Sonntag, 16. Juni 2019

Vorstandssitzung bei den Freien WĂ€hlern

Hirschberg, 23. Juli 2012. (red) In einer gut besuchten Vorstandssitzung am 19.07.2012  bearbeiteten die Freien WĂ€hler Hirschberg ihre Grundsatzaussagen, gingen auf das laufende Bebauungsplanverfahren „Breitgasse/Drittelsgasse“ in Großsachsen ein und besprachen erfolgte und anstehende Veranstaltungen. Aus dem Kreis der Teilnehmer wurden Fragen wie LĂ€rmentwicklung in der Heddesheimerstraße in Leutershausen, Ampelschaltungen und die Nutzung von Feldwegen angesprochen.

Von Volker Ehret

Alexander May ging nach der BegrĂŒĂŸung der zahlreich erschienen Vorstandsmitglieder gleich auf die von Peter Johe neu gefassten Grundsatzaussagen ein.  Hervorzuheben sind folgende Punkte: Die Freien WĂ€hler begrĂŒĂŸen es, dass Hirschberg an dem Modellversuch teilnehmen kann, bei dem  Kinder mit und ohne Behinderung in den Schulen gemeinsam lernen (Inklusion). Auch wenn diese Form des Unterrichts eine Herausforderung fĂŒr alle Beteiligten sein wird, hat der Modellversuch die volle UnterstĂŒtzung der Freien WĂ€hler. Bei der Werkrealschule mĂŒsse man die Entwicklung landesweit abwarten.

Bei den Finanzen stehe Hirschberg im Vergleich mit anderen Gemeinden trotz der hohen Investitionen beim Hilfeleistungszentrum und fĂŒr den OEG-Ausbau immer noch sehr gut da. Dies werde vor Allem deutlich, wenn man das Ergebnis von 2011 berĂŒcksichtige – es wurden Mehreinnahmen von rund 1,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Entwicklung bestĂ€tige die Freien WĂ€hler.

Wie schon wiederholt dargelegt, wird die Förderung des Einzelhandels als nicht einfach eingestuft. Die Gemeinde könne nur die Rahmenbedingungen verbessern. Das Ziel mĂŒsse nach wie vor sein, das Sterben von EinzelhandelsgeschĂ€ften in Hirschberg zu beenden.

Gewerbepark sichert Zukunft

Den Gewerbepark Hirschberg stufen die Freien WĂ€hler als richtige Entscheidung ein, sie sehen darin auch eine Sicherung der ZukunftsfĂ€higkeit.  Seine Lage ist weiterhin sehr attraktiv, eine mögliche Erweiterung wird begrĂŒĂŸt. Dass dabei die verkehrlichen Probleme und die Belastbarkeit der Hirschberger Verkehrswege beachtet werden mĂŒssen, wird als selbstverstĂ€ndlich angesehen.

Die Errichtung einer weiteren Trainingshalle wird nach wie vor als notwendig betrachtet und auch als finanzierbar – gerade mit Blick auf das Ergebnis fĂŒr 2011 –  eingestuft. Windkraftanlagen entlang der Bergstraße sollten grundsĂ€tzlich zulĂ€ssig sein, dabei mĂŒssen eine Abstimmung mit den anderen Gemeinden und StĂ€dte erfolgen und die Empfehlungen der Fachbehörden beachtet werden.

Besser verdichten als neu erschließen

Der Vorhaben bezogene Bebauungsplan Breitgasse/Drittelsgasse in Großsachsen wird von den Freien WĂ€hlern nach wie vor begrĂŒĂŸt, Innenverdichtung ist grundsĂ€tzlich der Erschließung neuer Baugebiete vorzuziehen. Im Bebauungsplanverfahren können Bedenken und Anregungen vorgetragen werden, diese BĂŒrgerbeteiligung ist wichtig und darf nicht in Frage gestellt werden. Der Stil und auch der Inhalt mancher BeitrĂ€ge im Zusammenhang mit dem vorgenannten Bebauungsplan lassen jedoch viel Unsachlichkeit erkennen. Stimmungsmache in solchen Verfahren wird abgelehnt. Wenn fĂŒr alle FlĂ€chen der Ortsetter Großsachsen und Leutershausen die angestrebten BebauungsplĂ€ne realisiert sind, werden  Innenverdichtungen einfacher zu handhaben sein.

Die letzten Veranstaltungen (Besuch des Biomassekraftwerks der AVR in Sinsheim und Blick hinter die Kulissen im Schlossgarten Schwetzingen) seien erfolgreich gewesen, May dankte den Organisatoren.

Wie zu erfahren war, ist die Fahrt zur Sommerrodelbahn im Rahmen der Ferienspiele bereits wieder ausgebucht. Die Freien WĂ€hler werden die Teilnehmer mit Privat-PKW nach Kreidach hin und zurĂŒck bringen und den Kindern das Herunterflitzen mit den Bobs mit viel Spaß und Freude ermöglichen.

LĂ€rmende Partyheimfahrer

Aus dem Teilnehmerkreis wurde ĂŒber stĂ€ndigen LĂ€rm an Wochenenden in der unteren Heddesheimer Straße geklagt. Die Belastung gehe von abends 22 Uhr bis mitunter morgens 4 Uhr. Die Folge seien Schlafstörungen bei den Anwohnern. Es wird vermutet, dass Jugendliche im oder beim Jugendhaus oder im Sportstadion lautstarke Feten abhalten und in nicht mehr nĂŒchternem Zustand auf dem Weg zum OEG-Bahnhof keine RĂŒcksicht auf die Anwohner nehmen.

Diese LĂ€rmbelĂ€stigungen gingen schon recht lange, man sei nicht mehr bereit, sie lĂ€nger zu ertragen. Die Anwohner hĂ€tten an BĂŒrgermeister Manuel Just einen Brief geschrieben und um ein GesprĂ€ch gebeten. Die Gemeinde selbst habe auch finanzielle Nachteile, da SachbeschĂ€digungen an Gemeindeeigentum durch die Jugendlichen erfolgt seien.

KĂŒrzer warten an der Ampel

Auch die Wartezeiten an Ampel bestĂŒckten Kreuzungen in Hirschberg waren ein Thema des Abends. Die Wartezeiten seien ohne Frage kĂŒrzer geworden und zum Teil hinnehmbar. Wenn jedoch ab Ende Juli die Taktverdichtung bei der OEG morgens und nachmittags komme, werden von den Freien WĂ€hlern gravierende Probleme erwartet.

Aus dem Teilnehmerkreis wurde angeregt zu ĂŒberprĂŒfen, wie es mit der Nutzung von Wegen stehe, die zwar nur fĂŒr landwirtschaftlichen Verkehr zugelassen seien, jedoch zu BauernlĂ€den fĂŒhren. Daneben stelle sich die Frage, ob Mitglieder der Feuerwehr bei der Anfahrt zum Hilfeleistungszentrum mit ihrem Privat-PKW die Galgenstraße benutzen können.  Peter Johe will dies bei BĂŒrgermeister Just ansprechen.

Alexander May dankte fĂŒr den Besuch und wies zum Schluss auf die Veranstaltung im September hin. Am 16.09.2012 laden die Freien WĂ€hler zu Neuem Wein und Zwiebelkuchen auf dem Obsthof Volk ein.

Anmerkung der Redaktion: Volker Ehret ist Pressereferent der Freien WĂ€hler Hirschberg