Dienstag, 24. Juli 2018

Lahme Ente Tariftreue?

Wo kein Verdacht ist, wird nicht ĂŒberprĂŒft

Rhein-Neckar, 23. Oktober 2014. (red/ld/aw) Seit April 2013 dĂŒrfen die Kommunen in Baden-WĂŒrttemberg nur noch Unternehmen beauftragen, die ihren Mitarbeitern einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde bezahlen. Dazu verpflichten sich die Unternehmen, wenn sie sich um einen Auftrag bewerben. Zudem willigen sie in Kontrollen ein. Beanstandungen habe es noch keine gegeben, sagen die angefragten Kommunen in unserem Berichtsgebiet – und deshalb hat es auch noch keine Kontrollen gegeben. Da stellt sich die Frage: Wie effektiv ist dieses gepriesene Tariftreuegesetz? [Weiterlesen…]

Vierköpfige Familie in Ladenburg zahlt 17,22 Euro - in Schriesheim 39,65 Euro im Monat

Teils drastische Preisunterschiede beim Wasser in der Region

Rhein-Neckar, 18. Oktober 2014. (red/ld) Wer in Ladenburg lebt, kann sich am Ende des Jahres ĂŒber die Rechnung fĂŒr den Wasserverbrauch freuen. Denn dort ist Trinkwasser am billigsten. Wer in Schriesheim wohnt, bezahlt dagegen mehr als doppelt so viel, wenn er die gleiche Menge Wasser verbraucht hat. Dabei beziehen beide StĂ€dte ihr Trinkwasser grĂ¶ĂŸtenteils aus demselben Brunnen. Eigentlich sollte man erwarten, dass die Preise dann in beiden Kommunen doch etwa gleich sind – doch weit gefehlt. [Weiterlesen…]

13. - 19. Oktober 2014

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine fĂŒr den 13. – 19. Oktober 2014. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.
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29. September bis 05. Oktober 2014

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine fĂŒr den 29. September bis 05. Oktober 2014. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.
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Seit 15 Jahren mehr Chancen im Leben

„Job Central“ hilft Jugendlichen in den Beruf

Weinheim, 23. September 2014. (red/pm) Seit ĂŒber 15 Jahren gibt es „Job Central“. Die Agentur hilft Jugendlichen dabei, einen Ausbildungsplatz zu finden und will den Berufseinstieg erleichtern. TrĂ€ger der Einrichtung sind die Stadt Weinheim, der Stadtjugendring und die Freudenberg-Stiftung, sowie die Nachbarkommunen Schriesheim, Heddesheim, Hirschberg, Gorxheimertal, Laudenbach und Hemsbach. [Weiterlesen…]

Filme ĂŒber das Älterwerden – fĂŒr Alt und Jung

Rhein-Neckar, 04. August 2014. (red/pm) Beim 5. EuropĂ€ischen Filmfestival der Generationen, das vom 07. – 10. Oktober stattfindet, gibt es fĂŒr Alt und Jung wieder Filme ĂŒber das Älterwerden. Programmhefte fĂŒr das Event sind erhĂ€ltlich. [Weiterlesen…]

Chance fĂŒr engagierte Bewerber

Weinheim, 23. Juli 2014. (red/pm) Endspurt zum Ausbildungsplatz – fĂŒr engagierte Bewerber gibt es noch Chancen. Besonders angesprochen sind Jugendliche aus den Gemeinden Schriesheim, Hirschberg, Heddesheim, Hemsbach, Laudenbach, Gorxheimertal, Birkenau und Weinheim. [Weiterlesen…]

Interessante Details zu den Europawahlen - teils deutliche Unterschiede

Europawahl: Unsere Gemeinden im Vergleich

Heidelberg/Mannheim/Rhein-Neckar, 26. MĂ€rz 2014. (red/pro) Aktualisiert. Bei der Europawahl lassen sich klare Aussagen treffen: SPD und AfD sind die Gewinner. Die FDP hat teils dramatische Verluste erlitten. Schaut man sich die Ergebnisse in den Gemeinden des Landtagswahlkreises Weinheim und im Rhein-Neckar-Kreis genauer an, gibt es interessante Details – beispielsweise ist die Wahlbeteiligung dieser Gemeinden besser als im Kreis insgesamt und die SPD gewinnt sogar ĂŒber den kreisweiten Vergleich. Wir haben fĂŒr Sie die Zahlen mit teils ĂŒberraschenden ZusammenhĂ€ngen zusammengestellt. [Weiterlesen…]

10 Jahre DRK Service fĂŒr Menschen zu Hause

„Wir werden Ă€lter, bunter und weniger“

Rhein-Neckar, 08. April 2014. (red/pm) „Wir werden Ă€lter, bunter und weniger“ Mit diesen drei Adjektiven umschreibt die Weinheimerin Christiane Springer, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des DRK KV Mannheim e.V. den demografischen Wandel. Auch wenn sich Zeitablauf und Ausmaß des Wandels in den einzelnen Kommunen unterschiedlich darstellen, mĂŒssen sich doch alle mit den Bedingungen einer alternden Gesellschaft intensiv auseinandersetzen. [Weiterlesen…]

Kommunale Kinderbetreuung im Vergleich

Enorme Unterschiede bei Kosten und Angeboten zur Kinderbetreuung

Rhein-Neckar/Hirschberg, 04. April 2014. (red/ae/ms) Seit dem 01. August 2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten bis zum Ende des dritten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung oder einer Kindertagespflege. Reichen die PlĂ€tze in den Gemeinden des Landtagswahlkreis Weinheim? Wie viele KindergĂ€rten und KindertagesstĂ€tten gibt es in den Gemeinden? Was kostet welches Angebot? Wir haben fĂŒr Sie recherchiert und liefern den Überblick zu den Angeboten. [Weiterlesen…]

Das LTE-Netz hat noch Löcher

Rhein-Neckar, 21. MĂ€rz 2014. (red/ld) Das lange Warten auf die neuesten Nachrichten oder Informationen hat dank LTE-Technik (Long Time Evolution) ein Ende. Über diesen Verbindungsstandard sind Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit/Sekunde möglich. In unserem Berichtsgebiet ist die Technik schon weit verbreitet. Aber es gibt noch Löcher. [Weiterlesen…]

Deutlicher Anstieg der Kirchenaustritte in den meisten Gemeinden

„Tebartz-Effekt“ auch in der Metropolregion

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Rhein-Neckar, 08. November 2013. (red/ms) Nach aktuellen Recherchen der Deutschen Presse Agentur ist die Anzahl der Kirchenaustritte vergangenen Oktober sprunghaft angestiegen. Hauptursache sei laut der ARD die AffĂ€re um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Ist dieser bundesweite Trend auch in unserem Berichterstattungsgebiet festzustellen? Eine deutliche Tendenz nach oben ist zu beobachten. Allerdings nicht ĂŒberall: WĂ€hrend sich etwa die Anzahl der Austritte in Laudenbach im Monatsvergleich mehr als versechsfacht hat, ist beispielsweise in Heddesheim kein Anstieg festzustellen. [Weiterlesen…]

Hemsbacher, Hirschberger, Laudenbacher und Weinheimer haben Ausbildung abgeschlossen

17 neue TruppfĂŒhrer fĂŒr die Feuerwehren

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Lydia Senitsch, Svenja Fath, David Kunerth, Lukas GĂ€rtner, Christian Paradiso, Kai Böhler, Wolf-Dieter Wöffler, Michael Geller, Florian Meier, Volker Polzin, Andreas HĂŒhn, Timo Kreis, Christian Richter, Michael Herbert, Daniel Kohl, Daniel Kulp, Lukas Bisdorf haben an dem Lehrgang teilgenommen. Foto: Feuerwehr Weinheim

 

Weinheim, 29. Oktober 2013. (red/fw) Am vergangenen Wochenende endete fĂŒr 17 junge Feuerwehrangehörige aus dem Unterkreis Weinheim, zu dem die StĂ€dte und Gemeinden Hemsbach, Hirschberg, Laudenbach und Weinheim zĂ€hlen, die Ausbildung zum TruppfĂŒhrer mit einer theoretischen und praktischen PrĂŒfung. [Weiterlesen…]

Fast ĂŒberall höhere Stimmanteile fĂŒr die rechtsradikale Partei in Gemeinden mit Asylbewerbern

NPD punktet mit Fremdenfeindlichkeit

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Rhein-Neckar, 02. Oktober 2013. (red/ld) Sie schĂŒrten Angst vor einer Asylbewerberschwemme und gingen damit auf Stimmenfang – mit Erfolg. In Sinsheim, wo die meisten Asylbewerber im Rhein-Neckar-Kreis zentral untergebracht sind, konnte die rechtsextreme Partei ihr Ergebnis im Vergleich zu 2009 deutlich steigern. Der Stimmenanteil lag hier sogar doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt. [Weiterlesen…]

Bundestagswahl am 22. September

Dallinger: „Politische Verantwortung ernst nehmen“

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Landrat Dallinger. Foto: LRA RNK

Rhein-Neckar, 06. September 2013. (red/pm) Am 22. September sind die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger des Rhein-Neckar-Kreises zur Wahl ihrer Abgeordneten zum Deutschen Bundestag aufgerufen. Dabei sind die StĂ€dte und Gemeinden des ĂŒber 525.000 Einwohner starken Rhein-Neckar-Kreises wie bei den vorangegangenen Bundestagswahlen drei verschiedenen Wahlkreisen zugeordnet. Die Zuschnitte haben sich gegenĂŒber der Wahl 2009 nicht geĂ€ndert. [Weiterlesen…]

Sechs NPD-Kundgebungen- vier Gegendemos - keine ZwischenfÀlle

Engagement gegen Nazis – aber auch Ignoranz und Lethargie

Laut und friedlich demonstrierten die Menschen heute auf der NPD-Wahlkampftour. In Weinheim mussten sie von ihrem angemeldeten Platz weichen.

Laut, aber friedlich demonstrierten die Menschen gegen die NPD auf Wahlkampftour – bis auf Angelbachtal und Rauenberg, wo die Rechtsextremen auf keinen Widerstand durch Gegendemonstranten gestoßen sind. In Weinheim hingegen sogar erreichten sie noch nicht mal den angemeldeten Platz bei der „Reiterin“.

 

Ladenburg/Weinheim/Hemsbach/Rhein-Neckar, 01. September 2013. (red/ld/zef/pro/local4u) Es herrscht Wahlkampf in Deutschland – auch fĂŒr die rechtsextreme NPD. In sechs Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises hielt die verfassungsfeindliche Partei am Samstag Kundgebungen ab: In Rauenberg, Angelbachtal, Schwetzingen, Ladenburg, Weinheim und Hemsbach. Zwischen 100 und 150 Menschen stellten sich jeweils in Schwetzingen, Ladenburg und Weinheim mit Demonstrationen gegen die rechtsextreme Partei. In Rauenberg, Angelbachtal und Hemsbach waren keine Gegendemonstrationen angemeldet. In Hemsbach kamen trotz „Lethargie“ wenigstens knapp 60 Anwohner und Passanten zu einer spontanen Gegenkundgebung zusammen. [Weiterlesen…]

Feuerwehren der Region stark gefordert

Hochwasser und Rutschungen sorgen fĂŒr Dutzende von EinsĂ€tzen

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Pumpen, was die Pumpen hergeben – in Dossenheim war ein BĂŒrogebĂ€ude unter Wasser, in Weinheim weicht der Weschnitzdamm auf, in Schriesheim und Hirschberg gabe es Erdrutsche – voller Einsatz fĂŒr die Feuerwehren, das THW und teils auch RettungskrĂ€fte.

 

Weinheim/Schriesheim/Hirschberg/Heidelberg, 31. Mai 2013. (red) Die Landesstraße L536 zwischen Schriesheim und Wilhemsfeld ist ebenso wie die L596 Hirschberg in Richtung Altenbach/Ursenbach nach Erdrutschen gesperrt. In Heidelberg geht die Polizei davon aus, dass die Neckarstraße wegen Hochwasser des Neckar im Bereich Alte BrĂŒcke in KĂŒrze gesperrt wird. Entlang der Bergstraße gabe es in fast allen Gemeinden EinsĂ€tze wegen des anhaltenden Regens, der zu Hochwasser, Erdrutschen und umgestĂŒrzten BĂ€umen fĂŒhrt. [Weiterlesen…]

Zeugenaufruf!

Gerade nochmal gut gegangen

Mannheim/Hemsbach/Hirschberg, 04. MĂ€rz 2013. (red/pol) Nach Zeugen fĂŒr einen Beinaheunfall, der sich bereits am Samstagmorgen, 02. MĂ€rz, auf der Autobahn 5 ereignete, suchen die Beamten des Autobahnpolizeireviers Mannheim. Gegen 13:30 Uhr war ein 31-jĂ€hriger Audi-Fahrer zwischen den Anschlussstellen Hemsbach und Hirschberg in sĂŒdlicher Richtung unterwegs.

Information des PolizeiprÀsidiums Mannheim:

Beim Einfahren auf die Autobahn ordnete sich eine 22-jÀhrige Peugeot-Fahrerin aus Hemsbach zunÀchst hinter einem Lkw auf der rechten Fahrspur ein, wechselte gleich darauf jedoch auf den linken Fahrstreifen, auf welchem sich der Audi mit etwa 150 km/h von hinten nÀherte. Der Kompaktwagen der Frau war bisherigen Ermittlungen zufolge etwa 90 km/h schnell.

Um eine Kollision zu verhindern, zog der Lenker des Audi A5 nach links und die Peugeot-Pilotin leicht rechts, in Richtung des neben ihr auf der rechten Spur fahrenden Lkw. Zeitweise fuhren auf der zweispurigen Autobahn also drei Fahrzeuge nebeneinander.

Zur BerĂŒhrung zwischen den Beteiligten kam es jedoch nicht. Der 31-jĂ€hrige Mann aus Eppelheim verstĂ€ndigte ĂŒber sein Mobil-Telefon die Polizei, welche die Peugeot-Fahrerin in Höhe des Autobahnkreuzes Mannheim anhielt und kontrollierte.
Die junge Frau gab an, nach Überholen des Lkw von dem Audi-Fahrer geschnitten und mehrfach „ausgebremst“ worden zu sein.

Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0621/47093-0 beim Autobahnpolizeirevier in Mannheim-Seckenheim zu melden und ihre Beobachtungen mitzuteilen.

WohnungseinbrĂŒche angestiegen

Richtig vor Einbruch schĂŒtzen – aber wie? Foto: Polizei

 

Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis, 05. November 2012. (red/pol) Tatort Laudenbach: Der Einbrecher kam in der Nacht von Montag auf Dienstag (03./04.12.), er öffnete die nur zugezogene – nicht verschlossene – HauseingangstĂŒre einer Erdgeschosswohnung in der Friedrich-Ebert-Straße. Aus dem Schlafzimmer, in dem der GeschĂ€digte schlief, entwendete der Einbrecher ein Smartphone, im Wohnbereich ließ der TĂ€ter Bargeld, ein Laptop sowie zwei EC-Karten mitgehen, der Diebstahlsschaden belĂ€uft sich auf ca. 1.000 €.

Information der Polizeidirektion Heidelberg:

„Vermutlich der gleiche TĂ€ter drang in der gleichen Nacht in ein weiteres Haus im SĂŒdring ein. Auch hier war die EingangstĂŒre nur zugezogen und die Anwohner schliefen. Hier entwendete der Dieb unter anderem auch eine EC-Karte, wobei ihm zudem noch die Geheimnummer in die HĂ€nde fiel. An einem Geldausgabeautomaten der Volksbank SĂŒdhessen in der Bahnhofstraße hob er damit am Dienstagmorgen um 4.15 Uhr Bargeld ab. Seit August dieses Jahres wurden in Hemsbach (5 FĂ€lle) und Laudenbach (6 FĂ€lle) immer wieder unverschlossene HaustĂŒren geöffnet und in die HĂ€user eingebrochen. Zeugen, die verdĂ€chtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter Telefon 06201/1003-0 bei der Polizei in Weinheim zu melden.

WohnungseinbrĂŒche 2011

Seit Beginn dieses Jahres hat die Polizei im Stadtgebiet Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis insgesamt 542 EinbrĂŒche registriert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 444 EinbrĂŒche. Schwerpunkte bildeten dabei das Stadtgebiet Heidelberg mit 190 FĂ€llen sowie im Rhein-Neckar-Kreis vor allem die Bereiche rund um Wiesloch (89 FĂ€lle) und Weinheim (92 FĂ€lle).

Ein Einbruch in Haus oder Wohnung ist fĂŒr Betroffene ein unerwarteter Schock: Die Verletzung der PrivatsphĂ€re, das verloren gegangene SicherheitsgefĂŒhl oder andere schwer wiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, machen ihnen dabei oft mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden. Dass man sich davor schĂŒtzen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei: Ein großer Anteil der EinbrĂŒche bleibt im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Aber auch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn können EinbrĂŒche verhindern helfen.

Einbrecher kommen zu jeder Tageszeit, oft auch tagsĂŒber, wenn ĂŒblicherweise niemand zu Hause ist, zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frĂŒhen Abend, in der dunklen Jahreszeit auch schon bei einsetzender DĂ€mmerung, nachts oder an Wochenenden. Dabei werden etliche EinbrĂŒche in WohnrĂ€ume durch Leichtsinn und Sorglosigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht oder erleichtert: Da wird die Wohnungs- oder HaustĂŒr nur ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen, da bleiben beim Verlassen Fenster, Balkon- oder TerrassentĂŒren auch in von außen erreichbarer Lage in LĂŒftungsstellung offen!

Einbruchschutz bringen in erster Linie ein sicherheitsbewusstes Verhalten und sinnvoll aufeinander abgestimmte, solide mechanische Sicherungen. Sie stehen beim Schutz vor Einbruch an erster Stelle und bieten dem Einbrecher Widerstand.

Alarmanlagen (Einbruchmeldeanlagen) verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn nur – sie können mechanische Sicherungen nur ergĂ€nzen, nicht ersetzen. Allerdings erhöhen sie das Entdeckungsrisiko fĂŒr Einbrecher und bieten dadurch zusĂ€tzlichen Schutz. Daneben sollte eine solche Einbruchmeldeanlage auch die Möglichkeit eines Überfallalarms bieten.

Tipps

TĂŒren auch bei nur kurzzeitigem Verlassen von Haus oder Wohnung nicht bloß ins Schloss ziehen, sondern immer verschließen.

  • Nach jedem SchlĂŒsselverlust umgehend den Schließzylinder auswechseln Fenster, Balkon- und TerrassentĂŒren auch bei kurzer Abwesenheit verschließen
  • Vorsicht: Gekippte Fenster sind von Einbrechern leicht ganz zu öffnen, und in der Regel erlischt bei gekippten Fenstern auch der Versicherungsschutz.RolllĂ€den nur zur Nachtzeit geschlossen halten, um nicht tagsĂŒber Abwesenheit zu signalisieren.
  • Bei lĂ€ngerer Abwesenheit Hinweise auf Leerstand vermeiden, z. B. ungeleerter Briefkasten, stĂ€ndig heruntergelassene RolllĂ€den oder zugezogene VorhĂ€nge, Mitteilung auf dem Anrufbeantworter
  • Wohnung oder Haus durch Verwandte, Bekannte oder Nachbarn bewohnen oder bewohnt erscheinen lassen (z.B.: Briefkasten leeren, RolllĂ€den, VorhĂ€nge, Beleuchtung, Radio und Fernseher unregelmĂ€ĂŸig betĂ€tigen).
  • Über Einsatz von Zeitschaltuhren fĂŒr RolllĂ€den, Beleuchtung, Radio etc. Nachbarn informieren.
  • In MehrfamilienhĂ€usern die HauseingangstĂŒr auch tagsĂŒber geschlossen halten, vor dem DrĂŒcken des TĂŒröffners prĂŒfen, wer ins Haus will.
  • Auf Fremde im Haus oder auf dem NachbargrundstĂŒck achten, solche Personen ansprechen; evtl. auch Kfz-Kennzeichen notieren.
  • In MehrfamilienhĂ€usern stets Keller und BodentĂŒren verschließen –das ist auch meist eine Pflicht aus dem Mietvertrag.
  • Einbrecher wollen nicht entdeckt werden und vermeiden nach Möglichkeit jede Konfrontation. Wer einen Einbrecher bemerkt, sollte sich ihm keinesfalls entgegenstellen. Nicht den „Helden“ spielen, sondern stattdessen sofort die Polizei verstĂ€ndigen.
  • Die Polizei kann nicht ĂŒberall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch fast immer gibt es Nachbarn, die einander helfen können: Nach den Erfahrungen der Polizei trĂ€gt Nachbarschaftshilfe entscheidend zur Verhinderung von EinbrĂŒchen bei.
  • Bei verdĂ€chtigen Beobachtungen sofort – auch ĂŒber die Notrufnummer 110 – die Polizei verstĂ€ndigen.

Die Kriminalpolizei schon seit Jahren sehr erfolgreich kostenlose Beratungen an, wie man sein Haus oder die Wohnung gegen Einbrecher am Besten schĂŒtzen kann. Die speziell geschulten Beamten kommen auf Terminvereinbarung (Tel. 06221/991234) auch vor Ort.“

 

Landtagsabgeordnete begegnen VorwĂŒrfen und GerĂŒchten

„Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen“

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer beschĂ€ftigt die VerĂ€nderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Hemsbach/Rhein-Neckar, 03. Dezember 2012. (red/ld) Die Landtagsabgeordneten Uli Sckerl (BĂŒndnis ’90/Die GrĂŒnen) und Gerhard Kleinböck (SPD) wollen mit „GerĂŒchten und Spekulationen ĂŒber den Schulentwicklungsprozess aufrĂ€umen“. Der CDU-Abgeordnete Georg Wacker hatte im Vorfeld behauptet, MinisterprĂ€sident Winfried Kretschmann habe eine „Zerschlagung der Realschulen“ vor. Bei einem InformationsgesprĂ€ch im Alten Rathaus stellten sich Sckerl und Kleinböck den Fragen von GemeinderĂ€ten, Lehrern und Eltern, auch aus den umliegenden Gemeinden. Dabei betonten sie, dass die Unterrichtsform der  Gemeinschaftsschule in vielen Realschulen bereits Praxis sei.

Von Lydia Dartsch

Die Entwicklung zu einer Gemeinschaftsschule sei freiwillig und zöge keine Benachteiligung fĂŒr Realschulen nach sich, betonten Sckerl und Kleinböck. Auch fordere der Handwerkstag seit langem lĂ€ngeres gemeinsames Lernen. Sie hatten sich durch die Äußerungen des CDU-Abgeordneten Georg Wacker zu diesem Schritt genötigt gesehen:

Wir haben uns bewusst aus dem Moderationsprozess rausgehalten. Da ist kein Platz fĂŒr Parteipolitik.

sagte Sckerl. Wacker hatte auf seiner Internetseite sowie in den Weinheimer Nachrichten verlautbart, die Landesregierung plane die Zerschlagung der Realschulen. Er behauptet weiter, das von der Landesregierung vorangetriebene Modell der Gemeinschaftsschule benachteilige RealschĂŒler sowie deren Eltern und Lehrer. Der Wirtschaft wĂŒrde durch dieses Schulmodell der qualifizierte FachkrĂ€ftenachwuchs entzogen.

Das ist eine wissentliche Falschaussage.

empörte sich Sckerl. Eine Schulreform von oben sei nicht beabsichtigt. Die Gemeinden und BĂŒrger sollen selbst entscheiden, ob sie eine Gemeinschaftsschule wollen oder nicht. Sollten sie sich dafĂŒr entscheiden, Real- und Hauptschulen beizubehalten, erwachse den Schulen dadurch allerdings keine Nachteile.

Realschulen werden weiterhin gefördert wie bisher.

Uli Sckerl (links) und Gerhard Kleinböck stellen sich Fragen und weisen „ZerschlagungsvorwĂŒrfe“ als absurd zurĂŒck.

versicherte Sckerl. Die Empfehlungen aus dem Hemsbacher Moderationsprozess wĂŒrden ernst genommen und soweit wie möglich umgesetzt.

Eine neue Unterrichtsform

Wie soll das funktionieren, wenn SchĂŒler mit verschiedenen Lernniveaus in einer Klasse unterrichtet werden, ist eine zentrale Frage der Eltern und Lehrer. Seit 2011 wĂŒrden dafĂŒr Fortbildungen fĂŒr Lehrer angeboten, sagt Kleinböck. Dabei lernen sie eine neue Form des Unterrichts, in dem SchĂŒler entsprechend ihrer individuellen FĂ€higkeiten gefördert wĂŒrden.

Realschulen erfĂŒllen bereits jetzt viele Voraussetzungen, die fĂŒr eine Gemeinschaftsschule nötig sind:

Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen.

betonte Kleinböck immer wieder.

Ein Experiment an Kindern sei das, wirft ein Zuhörer in die Diskussion ein. Dem sei nicht so, erklĂ€ren Sckerl und Kleinböck: Die bereits bestehenden Gemeinschaftsschulen hĂ€tten diese Art des gemeinsamen Lernens schon vor lĂ€ngerem in die Praxis umgesetzt und festgestellt, dass es funktioniere. Deshalb habe man auch keinen Schulversuch mit diesem Modell unternehmen mĂŒssen.

Chance, den Schulstandort zu halten

Zudem wĂŒrden Gemeinschaftsschulen immer beliebter bei Eltern und jungen Lehrern, die diese neue Unterrichtsform bereits in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Viele junge Lehrer bewerben sich direkt bei Schulen in den lÀndlichen Gebieten, weil sie lÀngst als Gemeinschaftsschule arbeiten.

sagte Kleinböck. Zudem sei dieses Schulmodell gerade in Gemeinden eine Chance, trotz sinkender SchĂŒlerzahlen ihren Schulstandort zu halten und alle AbschlĂŒsse der weiterfĂŒhrenden Schulen anzubieten.

Wie der Abbau von Lehrerstellen dazu passe, wollte ein Besucher der Runde wissen. Schließlich mĂŒsse die Betreuung durch die Lehrer doch intensiver werden. Lehrer wĂŒrden nicht entlassen, sagte Kleinböck. Jedoch wĂŒrden nicht alle in Zukunft frei werdenden Lehrerstellen wieder besetzt. Bei weniger SchĂŒlern brauche man auch weniger Lehrer. Zudem wĂŒrden die Lehrerdebutate fĂŒr die Gemeinschaftsschulen um sechs Stunden pro Woche aufgestockt, um den grĂ¶ĂŸeren Betreuungsaufwand zu stemmen. Davon können die Schulen auch Hilfslehrer und Sozialarbeiter anstellen, so Kleinböck.

Abitur an G9 möglich

Am Ende mĂŒsse man ĂŒberlegen, was das beste fĂŒr die Kinder sei, gab er zu bedenken. So wĂŒnschten sich 80 Prozent der Eltern von Gymnasiasten eine RĂŒckkehr zu G9, was in einer Gemeinschaftsschule möglich sei. Zudem seien an der IGMH 40 Prozent der Abiturienten mit einer Hauptschulempfehlung von der Grundschule gekommen.

Das muss uns zu denken geben.

sagte Kleinböck.

Wie es im Schulentwicklungsprozess in Hemsbach weiter geht, wird im MĂ€rz in einer Grundsatzentscheidung beschlossen. Bereits am 19. Dezember tritt die Bildungsplankommission fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg zusammen. Rund 120 AntrĂ€ge fĂŒr Gemeinschaftsschulen aus dem gesamten Bundesland seien bereits eingegangen. Nun muss geprĂŒft werden, ob die Standorte die Kriterien dafĂŒr erfĂŒllen.

Die Debatte ĂŒber die zukĂŒnftigen Schulformen wird ĂŒberall im Wahlkreis Weinheim gefĂŒhrt – statt Parteipolemik sind pragmatische Lösungen angesagt, denn nur das bringt die Schulen und die Kinder weiter.