Dienstag, 11. Juni 2019

Bebauungsplan "Im großen Garten" wird geändert

Auf Großsachsener Feuerwehrgebäude soll Ärztehaus folgen

Hirschberg, 31. Juli 2012. (red/pro) Der Gemeinderat hat heute einstimmig die Änderung des Bebauungsplans „Im großen Garten“ beschlossen – damit wird

Mit dem Bau des Kommunalen Hilfeleistungszentrums Hirschberg und dem Umzug der Freiwilligen Feuerwehr wird im September 2012 das Feuerwehrhaus im Riedweg in Großsachsen frei.

Zur Verwendung der freiwerdenden Immobilie und zur Sicherung des Haushalts soll das Grundstück verkauft und das Gebäude umgestaltet und umgenutzt werden. Neben der Verwendung des Gebäudes für weitere barrierefreie Wohnungen hat sich die Möglichkeit ergeben, an dieser Stelle ein „Ärztehaus“ zu platzieren.

Das Anwesen befinden sich im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Im großen Garten“. Dre Bebauungsplan aus dem Jahr 1973 weist an dieser Stelle ein Sondergebiet „Feuerwehr“ aus. Mit der vorgesehenen Errichtung eines Ärztehauses werden die Grundzüge der Planung berührt.

Die Voraussetzungen für eine Befreiung liegen somit nicht vor. Um die bauplanerische Voraussetzung für das Vorhaben zu schaffen, ist es notwendig, den Bebauungsplan an dieser Stelle zu ändern. Da es sich hier um eine Maßnahjme der Innenentwicklung handelt und auch die weieteren Voraussetzungen vorliegen, kann der Bebauungsplan im sogenannten „beschleunigen Verfahren“ aufgestellt werden.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Träger öffentlicher Belange erfolgt erst dann, wenn der Entwurf eines entsprechenenden Bebauungsplans beschlossen und dieser bekannt gemacht ist.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans „Im großen Garten“ als Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren.

Kommentar zur bevorstehenden Fusion der Wehren

Zwei Geschichten – eine Zukunft

Zeitplan der bevorstehenden Fusion.

 

Hirschberg, 19. Januar 2012. (red) Die Feuerwehr Großsachsen hat am 13. Januar 2012 ihre letzte Hauptversammlung abgehalten. Am 21. Januar folgt die Feuerwehr Leutershausen und am 28. Januar entsteht die gemeinsame Feuerwehr Hirschberg. Die alten Wehren bilden zusammen eine neue – zurück bleibt die Geschichte von zwei Wehren und die eine gemeinsame Zukunft.

Von Hardy Prothmann

Es gab unbestreitbar jede Menge Probleme mit der nun bevorstehenden Fusion der beiden Hirschberger Wehren – oh pardon, der Feuerwehr Großsachsen und der Feuerwehr Leutershausen.

In jeder Wehr, innerhalb der Wehren und zwischen Wehren und Gemeinderat. Und man darf davon ausgehen, dass mit der Fusion nicht alle Probleme ebenso gleich Geschichte sind, wie die offiziellen Namen „Großsachsen“ und „Leutershausen“.

Man kann sogar vermuten, dass sich innerhalb der neuen Feuerwehr Hirschberg Großsachsener und Leutershausener Trupps und Züge bilden. Das aber wäre fatal.

Orts-Teil-Identität?

Nicht nur für die Feuerwehr, sondern für ganz Hirschberg. Die Gemeinde hat vor gut 40 Jahren eine Fusion erlebt und das Ergebnis ist durchwachsen.

Die bis heute noch sehr häufig demonstrierte Ortsteilidentität muss einige in der Gemeinde nicht mit Stolz erfüllen, sondern alle die beschämen, die darüber eine Abgrenzung suchen. Und das sind nicht wenige.

Großsachsen und Leutershausen sind Hirschberg an der Bergstraße und nicht einfach je ein Teil. Wer das nicht versteht, handelt gegen die Interessen der Dorfgemeinschaft.

Lange Geschichte - die Feuerwehr Großsachsen.

 

Wer denkt, diese Analyse sei überzogen, der möge sich bitte die Debatte über eine dritte Sporthalle ins Bewusstsein rufen. Ein wesentlicher Punkt ist dabei der Standort: Großsachsen oder Leutershausen. Der naheliegendste Standort Hirschberg kommt bei diesen Gedankenspielen nicht vor.

Die Frauen und Männer der fusionierten Wehren können dem gesamten Ort ein Vorbild sein, indem keine Spielchen gespielt werden, keine Ausgrenzungen stattfinden, sondern ein gemeinsames Ziel verfolgt wird: Die erste Hirschberger Feuerwehr zu sein. Das ist eine historische Tatsache – ob man diese Fusion später als gelungen betrachten wird oder nicht, hängt einzig und allein vom Verhalten aller Beteiligten ab.

Die Zeit ist reif für eine gemeinsame Identität. Was mit einer Zwangsehe begann und irgendwann zur Vernunftehe wurde, hat nun langsam ein Recht darauf, eine aus Überzeugung gelebte Gemeinschaft zu werden.

Gemeinsame Wehr für einen gemeinsamen Ort.

Die größere Großsachsener Wehr wechselt nach Leutershausen, der designierte Kommandant Peter Braun repräsentiert aber nicht die größere Wehr, sondern er hat die wichtige Aufgabe, eine gemeinsame Wehr zu bilden.

Das kann er nur mit dem Willen aller Beteiligten. Wird er sabotiert, hat er keine Chance. Wird er unterstützt, haben alle alle Chancen.

Überall in Deutschland wird über Migrationsprobleme debattiert – wie einfach muss doch im Vergleich ein Zusammenschluss von „Überzeugstätern“ sein, von Menschen, die sich Kameraden nennen, das sein wollen und sind.

Der designierte neue Kommandant der 1. Feuerwehr Hirschberg: Peter Braun.

Es war bedauerlich, dass auf der Hauptversammlung der Großsachsener Wehr nur vier Leutershausener zu sehen waren. Und ebenso nur vier Gemeinderäte, Frau Maul-Vogt und die Herren Dallinger, Johe und Steinle. Hier hätte man eine andere Beteiligung erwarten dürfen.

Mal schauen, ob man das einsieht und es bei der HV am kommenden Samstag in Leutershausen anders hält.

Ganz klar gehen viele Gewohnheiten in den einzelnen Wehren verloren. Ganz klar muss man sich neu orientieren. Je schneller man zusammenfindet und sich seiner Vorbildfunktion gewiss ist, umso schneller dient man auch der gemeinsamen Identität der beiden Ortsteile.

Das neue Hilfeleistungszentrum hat einen entscheidenden Vorteil – es ist ein Erstbezug. Der Ort ist nicht von Geschichte vorbelastet und hat damit ideale Voraussetzungen, das Zentrum einer neuen, gemeinsamen Geschichte zu werden.

Kommandant Mayer: „Wir haben stets versucht, das Optimale zu erreichen.“

Deutlicher Worte und ein klarer Appell von Kommandant Mayer.

 

Hirschberg/Großsachsen, 19. Januar 2012. (red) Gut gelaunt und glücklich geht anders. Bei der letzten Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Großsachsen war die Stimmung durchwachsen.

Von Hardy Prothmann

Die Anspannung ist zum Greifen. Kommandant Heiner Mayer, sein Stellvertreter Michael Braun und Bürgermeister Manuel Just sitzen an einem Tisch. Sie reden kaum, eigentlich gar nicht miteinander.

Alle wirken angespannt. Die rund 70 Feuerwehrleute, Aktive, Alte Herren und 17 Mitglieder der Jugendfeuerwehr schauen nach vorne. Man steht auf, gedenkt der Toten. Es folgen die Berichte.

Deutliche Worte

Nüchtern, sachlich, beherrscht werden sie vorgetragen. Heiner Mayer verzieht keine Miene und spart nicht an deutlichen Worten.

Auch wenn die Wehren mit der Standortentscheidung nicht einverstanden waren, sind wir zufrieden, dass das Konzept weitgehend umgesetzt wurde und wird.

Heiner Mayer verteilt seine Anmerkungen zur bevorstehenden Funktion auf mehrere Reden. Im Bericht des Kommandanten sagt er:

Einige Male mussten wir die stimmberechtigten Mitglieder des baubegleitenden Ausschusses buchstäblich Einbremsen, wenn für die Feuerwehr unzweckmäßige Beschlüsse gefasst werden sollten.

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Kurze Ansprach von Bürgermeister Just.

Bürgermeister Just sitzt am Tisch und hört aufmerksam zu. Seine Miene ist ernst – die sonst oft gezeigte Heiterkeit will ihm heute nicht gelingen.

Wir hatten bislang ein Alleinstellungsmerkmal – wir waren lange die einzige Gemeinde mit zwei Wehren.

Er versucht die Stimmung aufzulockern. Das gelingt auch ein wenig. Auf Einzelheiten will er nicht eingehen und fasst sich für seine Verhältnisse sehr, sehr kurz:

Es waren schwierige Themen, die sachbezogen diskutiert worden sind.

Insgesamt acht Sitzungen gab es. Was für den einen sachbezogen war, gilt dem anderen manchmal als „unzweckmäßig“.

Heiner Mayer fällt dieser Termin nicht leicht. Seit 16 Jahren ist er Kommandant der Großsachsener Feuerwehr. Die vier Jahre, die er künftig als Zugführer noch Dienst in der dann gemeinsamen Hirschberger Wehr tun wird, hätte er vielleicht gerne mit einem 20-jährigen Dienstjubiläum abgeschlossen.

Doch die Zeit ist anders. Und Mayer beweist Größe. Es gibt kein Wort der Klage zu Differenzen zwischen den Wehren. Es gibt keine Anschuldigungen.

Klarer Appell.

Dafür aber einen klaren Appell:

Die Feuerwehren Leutershausen und Großsachsen haben mit dem Konzept das Fundament für die Zukunft der Feuerwehr Hirschberg gelegt. Die Gemeinde hat darauf sogar im wörtlichen Sinne unser Haus gebaut. Jetzt liegt es an uns, dieses mit Leben zu füllen.

Zur Person:

Heiner Mayer (61) ist seit 47 Jahren Mitglied der Feuerwehr Großsachsen. Seit 1996 ist er Kommandant, zuvor war er vier Jahre stellvertretender Kommandant.
Sein Vorbild ist sein Vater – wie so häufig bei Feuerwehrleuten. Mit 14 Jahren trat Heiner Mayer in die Jugendfeuerwehr ein.
Der gebürtige Großsachsener ist Kaufmann und Vater von vier Kindern.

 

Traditionsreiche Feuerwehr wird verabschiedet

115 Jahre Feuerwehr Großsachsen

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Hirschberg/Großsachsen, 19. Januar 2012. (red) Nach 115 Jahren endet die Geschichte der Feuerwehr Großsachsen und die neue Geschichte der Feuerwehr Hirschberg beginnt am 28. Januar 2012.

Es begann mit Löscheimern, Handspritzen, Leitern. 1897 gründeten 45 Männer die Freiwillige Feuerwehr Großsachsen. Im verflixten siebten Jahr ihres Bestehens kam der erste Großbrand. Das Wirtschaftsgebäude des Gasthauses „Zum goldenen Löwen“ stand in Flammen. Zwei Ställe und Scheunen sowie mehrere Nebengebäude wurden ein Opfer der Flammen.

1911 erhielt die Feuerwehr eine mechanische Leiter mit zwölf Metern Steighöhe, die bis in die 70-er Jahre im Einsatz war und heute noch funktionsfähig in einer Scheune lagert.

In den 30-er Jahren kam die erste Motorspritze hinzu. Während des Krieges bestand die Feuerwehr vor allem aus Frauen und Kindern – die Männer waren im Krieg.

Ab 1951 bestimmte der Kommandant Karl Schröder für 29 Jahre das Geschehen der Großsachsener Feuerwehr.

1959 wurde das erste Löschfahrzeug angeschafft, gleich 1960 mussten die Kameraden drei Großbrände in vier Tagen bekämpfen – ein Brandstifter hielt den Ort in Atem.

In den 70-er Jahren erreichte die Großsachsener Wehr mit über 100 Aktiven den höchsten Personalstand. 1974 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet.

1975 wurde das Feuerwehrhaus am Riedweg bezogen.

1980 wurde das erste wasserführende Fahrzeug TLF 1/25 in Dienst gestellt.

Mehr und mehr leistet die Feuerwehr auch technische Hilfestellungen, ist bei Unfällen schnell vor Ort, rettet Menschenleben. Und muss manchmal auch Tote bergen.

Der Brand des Rathauses vor zehn Jahren ist noch im Gedächtnis.

Heute hat die Feuerwehr Großsachsen 134 Mitglieder, darunter 67 Aktive und 19 bei der Jugend.

Es wird ein ordentliches Haus übergeben. Die Kassenprüfer Eberhard Korsch und Christian Würz bestätigten Matthias Kreis eine einwandfreie Kassenführung.

Der Förderverein übergibt sein Vermögen der neuen gemeinsamen Wehr.

In der Hauptversammlung beschließt die Versammlung eine Satzungsänderung, da die Feuerwehr Großsachsen mit der Bildung einer gemeinsamen Wehr zusammen mit den Leutershausener Kameraden dann Feuerwehr Hirschberg heißen wird.

Mit einer Dia-Show von Michael Braun werden Erinnerungsfotos aus einer traditionsreichen Geschichte gezeigt.

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Rückblick auf zahlreiche auch schwierige Einsätze

2011 war die Feuerwehr Großsachsen stark gefordert

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Überlandhilfe beim Großbrand im Heddesheimer Brunnenweg.

Hirschberg/Großsachsen, 19. Januar 2012. Insgesamt 41 Mal musste die Feuerwehr Großsachsen im Jahr 2011 ausrücken – sieben Mal mehr als im Jahr zuvor. Einmal wegen eines tödlichen Unfalls am Bahnhof.

2011 mussten neun Brandeinsätze bewältigt werden, 15 Mal leistete die Wehr technische Hilfe und 17 Mal rückte sie auf Grund von Fehlalarmen aus – fast alle in den Gewerbegebieten.

„Langweilig“ war das Jahr nicht. Ob Zimmerbrand, Fahrzeugbrand, Unfälle, Türöffnung, Tierrettung, Überlandhilfe – die Kameraden wurden zu unterschiedlichsten Einsätzen gerufen.

Dazu kamen zwölf Sicherheitswachen und insgesamt 24 Übungen mit den Kameraden aus Leutershausen.

Daniel Fritz, Daniel Kohl und Andreas Strifler (Jugendwart) absolvierten den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger bei der Berufsfeuerwehr Heidelberg. Olaf Sebastian bildete sich an der Landesfeuerwehrschule Bruchsal zum Zugführer weiter.

Der stellvertretende Kommandant Michael Braun trug den Einsatzbericht und den des Jugendwarts vor, der arbeitsbedingt nicht teilnehmen konnte.

Am 15. Januar 2012 rettete die Feuerwehr Hirschberg einen Mann aus einem zerquetschten Auto auf der A5.

Foto: PR-Video, Marco Priebe

 

Ehrungen zur Hauptversammlung

Kommandant Mayer erhält Feuerwehrehrenkreuz

Feuerwehrehrenkreuz in Silber für Kommandant Heiner Mayer.

 

Hirschberg/Großsachsen, 19. Januar 2012. Kommandant Heiner Mayer wird auf der letzten Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Großsachsen mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber geehrt.

Die Überraschung war groß und gelungen, als Hans-Joachim Gottuck, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands dem Kommandanten Heiner Mayer das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber überreichte.

Die Hauptversammlungen sind traditionell auch ein Tag der Ehrungen.

Ehrungen Aktive: Peter Braun, Daniel Fritz, Uwe Hildenbeutel, Claus Kohl, Daniel Kohl, Matthias Kreis, Ulrich Schmitt, Olaf Sebastian, Andreas Strifler und Jens Weber.

Ehrungen Jugend: Moritz Geiger, Valerian Hildenbeutel, Valeska Hildenbeutel, Ina Kreis, Jan Mayer und Tobias Würz.

Ehrung für Aktive und Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

 

Kommandanten bestätigt – Pfadfinder-Wiese sorgt für Ärger – Tierheim braucht Geld


Guten Tag!

Hirschberg, 27. Januar 2011. (update) Die Idee, den Pfadfindern ihre Wiese wegzunehmen, sorgt für Ärger in der Bürgerschaft – auch wenn Bürgermeister Manuel Just darüber noch keine „abschließende Meinung“ hat. Heinrich Mayer und Peter Braun sind als Kommandanten bestätigt. Im Tierheim Weinheim fehlt es an allem. Die erste Gemeinderatssitzung 2011 hatte keine „großen“ Themen, aber viel Diskussionsbedarf.

Von Sabine Prothmann

Die Fragezeit bei der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr nutzen Bürger der Gemeinde Hirschberg, um ihren Unmut zu äußern über den Antrag der CDU-Fraktion, ein Teilstück der Wiese, die bisher dn Hirschberger Pfadfindern zur Verfügung steht, zu verkaufen und zur Bebauung vorzusehen.

Sebastian Cornish, Vorstand der Leutershausener Pfadfinder, fragte, ob dem Gemeinderat bewusst sei, „welche negativen Konsequenzen für die von uns geleistete Jugendarbeit durch eine Bebauung der Wiese“, entstünden. (Anmerkerung der Redaktion: Auf Wunsch von Herrn Cornish wurde der unterstrichende Satz eingefügt. Wir hatten geschrieben: „wollte wissen, wie lange ihnen noch der Zugang zur Wiese verweigert würde.“) Unterstützung bekam er dabei von einer Bürgerin, die die Jugendarbeit und sinnvolle Freizeitgestaltung der Pfadfinder als einen wertvollen Beitrag zur Gewaltprävention beschrieb.

Bürgermeister Manuel Just erklärte, das Grundstück sei schon immer zur Bebauung vorgesehen gewesen und der Gemeinderat werde sich in den nächsten Wochen und Monaten beraten und abschließend eine Entscheidung treffen. „Ich für mich persönlich habe mich noch nicht entschieden.“ Und weiter räumte der Bürgermeister ein, dass man die vorgetragenen Bedenken berücksichtigen werde.

Heinrich Mayer und Peter Braun als Kommandanten bestätigt.

Der Wiederwahl des 1. Kommandanten, Heinrich Mayer, und des 2. Kommandanten, Peter Braun, der Großsachsener Feuerwehr stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.
Bürgermeister Just wies daraufhin, dass aufgrund der Fusion der beiden Wehren im Jahr 2012, die Amtszeit von 5 Jahren durch den Fusionszeitpunkt begrenzt sei.

„Man muss auch den Betreibern ein gewisses Eigenleben lassen.“

Die Kinderkrippeneinrichtung in der Bahnhofstraße, die von dem Verein „Postillion“ betrieben wird, wird bereits seit dem 1. Januar 2009 mit dem nach dem Kindertagesbetreuungsgesetz gesetzlich vorgeschriebenen Zuschuss in Höhe von 68 Prozent bezuschusst.

„Es fehlte bislang nur ein schriftlicher Vertrag“, erklärte Bürgermeister Manuel Just. Deshalb wurde über den Abschluss des Betriebskostenvertrags mit dem Postillion e.V. als Träger der Kleinkrippe in Leutershausen abgestimmt. Letztendlich waren sich die Ratsmitglieder über die Zustimmung einig, nur die Details wurden diskutiert.

Dr. Horst Metzler (SPD) forderte, dass der Träger dem Gemeinderat die Ordnung zur Kenntnis geben sollte und brachte diesbezüglich einen Antrag ein.

In der Ordnung ist zum Beispiel die Aufnahme der Kinder geregelt. Im Vertrag ohnehin festgeschrieben ist, dass Kinder ohne Rücksicht auf ihr Bekenntnis oder ihre Nationalität aufzunehmen sind, und dass Hirschberger Kinder Vorrang haben. Die Gemeinderätin Monika Maul Vogt (GLH) teilte die Bedenken.

„Hier muss es ein Entgegenkommen in beide Richtungen geben“, forderte Bürgermeister Just. Der Hirschberger Gemeinderat gebe Dinge gerne nach Außen ab, wolle dann aber bis ins Detail mitbestimmen.

Gemeinderat Peter Johe (Freie Wähler) verwies darauf, darauf, dass die Vertragsgestaltung an das neue Vertragsmuster des Gemeindetages über den Betrieb und die Förderung des kirchlichen Kindergartens angelehnt sei und so vorgeschlagen wurde. „Man muss auch den Betreibern ein gewisses Eigenleben lassen.“ „Ich hätte vor 35 Jahren vielleicht auch noch rumgekrittelt, aber ich habe mich inzwischen abgeschliffen“, sagte Johe.

Ferdinand Graf von Wiser betonte, dass der Träger Postillion e.V. ohnehin auf die Akzeptanz der Eltern angewiesen sei. Deshalb werde der Verein sicherlich bemüht sein fair und Transparenz vorzugehen.

Der Antrag von Dr. Metzler wurde – bei Zustimmung der SPD und der GLH – abgelehnt und dem Abschluss des Betriebskostenvertrages mit dem Postillion e.V. als Träger wurde letztendlich ohne Änderungen einstimmig zugestimmt.

Die Grünpflegearbeiten auf Spielplätzen und Friedhöfen werden neu ausgeschrieben.

In der Dezember-Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt wurde der Beschluss zur Verlängerung der Grünpflege auf den Spielplätzen und den Friedhöfen mit der Firma Nerz Lentz GmbH um ein Jahr, bis zum 31.12.2011, gefasst.

Vor wenigen Tagen wurde der Verwaltung jedoch mitgeteilt, so Just, dass die Firma einen Insolvenzantrag gestellt habe und somit das Weiterführen des Betriebes nicht möglich sei.
Der Beschlussvorschlag die Grünpflegearbeiten auf den Spielplätzen und den Friedhöfen für einen Beauftragungszeitraum von drei Jahren neu auszuschreiben, wurde einstimmig angenommen.

Zur intensiveren Überwachung der Arbeiten werde künftig neben dem Bauamt auch der Bauhof „Kontrollgänge“ durchführen, sagte Just. Dieses Vorhaben wurde von den Fraktionen begrüßt.

„Desolate Zustände“ im Weinheimer Tierheim

Da laut Gesetz die Gemeinden zur Ausführung und Behandlung von Fundsachen verpflichtet sei, worunter auch herrenlose Tiere fallen, wurde zwischen dem Tierschutzverein Weinheim und der Gemeinde Hirschberg schon 1978 ein Vertrag geschlossen. An dem Verein Tierschutz Weinheim und Umgebung sind zudem neben Weinheim und Hirschberg, auch die Städte Schriesheim, Hemsbach und Ladenburg sowie die Gemeinde Heddesheim vertraglich beteiligt.

Bislang hatte der Tierschutz Weinheim für die ständige Bereitschaft Fundtiere aufzunehmen, von den angeschlossenen Gemeinden 30 Cent pro Einwohner erhalten, das heißt Hirschberg hat 2010 2.848 Euro an den Tierschutz gezahlt.

Die Stadt Weinheim zahlt seit 2001 40 Cent pro Einwohner. Aufgrund von gestiegenen Energiekosten und einem Investitionsstau bei den Gebäuden und notwendigen Reparaturen sieht man sich nun gezwungen, die Pro-Kopf-Pauschale zu erhöhen, die Stadt Weinheim wird künftig 80 Cent pro Einwohner zahlen und die angeschlossenen Gemeinden haben sich – vorbehaltlich der Gemeinderatsbeschlüsse – auf eine Erhöhung auf 60 Cent verständigt.

Weiter wurde ein Beschlussvorschlag über einen Baukostenzuschuss in Höhe von 3.540 Euro zum Bau eines dringend benötigten Hundeshauses vorgelegt. Das Kostenvolumen von insgesamt 98.000 Euro werde zwischen der Stadt Weinheim (15.000 Euro), einem Zuschuss des Landes (32.666 Euro) und den fünf beteiligten Gemeinden (je 3.533, 40 Euro) aufgeteilt.

Just konnte sich bei einer Begehung über die „desolaten Zustände“ überzeugen. „Hier fehlt es an allem“. Alle möglichen Tiere seien schon im Verwaltungsgebäude untergebracht.

Zudem merkte Just an, dass mit dem jährlichen Zuschuss von 5700 Euro es Hirschberg nicht gelingen würde, die in der eigenen Gemeinde abgegebenen oder ausgesetzten Tiere zu betreuen. Auf Nachfrage erklärte er, dass im Jahr 2010 24 Hunde, Katzen und Kleintiere aus Hirschberg im Weinheimer Tierheim gelandet sind.

Auch Gemeinderat Matthias Dallinger (CDU) unterstrich den Notstand im Weinheimer Tierheim.

„Tiere sind kein Wegwerfartikel“, mahnte Eva-Marie Pfefferle (SPD). „Es ist wichtig, dass wir Abhilfe schaffen.“

Kleintiere als Futter für Raubvögel?

Die Bemerkung von Hartmut Kowalinski (FDP): „Die Tierparks suchen auch immer Futter für ihre Raubvögel“, der den Sinn der Pflege von ausgesetzten Kleintieren anscheinend bezweifelte, sollte man wohl eher nicht ernst nehmen.

Beide Beschlussvorschläge zu dem Tierheim Weinheim wurden vom Gemeinderat Hirschberg einstimmig angenommen.