Freitag, 14. Juni 2019

HSC 2000 Coburg - TVG Grossachsen 25:17 (15:5)

Beginn verschlafen und Quittung bekommen

Hirschberg, 03. September 2013. (red/pm) Der TVG ist mit der erwarteten Niederlage in die Saison gestartet. „Wir haben die ersten 10 Minuten völlig verschlafen und lagen gleich mit 5:0 im RĂŒckstand“, sagte KapitĂ€n Tobias Kohl. „Zwar haben wir uns in Überzahl nochmal auf 5:3 herangekĂ€mpft, aber uns fiel im Angriff einfach zu wenig ein“, sagte das Saasemer Urgestein weiter. [Weiterlesen…]

BĂŒrgermeister befĂŒrchtet "Auseinanderdividieren der Gemeinde"

Die Grundsatzfrage „Dritte Halle“

Hirschberg, 15. Dezember 2011. (red) Eine dritte Sporthalle wird geprĂŒft – das ist mehr oder weniger das Ergebnis der gestrigen Gemeinderatssitzung. Gegen den Willen des BĂŒrgermeisters Manuel Just. Im Sinne von Freien WĂ€hlern und SPD – aber ohne zeitnahe Perspektive. GrundsĂ€tzlich gilt: Wer BeschlĂŒsse aus „Prinzip“ erzwingt, muss auch mit den Konsequenzen leben.

Von Hardy Prothmann

Peter Johe (Freie WĂ€hler) redet meist nicht, meist hĂ€lt er „PlĂ€doyers“. So auch gestern Abend wieder. Über eine Viertelstunde begrĂŒndete der FW-Sprecher den Antrag:

„Beauftragung eines Planers zur Untersuchung geeigneter Standorte fĂŒr die Errichtung einer Trainingshalle und die an den verschiedenen Standorten zu erwartenden Baukosten.“

BĂŒrokratischer kann man so etwas nicht formulieren. BĂŒrgermeister Just nahm dies zum Anlass, eine Liste von Standorten zu prĂ€sentieren und aus seiner Sicht nochmals klar zu machen, dass die Gemeinde in den kommenden Jahren keinerlei finanziellen Möglichkeiten hat, eine dritte Halle zu realisieren. Dementsprechend lautete sein Beschlussvorschlag,:

Der Gemeinderat beschließt, derzeit keine weiteren Planungen zum Neubau einer dritten Trainingshalle vozunehmen und das Thema im Kontext zu den notwendigen Pflichtaufgaben explizit unter den Vorbehalt einer möglichen Finanzierung zu stellen.

MerkwĂŒrdiges Abstimmverhalten der SPD

Die SPD stellte ebenfalls einen Antrag, der den der Freien WĂ€hler erweiterte – um eine Bedarfsanalyse, eine Prognose des kĂŒnftigen Bedarfs sowie KostenabschĂ€tzungen.

WĂ€hrend der Verwaltungsantrag wegen Stimmengleichheit (9:9, BĂŒrgermeister, SPD, GrĂŒne und FDP vs. Freie WĂ€hler, CDU) scheiterte, wurde der SPD-Antrag gegen die Stimmen von BĂŒrgermeister, GLH und FDP angenommen.

Erstaunlich ist das Abstimmungsverhalten der SPD. Erst stimmt sie fĂŒr den Verwaltungsvorschlag, das Thema nicht weiter zu verfolgen. Und dann fĂŒr den eigenen Antrag, ebendiese Analysen vorzunehmen. Verstehen muss das niemand. Am wenigsten hat das Frau Pfefferle verstanden, die bei der Abstimmung ĂŒber den Verwaltungsantrag erst dagegen stimmen wollte und dann nach Blick auf den Kollegen MetzlerdafĂŒr gestimmt hat.

Auch die gegenseitigen Anfeindungen muss niemand verstehen. Alle Fraktionen bekrĂ€ftigten den Wunsch nach einer Trainingshalle – die GLH und die FDP mahnten aber in seltener Übereinstimmung die Kosten an, wĂ€hrend vor allem die Freien WĂ€hler „grundsĂ€tzlich“ unter Zustimmung der CDU die „Standortfrage“ geklĂ€rt haben wollen.

Es kann nur einen Standort geben

Genau das wiederum will BĂŒrgermeister Just nicht, der „Begehrlichkeiten“ und „Empfindlichkeiten“ fĂŒrchtet oder ein „Auseinanderdividieren der Ortsteile“. Den klar ist: Wenn, kann es nur einen Standort geben.

DafĂŒr stehen aus Sicht der Verwaltung nur ein Anbau an die Sachsenhalle, ein Bau auf den „roten GummiplĂ€tzen“ oder nördlich des Jugendhauses zur VerfĂŒgung. Die fĂŒr eine Planung vorgesehenen 10.000 Euro sollten nicht ĂŒberschritten werden – laut Antrag der SPD werden diese Mittel sogar noch aufgestockt. Um wie viel, ist unklar.

Genauso unklar ist, was man mit der Planung erreichen will. Alle Analysen zu KapazitĂ€ten und möglichen Szenarien kann man heute machen, das Papier in die Schublade stecken und in fĂŒnf bis sechs Jahren frĂŒhestens wieder herausholen um dann, ja was? Erneut eine Planung machen zu mĂŒssen.

Die „Begehrlichkeiten“ und „Empfindlichkeiten“ werden aber geweckt worden sein, denn Teil des SPD-Antrags ist die „KlĂ€rung des Standorts einer weiteren Halle“.

Damit ist das Thema ein Wahlkampfthema. Denn mal angenommen, die Vorplanung ist 2013 fertig, folgt 2014 die nÀchste Kommunalwahl.

Vielleicht ist dass auch Sinn und Zweck der Übung gewesen. Ob das aus Sicht der Freien WĂ€hler, der CDU und der SPD klug war, wird die Zukunft zeigen.

Hat der Wahlkampf begonnen?

Hirschberg hat keine finanziellen Mittel von vermutlich 2,5 Millionen plus Unterhaltskosten fĂŒr eine weitere Halle in den nĂ€chsten Jahren. Wer dies aktiv einfordert, muss sich als Schuldentreiber bezeichnen lassen. Wer sich dagegen ausspricht, ist ein Konsolidierer.

Die „Sportsfreunde“ werden vermutlich feststellen mĂŒssen, dass dieser Spielzug nicht zum Erfolg fĂŒhrt, denn man kann keinen vollen Angriff spielen (Ausgaben), wenn die Ersatzbank (Kasse) leer ist.

Hirschberg siegt und verliert – SGL setzt sich gegen TVG durch

Guten Tag!

Hirschberg, 18. Oktober 2010. Es gibt nicht viele Gemeinden in Deutschland, die das zu bieten haben: Zwei Handballvereine in der 3. Liga, die im „Heimspiel“ gegeneinander antreten. Sieger und Verlierer kommen aus demselben Ort.

Von Hardy Prothmann

derby049

Knallvolle Sachsenhalle - die Fans gaben alles. Siegen konnte nur ein Verein - in diesem Fall die SG Leutershausen ĂŒber den TVG Großsachsen.

Es war spannend, es war voll, es war eindeutig: SG Leutershausen gewann im Lokalderby am Samstagabend ĂŒberlegen mit 33:27 gegen TVG Großsachsen. Vor rund 1.100 Zuschauern – die Sachsenhalle bebte. Das Spiel war kĂ€mpferisch, aber ĂŒberwiegend fair.

Die Stars des Abends sind SGL-Torwart Ale-­xander HĂŒbe mit 21 Paraden und KreislĂ€ufer Hannes Volk mit acht Treffern. Bejubelt mit ohrenbetĂ€uben LĂ€rm der Fans.

Die Weinheimer Nachrichten verlieren angesichts des rasanten Spiels vollends die Nerven und titelt heute: „TVG Großsachsen unterliegt vor 1.100 Zuschauern der SG Leutershausen im Ortsduell verdient mit 27:33.“ (Wieso im Video zwei MĂ€nner von der EnBW als Fans prĂ€sentiert werden, versteht kein Mensch – außer, wenn man weiß, dass die Herren gerade um den Auftrag fĂŒr den Betrieb des Stromnetzes werben…)

„Unterliegt verdient“? – aha. Das sollte wohl „schmeichelhaft“ sein – ist leider aber genau das Gegenteil. Normalerweise „gewinnt man verdient“ – aber dann hĂ€tten die Weinheimer Nachrichten wahrscheinlich viele Abonnenten verprellt, die vorwiegend in Großsachsen wohnen.

Hauptsache das Spiel war fair und es gab viele Tore zu sehen. Das stört es nicht, wenn eine Lokalzeitung merkwĂŒrdige Schlagzeilen entwirft.

GlĂŒckwunsch an die SG Leutershausen fĂŒr den verdienten Sieg und alles Gute fĂŒr den TVG Großsachsen, der zwar verloren, aber gut mitgespielt haben und sicher auch in Zukunft ein ernst zu nehmender Gegner ist.

Hirschberg als Gesamtgemeinde darf sich ĂŒber zwei ambitionierte Vereine und tolle Fans freuen!

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