝rgen Steinle, Gr├╝ne Liste Hirschberg) aus.

Der SPD bleibt die Notwendigkeit der Pumpenturm-Sanierung verborgen

Lediglich der SPD bleibt die „Notwendigkeit des Ausbaus verborgen“, so Eva-Marie Pfefferle, Fraktionssprecherin der SPD. Die Sanierung h├Ątte nicht in diesem Umfang erfolgen m├╝ssen, zumal die Raumnutzung derzeit gar nicht m├Âglich sei. Die SPD stimmte, wie bereits bei dem Beschluss der Sanierung des Pumpenturms im Sommer 2011, gegen den Beschlussantrag.

Die Mehrkosten bei der Sanierung kamen vor allem durch den zun├Ąchst nicht geplanten Erhalt von Fenstern sowie einer aufw├Ąndigeren Fassadensanierung zu stande. Mit der Deckung der zus├Ątzlichen Ausgaben, durch Wenigerausgaben an anderer Stelle werden die zur Verf├╝gung gestellten Mittel im Haushaltsplan 2012 nicht ├╝berschritten.

Sitzung des Ausschusses f├╝r Technik und Umwelt

F├╝nf Bauvorhaben f├╝r Wohnh├Ąuser in Leutershausen

Hirschberg, 17. Januar 2013. (red/tt/sap) Der Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt (ATU) hat allen Anfragen und Antr├Ągen f├╝r Bau- und Aufstockungsvorhaben in Leutershausen zugestimmt.

Umbau einer Scheune zu einem Einfamilienhaus in der Gro├čsachsener Stra├če

Eine Bauvoranfrage wurde┬áam 13. Dezember 2012 beim B├╝rgermeisteramt┬áf├╝r einen Umbau einer Scheune in der Gro├čsachsener Stra├če 12 in Leutershausen gestellt. Um diese nach Wunsch der Angeh├Ârigen in einem Einfamilienhaus umbauen zu k├Ânnen, m├╝ssen mehrere baurechtliche Fragen gekl├Ąrt werden: Die Zustimmung zur Errichtung des geplanten neuen Geb├Ąudes mit zwei Vollgeschossen wird vom dem ATU empfohlen.

Bauliche Details zu Kniestock und Dachneigung werden differenzierter betrachtet. An das Baurechtsamt ergehen Hinweise zur einzuhaltenden Gesamth├Âhe, die 11,60 nicht ├╝berschreiten solle und zur bestehenden Denkmaleigenschaft des Geb├Ąudes. ┬áAuf dem rund 1.000 Quadratmeter gro├čen┬áGrundst├╝ck steht bereits ein Einfamilienhaus mit verschiedenen Nebengeb├Ąuden.

Zur Diskussion kam es wegen der Giebelmauer der Scheune, die unter Denkmalschutz steht.  Denn an dieser Stelle befinden sich die Reste des ehemaligen Stadttores von Leutershausen.

Das beratende Mitglied Egon M├╝ller (GLH) schlug vor, im Beschlussvorschlag den Denkmalschutz st├Ąrker hervorzuheben. Und auch Thomas Herdner (GLH) forderte: „Die Mauer ist aus Denkmalgr├╝nden zu erhalten“.

Dies sei an dieser Stelle nicht zu diskutieren, betonte B├╝rgermeister Just, es handle sich schlie├člich nur um eine Bauvoranfrage.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass der Bauherr, die Mauer in den Neubau integrieren werde.

Bei einer Enthaltung (Karlheinz Treiber, GLH) und einer Gegenstimme (Thomas Herdner, GLH) gab der ATU sein Einvernehmen zur Bauvoranfrage.

Teilaufstockung eines Wohnhauses im Beinweg

Ein Kenntnisgabeverfahren wurde am 20. Dezember 2012 beim B├╝rgermeisteramt zur Teilaufstockung eines Wohnhauses im Beinweg 1 in Leutershausen angezeigt. Mit zwei Wohneinheiten und einem Kosmetikstudio soll die Garage neben dem Wohnhaus aufgestockt werden. Die Verwaltung ist der Ansicht, dass die┬áVoraussetzungen┬áf├╝r die gew├╝nschten Befreiungen vom Baurecht in Bezug auf Bauweise und -gestaltung m├Âglich sind.┬áDer ATU stimmte der Teilaufstockung einstimmig zu

Neubau eines Einfamilienhauses in der Vordergasse

Ein Bauantrag zum Abbruch eines massiven Gartenhauses und eines Schuppens sowie zum Neubau eines Einfamilienhauses in zweiter Reihe der Vordergasse 5b in Leutershausen wurde am 17. Dezember beim B├╝rgermeisteramt gestellt. Der Bauvoranfrage war am 02. Oktober 2012 zugestimmt worden. Die Bauweise in zweiter Reihe ist in der n├Ąheren Umgebung ├╝blich. Der ATU stimmte auch diesem Bauantrag einstimmig zu.

Einfamilienhaus in der Bahnhofstra├če

Ein Bauantrag im vereinfachten Verfahren zur Errichtung eines Einfamilienhauses in der Bahnhofstra├če 10 b in Leutershausen wurde am 21. Dezember 2012 gestellt. Das betreffende Grundst├╝ck ist in drei Teilst├╝cke unterteilt. Das Ortsbild wird davon nicht beeintr├Ąchtigt, so dass eine Pr├╝fung positiv ausfiel. Der Bauvoranfrage warbereits am 11. Januar 2010 zugestimmt worden.┬áDer ATU erteilte erneut einstimmig das Einvernehmen dazu.

Teilaufstockung eines Zweifamilienhauses im Burgweg

Ein Bauantrag zur Teilaufstockung eines Zweifamilienhauses im Burgweg 18 in Leutershausen wurde am 21. Dezember beim B├╝rgermeisteramt eingebracht. Eine Obergeschosserweiterung wurde bereits 2004 genehmigt. Bei der jetzt neu geplanten Teilaufstockung f├Ąllt die ├ťberschreitung der zul├Ąssigen Geschossfl├Ąchenzahl mit 7,5 Prozent gegen├╝ber urspr├╝nglich 12 Prozent wesentlich geringer aus. Insgesamt hat das Bauvorhaben nicht mehr den Umfang der Genehmigung von 2004 und beinhaltet auch nicht mehr die damals genehmigte Befreiung von der zul├Ąssigen Traufh├Âhe. Der ATU erteilte auch diesem Bauantrag einstimmig sein Einvernehmen.

Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt am 13. November

„Belebung“ der Breitgasse durch Hebammenpraxis

Hirschberg, 15. November 2012. (red/sap) Die Hebammenpraxis „Familienteam“ zieht von der Heddesheimer Stra├če in die Breitgasse. ATU bewilligt Nutzungs├Ąnderung. Zustimmung auch f├╝r ein Staffelgeschoss mit Flachdach in der Birkenstra├če in Gro├čsachsen.

F├╝r eine Wohnung in der Breitgasse 29 in Gro├čsachsen wurde ein Bauantrag zur Nutzungs├Ąnderung in Kursr├Ąume f├╝r die Hebammenpraxis „Familienteam“. Die Hebammenpraxis hatte bislang R├Ąume in der Heddesheimer Stra├če, die sie aber bis Jahresende aufgeben m├╝ssen. Deshalb mussten sich die vier Mitarbeiterinnen ein neues Anwesen suchen und haben es in der Breitgasse auch gefunden.

Geplant ist die Einrichtung von je einem Kurs- bzw. Beratungungsraum, ein Aufenthaltsraum, ein Abstellraum und je ein Kunden- und ein Personalsanit├Ąrraum. Die R├Ąume werden von den vier Mitarbeiterinnen genutzt, wobei jeweils immer nur ein Kurs stattfinden soll.

Die T├Ątigkeiten, die k├╝nftig dort ausge├╝bt werden sollen, umfassen die Geburtsvorbereitung f├╝r Schwangere, R├╝ckbildungskurse, Psychologische Beratung und Diagnostik, Schwangerschafts- und Elternberatung, Eltern-Kind-Kurse (bis ein Jahr), Pilates und Yogakurse f├╝r Frauen.

Dieser Bereich der Breitgasse ist gepr├Ągt von Wohngeb├Ąuden und Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich st├Âren, daher kann das Gebiet als Mischgebiet eingesch├Ątzt werden. Hier sind Freiberufler zugelassen, zu denen auch Hebammen, Masseure und Krankengymnasten z├Ąhlen.

Dementsprechend stehen der Einrichtung von Kursr├Ąumen in der beschriebenen Art an dieser Stelle aus bauplanungsrechtlicher Sicht keine Gr├╝nde entgegen.

Die Frage der erforderlichen Stellpl├Ątze wurde mit dem Landratsamt gekl├Ąrt. Die ben├Âtigten zwei Stellpl├Ątze werden im Hof des Anwesens nachgewiesen. Die f├╝r dieses Projekt notwendige Barrierefreiheit wird durch eine mobile Rampe, die bei Bedarf ├╝ber die Eingangstreppe im Hof geschoben werden kann, hergestellt.

„Das sorgt wortw├Ârtlich f├╝r Belebung der Breitgasse“, meinte zustimmend Dr. J├Ârg Boulanger (CDU). Und auch Thomas Th├╝nker (Freie W├Ąhler), Karl Heinz Treiber (GLH), Oliver Reisig (FDP) und Eva-Marie Pfefferle stimmten dem Antrag zu. Allein die Parkplatzsituation sei bedenklich, sagte Eva-Marie Pfefferle.

Der Bauantrag wurde einstimmig bef├╝rwortet.

Flachdach in der Birkenstra├če bewilligt

Einstimmig wurde vom ATU auch der Antrag auf Bauvorbescheid zum Umbau des Dachgeschosses in ein Staffelgeschoss mit Flachdach und einer Trauf- bzw. Attikah├Âhe von 9,16 Meter in der Birkenstra├če in Gro├čsachsen verabschiedet.

Im Januar 2012 hatte der ATU bereits eine Baugenehmigung f├╝r die Wohnhausaufstockung mit einem Mansard-Walmdach erteilt.

B├╝rgermeister Just merkte an, dass in der Umgebungsbebauung auch weitere Flachd├Ącher zu finden sind.

Die beratenden Mitglieder Egon M├╝ller (GLH), Uli Schulz (SPD) und Gemeinderat Oliver Reisig (FDP) befanden die nun vorgesehene Bebauung als nicht so massiv wie das urspr├╝nglich geplante Mansard-Walmdach.

B├╝rgermeister Manuel Just machte zudem den Vorschlag, dass die Gemeinde f├╝r den Bereich Birkenstra├če/Jahnstra├če einen Bebauungsplan aufstellen sollte, um so rechtzeitig weiteren nicht gewollten st├Ądtebaulichen Entwicklungen entgegen zu wirken. Dies traf auf einhellige Zustimmung.

Gutachten der Firma ├ľkoplana wurde im ATU vorgestellt und diskutiert

„Gro├čsachsen wird doch nicht zur Steppe“

Hinter dieser Mauer sollen vier Wohneinheiten entstehen. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 14. September 2012. (red/sap) Im Rahmen des Verfahrens zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Breitgasse/Drittelsgasse“ wurden mehrfach Bedenken aus klimatologischer Sicht ge├Ąu├čert. Diplom-Geograf Achim Burst stellte in der Sitzung des ATUs das Klimagutachten vor und beantwortete Fragen aus den Reihen des Gremiums.

Von Sabine Prothmann

Zur Beurteilung, inwieweit das Vorhaben tats├Ąchliche klimatologische Auswirkungen hat, lie├č die┬á TreuGrund Bautr├Ągergesellschaft Heddesheim ein Klimagutachten erstellen, welches bereits vorgelegt wurde.

Da die Verwaltung gerade dieses Thema im Verfahren als besonders wichtig erachtet, hat man sich dazu entschieden, den Ersteller des Gutachtens,┬á den Diplom-Geograf Achim Burst, von der beauftragten Firma ├ľkoplana zur Erl├Ąuterung der Inhalte einzuladen.

Eingangs erinnerte B├╝rgermeister Just an die Vorgeschichte: In der Breitgasse/Drittelsgasse sollen vier H├Ąuser mit 14 Wohneinheiten entstehen, daf├╝r wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vorgelegt.

Zwischen M├Ąrz und April diesen Jahres hatte eine Offenlage des Bauvorhabens stattgefunden. Die Einw├Ąnde der Bev├Âlkerung und der GLH konzentrierten sich zum einen auf die H├Âhe der Bebauung (bis zu 12,81 Meter), die Massivit├Ąt und die damit verbundene Versieglung. Zudem wurde kritisiert, dass das Ortsbild negativ beeinflusst w├╝rde, da die Bebauung von der Breitgasse abr├╝cke. Ein weiterer Kritikpunkt war die mutma├čliche Beeintr├Ąchtigung der inner├Ârtlichen Bel├╝ftungsschleuse.

Die Einw├Ąnde f├╝hrten dazu, dass die H├Âhe der Bebauung um einige Zentimeter nach unten korrigiert wurde und der Bautr├Ąger ein klim├Âkologisches Gutachten erstellen lie├č.

Eine verk├╝rzte Offenlage erfolgte dann nochmals vom 2. bis zum 16. Juli 2012.

Der Diplon-Geograf Achim Burst erkl├Ąrte, „wir haben viel Erfahrung mit Untersuchungen entlang der Bergstra├če“. ├ľkoplana habe schon eine Klimastudie f├╝r die Metropolregion erstellt. Das Klimagutachten reiche von der Bestandaufnahme bis zum Simulationsprogramm. Gro├čsachsen sei durch die Talabwinde sehr beg├╝nstigt,┬ádie Kalt- und Frischluft vom Odenwald in den Rheingraben f├╝hre.

Die Lufttemperatur werde maximal um 0,8 Grad steigen, dies sei ein Wert, der kaum zu sp├╝ren ist. Dies habe kaum Auswirkungen auf das Bioklima in Gro├čsachsen.

„Die thermische Zusatzbelastung ist r├Ąumlich eng begrenzt und ├╝berschreitet bei Ber├╝cksichtigung gr├╝nordnerischer Festsetzungen nicht das ortstypische Ma├č“, erl├Ąuterte Burst und sieht damit keine Probleme f├╝r das ortsspezifische Str├Âmungssystem:

Es ist nicht mit weitreichenden negativen Effekten f├╝r den Kaltluftabfluss aus dem Odenwald zu rechnen.

Denn eine Kaltluftsimulation hatte ergeben, dass die geplante Bebauung das Kaltluftstromvolumen nur um rund f├╝nf Prozent reduzieren werde. Maximal komme es zu einer geringen Abschw├Ąchung von 6,6 Prozent, die sei jedoch akzeptabel.

Eva- Marie Pfefferle (SPD) wollte wissen, ob der 250 Meter entfernte Kindergarten Beeintr├Ąchtigungen zu erwarten habe. Burst erkl├Ąrte, dies sei eindeutig nicht der Fall, „tags├╝ber ist gar nichts zu sp├╝ren“, nachts k├Ânne es zu geringen Auswirkungen kommen.

Das beratende Mitglied Egon M├╝ller (GLH) kritisierte, dass man jetzt nur ein kleines Gebiet von 2,5 Hektar untersucht habe:

Sollte man nicht ein gr├Â├čeres Gebiet untersuchen?

Und wie schaue es mit dem Baugrund au├čenherum aus, wenn weitere Nachbarn bauen wollten? M├╝sste man dies dann ablehnen? Und wo befindet sich f├╝r die Untersuchungen der Nullpunkt beim Kaltluftstromvolumen? Bei welchem Ist-Zustand w├╝rde man bei einem weiteren Gutachten ansetzen?

„Eine gr├Â├čeres Gebiet zu untersuchen war nicht unsere Aufgabenstellung“, entgegnete Burst. Das Schlie├čen einzelner Baul├╝cken h├Ątte nur einen marginalen Einfluss, anders sehe es bei einer gro├čfl├Ąchigen Bebauung aus.

B├╝rgermeister Manuel Just f├╝hrte an, dass die Gemeinde die Planungshoheit f├╝r weitere Bauvorhaben inne habe.

„Das Ergebnis h├Ąngt immer von der Fragestellung ab“, sagte Egon M├╝ller.

Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) war mit den Ausf├╝hrungen des Gutachters zufrieden:

Sie beruhigen mich, ich hab‘ mir schon Gedanken gemacht, ob Gro├čsachsen zur Steppe wird.

„Mich beunruhigt das schon“, widersprach Karl-Heinz Treiber (GLH) und erinnerte nochmals an den nicht festgesetzten Ist-Zustand.

Die Beeintr├Ąchtigungen von h├Âchstens 6,6 Prozent seien nur im unmittelbaren Bereich zu sp├╝ren, bemerkte nochmals Gemeinderat Peter Johe (FW).

Das beratende Mitglied Ulrich Schulz (SPD) hielt eine Zementierung eines Eckpunkts f├╝r wichtig, hieran k├Ânne sich die Gemeinde orientieren.

Gro├čsachsen und Leutershausen seien bevorzugt durch die Hanglage, sagte Burst, meinte aber auch, ein Leitbild sei f├╝r sp├Ątere Entwicklungen sinnvoll, damit man wisse „wohin die Reise geht“.

Auf weitere Einwendungen der GLH entgegnete Burst:

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, je weniger, je niedriger ich baue, umso weniger Auswirkungen habe ich.

Just k├╝ndigte an, dass das Bauvorhaben Breitgasse/Drittelsgasse am 25. September auf der Tagesordnung des Gemeinderates stehe.

 

 

 

 

ATU-Sitzung am 11. September 2012

Hat Heddesheim „ein Herz f├╝r Bergstr├Ą├čer“?

Hirschberg, 12. September 2012. (red/sap) Hirschberg setzt sich f├╝r sechsstreifige A5 und weiteren Autobahnanschluss ein, so die Stellungsnahme des ATUs zum Ma├čnahmeplan Landstra├če des Generalverkehrsplans Baden-W├╝rttemberg

Nachdem der Generalverkehrsplan Baden-W├╝rttemberg von der Landesregierung am 14. Dezember 2010 verabschiedet wurde, hat das Ministerium f├╝r Verkehr und Infrastruktur (MVI) nun den Entwurf des Ma├čnahmeplans Landesstra├čen erarbeitet und dem Ministerrat und dem Landtag vorgelegt. Das MVI gibt den kommunalen Landesverb├Ąnden nun Gelegenheit, zu dem Entwurf bis Ende September Stellung zu nehmen. In diesem Rahmen erhalten jetzt auch die Kommunen die M├Âglichkeit, ihre Bedenken und Anregungen zu dem Entwurf vorzutragen.

In der Projektliste sind nur wenige Stra├čenprojekte im Rhein-Neckar-Kreis enthalten. Ma├čnahmen, die die Gemeinde Hirschberg direkt oder indirekt betreffen, sind nicht vorgesehen, berichtete B├╝rgermeister Manuel Just.

Auch die Anmeldung der favorisierten Ortsrandstra├če sei an dieser Stelle fehl am Platz, so Just, da es hier um die gew├╝nschte Verlagerung einer Bundesstra├če geht. Dennoch h├Ąlt es die Verwaltung f├╝r geboten auch in diesem Zusammenhang auf die besondere Verkehrssituation im Ortsteil Gro├čsachsen hinzuweisen, um eine L├Âsung des Problems langfristig herbeizuf├╝hren.

Die Stadt Weinheim habe nun auf den sechsspurigen Ausbau der A5 zwischen Kreuz Heidelberg und n├Ârdlicher Landesgrenze und auf einen weiteren Autobahnanschluss „Weinheim S├╝d“ (auf der H├Âhe L├╝tzelsachsen und Muckensturm) hingewiesen und Hirschberg wolle nun der „Stadt Weinheim zur Seite springen“, erkl├Ąrte der B├╝rgermeister.

Dies sei eine Erinnerung an die Landesregierung nach dem Motto „vergesst uns nicht, unser Verkehrsproblem liegt im Argen“.

Letztlich ben├Âtige Hirschberg vermutlich beides, den Anschluss und die Ortsrandstra├če, erg├Ąnzte Just.

F├╝r den Anschluss ben├Âtige man aber auch die Unterst├╝tzung von Heddesheim, denn der Anschluss liege zum gro├čen Teil auf deren Gemarkung.

Heddesheim soll jetzt beweisen, dass sie uns zur Seite stehen und ein Herz f├╝r die Bergstr├Ą├čer haben,

forderte Gemeinderat Fritz Bletzer (Freie W├Ąhler) und spielte damit auf die Verkehrsprobleme, die durch┬á Pfenning und den Edeka-Ausbau entstehen, an. Dies sei ein Zeichen von Gr├Â├če, so Bletzer.

Und auch Gemeinder├Ątin Eva-Marie Pfefferle sagte:

Wir m├╝ssen Heddesheim in die Planung mit einbeziehen.

Der Beschlussvorschlag lautete: Dem Ma├čnahmenplan Landstra├čen des Verkehrsplans Baden-W├╝rttemberg wird zugestimmt. Die Gemeinde Hirschberg bittet darum, dass sich das Ministerium f├╝r Verkehr und Infrastruktur nachdr├╝cklich daf├╝r einsetzt, dass der sechsstreifige Ausbau der A5 zwischen Kreuz Heidelberg und n├Ârdlicher Landesgrenze baldm├Âglichst realisiert wird. Zus├Ątzlich bittet die Gemeinde Hirschberg darum, sich f├╝r einen weiteren Autobahnanschluss „Weinheim S├╝d“ einzusetzen.

Der ATU stimmte einstimmig zu.

Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt

Streusalzsilo erleichtert k├╝nftig den Winterdienst

Hirschberg, 11. Juli 2012. (red/sap) Ein Salzsilo f├╝r den Bauhof, Reparatur der St├╝tzwand im alten Ortskern von Leutershausen und die Verabschiedung des Abfallwirtschaftsplans – gef├Ąhrliche Abf├Ąlle. Der ATU entschied einstimmig und ohne gro├če Diskussionen.

Im Rahmen des Neubaus des Kommunalen Hilfeleistungszentrums Hirschberg ist geplant, zur Durchf├╝hrung des Winterdienstes ein Streusalzsilo f├╝r den Bauhof anzuschaffen.

Bislang mussten die R├Ąum- und Streufahrzeuge mit 25 bzw. 50 Kilogramm schweren Streusalzs├Ącken von Hand beladen werden. Durch das Salzsilo ist die Beladezeit deutlich verk├╝rzt. Auch wird die k├Ârperliche Belastung der Bauhofmitarbeiter beim Verladen des Streusalzes deutlich verringert.

Bei einer beschr├Ąnkten Ausschreibung wurden sechs Firmen angeschrieben, die auch alle ein Angebot abgegeben haben.

Nach Pr├╝fung der Angebote ist die Firma Salzkontor Kurpfalz GmbH aus Kronau der g├╝nstigste Anbieter.

Im Haushaltsplan 2012 sind f├╝r die Anschaffung eines Streusalzsilos 36.000 Euro bereit gestellt.

Zur Wahl standen zwei Silovarianten, eine aus Holz und die andere aus glasfaserverst├Ąrktem Kunststoff. Mit rund 40.500 Euro ist das Holzsilo um rund 3.000 Euro teurer als die Kunststoffvariante, die rund 27.700 Euro kostet.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass das Aufstellen eines Silos, eine gro├če Erleichterung f├╝r die Mitarbeiter des Bauhofs bringe werde.

Und auch wenn Eva-Marie Pfefferle (SPD) das Holzsilo h├╝bscher und Karl Heinz Treiber die „Aufbordung“ des Holzsilos ansprechender fand, entschied sich der ATU einstimmig f├╝r die Vergabe an die Firma Salzkantor und zwar in Kunststoff.

St├╝tzwand┬á „Im Burgweg“ muss repariert werden

Im April wurde auf Grund eines Aufprallschadens, vermutlich durch einen LKW, die St├╝tzwand „Im Burgweg“ stark besch├Ądigt.

Der Verursacher des Schadens konnte nicht ermittelt werden. Die Sandsteinst├╝tzwand befindet sich im Anschluss an die Kreuzung Martin-St├Âhr-Stra├če/Burgweg/Obergasse, im alten Ortskern von Leutershausen.

Um eine Schadensausbreitung und somit eine Beeintr├Ąchtigung der Standsicherheit zu verhindern, wurde die Mauer gepr├╝ft, die Reparaturkosten gesch├Ątzt und Angebote eingeholt.

Die Pr├╝fung ergab die Note „ausreichend“ f├╝r die Mauer, so dass vorerst keine gr├Â├čeren Sanierungsma├čnahmen anstehen, berichtete der B├╝rgermeister.

F├╝r die Reparaturarbeiten gab die Firma Gerhard Will aus Schriesheim mit rund 4.500 Euro das g├╝nstigste Angebot ab. Zus├Ątzlich sind f├╝r das Ingenieurb├╝ro Schulz Honorarkosten entstanden.

Der ATU stimmte einstimmig der Vergabe der Reparatur an die Firma Gerhard Will zu und genehmigte die au├čerplanm├Ą├čigen Ausgaben von insgesamt 6.000 Euro.

Aufgrund europarechtlicher und bundesrechtlicher Vorgaben ist jedes Bundesland gehalten, Abfallwirtschaftspl├Ąne aufzustellen. F├╝r die gef├Ąhrlichen Abf├Ąlle ist ein eigener Plan aufzustellen. Der Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt stimmte dem Abfallwirtschaftsplan Baden-W├╝rttemberg – Teilplan gef├Ąhrliche Abf├Ąlle – einstimmig zu.

Diskussion zum Bebauungsplan "Breitgasse/Drittelsgasse"

Das Bauvorhaben „Breitgasse/Drittelsgasse“ geht in die n├Ąchste Runde

Nur Mauer und Hoftor sollen in der Breitgasse erhalten bleiben. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 01. Juli 2012. (red/sap) Hirschberger Gemeinderat beschlie├čt den ge├Ąnderten Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ in Gro├čsachsen. Die GLH beantragte im Vorfeld die Vertagung des Beschlussfassung.

Von Sabine Prothmann

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 28. Februar 2012 einstimmig den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Breitgasse/Drittelsgasse sowie die Beteiligung der ├ľffentlichkeit und der Tr├Ąger ├Âffentlicher Belange im vereinfachten Verfahren beschlossen.

Darufhin fand in der Zeit vom 12. M├Ąrz bis zum 13. April dieses Jahres eine Offenlage im Hirschberger Rathaus statt. Einige B├╝rgerinnen und B├╝rger haben von dieser M├Âglichkeit der Einsichtnahme Gebrauch gemacht und insgesamt gingen schlie├člich 13 Schreiben mit Anregungen und Bedenken gegen das Vorhaben bei der Verwaltung ein.

Die Hauptkritikpunkte waren:

  • Bebauung nicht direkt an der Breitgasse, sondern zur├╝ckversetzt; Hofsituation geht verloren und damit auch das ortstypische Stra├čenbild
  • 60 Prozent ├╝berbaute Fl├Ąche sind zu viel
  • Bebauung zu massiv und hoch
  • Negatives Vorbild; Gefahr eines Pr├Ązedenzfalles f├╝r ├Ąhnlich massive Nachverdichtung
  • Gefahr der dauerhaften Ver├Ąnderung des Ortsbildes
  • Beeintr├Ąchtigung der inner├Ârtlichen Bel├╝ftungsschneisen und ihrer klimatologischen Funktion; ├ťberhitzungsschutz des Ortes wird beeintr├Ąchtigt
  • Bebauung geht auf Kosten des inner├Ârtlichen Gr├╝ng├╝rtels

Aufgrund der eingegangenen Anregungen und Einwendungen hat die Verwaltung Ende April ein Gespr├Ąch mit der Vorhabentr├Ągerin gef├╝hrt. Ziel war es, die einzelnen Kritikpunkte zu er├Ârtern und die H├Âhe des zur├╝ckversetzten Mehrfamilienhauses auf das Niveau der Bebauung in der Brunnengase anzupassen.

Diesem Wunsch ist die Vorhabentr├Ągerin nach Meinung der Verwaltung nachgekommen und der First ist nun knapp ein Meter niedriger und erreicht fast exakt die H├Âhe des benachbarten Doppelhauses in der Brunnengasse.

Zur Beurteilung inwieweit das Vorhaben klimatologische Auswirkungen auf den Ortteil Gro├čsachsen hat, wurde durch die Vorhabenstr├Ągerin ein Klimagutachten in Auftrag gegeben.

In den Vorlagen f├╝r die Gemeinderatssitzung gab es zun├Ąchst nur eine Kurzstellungsnahme der Firma „├ľkoplana“ aus Mannheim, das komplette Gutachten lag erst bei der Sitzung als Tischvorlage vor.

GLH beantragt auf Vertagung

Das f├╝hrte dazu, dass J├╝rgen Steinle f├╝r die GLH einen Antrag auf Vertagung des Tagesordnungspunktes stellte:

Wir sind nicht gegen die Verdichtung, aber wir wollen erst die Unterlagen bewerten.

Er habe f├╝r dieses Vorgehen Verst├Ąndnis, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Manuel Just.┬á „Doch heute geht es nur um einen Entwurf“,┬á und das Klimagutachten flankiere nur den Entwurf und „spielt nur bedingt eine Rolle“:

Ich w├╝rde gerne vorankommen.

F├╝r den Antrag der GLH stimmten nur die drei Gemeinder├Ąte der GLH – die Mehrheit stimmte dagegen.

Laut der Stellungsnahme der Firma „├ľkoplana“ lassen die vorliegenden Kenntnisse ├╝ber die Hang- und Talabwinde entlang der Bergstra├če zwischen Heidelberg und Weinheim vermuten, dass die bauliche Inanspruchnahme der bisherigen Gr├╝nfl├Ąchen nur kleinr├Ąumige Klimaeffekte bewirkt. Eine nachhaltige gro├čr├Ąumige Abschw├Ąchung der Be- und Durchl├╝ftung sowie Zunahme der thermischen Belastung sei nicht zu erwarten.

Am 08. Mai hatten die Mitglieder des Hirschberger Gemeinderates bei einer Ortsbegehung die Gelegenheit, sich ein eigenes Bild zu machen und am 18. Juni gab es einen weiterern Vororttermin, bei dem alle Personen zugegen waren, die betreffenden B├╝rgerinnenen und B├╝rger, die Mitglieder des Gemeinderates und des Ausschusses f├╝r Technik und Umwelt sowie die Vorhabenstr├Ągerin. Hier hatte man Gelegenheit, die Planungen zu er├Ârtern und die verschiedenen Meinungen auszutauschen. Bedenken, die nicht ausger├Ąumt werden konnten, k├Ânnen in einem erneuten Offenlageverfahren wiederholt vorgetragen werden.

Erneute Offenlage f├╝r 14 Tage

Die ├änderungen des Entwurfs des Bebauungsplans gehen zugunsten der B├╝rgerinnen und B├╝rger, die Einw├Ąnde ge├Ąu├čert haben, dennoch soll es eine weitere M├Âglichkeit der Einsichnahme – diesmal aber auf 14 Tage verk├╝rzt – geben.

Durch die Erhaltung von Mauer und Hoftor bleibe der Charakter einer geschlossenen Front erhalten, argumentierte der B├╝rgermeister, bei einer Bebauung direkt an der Stra├če w├╝rde eindeutig die Wohnqualit├Ąt gemindert und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Es handle sich nicht um eine 60prozentige ├ťberbauung, sondern um eine ├ťberbauung von 40 Prozent plus Privatstra├če und Stellpl├Ątze, also eine Versieglung von 60 Prozent. Und das sei ein durchaus orts├╝blicher Wert. Die Kritik, die Bebauung sei zu massiv und zu hoch, konnte die Verwaltung jedoch nachvollziehen und nun seien die Geb├Ąude in der Firsth├Âhe auf gleichem Niveau.

Just verwies auch darauf, man diskutiere hier zwar um ein „wie“, aber nicht um ein „ob“:

Das Projekt muss wirtschaftlich bleiben.

Die Gemeinde k├Ânne zwar Einfluss nehmen, aber man m├╝sse auch auf den Willen des Grundstuckeigent├╝mers achten, unterstrich Dr. J├Ârg Boulanger (CDU). Die Mauer und das Tor, sowie die ├ťberdachung der Stellpl├Ątze w├╝rden das Gro├čsachsener Ortsbild aufnehmen, so Boulanger.

Fritz Bletzer (FW) zeigte zwar Verst├Ąndnis daf├╝r, dass sich B├╝rgerinnen und B├╝rger zur Wehr setzen, meinte aber auch:

In den Nachbargemeinden sieht man nix und h├Ârt man nix.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) lobte den Entwurf und die geplante Innenverdichtung, dies sei „zukunftsorientiert“. Auf der einen Seite Wirtschaftlichkeit und auf der anderen Seite Illusion und dazwichen nichts, dieses Bild sei ihm zu einfach, kritisierte Karl Heinz Treiber (GLH). Die SPD zeige hier hier sozialdemokratisches Denken, und an Eva-Marie Pfefferle gewandt, sagte Karl Heinz Treiber:

Aus solchem Denken ist der Emmertsgrund (Heidelberg) entstanden.

Ein Einvernehmen sehe f├╝r ihn anders aus und er wolle sich mit dem Gutachten befassen, das h├Ątte als Beratungsgrundlage vorher auf dem Tisch liegen m├╝ssen.

Just entgegenete:

Auch das permanente Wiederholen macht es nicht richtiger.

Und verwies nochmals darauf, man sei lediglich beim Entwurf. Bei drei Gegenstimmen (GLH) und einer Enthaltung von Thomas Th├╝nker von den Freien W├Ąhlern wurde dem ge├Ąnderten Entwurf des vorhabenenbezogenen Bebauungsplans „Breitgasse/Drittelsgasse“ sowie der erneuten Offenlage von 14 Tagen zugestimmt.

Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt tagte am 12. Juni 2012

Schmetterlingsdach f├╝r die neue Kinderkrippe

Hirschberg, 15. Juni 2012. (red/sap) Sechs Bauvorhaben standen am Dienstag, 12. Juni 2012, auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Hirschberg. Der ATU entschied sich f├╝r ein Schmetterlingsdach f├╝r den Neubau der Kinderkrippe in Leutershausen. Ein Passivhausstandard wurde aus „Zeitgr├╝nden“ abgelehnt.

Von Sabine Prothmann

Am 04. Juni 2012 wurde beim B├╝rgermeisteramt der Bauantrag zum Neubau einer Kinderkrippe f├╝r 30 Kinder in der Karlsruher Stra├če 8 in Leutershausen gestellt. Der Gemeinderat hatte in seiner Januar-Sitzung beschlossen, dass im Ortsteil Leutershausen der Bau einer Kinderkrippe mit 20 bis 30 Betreuungspl├Ątzen realisiert werden soll. Die Gemeinde wird das Geb├Ąude nicht in Eigenregie als Bauherrin und auch nicht auf eigene Kosten errichten.

Inzwischen hat der Postillion e.V. die Tr├Ągerschaft ├╝bernommen und nun soll die Bauplanung f├╝r das Vorhaben – Kinderkrippe mit insgesamt 30 Betreuungspl├Ątzen – realisiert werden.

F├╝r die Art der baulichen Nutzung – Kinderkrippe statt Schule – ist eine Befreiung notwendig. Auch f├╝r die Dachform, geneigtes Dach statt Flachdach, ist es notwendig eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans zu erteilen. Ebenso f├╝r die ├ťberschreitung der Grundfl├Ąchenzahl um rund 4,6 Prozent ist eine Befreiung erforderlich.

Aus Sicht der Gemeinde stellt eine Kinderkrippe, ebenso wie eine Schule, durchaus eine Bildungsst├Ątte dar. Dennoch ist es erforderlich, eine Befreiung von der Art der baulichen Nutzung zu erteilen. Auch die Abweichung von der Dachform ist st├Ądtebaulich vertretbar, zumal in Hirschberg die Dachform geneigter D├Ącher vorherrschend ist.

Es wurden drei Varianten vorgestellt: ein Schmetterlingdach, zwei parallele Pultd├Ącher und zwei von der Mitte nach au├čen geneigte Pultd├Ącher. Die Verwaltung pr├Ąferierte, wie der Bauherr, das Schmetterlingsdach, als harmonisches Erscheinungsbild.

Vor dem Hintergrund der angestrebten Nutzung als Kinderkrippe ist es nach Meinung der Verwaltung durchaus vertretbar und angemessen eine innovative und im Ort eher seltenere Dachform vorzusehen, die zus├Ątzlich dem urspr├╝nglichen Wunsch des Bauherrn entspricht. Aus zeitlichen Gr├╝nden m├╝sse auf eine Umsetzung als Passivhaus verzichtet werden.

Das Pfadfindergundst├╝ck soll nicht kleiner werden

Mit der ├ťberschreitung der Grundfl├Ąchenzahl um 4,6 Prozent hatten die Ausschussmitglieder keine Probleme. Es herrschte Einigkeit, dass das Areal der Pfadfinder nicht noch kleiner werden sollte.

Der ATU war sich auch ├╝ber die Anordung der Stellpl├Ątze schnell einig, die senkrecht zum Geb├Ąude und nicht schr├Ąg im 30 Grad-Winkel zur Stra├če realisiert werden sollen, denn nur dann, so B├╝rgermeister Just, seien sie von beiden Seiten anfahrbar.

Das Schmetterlingsdach komme in Hirschberg eigentlich gar nicht vor, meinte Just, „aber wir k├Ânnen hier etwas mutiger und innovativer sein“.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) entgegnete, „die Belichtung spricht gegen diese Variante“, deswegen bevorzuge sie die Variante mit den beiden parallelen Pultd├Ąchern.

Karl Schnell (CDU) pr├Ąferierte die dritte Variante, die zwei von der Mitte nach au├čen geneigte Pultd├Ącher, denn schlie├člich laufe das Wasser immer nach unten.

Passivhausstandard zu „leichtfertig vom Tisch gefegt“

Karl Heinz Treiber (GLH) kritisierte, dass das Thema Passivhausstandard zu „leichtfertig vom Tisch gefegt wurde“. Der Faktor Zeit d├╝rfe kein Grund sein auf den Standard zu verzichten.

„Wir haben uns zu fr├╝h von einer Gestaltungsm├Âglichkeit verabschiedet“, so Treiber.

Just entgegnete, es sei unfair, Ignoranz zu unterstellen:

Wenn wir das Vorhaben nicht bis zum 01. M├Ąrz 2013 realisieren, haben wir die Zusch├╝sse verwirkt.

Der Bauherr habe EnEV (Energieeinsparverordnung) plus zugesichert, „diesen Weg k├Ânnen wir mitgehen“, zumal der Antragsteller damit mehr tue als verlangt w├╝rde.

„EnEV ist gut, aber es gibt noch mehr“, konterte Treiber.

Oliver Reisig (FDP) meinte: „EnEV plus reicht mir.“

Thomas Herdner (GLH) erinnerte an die Idee der Dachbegr├╝nung und stellte dazu einen weitergehenden Antrag (der nat├╝rlich mit Mehrkosten verbunden w├Ąre).

Einstimmigkeit herrschte zur ├ťberschreitung der GRZ um 4,6 Prozent und ├╝ber die Anordnung der Stellpl├Ątze. F├╝r das Schmetterlingsdach stimmten sechs Ausschussmitglieder, f├╝r die parallelen Pultd├Ącher drei und f├╝r die dritte Variante stimmte Gemeinderat Karl Schnell.

Der weitergehende Antrag zur Begr├╝nung der Dachfl├Ąchen w├╝rde mit sechs Gegenstimmen abgewiesen.

Erweiterung der Kinderkrippe in der Bahnhofstra├če

Der n├Ąchste Antrag behandelte die Nutzungs├Ąnderung einer Wohnung zur Erweiterung der bestehenden Kinderkrippe in der Bahnhofstra├če 16 in Leutershausen.

Der Postillion e.V. betreibt die Kinderkrippe in der Bahnhofstra├če 16 mit zehn Pl├Ątzen. Durch das Freiwerden einer zus├Ątzlichen Wohnung im 1. Obergeschoss des Geb├Ąudes soll das Angebot auf 20 Pl├Ątze erweitert werden.

Da der Betrieb der Kinderkrippe bereits zugelassen wurde, stehen auch der Erweiterung aus bauplanungsrechtlicher Sicht keine Gr├╝nde entgegen, sodass das Einvernehmen der Gemeinde zu erteilen ist.

Zus├Ątzliche Stellpl├Ątze sind nicht erforderlich, durch das Freiwerden der Wohnung auf dem Grundst├╝ck wird jedoch ein Stellplatz frei.

Im Mai 2012 wurde beim B├╝rgermeisteramt ein Antrag auf Baugenehmigung im vereinfachten Verfahren f├╝r den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit drei Wohneinheiten und insgesamt f├╝nf Stellpl├Ątzen auf dem Grundst├╝ck H├Âlderlinstra├če 29 in Leutershausen gestellt.

Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, so dass sich die Zul├Ąssigkeit nach dem Baugesetzbuch richtet.

Das Grundst├╝ck in der H├Âlderlinstra├če war bereits mehrfach Bestandteil von Bauvoranfragen.

Auch der jetzt beantragte Neubau war bereits Inhalt einer Bauvoranfrage.

Beide Bauvoranfragen kamen jedoch nicht zum Abschluss, so dass f├╝r das Grundst├╝ck bislang kein g├╝ltiger Bauvorbescheid vorliegt, auf den sich die Bauherren berufen k├Ânnten.

Es gab laut Vorlage keinen Grund, das Einvernehmen dazu jetzt zu verweigern. Dem Antrag wurde einstimmig entsprochen.

Neubau in der Fenchelstra├če

In einem weiteren Antrag ging es um einen Abbruch und den Bauantrag zum Neubau eines Zwei-Familienhauses an gleicher Stelle, in der Fenchelstra├če 29 in Leutershausen.

Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans.

Das Flurst├╝ck hat eine Gr├Â├če von 287 Quadratmetern. Auf dem Grundst├╝ck befinden sich ein Wohngeb├Ąude und zwei Nebengeb├Ąude, die an der ├Âstlichen Grundst├╝cksgrenze angeordnet sind. Die Bauherren beabsichtigen, s├Ąmtliche baulichen Anlagen abzurei├čen. Stattdessen ist ein Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten geplant, das auch wieder an die ├Âstliche Nachbargrenze anschlie├čt. Die Flucht der Bebauung direkt an der Stra├če bleibt ebenso gewahrt.

Die ├ťberbauung des Grundst├╝cks bel├Ąuft sich auf 47 Prozent. Zum Teil sind deutlich h├Âhere ├ťberbauungen vorhanden. Die H├Âhe des geplanten Geb├Ąudes f├╝gt sich in die Gegebenheiten der n├Ąheren Umgebung ein. Die Dachneigung mit 40 Grad entspricht der ├╝blichen Dachgestaltung im Ortskern. Es entstehen zwei Stellpl├Ątze im n├Ârdlichen Teil des Grundst├╝cks, was den Vorgaben der Landesbauordnung entspricht. Nach Meinung der Verwaltung f├╝gt sich das Vorhaben in die n├Ąhere Umgebung ein. Auch diesem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.

„Akropolis“ bekommt zus├Ątzlichen Gastraum

Im n├Ąchsten Bauantrag ging es um die Erweiterung des Gastraumes des TVG-Vereinsheimes, der Gastst├Ątte „Akropolis“, im Riedweg 4 in Gro├čsachsen. Das Geb├Ąude befindet sich au├čerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und somit im Au├čenbereich. Dort sind Bauvorhaben zul├Ąssig als priviligierte Vorhaben, was nicht der Fall ist oder als sonstige Vorhaben, wenn keine ├Âffentlichen Belange entgegenstehen und die Erschlie├čung gesichert ist.

Bei dem geplanten Vorhaben handelt es um eine Erweiterung der bestehenden Vereinsgastst├Ątte um rund 19,4 Quadratmeter. Bei der Erweiterung handelt es sich nicht um einen Anbau, sondern lediglich um die Schlie├čung des schon vorhandenen ├╝berdachten Freisitzes mit Fensterelementen, w├Ąhrend zwei der bisherigen Au├čenmauern entfernt werden.

Es wird hierbei keine zus├Ątzliche Fl├Ąche verbraucht oder versiegelt. Eine Beeintr├Ąchtigung ├Âffentlicher Belange kann somit ausgeschlossen werden. Auch hierzu gab der ATU sein Einvernehmen.

Bei der letzten Bausache ging es um die Bauvoranfrage zum Neubau eines Zwei-Familienhauses in zweiter Reihe in der Hintergasse 7 in Gro├čsachsen.

Der vorliegende Antrag auf Bauvorbescheid sieht den Bau eines Geb├Ąudes mit maximal 10 mal 12 Meter Grundfl├Ąche und zwei Vollgeschosse vor.

Gekl├Ąrt werden soll, ob dem Bauvorhaben in zweiter Reihe zugestimmt werden soll. Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans.

Das Flurgrundst├╝ck Hintergasse 7 hat eine Gr├Â├če von 1.108 Quadratmetern. Das bestehende Wohnhaus befindet sich in einem Abstand von zehn Metern von der Stra├če. An der ├Âstlichen Grundst├╝cksgrenze befindet sich ein Nebengeb├Ąude. Das Grundst├╝ck soll geteilt werden, damit eine separate Zufahrt zum nord├Âstlichen Bereich entsteht, in dem ein Zwei-Familienhaus in zweiter Reihe geplant ist.

Das Gebiet der Hintergasse ist gepr├Ągt von verwinkelten, oft langgezogenen Grundst├╝cken, die mit Wohnh├Ąusern und ehemaligen Wirtschafts- und sonstigen Nebengeb├Ąuden bebaut sind. Im Sinne einer geordneten Innenverdichtung und Innenentwicklung ist es w├╝nchenswert, m├Âgliche Wohnbaufl├Ąchen im Ortskern selbst zu nutzen, um einen weiteren Fl├Ąchenverbrauch an den Ortsrandlagen entgegenzuwirken.

Das geplante Geb├Ąude bleibt vom Umfang her im Rahmen schon bestehender Bebauung und wirkt durch seine Lage im nord├Âstlichen Grundst├╝cksbereich eher unauff├Ąllig, da es sich nach Norden hin an die bestehenden Geb├Ąude anpasst.

Der ATU stimmte der Bauvoranfrage einstimmig zu.

 

Heftige Diskussion im ATU ├╝ber Erweiterung der Edeka in Heddesheim

Hirschberg beauftragt neues Verkehrsgutachten

Hier soll die neue Edeka-Erweiterung enstehen.

Hirschberg/Heddesheim, 14. Juni 2012. (red/sap) Im Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) in Hirschberg wurde gestern heftig diskutiert – wegen der in Heddesheim geplanten Erweiterung der Edeka. Schließlich beschloss der Ausschuss eine Stellungnahme, nach der Hirschberg von „allen zuständigen Stellen“ verlangt, dass „verkehrsmindernde Maßnahmen zugesagt werden“. Zudem wird Hirschberg ein eigenes Verkehrgutachten beauftragen.

Von Sabine Prothmann

Der Antrag der Gemeinde Heddesheim auf Zulassung von Abweichungen von Zielen des Regionalplans „Unterer Neckar“ des Verbandes Region Rhein-Neckar für eine gewerbliche Baufläche im Bereich „Unteres Bäumelgewann“ in Heddesheim – dabei geht es um die Erweiterung der Edeka – wurde im ATU der Gemeinde Hirschberg heftigst diskutiert.

Bürgermeister Manuel Just betonte ausdrücklich, dass er einer Wirtschafsförderung und einer Arbeitsplatzsicherung  positiv gegenüber stehe, dass aber die Verkehrsentwicklung nicht zu Lasten der Gemeinde Hirschberg gehen dürfe.

Die Kapazitäten der Autobahn und der Autobahnanschlüsse betrachtete Just sehr kritisch. Schon bei der Erschließung des Hirschberger Gewerbeparks habe einVerkehrsgutachten bescheinigt, die Verkehrssituation sei „gerade noch auskömmlich“. Und auch jetzt nach der Pfenning-Erschließung und mit dem Ausbau des Edeka -Geländes wurde wieder „mit gerade noch auskömmlich“ argumentiert.

„Wirtschaftsförderung ist gut, aber wir brauchen eine technische Lösung für die Autobahnanschlüsse“, argumentierte der Bürgermeister.

Bypass-Lösung nicht notwendig?

Ein weiterer Kreisverkehr sei vom Regierungspräsidium in Aussicht gestellt worden, aber eine Bypass-Lösung empfinde man dort als nicht notwendig.

Deswegen plädierte Just dafür, dem Verwaltungsvorschlag zuzustimmen, dass der ATU erst unter der Voraussetzung, dass das Regierungspräsisium Karlsruhe verkehrsmindernde Maßnahmen für den Bereich des Kreisverkehrs und des Autobahnanschlussse Hirschberg in Aussicht stelle, dem Antrag der Gemeinde Heddesheim zustimme.

Unter den ATU-Mitgliedern herrschte schnell Einigkeit, dass die Formulierung „in Aussicht stelle“ noch zu „weich“ sei.

Karin Kunz (CDU) bezeichnete das Pfenning-Gebäude und die Entwicklung als „Katastrophe“, „da muss verkehrstechnisch etwas passieren, das geht nicht mehr“.

Und auch Bürgermeister Just musste einräumen, die Gemeinde Hirschberg sei durch den Ausweichverkehr stark betroffen, was natürlich auch aus dem Verkehrslenkungsvertrag resultiere, den Heddesheim mit Pfenning abgeschlossen habe.

„Wir haben dieses Thema oft behandelt und nichts erreicht“, meinte Fritz Bletzer (FW) und weiter:

Stimmen wir nicht zu, sind wir Arbeitsplatzvernichter, stimmen wir zu, baut die Gemeinde Heddesheim, ohne dass die Verkehrsprobleme gelöst werden.

„Wenn wir ablehnen, heißt das noch lange nicht, dass nicht gebaut wird“, klärte der Bürgermeister diese These. Das sei schließlich eine Sache des Regionalverbandes.

Hirschberg sei auch nicht gegen die Ausweitung des Gewerbegebietes, verdeutlichte Bürgermeister Just noch einmal seine Haltung, sondern für die Schaffung einer Infrastruktur. „Auch wir verursachen mit unserem Gewerbepark Verkehr“, machte er deutlich.

„Das hört sich jetzt sanft an“, kritisierte Karl Heinz Treiber (GLH). Im Januar habe die Aussage Just noch ganz anders geklungen. Treiber ziterte den Bürgermeister mit einem Satz aus der Rhein-Neckar-Zeitung:

Heddesheim muss seine Hausaufgaben machen.

„Wir haben hier einen Mords-Block von Industrieerweiterung“, sagte der Grünen-Gemeinderat. Ihm seien das eindeutig „zu wenig an gemachten Hausaufgaben“.

Just entgegnete:

Wir stimmen zu, um unseren guten Willen zu demonstrieren.

Die Formulierung sei zwar weicher und sanfter, aber das Resultat sei gleich.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) sprach von einem „Wischiwaschi-Gutachten“. Es sei unlogisch einerseits von mehr Arbeitsplätzen zu sprechen und andererseits zu versichern, es gäbe nicht mehr Verkehr und LKWs.

Auch Karl Schnell (CDU) sagte:

Das Verkehrsgutachten ist eine Katastrophe und das Regierungspräsidium springt darauf ein.

Dem müsse bei der Formulierung des Beschlussvorschlags Rechnung getragen werden, so Schnell.

Mit der Formulierung habe man Heddesheim aus der Pflicht genommen, kritisierte Treiber.

Es kam der Vorschlag auf, dass auch Hirschberg einen Verkehrslenkungsvertrag mit der Firma Pfenning abschließen sollte.

Dem hielt der Bürgermeister entgegen, die B3 sei eine Ausweichstraße. Zudem

Heddesheim hat den Hebel in der Hand, Heddesheim hat die Fläche und den Bebauungsplan.

Werner Volk (FW) sagte: „Der Verkehrslenkungsvertrag ist schon bösartig“, und:

Ich versteh die Welt nicht und ich versteh auch Heddesheim nicht. Der Verkehrslenkungsvertrag ist ein Unding.

„Wir werden wieder verlieren und das ärgert mich maßlos“, erklärte Karin Kunz:

…denn ob wir ablehnen oder nicht, spielt keine Rolle.

„Wir sind mit der Entwicklung nicht zufrieden“, sagte der Bürgermeister und schlug vor ,die zurückgestellten 10.000 Euro für ein Verkehrsgutachten jetzt einzusetzen.

Sein Vorschlag, dass die Gemeindeverwaltung ein Verkehrsgutachten beauftragen sollte, um die Haltung Hirschbergs auf Plausibilität zu überprüfen und die Stellungsnahme zu flankieren, wurde einstimmig angenommen.

Der geänderte Beschlussvorschlag lautete schließlich, dass Hirschberg seine Zustimmung davon abhängig mache, dass von allen zuständigen Stellen verkehrsmindernde Maßnahmen für den Bereich des Kreisverkehrs und des Autobahnanschlusses Hirschberg zugesagt werden.

Bei zwei Gegenstimmen (GLH) wurde dem zugestimmt.

„Mitten im Feld“

Auch zu dem Bebauungsplan „Mitten im Feld“ der Nachbargemeinde Heddesheim sollte Hirschberg eine Stellungnahme abgeben.

Die meisten Ausschussmitglieder hatten mit dem geplanten Neubaugebiet keine Probleme.

Eva-Marie Pfefferle freute sich über die bunte Mischung der Bauformen, die hier vorgesehen seien, während Oliver Reisig (FDP) die „Unordnung“ eher kritisch betrachtete.

Bei zwei Gegenstimmen der Grünen Liste Hirschberg wurde dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, Hirschberg habe keine Bedenken gegen den Bebauungsplanentwurf entsprochen.

An Karl Heinz Treiber gewandt, meinte der Bürgermeister:

Ich wäre persönlich beleidigt, wenn Sie hier zugestimmt hätten, nachdem Sie gegen meinen Sterzwinkel gestimmt haben.

Kriminalstatistik wird dem Gemeinderat vorgelegt

„Auf der Insel der Gl├╝ckseligen?“

Hirschberg, 25. Mai 2012. (red/sap) Kriminalhauptkommissar Ludwig Hillger von der Kriminalau├čenstelle und Polizeioberrat J├╝rgen Helfrich, Leiter des Polizeireviers Weinheim,┬á waren am vergangenen Dienstag an den Ratstisch gekommen, um den Gemeinderat ├╝ber die Kriminalstatistik von Hirschberg f├╝r die Jahre 2010/2011 zu informieren. Die Zahl der Wohnungseinbr├╝che in Hirschberg ist gestiegen.

Von Sabine Prothmann

In Hirschberg gab s im Jahr 2011 eine leichte Steigerung von 25 Straftaten, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Manuel Just eingangs.

Aber alles in allem, so Just, „leben wir hier an der Bergstra├če, in Hirschberg auf der Insel der Gl├╝ckseligen“.

Ganz so wollte es der Chef des Polizeireviers Weinheim, J├╝rgen Helfrich, nicht stehen lassen, „f├╝r uns ist jede Straftat eine zuviel“.

Insgesamt liege Hirschberg im Landestrend. Im gesamten Bereich der Polizei-Au├čenstelle Weinheim seien die Straftaten angestiegen – von 3175 auf 3401.

„Das Dunkelfeld bleibt verborgen“

Diese Zahlen beziehen sich nat├╝rlich nur auf das „Hellfeld“, das „Dunkelfeld bleibt verborgen“, so Helfrich.

In Hirschberg rage kein bestimmtes Ph├Ąnomen heraus.┬áDie Polizei musste weder wegen Sexualdelikten, noch wegen Raub, Brandstiftungen oder gar Morddelikten ermitteln.

„Sie leben sehr sicher“, best├Ątigte Helfrich. Trotz der Infrastruktur mit einer guten Verkehrsanbindung und „einer B├╝rgerschaft, die auf der Opferseite stehen k├Ânnte“.

Die Straftaten sind im Jahr 2011 von 190 auf 215 gestiegen, doch das sei nicht besorgniserregend, erkl├Ąrte der Chef des Weinheimer Polizeireviers.

Die Aufkl├Ąrungsquote liege bei 35,2 Prozent. Und auch das entspreche dem Schnitt im Revier und im Rhein-Neckar-Kreis.

„Wir sind auf die aktive Mithilfe der Bev├Âlkerung angewiesen“ – nach dem Motto „beistehen statt rumstehen“.

Im Bereich der K├Ârperverletzungen auf ├Âffentlichen Pl├Ątzen konnte man einen deutlichen R├╝ckgang von 50 Prozent – von zehn auf f├╝nf – verzeichnen.┬á Bei vier F├Ąllen handle es sich dabei um gef├Ąhrliche K├Ârperverletzungen.

Im Bereich der Stra├čenkriminalit├Ąt dagegen gab es nahezu eine Verdoppelung von 35 auf 68 Delikte.

Wohnungseinbr├╝che auf hohem Niveau

Auch bedingt durch die verkehrsg├╝nstige Lagen seien die Wohnungseinbr├╝che auf einem hohen Niveau, im Jahr 2009 gab es f├╝nf, 2010 18 und 2011 16 Einbr├╝che, berichtete Helfrich.

Bei den Rohheitsdelikten konnte Helfrich wiederum Positives vermelden, hier gab es einen R├╝ckgang von 15 auf neun F├Ąlle, darunter gab es keinen Raub und nur eine Tat der Nachstellung (Stalking).

Die Zahl der Verm├Âgensdelikte blieg gleich bei 33. Es gab 15 F├Ąlle der Sachbesch├Ądigung und 28 Diebst├Ąhle, davon 16 an Kraftfahrzeugen, und zwei Graffitis.

Von den 86 T├Ątern waren 67 m├Ąnnlich und 19 weiblich. Der Anteil von nichtdeutschen T├Ątern lag bei 25,6 Prozent.

Unter den T├Ątern waren neun Kinder, elf Jugendliche und zehn Heranwachsende, 56 Erwachsene und davon 28 ├╝ber 40 Jahre.

Kriminalhauptkommissar Ludwig Hillger von der Kriminalau├čenstelle berichtete, erfreulicherwiese habe es in Hirschberg in den vergangenen beiden Jahren keinen Sexualdelikt gegeben. Die Wirtschaftskriminalit├Ąt sei jedoch angestiegen.

„Wir kriegen keinen Fu├č rein“

Hillger verwies zudem auf drei Verst├Â├če gegen das Bet├Ąubungsmittelgesetz – jedes Mal ging es um Cannabis.

Das sei eine recht geringe Zahl, „aber das ist nicht die Wirklichkeit.“ Das hie├če lediglich „wir kriegen keinen Fu├č rein“.

Helfrich bezeichnete die Bet├Ąubungsmittelkriminalit├Ąt als „Holkriminalit├Ąt“, „wo wir hinschauen, haben wir F├Ąlle“.

Gemeinderat Werner Volk (FW) wollte wissen, ob der Anstieg der Wohnungseinbr├╝che auch auf die fehlende Manpower im Polizeirevier zur├╝ck zu f├╝hren sei.

Helfrich sah darin keinen unbedingten Zusammenhang und bemerkte, dass es sich oft um Einbr├╝che am hellichten Tag handelte, ver├╝bt von jugendlichen reisenden T├Ątern.

Auf R├╝ckfrage von Eva-Marie Pfefferle (SPD) musste Helfrich zugeben, dass die Aufkl├Ąrungsquote bei Einbr├╝chen bei lediglich 6,3 Prozent liege.

Etwas unpassend brachte Gemeinderat Hartmut Kowalinski (FDP) den Anstieg der Einbr├╝che mit dem Erscheinen der Erntehelfer und den R├╝ckgang mit deren Verschwinden in Zusammenhang.

Helfrich wollte sich dazu nicht ├Ą├╝├čern.

Pr├Ąvention in Schulen ist wichtig

Ludwig Hillger betonte die Wichtigkeit von fr├╝hzeitiger Kriminalpr├Ąvention. Er besuche viele Schulen -vornehmlich die 7. und 8. Klassen – und auch andere Institutionen und kl├Ąrt dort ├╝ber Rauschgift- und Sexualdelikte auf. Auch gegen eine Teilnahme der Polizei am n├Ąchsten Gemeindetag in Hirschberg spreche nichts, sagte er auf R├╝ckfrage.

Eine allgemeine Pr├Ąsens sei aber bei einer Person auf rund 80.000 Einwohner schwer zu erreichen.

Auf die Spielhallenproblematik angesprochen, sagte J├╝rgen Helfrich, „wir haben keine Probleme mit den Spielhallen“, aber, so wiederum Hillger, h├Ątte es in j├╝ngster Vergangenheit vermehrt Raub├╝berf├Ąlle auf Spielhallen gegeben.