Mittwoch, 12. Juni 2019

Onlineinformationen zu den Wahlprogrammen Hirschberger Parteien

Ortskerngestaltung, Verkehr und Betreuung fest im Blick

Hirschberg, 16. Mai 2014. (red/csk) Vorbildich geht es in Hirschberg in Sachen „Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2014 im Netz“ zu. Alle in Hirschberg antretenden Parteien bieten den WĂ€hlern einen umfassenden Überblick ĂŒber ihre Wahlziele. Wir haben fĂŒr Sie genauer hingeschaut: WofĂŒr stehen die einzelnen Parteien, was wollen sie bewirken fĂŒr Hirschberg? [Weiterlesen…]

Heringsessen am Aschermittwoch

Bei gemeinsamer Mahlzeit ĂŒber Politik reden

Hirschberg, 17. Februar 2014. (red/pm) Am Aschermittwoch, den 05. MĂ€rz, laden die Freien WĂ€hler Hirschberg alle Interessierten dazu ein, bei einem geselligen Heringsessen ĂŒber Kommunalpolitik zu reden. [Weiterlesen…]

BĂŒrgermeister Manuel Just thematisiert Krisengebiete dieser Welt in seiner Neujahrsansprache

„Wir benötigen jeden Einzelnen von Ihnen“

Just offiziell

BĂŒrgermeister Manuel Just. Foto: Gemeinde Hirschberg

Hirschberg, 16. Januar 2014. (red/pm) Allein die BegrĂŒĂŸung der GĂ€ste nahm drei Seiten der Neujahrsansprache von BĂŒrgermeister Manuel Just ein. Ein Schatten lag ĂŒber dem Termin, war doch der EhrenbĂŒrger Alfons Holzmann am 26. Dezember verstorben. Die Anwesenden gedachten dem Verstorbenen mit einer Schweigeminute. Der BĂŒrgermeister wĂ€hlte einen sehr ungewöhnlichen Einstieg ins neue Jahr: Krisengebiete dieser Welt, insbesondere Syrien und die vielen Millionen Menschen auf der Flucht – die auch zu uns in die Region kommen. Das macht die Rede, die sich ansonsten mit kommunalpolitischen Themen wie Kinderbetreuung, Sanierungen, Bildung beschĂ€ftigt, ungewöhnlich und außerordentlich lesenswert. [Weiterlesen…]

Kindergartensanierung und Rathaus-EDV teurer

„Realistische“ Forstwirtschaft und Mehrausgaben

Der Hirschberger Wald habe vor allem einen Freizeit- als einen Wirtschaftswert - hier bei der Einweihung des Waldspielplatzes durch BĂŒrgermeister Manuel Just. Darin waren sich die StadtrĂ€te einig.

Der Hirschberger Wald habe vor allem einen Freizeitwert, als einen Wirtschaftswert – BĂŒrgermeister Just bei der Einweihung des Waldspielplatzes. Darin waren sich die StadtrĂ€te einig.

 

Hirschberg, 13. Dezember 2013 (red/ld) Der Gemeinderat beschloss am Mittwoch eine Reihe von Mehrausgaben fĂŒr die Erneuerung der Rathaus-EDV sowie die Dachaufstockung und energetische Sanierung des evangelischen Kindergartens Großsachsen. Außerdem wurde der Forstwirtschaftsplan verabschiedet und die vollstĂ€ndige RĂŒckzahlung eines Kredits beschlossen. [Weiterlesen…]

Mehrausgaben durch anstehende Sanierungsmaßnahmen

Verschuldung wird steigen

justHirschberg, 13. Dezember 2013. (red/pm) In der  Gemeinderatssitzung am Mittwoch brachte die Verwaltung den Haushalt fĂŒr das kommende Jahr ein. Er sieht zwar Mehreinnahmen vor – dem gegenĂŒber stehen aber große Investitionssummen in der Infrastruktur in der Gemeinde. Der Haushalt wird in der Sitzung am 11. Februar 2014 beraten. Die Abstimmung erfolgt in der Sitzung am 25. Februar. Die Frist fĂŒr AntrĂ€ge der Fraktionen endet am 13. Januar. Wir dokumentieren die Haushaltsrede von BĂŒrgermeister Manuel Just. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt Projekt-PrioritĂ€tenliste

Karl-Drais-Schule ganz oben

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Hirschberg, 27. November 2013. (red/ld) 41 Maßnahmen, die in den kommenden 5 bis 10 Jahren umgesetzt werden sollen, hatte die Verwaltung gestern dem Gemeinderat vorgeschlagen. Dieser wĂ€hlte die Sanierungsmaßnahmen an der Karl-Drais-Schule, die Sanierung des evangelischen Kindergartens und Erneuerungsmaßnahmen am Sportzentrum zur obersten PrioritĂ€ten. [Weiterlesen…]

Wahlkampf: MinisterprÀsident Winfried Kretschmann "hemdsÀrmelt" in Schriesheim

„Die Haushaltssanierung wird Sie alle schmerzen“

Winfried Kretschmann in der Mehrzweckhalle Schriesheim.

Landesvater Winfried Kretschmann als Wahlkampf-UnterstĂŒtzer in der Mehrzweckhalle Schriesheim.

 

Schriesheim/Rhein-Neckar, 06. September 2013. (red) Bei seinen öffentlichen Auftritten als baden-wĂŒrttembergischer MinisterprĂ€sident schlĂŒpft Wilfried Kretschmann allzu gerne in die Rolle des prĂ€sidialen Landesvaters und vertritt dabei hĂ€ufig ĂŒberparteiliche Positionen. Der 65-jĂ€hrige GrĂŒnen-Politiker kann auch anders – das stellt er bei seinem Auftritt in Schriesheim unter Beweis. Es ist Wahlkampf und insbesondere der Wahlkreis Heidelberg/Weinheim eine besondere Herausforderung. Wird Dr. Franziska Brantner ihrem Konkurrenten Dr. Karl A. Lamers (CDU) Prozente wegnehmen können? [Weiterlesen…]

Gemeinderat May hat sich ĂŒber unsere Berichterstattung beschwert - wir haben nachrecherchiert

Dichtung und Wahrheit

Hirschberg, 19. Juli 2013. (red) Der Gemeinderat Alexander May (Freie WĂ€hler) hat uns vorgeworfen seine RedebetrĂ€ge als „inhaltlich nicht erwĂ€hnenswert“ beschrieben zu haben und hat seine Argumente als Kommentar aufgeschrieben. Dazu nehmen wir Stellung. [Weiterlesen…]

Langfristig die beste Lösung fĂŒr den barrierefreien Wohnraum

Seniorenwohnungen erhalten Stahlbalkone

Hirschberg, 17. Juli 2013. (red/aw) Die barrierefreien WohnrĂ€ume im Haagackerweg 5 in Großsachsen wurden bei ihrem Bau im Jahr 1988 mit Holzbalkonen versehen. Der Allgemeinzustand dieser Balkone hat sich, trotz Ausbesserungsarbeiten in der Vergangenheit, ĂŒber die Jahre so verschlechtert, dass eine umfangreiche Sanierung oder aber Erneuerung unausweichlich ist. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend daher die Erneuerung durch Stahlbalkone. Auch, wenn dieses Vorhaben deutlich teuerer ist als ursprĂŒnglich vermutet. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt Abbruch und Ausschreibung der Arbeiten

Ehemalige BauhofgebÀude werden abgerissen

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Bald kommt die Abrissbirne! Das BauhofgebĂ€ude gegenĂŒber des Hirschberger Rathauses soll nĂ€chstes Jahr abgerissen werden.

 

Hirschberg, 17. Juli 2013. (red/aw) Die baufĂ€lligen GebĂ€ude des Bauhofes in der Fenchelstraße und in der Großsachsener Straße werden abgerissen. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend. Auch, wenn die Abrissarbeiten teuer werden und die weitere Nutzung der GrundstĂŒcke noch offen ist, sollen die Arbeiten nun ausgeschrieben werden. Ginge es nach der Verwaltung wolle man das GebĂ€ude in der Fenchelstraße noch in diesem Jahr abreißen und die Kosten dafĂŒr im Haushaltsjahr 2013 abrechnen. Das Bauhof-GebĂ€ude in der Großsachsener Straße folgt im Haushaltsjahr 2014. [Weiterlesen…]

Hirschberg, Schriesheim und Edingen-Neckarhausener Haushalte ohne Strom

Stromausfall nach Trafobrand

Edingen-Neckarhausen/Hirschberg/Schriesheim, 18. Juni 2013. (red) Nach zwei TrafobrĂ€nden in Hirschberg sind Teile von Leutershausen ohne Strom. Auch Edingen-Neckarhausen scheint betroffen zu sein. Eine Kommunikation der EnBW ist nicht vorhanden. Es gibt keine Ansprechpartner fĂŒr die Redaktion oder die Bevölkerung. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt öffentliche Ausschreibung ĂŒber Kanaluntersuchungen

Hirschberger KanÀle werden erneut kontrolliert

Hirschberg, 20. MĂ€rz 2013. (red/aw) In Baden-WĂŒrttemberg gilt eine Verordnung, die vorgibt, dass StĂ€dte und Gemeinden mindestens ein Mal in zehn Jahren, ihr gesamtes Kanalnetz zu ĂŒberprĂŒfen und gegebenenfalls zu warten haben. In Hirschberg hat man 1990/91 und 2000/01 die Untersuchung der KanĂ€le zuletzt durchgefĂŒhrt. Dabei wurde der Zustand der Ortskanalisation gefilmt und dokumentiert. Um einen aktuellen Überblick ĂŒber den Zustand des Kanalnetzes zu erhalten und den Vorgaben der Eigenkontrollverordnung nachzukommen, soll in diesem und nĂ€chsten Jahr eine erneute TV-Kanaluntersuchung erfolgen.

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Gemeinderat beschließt Maßnahmen am Ortskern von Großsachsen

„Alte Schule“: Parkplatz und Keller werden saniert

Hirschberg, 20. MĂ€rz 2013. (red/aw) Der Gemeinderat hat in gestrigen Sitzung dem Baubeschluss fĂŒr die Abdichtung der KellerwĂ€nde, der Sanierung des Parkplatzes sowie der Sandsteinmauer im Schulhof der „Alten Schule“ in der Breitgasse in Großsachsen zugestimmt. Insgesamt werden die Maßnahmen schĂ€tzungsweise 133.000 Euro kosten. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

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Gemeinsam ĂŒber Kommunalpolitik reden

Heringsessen am 13. Februar

Hirschberg, 07. Februar 2013. (red/pm) Bei den Freien WĂ€hlern Hirschberg ist bei geselligen Veranstaltungen immer auch ein StĂŒck Kommunalpolitik dabei. Nach der Fastnachtszeit wird gemeinsam mit Einwohnerinnen und Einwohnern beim Heringsessen ĂŒber Kommunalpolitik gesprochen.

Information der Freien WĂ€hler Hirschberg:

„Fraktionssprecher Peter Johe wird sich mit dem Haushalt 2013 befassen. Der Gedankenaustausch dient beiden Seiten, konstruktive Kritik und Anregungen sind willkommen. Das Heringsessen beginnt am 13.Febr. 2013 um 19,00 Uhr im Gasthaus „Zur Bergstraße“ in Leutershausen. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Hirschberg sind herzlich eingeladen, am Heringsessen teilzunehmen. Neben den Heringen in verschiedenen Variationen gibt es auch andere Gerichte. Anmeldungen bei Werner Volk (Tel. 51639) oder Volker Ehret (Tel. 54336) werden bis Freitag, dem 08.Febr.2013 erbeten. Anmeldungen sind notwendig, damit der Wirt disponieren kann.“

Auch Mehrkosten fĂŒr die Sanierung des Pumpenturms werden gedeckelt.

Gemeinderat trĂ€gt die Mehrkosten fĂŒr die Sanierung des ev. Kindergarten

Hirschberg, 31. Januar 2013. (red/aw/jkr) In der ersten Sitzung des Hirschberger Gemeinderats im Jahr 2013 konnten gleich zwei Sanierungsfinanzierungen abschließend beschlossen werden. Der Gemeinderat stimmte sowohl den Mehrkosten von rund 141.000 Euro fĂŒr die Dachaufstockung und energetische Sanierung des evangelischen Kindergartens in Großsachsen zu, als auch den ĂŒperplanmĂ€ĂŸigen Ausagben fĂŒr die Sanierung des Pumpenturms von rund 9.5000 Euro. Allerdings erfolgten die BeschlĂŒsse nicht ganz ohne Kritik an der generellen KostenschĂ€tzung der Gemeinde und ihren beauftragten Unternehmern.

Um jeden Kind eine Betreuungsmöglichkeit ab dem vollendeten dritten Lebensjahr bieten zu können, musste die Gemeinde Hirschberg umdenken und die vorhandenen Angebote ausbauen. Dies geschah mit dem Beschluss des Gemeinderates im Sommer 2011, als der An- bzw. Ausbau des Kindergartens in Großsachsen bewilligt wurde. Jetzt stellt die Gemeinde fest, dass dieser Anbau zumindest derzeit nicht mehr benötigt wird.

Dank eines Ausbaus des katholischen Kindergarten in Leutershausen, hat die Gemeinde bereits die Möglichkeit zwei neue Kindergartengruppen zu schaffen. Eine Gruppe hat sich bereits im Herbst 2012 gebildet. Durch diese zusĂ€tzlichen PlĂ€tze wird ein Anbau an den evangelischen Kindergarten aktuell ĂŒberflĂŒssig. Der Gemeinderat beschloss daher von einem Anbau zum jetztigen Zeitpunkt abzusehen.

Hirschberg könnte mit einer zweiten Gruppe im katholischen Kindergarten in Leutershausen insgesamt 338 BetreuungsplÀtze schaffen,

so BĂŒrgermeister Manuel Just. Zwar wĂŒrde dann nicht jeder Familie ihr Wunsch-Kindergarten im bevorzugten Ortsteil zur VerfĂŒgung stehen, aber es könnten zukĂŒnftig auch ohne Anbau des evangelischen Kindergartens, alle Kinder untergebracht werden.

Alle Hirschberger Kinder hÀtten einen Betreuungsplatz

Die Dachaufstockung sowie die energetische Sanierung des evangelischen Kindergarten haben aber breits stattgefunden oder werden in naher Zukunft erfolgen. Die Dachaufstockung garantiert einen Raumgewinn, die Sanierung mit Steinwolle eine bessere DĂ€mmung. Die Frage, ob denn teure Steinwolle nötig ist, wenn vielleicht auch Styropor als DĂ€mmmittel reicht, wurde aufgrund der Brennbarkeit der beiden Stoffe zu Gunsten der teuren Steinwolle entschieden. Die Mehrkosten von rund 9.000 Euro fĂŒr die nicht brennbare Steinwolle seien hier „gut investiert“.

Die maximalen Investitionen der Gemeinde wurden mit einem Kostenzuschuss von 90 Prozent, maximal allerdings 680.000 Euro festgelegt. Auch, wenn der Beschluss einstimmig erfolgte, blieb die ursprĂŒngliche KostenschĂ€tzung von 458.000 Euro nicht ganz ohne Kritik.

Ebenso, wie die Mehrkosten fĂŒr die Sanierung des Pumpenturms. Fast 9.500 Euro mehr wurden dafĂŒr ausgebeben. Einem Beschlussantrag, diese Kosten mit eingesparten Kosten an Kanalbaumaßnahmen zu deckeln wurde zugestimmt. Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich fĂŒr den Erhalt „dieses ortsprĂ€genden Instrumentes“ (Matthias Dallinger, CDU) und „Wahrzeichens der Gemeinde“ (JĂŒrgen Steinle, GrĂŒne Liste Hirschberg) aus.

Der SPD bleibt die Notwendigkeit der Pumpenturm-Sanierung verborgen

Lediglich der SPD bleibt die „Notwendigkeit des Ausbaus verborgen“, so Eva-Marie Pfefferle, Fraktionssprecherin der SPD. Die Sanierung hĂ€tte nicht in diesem Umfang erfolgen mĂŒssen, zumal die Raumnutzung derzeit gar nicht möglich sei. Die SPD stimmte, wie bereits bei dem Beschluss der Sanierung des Pumpenturms im Sommer 2011, gegen den Beschlussantrag.

Die Mehrkosten bei der Sanierung kamen vor allem durch den zunĂ€chst nicht geplanten Erhalt von Fenstern sowie einer aufwĂ€ndigeren Fassadensanierung zu stande. Mit der Deckung der zusĂ€tzlichen Ausgaben, durch Wenigerausgaben an anderer Stelle werden die zur VerfĂŒgung gestellten Mittel im Haushaltsplan 2012 nicht ĂŒberschritten.

Gemeinderatssitzung vom 27. MĂ€rz 2012

„Historischer Haushalt“ verabschiedet

Hirschberg, 31. MĂ€rz 2012. (red/sap) Einstimmig wurde der erste doppische Haushalt vom Hirschberger Gemeinderat verabschiedet. Die Einnahmen liegen bei 15,67 Millionen Euro, insgesamt werden in diesem Jahr 7,54 Millionen Euro investiert – das ergibt ein Volumen von 23,2 Millionen Euro. Die dritteTrainingshalle „geistert“ durch die Haushaltsreden, obwohl sie nach den Zahlen in den kommenden Jahren nicht finanzierbar sein wird – außer man nimmt eine höhere Verschuldung in Kauf.

BĂŒrgermeister Manuel Just sprach von einem „historischen Haushalt“, der bei der Gemeinderatssitzung am 27. MĂ€rz 2012 verabschiedet wurde. Das betraf zum einen die Großprojekte, wie das Hilfeleistungszentrum, ÖPNV-Ausbau und Kanalsanierung, wie auch die Umstellung in die doppische BuchfĂŒhrung.

Allen BeschlussvorschlĂ€gen der Tagesordnung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu: Der Gliederung in fĂŒnf Teilhaushalte – Hauptamt, KĂ€mmerei, Bauamt, BĂŒrgeramt, Allgemeine Finanzverwaltung -, dem Ergebnishaushalt mit einem veranschlagten ordentlichen Gesamtergebnis von 318.370 Euro, dem Finanzhaushalt mit einem Minus von 3.170.430 Euro, der mittelfristigen Finanzplanung fĂŒr den Zeitraum 2011 bis 2015 und ebenso dem Wirtschaftsplan fĂŒr den Eigenbetrieb Wasserversorgung.

Johe: „Wir haben dieses Jahrhundertbauwerk relativ gut verkraftet“

„Den grĂ¶ĂŸten Brocken bei den Investitionen stellen die Ausgaben fĂŒr das Hilfeleistungszentrum mit circa 3,5 Millionen fĂŒr Baumaßnahmen und EinrichtungsgegenstĂ€nden dar“, sagte Peter Johe (FW) in seiner Haushaltsrede. Weitere 4 Millionen waren schon in den vergangenen Jahren aufgebracht worden. Dies ergibt eine Summe in Höhe von 7,5 Millionen. Doch, so Johe, „wir haben dieses Jahrhundertbauwerk relativ gut verkraftet.“

Weiter betonte Johe, welchen Stellenwert der Sport vom Kleinkind bis zum Senior heute einnimmt, „gerade fĂŒr Ă€ltere Menschen ist Sport der reinste Jungbrunnen“. Mit der Standortuntersuchung bezĂŒglich einer Trainingshalle wurden 10.000 Euro in den Haushalt eingestellt und „wir finden es gut, dass im Haushalt, Vorsorge fĂŒr eventuelle weitere Planungen getroffen wurde“, so Johe.

Graf von Wieser: Die fĂŒnf Anliegen und Ziele der CDU

Ferdinand Graf von Wiser (CDU) sprach in seiner Haushaltsrede von einem „Paradigmenwechsel“ bezĂŒglich der Umstellung auf die Doppik.

Das in die Jahre gekommene Kanalsystem zwinge die Gemeinde zu einer nachhaltigen sukzessiven Erneuerung, mit der man 2012 beginne, „ein Ansatz von 800.000 Euro ĂŒber die nĂ€chsten drei Jahre dĂŒrfte nicht zu großzĂŒgig bemessen sein“.

Auch der Ausbau einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung sei der CDU-Fraktion ein Anliegen und sei „ein wichtiger Bestandteil der AttraktivitĂ€t“ Hirschbergs.

„Wir alle wissen, dass das Investitionsniveau außergewöhnlich ist“ und im laufenden Jahr seinen Höhepunkt erreicht habe „und von unserer Verwaltung professionell gemanagt wurde“, lobte Wiser.

Die geschrumpften RĂŒcklagen mĂŒssten wieder aufgebaut werden.

Als wesentliche Anliegen und Ziele der CDU-Fraktion nannte Wiser, die Gestaltung einer attraktiven Ortsmitte in Leutershausen, die Nutzung des Gartens der Alten Villa als öffentliche GrĂŒnanlage, die ÜberprĂŒfung der FunktionalitĂ€t der Alten Turnhalle in Großsachsen, die Sanierung des Kanalsystems und die Straßenbeleuchtung in der Leutershausener Straße.

Herdner: Ein Goldesel mit Verdauungsproblemen

Die glĂŒckliche Kombination eines hohen Einkommensteueranteils, reichlich Gewerbesteuern und dem Erlös von dem Verkauf von gemeindeeigenen GrundstĂŒcken, habe es ermöglicht vieles zu realisieren, sagte Thomas Herdner (GLH) in seiner Haushaltsrede. „Doch von 2013 ab wird diese Art von Goldesel Verdauungsprobleme bekommen“, und damit wĂŒrden die GestaltungsrĂ€ume enger.

Auch griff Herdner nochmals den Wunsch der GLH nach einer Schulung der GemeinderĂ€te fĂŒr den Doppik-Haushalt auf, und betonte „es ist eine Bringschuld der Verwaltung“.

Die Forderung nach einer dritten Sporthalle bezeichnete Herdner im Kontext zu den explodierenden Betriebs- und Unterhaltskosten der gemeindeeigenen GebĂ€ude als „schlichtweg rĂŒcksichtslos“ gegenĂŒber den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern.

„Was halten Sie von einer klimaneutralen Kommune Hirschberg 2020?“, fragte Herdner. Und gab gleich die Antwort: „Wohl nicht allzu viel, wenn man an die notwendigen Maßnahmen denkt, die Sie bisher nicht unterstĂŒtzt haben.“

Metzler: Bedarfs- und FinanzierungsprĂŒfung der dritten Halle

Auch Dr. Horst Metzler (SPD) Ă€ußerte sich in seiner Haushaltsrede kritisch zu einer neuen Trainingshalle: In Zeiten einer nur geringen RĂŒcklage dĂŒrfen zusĂ€tzliche umfangreiche freiwillige Maßnahmen, auch Baumaßnahmen, nach Überzeugung der SPD nicht Kredit finanziert geplant werden.“

Jahrzehntelang habe die SPD bei niedrigerer Verschuldung der Gemeinde eine Trainingshalle gefordert und schlug Standorte und den Bau unter aktiver Beteiligung der Vereine vor. „Doch es gab immer Ablehnung durch die beiden großen Fraktionen“, erinnert Metzler.

Umso ĂŒberraschender sei es gewesen, dass durch Mehrheitsentscheidung eben dieser Fraktionen am 24. November 2009 600.000 Euro fĂŒr den Bau einer Trainingshalle in die mittelfristige Finanzplanung fĂŒr 2013 eingestellt wurde. Die im Haushalt 2012 „vollzogene und stillschweigend akzeptierte Verschiebung“ des Ansatzes von 2013 auf 2014, begrĂŒĂŸe die SPD, ebenso die Ausweisung von weiteren Mitteln fĂŒr die Trainingshalle in 2015.

Auf Antrag der SPD wurde im Dezember 2011 eine umfangreiche auch perspektivische PrĂŒfung des Bedarfs und der Finanzierung der Trainingshalle beschlossen. „Die Ergebnisse werden wohl Ende 2012 vorliegen und dann kann die Planung beraten werden“, so Metzler.

Reisig: „Unser Erbe an die nĂ€chste Generation soll keine Finanzlast sein“

„Die Verwaltung hat uns fĂŒr Hirschberg einen Haushalt vorgelegt, der geprĂ€gt ist von den Großprojekten der letzten und der kommenden Jahren“, sagte Oliver Reisig (FDP) in seiner Haushaltsrede.

Die RĂŒcklagen seien durch Hilfeleistungszentrum, ÖPNV-Ausbau, Kanalsanierung und weitere InvestitionstĂ€tigkeiten in Höhe von 7,4 Millionen aufgebraucht und „unser Tafelsilber ist verkauft“.  Aus diesem Grund werden „die nĂ€chsten Jahre keine rosigen“.

Reisig mahnte, es sollte das Ziel aller sein, weitere Einsparpotentiale zu suchen und dabei gleichzeitig die Einnahmenseite kritisch zu betrachten.

Die Planung einer dritten Halle, sei, so der FDP-Politiker, bei der mittelfristig gegebenen Finanzlage der Gemeinde „verfrĂŒht“. „Unser Haushalt gibt das in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren nicht her.“ Das Ziel sei RĂŒcklagen fĂŒr schlechtere Zeiten aufzubauen und die Verschuldung gering zu halten.

„Unser Erbe an die nĂ€chste Generation soll keine Finanzlast sein.“

 

Etatberatung des Hirschberger Gemeinderates

Der Haushalt im Schatten der Halle

Hirschberg, 04.MĂ€rz 2012. (red/sap) Die Fraktionen des Hirschberger Gemeinderates haben insgesamt zwölf AntrĂ€ge gestellt. Die meisten AntrĂ€ge wurden abgewiesen oder zurĂŒckgezogen. Eine heftige Debatte gab es um die „Dritte Halle“.

Von Sabine Prothmann

Der Entwurf des Haushaltsplans 2012 und des Wirtschaftsplanes wurden schon in der Gemeinderatssitzung am 18. Januar 2012 eingebracht und in ihren wesentlichen Inhalten und Schwerpunkten erlÀutert.

GegenĂŒber dem ursprĂŒnglichen Verwaltungsentwurf wurden in der Zwischenzeit einige Änderungen und Korrekturen erforderlich.

Die Korrekturen, die vorgenommen werden mussten, waren aber laut BĂŒrgermeister Manuel Just marginal.

Das Gesamtvolumen von Ergebnis- und Finanzhaushalt betrĂ€gt rund 23,2 Millionen Euro. 7,5 Millionen entfallen auf Investitionen. Damit werde die RĂŒcklage um rund 3,2 Millionen Euro erleichtert und es mĂŒssen Kredite in Höhe von ĂŒber 1,5 Millionen aufgenommen werden.

Bei der Haushaltsberatung musste sich der Hirschberger Gemeinderat mit insgesamt zwölf AntrĂ€gen der Fraktionen beschĂ€ftigen, davon entfielen fĂŒnf auf die GLH, sechs auf die SPD und ein Antrag auf die FDP.

Schulung = rausgeschmissenes Geld?

„Das ist rausgeschmissenes Geld“, kommentierte BĂŒrgermeister Just den Antrag der GLH, fĂŒr die DurchfĂŒhrung einer qualifizierten Schulung der GemeinderĂ€te und der sachkundigen BĂŒrger in den beratenden AusschĂŒssen zum doppischen Haushalts- und Rechnungswesen im Jahr 2012 einmalig den Betrag von 2.400 Euro einzustellen.

Die Verwaltung stehe jederzeit fĂŒr Fragen bereit, erklĂ€rte Just.

GLH-Sprecher JĂŒrgen Steinle wollte zum Beispiel wissen „wie muss man einen Antrag stellen?“ „Das bekommen Sie bei keiner Schulung vermittelt“, entgegnete der BĂŒrgermeister.

Just bot eine weitere Schulung an, die die KÀmmereimitarbeiter gemeinsam mit ihm gestalten könnten.

Aus Erfahrung wisse er, eine externe Schulung in diesem Bereich, „bringt nichts“, so Gemeinderat Peter Johe (FW) und schlug „Learning bby doing“ vor.

Learning by doing

Man mĂŒsse wohl demnach den Haushalt 2012 „als Übungshaushalt“ verstehen, meinte Dr. Horst Metzler (SPD).

Der Antrag wurde bei drei Gegenstimmen (GLH) abgelehnt.

Auf den Antrag der SPD, fĂŒr eine Fahrradabstellanlage auf der Ostseite der Gleise am Bahnhof Heddesheim/Hirschberg zusĂ€tzlich 10.000 Euro einzustellen, entgegnete der BĂŒrgermeister, die Verwaltung befĂŒrworte die Errichtung eines einfachen Fahrradunterstandes grundsĂ€tzlich.

Die hierfĂŒr erforderlichen Haushaltsmittel stehen zur VerfĂŒgung. Dementsprechend lautete auch der Beschlussvorschlag, dem Antrag werde zugestimmt, die Verwaltung wird mit der Planung beauftragt, zusĂ€tzliche Haushaltsmittel werden nicht eingestellt.

Dem wurde einstimmig zugestimmt.

Waldspielplatz hat schon 28.000 Euro gekostet

Der Antrag der SPD, den Mittelansatz fĂŒr die Erneuerung des Waldspielplatzes in Leutershausen von 500 auf 5000 Euro aufzustocken, war nicht erfolgreich.

500 Euro seien viel zu wenig, wenn man den Spielplatz gesehen hÀtte, erklÀrte Dr. Horst Metzler den Antrag seiner Fraktion.

Die Verwaltung entgegnete, dass es sich bei den 500 Euro nur um den Materialaufwand wie Beton und Sand handle, Personalkosten entstĂŒnden nicht, da die Arbeiten vom Bauhof erledigt wĂŒrden.

Manuel Just erklĂ€rten den Ausschussmitgliedern, dass fĂŒr die Sanierung bislang schon 28.000 Euro ausgegeben wurden.

„Mehr geht immer“, so Just, und irgendwann „landen wir bei 40.000 Euro.

„Ich will mal wissen, was wir damit gemacht haben?“,

fragte deshalb JĂŒrgen Steinle (GLH).

Dr. Horst Metzler (SPD) zog den Antrag zurĂŒck.

„Kein roter Faden bezĂŒglich der wirtschaftlichen Entwicklung“

Die GLH stellte den Antrag, dass 10.000 Euro fĂŒr die Erstellung eines Einzelhandelskonzepts eingestellt werden.

Thomas Herdner (GLH) bemerkte, das „Ausbluten der GeschĂ€fte in der Breitgasse“ in Großsachsen. Er sehe keinerlei AktivitĂ€ten des BDS und meinte „man kann keinen roten Faden bezĂŒglich der wirtschaftlichen Entwicklung erkennen“. Der Gemeinderat sollte von der politischen Seite aktiv werden.

Just schlug eine „Low-Budget-Lösung“ vor, sprich er wolle die Akteure der Gemeinde integrieren und mit den beiden BDS-OrtsverbĂ€nden ĂŒber Möglichkeiten und Lösungen sprechen.

Daraufhin zog die GLH den Antrag zurĂŒck.

Konkurriert die „Dritte Halle“ mit der Sanierung der bestehen Hallen?

Der Antrag der SPD zur Aufstockung des Mittelansatzes fĂŒr die PrĂŒfungen des vom Gemeinderat am 14. Dezember 2011 beschlossenen Vorgehens zur Entscheidung ĂŒber die Trainingshalle um 10.000 Euro, trat im Gemeinderat eine heftige Diskussion los.

Sie wollte fĂŒr 10.000 Euro den Bedarf fĂŒr eine dritte Halle und den Sanierungsbedarf der bestehenden Hallen untersucht haben. Aus Sicht der Verwaltung ist der Bedarf fĂŒr eine dritte Halle sowieso offensichtlich.

In der Stellungsnahme der Verwaltung heißt es, derzeit werde der Bedarf einer „Dritten Halle“ abgefragt und die baurechtlichen Möglichkeiten der vorgeschlagenen Standorte geprĂŒft.

Eine weitergehende Untersuchung der GebĂ€ude halte die Verwaltung in diesem Zusammenhang fĂŒr verzichtbar, da Sanierungsbedarf insbesondere bei den Sporthallen und der Alten Turnhalle offensichtlich sei.

Die grobe SchĂ€tzung von 1 Million Euro umfassenden Maßnahmen scheine realistisch und solle zum jetzigen Zeitpunkt nicht durch Ausgaben fĂŒr Gutachten erhöht werden. Bevor die Maßnahmen konkret ausgefĂŒhrt wĂŒrden, mĂŒssten diese Gutachten erstellt werden, in Verbindung mit dem Beschluss fĂŒr eine Trainingshalle halte die Verwaltung dies aktuell fĂŒr verfrĂŒht.

Der BĂŒrgermeister Just hatte erklĂ€rt, dass die Verwaltung zusĂ€tzlich zu den gewĂŒnschten 600.000 Euro im Jahr 2014 noch weitere 200.000 Euro im Jahr 2015 fĂŒr das Projekt eingestellt hat.

Sanierungsbedarf ohne jedes Gutachten eindeutig

600.000 Euro seien fĂŒr den Neubau einer Sporthalle unrealistisch. „Die 800.000 sind finanziert und darstellbar“. ZusĂ€tzliche Kosten könnte nur durch Kredite realisiert werden.

Gemeinderat Dr. Horst Metzler (SPD) wollte mit dem Antrag seiner Fraktion darauf hinweisen, dass man zunĂ€chst die Reparaturkosten fĂŒr die bestehenden Hallen erkennen sollte.

Der Bedarf einer Sanierung sei so eindeutig, „dass wir kein Gutachten brauchen“, so der BĂŒrgermeister.
Eine „Konkurrenz“ zwischen Neubau einer Halle oder Sanierung, schloss er nicht aus, da stelle sich die Frage, „Was ist wichtiger Sanierung oder Dritte Halle“.

Peter Johe (Freie WĂ€hler) vermutete, dass der Antrag der SPD darauf abzielte, den Neubau einer Halle zu verhindern, wenn man feststellen sollte, dass die alten Hallen wegen des hohen Sanierungsbedarfs geschlossen werden mĂŒssten.

Die Standortfrage sei fraglich, „wenn man eh’ nicht bauen kann“, meinte Karl Heinz Treiber (GLH) und hielt deshalb ein Sanierungsgutachten fĂŒr angebracht.

Die Frage der Sanierung mit dem Neubau zusammen zu werfen, sei falsch, argumentierte Ferdinand Graf von Wiser (CDU).

Metzler zog seinen Antrag zurĂŒck.

Erweiterung des Pkw-Parkplatzes beim Gewerbepark

FĂŒr die Erweiterung des Pkw-Parkplatzes beim Gewerbepark stellte die SPD den Antrag 5.000 Euro in den Haushalt einzustellen.

FĂŒr die Verwaltung und die anderen Fraktionen war diese Maßnahme sinnvoll, jedoch aufgrund fehlender Finanzmittel wurde dies im Jahr 2012 zurĂŒckgestellt. Das Vorhaben soll nun im laufenden Jahr im Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt beraten werden und die Mittelbereitstellung soll gegebenenfalls fĂŒr 2013 erfolgen.

Der Antrag der GLH, den Posten Straßenunterhaltung von 128.000 auf 100.000 Euro zu kĂŒrzen wurde bei vier Gegenstimmen (GLH/SPD) abgelehnt.

„Wir liegen mit 128.000 Euro schon am untersten Limit“,

so Just.

Auch der Antrag der FDP, 20.000 Euro aus dem Umweltförderprogramm zu streichen oder fĂŒr die Herrichtung von Ortsstraßen zu verwenden, wurde abgelehnt.

Keine Mittel fĂŒr Ortsrandstraße

Ebenso der Antrag der SPD, einen Gemeindeanteil fĂŒr eine Ortsrandstraße in die mittelfristige Finanzplanung 2014/15 aufzunehmen.

„Ich sehe es nicht ein, mit kommunalen Mitteln eine Lösung fĂŒr ein Problem zu finden, das auf der Bundesstraße entstanden ist“,

erklĂ€rte der BĂŒrgermeister.

Zur Erhalt und Pflege der Kulturlandschaft durch Baum- und Heckenpflanzung, stellte die SPD den Antrag 5.000 Euro in den Haushalt einzustellen.

Just verwies auf das Projekt „ILEK“ (Integriertes lĂ€ndliches Entwicklungskonzept). Dies sei noch nicht abgeschlossen von daher werde er keine weiteren Mittel zur VerfĂŒgung stellen.

Metzler erklĂ€rte, die SPD folge dem Vorschlag der Verwaltung, zog seinen Antrag aber nicht zurĂŒck. Daraufhin stimmten nur die GLH-GemeinderĂ€te mit fĂŒr den SPD-Antrag.

Abgewiesen wurde auch der Antrag der GLH, fĂŒr die Erstellung eines Solarpotentialkatasters 10.000 Euro einzustellen und der GLH-Antrag zur FortfĂŒhrung des „ILEK“-Projekts im Haushalt 2012 Mittel von 4.000 Euro anzusetzen.

Am Ende der Haushaltsberatung gab es keinerlei VerÀnderungen am Entwurf.

Gabis Kolumne

Tupperparty – werden hier KĂŒchentrĂ€ume wahr?

Rhein-Neckar, 27. Februar 2012. Seit ihrer Kindheit kennt Gabi Tupperware. Dieser Tage war sie zu einer Tupperparty eingeladen.

Tupperware - hier werden KĂŒchentrĂ€ume wahr?

Schon meine Großmutter schwörte drauf und wehe ein Teil ging verloren, wurde sie sehr ungemĂŒtlich. Die Rede ist von Tupperware.

Als Kind war ich sehr fasziniert von der Deckelhalterung im KĂŒchenschrank meiner Großeltern: Der GrĂ¶ĂŸe nach geordnet hingen hier die Deckel mit dem Blubb-Effekt – von meiner Großmutter mehr gehĂŒtet als die WeihnachtsplĂ€tzchen in der Adventszeit.

Die passenden Dosen in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen und pastellfarben, wie in den 60er Jahren ĂŒblich, fand man im KĂŒchenschrank ordentlich sortiert.

„Tupper ist QualitĂ€t und das ist teuer“, pflegte meine Großmutter zu sagen.

Die eine oder andere Tupperdose, von meiner Mutter abgestaubt, zog spÀter auch in meinen Studentenhaushalt ein.

Und vor gut 15 Jahren, selbst inzwischen Mutter, wurde ich zu meiner ersten Tupperparty eingeladen.

Ich kann mich nur noch an eine geschmacklose SchĂ€lchenkombination fĂŒr NĂŒsse, Salzbrezel und Co. und endlos Haushaltstipps erinnern. Mitgenommen habe ich damals zwei tĂŒrkis-grĂŒnfarbige verschließbare Becher, ein ebenso farbiges KĂ€nnchen – das war glaub ich das Gastgeschenk – und eine mittelgroße SalatschĂŒssel, im ebenfalls in grĂŒnen Styling der 90er Jahre.

Ein lustiger Abend unter Frauen

Dieser Tage wurde ich jetzt wieder zu einer Tupperparty eingeladen. Gut, dachte ich nach Schmuck- und Kerzenabenden darf es jetzt auch mal wieder Tupper sein. Und ich freute mich auf einen lustigen Abend unter Frauen.

Sieben Frauen, ein Tisch voller HÀppchen und eine engagierte Tupper-Beraterin der beinah ersten Generation. Seit gut 30 Jahren ist sie dabei, und Tupper in Deutschland ist gerade mal 20 Jahre Àlter, erfahren wir.

Die Beraterin nimmt es ernst, kurz will sie wissen, ob wir Tupper kennen und gibt dann eine kleine EinfĂŒhrung. Wir schwatzen und lachen, das findet sie weniger gut, schließlich geht es hier um ein ernstes Thema, denn, wer mit Tupper unzufrieden ist, hat bei der Beratung nicht aufgepasst, ist die Botschaft. Deswegen Aufmerksamkeit, meine Damen, scheint sie zu mahnen.

Und erzĂ€hlt tragische Geschichten von unsachgemĂ€ĂŸer oder falscher Behandlung. Wer mit Tupper nicht zu recht kommt, hat nicht aufgepasst, erklĂ€rt sie streng.

Viel hat sich getan seit meine Großmutter die ersten Dosen in ihrem Schrank bewachte. Die Farben sind frischer, die Funktionen raffinierter. Und immer klangvollere Namen lassen schon im Vorfeld erahnen, welchem Haushaltswunder man begegnen wird.

Die wahren Dinge des Lebens?

Wir begreifen schnell, hier geht es um die wahren Dinge des Lebens, wie kann ich in der Mikrowelle in kĂŒrzester Zeit Spaghetti und Kartoffeln kochen, wie kann ich aus Resten kleine Köstlichkeiten zaubern und wie bewahre ich zweckmĂ€ĂŸig und platzsparend und geruchsfrei alles auf.

Die Gastgeberin bringt Zutaten herbei und in Sekundenschnelle bereitet die Tupper-Beraterin mit dem „Quick Chef 3“ einen köstlichen Dip zu.

Das klingt alles einleuchtend und praktisch, aber wo bleibt hier das sinnliche KĂŒchenerlebnis, das GerĂ€usch, wenn Spaghettiwasser köchelt, der Geruch von KĂ€se und Zwiebeln, der die KĂŒche durchzieht. Tupper, das wird mir klar, hat mit Lust wenig zu tun.

Zu jedem Töpfchen gehört ein Deckelchen

Wie heißt es so schön, zu jedem Töpfchen gehört ein Deckelchen und demnach zu jedem KĂŒchenbedĂŒrfnis ein TuppergefĂ€ĂŸ. Selbst wenn ich noch gar nicht ahnte, dieses BedĂŒrfnis verspĂŒrt zu haben.

Und das hat alles seinen Preis. Aber, so erklĂ€rt uns die Tupper-Dame, schließlich auch seine QualitĂ€t. Gut, denke ich, das hat schließlich auch schon meine Großmutter gesagt.

Dementsprechend folgsam schreiben wir unsere WĂŒnsche auf den Bestellzettel und nur eine der Anwesenden entzieht sich dem Druck.

Als Gastgeschenk bekommen wir „Super-Teig-Fallen“ ĂŒberreicht, damit lassen sich tolle Teigtaschen zubereiten, werden wir belehrt.

„Mir wĂ€re das Überraschungsgeschenk lieber“

Ich bin ehrlich, in meinem KĂŒchenalltag habe ich dafĂŒr keinen Bedarf und in meinem Schrank keinen Platz, „mir wĂ€re das Überraschungsgeschenk lieber“, erdreiste ich mich deswegen in die Runde zu werfen. Weitere Frauen schließen sich an. Das sei ihr noch nicht passiert, beschwert sich die Tupper-Beraterin und versucht erst gar nicht ihr Missfallen zu verbergen.

Zudem sei sie hier gar nicht mit ihrem Programm durchgekommen, vieles konnte sie nicht vorstellen und ĂŒberhaupt merkt man ihr an, alles in allem waren wir zu undiszipliniert und mit leicht gekrĂ€nkter Miene packt sie ihre guten SchĂ€tze wieder ein.

Das ist schade, denn was hilft neues Design und gute QualitĂ€t, wenn der Spaß an so einem Abend zu kurz kommt.

gabi

Gabis Kolumne

„Irgendwann klemmt die Schublade.“

Rhein-Neckar, 23. Januar 2012. Manche Dinge sollten erledigt werden, und zwar möglichst schnell. Andere möchte man gerne bald wiederholen, aber man bekommt sie im Alltag kaum unter. Das mit der RegelmĂ€ĂŸigkeit ist so eine Sache, denkt Gabi.

Wegen ÜberfĂŒllung geschlossen.

Ich habe ihm Flur eine Schublade, da fliegt alles rein, was noch sortiert und abgeheftet werden muss: KontoauszĂŒge, ĂŒberwiesene Rechnungen, Garantien und Zettel jeglicher Art. Und alle paar Monate geht wegen ÜberfĂŒllung gar nichts mehr, sprich die Schublade geht nicht mehr zu.

Das ist dann der Zeitpunkt, an dem ich meine Ablage machen muss. Habe ich es hinter mich gebracht, denke ich meist, das war doch gar nicht so schlimm, das sollte ich viel regelmĂ€ĂŸiger machen.

Unter diese Rubrik fÀllt auch Keller aufrÀumen, Kleiderschrank aussortieren, Auto und Fenster putzen 


Sind die Dinge erledigt, fĂŒhlt man sich richtig gut, freut sich ob der getanen Arbeit und nimmt sich vor, so lange wird man es nie wieder liegen lassen.

Irgendwann klemmt die Schublade

Doch irgendwann klemmt die Schublade wieder und aus den Fenstern kann man kaum noch rausschauen.

RĂ€um’ doch Deine Klamotten abends gleich weg, wenn du sie ausziehst, ermahne ich deswegen auch meine Tochter regelmĂ€ĂŸig, denn schließlich soll sie es ja lernen.

Meine Großmutter hatte ihren Haushalt noch gut organisiert, montags wurde gewaschen, dienstags demnach gebĂŒgelt, mittwochs Staub gewischt und gesaugt, donnerstags das Bad geputzt und die Böden gewischt, freitags die Betten bezogen, samstags Kuchen gebacken und sonntags ausgeruht. Bei dieser RegelmĂ€ĂŸigkeit blieb nichts liegen, es stapelte sich nichts, wie zum Beispiel meine BĂŒgelwĂ€sche im Keller.

Ich weiß noch, wenn ich als junge Frau bei meiner Großmutter vorbeischaute und es war beispielsweise Montag, fragte sie: „Und Kind, hast du deine WĂ€sche schon gemacht?“ Es war fĂŒr sie kaum nachvollziehbar, dass man in der „heutigen“ Zeit noch so viel anderes zu tun hatte, erst in jungen Jahren Semesterarbeiten anfertigen, spĂ€ter dann mit Kindern in die Krabbelgruppen zu gehen und schließlich neben dem Haushalt noch zu arbeiten. Und dazu die ganzen FreizeitvergnĂŒgen – diesen Stress hatte meine Großmutter nicht, aber einen gut aufgerĂ€umten und ordentlichen Haushalt – mit RegelmĂ€ĂŸigkeit.

Szenenwechsel

KĂŒrzlich war ich mit vier Freundinnen aus. Und wir waren nicht einfach nur im Kino oder was trinken, sondern wir waren auf einem Live-Konzert in einem Heidelberger Club. Es war laut, es war voll und es wurde spĂ€t. Und es machte Spaß. „Das sollten wir bald wieder mal machen“, sagte eine der Freundinnen.

Vergangene Woche waren wir mit Freunden im Theater – es war ein wunderbarer Abend. „Das sollten wir bald wieder mal machen“, dachte ich.

Die Liste der Dinge, die ich gerne „bald wieder mal machen möchte“ ist ebenso endlos wie die der Dinge, die ich bald wieder machen sollte.

Es ist das Treffen mit einer Freundin, die im Elsass wohnt, die Wanderung in der Pfalz, der Tag in einem Wellness-Bad, der Besuch einer Lesung oder Ausstellung – die Reihe ist beliebig erweiterbar.

Und auch hier: Setzt man das Vorhaben in die Tat um, scheint es kaum nachvollziehbar, warum man damit so lange gewartet hat, warum man sich zwischen Job, Kinder, KĂŒche keinen Freiraum schaffen konnte und warum man sich immer so einen Ruck geben muss.

Einfacher ist es mit Dinge, die sich wiederholen, der wöchentliche Sportkurs, das monatliche Treffen mit Freunden. Sobald es in unserem Zeitablauf fest verankert ist, quasi auf regelmĂ€ĂŸiger Wiedervorlage, gelingt es sehr gut es in den Alltag zu integrieren.

So wissen meine Kinder und mein Mann, dass ich montags und freitags abends zum Sport gehe, dass ich mich einmal im Monat mit meinem Literasturkreis treffe und dass sonntagsabend der Tatort fest auf dem Programm steht.

Will ich an anderen Abenden einen Film schauen – wir haben nur einen Fernsehen – tritt das meist große Diskussionen los, aber alle wissen „Mama schaut am Sonntagabend Tatort und da fĂ€hrt kein Zug drĂŒber.“

Das ist planbar.

Ausreißer aus dem Alltag

Aber sind es nicht die kleinen Ausreißer aus dem Alltag, die unser Leben wĂŒrzen.

Und das Salz in der Suppe ist wohl, dass wir es eben nur selten tun und somit die Sehnsucht die Antriebskraft ist.

Bei den lĂ€stigen Dingen ist der Sieg ĂŒber den inneren Schubladen-Schweinehund die wahre Befriedigung.

WĂŒrden wir alles regelmĂ€ĂŸig erledigen, könnten wir dieses GefĂŒhl nicht genießen. Und wĂŒrden die schönen Augenblicke des Lebens zur RegelmĂ€ĂŸigkeit, ginge das Besondere verloren.

So kĂ€mpfe ich mit den Unannehmlichkeiten und sehne mich nach den Auszeiten, denn ich will alles hĂ€ufiger, aber bitte nicht regelmĂ€ĂŸig tun.

gabi