Dienstag, 18. Juni 2019

Übung der Feuerwehr im evangelischen Kindergarten Großsachsen

„Brand“ im Kindergarten

Hirschberg-Feuerwehr_Uebung-20130928-IMG_2230-001

Hirschberg, 08. Oktober 2013. (red) Am vorvergangenen Wochenende hat die Feuerwehr Hirschberg eine Übung am evangelischen Kindergarten in Großsachsen durchgefĂŒhrt. Angenommen wurde ein Brand im Kindergarten. Dabei wurde ein Kind vermisst und ein weiteres war auf dem GerĂŒst vor dem Kindergarten, welches vor Angst nicht mehr herunter wollte. [Weiterlesen…]

Gemeinderatssitzung am 31. Januar 2012

Kinderkrippe im Ortsteil Leutershausen beschlossen

Das GrundstĂŒck an der Rheinstraße. Hier waren bisher nur die Pfadfinder, jetzt soll auch die neue Kinderkrippe hier gebaut werden. Foto: hirschbergblog.

 

Hirschberg, 01.Februar 2012. (red/sap) Der Hirschberger Gemeinderat hat beschlossen, dass auf einem GrundstĂŒck an der Rheinstraße eine neue Kleinkinderkrippe errichtet werden soll. Die Gemeinde selbst wird nicht als Bauherr auftreten. Die Wahl der Feuerwehrkommandenten wurde vom Gemeinderat bestĂ€tigt. Auch weiterhin wird ein Ruftaxi innerhalb Hirschbergs und zu der Nachbargemeinde Heddesheim verkehren.

Von Sabine Prothmann

Bei der ersten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hirschberg am 28. Januar 2012 wurde neben vielen anderen Ämtern auch die Besetzung des Kommandos fĂŒr die Dauer von fĂŒnf Jahren beschlossen. GewĂ€hlt wurde Peter Braun zum 1. Kommandanten, Olaf Sebastian zum 2. Kommandanten und Heiko Jost zum 3. Kommandanten.

Vor einer Bestellung des „Kommandos“ durch den BĂŒrgermeister war noch die Zustimmung des Gemeinderats erforderlich.

Nachdem alle Fraktionen nur positive Worte zu der Wahl der Kommandanten fanden, wurden diese einstimmig vom Gemeinderat bestÀtigt.

BĂŒrgermeister Manuel Just wĂŒnschte eine „eine glĂŒckliche Hand“ und ĂŒberreichte den Kommandanten den Bestellungsbeschluss.

Neue Kinderkrippe in Leutershausen

Um den ab dem 01. August 2013 gesetzlich gĂŒltigen Anspruch auf einen Betreuungsplatz fĂŒr Kinder zwischen ein und drei Jahren erfĂŒllen zu können, ist es erforderlich, die Anzahl der KrippenplĂ€tze in Hirschberg weiter zu erhöhen. Die Bedarfsermittlung zum 31. Dezember 2011 hat ergeben, dass in Hirschberg immer noch etwa 30 zusĂ€tzliche PlĂ€tze benötigt werden.

Aktuell bezuschusst die Kommune die Krippe mit 68 Prozent der Betriebskosten, 32 Prozent der Kosten tragen die Eltern.

Ab dem Jahr 2014 werden 68 Prozent der Betriebskosten in der Krippe durch Landesmittel finanziert, die restlichen 32 Prozent sollen dann zwischen Kommune und Eltern aufgeteilt werden. Die Zuschussrichtlinien sind noch unklar.

Das Angebot wird fĂŒr Eltern gĂŒnstiger, demnach werden mehr das Angebot annehmen,

sagte BĂŒrgermeister Just.

Da im Ortsteil Großsachsen bereits eine Kinderkrippe realisiert wurde, liege der Fokus jetzt auf dem Ortsteil Leutershausen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Standort

Die Aufgabe des Gemeinderats war nun, einen geeigneten Standort zu wÀhlen.

FĂŒr eine 3-gruppige Einrichtung mit je zehn PlĂ€tzen wĂ€ren fĂŒr das GebĂ€ude 380 bis 440 Quadratmeter und fĂŒr das AußengelĂ€nde 240 bis 300 Quadratmeter (Gesamt 620 bis 740 qm) notwendig. Bei einem zweistöckigen GebĂ€ude wĂŒrde sich die benötigte GrundflĂ€che entsprechend reduzieren. FĂŒr die Realisierung von zunĂ€chst 20 PlĂ€tzen in ebenerdiger Bauweise wĂ€re eine GrundstĂŒcksflĂ€che von 450 bis 500 Quadratmeter notwendig.

Zur Auswahl standen mehrere GemeindegrundstĂŒcke: Weinheimer Straße, Großsachsener Straße (heutiger Bauhof) und Rheinstraße.

Das GrundstĂŒck an der Weinheimer Straße ist fĂŒr die Realisierung von 30 PlĂ€tzen zu klein und liegt an einer Stichstraße, was ungĂŒnstig fĂŒr die Bring- und Abholsituation ist. Das vom Bauhof zur Zeit genutzte GrundstĂŒck gegenĂŒber des Rathauses ist wiederum zu groß und mĂŒsste geteilt werden, eine einheitliche Nutzung wĂ€re sinnvoller.

Zudem mĂŒssen die ParkplĂ€tze davor erhalten bleiben und der Umzug des Bauhofes ins Hilfeleistungszentrum wird voraussichtlich erst Mitte des Jahres stattfinden. Danach mĂŒssten die bestehenden GebĂ€ude erst abgerissen werden und es wird voraussichtlich ein Bodengutachten erforderlich sein. Damit könnte ein Neubau fĂŒr die Kinderkrippe erst mit einer zeitlichen Verzögerung realsiert werden.

Deshalb prĂ€ferierte die Verwaltung das GrundstĂŒck an der Rheinstraße, das im Augenblick teilweise von den Pfadfindern genutzt wird. Das GrundstĂŒck ist groß genug, so dass auch weiterhin die Übungsstunden der Pfadfinder dort stattfinden können. Auch gĂ€be es dort keine Probleme mit dem Hol- und Bringdienst und zudem sei das GrundstĂŒck im Bebauungsplan schon fĂŒr eine Schule oder einen Kindergarten vorgesehen gewesen.

In einem Bewerbungsverfahren (Bau und Betrieb) sollen nun die Bewerber je zwei Varianten mit 30 und mit 20 plus 10 PlĂ€tzen vorstellen. Dazu soll auch wieder ein Kinderbetreuungsausschuss gegrĂŒndet werden.

In der Sitzung des Verwaltungsausschuss wurde ebenfalls darĂŒber diskutiert, inwiefern die Gemeinde selbst als Bauherr der Kleinkindkrippe auftreten könnte, um die Bewerbervielfalt zu erhöhen.

Die Gemeinde wird nicht Bauherr

Der Beschlussvorschlag sah nun vor, dass die Gemeinde die Kinderkrippe nicht in Eigenregie als Bauherr und auf eigene Rechnung errichten werde.

Bei der Wahl des GrundstĂŒckes einigte man sich schnell auf die Rheinstraße, mit einer Gegenstimme wurde der Bau der Kinderkrippe dort beschlossen. Dagegen stimmte Matthias Dallinger (CDU), der, wie er erklĂ€rte, zwar fĂŒr den Bau der Kinderkrippe, aber gegen die Standortwahl sei. Warum, fĂŒhrte er nicht aus.

Hartmut Kowalinski gab zu Bedenken, er hoffe nicht, dass sich Rentner an dem Bau einer Kinderkrippe in der Nachbarschaft stören könnten.

Einstimmig wurde der Punkt des Bewerbungsverfahren entschieden. Auch, wenn Dr. Horst Metzler (SPD) anmerkte, dass das Verfahren bei dem Bau der Kinderkrippe in Großsachsen nicht so erfolgreich gewesen sei, wie es jetzt dargestellt werde. Denn letztendlich sei nur ein Bewerber ĂŒbrig geblieben.

Heftig diskutiert wurde der dritte Punkt des Beschlussvorschlags, der vorsieht, die Gemeinde als Bauherr auszuzschließen.

Wir sollten es nicht kategorisch ablehnen, der eigene BautrÀger zu sein,

sagte Monika Maul-Vogt (GLH). Sie schlug vor erst einmal das Bewerbungsverfahren abzuwarten und dann eine Entscheidung zu treffen.

Diese Meinung teilten die anderen Fraktionen im Gemeinderat nicht.

Wir sollten den Bau nicht in Eigenregie durchfĂŒhren, dies ist ein Projekt, das wir gut weitergeben können,

meinte Ferdinand Graf von Wiser (CDU).

Wir haben so viele Aufgaben, wie zum Beispiel die Renovierung der KindergÀrten,

pflichtete ihm Werner Volk (FW) bei.

Horst Metzler wollte wissen, ob es zwingend notwendig sei, dass der Betreiber und der Investor in einer Hand verbunden seien. Das verneinte der BĂŒrgermeister:

Der Betreiber kann gerne einen Investor im GepÀck haben.

Zudem kĂ€me fĂŒr Herrn Metzler nur eine Erbpachtlösung in Frage:

Denn die Gemeinde zahlt viel und hat dann letztendlich kein Eigentum.

Man mĂŒsse von 600.000 Euro Baukosten ausgehen, pro Kind gĂ€be es 12.000 Euro Landeszuschuss, aber damit blieben immer noch 240.000 Euro „an der Gemeinde hĂ€ngen“, errechnete Just:

DafĂŒr hat der Gemeindehaushalt kein Spielraum.

Schließlich beschloss der Gemeinderat bei vier Gegenstimmen (GLH), dass die Gemeinde das GebĂ€ude nicht in Eigenregie als Bauherr und auf eigene Rechnung errichten wird.

Zum 1. August 2013 soll die Kinderkrippe den Betrieb aufnehmen.

Das Ruftaxi fÀhrt mit Weinheimer Unternehmer weiter

Der Ruftaxiverkehr Hirschberg – Heddesheim wurde vom ausfĂŒhrenden Unternehmen Taxi Foum aus Schriesheim zum 01. MĂ€rz 2012 gekĂŒndigt.

Die Verwaltung hatte fĂŒnf Taxiunternehmen zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Das gĂŒnstigste Angebot wurde von der Firma Taxi Wolff aus Weinheim abgegeben.

Diese berechnet fĂŒr Fahrten innerhalb Hirschbergs 11 Euro (bisher 7 Euro), zwischen Heddesheim und Hirschberg 14,50 Euro (bisher 9 Euro). Dies entspricht einer Preissteigerung von rund 57 Prozent innerhalb Hirschbergs und 61 Prozent zwischen Hirschberg und Heddesheim, dafĂŒr wird hier auf einen Sockelbetrag verzichtet, erklĂ€rte Just.

Unter BerĂŒcksichtigung des durchschnittlichen Aufkommens des letzten halben Jahres und der Erstattung des VRN, bedeutet dies fĂŒr Hirschberg eine Erhöhung von rund 4.200 Euro bzw. 57,4 Prozent gegenĂŒber dem bisherigen Anbieter.

Der Verwaltungsausschuss sprach sich grundsĂ€tzlich fĂŒr eine FortfĂŒhrung des Ruftaxiverkehrs sowie die Vergabe an den Taxibetrieb Wolff, Weinheim, aus.

Und auch der Gemeinderat stimmte der WeiterfĂŒhrung des Ruftaxiverkehrs einstimmig zu.

Der Fahrpreis innerhalb Hirschbergs soll nun auf 1,50 Euro je Fahrt und Person (vorher 1 Euro) erhöht werden. Just erlĂ€uterte, dass dies keine deutliche Verbesserung der Einnahmesituation mit sich bringe, da aufgrund von Monatskarten oder Behinderungen die meisten FahrgĂ€ste von der Zahlung befreit seien. Dennoch war man sich einig, dass die „moderate“ Erhöhung, bei der man noch unter dem Tarif der VRN bliebe, durchaus zumutbar sei.

Die Fahrt zwischen den Gemeinden soll bei dem Preis von 2 Euro bleiben.

Die Gemeinde Hirschberg beauftragt die Firma Taxi Wolff aus Weinheim zum 01. MĂ€rz 2012 den Ruftaxiverkehr durchzufĂŒhren.

Dokumentation: Rede von BĂŒrgermeister Manuel Just zur ersten Hirschberger Feuerwehr

„Auf der Zielgeraden eines wirklich großartigen Fusionsprozesses“

Hirschberg, 30. Januar 2012. (red) BĂŒrgermeister Manuel Just begrĂŒĂŸte am vergangenen Samstag in der Aula der Karl-Drais-Schule eine Reihe von EhrengĂ€sten zur 1. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hirschberg. Wir dokumentieren seine Rede.

Neben den Kommandanten wurden insbesondere der Alt- und EhrenbĂŒrgermeister Werner Oeldorf sowie die EhrengemeinderĂ€te Martin Stöhrer und Martin-Heinrich Bitzel begrĂŒĂŸt, dazu verschiedene Vertreter des Feuerwehrkreises sowie des DRK.

Just erinnerte daran, dass sich die beiden Wehren seit 2004 in „einem fĂŒr unsere Gemeinde weitreichenden Fusionsprozess“ befĂ€nden. Als Hauptmotive nannte Just die EinsatzfĂ€higkeit und Wirtschaftlichkeit.

Durch die ausgeprĂ€gte Pendlerstruktur in beiden Ortsteilen habe man befĂŒrchtet, irgendwann zu einem Punkt zu kommen, „an dem ihre SchlagkrĂ€ftigkeit insbesondere unter der Woche erheblich in Frage gestellt sein wird“.

So reifte die Erkenntnis, dass es nicht erst dazu kommen dĂŒrfe, dass im Ernstfall „die Mindestausstattung unserer Wehr nicht gewĂ€hrleistet werden kann“.

Die hohen Unterhaltungskosten fĂŒr Fahrzeuge, GerĂ€tschaften und GebĂ€ude ließen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit zusĂ€tzlich die Überlegung entwickeln, dass eine stĂ€rkere Zusammenarbeit deutliche Effizienzgewinne erzeugen kann.

Wer alleine arbeitet addiert. Wer zusammenarbeitet multipliziert!,

hieß es schon 2005 in einer PrĂ€sentation gegenĂŒber dem Gemeinderat und dem damaligen BĂŒrgermeister Werner Oeldorf.

galerie_fw_hv-8151

Erste Hauptversammlung der Feuerwehr Hirschberg.

So wurde in den letzten Jahren an einem gemeinsamen Fahrzeugkonzept und einer gemeinsamen Organisationsstruktur gearbeitet und ein neues und gemeinsames FeuerwehrgebÀude wurde geplant.

Just erinnerte daran, dass vor allem die Standortentscheidung bezĂŒglich des neuen Feuerwehrhauses hart diskutiert wurde –  nicht zuletzt wegen des dazwischengekommenen BĂŒrgermeisterwahlkampfes.

In den Jahren 2006 bis 2008 fokussierte sich die Diskussion auf die beiden tatsĂ€chlich möglichen Standorte in der Weinheimer Straße bzw. den RennĂ€ckern – sprich dem Standort, der letztendlich auch den Zuschlag erhielt, rekapitulierte der BĂŒrgermeister.

Er halte vor dem Hintergrund des StĂ€dtebaus, möglicher Belastungen fĂŒr Anwohner und der Tatsache, dass auch von dem kĂŒnftigen Standort aus die erforderlichen Einsatzzeiten gehalten werden können, die Entscheidung fĂŒr sachgerecht und richtig.

Durch das Einbinden der Kameradinnen und Kameraden in den Baubegleitenden Ausschuss sei es gelungen, „ein GebĂ€ude zu planen und letztendlich auch zu errichten, welches den EinsatzkrĂ€ften auf Jahrzehnte hin ideale Arbeitsbedingungen bieten wird.“

Just versprach, im Sommer – spĂ€testens jedoch im Herbst – werde man das GebĂ€ude nicht nur bezogen, sondern es in einer feierlichen Einweihung und einem „Tag der offenen TĂŒr“ seiner Bestimmung ĂŒbergeben haben.

In insgesamt acht gemeinsamen Feuerwehrausschusssitzungen wurden, die seit diesem Jahr gĂŒltige Feuerwehrsatzung, die Dienstkleidung, die Gestaltung des Terminkalenders, die Alarm und AusrĂŒckeordnung und vieles mehr beraten und die VorschlĂ€ge fĂŒr die zu vergebenden Ämter und Funktionen erarbeitet.

Damit biegen wir ziemlich genau nach acht Jahre – und zugegebener Maßen nach einer Menge an Arbeit – auf die Zielgerade eines wirklich großartigen Fusionsprozesses ein. Am heutigen Tag sprechen wir von 227 Mitgliedern beider Wehren, die nach 115 Jahren Feuerwehr Großsachsen und 123 Jahren Feuerwehr Leutershausen in die Freiwillig Feuerwehr Hirschberg ĂŒbergehen.

Just bedankten sich bei allen Kameradinnen und Kameraden und besonders bei den beiden Kommandanten, die den Zusammenschluss nicht nur unterstĂŒtzt, sondern auch gesteuert hĂ€tten. Sein Dank galt auch seinem AmtsvorgĂ€nger Oeldorf  sowie allen GemeinderĂ€ten (die aber nicht alle erschienen waren, Anm d. Red.)

Sie hĂ€tten dazu beigetragen, dass 37 Jahre nach dem Zusammenschluss beider Ortsteile, diese wichtige organisatorische Einheit diesen Schritt ohne Druck und aus freien StĂŒcken getan haben.

Mit dem Leitspruch „Gott zur Ehr, dem nĂ€chsten zur Wehr“  und dem Wunsch fĂŒr einen guten und konstruktiven Start, schloss Just seine Rede.

Feuerwehr drei Mal Thema im Gemeinderat

Neue Feuerwehrsatzung – Wahlen Anfang 2012

Hirschberg, 15. Dezember 2011. (red) Der Gemeinderat hat eine neue Satzung fĂŒr die „Freiwillige Feuerwehr Hirschberg“ beschlossen. Kommendes Jahr fusionieren die beiden Wehren aus Großsachsen und Leutershausen zu einer gemeinsamen Feuerwehr. Anfang 2012 werden die Kommandanten sowie andere FunktionstrĂ€ger neu gewĂ€hlt.

Bis die neue Freiwillige Feuerwehr Hirschberg im Herbst 2012 ihr neues Feuerwehrhaus beziehen kann, dauert es noch ein wenig. Aktuell wurde die neue 16-seitige Satzung gemĂ€ĂŸ Verwaltungsvorlage im Gemeinderat beschlossen.

Anfang 2012 werden die Kommandanten und der restliche Vorstand erstmals in einer gemeinsamen Hauptversammlung gewĂ€hlt. Als Kommandant stellt sich Peter Braun zur Wahl. Ob es einen weiteren Kandidaten gibt und wer fĂŒr den Stellvertreter kandidiert, ist noch nicht klar. Der Großsachsener Kommandant Heinrich Mayer wird sich nicht zur Wahl stellen, bleibt aber bis 65 Jahre Mitglied der Wehr.

Die Großsachsener Wehr hat rund 70 aktive Mitglieder, 60 in der der Altersmannschaft und 20 in der Jugend. In Leutershausen sind es 60 Aktive, 40 in der Altersmannschaft und knapp 20 in der Jugend.

Die Hauptversammlung soll voraussichtlich am 28. Januar um 17:00 Uhr in der Karl-Drais-Schule stattfinden. Nach außen wird die Fusion als „problemlos“ dargestellt, tatsĂ€chlich gibt es aber auch deutliche „Befindlichkeiten“.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung von gestern verschiedene „Gestaltungen“ des Kommunalen Hilfeleistungszentrums beschlossen. Die Fassade soll „erdigbraun“ gestrichen werden, Nassbereiche, Umkleide und SanitĂ€rbereiche werden in grau/weiß/anthrazit gehalten, ebenso die BĂŒros und VeranstaltungsrĂ€ume, in denen Linoleum verlegt werden wird.

FĂŒr 8.500 Euro werden Polo-Shirts und MĂŒtzen mit „entsprechendem Emblem“ beschafft. Die ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgabe wurde einstimmig vom Gemeinderat angenommen.

 

Richtfest des Kommunalen Hilfeleistungszentrum Hirschberg


Richtfest Hilfeleistungszentrum Hirschberg: BĂŒrgermeister Manuel Just.

Hirschberg, 10. Oktober 2011. (red) Sechs Monate nach der Grundsteinlegung fĂŒr das Kommunale Hilfeleistungszentrum Hirschberg konnte heute in Leutershausen das Richtfest gefeiert werden.-  BĂŒrgermeister Manuel Just freute sich: „Wir haben den lĂ€ngsten Teil der Wegstrecke hinter uns“.

7,7 Millionen wird das neue Kommunale Hilfeleistungszentrum Hirschberg kosten und ist somit das „signifikanteste und teuerste Bauprojekt Hirschbergs“, so Just.

Das Richtfest bezeichnete der BĂŒrgermeister als interne Veranstaltung, zu der man bewusst keine Abgeordnete des Kreises und des Landes eingeladen habe. Das werde man bei der offiziellen Einweihungsfeier im Herbst 2012 nachholen.

Den Richtspruch sprach Bauleiter Thomas Börsig von der Firma Bold.

Wenn das Großprojekt fertiggestellt ist, werden hier die „Freiwillige Feuerwehr Hirschberg“ – eine Fusion der beiden Wehren Großsachsen und Leutershausen, das DRK und der Bauhof einziehen.

In seiner Ansprache ging der BĂŒrgermeister auf die „Kernfrage“ des Projektes, auf das „Warum“ ein. „Es war nicht notwendig im Sinne einer Not, aber alternativlos, um die Gemeinde und die Wehren weiter zu entwickeln“, unterstrich der BĂŒrgermeister und betonte, der Gemeinderat habe die richtige Entscheidung getroffen.

Ein ausfĂŒhrlicher Bericht folgt.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Gemeinde teilt Eckdaten zur Feuerwehrfusion mit


Guten Tag!

feuerwehr-grossachsen121

Die Feuerwehr Großsachsen bei der vergangenen JahreshauptĂŒbung.

Hirschberg, 22. MĂ€rz 2011. (pm/red) Am 15. April 2011 soll es den ersten Spatenstich fĂŒr das neue Hilfeleistungszentrum geben. Bis September 2012 soll es fertig gestellt sein. Die Wahl des ersten Kommandanten der vereinten Feuerwehr Hirschberg soll im April 2012 erfolgen – 2014 soll es das erste große Fest zum 125jĂ€hrigen JubilĂ€um geben. Auch so viel steht fest: Der kĂŒnftige Etat wird kleiner als die Summe der bisherigen Einzeletats bleiben.

Information der Gemeinde Hirschberg:

„Die Gemeindeverwaltung hat sich in Anbetracht der harmonischen Entscheidungsfindung und der Tragweite der Entscheidungen dazu entschieden eine Presseinformation zu den Ergebnissen aus der letzten gemeinsamen Feuerwehrausschusssitzung bekannt zu geben:

Bereits am 02. MĂ€rz 2011 trafen sich die beiden FeuerwehrausschĂŒsse aus Großsachsen und Leutershausen zu ihrer bereits dritten gemeinsamen nichtöffentlichen Ausschusssitzung mit BĂŒrgermeister Manuel Just im Rathaus.

Alarm- und AusrĂŒckeordnung

Im Rahmen dieses Tagesordnungspunktes gab es fĂŒr die Anwesenden einen Bericht aus der Arbeitsgruppe, welche die neue Alarm- und AusrĂŒckordnung fĂŒr die Feuerwehr Hirschberg, konzipiert.

Das Modell der Unterteilung der Alarmierungsschleifen je nach Einsatzart und Tageszeit wird auch fĂŒr die fusionierte Wehr umgesetzt werden.
FĂŒr die weitere Planung werden jedoch die Personaldaten beider Wehren aktualisiert.

Hierzu stellte Heinrich Mayer den ersten Entwurf des Erfassungsbogens vor, welcher Ende Mai an alle Mitglieder beider Wehren verschickt werden soll.

Satzung der Feuerwehr Hirschberg

Heinrich Mayer, der Vertreter der Arbeitsgruppe „Satzung der Feuerwehr Hirschberg“ stellte den Zuhörern den ersten Entwurf vor. Die Satzung basiert auf der Vorlage des Gemeindetages sowie bestehenden Satzungen von Nachbargemeinden.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die Satzung bereits im September dem Verwaltungsausschuss der Gemeinde Hirschberg vorzustellen, so dass im Dezember diese vom Gemeinderat verabschiedet werden kann.

Zeitpunkt der Wahl eines gemeinsamen Gesamtkommandanten

Voraussichtlich am 15. April 2011 wird der erste Spatenstich fĂŒr das neue HLZ erfolgen. Die Fertigstellung ist fĂŒr September 2012 geplant. Um dem zukĂŒnftigen Hirschberger Kommandanten und seinem Ausschuss die Möglichkeit zu geben bei wichtigen Entscheidungen Einfluss nehmen zu können, ist eine Wahl im FrĂŒhjahr 2012 von Vorteil.

Ein spĂ€terer Zeitpunkt erscheint in Anbetracht der zu leistenden Investitionen weder dem Gemeinderat noch der Bevölkerung vermittelbar und war im Konzept so niemals vorgesehen. Auch sehen die Wehren mehrheitlich keine Notwendigkeit fĂŒr ein weiteres „kennenlernen“. Insbesondere BĂŒrgermeister Just befĂŒrwortet aus diesen GrĂŒnden die Wahl im FrĂŒhjahr 2012 durchzufĂŒhren.

Daher gab es am Ende den einstimmigen Beschluss aller anwesenden stimmberechtigter Mitglieder beider Wehren, die Wahl des Kommandos und des Ausschusse gemĂ€ĂŸ der von der Verwaltung erarbeiteten Sitzungsvorlage im FrĂŒhjahr 2012 durchzufĂŒhren.

Haushaltsplan 2012

Beim Haushalt 2012 wird es im August/ September 2011 erste AbstimmungsgesprĂ€che ĂŒber die Höhe des zur VerfĂŒgung stehenden Budgets der Feuerwehr Hirschberg geben.

BĂŒrgermeister Just ergĂ€nzte hierzu, dass die Höhe des neuen Haushalts nicht der Gesamtsumme der beiden heutigen Haushalte entsprechen wird.

FeuerwehrjubilÀum 2014

Nach dem Beschluss im Ausschuss der Feuerwehr Leutershausen 2014 kein Leutershausener JubilĂ€um zu feiern, wurde von den Anwesenden beschlossen, dass das erste große Fest der Feuerwehr Hirschberg das 125jĂ€hrige JubilĂ€um 2014 sein wird.

Dass die gemeinsame Sitzung so reibungslos und durchgefĂŒhrt werden konnte, ĂŒberraschte auch den BĂŒrgermeister. Es zeigte ihm aber deutlich, dass die anwesenden Ausschussmitglieder beider Wehren auch in brisanten Themen 100% Einigkeit zeigen und zu der Fusion stehen.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Sommertagszug: Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Winter verbrannt


Der Winter wird verabschiedet - Sommertagszug 2011 in Leutershausen. Bild: hirschbergblog.de

Guten Tag!

Hirschberg, 21. MĂ€rz 2011. Der 25. Hirschberger Sommertagszug startete gestern um 14:30 Uhr an der Karl-Drais-Schule (frĂŒhere Martin-Stöhr-Schule) in Leutershausen und zog ĂŒber die Mozart Straße, Friedrichstraße, Bahnhofstraße, Hauptstraße, Fenchelstraße und Hölderlinstraße wieder zurĂŒck zu dem Schulhof der Karls-Drais Schule, wo der „Winterbutzen“ bei strahlendem Sonnenschein verbrannt wurde.

Der Sing- und Volkstanzkreis Leutershausen (SVK) hatte die Veranstaltung organisiert. Der Vorsitzende JĂŒrgen Gustke betonte, dass der Hirschberger Sommertagszug ganz der KurpfĂ€lzer Tradition verhaftet sei, und mit Kindern und den Symbolen der „Butzen“ werde der Sommer begrĂŒĂŸt.

Gut 100 Kinder der Leutershausener KindergĂ€rten sowie die Mitglieder des Sing- und Volkstanzkreises wirkten bei dem Sommertagszug mit. BĂŒrgermeister Manuel Just und die GemeinderĂ€tin Eva-Marie Pfefferle begleiteten den Zug. Vor der symbolischen Verbrennung des Winters auf dem Schulhof der Karl-Drais-Schule zeigte die Kindertanzgruppe des SVK traditionelle TĂ€nze.

BĂŒrgermeister Just dankte der Feuerwehr und dem DRK sowie allen Mitwirkenden.

Die Gemeinde verteilte Sommertagsbrezeln an die teilnehmenden Kinder. Der Musikverein Dossenheim und die Kapelle AM begleiteten den Zug musikalisch.

Viel Freude mit den Fotos.

[nggallery id=40]

Erster gemeinsamer Feuerwehrball

Guten Tag

Hirschberg, 13. Oktober 2010. (red/jkw) Der noch bevorstehende offiziellen Fusion der beiden Hirschberger Feuerwehren ging am 02. Oktober 2010 ein festlicher Akt voraus. Zusammen feierten die Großsachsener und Leutershausener Feuerwehren ihren ersten und vorletzten gemeinsamen Ball.

Der Leutershausener Kommandant Tobias Rell begrĂŒĂŸte am 02. Oktober 2010 in der Heinrich-Beck-Halle die GĂ€ste. Wegen zahlreicher paralleler Veranstaltungen waren mit 380 GĂ€sten rund 100 weniger gekommen als erhofft. Tobias Rell betonte in seiner Rede noch einmal, welch großen Respekt er den freiwilligen FeuerwehrmĂ€nnern aus den beiden Gemeindeteilen zuschreibt. Dem schloss sich BĂŒrgermeister Manuel Just an und nahm die Ehrungen der Feuerwehrleute vor, darunter Karl Bender, Josef Proissl und Erwin Ewald, die fĂŒr ihre 50-jĂ€hrige Mitgliedschaft geehrt wurden.

Eine seltene Ehrung, muss man dafĂŒr doch schon in jungen Jahren in die Feuerwehr eingetreten sein, der man aktiv bis zum 65-ten Lebensjahr angehören kann. Auch „eheliche Seite“ der Feuerwehr wurde mit Margarete Mayer und Manuela Rell stellvertretend fĂŒr die familiĂ€re UnterstĂŒtztung geehrt. BĂŒrgermeister Just hob die Kameradschaft insgesamt und den Einsatz fĂŒr die Gemeinde hervor.

BĂŒrgermeister Just nutzte den feierlichen Anlass, auf die Zukunft der beiden Wehren hinzuweisen, die spĂ€testens ab 2012 eine gemeinsame Wehr bilden und im neuen Hilfeleistungszentrum ihr Quartier haben werden. Der Ball ist als Teil dieses Fusionsprozesses in die Planungen miteinbezogen, um die beiden Wehren nicht nur fachlich, sondern auch feierlich zusammenzubringen. SelbstverstĂ€ndlich kennt man sich gut und hat schon oft bei EinsĂ€tzen gemeinsam Dienst getan, doch sind es bislang eben zwei Wehren. In diesem Jahr gab es also nun den ersten gemeinsamen Ball, im kommenden Jahr wird es den zweiten und auch letzten gemeisamen Ball geben, weil es dann nur noch eine Freiwillige Feuerwehr Hirschberg geben wird.

Ab 20 Uhr spielte die Coverband Celebration Lieder von Disco Fox bis Walzer und gerade bei den beliebten TĂ€nzen wie Rumba und Cha-cha-cha fĂŒllte sich die TanzflĂ€che. Neben dem Tanz der GĂ€ste wurden zwei Tanzeinlagen geboten. Zum einen eine Bauchtanzgruppe aus Viernheim zum anderen „Drums Alive“ der SGL-Leutershausen.

Ein weiterer Programmpunkt war die vielfĂ€ltige Tombola, fĂŒr welche Lose zu einem erschwinglichen Preis erworben werden konnten. Um die gemĂŒtliche, feierliche Stimmung perfekt zu machen, waren an der Decke große Lampions aufgehĂ€ngt worden. Und auch die Tischdekoration fiel nicht spĂ€rlich aus. Sogar ein Springbrunnen verschönerte den Eingangsbereich.

NatĂŒrlich in den Farben der Feuerwehr: Gelb und Rot. Die aufmerksame Bewirtung des Roten Kreuzes brachte dann auch dem letzten Besucher sein GetrĂ€nk. Die Kameraden selbst waren leicht zu erkennen. Sie alle trugen die typische Feuerwehruniform. Gut sichtbar fĂŒr jedermann wurden Abzeichen und Auszeichnungen stolz auf der Brust getragen.

UnterstĂŒtzt wurden die Wehren durch die beiden OrtsverbĂ€nde des Deutschen Roten Kreuzes, die ebenfalls zum Umzug ins HLZ fusionieren werdne.

Der nĂ€chste Ball im kommenden Jahr wird dann in Großsachsen stattfinden – jĂ€hrlich sollen die Ballorte wechseln, um beiden Ortsteilen gerecht zu werden.

Anmerkung der Redaktion:
Wegen eines technischen Defekts können wir leider keine Bilder vom Feuerwehrball anbieten. Sofern wir noch ein Foto organisieren können, stellen wir das ein.

Mehreinnahmen im Haushalt – ein Lichtblick, aber kein Grund zum Jubel

Guten Tag

Hirschberg, 30. September 2010. In der Gemeinderatssitzung am 28. September 2010 sagte BĂŒrgermeister Manuel Just, dass sich der Haushalt der Gemeinde besser entwickelt habe, als geplant. Die insgesamt 510.000 Euro Mehreinnahmen im Verwaltungshaushalt plus Mehrausgaben in der Gewerbesteuerumlage ergeben 450.000 Euro weniger an negativer ZufĂŒhrung.

Von Sabine Prothmann

Just erlĂ€uterte in seinem Bericht, dass die Mehreinnahmen vor allem durch ein Plus bei der Gewerbesteuer, die Jahr fĂŒr Jahr schwer zu planen sei, sowie durch den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und durch den Familienleistungsausgleich zustanden gekommen sei. Dies sei jedoch ein bundespolitischer Trend und nicht auf die Gemeinde zurĂŒckzufĂŒhren.

Peter Johe von den Freien WĂ€hlern war mit dem Ergebnis zufrieden: „Diese Zwischenbilanz gibt Hoffnung und wir werden weniger geschoren als erwartet“. Die Entwicklung sehe gut aus, denn zu den besseren Einnahmen kommen weniger Ausgaben. Dies resultiere in aus der Verzögerung beim Baubeginn des Hilfeleistungszentrum sowie bei der Kostenbeteiligung am zweigleisigen OEG-Anschluss, Projekte, die in diesem Jahr nicht mehr begonnen werden. Deshalb sollte man ĂŒberlegen, ob es besser sei, schon in diesem Jahr ein Darlehen aufzunehmen.

Dem Vorwurf der GrĂŒne Liste Hirschbergs, man hĂ€tte mit den Mehreinnahmen kleinere Projekte wie das Umweltförderprogramm unterstĂŒtzen können, hielt Johe entgegen, dass man bei Haushaltsbeschluss 2009 noch in der Krise steckte und dass eine Erholung der Wirtschaft nicht vorhersehbar war.

Gemeinderat Ferdinand Graf von Wiser (CDU) bezeichnete die Mehreinnahmen als Lichtblick, der mit Vorsicht zu genießen sei: „Wir brauchen nicht jubilieren.“ An die GLH gewandt, meinte Graf von Wiser, man dĂŒrfe nicht so naiv sein, zu glauben, man hĂ€tte das auch anders einplanen können: „Man soll nichts verteilen, bevor der BĂ€r erlegt ist“, aber die CDU freue sich ĂŒber die Situation, auch wenn sie noch nicht komfortabel sei.

„Auch wir können uns freuen“, antwortete JĂŒrgen Steinle (GLH), „wir wollen nicht die Kasse der Gemeinde plĂŒndern“, sondern man wolle kleine Maßnahmen wie das Umweltförderprogramm realisieren. Das normale GeschĂ€ft sollte auch laufen.

Just gab zu Bedenken, auch bei dem positiven Ergebnis handle es sich immer noch um ein Minus von gut einer halben Million, da mĂŒsse man sich fragen, „was können wir uns erlauben“.

Auch Hartmut Kowalinski (FDP) unterstrich, „wir haben nicht gespart, sondern weniger ausgegeben“, denn die Ausgaben wurden nur verschoben. Die Gewerbesteuer bezeichnete er als „zickige Braut“.

„Diese Zahlen sind erfreulich, aber nicht beruhigend“, kommentierte Dr. Horst Metzler (SPD) den Bericht des BĂŒrgermeisters. Das Umweltförderprogramm der Gemeinde Hirschberg mĂŒsse zunĂ€chst ĂŒberarbeitet werden.

An Metzler gewandt fragte Kowalinski, ob er meine, man solle Kredite aufnehmen. „Dazu habe ich keine Meinung, das muss man rechnen“, entgegnete der SPD-Gemeinderat.

NatĂŒrlich prĂŒfe die Gemeinde schon zu diesem Zeitpunkt Darlehen und Zinssicherung, erklĂ€rte Just.

Ortskernsanierung jetzt auch vermehrt fĂŒr PrivateigentĂŒmer

Ein Punkt auf der Tagessordnung des Gemeinderates am 28. September 2010 war der Aufstockungsantrag fĂŒr die Ortskernsanierung in Großsachsen II. Der Förderrahmen soll um 143.000 Euro erhöht werden.

Einstimmig wurde beschlossen, dass die Gemeinde einen Antrag beim RegierungsprÀsidium auf Erhöhung der Landesbeihilfe um 85.600 Euro stellt. Bei einem Fördersatz von 60 Prozent durch das Land errechnet sich ein bei der Gemeinde verbleibender Eigenanteil von rund 57.400 Euro.

„Wir brauchen noch 215.000 Euro zur Förderung privater Maßnahmen“, erlĂ€uterte Just.

Die CDU könne dem nur zustimmen, so Karin Kunz. Die Sanierungsmöglichkeiten seien gut und viel genutzt worden.

Auch Eva-Marie Pfefferle (SPD) hielt es fĂŒr sinnvoll, dass die Ortskernsanierung durch einen Aufstockungsantrag erweitert wird. Vor allem, um dadurch die Nutzung durch Private zu ermöglichen. Wenn die Sanierung gefördert werde, wĂŒrde auch das Kaufinteresse steigen.

Johe unterstrich ebenfalls, dass die Gemeinde bislang großen Nutzen aus den Fördermitteln ziehen konnte und sieht jetzt auch fĂŒr Private eine große Chance mit kleineren AntrĂ€gen.

„Wir haben den PrivateigentĂŒmern nichts weggenommen fĂŒr eigene Maßnahmen“, stellte Just klar. Auch mit den Privaten seien VorgesprĂ€che gefĂŒhrt worden.

Den Nutzen im Sinne des Gemeindewohls halte er fĂŒr mindestens genauso wertvoll wie den Nutzen von PrivateigentĂŒmern, betonte Metzler.

Kein Spielraum mehr fĂŒr weitere Investitionen

ÜberplanmĂ€ĂŸige Ausgaben von gut 4000 Euro fĂŒr die Feuerwehr in Leutershausen standen als nĂ€chster Punkt auf der Tagesordnung. Im Verwaltungshaushalt 2010 stehen fĂŒr die Anschaffung von zehn Einsatzjacken fĂŒr die Freiwillige Feuerwehr Leutershausen 4500 Euro zur VerfĂŒgung. Durch einen Kommunikationsfehler, wie sich Just „vorsichtig“ ausdrĂŒckte, wurden 20 bestellt und geliefert.

„Bei der Feuerwehr gibt es jetzt kein Spielraum mehr fĂŒr Investitionen“, betonte der BĂŒrgermeister und ließ anklingen, dass er bei den Verantwortlichen seinen Unmut ĂŒber die zuviel bestellten Jacken geĂ€ußert habe.

Die Feuerwehr denke weit voraus, nach dem Motto: „Was ich hab-€ℱ, das hab-€ℱ ich“, kommentierte Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) ironisch das Verhalten der Leutershausener Wehr.

Matthias Dallinger (CDU) wollte wissen, ob bei der Anschaffung der Jacken auch berĂŒcksichtigt wurde, dass sich die beiden Wehren, Leutershausen und Großsachen, auf dem Weg einer Vereinigung befĂ€nden. Er hoffe nicht, dass die Jacken dann nicht mehr zu gebrauchen seien.

Mit „die beiden Wehren nĂ€hern sich mit großen Schritten an, es wird an einem Strang gezogen“, beruhigte BĂŒrgermeister Just die Bedenken des Gemeinderats Dallinger.

Der Beschlussvorschlag einer ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Ausgabe in Höhe von 4095,89 Euro wurde einstimmig angenommen. Gedeckt werden soll die Mehrausgabe durch Einsparung im Vermögenshaushalt in gleicher Höhe.

„Unsere KanĂ€le werden immer Ă€lter, genau wie wir“

Aufgrund des lang anhaltenden Winters 2009/2010 und der immer öfter auftretenden ExtremniederschlĂ€gen waren im Bereich Abwasserbeseitigung (Kanalnetzunterhaltung) vermehrt Reparaturen notwenig geworden. Die ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Ausgaben beliefen sich auf 39.000 Euro, so Just. Einstimmig wurden diese Ausgaben genehmigt. Die Finanzierung wird durch weniger Ausgaben im Bereich Straßen- und GebĂ€udeunterhaltung gedeckt.

„Diese Ausgaben sind wie das Wetter, nĂ€mlich unvorhersehbar“, sagte Dr. Jörg Boulanger (CDU).

„Unsere KanĂ€le werden immer Ă€lter, genau wie wir“, deshalb sollte man von vorneherein einen grĂ¶ĂŸeren Betrag im Haushalt einplanen, so Eva-Marie Pfefferle. Und erntete mit diesem Einwurf Lacher, aber auch Zustimmung.

Aus der nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 27. Juli 2010 gab BĂŒrgermeister Just bekannt, dass dem Erbbauvertrag mit den Partnern FWD Dossenheim, Evangelische Heimstiftung und dem Verein Postillon e.V. fĂŒr das Seniorenzentrum und die Kinderkrippe zugestimmt wurde.

Neben dem Antrag der GLH (wir berichteten) stellten die Freien WĂ€hler einen Antrag zur Errichtung einer weiteren Trainingshalle. Diese AntrĂ€ge nahm der BĂŒrgermeister zur Kenntnis.

Fotostrecke: „Ja, ich will.“

Guten Tag!

Hirschberg, 08. August 2010. (red) Wunderschöne Hochzeit: FĂŒr seine Frau Stefanie und den Hirschberger BĂŒrgermeister Manuel Just hat alles gestimmt. Unter dem Spruch: „Lasset uns aufeinander achten und uns zur Liebe und zu guten Taten anspornen (HebrĂ€er, 10, 24)“, haben sich die beiden in der evangelischen Kirche Leutershausen das „Ja-Wort“ gegeben. Getraut wurden sie von PrĂ€dikant Walter Pfefferle.

Das frischvermÀhlte Ehepaar strahlte beim Empfang um die Wette: Manuel Just und Stefanie Just (beide 32 Jahre alt, sie geborene Schotter) sind nun verheiratete Eheleute.

hochzeitjust113

Frisch vermÀhlt: Stefanie und Manuel Just. Bild: hirschbergblog

Da Manuel Just BĂŒrgermeister der Gemeinde Hirschberg ist, waren beim Empfang auch Vereinsvertreter, Mitglieder der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes und Gemeindeangestellte, viele der GemeinderĂ€te, andere BĂŒrgermeister, der Landrat Stefan Dallinger und weitere FunktionstrĂ€ger des öffentlichen Lebens anwesend.

hochzeitjust223

Stefanie und Manuel Just - "First Lady" und der BĂŒrgermeister. Bild: hirschbergblog.de

Nach der kirchlichen Trauung schĂŒttelte das frischvermĂ€hlte Paar sehr viele HĂ€nde (geschĂ€tzt 400) und nahm die GlĂŒckwĂŒnsche der EmpfangsgĂ€ste entgegen.

Das gestaltete sich teils formell, teils sehr emotional – aber immer herzlich.

Der BrĂ€utigam Manuel Just dankte in einer Ansprache den GĂ€sten dafĂŒr und warb um VerstĂ€ndnis, dass die weitere Hochzeitsfeier in Ketsch im engeren Familien- und Freundeskreis mit rund 50 Personen fortgesetzt werde.

Viel Freude mit unseren Fotos:

[nggallery id=24]
[nggallery id=25]
[nggallery id=26]

Download: Programm

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Feuerwerk: Feinstaub, LĂ€rm und Treibhausgas

Guten Tag!

Hirschberg, 31. Dezember 2009. Bleigießen, ein GlĂ€schen Sekt und das Feuerwerk um Mitternacht gehören fĂŒr die meisten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in Deutschland traditionell zum letzten Abend des Jahres. Jeder kennt aber auch die Situation, wenn um Mitternacht die Luft „zum Schneiden“ ist, die Augen brennen und es im Hals kratzt. Wenn wir Feuerwerkskörper abbrennen, steigt die Belastung der Luft mit Schadstoffen explosionsartig an.


Zu großen Teilen besteht der Feuerwerksqualm aus Feinstaub (PM – Particulate Matter, PM10 – Staubteilchen mit einem Durchmesser <10-”m). Es ist erwiesen, dass Feinstaub negativ auf den Gesundheitszustand wirkt.

Bis zu 100 Mal höhere Belastung mit Feinstaub

feuerwerk

Schönes Spektakel bringt Feinstaubbelastung, LĂ€rm und MĂŒll. Bild: Umweltbundesamt

Beispielhafte Auswertungen des Umweltbundesamtes fĂŒr den Jahreswechsel 2005/2006 zeigen, dass am ersten Tag des neuen Jahres die Luftbelastung mit gesundheitsgefĂ€hrdendem Feinstaub vielerorts so hoch ist wie sonst im ganzen Jahr nicht. PM10-Stundenwerte von bis zu 4000 -”g/m-Âł (4000 -”g/m-Âł = 4000 Mikrogramm PM10 pro Kubikmeter Luft) sind in der ersten Stunde des neuen Jahres in GroßstĂ€dten keine Ausnahme. Im stadtnahen, lĂ€ndlichen Bereich erreichen die PM10-Stundenwerte zwar nicht derartige Spitzen, doch ein drastischer Anstieg ist auch hier festzustellen.

In Deutschland werden zu Silvester rund 10.000 Tonnen Feuerwerk abgebrannt. Dabei werden große Mengen Feinstaub freigesetzt.

Pikant: Keine der 39 StĂ€dte, die 2009 eine Umweltzone haben, verbietet die Knallerei. Dabei sind Umweltzonen eingerichtet worden, um die Feinstaub-Belastung in der Luft zu senken. Dabei ist die Luft an keinem Tag im Jahr so hoch mit Feinstaub belastet wie am 1. Januar. Das Umweltbundesamt berichtet, dass zwischen Mitternacht und ein Uhr frĂŒh die Belastung bis zu hundert mal höher ist als normal.

Die rund 10.000 Tonnen Feuerwerk der Deutschen belasten zudem die AtmosphĂ€re mit verschiedenen Treibhausgasen, deren Klimawirkung rund 2.300 Tonnen Kohlendioxid entspricht. Diese Zahl hat die Landwirtschaftliche Versicherungsanstalt MĂŒnster nach Angaben des Versicherungskonzerns Allianz ermittelt.

10.000 Tonnen Knaller = 550 FlĂŒge MĂŒnchen/New York und zurĂŒck

Dies entspreche 25 Gramm CO2 pro Kopf der Bevölkerung oder 550 ÜberseeflĂŒgen von MĂŒnchen nach New York und wieder zurĂŒck. Da jeder Einwohner in Deutschland pro Jahr rechnerisch rund zwölf Tonnen CO2 freisetze, falle der Beitrag durch das Silvester-Feuerwerk allerdings vergleichsweise gering aus.

Bei einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz erklĂ€rten 77 Prozent der Befragten, ihnen falle zum Thema Silvester-Feuerwerk vor allem Geldverschwendung ein. Rund 71 Prozent fĂŒrchten sich vor Verletzungen, 63 Prozent halten die MĂŒllberge fĂŒr problematisch und etwas mehr als die HĂ€lfte denken an SachbeschĂ€digungen. Die deutschen Versicherungen zahlen laut Allianz jĂ€hrlich rund 40 Millionen Euro fĂŒr mehr als 22.000 SachschĂ€den, die in der Weihnachtszeit und der Silvesternacht entstehen.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog