Dienstag, 07. August 2018

Kunstprojekt im Hilfeleistungszentrum und FĂŒhrung durch die Ausstellung in der Rathausgalerie

Hirschberger Ring Teil I und II

Hirschberg, 17. Juli 2014. (red/pm) Im Rahmen des Kunst-Projekts „Hirschberger Ring Teil I und II“ treten Musik und Malerei miteinander in einen inspirierenden Dialog. [Weiterlesen…]

Freiwillige Feuerwehr feierte ihr JubilÀum

125 Jahre Hilfe in Notlagen

Hirschberg, 16. Juli 2014. (red/ld) Wenn es brennt, dann kommt die Feuerwehr. Aber was, wenn es nicht brennt, und trotzdem Hilfe nötig ist? Dann helfen das Technische Hilfswerk oder das Rote Kreuz. Gemeinsam mit dem Bauhof und dem Brandschutzmobil der BGV stellten sie sich bei Tag der Helfer den zahlreichen Besuchern vor. [Weiterlesen…]

Einwohner/innen zum Mitmachen aufgerufen

„Hirschberg putzt sich raus“

Hirschberg, 12. MĂ€rz 2014. (red/pm) Der FrĂŒhling ist da! Auch in diesem Jahr möchte der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung unter dem Motto „Hirschberg putzt sich raus“ am Samstag, 22. MĂ€rz, unsere Einwohnerinnen und Einwohner aufrufen, öffentliche GrĂŒnanlagen, BachlĂ€ufe sowie Feld und Flur rechtzeitig zum Vegetationsbeginn zu sĂ€ubern und zu reinigen, um das Bewusstsein der Einwohnerschaft fĂŒr die gemeindlichen Anlagen und Einrichtungen zu stĂ€rken. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt Fahrzeugkonzept 2013

Feuerwehr verringert Fahrzeugbestand

Feuerwehr Hirschberg im HLZ-5607-120915Hirschberg, 13. Dezember 2013. (red/ld) Die Anzahl der Fahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr wird in den kommenden Jahren von zehn auf acht verringert. Das beschloss gestern der Gemeinderat mit einer Enthaltung von Dr. Horst Metzler (SPD).

Durch den Einzug in das Hilfeleistungszentrum sei die Überarbeitung des Fahrzeugkonzepts notwendig geworden, heißt es in der Vorlage. Bei der Umstellung der AusrĂŒckeordnung habe man festgestellt, dass nun weniger Fahrzeuge im ersten Abmarsch abrĂŒcken mĂŒssen. Diesen ersten Abmarsch bilden nun das vier Jahre alte Löschgruppenfahrzeug mit 2.000-Liter-Tank (LF 20/20), das 16 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug mit 600-Liter-Tank (LF 8/6) sowie der elf Jahre alte Einsatzleitwagen (ELW 1). Die zweite AbrĂŒckeinheit bilden die Ă€lteren Fahrzeuge: Das 28 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug (LF 8) und das 33 Jahre alte Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25). [Weiterlesen…]

Gemeinderat May hat sich ĂŒber unsere Berichterstattung beschwert - wir haben nachrecherchiert

Dichtung und Wahrheit

Hirschberg, 19. Juli 2013. (red) Der Gemeinderat Alexander May (Freie WĂ€hler) hat uns vorgeworfen seine RedebetrĂ€ge als „inhaltlich nicht erwĂ€hnenswert“ beschrieben zu haben und hat seine Argumente als Kommentar aufgeschrieben. Dazu nehmen wir Stellung. [Weiterlesen…]

Darlehen von 1,1 Millionen fĂŒr 2013

Heringsessen bei den Freien WĂ€hlern Hirschberg

Hirschberg, 18. Februar 2013. (red/pm) Am 13. Februar war es mal wieder so weit: Das alljĂ€hrliche Heringsessen der Freien WĂ€hler Hirschberg fand statt. Über 40 Besucher trafen sich im Gasthaus „Zur Bergstraße“ in Leutershausen. Sie hörten Peter Johe zu, wie er ĂŒber die wichtigen Ereignisse des Jahres 2012 und ĂŒber kommende Ereignisse in 2013 sprach.

Information der Freien WĂ€hler Hirschberg:

„Das diesjĂ€hrige Heringsessen der Freien WĂ€hler Hirschberg am Aschermittwoch im Gasthaus „ Zur Bergstraße“ in Leutershausen war wieder sehr gut besucht. [Weiterlesen…]

Die Zukunft der frei gewordenen FlĂ€chen Bauhof/BĂŒcherei ist noch offen

Parken, MehrfamilienhÀuser, barrierefreies Wohnen

Das Lager des Hirschberger Bauhofs gegenĂŒber dem Rathaus in der Großsachsener Straße. Noch ist unklar, was auf dem Areal in Zukunft stehen wird.

 

Hirschberg, 12. Februar 2012. (red/aw/pro) Nach dem Bau des neuen Hilfeleistungszentrums hat die Gemeinde Hirschberg ein „Luxusproblem“. Was tun mit den frei gewordenen FlĂ€chen und GebĂ€uden? Das ehemalige BauhofgelĂ€nde in der Mozartstraße steht zur freien VerfĂŒgung. Ebenso wie das Lagerareal gegenĂŒber dem Rathaus in der Großssachsener Straße und das Feuerwehrhaus in Leutershausen. Rund 3.200 Quadratmeter FlĂ€che stehen insgesamt zur VerfĂŒgung. Da ist eine gute Planung das A und O. Vor allem, da momentan noch kein Bebauungsplan vorliegt. 

Derzeit sind die Planungen noch in den Kinderschuhen und lange nicht abgeschlossen,

sagt der Bauamtsleiter Rolf PflĂ€sterer. Wenn die StadtbĂŒcherei wie geplant zum Ende des ersten Quartals in das ehemalige Feuerwehrzentrum in die Raiffeisenstraße umzieht, steht einem Abriss von Bauhof und GemeindebĂŒcherei-GebĂ€ude (1.300 Quadratmeter) nichts mehr im Wege. Doch was dann?

Wir prĂŒfen noch, ob das GelĂ€nde des Bauhofs und der BĂŒcherei fĂŒr einen Parkplatz beziehungsweise ein Parkhaus genutzt werden kann.

Parkenmöglichkeiten sind dringend

Denn Parkmöglichkeiten wĂŒrden dringend benötigt, wenn gegenĂŒber am GetrĂ€nkemarkt Ost die ParkflĂ€chen fĂŒr ein „Betreutes Wohnheim“ weichen. Die Bauarbeiten könnten Ende 2013 beginnen, sobald entschieden sei, welche Maßnahme die beste und auch kostengĂŒnstigste ist. BĂŒrgermeister Manuel Just favorisiert ein Parkdeck. Die Eröffnung der Einrichtung fĂŒr betreutes Wohnen könnte 2015 realisiert werden.

Da hier allerlei Materialien und Stoffe gelagert wurde, hat die Gemeinde zunĂ€chst Bodenuntersuchungen durchfĂŒhren lassen. So soll bösen Überraschungen vorgebeugt werden.

 

Auch was mit dem Areal gegenĂŒber dem Rathaus in der Großssachsener Straße passiert (1.900 Quadratmeter, davon 600 Quadratmeter Parkplatz), ist derzeit noch unklar. Da der Bauhof das GelĂ€nde jahrelang als LagerflĂ€che genutzt hat, waren zunĂ€chst Bodenuntersuchungen vorgenommen worden. Die Ergebnisse des Bodengutachtens liegen mittlerweile vor – BĂŒrgermeister Manuel Just hatte aber bislang noch keine Zeit, sich inhaltlich damit zu beschĂ€ftigen, wie er uns auf Anfrage mitteilte:

Was mögliche Interessenten anbelangt, so gab es lose Anfragen bzw. VorgesprĂ€ch um eine mögliche Bebauung auszuloten. Da jedoch noch keinerlei Grundsatzbeschluss ĂŒber eine Bebauung herbeigefĂŒhrt wurde, wurden diese GesprĂ€che auch nicht intensiviert.

Gemeinderat muss sich entscheiden

Der Gemeinderat solle zunĂ€chst fĂŒr sich zu einer Entscheidung kommen ob das GrundstĂŒck bebaut werden soll oder ob es eine andere Verwendungsmöglichkeit hierfĂŒr gebe:

Sollte es zu einer Bebauung kommen, so gehen wir heute davon aus, dass ein Bebauungsplan nicht notwendig wird, da sich ein mögliches Vorhaben auch nach § 34 BauGB einfĂŒgen könnte. Auch dies gilt es allerdings in den kommenden Wochen belastbar zu prĂŒfen.

FĂŒr die Gemeinde ergeben sich hier unter UmstĂ€nden erhebliche Einnahmemöglichkeiten: AbhĂ€ngig von der Lage des GrundstĂŒcks und seiner Nutzung, also Gewerbe oder Wohnen, lassen sich zwischen 90 Euro (Gewerbe) und 575 Euro (Wohnen) pro Quadratmeter erzielen. BĂŒrgermeister Just weist darauf hin, dass der „Bodenrichtwert“ aber nur bedingt eine Kalkulationsgrundlage liefert:

Teilweise werden in den einzelnen Gebieten selbstverstĂ€ndliche „Preise“ deutlich ĂŒber und deutlich unter dem Bodenrichtwert gezahlt.

Barrierefreies Wohnen wird benötigt

Der Umzug der BĂŒcherei wird sich verzögern. UrsprĂŒnglich war dieser im ersten Quartal geplan, jetzt soll er bis zu den Pfingstferien vollzogen sein:

Was den Umzug der BĂŒcherei angeht, so haben wir erfreulicherweise keinen zeitlichen Druck, da wir keinerlei wirtschaftliche Faktoren bei der Altimmobilie zu berĂŒcksichtigen haben (z.B. Miet- oder Pachtzahlungen an einen bisherigen Vermieter oder VerpĂ€chter, etc.). Insofern sind wir an einer guten – nicht an einer schnellen Lösung interessiert.

Auch hier ist ein Bau von WohnhĂ€usern möglich. Eventuell MehrfamilienhĂ€user oder auch barrierefreie Wohnungen, denn diese werden verstĂ€rkt benötigt. Bereits bei der Eröffnung des Seniorenzentrums am Turm in Großsachsen war die Nachfrage deutlich höher als das geschaffene Angebot. Es herrscht also ein Bedarf an seniorengerechten WohnrĂ€umen.

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr

In der Hauptsache Hilfeleistungen

Kommandant Peter Braun (links) mit beförderten und geehrten Kameraden (v.l.n.r.): Michael Herber, Timo Kreis, Tim Lessle, Frank BlÀtzler, Jochen Lehming, Oliver Dietrich, Christian Richter, Jan-Philipp Stöppel, Marco Weber, Heiko Jost, Joachim Vosloh, Olaf Sebastian.

 

Hirschberg, 29. Januar 2013. (red/jkr) Man kommt sonntags vom Verwandtenbesuch zurĂŒck und was findet man vor? Der Keller ist nach einem Wasserrohrbruch voll gelaufen, die Katze hat sich aufs Dach geflĂŒchtet oder der nach einem Sturm entwurzelte Baum liegt quer ĂŒber der Einfahrt. Typische FĂ€lle, bei denen des Menschen bester Freund und Helfer weder der Hund noch die Polizei ist. Da hilft nur einer: Die Feuerwehr. Und die hat aktuell auf der Jahreshauptversammlung am Samstag die EinsĂ€tze aus dem vergangenen Jahr zusammengefasst.

Im vergangenen Jahr rĂŒckte die Feuerwehr Hirschberg zu 74 EinsĂ€tzen aus, darunter 12 klassische BrandeinsĂ€tze. Der Großteil der EinsĂ€tze fĂ€llt jedoch unter „technische Hilfeleistungen“. Das Einsatzspektrum ist dabei weit gefassst, wie der stellvertretende Kommandant Olaf Sebastian darstellte:

Das Einsatzspektrum reichte dabei von TĂŒröffnungen, ĂŒber die Absicherung von Ölspuren, brennenden Unrat, technischer Hilfe nach UnfĂ€llen mit Straßen- und Schienenfahrzeugen, der Rettung eines Kindes vom Dach eines Wohnhauses, bis hin zum abgestĂŒrzten Bauarbeiter, der schwer verletzt aus einem Lichtschacht gerettet werden musste.

Neben den spannenden und teils bewegenden EinsĂ€tzen der Feuerwehr ließ sich dieses Jahr ein ganz besonderer Meilenstein feiern: Der Umzug ins neue Hilfeleistungszentrum (HLZ). Seit Anfang 2011 schon rĂŒckten die zwei Wehren Leutershausen und Großsachsen nur noch gemeinsam aus. Am 15. September 2012 zogen die mittlerweile fusionierten Wehren aus ihren beiden FeuerwehrhĂ€usern in das gemeinsame Hilfeleistungszentrum. Das HLZ, in dem auch der Bauhof und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beherbergt sind, öffnete am 07. Oktober hier zum ersten Tag der offenen TĂŒr seine Tore und wird dies am 09. Juni 2013 erneut tun.

Ab jetzt „echte“ FeuerwehrmĂ€nner: Valerian Hildenbeutel, Max Rießland, Alex Schmitt.

ZusĂ€tzlich zu den Strapazen des Umzugs hatte die Feuerwehr 2012 ein volles Programm. 30 verschiedene Übungen beispielsweise, 19 davon fĂŒr die Einsatzabteilung. Spannend fĂŒr die Öffentlichkeit war dabei auch die GroĂŸĂŒbung bei Edeka in Heddesheim am 07. Mai, bei der die Feuerwehr Hirschberg zusammen mit EinsatzkrĂ€ften aus Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Ilvesheim, Ladenburg, Schriesheim, Schriesheim-Altenbach, Schriesheim-Ursenbach, Viernheim und den Ladenburger Werkfeuerwehren CBL sowie Metzeler gemeinsam ein „Feuer“ bekĂ€mpfte.

„Ereignisreich und spannend“

„Ein ereignisreiches und spannendes Jahr“, sagte der Kommandant Peter Braun bei seiner Rede. Und die Aussicht auf 2013 in nicht weniger spannend. Auch wenn noch viele Kisten auszupacken sind, steht der Plan fĂŒr das anstehende Jahr bereits. 23 Übungen sind geplant, ebenso eine Ausbildung zur patientengerechten Unfallrettung durch Weber Hydraulik. FĂŒr die Gemeinschaft der 219 Mitglieder (31 Jugendfeuerwehr, 105 Einsatzabteilung, 83 Altersmannschaft) wird am 01. Mai das alljĂ€hrliche Maifest stattfinden. Und nicht zu vergessen, dass fĂŒr 2014 geplant werden muss. Das Jahr wird das 125-jĂ€hrige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hirschberg markieren.

Zur Jahreshauptversammlung gab es folgende Beförderungen:

Aus Jugendfeuerwehr in Einsatzabteilung:
Valerian Hildenbeutel, Max Rießland, Alex Schmitt

Zum Oberfeuerwehrmann:
Moritz Aleithe, Frank Bletzer, Nils Bohr, Oliver Dietrich, Robin Göhrig, Michael Herbert, Timo Kreis, Tim Lessle, Daniel Richert, Christian Richter, Jan-Philipp Stöppel, Marco Weber

Zur Hauptfeuerwehrfrau:
Monika Schmitt

Zum Löschmeister:
Jochen Lehming, Tom Reuther

Zum Oberbrandmeister:
Heiko Jost, Olaf Sebastian

Einsatz-„Revue“ zur Jahreshauptversammlung im neuen Hilfeleistungszentrum.

 

Am Samstag, 26. Januar im Hilfeleistungszentrum

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr

Hirschberg, 23. Januar 2013. (red/pm) Die Feuerwehr Hirschberg lÀdt alle Kammeradinnen und Kameraden zur diesjÀhrigen Jahreshauptversammlung ein. Diese findet am Samstag, den 26. Januar, um 20:00 Uhr im Saal des Hilfeleistungszentrums der Feuerwehr Hirschberg statt.

Gemeinderat stimmte dem Vorentwurf zu

Viel Lob fĂŒr den Entwurf des Ärztehauses

Vorentwurf fĂŒr den Umbau des alten Feuerwehrhauses in Großsachsen. Quelle: Fa. Gebert & Mack GmbH

 

Hirschberg, 27. Oktober 2012. (red/sap) Mit dem Bau des Kommunalen Hilfeleistungszentrums Hirschberg und dem Umzug der Freiwilligen Feuerwehr wird das Feuerwehrhaus im Riedweg in Großsachsen frei. Zur Verwendung der frei werdenden Immobilie und zu Gunsten des Haushalts soll das GrundstĂŒck verkauft und das GebĂ€ude umgestaltet werden. Es ist dort ein allgemeines Wohngebiet geplant, um eine Folgenutzung zu ermöglichen. Es wird angestrebt, das bestehende GebĂ€ude zu einem „Ärztehaus“ umzunutzen, das im Umfeld von Pflegeheim und betreutem Wohnen eine sinnvolle Nutzung darstellt und im allgemeinen Wohngebiet möglich ist. Der Gemeinderat stimmte einstimmig dem Vorentwurf zu.

BĂŒrgermeister Manuel Just berichtete, dass es sich hier um eine Maßnahme der Innenentwicklung handle. Der Bebauungsplan könne im sogenannten „beschleunigten Verfahren“ ohne DurchfĂŒhrung einer UmweltprĂŒfung aufgestellt werden. Zudem werde man nicht und auf eine frĂŒhzeitige Beteiligung der Bevölkerung verzichten, auch wenn dies möglich wĂ€re.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst eine FlÀche von etwa 0,19 Hektar.

Da kein Neubau entstehen wird, ist ein Bebauung im Passivhausstandard nicht möglich.  Denn das bestehende FeuerwehrgebĂ€ude soll nicht abgerissen, sondern erweitert und aufgelockert werden. Wie der BĂŒrgermeister aber versicherte, werde der Investor und die Ärzteschaft ĂŒber die Vorgaben von EnEV (Anmerkung d. Red.: Energieeinsparverordnung) hinausgehen. Auf dem Dach ist eine Solaranlage möglich.

ZunĂ€chst soll eine Offenlage des Entwurfs von 14 Tagen erfolgen, der Bebauungsplan soll dann ĂŒber Weihnachten fĂŒr einen Zeiterraum von vier bis sechs Wochen offen gelegt werden. Ende MĂ€rz, Anfang April, hofft der BĂŒrgermeister, kann der Bebauungsplan beschlossen werden.

Thomas ThĂŒnker (FW) lobte den Entwurf als architektonisch Ă€ußerst gelungen. Zudem hĂ€tten es die Planer geschafft, durch einen Kunstgriff aus einem viergeschossigen GebĂ€ude ein dreigeschossiges zu machen. Ebenso wie seine Ratskollegen Matthias Dallinger (CDU) und Dr, Horst Metzler (SPD), wies er auf die Verkehrs- und Parkproblematik hin, die ein Ärztehaus am Großsachsener Marktplatz mit sich bringen werde.

Metzler bezeichnete den Standort als ideal fĂŒr ein Ärztehaus.

Als pfiffige und schöne Lösung wertete auch Thomas Herdner (GLH) den Entwurf.

Der Hirschberger Gemeinderat beschloss den Vorentwurf des Bebauungsplans „Im großen Garten-2“ sowie die frĂŒhzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung einstimmig.

BĂŒrgermeister Just stellt PlĂ€ne fĂŒr das alte Feuerwehrhaus in Großsachsen vor

Feuerwache wird Ärztehaus

Vorentwurf fĂŒr den Umbau des alten Feuerwehrhauses in Großsachsen. Quelle: Fa. Gebert & Mack GmbH

 

Hirschberg, 19. Oktober 2012. (red/ld) Nach der Fusion der beiden Feuerwehren Großsachsen und Leutershausen zur Feuerwehr Hirschber und dem Einzug ins Hilfeleistungszentrum, wird die alte Feuerwache in Großsachsen ab dem nĂ€chstem FrĂŒhjahr zu einem Ärztehaus umgebaut. Gestern stellten BĂŒrgermeister Manuel Just und die Ärzte Eckhard Willersinn und Tilmann Steinhausen die PlĂ€ne von Architekt Udo Richter aus Heilbronn vor. Als Investoren haben sich Gebert & Mack verpflichtet. Das Team hatte 2007 bereits die Tabakfabrik saniert.

Von Lydia Dartsch

Lange war es ein GerĂŒcht. Jetzt ist es offiziell: Das ausgediente Feuerwehrhaus in Großsachsen wird neue Heimat fĂŒr das Ärztehaus in der Hohensachsener Straße. Damit soll unter anderem die medizinische Infrastruktur in der Gemeinde sichergestellt sein. „Wir haben schon jetzt Platznot“, erklĂ€rte Willersinn und gab zu bedenken, dass die bestehenden Praxen attraktiv gehalten werden mĂŒssten, um Nachfolger anzuziehen:

Die Patienten merken es noch nicht, aber wir steuern auf einen Ärztemangel zu.

Eine Chance fĂŒr Gemeinde und Ärzte

Doch Willersinn und Steinhausen hören bereits von Kollegen, die ihre Praxen schließen und keine Nachfolger finden. FĂŒr den Internisten Willersinn ging es deshalb auch um die Frage, ob er mit seiner Praxis in der Gemeinde bleibt: „Wir FachĂ€rzte sind nicht so stark an die Gemeinde gebunden. Wir hatten auch andere Orte als Ideen, wollten aber lieber hier bleiben“, zeigte er sich glĂŒcklich ĂŒber die Entscheidung. „Der hausĂ€rztliche Bereich ist ja in der Gemeinde verwurzelt. Der muss sichergestellt sein“, ergĂ€nzte SteinhĂ€user.

ZusĂ€tzlich zum bestehenden Angebot in der Großsachsener Straße wird es im neuen GebĂ€ude eine Praxis fĂŒr Krankengymnastik, eine OrthopĂ€die und eine Apotheke geben. Die Gemeinde verkauft das GrundstĂŒck an die Investoren. Die Ärzte werden die neuen PraxisrĂ€ume mieten. Die angrenzende Turnhalle und der Spielplatz bleiben erhalten.

Kernsaniert und angebaut

Im Kern bleibt das Feuerwehrhaus erhalten. Erkennbar wird es aber nicht mehr sein: Die PlĂ€ne sehen zwei Keile vor und hinter dem bestehenden Haus vor, die den Verlauf des Riedwegs aufnehmen und das GebĂ€ude optisch dem öffentlichen Bereich davor zuwenden. Gleichzeitig bietet das GebĂ€ude so einen Abschluss des öffentlichen Bereichs zu den WohnhĂ€usern dahinter. Das bestehende Walmdach wird abgetragen und zu einem vollstĂ€ndigen Stockwerk mit Flachdach ausgebaut. Das Ärztehaus wird daher ein wenig niedriger als das Feuerwehrhaus. Außerdem wird ein Aufzugschacht neu angebaut. Auch gibt es mehr ParkplĂ€tze rund um das Haus.

Als Projektentwickler und Investoren haben die Ärzte Gebert & Mack ins Boot holen können, die schon die alte Tabakfabrik saniert haben. „Aus meinem Blickwinkel ist es hilfreich, dass man sich auf einen Projektentwickler verstĂ€ndigt hat, der in der Gemeinde bekannt ist und der auf die WĂŒnsche und Bedenken der BĂŒrger eingeht“, zeigte sich BĂŒrgermeister Manuel Just zufrieden. Und sicher freut er sich auch ĂŒber die kommunale Einnahme durch die VerĂ€ußerung des Objekts – wie viel man erlösen kann, ist noch offen. Die Verhandlungen laufen und Herr Just will sich mit Hinweis darauf zunĂ€chst nicht Ă€ußern.

Bebauungsplan verhindert Zeitplan

Ein Ärztehaus ist auf dem als Sondergebiet ausgewiesenen GrundstĂŒck nicht vorgesehen, sagt der Bebauungsplan. Das verhindert derzeit einen genauen Zeitplan zur Fertigstellung des Vorhabens. Zuerst muss also der Bebauungsplan geĂ€ndert werden: „Das werden wir in der Dezembersitzung in den Gemeinderat einbringen“, kĂŒndigte BĂŒrgermeister Just an. Nach der Entscheidung im MĂ€rz 2013 könnte dann der Bauantrag gestellt und kurz darauf begonnen werden. Gegen Mitte oder Ende 2014 könnte die Bauphase dann abgeschlossen sein:

Wir befinden uns am Anfang Verfahrens. Es können immer Probleme auftauchen, die uns im Zeitplan zurĂŒckwerfen.

GerĂŒchte gehen um seit 2011

Bereits Ende 2011 habe es die erste Idee fĂŒr ein Ärztehaus gegeben, erklĂ€rten Willersinn und Steinhausen. GerĂŒchte habe es schon vorher in der Bevölkerung gegeben. Nun ist es also offiziell. Bleibt die Frage, was aus dem Ärztehaus in der Großsachsener Straße wird und ob der bisherige Betreiber des Ärztehauses, der Apotheker Tilmann Lauppe, mit seiner Stern-Apotheke ebenfalls ins neue Ärztehaus einzieht. „Da wir selbst nur als Mieter auftreten, haben wir darauf keinen Einfluss“, erklĂ€rte Willersinn.

Hilfeleistungszentrum eingeweiht

HLZ: Über 2.000 Besucher zum Tag der offenen TĂŒr

Hirschberg, 08. Oktober 2012. (red) Mit weit ĂŒber 2.000 GĂ€sten war es besucherreichste Tag der offenen TĂŒr, denn die Feuerwehr Hirschberg wohl bislang erlebt hat. Kein Wunder, dass so viele GĂ€ste kamen, schließlich wurde das Hilfeleistungszentrum eingeweit. Das mit 7,6 Millionen Euro teuerste Projekt der Gemeinde beherbergt die fusionierten Wehren aus Großsachsen und Leutershausen, die fusioniert wurden und nun ein gemeinsames Feuerwehrhaus bezogen haben. Außerdem befinden sich das Deutsche Rote Kreuz sowie der Bauhof auf dem GelĂ€nde. Neben BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern kamen viele Vertreter von anderen Wehren, um sich das neue HLZ zeigen zu lassen. Wir dokumentieren die Rede zur Einweihung von Herrn BĂŒrgermeister Manuel Just.

(Rede anlĂ€ĂŸlich der Einweihung des Hilfeleistungszentrums – es gilt das gesprochene Wort.)

400 geladene GĂ€ste kamen zur offiziellen Einweihung des HLZ am 06. Oktober – ĂŒber 2.000 am 07. Oktober zum Tag der offenen TĂŒr.

„Liebe GĂ€ste und EhrengĂ€ste, liebe Kameradinnen und Kameraden,

es wĂ€chst StĂŒck um StĂŒck zusammen was zusammen gehört – nicht aus politischem Druck heraus, sondern aus der Erkenntnis, dass es im 21. Jahrhundert gilt, KrĂ€fte zum Wohle unserer Einwohnerschaft zu bĂŒndeln.

Mit diesen Worten und der Tatsache, dass die Fertigstellung des Kommunalen Hilfeleistungszentrums ein Meilenstein in der Geschichte der Einheitsgemeinde Hirschbergs darstellt, darf ich Sie alle auf das Herzlichste begrĂŒĂŸen.

Und Sie dĂŒrfen mir glauben, jeder von Ihnen darf sich am heutigen Mittag als Ehrengast der Gemeinde Hirschberg fĂŒhlen, denn jeder Einzelne ist entweder mittelbar sei es beispielsweise als Ehepartner eines Kameraden oder sogar unmittelbar wie beispielsweise als Gemeinderat, Nutzer, Zuschussgeber oder BauausfĂŒhrender in Verbindung mit diesem fĂŒr unsere Gemeinde so zentralen GebĂ€ude zu bringen.

Gleichwohl ist es mir ein Anliegen – auch auf die Gefahr hin, dass wir in eine Art BegrĂŒĂŸungsmarathon eintreten – einige unserer EhrengĂ€ste besonders hervorzuheben!

Beginnen darf ich mit unseren beiden Bundestagsabgeordneten Lothar Binding und Dr. Karl A. Lamers. Schön, dass Sie sich bereits wenige Wochen nach der Storchekerwe wieder die Zeit nehmen hier bei uns in Hirschberg zu sein.

Ebenfalls willkommen sind uns unsere Mitglieder des baden-wĂŒrttembergischen Landtags, Herr Hans-Ulrich Sckerl und Herr Georg Wacker.

Alle Abgeordneten werden nicht zuletzt wegen der erteilten ZuschĂŒsse ebenso ein Grußwort an uns richten wie unser BĂŒrger, ehemaliger Feuerwehrmann und Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Herr Stefan Dallinger!

Auch Ihnen Herr Landrat ein herzliches „GrĂŒĂŸ Gott“!

Freuen kann ich mich ebenfalls – und das ganz besonders – ĂŒber das Kommen unseres EhrenbĂŒrgers Alfons Holzmann! Herr Holzmann, Sie wissen, immer wenn es Ihnen Ihr Gesundheitszustand erlaubt, sind Sie im Kreise Ihrer langjĂ€hrigen Wegbegleiter ein gern gesehener Gast!

BegrĂŒĂŸen kann ich auch unseren EhrenbĂŒrgermeister Werner Oeldorf sowie die beiden EhrengemeinderĂ€te Martin-Heinrich Bitzel und Martin Stöhrer, die die AnfĂ€nge des Fusionsprozesses alle noch als Entscheider mitbegleitet haben.

Nicht minder willkommen sind uns die Vertreterinnen und Vertreter der Geistlichkeit Frau Pfarrerin Simone Britsch, Frau Pfarrerin Dr. Tanja Schmidt und Herr Pfarrer Gerhard Schrimpf.
Wie wichtig Ihre Anwesenheit und die spÀtere Segnung der GebÀude sind, dokumentiert nicht zuletzt der Leitspruch der Feuerwehr:

Gott zur Ehr, dem nÀchsten zur Wehr!

Mit seiner nahezu vollzÀhligen Anwesenheit untermauert auch der Gemeinderat sowie die Belegschaft der Gemeinde Hirschberg nochmals die Wichtigkeit des Gesamtprojekts!
Unter Ihnen sind unter anderem unsere Bauhofmitarbeiter mit Herrn Ewald sowie die Forstrotte mit unserem Revierleiter Walter Pfefferle sowie alle Amtsleiter.

Auch Ihnen – jedem Einzelnen – ein herzliches Willkommen!

BegrĂŒĂŸen darf ich ferner die Kameradinnen und Kameraden der Wehren und des DRKÂŽs mit den Herren Berner, Michels und Braun an vorderster Front.
Schön, dass Sie da sind!

Und da dieses GebĂ€ude nicht nur die Wehren, die OrtsverbĂ€nde des DRKÂŽs sowie die Bauhofstandorte vereint, sondern zugleich den örtlichen Vereinen einen Veranstaltungsraum von 140 mÂČ zur VerfĂŒgung stellt, darf ich stellvertretend fĂŒr alle Vereinsvertreter Herrn Wolfgang Stadler in unserer Mitte willkommen heißen. Herr Stadler, Sie sind heute sozusagen das Sprachrohr fĂŒr rund 90 Hirschberger Vereine. Schön, dass Sie diese ehrenwerte Aufgabe ĂŒbernommen haben.

Immer dann wenn besondere Ereignisse anstehen stehen Freunde an unserer Seite. Zu Gast sind heute Freunde aus Niederau und Brignais.
Auch Ihnen, stellvertretend Dir, lieber Steffen Sang, ein ganz herzliches Willkommen.

Lust but not least begrĂŒĂŸe ich alle Planer, Handwerker und bauausfĂŒhrenden Firmen und freue mich bereits jetzt auf die Ansprache von Herrn Architekt Helmut Dasch.

Liebe GĂ€ste,
die Bedeutung dieses Hilfeleistungszentrums kann fĂŒr die Gemeinde Hirschberg nicht hoch genug bemessen werden.

Oder um es mit den Worten von Victor Hugo zu sagen:

Nichts auf der Welt ist so mÀchtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Wenn man versucht das Vorhaben in die zahlreichen Großprojekte der vergangenen Jahre einzuordnen rangiert es meines Erachtens insbesondere aus sozialen und familienpolitischen Gesichtspunkten zwar durchaus hinter dem ebenfalls erst kĂŒrzlich fertiggestellten Seniorenzentrum, doch ist es hinsichtlich der Fusionsbedeutung der beiden Wehren und des Roten Kreuzes und der damit einhergehenden Bedeutung fĂŒr die Einheitsgemeinde wohl konkurrenzlos.

BerĂŒcksichtigt man dann noch die Tatsache, dass eine moderne und zukunftsfĂ€hige innerörtliche Entwicklung in den beiden Ortsteilen ohne ein herausnehmen der Bauhöfe sowie der Feuerwehren nicht möglich gewesen wĂ€re, so erschließt sich die herausgehobene Bedeutung des Gesamtprojekts jedem neutralen Betrachter.

Mit den „in AnfĂŒhrungszeichen störenden Elementen“ des Bauhofs und der FeuerwehrhĂ€user in den bestehenden Ortsmitten wĂ€re weder ein Seniorenzentrum in Großsachsen, noch ein angedachtes Betreutes Wohnen in Leutershausen denkbar. Auch die fĂŒr die kommenden Monate zu diskutierende Zentralisation der Ärzteschaft im alten Feuerwehrhaus in Großsachsen wĂ€re infrastrukturell keine fĂŒr den Gemeinderat mögliche Option.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich glaube selbstbewusst sagen zu können, dass der Gemeinderat an dieser Stelle eigentlich nur beglĂŒckwĂŒnscht werden kann, da er genau dieses Entwicklungspotenzial bereits frĂŒh erkannt hat.

Vielleicht nicht in dieser Tragweite, aber sicherlich in der Erkenntnis, dass dieses Projekt nicht nur Synergieeffekte fĂŒr die betroffenen Einheiten generieren kann, sondern den Ortsteilen eine Entwicklungsmöglichkeit eröffnet, die Hirschberg auf Jahre konkurrenzfĂ€hig werden lĂ€sst.

In diesem Wissen fiel es dem einen oder anderen Gemeinderat nach langem und zĂ€hem Ringen sicherlich leichter die bisher grĂ¶ĂŸte Summe, die jemals in ein Bauprojekt investiert wurde, zur VerfĂŒgung zu stellen.

Im Übrigen lĂ€sst sich auch in diesem Umstand die Bedeutung des GebĂ€udes erkennen:

Niemals hat die Gemeinde mehr Geld ausgegeben!

Und an dieser Stelle darf ich Ihnen mit einem Augenzwinkern sagen: „Als ehemaligem KĂ€mmerer wĂ€re es mir durchaus nicht unrecht gewesen, wenn es am langen Ende nicht das teuerste Projekt der Gemeinde Hirschberg geworden wĂ€re
“

Liebe GĂ€ste,
sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden,
erlauben Sie mir im Rahmen dieser Feierstunde bitte auch einen Blick in die Historie dieses rund 8-jÀhrigen Verfahrens:

Nachdem sich die Wehren bereits 2004 auf den Weg der Zusammenarbeit gemacht haben und 2005 fĂŒr sich zu dem Ergebnis gekommen sind, dass nur eine gemeinsame Hirschberger Wehr mit einem zentralen FeuerwehrgebĂ€ude langfristig die SchlagkrĂ€ftigkeit der durch die Pendlerstruktur der Gemeinde geprĂ€gten EinsatzkrĂ€fte sicherstellen kann, kam es bereits 2006 zu dem Grundsatzbeschluss zugunsten dieses GrundstĂŒcks auf welchem wir uns heute befinden.

Auch der BĂŒrgermeisterwahlkampf 2007 und die Zeit danach Ă€nderte nichts an diesem Beschluss, da schlicht und ergreifend keine stĂ€dtebauliche VertrĂ€glichkeit an anderer Stelle in Aussicht gestellt werden konnte oder etwaige AlternativflĂ€chen entweder aus verkehrstechnischen oder naturschutzrechtlichen Aspekten ausschieden.

In der Folge wurden ein Raumkonzept und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erarbeitet, die die letztendlich ausgewĂ€hlte konventionelle Bauweise einem alternativen Public-Privat-Partnership-Modell gegenĂŒber stellte.

Der mit 143 Bewerbern – teilweise ĂŒber die Grenzen der Bundesrepublik hinaus – stattgefundene Architektenwettbewerb endete am 23. Juli 2009 mit der Entscheidung zugunsten des inzwischen bundesweit renommierten ArchitekturbĂŒros Dasch, ZĂŒrrn, von Scholley.

Um das GrundstĂŒck jedoch tatsĂ€chlich bebauen zu können wurde der notwendig werdende Bebauungsplan mit dem Satzungsbeschluss vom 27. Oktober 2010 verabschiedet. GeĂ€ndert werden musste in diesem Zusammenhang im baurechtlichen Parallelverfahren auch der FlĂ€chennutzungsplan des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg-Mannheim.

Um keine Zeit zu verlieren wurde gleichzeitig stets die innere Struktur des GebĂ€udes weiter entwickelt. In diesem Zuge war im Gemeinderat 2010 eine ausgiebige Debatte ĂŒber die kurzzeitig bei fast 10 Mio. Euro angekommenen Baukosten gefĂŒhrt worden. Mit dem Verzicht auf eine nur schwer vermarktbare Hausmeisterwohnung sowie der Reduzierung zahlreicher RaumflĂ€chen konnten die berechneten Baukosten auf 7,7 Mio. Euro reduziert werden.

Nach der ersten Ausschreibungsrunde im EuropĂ€ischen Amtsblatt und der sich anschließenden ersten Auftragsvergabe durch den Gemeinderat erfolgte am 15. April 2011 der offizielle Spatenstich.

Im Laufe des 15 Monate andauernden Baufortschritts wurden 30 Gewerke vergeben. 14 Firmen der Metropolregion und 3 Firmen aus Hirschberg profitierten von dieser durch die Gemeinde geschaffenen Wertschöpfungskette.

Und an dieser partizipiert letztendlich auch die neugegrĂŒndete BĂŒrgerenergiegenossenschaft, die das Dach mit einer Photovoltaikanlage belegen konnte.
WĂ€hrend der Bau Tag um Tag, Woche um Woche und Monat um Monat voranschritt, wurden parallel die Fusionsprozesse des Roten Kreuzes und der Wehren vorangetrieben. Diese fanden ihr finales Ende am 01. Juli 2011 bzw. am 28. Januar dieses Jahres.

Ich muss gestehen, dass selbst ich von der positiv gerĂ€uschlosen und ĂŒberzeugenden Harmonie der organisatorischen Fusionsprozesse im Nachhinein beeindruckt war. Jeder Einzelne Kamerad hat damit unter Beweis gestellt, dass es ihm um nichts anderes als um die beste Lösung fĂŒr unsere innerörtliche Sicherheit geht:

Diese Haltung verdient unser aller Respekt!

Liebe GÀste und EhrengÀste,
Sie haben heute ein GebĂ€ude betreten, welches – bilanziell betrachtet – und wohlgemerkt ohne den GrundstĂŒckswert – einen Wert von ca. 7,65 Mio. Euro ausweist.
Damit können die vom Gemeinderat vorgegebenen GebĂ€udebaukosten zwar nicht wesentlich unterschritten werden, jedoch werden diese entgegen einer Vielzahl anderer öffentlicher Projekte auch nicht ĂŒberschritten.

Gleichwohl liegt der ideelle Wert m. E. sogar deutlich darĂŒber.

Denn das GebĂ€ude verfĂŒgt auf einer GrundstĂŒcksflĂ€che von 11.311 mÂČ ĂŒber sage und schreibe 15.900 mÂł Bruttorauminhalt.

Der Blick von der Bergsilhouette der Gemeinde in die Rheinebene wird trotz der GrĂ¶ĂŸe des Anwesens im Wesentlichen deshalb nicht gestört, da der architektonische Entwurf zwei gedrungene GebĂ€udeelemente mit horizontaler LinienfĂŒhrung gewĂ€hlt hat. Zudem wurden bewusst Materialien und Elemente mit naturnahen Farbtönen verwendet. Mit der DachbegrĂŒnung sei an dieser Stelle nur ein Merkmal exemplarisch herausgegriffen, welches zugleich auch den Ansatz des ökologischen Bauens darstellt.

Nach dem bereits am 15. September 2012 erfolgten Umzug der Wehren und des Deutschen Roten Kreuzes ist bis Ende des Monats auch mit dem Umzug des Bauhofs zu rechnen. Der rund 150 Personen fassende Veranstaltungsraum kann ab sofort von Vereinen und Organisationen genutzt und belegt werden.

Morgen öffnet sich das GebÀude erstmals der Einwohnerschaft und prÀsentiert mit seiner schlichten Eleganz zugleich seine Sinnhaftigkeit im stÀdtebaulichen und organisatorischen Gesamtkontext der Gemeinde.

Mein Dank als BĂŒrgermeister geht an das ArchitekturbĂŒro sowie alle bauausfĂŒhrenden Firmen. Nicht zuletzt die Sauberkeit der Baustelle wurde immer wieder gelobt und steht fĂŒr die ZuverlĂ€ssigkeit der beauftragten Firmen.

Mein Dank geht an die Zuschussgeber, den Baubegleitenden Ausschuss und den Gemeinderat, die stets in der Sache und zum Wohle der BĂŒrgerschaft gerungen und gestritten haben. Insgesamt 15 Sitzungen des Baubegleitenden Ausschusses bringen meines Erachtens deren Leistung zum Ausdruck!

Mein Dank geht auch an mein Bauamt sowie den Bauhof mit den Herren PflÀsterer, Martiné und Ewald an der Spitze!

Liebe GÀste, was hier neben dem AlltagsgeschÀft bewÀltigt wurde ist sensationell und stellt die SchlagkrÀftigkeit des Rathauses unter Beweis!

Und mein Dank geht vor allem an alle ehrenamtlichen Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und der Feuerwehr.
Sie alle haben mit dem Einsatz von Zeit und Wissen einen Wert erbracht, den die Gemeinde Hirschberg in Geld nur schwer bezahlen könnte.

Exemplarisch sei an dieser Stelle Herr Thomas Reuther genannt, der uns anfangs als Baubetreuer begleitet hat, jedoch nach Abschluss des ersten Gewerks als Feuerwehrmann stets ehrenamtlich sein Wissen in den Dienst des Gesamtprojekts gestellt hat.

Als Schlussfazit können wir allesamt stolz auf ein GebÀude blicken, welches denjenigen ein Domizil bietet, die Tag und Nacht bereit stehen um Menschenleben zu retten, Unheil abzuwenden und SchÀden zu minimieren.
Sie gehen buchstĂ€blich fĂŒr unsere Einwohnerinnen und Einwohner durchs Feuer und sind dabei oftmals selbst grĂ¶ĂŸten Gefahren ausgesetzt:

Einer fĂŒr alle – alle fĂŒr einen!

Ich freue mich, dass dieses Motto in Hirschberg nicht nur unter den Kameradinnen und Kameraden Geltung findet, sondern auch im Gesamtgebilde unserer bĂŒrgerschaftlichen Gemeinde.

Meiner Mannschaft des Bauhofs und des Forstes sowie allen Kameradinnen und Kameraden ein herzliches GlĂŒck auf!

Vielen Dank fĂŒr Ihre Aufmerksamkeit!“

Viel Freude mit den Fotos:

Feuerwehr, DRK und Bauhof ziehen ins HLZ ein

Code 14:31

Blick vom Schlauchturm auf das Einzugsballett.

 

Hirschberg, 20. September 2012. (red) Seit dem 15. September 2012, 14:31 Uhr, laufen alle Alarme im neuen Hilfeleistungszentrum ein. Ab sofort ist das Hilfeleistungszentrum Hirschberg der Standort der fusionierten Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes. Die öffentliche Einweihung findet am 06. Oktober statt.

Von Hardy Prothmann

An den Mienen sind die GefĂŒhlslagen abzulesen. Der erste Gesamtkommdant der Feuerwehr Hirschberg, Peter Braun, guckt konzentriert, aber auch ein wenig angestrengt. Hinter ihm wie auch den Kameraden liegt ein langer Fusionsprozess, der nicht immer einfach war. BĂŒrgermeister Manuel Just strahlt zwar gute Laune aus, aber auch ihm sieht man eine gewisse Erleichterung an. Endlich ziehen die Wehren ein. Ein weiterer Meilenstein des millionenschweren Projekts, das zwar zu teuer geworden, letztlich aber politisch akzeptiert worden ist.

Choreografierter Einzug

Viele Familien der Feuerwehrleute sind gekommen. Die Kinder gucken fasziniert. Alles sehr spannend fĂŒr sie. Und Tomas Reuther strahlt, was die gute Laune hergibt. Er ist seit der Fusion mit Claus Kohl fĂŒr die Öffentlichkeitsarbeit zustĂ€ndig und der Termin heute wird von ihm genutzt werden.

Den Auftakt machen die beiden Wehren. In den alten HĂ€usern wird aufgesessen – in zivil. Dann geht es zum HLZ: Von links und rechts fahren sie gemeinsam an, mit Blaulicht und Martinshorn. Dann fahren sie im Reißverschlussverfahren in den Hof und fahren an die neuen StammplĂ€tze in der Fahrzeughalle. Die Choreografie klappt gut. Man darf fast vermuten, dass sie vorher mal geĂŒbt haben. Ein paar Minuten spĂ€ter als geplant fahren sie ein: Beim letzten Einsatz vom Großsachsener Feuerwehrhaus musste eben noch schnell eine „eingeklemmte Taube“ erfolgreich aus einem Netz gerettet werden.

Das Deutsche Rote Kreuz kann allein was die vielen Fahrzeuge angeht nicht mithalten. Sie sind schon vorher eingezogen – großes EinrĂ€umen ist jetzt im kleineren NachbargebĂ€ude seit dem frĂŒhen Morgen angesagt. Auch der Bauhof hat hier sein neues Zuhause.

Nachdem die Fahrzeuge in dien Hallen stehen, ergreift Kommandant Peter Braun kurz und knapp wie immer das Wort:

Ab heute hat die Feuerwehr Hirschberg einen gemeinsamen Standort. Das ist die letzte Etappe in unserem Fusionsprozess.

Offiziell ist das sicher richtig. Manche Gesichter der anwesenden Kameraden sind aber nachdenklich. Sicher ist die Fusion fĂŒr jeden auch ein individueller Prozess – die einen tun sich leicht, die anderen nicht. BĂŒrgermeister Manuel Just betont in seiner Ansprache die gute Zusammenarbeit und die Fusion der Ortsteilwehren auch als symbolisches Zusammenwachsen der Gemeinde:

Die Zusammenarbeit und Ihr Einbringen ist ein Beispiel fĂŒr ehrenamtliches Engagement par excellance.

Applaus, GlĂŒckwunsch, Torte

Es folgte ein herzlicher Applaus, weniger auf die Grußworte des BĂŒrgermeisters, dafĂŒr aber fĂŒr eine riesige Torte in Form des HLZ. Denn der Kommandant wurde am Samstag 46 Jahre alt.

Das neue „Zuhause“ bietet acht StellplĂ€tze fĂŒr zehn Fahrzeuge, Einsatzleitwagen, Löschfahrzeuge, Manschaftstransport- und GerĂ€telogistikwagen in unterschiedlichen Ausstattungen. Im rĂŒckwĂ€rtigen Teil der Halle wird es spĂ€ter noch Regallager geben, in denen wichtige Einsatzausstattungen in Boxen gelagert werden. Die können in Zukunft dann flux auf den GerĂ€tewagen Logistik verladen werden – je nach Einsatzbedingungen, erklĂ€rt Thomas Reuther. In naher Zukunft wird es einen neuen GW Logistik geben – darauf freut man sich schon, weil der die EinsatzfĂ€higkeit weiter verbessern wird. Auch ein Mannschaftstransportwagen muss mangels Betriebstauglichkeit ersetzt werden.

KĂŒnftig gibt es ein GPS-System auf den Fahrzeugen – diese können genau geortet werden und es werden auch Daten zur Ausstattung und Besetzung mitgeliefert. Scheinbar einfache technische Ausstattungen sind im Notfall ĂŒberlebensfördernd. Die Lkws sind in der Halle an Druckluft und Abgassauganlage sowie Strom angeschlossen: „HĂ€tten wir die Druckluftversorgung nicht, hĂ€tten wir eine Verzögerung von rund einer Minute, bis die Bremsen betriebsbereit sind.“ Ein Minute ist im Einsatz sehr viel wichtige Zeit.

Überlegte Ausstattung

Im Erdgeschoss befinden sich die MannschaftsrĂ€ume, „in Schwarz- und Weißbereich getrennt“, sagt Reuther. Nach dem Einsatz kann man verschmutzte Stiefel schon in der Halle reinigen, legt die Einsatzkleidung ab, passiert die Duschen und sanitĂ€ren Anlagen und zieht sich im Umkleideraum wieder frische Kleidung an. Die mit 32 Mitgliedern gut vertretene Jugend ist hier integriert: „Wir wollen, dass der Nachwuchs dabei ist. Kommendes Jahr treten in den aktiven Dienst ĂŒber.“ NatĂŒrlich sind die acht vollaktiven Damen von den 88 MĂ€nnern in eigenen RĂ€umlichkeiten getrennt.

Hier ist aber auch der Stabs- und Kommandoraum, wo bis zu zwölf Stabsmitglieder Einsatzlagen planen können. Ein Luxus, den in der Umgebung nur noch die Feuerwehr Weinheim hat. Im GebĂ€ude ist bis auf die Fahrzeughalle eine Fußbodenheizung eingebaut – die wĂ€rmt intelligent, genauso „schlau“ sind die Bewegungsmelder, die das Licht ausschalten, falls jemand das vergessen haben sollte. Eine energieeffiziente Nutzung war bei der Planung ein wichtiges Kriterium.

Im ersten Geschoss haben die Kommandanten, Kassenwart und SchriftfĂŒhrer ihr BĂŒro, hier befindet sich ein Jugendraum, ein Lagerraum und vor allem der Schulungsraum: Hier sollen Weiterbildungen, aber auch Veranstaltungen der Gemeinde stattfinden. Angeschlossen ist eine KĂŒche. Und der Blick ĂŒber die großflĂ€chig verglaste Außenwand auf die Bergstraße ist gigantisch.

Traumblick

Da die ursprĂŒnglich geplante Hausmeisterwohnung weggefallen ist, schließt sich an den Sozialraum mit (noch einzubauender) eigener KĂŒche eine mit ĂŒber 60 Quadratmetern riesige Terrasse an, die ebenfalls einen tollen Blick auf Teile von Leutershausen und die Bergstraße erlaubt. „Ein Traum“, um den alle Wehren im Kreis die Hirschberger beneiden werden.

Der markante Übungsturm hat viele Funktionen. Erstens zeigt er mit 18,60 Metern weithin sichtbar die Lage des HLZ an, zweitens ist er Teil der Schlauchtrocknungsanlage und drittens ist er Übungsturm fĂŒrs Anleitern, ob mit Standleiter oder einer Drehleiter. Auch die AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger können hier BelastungsĂŒbungen machen. Hinter dem Turm befindet sich die Anlage, mit der in rund eineinhalb Tagen rund 90 SchlĂ€uche zwischen zehn und dreißig Metern LĂ€nge gewaschen, getrocknet und geprĂŒft werden können. Außerdem gibt es hier eine Werkstatt.

Die Feuerwehr ist fusioniert und angekommen – vollstĂ€ndig eingezogen ist sie noch nicht. Noch fehlen StĂŒhle und Tische, eine KĂŒche, einiges muss noch eingerĂ€umt werden und sicher schadet auch die ein oder andere Pflanze nicht der AtmosphĂ€re. Bis zum 06. Oktober ist es noch ein wenig hin und bis dahin wird man schon weiter mit dem Einzug sein. Und sicher viele strahlende Gesichter sehen – denn das HLZ ist zwar teuer, aber schick, funktional und der Ausblick… einmalig.

Anmerkung: Der Artikel konnte wegen technischer Probleme nicht frĂŒher erscheinen – wir bitten um VerstĂ€ndnis. Viele Freude mit den Fotos.

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Neue BĂ€nke an Grundschule, Friedhof und HLZ

Freie WĂ€hler ĂŒbergeben vier BĂ€nke

Die fertiggestellten Banken werden nun ĂŒbergeben – die Schule, der Friedhof und das HLZ freuen sich schon

Hirschberg, 18. September 2012. (red/pm) Alte gusseiserne FĂŒĂŸe und neues Eichenholz sowie viele Arbeitsstunden, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Am Montag, 17.09.12 ĂŒbergaben die Freien WĂ€hler Hirschberg vier neuwertige SitzbĂ€nke an die Gemeinde, sie werden aufgestellt an der Grundschule in Großsachsen, am Friedhof in Leutershausen und am neuen Hilfeleistungszentrum (HLZ).

Information der Freien WĂ€hler Hirschberg:

„Werner Volk hatte vor Monaten erkannt, dass sich mit den aussortierten BĂ€nken noch was anfangen lĂ€sst. Die gusseisernen FĂŒĂŸe waren noch intakt, sie wurden gesĂ€ubert, gestrichen und mit neuen Eichenbohlen bestĂŒckt. Nach den Worten von Alexander May (Erster Vorsitzender der Freien WĂ€hler) wurden die stabilen Eichenbretter grundiert und einige Male lasiert. Die neuen/alten BĂ€nke seien solide und wĂŒrden viele Jahre ihren Dienst tun.

BĂŒrgermeister Manuel Just freute sich ĂŒber die gesponserten BĂ€nke, besonders die zurĂŒckhaltende, neutrale Lasierung hatte es ihm angetan. Sie sei im Sinne der Gemeinde und passe zur schlichten Eleganz des HLZ. Auch an den anderen Standorten wĂŒrde sie mit den GebĂ€uden harmonieren. An der Grundschule und am HLZ werden die BĂ€nke auf eigene Pflasterung in den jeweiligen Rasenbereich gestellt.

May dankte den Helfern Axel Volk, Werner Volk, Klaus Peekel, Peter Johe, Achim MĂŒller, Fritz Bletzer, Thomas ThĂŒnker und Volker Ehret fĂŒr die erbrachten Leistungen. Die Freien WĂ€hler wollen auch kĂŒnftig derartige oder Ă€hnliche Aktionen bei sich bietender Gelegenheit unternehmen.“

BĂŒrgermeister Manuel Just im Interview

„Das Hilfeleistungszentrum bringt die Ortsteile zusammen“

Hirschberg, 28. Juli 2012. (red/pro) BĂŒrgermeister Manuel Just Ă€ußert sich im Interview mit dem Hirschbergblog ĂŒber die Bedeutung des Hilfeleistungszentrums und was in der nĂ€chsten Zukunft in der Gemeinde geplant ist. [Weiterlesen…]

Fotostrecke: Toller Bau

Besichtigungstermin im HLZ

Die vermutlich hĂŒbscheste Feuerwehrterrasse der Region.

 

Hirschberg, 26. Juli 2012. (red/pro) BĂŒrgermeister Just hat heute mit den Architekten, der Feuerwehr und dem DRK sowie dem Bauhof das neue Hilfeleistungszentrum der Presse vorgestellt: „Damit die Menschen vor der Sommerpause wissen, worauf Sie sich im Herbst zur feierlichen Einweihung freuen können.“ Den Grund zur Freude gibt es – es ist ein toller Bau geworden.

Von Hardy Prothmann

Wir berichten am Freitag und Samstag ausfĂŒhrlich ĂŒber das neue Hilfeleistungszentrum. So viel vorab: Die braune Farbe war auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedĂŒrftig – ich fĂŒhlte mich in die 70-er Jahre zurĂŒckkatapultiert. Und seltsam – je lĂ€nger ich bei der Vorstellung mit der Farbe und Form konfrontiert worden bin, umso besser gefiel mir das architektonisch sehr sauber und klar gearbeitete Objekt.

Es gibt keinen Schnörkel – dafĂŒr aber viele pfiffige und trotzdem ganz klassische Ideen, die den großen Funktionsbau Ă€sthetich auflockern. Das Hilfeleistungszentrum wird ein AushĂ€ngeschild fĂŒr Hirschberg werden. Noch wird gearbeitet, viele Feinheiten mĂŒssen noch erledigt werden sowie der Außenbereich. Das wird bis Oktober erledigt sein. Mitte bis Ende September ziehen die Wehren zieht die Hirschberger Feuerwehr ein. Auch Bauhof und DRK werden in dieser Zeit ihr neues Quartier beziehen.

7,7 Millionen Euro wird der Bau kosten, davon rund 5 Millionen Euro fĂŒr den Bau an sich, 2,7 Millionen fĂŒr die Ausstattung. Das ist viel Geld – aber eine wichtige und sinnvolle Investition, die auf Luxus verzichtet. Soviel ist sicher: Alle Feuerwehren im Kreis werden die Hirschberger beneiden. Durch den Wegfall der Hausmeisterwochung (250.000 Euro Ersparnis) ergab sich die Idee, eine Außenterrasse zu gestalten. Von der aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Bergstraße.

Viel Freude mit den Fotos:

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Vorschlag der GLH bekommt keine Zustimmung

Mobilfunkanlage bleibt auf dem Dach der Heinrich-Beck-Halle

Hirschberg, 24. Mai 2012. (red/sap) In der Gemeinderatssitzung in Hirschberg musste ĂŒber die VertragsverlĂ€ngerung der Mobilfunkanlage auf dem Dach der Heinrich-Beck-Halle in Leutershausen beraten und entschieden werden. In einer Pressemitteilung im Vorfeld der Sitzung forderte die GLH, die Gemeinde Hirschberg solle die Chance zur Neupositionierung der Mobilfunkmasten nutzen und den Vertrag fĂŒr Standort Heinrich-Beck-Halle in Leutershausen nicht verlĂ€ngern.

Von Sabine Prothmann

Seit 1999 betreibt die Deutsche Telekom bzw. die Deutsche Funkturm GmbH auf dem Dach der Heinrich-Beck-Halle eine Mobilfunkbasis. Die Vertragslaufzeit wurde seinerzeit auf zehn Jahre festgelegt. Mit Ablauf verlĂ€ngert sich die Vertragslaufzeit stillschweigend um ein weiteres Jahr, wenn der Vertrag nicht sechs Monate vor Ablauf des jeweiligen VerlĂ€ngerungszeitraums gekĂŒndigt wird.

ZusĂ€tzlich zu dem Vertrag ĂŒber die Standortnutzung fĂŒr die GSM-Technik, wurde mit der DeTe Immobilien im Mai 2001 ein Nachtrag zum Nutzungsvertrag abgeschlossen, der es der Telekom ermöglicht hĂ€tte, den Standort jeweils den aktuellen technischen Gegebenheiten auszubauen.

Im Jahr 2001 formierte sich eine BĂŒrgerinitiative, die spĂ€ter den Agenda Arbeitskreis „Handymast“ bildete, gegen diese Anlage.

Die Gemeinde Hirschberg veranlasste daraufhin eine EMV-Messung (EMV = Elektomagnetische VertrÀglichkeit) durch ein unabhÀngiges Institut, um die reale Belastung durch elektromagnetische Strahlung im Umkreis der Heinrich-Beck-Halle zu ermitteln.

Das Ergebnis belegte, dass die maximal gemessenen Werte (0,012 W/qm), die durch das Bundesimmissionsschutzgesetz erlaubten Grenzwerte (4,65 W/qm), um den Faktor 400 unterschritten. Der maximal gemessene Mittelwert lag mit 0,0047 W/qm sogar um den Faktor 989 unter den gesetzlichen und noch immer um den Faktor 9 unter den wesentlich strengeren Schweizer Anlagegrenzwerten fĂŒr Wohnbereiche.

Trotzdem wurden in Zusammenarbeit mit T-Mobile seinerseits sowohl die Sendeleistung der Anlage insgesamt reduziert, als auch die östlichen Antenne so ausgerichtet, dass die Hauptstrahlungsrichtung ĂŒber den evangelischen Kindergarten hinweg geht.

Eine Verlegung scheiterte an einem fehlenden, geeigneten, alternativen Standort und der in diesem Falle zu erwartenden Kosten.

Der Gemeinderat sollte jedoch zum Ablauf des Vertrages entscheiden, ob der Vertrag gekĂŒndigt oder verlĂ€ngert werden sollte.

Aufgrund der unklaren VerhÀltnisse, verzichtete die Telekom, trotz des bestehenden Vertrages, auf den Ausbau der Anlage auf UMTS.

Der ATU hatte in seiner Sitzung im Februar 2008 ĂŒber eine mögliche KĂŒndigung beraten und empfahl dem Gemeinderat eine FortfĂŒhrung des Vertrages, darauf beschloss der Gemeinderat den Vertrag nicht zu kĂŒndigen.

Standort soll auf den UMTS-Standard erweitert werden

Die Telekom möchte den Standort nun auf den UMTS-Standard (ggf spĂ€ter auf LTE – Long Term Evolution bzw. „Digitale Dividende“) erweitern.

Da die momentane Vertragslage eine jĂ€hrliche KĂŒndigung seitens der Gemeinde Hirschberg gestattet, sieht sich die Telekom nicht in der Lage, den Ausbau ohne eine vertragliche Standortsicherung durchzufĂŒhren.

Alle einschlĂ€gigen medizinischen Untersuchungen der vergangenen Jahre, konnten eine SchĂ€dlichkeit von Mobilfunk-Emissionen nicht belegen. Da außerdem alle anderen Netzbetreiber im Ortsteil Leutershausen bereits UMTS als mobile Datenverbindung anbieten, wĂ€re es aus WettbewerbsgrĂŒnden bedenklich, der Telekom den Ausbau zu verweigern. Zu erwĂ€hnen gilt es ferner, dass eine Realisierung auf einem PrivatgrundstĂŒck ohne grĂ¶ĂŸere Voraussetzungen ebenfalls möglich ist.

Der Wunsch der Telekom nach einer neuen Vertragslaufzeit von 20 Jahren wird jedoch von der Verwaltung kritisch gesehen. Die Verwaltung schlĂ€gt daher dem Verwaltungsausschuss vor, nur eine Vertragslaufzeit von zehn Jahren mit einer Option auf weitere fĂŒnf Jahre anzubieten.

Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am 09. Mai 2012 ĂŒber diesen Sachverhalt beraten und empfiehlt dem Gemeinderat eine VerlĂ€nerung des Vertrages.

In ihrer Pressemitteilung hatte die GLH erklĂ€rt, sie sei schon bei der ursprĂŒnglichen Entscheidung mit diesem Standort nicht einverstanden gewesen und werde einer VerlĂ€ngerung des Pachtvertrages ohne Änderungen auch dieses Mal nicht zustimmen. In der BegrĂŒndung hieß es:

Ernstzunehmende Studien liefern deutliche Hinweise auf gesundheitliche Risiken.

Nachweislich gĂ€be es keine SchĂ€digung fĂŒr Gesundheit und Umwelt, erklĂ€rte jedoch BĂŒrgermeister Manuel Just.

Durch eine Mastversetzung an den Standort Hilfeleistungszentrum, also an den Rand der Gemeinde, so Just, werde im Gegenteil die Gesamtbilanz der Strahlungsbelastung höher:

Je weiter der Mast wegsteht, desto mehr fahren die EndgerÀte ihre Leistung hoch.

Zudem könne jede Privatperson einen Mast aufstellen, da spreche gesetzlich nichts dagegen. Auf die rund 6.000 Euro, die die Mobilfunkanlage der Gemeinde einbringt, zu verzichten, sei, so Just, „fahrlĂ€ssig“.

Und auch Gemeinderat Dr. Jörg Boulanger (CDU) erklÀrte:

Der BUND-Vorsorgewert ist kein gesetzlicher Grenzwert und ist wissenschaftlich nicht belegt.

Oliver Reisig (FDP) bezeichnete eine Standortversetzung als „Placebo-Effekt“, nach dem Motto, was man nicht sieht, schadet nicht:

Aber wenn wir die Strahlenbelastung gering halten wollen, ist die NĂ€he von Vorteil.

„Es gibt Effekte, aber keine medizinischen Effekte. Die Untersuchungen haben der wissenschaftlichen PrĂŒfung nicht Stand gehalten“, so Dr. Horst Metzler (SPD). Man sei gut beraten den Standort zu behalten und den Prozess durchaus kritisch zu begleiten.

Es gĂ€be genau zwei Dinge, die ein Umdenken erforderlich machten, das seien zum einen neue wissenschaftliche Erkenntnisse und andere gesetzliche Grundlagen, sagte Just. FĂŒr ein Gutachten, dass 3000 bis 3500 Euro kosten wĂŒrde, sehe er keinen Grund.

Thomas Herdner (GLH) ging den BĂŒrgermeister an:

Sie können nicht beurteilen, ob Mobilfunk schÀdlich ist. Ich komme mir vor wie im Mittelalter und die Erde ist noch eine Scheibe.

Der BUND-Vorsorgewert sei der richtige Wert, so Herdner:

Die Schweizer und Wiener kĂŒmmern sich anders um ihre BĂŒrger.

BĂŒrgermeister Just reagierte gelassen und sagte:

Was Sie ĂŒber mich gesagt haben, gilt auch fĂŒr Sie. Sie lesen Fachliteratur, ich auch.

Bei drei Gegenstimmen (GLH) wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung, den Vertrag mit der Deutschen Funkturm GmbH fĂŒr den Standort Heinrich-Beck-Halle, fĂŒr eine Laufzeit von zehn Jahren mit einer einmaligen Option auf weitere fĂŒnf Jahre angenommen.

 

Photovoltaikanlage auf dem Hilfeleistungszentrum fertiggestellt

„Wir machen solange weiter, bis wir Biblis und Philippsburg nicht mehr brauchen“

JĂŒrgen Steinle (links) und Matthias SchĂŒtze (rechts) stellen die Photovoltaikanlage auf dem Hilfeleistungszentrum vor. Bild: hirschbergblog.de

 

Hirschberg, 28. April 2012. (red/cr) Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Hilfeleistungszentrums geht kommende Woche ans Netz. Mit dem daraus gewonnenen Strom können etwa zwanzig Durchschnittshaushalte versorgt werden.

Von Christian Ruser

Einen ungewöhnlichen Ort fĂŒr einen Pressetermin haben sich JĂŒrgen Steinle und Matthias SchĂŒtze ausgesucht. Das Flachdach des Hilfeleistungszentrums Hirschberg ist nur ĂŒber ein AußengerĂŒst zu erreichen. Oben befinden sich die Solarmodule.

Die Module wurden in der vergangenen Woche installiert. Um mögliche BeschĂ€digungen am Dach zu verhindern ist die Konstruktion nicht mit dem GebĂ€ude verschraubt, sondern liegt auf. Eine Gefahr, dass die Anlage durch starken Wind vom Dach geweht werden könnte, besteht jedoch nicht. Es ist so konstruiert, dass sie vom Wind stĂ€rker an das Dach andrĂŒckt wird.

Das Zeitfenster fĂŒr die Installation war denkbar kurz und hĂ€tte beinahe nicht erfĂŒllt werden können. Der Wunsch der Bundesregierung das Erneuerbare-Energie-Gesetz zum Anfang April zu Ă€ndern, motivierte die Genossenschaft und die Handwerker zu Höchstleistungen.

Das Projekt Sonnenwaid-e-1, so der offizielle Titel, wurde von der Hohenwaid e.G. im Juni 2011 ins Leben gerufen. Seitdem wurde es von der Bevölkerung sehr gut angenommen. 72 interessierte BĂŒrger haben Anteile an der Anlage gekauft. Steinle betont, dass die BĂŒrgerbeteiligung an diesem Projekt fĂŒr alle ein wichtiger Aspekt war.

AuffĂ€llig war vor allem, dass die meisten BĂŒrger zwischen einem und vier Anteile zu je 500 Euro gekauft haben.

Der typische Anleger ist der Opa fĂŒr seinen Enkel,

erklĂ€rt Matthias SchĂŒtze. Hier sehe man, dass dieses Projekt vor allem der Nachhaltigkeit und der Zukunftssicherung dienen soll. Die Anlage auf dem Hilfeleistungszentrum erzeugt mit seinen 320 Modulen in Spitzenzeiten bis zu 75,6 kW pro Stunde.

Durch die AKWs Biblis und Philippsburg in der Rheinebene, wird die Notwendigkeit ĂŒber alternative Energieversorgung nachzudenken deutlich. In Rippenweiher ist ein weiteres Projekt auf der Keltensteinhalle im Entstehen begriffen. Hier können noch Anteile erworben werden. Interessierte BĂŒrger können sich auf der Homepage der Genossenschaft ĂŒber die Möglichkeiten der Beteiligung informieren.

 

Gemeinderatssitzung vom 27. MĂ€rz 2012

„Historischer Haushalt“ verabschiedet

Hirschberg, 31. MĂ€rz 2012. (red/sap) Einstimmig wurde der erste doppische Haushalt vom Hirschberger Gemeinderat verabschiedet. Die Einnahmen liegen bei 15,67 Millionen Euro, insgesamt werden in diesem Jahr 7,54 Millionen Euro investiert – das ergibt ein Volumen von 23,2 Millionen Euro. Die dritteTrainingshalle „geistert“ durch die Haushaltsreden, obwohl sie nach den Zahlen in den kommenden Jahren nicht finanzierbar sein wird – außer man nimmt eine höhere Verschuldung in Kauf.

BĂŒrgermeister Manuel Just sprach von einem „historischen Haushalt“, der bei der Gemeinderatssitzung am 27. MĂ€rz 2012 verabschiedet wurde. Das betraf zum einen die Großprojekte, wie das Hilfeleistungszentrum, ÖPNV-Ausbau und Kanalsanierung, wie auch die Umstellung in die doppische BuchfĂŒhrung.

Allen BeschlussvorschlĂ€gen der Tagesordnung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu: Der Gliederung in fĂŒnf Teilhaushalte – Hauptamt, KĂ€mmerei, Bauamt, BĂŒrgeramt, Allgemeine Finanzverwaltung -, dem Ergebnishaushalt mit einem veranschlagten ordentlichen Gesamtergebnis von 318.370 Euro, dem Finanzhaushalt mit einem Minus von 3.170.430 Euro, der mittelfristigen Finanzplanung fĂŒr den Zeitraum 2011 bis 2015 und ebenso dem Wirtschaftsplan fĂŒr den Eigenbetrieb Wasserversorgung.

Johe: „Wir haben dieses Jahrhundertbauwerk relativ gut verkraftet“

„Den grĂ¶ĂŸten Brocken bei den Investitionen stellen die Ausgaben fĂŒr das Hilfeleistungszentrum mit circa 3,5 Millionen fĂŒr Baumaßnahmen und EinrichtungsgegenstĂ€nden dar“, sagte Peter Johe (FW) in seiner Haushaltsrede. Weitere 4 Millionen waren schon in den vergangenen Jahren aufgebracht worden. Dies ergibt eine Summe in Höhe von 7,5 Millionen. Doch, so Johe, „wir haben dieses Jahrhundertbauwerk relativ gut verkraftet.“

Weiter betonte Johe, welchen Stellenwert der Sport vom Kleinkind bis zum Senior heute einnimmt, „gerade fĂŒr Ă€ltere Menschen ist Sport der reinste Jungbrunnen“. Mit der Standortuntersuchung bezĂŒglich einer Trainingshalle wurden 10.000 Euro in den Haushalt eingestellt und „wir finden es gut, dass im Haushalt, Vorsorge fĂŒr eventuelle weitere Planungen getroffen wurde“, so Johe.

Graf von Wieser: Die fĂŒnf Anliegen und Ziele der CDU

Ferdinand Graf von Wiser (CDU) sprach in seiner Haushaltsrede von einem „Paradigmenwechsel“ bezĂŒglich der Umstellung auf die Doppik.

Das in die Jahre gekommene Kanalsystem zwinge die Gemeinde zu einer nachhaltigen sukzessiven Erneuerung, mit der man 2012 beginne, „ein Ansatz von 800.000 Euro ĂŒber die nĂ€chsten drei Jahre dĂŒrfte nicht zu großzĂŒgig bemessen sein“.

Auch der Ausbau einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung sei der CDU-Fraktion ein Anliegen und sei „ein wichtiger Bestandteil der AttraktivitĂ€t“ Hirschbergs.

„Wir alle wissen, dass das Investitionsniveau außergewöhnlich ist“ und im laufenden Jahr seinen Höhepunkt erreicht habe „und von unserer Verwaltung professionell gemanagt wurde“, lobte Wiser.

Die geschrumpften RĂŒcklagen mĂŒssten wieder aufgebaut werden.

Als wesentliche Anliegen und Ziele der CDU-Fraktion nannte Wiser, die Gestaltung einer attraktiven Ortsmitte in Leutershausen, die Nutzung des Gartens der Alten Villa als öffentliche GrĂŒnanlage, die ÜberprĂŒfung der FunktionalitĂ€t der Alten Turnhalle in Großsachsen, die Sanierung des Kanalsystems und die Straßenbeleuchtung in der Leutershausener Straße.

Herdner: Ein Goldesel mit Verdauungsproblemen

Die glĂŒckliche Kombination eines hohen Einkommensteueranteils, reichlich Gewerbesteuern und dem Erlös von dem Verkauf von gemeindeeigenen GrundstĂŒcken, habe es ermöglicht vieles zu realisieren, sagte Thomas Herdner (GLH) in seiner Haushaltsrede. „Doch von 2013 ab wird diese Art von Goldesel Verdauungsprobleme bekommen“, und damit wĂŒrden die GestaltungsrĂ€ume enger.

Auch griff Herdner nochmals den Wunsch der GLH nach einer Schulung der GemeinderĂ€te fĂŒr den Doppik-Haushalt auf, und betonte „es ist eine Bringschuld der Verwaltung“.

Die Forderung nach einer dritten Sporthalle bezeichnete Herdner im Kontext zu den explodierenden Betriebs- und Unterhaltskosten der gemeindeeigenen GebĂ€ude als „schlichtweg rĂŒcksichtslos“ gegenĂŒber den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern.

„Was halten Sie von einer klimaneutralen Kommune Hirschberg 2020?“, fragte Herdner. Und gab gleich die Antwort: „Wohl nicht allzu viel, wenn man an die notwendigen Maßnahmen denkt, die Sie bisher nicht unterstĂŒtzt haben.“

Metzler: Bedarfs- und FinanzierungsprĂŒfung der dritten Halle

Auch Dr. Horst Metzler (SPD) Ă€ußerte sich in seiner Haushaltsrede kritisch zu einer neuen Trainingshalle: In Zeiten einer nur geringen RĂŒcklage dĂŒrfen zusĂ€tzliche umfangreiche freiwillige Maßnahmen, auch Baumaßnahmen, nach Überzeugung der SPD nicht Kredit finanziert geplant werden.“

Jahrzehntelang habe die SPD bei niedrigerer Verschuldung der Gemeinde eine Trainingshalle gefordert und schlug Standorte und den Bau unter aktiver Beteiligung der Vereine vor. „Doch es gab immer Ablehnung durch die beiden großen Fraktionen“, erinnert Metzler.

Umso ĂŒberraschender sei es gewesen, dass durch Mehrheitsentscheidung eben dieser Fraktionen am 24. November 2009 600.000 Euro fĂŒr den Bau einer Trainingshalle in die mittelfristige Finanzplanung fĂŒr 2013 eingestellt wurde. Die im Haushalt 2012 „vollzogene und stillschweigend akzeptierte Verschiebung“ des Ansatzes von 2013 auf 2014, begrĂŒĂŸe die SPD, ebenso die Ausweisung von weiteren Mitteln fĂŒr die Trainingshalle in 2015.

Auf Antrag der SPD wurde im Dezember 2011 eine umfangreiche auch perspektivische PrĂŒfung des Bedarfs und der Finanzierung der Trainingshalle beschlossen. „Die Ergebnisse werden wohl Ende 2012 vorliegen und dann kann die Planung beraten werden“, so Metzler.

Reisig: „Unser Erbe an die nĂ€chste Generation soll keine Finanzlast sein“

„Die Verwaltung hat uns fĂŒr Hirschberg einen Haushalt vorgelegt, der geprĂ€gt ist von den Großprojekten der letzten und der kommenden Jahren“, sagte Oliver Reisig (FDP) in seiner Haushaltsrede.

Die RĂŒcklagen seien durch Hilfeleistungszentrum, ÖPNV-Ausbau, Kanalsanierung und weitere InvestitionstĂ€tigkeiten in Höhe von 7,4 Millionen aufgebraucht und „unser Tafelsilber ist verkauft“.  Aus diesem Grund werden „die nĂ€chsten Jahre keine rosigen“.

Reisig mahnte, es sollte das Ziel aller sein, weitere Einsparpotentiale zu suchen und dabei gleichzeitig die Einnahmenseite kritisch zu betrachten.

Die Planung einer dritten Halle, sei, so der FDP-Politiker, bei der mittelfristig gegebenen Finanzlage der Gemeinde „verfrĂŒht“. „Unser Haushalt gibt das in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren nicht her.“ Das Ziel sei RĂŒcklagen fĂŒr schlechtere Zeiten aufzubauen und die Verschuldung gering zu halten.

„Unser Erbe an die nĂ€chste Generation soll keine Finanzlast sein.“

 

Solaranlage auf der Rippenweierer Keltensteinhalle

Die Sonne scheint fĂŒr die BĂŒrger

Vertragsunterzeichnung: Es zeigt v. links. Dr. Matthias SchĂŒtze, Dr. Torsten Fetzner, GĂŒnter Volkmann und JĂŒrgen Steinle. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim/Hirschberg, 30. MĂ€rz 2012. (red/pm) „EG Hohe Waid“ plant Solaranlage auf der Rippenweierer Keltensteinhalle. Bis zum 01. April 2012 muss die Anlage „kaufmĂ€nnisch in Betrieb“ genommen werden, dann gelten fĂŒr die nĂ€chsten 20 Jahre die noch bestehenden Förder-Richtlinien. Info-Veranstaltung am 16. April 2012.

Information der Stadt Weinheim:

„Hohe Waid“, so heißt die sanft geschwungene Bergkuppe, die sowohl von der Rheinebene als auch von den Orten des vorderen Odenwaldes zu sehen ist. Sie ist mit rund 455 Meter die höchste Erhebung des Bergstraßenhanges zwischen Weinheim und Heidelberg.

„Hohe Waid“, so heißt auch eine in GrĂŒndung befindliche Energiegenossenschaft (eG) mit Sitz in Hirschberg und Weinheim. „Der Name war von Anfang an so gewĂ€hlt“, erklĂ€rt GrĂŒndungs- und Vorstandsmitglied JĂŒrgen Steinle, „damit sollte deutlich werden, dass die Genossenschaft ihre Entwicklung nicht nur lokal in Hirschberg sieht, sondern an der ganzen Bergstraße, eben auch in der Großen Kreisstadt Weinheim“.

So geschieht es nun. Die Vorstandsvertreter der „EG Hohe Waid“, Steinle und Dr. Matthias SchĂŒtze waren jetzt im Weinheimer Rathaus, um gemeinsam mit dem Weinheimer BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner und GĂŒnter Volkmann, dem Ortsvorsteher des Weinheimer Ortsteils Rippenweierer, einen Gestattungsvertrag ĂŒber das Dach der Keltensteinhalle zu unterzeichnen.

Die Genossenschaft pachtet 400 Quadratmeter der Sonnenseite des Dachs, um dort eine BĂŒrgersolaranlage einzurichten. Die Leistung der Anlage wird 39,1 kWp betragen, mit denen dort jĂ€hrlich rund 35 000 kWh Strom produziert werden können.

Es ist das zweite Projekt der EG nach dem gerade entstehenden Hilfeleistungszentrum in Hirschberg. Die Firma SunPeak, mit der auch die Stadt Weinheim schon öfter zusammengearbeitet hat, wird die Anlage alsbald installieren. „Wir sind massiv in Zeitnot gekommen“, erklĂ€rte Dr. Matthias SchĂŒtze.

Denn die AnkĂŒndigungen der Bundesregierung, die Solarförderung, die eine BĂŒrgersolaranlage rentabel macht, weiter zu kĂŒrzen, erforderte ein rasches Handeln. Bis zum 01. April 2012 muss die Anlage „kaufmĂ€nnisch in Betrieb“ genommen werden, dann gelten fĂŒr die nĂ€chsten 20 Jahre die noch bestehenden Förder-Richtlinien.

Die FormalitĂ€ten hierfĂŒr sind von der „EG Hohe Waid“ erfĂŒllt worden „weil wir in jedem Fall die Idee voranbringen wollen“, so beschreibt es Dr. Matthias SchĂŒtze. Die Genossenschaft wolle InitialzĂŒndungen setzen. JĂŒrgen Steinle ist auch regelmĂ€ĂŸiger Teilnehmer am „Runden Tisch Energie“ in Weinheim.

Am Montag, 16. April, 19.30 Uhr, wird es dazu in der Rippenweierer Keltensteinhalle eine Info-Veranstaltung fĂŒr die BĂŒrger geben. So ist das Procedere geplant: Die BĂŒrger Rippenweiers haben zunĂ€chst das Vorrecht, Genossenschaftsanteile zu je 500 Euro zu erwerben und sich damit aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Auch erste Anmeldungen sollen schon möglich sein.

Greifen die Rippenweierer nach zwei Wochen noch nicht zu, bekommen die Weinheimer aus anderen Stadtteilen und der Kernstadt die Möglichkeit. WĂ€re danach immer noch nicht jeder Quadratmeter vergeben, können auch Einwohner anderer Kommunen erwerben – die „EG Hohe Waid“ hat hierfĂŒr eine Warteliste.“