Freitag, 07. Juni 2019

Kunstprojekt im Hilfeleistungszentrum und FĂŒhrung durch die Ausstellung in der Rathausgalerie

Hirschberger Ring Teil I und II

Hirschberg, 17. Juli 2014. (red/pm) Im Rahmen des Kunst-Projekts „Hirschberger Ring Teil I und II“ treten Musik und Malerei miteinander in einen inspirierenden Dialog. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt Fahrzeugkonzept 2013

Feuerwehr verringert Fahrzeugbestand

Feuerwehr Hirschberg im HLZ-5607-120915Hirschberg, 13. Dezember 2013. (red/ld) Die Anzahl der Fahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr wird in den kommenden Jahren von zehn auf acht verringert. Das beschloss gestern der Gemeinderat mit einer Enthaltung von Dr. Horst Metzler (SPD).

Durch den Einzug in das Hilfeleistungszentrum sei die Überarbeitung des Fahrzeugkonzepts notwendig geworden, heißt es in der Vorlage. Bei der Umstellung der AusrĂŒckeordnung habe man festgestellt, dass nun weniger Fahrzeuge im ersten Abmarsch abrĂŒcken mĂŒssen. Diesen ersten Abmarsch bilden nun das vier Jahre alte Löschgruppenfahrzeug mit 2.000-Liter-Tank (LF 20/20), das 16 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug mit 600-Liter-Tank (LF 8/6) sowie der elf Jahre alte Einsatzleitwagen (ELW 1). Die zweite AbrĂŒckeinheit bilden die Ă€lteren Fahrzeuge: Das 28 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug (LF 8) und das 33 Jahre alte Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25). [Weiterlesen…]

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr

In der Hauptsache Hilfeleistungen

Kommandant Peter Braun (links) mit beförderten und geehrten Kameraden (v.l.n.r.): Michael Herber, Timo Kreis, Tim Lessle, Frank BlÀtzler, Jochen Lehming, Oliver Dietrich, Christian Richter, Jan-Philipp Stöppel, Marco Weber, Heiko Jost, Joachim Vosloh, Olaf Sebastian.

 

Hirschberg, 29. Januar 2013. (red/jkr) Man kommt sonntags vom Verwandtenbesuch zurĂŒck und was findet man vor? Der Keller ist nach einem Wasserrohrbruch voll gelaufen, die Katze hat sich aufs Dach geflĂŒchtet oder der nach einem Sturm entwurzelte Baum liegt quer ĂŒber der Einfahrt. Typische FĂ€lle, bei denen des Menschen bester Freund und Helfer weder der Hund noch die Polizei ist. Da hilft nur einer: Die Feuerwehr. Und die hat aktuell auf der Jahreshauptversammlung am Samstag die EinsĂ€tze aus dem vergangenen Jahr zusammengefasst.

Im vergangenen Jahr rĂŒckte die Feuerwehr Hirschberg zu 74 EinsĂ€tzen aus, darunter 12 klassische BrandeinsĂ€tze. Der Großteil der EinsĂ€tze fĂ€llt jedoch unter „technische Hilfeleistungen“. Das Einsatzspektrum ist dabei weit gefassst, wie der stellvertretende Kommandant Olaf Sebastian darstellte:

Das Einsatzspektrum reichte dabei von TĂŒröffnungen, ĂŒber die Absicherung von Ölspuren, brennenden Unrat, technischer Hilfe nach UnfĂ€llen mit Straßen- und Schienenfahrzeugen, der Rettung eines Kindes vom Dach eines Wohnhauses, bis hin zum abgestĂŒrzten Bauarbeiter, der schwer verletzt aus einem Lichtschacht gerettet werden musste.

Neben den spannenden und teils bewegenden EinsĂ€tzen der Feuerwehr ließ sich dieses Jahr ein ganz besonderer Meilenstein feiern: Der Umzug ins neue Hilfeleistungszentrum (HLZ). Seit Anfang 2011 schon rĂŒckten die zwei Wehren Leutershausen und Großsachsen nur noch gemeinsam aus. Am 15. September 2012 zogen die mittlerweile fusionierten Wehren aus ihren beiden FeuerwehrhĂ€usern in das gemeinsame Hilfeleistungszentrum. Das HLZ, in dem auch der Bauhof und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beherbergt sind, öffnete am 07. Oktober hier zum ersten Tag der offenen TĂŒr seine Tore und wird dies am 09. Juni 2013 erneut tun.

Ab jetzt „echte“ FeuerwehrmĂ€nner: Valerian Hildenbeutel, Max Rießland, Alex Schmitt.

ZusĂ€tzlich zu den Strapazen des Umzugs hatte die Feuerwehr 2012 ein volles Programm. 30 verschiedene Übungen beispielsweise, 19 davon fĂŒr die Einsatzabteilung. Spannend fĂŒr die Öffentlichkeit war dabei auch die GroĂŸĂŒbung bei Edeka in Heddesheim am 07. Mai, bei der die Feuerwehr Hirschberg zusammen mit EinsatzkrĂ€ften aus Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Ilvesheim, Ladenburg, Schriesheim, Schriesheim-Altenbach, Schriesheim-Ursenbach, Viernheim und den Ladenburger Werkfeuerwehren CBL sowie Metzeler gemeinsam ein „Feuer“ bekĂ€mpfte.

„Ereignisreich und spannend“

„Ein ereignisreiches und spannendes Jahr“, sagte der Kommandant Peter Braun bei seiner Rede. Und die Aussicht auf 2013 in nicht weniger spannend. Auch wenn noch viele Kisten auszupacken sind, steht der Plan fĂŒr das anstehende Jahr bereits. 23 Übungen sind geplant, ebenso eine Ausbildung zur patientengerechten Unfallrettung durch Weber Hydraulik. FĂŒr die Gemeinschaft der 219 Mitglieder (31 Jugendfeuerwehr, 105 Einsatzabteilung, 83 Altersmannschaft) wird am 01. Mai das alljĂ€hrliche Maifest stattfinden. Und nicht zu vergessen, dass fĂŒr 2014 geplant werden muss. Das Jahr wird das 125-jĂ€hrige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hirschberg markieren.

Zur Jahreshauptversammlung gab es folgende Beförderungen:

Aus Jugendfeuerwehr in Einsatzabteilung:
Valerian Hildenbeutel, Max Rießland, Alex Schmitt

Zum Oberfeuerwehrmann:
Moritz Aleithe, Frank Bletzer, Nils Bohr, Oliver Dietrich, Robin Göhrig, Michael Herbert, Timo Kreis, Tim Lessle, Daniel Richert, Christian Richter, Jan-Philipp Stöppel, Marco Weber

Zur Hauptfeuerwehrfrau:
Monika Schmitt

Zum Löschmeister:
Jochen Lehming, Tom Reuther

Zum Oberbrandmeister:
Heiko Jost, Olaf Sebastian

Einsatz-„Revue“ zur Jahreshauptversammlung im neuen Hilfeleistungszentrum.

 

Hilfeleistungszentrum eingeweiht

HLZ: Über 2.000 Besucher zum Tag der offenen TĂŒr

Hirschberg, 08. Oktober 2012. (red) Mit weit ĂŒber 2.000 GĂ€sten war es besucherreichste Tag der offenen TĂŒr, denn die Feuerwehr Hirschberg wohl bislang erlebt hat. Kein Wunder, dass so viele GĂ€ste kamen, schließlich wurde das Hilfeleistungszentrum eingeweit. Das mit 7,6 Millionen Euro teuerste Projekt der Gemeinde beherbergt die fusionierten Wehren aus Großsachsen und Leutershausen, die fusioniert wurden und nun ein gemeinsames Feuerwehrhaus bezogen haben. Außerdem befinden sich das Deutsche Rote Kreuz sowie der Bauhof auf dem GelĂ€nde. Neben BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern kamen viele Vertreter von anderen Wehren, um sich das neue HLZ zeigen zu lassen. Wir dokumentieren die Rede zur Einweihung von Herrn BĂŒrgermeister Manuel Just.

(Rede anlĂ€ĂŸlich der Einweihung des Hilfeleistungszentrums – es gilt das gesprochene Wort.)

400 geladene GĂ€ste kamen zur offiziellen Einweihung des HLZ am 06. Oktober – ĂŒber 2.000 am 07. Oktober zum Tag der offenen TĂŒr.

„Liebe GĂ€ste und EhrengĂ€ste, liebe Kameradinnen und Kameraden,

es wĂ€chst StĂŒck um StĂŒck zusammen was zusammen gehört – nicht aus politischem Druck heraus, sondern aus der Erkenntnis, dass es im 21. Jahrhundert gilt, KrĂ€fte zum Wohle unserer Einwohnerschaft zu bĂŒndeln.

Mit diesen Worten und der Tatsache, dass die Fertigstellung des Kommunalen Hilfeleistungszentrums ein Meilenstein in der Geschichte der Einheitsgemeinde Hirschbergs darstellt, darf ich Sie alle auf das Herzlichste begrĂŒĂŸen.

Und Sie dĂŒrfen mir glauben, jeder von Ihnen darf sich am heutigen Mittag als Ehrengast der Gemeinde Hirschberg fĂŒhlen, denn jeder Einzelne ist entweder mittelbar sei es beispielsweise als Ehepartner eines Kameraden oder sogar unmittelbar wie beispielsweise als Gemeinderat, Nutzer, Zuschussgeber oder BauausfĂŒhrender in Verbindung mit diesem fĂŒr unsere Gemeinde so zentralen GebĂ€ude zu bringen.

Gleichwohl ist es mir ein Anliegen – auch auf die Gefahr hin, dass wir in eine Art BegrĂŒĂŸungsmarathon eintreten – einige unserer EhrengĂ€ste besonders hervorzuheben!

Beginnen darf ich mit unseren beiden Bundestagsabgeordneten Lothar Binding und Dr. Karl A. Lamers. Schön, dass Sie sich bereits wenige Wochen nach der Storchekerwe wieder die Zeit nehmen hier bei uns in Hirschberg zu sein.

Ebenfalls willkommen sind uns unsere Mitglieder des baden-wĂŒrttembergischen Landtags, Herr Hans-Ulrich Sckerl und Herr Georg Wacker.

Alle Abgeordneten werden nicht zuletzt wegen der erteilten ZuschĂŒsse ebenso ein Grußwort an uns richten wie unser BĂŒrger, ehemaliger Feuerwehrmann und Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Herr Stefan Dallinger!

Auch Ihnen Herr Landrat ein herzliches „GrĂŒĂŸ Gott“!

Freuen kann ich mich ebenfalls – und das ganz besonders – ĂŒber das Kommen unseres EhrenbĂŒrgers Alfons Holzmann! Herr Holzmann, Sie wissen, immer wenn es Ihnen Ihr Gesundheitszustand erlaubt, sind Sie im Kreise Ihrer langjĂ€hrigen Wegbegleiter ein gern gesehener Gast!

BegrĂŒĂŸen kann ich auch unseren EhrenbĂŒrgermeister Werner Oeldorf sowie die beiden EhrengemeinderĂ€te Martin-Heinrich Bitzel und Martin Stöhrer, die die AnfĂ€nge des Fusionsprozesses alle noch als Entscheider mitbegleitet haben.

Nicht minder willkommen sind uns die Vertreterinnen und Vertreter der Geistlichkeit Frau Pfarrerin Simone Britsch, Frau Pfarrerin Dr. Tanja Schmidt und Herr Pfarrer Gerhard Schrimpf.
Wie wichtig Ihre Anwesenheit und die spÀtere Segnung der GebÀude sind, dokumentiert nicht zuletzt der Leitspruch der Feuerwehr:

Gott zur Ehr, dem nÀchsten zur Wehr!

Mit seiner nahezu vollzÀhligen Anwesenheit untermauert auch der Gemeinderat sowie die Belegschaft der Gemeinde Hirschberg nochmals die Wichtigkeit des Gesamtprojekts!
Unter Ihnen sind unter anderem unsere Bauhofmitarbeiter mit Herrn Ewald sowie die Forstrotte mit unserem Revierleiter Walter Pfefferle sowie alle Amtsleiter.

Auch Ihnen – jedem Einzelnen – ein herzliches Willkommen!

BegrĂŒĂŸen darf ich ferner die Kameradinnen und Kameraden der Wehren und des DRKÂŽs mit den Herren Berner, Michels und Braun an vorderster Front.
Schön, dass Sie da sind!

Und da dieses GebĂ€ude nicht nur die Wehren, die OrtsverbĂ€nde des DRKÂŽs sowie die Bauhofstandorte vereint, sondern zugleich den örtlichen Vereinen einen Veranstaltungsraum von 140 mÂČ zur VerfĂŒgung stellt, darf ich stellvertretend fĂŒr alle Vereinsvertreter Herrn Wolfgang Stadler in unserer Mitte willkommen heißen. Herr Stadler, Sie sind heute sozusagen das Sprachrohr fĂŒr rund 90 Hirschberger Vereine. Schön, dass Sie diese ehrenwerte Aufgabe ĂŒbernommen haben.

Immer dann wenn besondere Ereignisse anstehen stehen Freunde an unserer Seite. Zu Gast sind heute Freunde aus Niederau und Brignais.
Auch Ihnen, stellvertretend Dir, lieber Steffen Sang, ein ganz herzliches Willkommen.

Lust but not least begrĂŒĂŸe ich alle Planer, Handwerker und bauausfĂŒhrenden Firmen und freue mich bereits jetzt auf die Ansprache von Herrn Architekt Helmut Dasch.

Liebe GĂ€ste,
die Bedeutung dieses Hilfeleistungszentrums kann fĂŒr die Gemeinde Hirschberg nicht hoch genug bemessen werden.

Oder um es mit den Worten von Victor Hugo zu sagen:

Nichts auf der Welt ist so mÀchtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Wenn man versucht das Vorhaben in die zahlreichen Großprojekte der vergangenen Jahre einzuordnen rangiert es meines Erachtens insbesondere aus sozialen und familienpolitischen Gesichtspunkten zwar durchaus hinter dem ebenfalls erst kĂŒrzlich fertiggestellten Seniorenzentrum, doch ist es hinsichtlich der Fusionsbedeutung der beiden Wehren und des Roten Kreuzes und der damit einhergehenden Bedeutung fĂŒr die Einheitsgemeinde wohl konkurrenzlos.

BerĂŒcksichtigt man dann noch die Tatsache, dass eine moderne und zukunftsfĂ€hige innerörtliche Entwicklung in den beiden Ortsteilen ohne ein herausnehmen der Bauhöfe sowie der Feuerwehren nicht möglich gewesen wĂ€re, so erschließt sich die herausgehobene Bedeutung des Gesamtprojekts jedem neutralen Betrachter.

Mit den „in AnfĂŒhrungszeichen störenden Elementen“ des Bauhofs und der FeuerwehrhĂ€user in den bestehenden Ortsmitten wĂ€re weder ein Seniorenzentrum in Großsachsen, noch ein angedachtes Betreutes Wohnen in Leutershausen denkbar. Auch die fĂŒr die kommenden Monate zu diskutierende Zentralisation der Ärzteschaft im alten Feuerwehrhaus in Großsachsen wĂ€re infrastrukturell keine fĂŒr den Gemeinderat mögliche Option.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich glaube selbstbewusst sagen zu können, dass der Gemeinderat an dieser Stelle eigentlich nur beglĂŒckwĂŒnscht werden kann, da er genau dieses Entwicklungspotenzial bereits frĂŒh erkannt hat.

Vielleicht nicht in dieser Tragweite, aber sicherlich in der Erkenntnis, dass dieses Projekt nicht nur Synergieeffekte fĂŒr die betroffenen Einheiten generieren kann, sondern den Ortsteilen eine Entwicklungsmöglichkeit eröffnet, die Hirschberg auf Jahre konkurrenzfĂ€hig werden lĂ€sst.

In diesem Wissen fiel es dem einen oder anderen Gemeinderat nach langem und zĂ€hem Ringen sicherlich leichter die bisher grĂ¶ĂŸte Summe, die jemals in ein Bauprojekt investiert wurde, zur VerfĂŒgung zu stellen.

Im Übrigen lĂ€sst sich auch in diesem Umstand die Bedeutung des GebĂ€udes erkennen:

Niemals hat die Gemeinde mehr Geld ausgegeben!

Und an dieser Stelle darf ich Ihnen mit einem Augenzwinkern sagen: „Als ehemaligem KĂ€mmerer wĂ€re es mir durchaus nicht unrecht gewesen, wenn es am langen Ende nicht das teuerste Projekt der Gemeinde Hirschberg geworden wĂ€re
“

Liebe GĂ€ste,
sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden,
erlauben Sie mir im Rahmen dieser Feierstunde bitte auch einen Blick in die Historie dieses rund 8-jÀhrigen Verfahrens:

Nachdem sich die Wehren bereits 2004 auf den Weg der Zusammenarbeit gemacht haben und 2005 fĂŒr sich zu dem Ergebnis gekommen sind, dass nur eine gemeinsame Hirschberger Wehr mit einem zentralen FeuerwehrgebĂ€ude langfristig die SchlagkrĂ€ftigkeit der durch die Pendlerstruktur der Gemeinde geprĂ€gten EinsatzkrĂ€fte sicherstellen kann, kam es bereits 2006 zu dem Grundsatzbeschluss zugunsten dieses GrundstĂŒcks auf welchem wir uns heute befinden.

Auch der BĂŒrgermeisterwahlkampf 2007 und die Zeit danach Ă€nderte nichts an diesem Beschluss, da schlicht und ergreifend keine stĂ€dtebauliche VertrĂ€glichkeit an anderer Stelle in Aussicht gestellt werden konnte oder etwaige AlternativflĂ€chen entweder aus verkehrstechnischen oder naturschutzrechtlichen Aspekten ausschieden.

In der Folge wurden ein Raumkonzept und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erarbeitet, die die letztendlich ausgewĂ€hlte konventionelle Bauweise einem alternativen Public-Privat-Partnership-Modell gegenĂŒber stellte.

Der mit 143 Bewerbern – teilweise ĂŒber die Grenzen der Bundesrepublik hinaus – stattgefundene Architektenwettbewerb endete am 23. Juli 2009 mit der Entscheidung zugunsten des inzwischen bundesweit renommierten ArchitekturbĂŒros Dasch, ZĂŒrrn, von Scholley.

Um das GrundstĂŒck jedoch tatsĂ€chlich bebauen zu können wurde der notwendig werdende Bebauungsplan mit dem Satzungsbeschluss vom 27. Oktober 2010 verabschiedet. GeĂ€ndert werden musste in diesem Zusammenhang im baurechtlichen Parallelverfahren auch der FlĂ€chennutzungsplan des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg-Mannheim.

Um keine Zeit zu verlieren wurde gleichzeitig stets die innere Struktur des GebĂ€udes weiter entwickelt. In diesem Zuge war im Gemeinderat 2010 eine ausgiebige Debatte ĂŒber die kurzzeitig bei fast 10 Mio. Euro angekommenen Baukosten gefĂŒhrt worden. Mit dem Verzicht auf eine nur schwer vermarktbare Hausmeisterwohnung sowie der Reduzierung zahlreicher RaumflĂ€chen konnten die berechneten Baukosten auf 7,7 Mio. Euro reduziert werden.

Nach der ersten Ausschreibungsrunde im EuropĂ€ischen Amtsblatt und der sich anschließenden ersten Auftragsvergabe durch den Gemeinderat erfolgte am 15. April 2011 der offizielle Spatenstich.

Im Laufe des 15 Monate andauernden Baufortschritts wurden 30 Gewerke vergeben. 14 Firmen der Metropolregion und 3 Firmen aus Hirschberg profitierten von dieser durch die Gemeinde geschaffenen Wertschöpfungskette.

Und an dieser partizipiert letztendlich auch die neugegrĂŒndete BĂŒrgerenergiegenossenschaft, die das Dach mit einer Photovoltaikanlage belegen konnte.
WĂ€hrend der Bau Tag um Tag, Woche um Woche und Monat um Monat voranschritt, wurden parallel die Fusionsprozesse des Roten Kreuzes und der Wehren vorangetrieben. Diese fanden ihr finales Ende am 01. Juli 2011 bzw. am 28. Januar dieses Jahres.

Ich muss gestehen, dass selbst ich von der positiv gerĂ€uschlosen und ĂŒberzeugenden Harmonie der organisatorischen Fusionsprozesse im Nachhinein beeindruckt war. Jeder Einzelne Kamerad hat damit unter Beweis gestellt, dass es ihm um nichts anderes als um die beste Lösung fĂŒr unsere innerörtliche Sicherheit geht:

Diese Haltung verdient unser aller Respekt!

Liebe GÀste und EhrengÀste,
Sie haben heute ein GebĂ€ude betreten, welches – bilanziell betrachtet – und wohlgemerkt ohne den GrundstĂŒckswert – einen Wert von ca. 7,65 Mio. Euro ausweist.
Damit können die vom Gemeinderat vorgegebenen GebĂ€udebaukosten zwar nicht wesentlich unterschritten werden, jedoch werden diese entgegen einer Vielzahl anderer öffentlicher Projekte auch nicht ĂŒberschritten.

Gleichwohl liegt der ideelle Wert m. E. sogar deutlich darĂŒber.

Denn das GebĂ€ude verfĂŒgt auf einer GrundstĂŒcksflĂ€che von 11.311 mÂČ ĂŒber sage und schreibe 15.900 mÂł Bruttorauminhalt.

Der Blick von der Bergsilhouette der Gemeinde in die Rheinebene wird trotz der GrĂ¶ĂŸe des Anwesens im Wesentlichen deshalb nicht gestört, da der architektonische Entwurf zwei gedrungene GebĂ€udeelemente mit horizontaler LinienfĂŒhrung gewĂ€hlt hat. Zudem wurden bewusst Materialien und Elemente mit naturnahen Farbtönen verwendet. Mit der DachbegrĂŒnung sei an dieser Stelle nur ein Merkmal exemplarisch herausgegriffen, welches zugleich auch den Ansatz des ökologischen Bauens darstellt.

Nach dem bereits am 15. September 2012 erfolgten Umzug der Wehren und des Deutschen Roten Kreuzes ist bis Ende des Monats auch mit dem Umzug des Bauhofs zu rechnen. Der rund 150 Personen fassende Veranstaltungsraum kann ab sofort von Vereinen und Organisationen genutzt und belegt werden.

Morgen öffnet sich das GebÀude erstmals der Einwohnerschaft und prÀsentiert mit seiner schlichten Eleganz zugleich seine Sinnhaftigkeit im stÀdtebaulichen und organisatorischen Gesamtkontext der Gemeinde.

Mein Dank als BĂŒrgermeister geht an das ArchitekturbĂŒro sowie alle bauausfĂŒhrenden Firmen. Nicht zuletzt die Sauberkeit der Baustelle wurde immer wieder gelobt und steht fĂŒr die ZuverlĂ€ssigkeit der beauftragten Firmen.

Mein Dank geht an die Zuschussgeber, den Baubegleitenden Ausschuss und den Gemeinderat, die stets in der Sache und zum Wohle der BĂŒrgerschaft gerungen und gestritten haben. Insgesamt 15 Sitzungen des Baubegleitenden Ausschusses bringen meines Erachtens deren Leistung zum Ausdruck!

Mein Dank geht auch an mein Bauamt sowie den Bauhof mit den Herren PflÀsterer, Martiné und Ewald an der Spitze!

Liebe GÀste, was hier neben dem AlltagsgeschÀft bewÀltigt wurde ist sensationell und stellt die SchlagkrÀftigkeit des Rathauses unter Beweis!

Und mein Dank geht vor allem an alle ehrenamtlichen Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und der Feuerwehr.
Sie alle haben mit dem Einsatz von Zeit und Wissen einen Wert erbracht, den die Gemeinde Hirschberg in Geld nur schwer bezahlen könnte.

Exemplarisch sei an dieser Stelle Herr Thomas Reuther genannt, der uns anfangs als Baubetreuer begleitet hat, jedoch nach Abschluss des ersten Gewerks als Feuerwehrmann stets ehrenamtlich sein Wissen in den Dienst des Gesamtprojekts gestellt hat.

Als Schlussfazit können wir allesamt stolz auf ein GebÀude blicken, welches denjenigen ein Domizil bietet, die Tag und Nacht bereit stehen um Menschenleben zu retten, Unheil abzuwenden und SchÀden zu minimieren.
Sie gehen buchstĂ€blich fĂŒr unsere Einwohnerinnen und Einwohner durchs Feuer und sind dabei oftmals selbst grĂ¶ĂŸten Gefahren ausgesetzt:

Einer fĂŒr alle – alle fĂŒr einen!

Ich freue mich, dass dieses Motto in Hirschberg nicht nur unter den Kameradinnen und Kameraden Geltung findet, sondern auch im Gesamtgebilde unserer bĂŒrgerschaftlichen Gemeinde.

Meiner Mannschaft des Bauhofs und des Forstes sowie allen Kameradinnen und Kameraden ein herzliches GlĂŒck auf!

Vielen Dank fĂŒr Ihre Aufmerksamkeit!“

Viel Freude mit den Fotos:

Feuerwehr, DRK und Bauhof ziehen ins HLZ ein

Code 14:31

Blick vom Schlauchturm auf das Einzugsballett.

 

Hirschberg, 20. September 2012. (red) Seit dem 15. September 2012, 14:31 Uhr, laufen alle Alarme im neuen Hilfeleistungszentrum ein. Ab sofort ist das Hilfeleistungszentrum Hirschberg der Standort der fusionierten Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes. Die öffentliche Einweihung findet am 06. Oktober statt.

Von Hardy Prothmann

An den Mienen sind die GefĂŒhlslagen abzulesen. Der erste Gesamtkommdant der Feuerwehr Hirschberg, Peter Braun, guckt konzentriert, aber auch ein wenig angestrengt. Hinter ihm wie auch den Kameraden liegt ein langer Fusionsprozess, der nicht immer einfach war. BĂŒrgermeister Manuel Just strahlt zwar gute Laune aus, aber auch ihm sieht man eine gewisse Erleichterung an. Endlich ziehen die Wehren ein. Ein weiterer Meilenstein des millionenschweren Projekts, das zwar zu teuer geworden, letztlich aber politisch akzeptiert worden ist.

Choreografierter Einzug

Viele Familien der Feuerwehrleute sind gekommen. Die Kinder gucken fasziniert. Alles sehr spannend fĂŒr sie. Und Tomas Reuther strahlt, was die gute Laune hergibt. Er ist seit der Fusion mit Claus Kohl fĂŒr die Öffentlichkeitsarbeit zustĂ€ndig und der Termin heute wird von ihm genutzt werden.

Den Auftakt machen die beiden Wehren. In den alten HĂ€usern wird aufgesessen – in zivil. Dann geht es zum HLZ: Von links und rechts fahren sie gemeinsam an, mit Blaulicht und Martinshorn. Dann fahren sie im Reißverschlussverfahren in den Hof und fahren an die neuen StammplĂ€tze in der Fahrzeughalle. Die Choreografie klappt gut. Man darf fast vermuten, dass sie vorher mal geĂŒbt haben. Ein paar Minuten spĂ€ter als geplant fahren sie ein: Beim letzten Einsatz vom Großsachsener Feuerwehrhaus musste eben noch schnell eine „eingeklemmte Taube“ erfolgreich aus einem Netz gerettet werden.

Das Deutsche Rote Kreuz kann allein was die vielen Fahrzeuge angeht nicht mithalten. Sie sind schon vorher eingezogen – großes EinrĂ€umen ist jetzt im kleineren NachbargebĂ€ude seit dem frĂŒhen Morgen angesagt. Auch der Bauhof hat hier sein neues Zuhause.

Nachdem die Fahrzeuge in dien Hallen stehen, ergreift Kommandant Peter Braun kurz und knapp wie immer das Wort:

Ab heute hat die Feuerwehr Hirschberg einen gemeinsamen Standort. Das ist die letzte Etappe in unserem Fusionsprozess.

Offiziell ist das sicher richtig. Manche Gesichter der anwesenden Kameraden sind aber nachdenklich. Sicher ist die Fusion fĂŒr jeden auch ein individueller Prozess – die einen tun sich leicht, die anderen nicht. BĂŒrgermeister Manuel Just betont in seiner Ansprache die gute Zusammenarbeit und die Fusion der Ortsteilwehren auch als symbolisches Zusammenwachsen der Gemeinde:

Die Zusammenarbeit und Ihr Einbringen ist ein Beispiel fĂŒr ehrenamtliches Engagement par excellance.

Applaus, GlĂŒckwunsch, Torte

Es folgte ein herzlicher Applaus, weniger auf die Grußworte des BĂŒrgermeisters, dafĂŒr aber fĂŒr eine riesige Torte in Form des HLZ. Denn der Kommandant wurde am Samstag 46 Jahre alt.

Das neue „Zuhause“ bietet acht StellplĂ€tze fĂŒr zehn Fahrzeuge, Einsatzleitwagen, Löschfahrzeuge, Manschaftstransport- und GerĂ€telogistikwagen in unterschiedlichen Ausstattungen. Im rĂŒckwĂ€rtigen Teil der Halle wird es spĂ€ter noch Regallager geben, in denen wichtige Einsatzausstattungen in Boxen gelagert werden. Die können in Zukunft dann flux auf den GerĂ€tewagen Logistik verladen werden – je nach Einsatzbedingungen, erklĂ€rt Thomas Reuther. In naher Zukunft wird es einen neuen GW Logistik geben – darauf freut man sich schon, weil der die EinsatzfĂ€higkeit weiter verbessern wird. Auch ein Mannschaftstransportwagen muss mangels Betriebstauglichkeit ersetzt werden.

KĂŒnftig gibt es ein GPS-System auf den Fahrzeugen – diese können genau geortet werden und es werden auch Daten zur Ausstattung und Besetzung mitgeliefert. Scheinbar einfache technische Ausstattungen sind im Notfall ĂŒberlebensfördernd. Die Lkws sind in der Halle an Druckluft und Abgassauganlage sowie Strom angeschlossen: „HĂ€tten wir die Druckluftversorgung nicht, hĂ€tten wir eine Verzögerung von rund einer Minute, bis die Bremsen betriebsbereit sind.“ Ein Minute ist im Einsatz sehr viel wichtige Zeit.

Überlegte Ausstattung

Im Erdgeschoss befinden sich die MannschaftsrĂ€ume, „in Schwarz- und Weißbereich getrennt“, sagt Reuther. Nach dem Einsatz kann man verschmutzte Stiefel schon in der Halle reinigen, legt die Einsatzkleidung ab, passiert die Duschen und sanitĂ€ren Anlagen und zieht sich im Umkleideraum wieder frische Kleidung an. Die mit 32 Mitgliedern gut vertretene Jugend ist hier integriert: „Wir wollen, dass der Nachwuchs dabei ist. Kommendes Jahr treten in den aktiven Dienst ĂŒber.“ NatĂŒrlich sind die acht vollaktiven Damen von den 88 MĂ€nnern in eigenen RĂ€umlichkeiten getrennt.

Hier ist aber auch der Stabs- und Kommandoraum, wo bis zu zwölf Stabsmitglieder Einsatzlagen planen können. Ein Luxus, den in der Umgebung nur noch die Feuerwehr Weinheim hat. Im GebĂ€ude ist bis auf die Fahrzeughalle eine Fußbodenheizung eingebaut – die wĂ€rmt intelligent, genauso „schlau“ sind die Bewegungsmelder, die das Licht ausschalten, falls jemand das vergessen haben sollte. Eine energieeffiziente Nutzung war bei der Planung ein wichtiges Kriterium.

Im ersten Geschoss haben die Kommandanten, Kassenwart und SchriftfĂŒhrer ihr BĂŒro, hier befindet sich ein Jugendraum, ein Lagerraum und vor allem der Schulungsraum: Hier sollen Weiterbildungen, aber auch Veranstaltungen der Gemeinde stattfinden. Angeschlossen ist eine KĂŒche. Und der Blick ĂŒber die großflĂ€chig verglaste Außenwand auf die Bergstraße ist gigantisch.

Traumblick

Da die ursprĂŒnglich geplante Hausmeisterwohnung weggefallen ist, schließt sich an den Sozialraum mit (noch einzubauender) eigener KĂŒche eine mit ĂŒber 60 Quadratmetern riesige Terrasse an, die ebenfalls einen tollen Blick auf Teile von Leutershausen und die Bergstraße erlaubt. „Ein Traum“, um den alle Wehren im Kreis die Hirschberger beneiden werden.

Der markante Übungsturm hat viele Funktionen. Erstens zeigt er mit 18,60 Metern weithin sichtbar die Lage des HLZ an, zweitens ist er Teil der Schlauchtrocknungsanlage und drittens ist er Übungsturm fĂŒrs Anleitern, ob mit Standleiter oder einer Drehleiter. Auch die AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger können hier BelastungsĂŒbungen machen. Hinter dem Turm befindet sich die Anlage, mit der in rund eineinhalb Tagen rund 90 SchlĂ€uche zwischen zehn und dreißig Metern LĂ€nge gewaschen, getrocknet und geprĂŒft werden können. Außerdem gibt es hier eine Werkstatt.

Die Feuerwehr ist fusioniert und angekommen – vollstĂ€ndig eingezogen ist sie noch nicht. Noch fehlen StĂŒhle und Tische, eine KĂŒche, einiges muss noch eingerĂ€umt werden und sicher schadet auch die ein oder andere Pflanze nicht der AtmosphĂ€re. Bis zum 06. Oktober ist es noch ein wenig hin und bis dahin wird man schon weiter mit dem Einzug sein. Und sicher viele strahlende Gesichter sehen – denn das HLZ ist zwar teuer, aber schick, funktional und der Ausblick… einmalig.

Anmerkung: Der Artikel konnte wegen technischer Probleme nicht frĂŒher erscheinen – wir bitten um VerstĂ€ndnis. Viele Freude mit den Fotos.

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Fotostrecke: Toller Bau

Besichtigungstermin im HLZ

Die vermutlich hĂŒbscheste Feuerwehrterrasse der Region.

 

Hirschberg, 26. Juli 2012. (red/pro) BĂŒrgermeister Just hat heute mit den Architekten, der Feuerwehr und dem DRK sowie dem Bauhof das neue Hilfeleistungszentrum der Presse vorgestellt: „Damit die Menschen vor der Sommerpause wissen, worauf Sie sich im Herbst zur feierlichen Einweihung freuen können.“ Den Grund zur Freude gibt es – es ist ein toller Bau geworden.

Von Hardy Prothmann

Wir berichten am Freitag und Samstag ausfĂŒhrlich ĂŒber das neue Hilfeleistungszentrum. So viel vorab: Die braune Farbe war auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedĂŒrftig – ich fĂŒhlte mich in die 70-er Jahre zurĂŒckkatapultiert. Und seltsam – je lĂ€nger ich bei der Vorstellung mit der Farbe und Form konfrontiert worden bin, umso besser gefiel mir das architektonisch sehr sauber und klar gearbeitete Objekt.

Es gibt keinen Schnörkel – dafĂŒr aber viele pfiffige und trotzdem ganz klassische Ideen, die den großen Funktionsbau Ă€sthetich auflockern. Das Hilfeleistungszentrum wird ein AushĂ€ngeschild fĂŒr Hirschberg werden. Noch wird gearbeitet, viele Feinheiten mĂŒssen noch erledigt werden sowie der Außenbereich. Das wird bis Oktober erledigt sein. Mitte bis Ende September ziehen die Wehren zieht die Hirschberger Feuerwehr ein. Auch Bauhof und DRK werden in dieser Zeit ihr neues Quartier beziehen.

7,7 Millionen Euro wird der Bau kosten, davon rund 5 Millionen Euro fĂŒr den Bau an sich, 2,7 Millionen fĂŒr die Ausstattung. Das ist viel Geld – aber eine wichtige und sinnvolle Investition, die auf Luxus verzichtet. Soviel ist sicher: Alle Feuerwehren im Kreis werden die Hirschberger beneiden. Durch den Wegfall der Hausmeisterwochung (250.000 Euro Ersparnis) ergab sich die Idee, eine Außenterrasse zu gestalten. Von der aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Bergstraße.

Viel Freude mit den Fotos:

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Photovoltaikanlage auf dem Hilfeleistungszentrum fertiggestellt

„Wir machen solange weiter, bis wir Biblis und Philippsburg nicht mehr brauchen“

JĂŒrgen Steinle (links) und Matthias SchĂŒtze (rechts) stellen die Photovoltaikanlage auf dem Hilfeleistungszentrum vor. Bild: hirschbergblog.de

 

Hirschberg, 28. April 2012. (red/cr) Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Hilfeleistungszentrums geht kommende Woche ans Netz. Mit dem daraus gewonnenen Strom können etwa zwanzig Durchschnittshaushalte versorgt werden.

Von Christian Ruser

Einen ungewöhnlichen Ort fĂŒr einen Pressetermin haben sich JĂŒrgen Steinle und Matthias SchĂŒtze ausgesucht. Das Flachdach des Hilfeleistungszentrums Hirschberg ist nur ĂŒber ein AußengerĂŒst zu erreichen. Oben befinden sich die Solarmodule.

Die Module wurden in der vergangenen Woche installiert. Um mögliche BeschĂ€digungen am Dach zu verhindern ist die Konstruktion nicht mit dem GebĂ€ude verschraubt, sondern liegt auf. Eine Gefahr, dass die Anlage durch starken Wind vom Dach geweht werden könnte, besteht jedoch nicht. Es ist so konstruiert, dass sie vom Wind stĂ€rker an das Dach andrĂŒckt wird.

Das Zeitfenster fĂŒr die Installation war denkbar kurz und hĂ€tte beinahe nicht erfĂŒllt werden können. Der Wunsch der Bundesregierung das Erneuerbare-Energie-Gesetz zum Anfang April zu Ă€ndern, motivierte die Genossenschaft und die Handwerker zu Höchstleistungen.

Das Projekt Sonnenwaid-e-1, so der offizielle Titel, wurde von der Hohenwaid e.G. im Juni 2011 ins Leben gerufen. Seitdem wurde es von der Bevölkerung sehr gut angenommen. 72 interessierte BĂŒrger haben Anteile an der Anlage gekauft. Steinle betont, dass die BĂŒrgerbeteiligung an diesem Projekt fĂŒr alle ein wichtiger Aspekt war.

AuffĂ€llig war vor allem, dass die meisten BĂŒrger zwischen einem und vier Anteile zu je 500 Euro gekauft haben.

Der typische Anleger ist der Opa fĂŒr seinen Enkel,

erklĂ€rt Matthias SchĂŒtze. Hier sehe man, dass dieses Projekt vor allem der Nachhaltigkeit und der Zukunftssicherung dienen soll. Die Anlage auf dem Hilfeleistungszentrum erzeugt mit seinen 320 Modulen in Spitzenzeiten bis zu 75,6 kW pro Stunde.

Durch die AKWs Biblis und Philippsburg in der Rheinebene, wird die Notwendigkeit ĂŒber alternative Energieversorgung nachzudenken deutlich. In Rippenweiher ist ein weiteres Projekt auf der Keltensteinhalle im Entstehen begriffen. Hier können noch Anteile erworben werden. Interessierte BĂŒrger können sich auf der Homepage der Genossenschaft ĂŒber die Möglichkeiten der Beteiligung informieren.

 

Feuerwehr drei Mal Thema im Gemeinderat

Neue Feuerwehrsatzung – Wahlen Anfang 2012

Hirschberg, 15. Dezember 2011. (red) Der Gemeinderat hat eine neue Satzung fĂŒr die „Freiwillige Feuerwehr Hirschberg“ beschlossen. Kommendes Jahr fusionieren die beiden Wehren aus Großsachsen und Leutershausen zu einer gemeinsamen Feuerwehr. Anfang 2012 werden die Kommandanten sowie andere FunktionstrĂ€ger neu gewĂ€hlt.

Bis die neue Freiwillige Feuerwehr Hirschberg im Herbst 2012 ihr neues Feuerwehrhaus beziehen kann, dauert es noch ein wenig. Aktuell wurde die neue 16-seitige Satzung gemĂ€ĂŸ Verwaltungsvorlage im Gemeinderat beschlossen.

Anfang 2012 werden die Kommandanten und der restliche Vorstand erstmals in einer gemeinsamen Hauptversammlung gewĂ€hlt. Als Kommandant stellt sich Peter Braun zur Wahl. Ob es einen weiteren Kandidaten gibt und wer fĂŒr den Stellvertreter kandidiert, ist noch nicht klar. Der Großsachsener Kommandant Heinrich Mayer wird sich nicht zur Wahl stellen, bleibt aber bis 65 Jahre Mitglied der Wehr.

Die Großsachsener Wehr hat rund 70 aktive Mitglieder, 60 in der der Altersmannschaft und 20 in der Jugend. In Leutershausen sind es 60 Aktive, 40 in der Altersmannschaft und knapp 20 in der Jugend.

Die Hauptversammlung soll voraussichtlich am 28. Januar um 17:00 Uhr in der Karl-Drais-Schule stattfinden. Nach außen wird die Fusion als „problemlos“ dargestellt, tatsĂ€chlich gibt es aber auch deutliche „Befindlichkeiten“.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung von gestern verschiedene „Gestaltungen“ des Kommunalen Hilfeleistungszentrums beschlossen. Die Fassade soll „erdigbraun“ gestrichen werden, Nassbereiche, Umkleide und SanitĂ€rbereiche werden in grau/weiß/anthrazit gehalten, ebenso die BĂŒros und VeranstaltungsrĂ€ume, in denen Linoleum verlegt werden wird.

FĂŒr 8.500 Euro werden Polo-Shirts und MĂŒtzen mit „entsprechendem Emblem“ beschafft. Die ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgabe wurde einstimmig vom Gemeinderat angenommen.

 

Gemeinderat beschließt alle VerwaltungsvorschlĂ€ge zur Außengestaltung HLZ


Guten Tag!

Hirschberg, 25. Oktober 2011. (red) Der Gemeinderat hat heute alle VorschlĂ€ge zur Außengestaltung des kommunalen Hilfeleistungszentrums beschlossen. Einzig bei der Verkleidung des „Schadstofflagers“ kam es zu Diskussionen, ob diese nicht besser mit Holz versehen werden sollte. Mit 9:7 wurde fĂŒr die Metallverkleidung gestimmt.

Nachfragen gab es auch zur Beleuchtung des Schlauchturms – die GLH kritisierte dies. BĂŒrgermeister Manuel Just betonte, dass keine dauerhafte Beleuchtung geplant sei, ein Entschluss darĂŒber aber nicht beim Gemeinderat liege, sonder „GeschĂ€ft der Verwaltung“ sei.

Wir dokumentieren die einzelnen Punkte dieser Entscheidungen in den nÀchsten Tagen im Original.

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BĂŒrgermeister Just: „Das Hilfeleistungszentrum ist das signifikanteste und teuerste Bauprojekt der Gemeinde“.


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Der Schlauchturm - sein Nutzen ist umstritten.

Hirschberg, 11. Oktober 2011. (red) Gestern lud BĂŒrgermeister Manuel Just sechs Monate nach der Grundsteinlegung zum Richtfest des Kommunalen Hilfeleistungszentrum im Leutershausener Sportzentrum. Im Herbst 2012 soll die Einweihung stattfinden und die gemeinsame Feuerwehr Hirschberg, das DRK und der Bauhof sollen hier einziehen. In seiner Rede sprach BĂŒrgermeister Manuel Just ĂŒber die BeweggrĂŒnde fĂŒr das Bauprojekt.

Von Sabine Prothmann

Zeitgleich mit dem Seniorenzentrum in Großsachsen, das von privaten Investoren finanziert wird, entsteht in Leutershausen das Kommunale Hilfeleistungszentrum, das mit 7,7 Millionen Euro das „signifikanteste und teuerste Bauprojekt der Gemeinde ist“, wie BĂŒrgermeister Manuel Just in seiner Ansprache betonte.

(Anm. d. Red.: Der BĂŒrgermeister hatte immer eine „6“ vor dem Komma anvisiert, letztlich aber nicht halten können. Siehe „Hilfeleistungszentrum: Die “6-€³ vorne ist Geschichte. 7,7 Millionen Euro solls kosten„)

Das Projekt „schreite mit großen Schritten seiner Fertigstellung entgegen“, betonte Just und sagte, dass man schon heute sehen könne, wie gut sich das GebĂ€ude stĂ€dtebaulich einfĂŒge: „Wir haben den lĂ€ngsten Teil der Wegstrecke hinter uns“.

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Lobt die "geleckte Baustelle" - BĂŒrgermeister Manuel Just beim Richtfest.

Eine Umsetzung eines solchen Vorhabens sei ohne Probleme unmöglich und deshalb Just dankte dem PlanungsbĂŒro Dasch, ZĂŒrn und von Scholley und den ĂŒbrigen Baufirmen, die immer schnell, unproblematisch und unbĂŒrokratisch reagiert hĂ€tten, „die Auswahl unserer Partner hat sich wieder einmal bestĂ€tigt“.

Auf der Baustelle werde sauber und organisiert gearbeitet, „salopp gesagt, ich habe selten so eine geleckte Baustelle gesehen“, so Just.

Weiter ging der BĂŒrgermeister auf die Kernfrage des „Warums“ ein. Der Bau des Hilfeleistungszentrum sei „nicht notwendig im Sinne einer Not, aber alternativlos gewesen, um die Gemeinde und die Wehren weiter zu entwickeln“.

Vor sechs Jahren hatten die beiden Wehren, Großsachsen und Leutershausen, den Gemeinderat darĂŒber informiert, dass sie ein großes Potential hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit in einem gemeinschaftlichen Feuerwehrprojekt sehen wĂŒrden. Eine Fusion könne die SchlagfĂ€higkeit der Wehr fĂŒr die rund 9.500 Einwohner zĂ€hlende Gemeinde in der Zeit von 7 bis 18 Uhr so eher gewĂ€hrleisten, wenn man nur einen Standort hĂ€tte, von dem aus „man breit ausrĂŒcken“ könne.

Aber es seien nicht nur feuerwehrtechnische Belange gewesen, die zu dem Bau des Kommunalen Hilfeleistungszentrum gefĂŒhrt hĂ€tten, sondern auch die beiden Bauhofstandorte, die in beiden Ortsteilen „unglĂŒcklich“ in Wohngebieten liegen.

Ohne dieses SchlĂŒsselobjekt wĂ€ren die Entwicklung dieser Gemeinde kaum möglich. Kein Investor war bereit gewesen gegenĂŒber der Großsachsener Wehr ein Seniorenzentrum zu errichten, deshalb war die Umsiedlung notwendig, sagte BĂŒrgermeister Just.

Das Freiwerden des Leutershausener FeuerwehrgebĂ€udes ermögliche die Neugestaltung der neuen Ortsmitte Leutershausen und die Aussiedlung des Bauhofes berechtige zur Hoffnung fĂŒr Betreutes Wohnen in der Fenchelstraße. „Nur die Verlegung ermöglicht uns, darĂŒber nachzudenken“, erklĂ€rte Just.

Der Gemeinderat habe die richtige Entscheidung getroffen, unterstrich Just. Er bedankte sich auch bei dem baubegleitenden Ausschuss. In zehn Sitzungen habe man viel diskutiert „und manchmal haben wir uns auch gestritten, aber wir haben immer das Ziel verfolgt“.

Just bedankte sich auch bei den beiden Kommandanten der Wehren, Heiner Mayer und Tobias Rell, und dem Leiter des örtlichen DRK, Michael Frank, fĂŒr die Zusammenarbeit.

Den Richtspruch sprach Bauleiter Thomas Börsig von der Baufirma Bold aus Achern.

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FrĂŒhgeschichtliche Scherben entdeckt


Hirschberg, 20. April 2011. (red) BĂŒrgermeister Manuel Just informierte zum Ende der gestrigen Gemeinderatssitzung, dass auf dem GelĂ€nde des geplanten Hilfeleistungszentrum „frĂŒhgeschichtliche Scherben“ entdeckt worden seien.

Diese sollen rund 400-600 Jahre vor Christi Geburt alt sein. Der Fund werde die Bauarbeiten voraussichtlich aber nicht behindern. Das Amt fĂŒr Denkmalkunde habe eine Grabung veranlasst, die rund zwei Meter breit und einen halben Meter tief und begrenzt sei.

ZunÀchst sei man im Rathaus nach der Meldung in heller Aufregung gewesen, dann aber beruhigt, weil der Bau voraussichtlich nicht behindert werde.

Weitere Angaben machte der BĂŒrgermeister nicht.

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Spatenstich fĂŒr das neue Hilfeleistungszentrum


Guten Tag!

Hirschberg, 15. April 2011. (red) BĂŒrgermeister Manuel Just hat heute rund 150 GĂ€ste zum Spatenstich fĂŒr das neue Hilfeleistungszentrum an den RennĂ€ckern begrĂŒĂŸt. Das 7,7 Millionen Euro teure Projekt soll im Rohbau bis zum Winter fertiggestellt sein, um wĂ€hrend des Winters den Innenausbau vorantreiben zu können. Bis September 2012 sollen die GebĂ€ude fertig gestellt sein, die dann von den bis dahin vereinigten Feuerwehren Großsachsen und Leutershausen, dem Bauhof und einer Hilfsorganisation bezogen werden sollen.

Von Hardy Prothmann

Es ist das grĂ¶ĂŸte Projekt Hirschbergs: das neue Hilfeleistungszentrum. Bis September 2012 soll der Komplex fertig gestellt sein.

Wo sich heute BĂŒrgermeister Just und GĂ€ste zum "Spatenstich" versammelt haben, wird im September 2012 das Hilfeleistungszentrum stehen. Bild: hirschbergblog.de

„Ja, 7,7 Millionen Euro sind viel Geld“, sagte BĂŒrgermeister Just in seiner Ansprache, nachdem er EhrenbĂŒrger, Landtagsabgeordnete, GemeinderĂ€te und die anderen GĂ€ste, vorwiegend Feuerwehrleute, ein paar Hilfsorganisationsmitglieder und andere, der Gemeinde verbundenen Menschen, begrĂŒĂŸt hatte. Landrat Stefan Dallinger war, obwohl natĂŒrlich eingeladen, nicht unter den GĂ€sten.

Nicht „vergnĂŒgungssteuerpflichtig“

„Die Koordination dieses Großprojekts war nicht immer „vergnĂŒgungssteuerpflichtig“, sagte der BĂŒrgermeister und verwies auf den Planungszeitraum und viele Diskussionen. Am 14. Juli 2009 war der Aufstellungsbeschluss, am 29. Juni 2010 der Baubeschluss durch den Gemeinderat gefasst worden. Die zwei FDP-GemeinderĂ€te stimmten dagegen und hatten zuvor bereits eine „zu große Eile angemahnt„. Am 27. Oktober 2010 hat der Gemeinderat die Satzung beschlossen.

Im Dezember 2010 wurde eine europaweite Ausschreibung vorgenommen, am 29. MÀrz 2011 wurden die AuftrÀge vergeben.

Der 9,8-Millionen-Schock wurde auf 7,7 Millionen Euro reduziert

Ein Architektenwettbewerb hatte zuvor 143 Einreichungen gebracht. 25 waren in die engere Wahl genommen worden, am 23. Juli 2009 fiel die Entscheidung zugunsten des Stuttgarter ArchitekturbĂŒros Dach, ZĂŒrn, von Scholley. Als die Anfang 2010 einen ersten Entwurf vorlegten, saß der Schock tief: 9,8 Millionen Euro standen unterm Strich fĂŒr das Projekt.

Enorme Kosten

Dann wurde herausgerechnet, was herauszurechnen ging, bis es noch knapp 8 Millionen Euro waren. Dann wurde nochmals gekĂŒrzt. Und schließlich kam es zur Einigung auf 7,7 Millionen Euro. BĂŒrgermeister Manuel Just hatte zuvor immer von einer „sechs vor dem Komma“ gesprochen. Dieses Ziel hat der dynamische JungbĂŒrgermeister klar verfehlt.

Zur Finanzierung mussten Kredite aufgenommen werden und „mittelfristig mĂŒssen wir uns von den beiden alten Standorten trennen“, sagte BĂŒrgermeister Just. Das klang fast, als gebe es schon konkrete Interessenten. Denn ab Ende 2012 werden die GebĂ€ude und GrundstĂŒcke verwertbar sein und „mittelfristig“ ist ein dehnbarer Begriff.

Dehnbare Begrifflichkeiten

Ebenfalls dehnbar ist der Begriff der „innerörtlichen Entwicklung“, die durch das Hilfeleistungszentrum in Ortsrandlage „vorangetrieben werde“. Die Großsachsener jedenfalls haben es nun weit zu „ihrer Feuerwehr“ und auch fĂŒr Leutershausener ist der Standort eher ortsfern.

Neben dem Sportzentrum Leutershausen entsteht nun ein Komplex auf einer GrundstĂŒcksflĂ€che von 11.311 Quadratmetern (6.007 Quadratmeter bebaut) und 15.900 Kubikmetern umbauten Raumes, wie BĂŒrgermeister Just sagte. Die Feuerwehr wird davon 10.500, der Bauhauf 3.600 und die Hilfsorganisation 1.800 Kubikmeter nutzen.

Neid-Aspekt?

„Ich darf Ihnen sagen, dass man in der Nachbarschaft mit einer kleinen Portion Neid auf unser Projekt schaut“, sagte BĂŒrgermeister Just. Warum der sonst so eloquente Redner diesen „Neid-Aspekt“ ins Spiel brachte? Sicherlich, um auf die Bedeutung des Projekts hinzuweisen. Geschickt war das aber nicht. Denn es geht sicherlich nicht darum, fĂŒr Neid zu sorgen.

Schon eher um „Synergien“, die der BĂŒrgermeister in dem Projekt gegeben sieht. Auch dieser Begriff ist ein wenig falsch benutzt. Es handelt sich eher sehr langfristig um energetische Einsparungen und einen geringeren Verwaltungsaufwand. Dem stehen aber hohe Investitionen entgegen – insgesamt ist eine „Wirtschaftlichkeit“ nicht gegegeben und wird auch nicht erreicht werden.

Pflichtaufgaben

Eine interkommunale Zusammenarbeit von mehreren Gemeinden bei der Pflichtaufgabe „Feuerwehr“ wĂ€re möglich und hĂ€tte enormes Einsparpotenzial – doch davon will niemand etwas wissen, denn dann mĂŒsste jeder, der daran teilnimmt, „seine“ Feuerwehr aufgeben.

Und dass die Vereinigung zweier Wehren nicht einfach ist, weiß jeder, der mit dem Projekt zu tun hat. Nach außen hin wird Einigkeit demonstriert – hinter vorgehaltener Hand erfĂ€hrt man von vielen „zwischenmenschlichen Schwierigkeiten“. Klar ist, das „Neuordnungen“ immer vermeintliche Gewinner und Verlierer hervorbringen.

Sei`s drum – die Wehren haben ihre eigene Geschichte und fast vierzig Jahre nach der „Vereinigung“ der Ortsteile Großsachsen und Leutershausen zur „Gemeinde Hirschberg an der Bergstraße“ auf dem Papier, wird jetzt irgendwie die Vergangenheit verbuddelt und fĂŒr eine neue gemeinsame Zukunft gebaut.

Pflichtfoto fĂŒr die Presse: Gemeinsamer Spatenstich. Bild: hirschbergblog.de

Die Feuerwehr Hirschberg wird fĂŒr kommende Generationen vollkommen normal sein und die anderen werden sich dran gewöhnen (mĂŒssen). Und jede Vereinigung kostet erstmal viel Geld – das war nicht nur auf Bundesebene so, das ist im kommunalen genauso.

Ein guter Schritt auf dem Weg zur Einigung ist, sich gemeinsam zum Essen an einen Tisch zu setzen. Der BĂŒrgermeister lud deshalb zum Umtrunk und zu Wurst mit Kartoffelsalat ins SchĂŒtzenhaus ein. Nur schade, wenn man sich dann ĂŒberwiegend Tisch fĂŒr Tisch nicht „durcheinander setzt“, sondern brav dahin, „wohin man gehört“.

Einer der GĂ€ste des „Spatenstichs“, ein Ă€lterer Herr, wollte nicht mit zum geselligen Beisammensein. „Das verstehe ich alles nicht. Überall brauchen wir das Geld dringender, vor allem fĂŒr die Jugend, die Kinder, die Schule, die Ausbildung. Stattdessen setzen sich hier ein paar auf Kosten von allen ein Denkmal“, schimpft er und ist sichtlich aufgebracht.

Der Mann darf diese Meinung haben – auch, wenn er der allereinzigste im Ort sein sollte, der so denkt. Und manchmal ist es wichtig, auch Einzelmeinungen aufzuschreiben.

Anmerkung der Redaktion:
Bei der im Text erwĂ€hnten „Hilfsorganisation“ handelt es sich bekanntlich um den Ortsverband Deutsches Rotes Kreuz Hirschberg. Da der Vorstand, namentlich Herr Michael Frank und Herr Thomas Kurz, keine Berichterstattung mehr durch das hirschbergblog ĂŒber das DRK wĂŒnschen, befinden wir uns in einem Dilemma.
Verschweigen können wir das DRK nicht, berichten sollen wir auf Wunsch dieser privaten Organisation aber auch nicht. Wir haben deshalb als Kompromiss den Ausdruck „Hilfsorganisation“ gewĂ€hlt und werden diesen bis auf weiteres in Zusammenhang mit dem DRK verwenden.

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Hilfeleistungszentrum: AuftrÀge ausgeschrieben


Guten Tag!

Hirschberg, 15. Dezember 2010. (red) Die Gemeinde Hirschberg hat offiziell verschiedene AuftrÀge zum geplanten Hilfeleistungszentrum ausgeschrieben.

Interessierte Betriebe finden Informationen zu Öffentlichen Ausschreibungen nach VOB fĂŒr den Neubau des Kommunalen Hilfeleistungszentrums Hirschberg fĂŒr folgende Gewerke:

„Rohbauarbeiten“ in Datei Nr. 1292343943

„Dachabdichtung mit extensiver BegrĂŒnung“ in Datei Nr. 1292402811

„Putzarbeiten“ in Datei Nr. 1292402873

„Stahl-Glassfassade und Sektionaltore“ in Datei Nr.1292402903

„Personen-Seilaufzug“ in Datei Nr. 1292402934

„Elektroinstallationsarbeiten“ in Datei Nr. 1292402958

„Blitzschutzarbeiten“ iin Datei Nr. 1292402994

„Heizungsinstallationsarbeiten“ in Datei Nr. 1292403024

„LĂŒftungsarbeiten“ in Datei Nr. 12924030559

„SanitĂ€rinstallationsarbeiten“ in Datei Nr. 1292403082

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Erster gemeinsamer Feuerwehrball

Guten Tag

Hirschberg, 13. Oktober 2010. (red/jkw) Der noch bevorstehende offiziellen Fusion der beiden Hirschberger Feuerwehren ging am 02. Oktober 2010 ein festlicher Akt voraus. Zusammen feierten die Großsachsener und Leutershausener Feuerwehren ihren ersten und vorletzten gemeinsamen Ball.

Der Leutershausener Kommandant Tobias Rell begrĂŒĂŸte am 02. Oktober 2010 in der Heinrich-Beck-Halle die GĂ€ste. Wegen zahlreicher paralleler Veranstaltungen waren mit 380 GĂ€sten rund 100 weniger gekommen als erhofft. Tobias Rell betonte in seiner Rede noch einmal, welch großen Respekt er den freiwilligen FeuerwehrmĂ€nnern aus den beiden Gemeindeteilen zuschreibt. Dem schloss sich BĂŒrgermeister Manuel Just an und nahm die Ehrungen der Feuerwehrleute vor, darunter Karl Bender, Josef Proissl und Erwin Ewald, die fĂŒr ihre 50-jĂ€hrige Mitgliedschaft geehrt wurden.

Eine seltene Ehrung, muss man dafĂŒr doch schon in jungen Jahren in die Feuerwehr eingetreten sein, der man aktiv bis zum 65-ten Lebensjahr angehören kann. Auch „eheliche Seite“ der Feuerwehr wurde mit Margarete Mayer und Manuela Rell stellvertretend fĂŒr die familiĂ€re UnterstĂŒtztung geehrt. BĂŒrgermeister Just hob die Kameradschaft insgesamt und den Einsatz fĂŒr die Gemeinde hervor.

BĂŒrgermeister Just nutzte den feierlichen Anlass, auf die Zukunft der beiden Wehren hinzuweisen, die spĂ€testens ab 2012 eine gemeinsame Wehr bilden und im neuen Hilfeleistungszentrum ihr Quartier haben werden. Der Ball ist als Teil dieses Fusionsprozesses in die Planungen miteinbezogen, um die beiden Wehren nicht nur fachlich, sondern auch feierlich zusammenzubringen. SelbstverstĂ€ndlich kennt man sich gut und hat schon oft bei EinsĂ€tzen gemeinsam Dienst getan, doch sind es bislang eben zwei Wehren. In diesem Jahr gab es also nun den ersten gemeinsamen Ball, im kommenden Jahr wird es den zweiten und auch letzten gemeisamen Ball geben, weil es dann nur noch eine Freiwillige Feuerwehr Hirschberg geben wird.

Ab 20 Uhr spielte die Coverband Celebration Lieder von Disco Fox bis Walzer und gerade bei den beliebten TĂ€nzen wie Rumba und Cha-cha-cha fĂŒllte sich die TanzflĂ€che. Neben dem Tanz der GĂ€ste wurden zwei Tanzeinlagen geboten. Zum einen eine Bauchtanzgruppe aus Viernheim zum anderen „Drums Alive“ der SGL-Leutershausen.

Ein weiterer Programmpunkt war die vielfĂ€ltige Tombola, fĂŒr welche Lose zu einem erschwinglichen Preis erworben werden konnten. Um die gemĂŒtliche, feierliche Stimmung perfekt zu machen, waren an der Decke große Lampions aufgehĂ€ngt worden. Und auch die Tischdekoration fiel nicht spĂ€rlich aus. Sogar ein Springbrunnen verschönerte den Eingangsbereich.

NatĂŒrlich in den Farben der Feuerwehr: Gelb und Rot. Die aufmerksame Bewirtung des Roten Kreuzes brachte dann auch dem letzten Besucher sein GetrĂ€nk. Die Kameraden selbst waren leicht zu erkennen. Sie alle trugen die typische Feuerwehruniform. Gut sichtbar fĂŒr jedermann wurden Abzeichen und Auszeichnungen stolz auf der Brust getragen.

UnterstĂŒtzt wurden die Wehren durch die beiden OrtsverbĂ€nde des Deutschen Roten Kreuzes, die ebenfalls zum Umzug ins HLZ fusionieren werdne.

Der nĂ€chste Ball im kommenden Jahr wird dann in Großsachsen stattfinden – jĂ€hrlich sollen die Ballorte wechseln, um beiden Ortsteilen gerecht zu werden.

Anmerkung der Redaktion:
Wegen eines technischen Defekts können wir leider keine Bilder vom Feuerwehrball anbieten. Sofern wir noch ein Foto organisieren können, stellen wir das ein.

Mehreinnahmen im Haushalt – ein Lichtblick, aber kein Grund zum Jubel

Guten Tag

Hirschberg, 30. September 2010. In der Gemeinderatssitzung am 28. September 2010 sagte BĂŒrgermeister Manuel Just, dass sich der Haushalt der Gemeinde besser entwickelt habe, als geplant. Die insgesamt 510.000 Euro Mehreinnahmen im Verwaltungshaushalt plus Mehrausgaben in der Gewerbesteuerumlage ergeben 450.000 Euro weniger an negativer ZufĂŒhrung.

Von Sabine Prothmann

Just erlĂ€uterte in seinem Bericht, dass die Mehreinnahmen vor allem durch ein Plus bei der Gewerbesteuer, die Jahr fĂŒr Jahr schwer zu planen sei, sowie durch den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und durch den Familienleistungsausgleich zustanden gekommen sei. Dies sei jedoch ein bundespolitischer Trend und nicht auf die Gemeinde zurĂŒckzufĂŒhren.

Peter Johe von den Freien WĂ€hlern war mit dem Ergebnis zufrieden: „Diese Zwischenbilanz gibt Hoffnung und wir werden weniger geschoren als erwartet“. Die Entwicklung sehe gut aus, denn zu den besseren Einnahmen kommen weniger Ausgaben. Dies resultiere in aus der Verzögerung beim Baubeginn des Hilfeleistungszentrum sowie bei der Kostenbeteiligung am zweigleisigen OEG-Anschluss, Projekte, die in diesem Jahr nicht mehr begonnen werden. Deshalb sollte man ĂŒberlegen, ob es besser sei, schon in diesem Jahr ein Darlehen aufzunehmen.

Dem Vorwurf der GrĂŒne Liste Hirschbergs, man hĂ€tte mit den Mehreinnahmen kleinere Projekte wie das Umweltförderprogramm unterstĂŒtzen können, hielt Johe entgegen, dass man bei Haushaltsbeschluss 2009 noch in der Krise steckte und dass eine Erholung der Wirtschaft nicht vorhersehbar war.

Gemeinderat Ferdinand Graf von Wiser (CDU) bezeichnete die Mehreinnahmen als Lichtblick, der mit Vorsicht zu genießen sei: „Wir brauchen nicht jubilieren.“ An die GLH gewandt, meinte Graf von Wiser, man dĂŒrfe nicht so naiv sein, zu glauben, man hĂ€tte das auch anders einplanen können: „Man soll nichts verteilen, bevor der BĂ€r erlegt ist“, aber die CDU freue sich ĂŒber die Situation, auch wenn sie noch nicht komfortabel sei.

„Auch wir können uns freuen“, antwortete JĂŒrgen Steinle (GLH), „wir wollen nicht die Kasse der Gemeinde plĂŒndern“, sondern man wolle kleine Maßnahmen wie das Umweltförderprogramm realisieren. Das normale GeschĂ€ft sollte auch laufen.

Just gab zu Bedenken, auch bei dem positiven Ergebnis handle es sich immer noch um ein Minus von gut einer halben Million, da mĂŒsse man sich fragen, „was können wir uns erlauben“.

Auch Hartmut Kowalinski (FDP) unterstrich, „wir haben nicht gespart, sondern weniger ausgegeben“, denn die Ausgaben wurden nur verschoben. Die Gewerbesteuer bezeichnete er als „zickige Braut“.

„Diese Zahlen sind erfreulich, aber nicht beruhigend“, kommentierte Dr. Horst Metzler (SPD) den Bericht des BĂŒrgermeisters. Das Umweltförderprogramm der Gemeinde Hirschberg mĂŒsse zunĂ€chst ĂŒberarbeitet werden.

An Metzler gewandt fragte Kowalinski, ob er meine, man solle Kredite aufnehmen. „Dazu habe ich keine Meinung, das muss man rechnen“, entgegnete der SPD-Gemeinderat.

NatĂŒrlich prĂŒfe die Gemeinde schon zu diesem Zeitpunkt Darlehen und Zinssicherung, erklĂ€rte Just.

Ortskernsanierung jetzt auch vermehrt fĂŒr PrivateigentĂŒmer

Ein Punkt auf der Tagessordnung des Gemeinderates am 28. September 2010 war der Aufstockungsantrag fĂŒr die Ortskernsanierung in Großsachsen II. Der Förderrahmen soll um 143.000 Euro erhöht werden.

Einstimmig wurde beschlossen, dass die Gemeinde einen Antrag beim RegierungsprÀsidium auf Erhöhung der Landesbeihilfe um 85.600 Euro stellt. Bei einem Fördersatz von 60 Prozent durch das Land errechnet sich ein bei der Gemeinde verbleibender Eigenanteil von rund 57.400 Euro.

„Wir brauchen noch 215.000 Euro zur Förderung privater Maßnahmen“, erlĂ€uterte Just.

Die CDU könne dem nur zustimmen, so Karin Kunz. Die Sanierungsmöglichkeiten seien gut und viel genutzt worden.

Auch Eva-Marie Pfefferle (SPD) hielt es fĂŒr sinnvoll, dass die Ortskernsanierung durch einen Aufstockungsantrag erweitert wird. Vor allem, um dadurch die Nutzung durch Private zu ermöglichen. Wenn die Sanierung gefördert werde, wĂŒrde auch das Kaufinteresse steigen.

Johe unterstrich ebenfalls, dass die Gemeinde bislang großen Nutzen aus den Fördermitteln ziehen konnte und sieht jetzt auch fĂŒr Private eine große Chance mit kleineren AntrĂ€gen.

„Wir haben den PrivateigentĂŒmern nichts weggenommen fĂŒr eigene Maßnahmen“, stellte Just klar. Auch mit den Privaten seien VorgesprĂ€che gefĂŒhrt worden.

Den Nutzen im Sinne des Gemeindewohls halte er fĂŒr mindestens genauso wertvoll wie den Nutzen von PrivateigentĂŒmern, betonte Metzler.

Kein Spielraum mehr fĂŒr weitere Investitionen

ÜberplanmĂ€ĂŸige Ausgaben von gut 4000 Euro fĂŒr die Feuerwehr in Leutershausen standen als nĂ€chster Punkt auf der Tagesordnung. Im Verwaltungshaushalt 2010 stehen fĂŒr die Anschaffung von zehn Einsatzjacken fĂŒr die Freiwillige Feuerwehr Leutershausen 4500 Euro zur VerfĂŒgung. Durch einen Kommunikationsfehler, wie sich Just „vorsichtig“ ausdrĂŒckte, wurden 20 bestellt und geliefert.

„Bei der Feuerwehr gibt es jetzt kein Spielraum mehr fĂŒr Investitionen“, betonte der BĂŒrgermeister und ließ anklingen, dass er bei den Verantwortlichen seinen Unmut ĂŒber die zuviel bestellten Jacken geĂ€ußert habe.

Die Feuerwehr denke weit voraus, nach dem Motto: „Was ich hab-€ℱ, das hab-€ℱ ich“, kommentierte Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) ironisch das Verhalten der Leutershausener Wehr.

Matthias Dallinger (CDU) wollte wissen, ob bei der Anschaffung der Jacken auch berĂŒcksichtigt wurde, dass sich die beiden Wehren, Leutershausen und Großsachen, auf dem Weg einer Vereinigung befĂ€nden. Er hoffe nicht, dass die Jacken dann nicht mehr zu gebrauchen seien.

Mit „die beiden Wehren nĂ€hern sich mit großen Schritten an, es wird an einem Strang gezogen“, beruhigte BĂŒrgermeister Just die Bedenken des Gemeinderats Dallinger.

Der Beschlussvorschlag einer ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Ausgabe in Höhe von 4095,89 Euro wurde einstimmig angenommen. Gedeckt werden soll die Mehrausgabe durch Einsparung im Vermögenshaushalt in gleicher Höhe.

„Unsere KanĂ€le werden immer Ă€lter, genau wie wir“

Aufgrund des lang anhaltenden Winters 2009/2010 und der immer öfter auftretenden ExtremniederschlĂ€gen waren im Bereich Abwasserbeseitigung (Kanalnetzunterhaltung) vermehrt Reparaturen notwenig geworden. Die ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Ausgaben beliefen sich auf 39.000 Euro, so Just. Einstimmig wurden diese Ausgaben genehmigt. Die Finanzierung wird durch weniger Ausgaben im Bereich Straßen- und GebĂ€udeunterhaltung gedeckt.

„Diese Ausgaben sind wie das Wetter, nĂ€mlich unvorhersehbar“, sagte Dr. Jörg Boulanger (CDU).

„Unsere KanĂ€le werden immer Ă€lter, genau wie wir“, deshalb sollte man von vorneherein einen grĂ¶ĂŸeren Betrag im Haushalt einplanen, so Eva-Marie Pfefferle. Und erntete mit diesem Einwurf Lacher, aber auch Zustimmung.

Aus der nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 27. Juli 2010 gab BĂŒrgermeister Just bekannt, dass dem Erbbauvertrag mit den Partnern FWD Dossenheim, Evangelische Heimstiftung und dem Verein Postillon e.V. fĂŒr das Seniorenzentrum und die Kinderkrippe zugestimmt wurde.

Neben dem Antrag der GLH (wir berichteten) stellten die Freien WĂ€hler einen Antrag zur Errichtung einer weiteren Trainingshalle. Diese AntrĂ€ge nahm der BĂŒrgermeister zur Kenntnis.

JahreshauptĂŒbung: Feuerwehr Großsachsen rettet Menschen und bekĂ€mpft einen Brand

Guten Tag

Hirschberg, 22. September 2010. Am 18. September musste die Feuerwehr Großsachsen Menschen retten und einen Brand bekĂ€mpfen – bei der wahrscheinlich vorletzten JahreshauptĂŒbung ihrer Geschichte. WĂ€hrend AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger ins GebĂ€ude eindrangen, wurde ein verletztes Kind von außen ĂŒber eine Leiter gerettet.

Von Hardy Prothmann

Die JahreshauptĂŒbungen der Feuerwehr sind ein Show-Event fĂŒr die Bevölkerung: Ein Junge keucht ein leises Hilfe in die enge Gasse, geschminktes Blut im Gesicht. Einsatzleiter Peter Braun ruft zu dem Jungen hoch, er stellt Kontakt her, versucht Informationen zu bekommen. Im Hintergrund lĂ€uft die Rettungsmaschinerie. Der UnglĂŒcksort wird sondiert, SchlĂ€uche ausgerollt, Kupplungen und weitere SchlĂ€uche angeschlossen, das GebĂ€ude und mögliche „Angriffsstellen“ ausgekundschaftet. Acht AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger machen sich bereit, kontrollieren sich gegenseitig, bevor es zum Einsatz im GebĂ€ude kommt.

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Rettung eines verletzten Kindes aus sechs Metern Höhe ĂŒber eine Leiter.

Menschenrettung steht an erster Stelle.

Aus dem Haus quillt Rauch, wĂ€hrend sind Feuerwehrleute mit Atemschutz an der TĂŒr zu schaffen machen, sie aufhebeln und ins GebĂ€ude krabbeln – denn der Rauch und die grĂ¶ĂŸte Hitze sind meist ĂŒber ihnen, wenn es ganz „eng kommt“, robben die Kameraden am Boden entlang. Sie suchen das Feuer, noch mehr suchen sie Personen, die gerettet werden mĂŒssen.

Derweil steht Erwin Schollenberger, selbst GruppenfĂŒhrer und Mitglied im Beratenden Ausschuss der Wehr, draußen und moderiert fast fröhlich das Geschehen mit Handmikro und tragbarem Lautsprecher, holt sich die Zuschauer ran und erklĂ€rt den Einsatz im Detail.

Was die Wehr vorfĂŒhrt, die BekĂ€mpfung eines Brands, der aufgrund eines technischen Defekts ausgebrochen ist, die Rettung und Versorgung von Menschen (hier kommt das DRK zum Einsatz), die Suche nach weiteren Glutnestern, ist ein Szenario, das sich kein Mensch wĂŒnscht. Es geht um Leben und Tod – nicht nur fĂŒr die Opfer, auch fĂŒr die Feuerwehrleute, die ihr Leben riskieren. Zudem dĂŒrfte der Sachschaden im „Ernstfall“ immens sein.

Widrige UmstÀnde.

GeĂŒbt wird in der Gassse „Am MĂŒhlgraben 2“. Installateur Jörg Mayer, selbst Mitglied der Feuerwehr, hat das GebĂ€ude, dass er als Materiallager nutzt, zur VerfĂŒgung gestellt. „FĂŒr uns ist das ein sehr authentischer GlĂŒcksfall, weil wir solch eine Übung an bewohnten HĂ€usern in dieser Form nicht durchfĂŒhren könnten“, sagt Schollenberger auf Nachfrage.

Die UmstĂ€nde sind widrig, die Gasse eng, die Löschfahrzeuge (die Löschfahrzeuge 8/6 und 8 und das Tanklöschfahrzeug 16 sind im Einsatz) können nicht einfahren, deswegen werden von den Fahrzeugen SchlĂ€uche ausgerollt. Der Junge wird ĂŒber eine Handleiter gerettet.

Die AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger mĂŒssen unter höchsten körperlichen Anstrengungen ĂŒber die Leiter, um den Jungen zu retten, wĂ€hrend im GebĂ€ude die Kollegen per WĂ€rmebildkamera zuallerst nach weiteren Personen und natĂŒrlich nach den Brandquellen suchen.

Draußen dröhnt ein ĂŒberdimensionaler Ventilator, der den Rauch aus dem GebĂ€ude vertreibt.

Leider wenig Interesse der Bevölkerung.

Draußen schauen rund 40 „Zivilpersonen“ zu – ein wenig schade fĂŒr die Feuerwehr, die sich sicher mehr Interesse von den BĂŒrgerInnen gewĂŒnscht hĂ€tte.

Immerhin sind 26 KrÀfte der Feuerwehr im Einsatz, den heute Peter Braun leitet, und ein knappes Dutzend vom Deutschen Roten Kreuz. Dazu kommen Kameraden anderer Wehren, beispielsweise aus Schriesheim und Ladenburg.

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Dichter Rauch empfÀngt die Feuerwehrleute.

Erwin Schollenberger erklĂ€rt die Situation: „Die GruppenfĂŒhrer haben blaue Westen an, der Einsatzleiter eine gelbe. Über die Farben wird signalisiert, wer was zu sagen hat.“ Und das ist auch gut so, weil man kaum erkennen kann, wer hinter den Atemschutzmasken steckt. Die Leitung und Koordination des Einsatzes ist immens wichtig – mindestens so sehr wie das Vertrauen der Kameraden untereinander, wenn sie sich gegenseitig absichern. FeuerwehreinsĂ€tze sind absolute Teamarbeit.

Demonstrieren und lernen.

Die HauptĂŒbung ist ĂŒberwiegend als Demonstration der EinsatzfĂ€higkeit der Feuerwehr konzipiert, aber: „Wir lernen hier natĂŒrlich immer etwas dazu. Wie ist die Anfahrts- und Stellsituation fĂŒr die Fahrzeuge? Welche Schwerigkeiten treten auf? Stimmt die Koordination, sind alle an ihren PlĂ€tzen?“, erlĂ€utert Schollenberger den „ernsthaften“ Teil der Übung.

Weil der Termin im September immer schon ein wenig „ungĂŒnstig“ war – zuviele andere Termine ziehen Zuschauer ab – wird die nĂ€chste und dann wahrscheinlich letzte HauptĂŒbung der Freiwilligen Feuerwehr Großsachsen eventuell vor den Sommerferien 2011 stattfinden.

Ab 2012 gibt es die Feuerwehr Großsachsen nicht mehr. Sie wird dann mit der Feuerwehr Leutershausen zu einer gemeinsamen Freiwilligen Feuerwehr Hirschberg „fusioniert“ sein.

Viel Freude mit den Fotos:

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Hilfeleistungszentrum als Satzung beschlossen

Guten Tag!

Hirschberg, 28. Juli 2010. Der Hirschberger Gemeinderat hat heute einstimmig den Bebauungsplan fĂŒr das Hilfeleistungszentrum (HLZ) beschlossen.

Im Norden werden sich DRK und Bauhof befinden, im SĂŒden die Feuerwehr. Quelle: Gemeinde Hirschberg

Der Bebauungsplan fĂŒr das Hilfeleistungszentrum wird damit in KĂŒrze rechtskrĂ€ftig.

Drei ÄnderungsvorschlĂ€ge von TrĂ€gern öffentlicher Belange wurden eingearbeitet. BĂŒrgermeister Just wies in der Gemeinderatssitzung darauf hin, dass es sich um eine „zukunftsorientierte Lösung“ handle. So könnten Fotovoltaik- und Solaranlagen installiert werden.

Die GrundflĂ€chenzahl (GRZ) betrage 0,6 (60 Prozent des GelĂ€ndes werden ĂŒberbaut), die maximale Oberkante der GebĂ€ude betrage 8,70 Meter, der „Rettungs- und Schlauchturm“ werde 18 Meter hoch.

Der Gemeinderat nahm die AntrÀge einstimmig an.

Download: Plan des HLZ

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Hilfeleistungszentrum: Bebauungsplanentwurf gebilligt

Guten Tag!

Hirschberg, 27. April 2010. Der Hirschberger Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 27. April 2010 den Bebauungsplanentwurf fĂŒr das Hilfeleistungszentrum (HLZ) gebilligt.

Der Tagesordnungspunkt (TOP) 3 umfasste die AbwĂ€gung der Ergebnisse aus der frĂŒhzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden. Außerdem die Billigung des Bebauungsplanentwurfs, der örtlichen Bauvorschriften sowie deren Offenlagen.

DarĂŒber hinaus sollte der Änderungsentwurf des FlĂ€chennutzungsplanes 2015/2020 des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg-Mannheim gebilligt werden und die Offenlage beschlossen werden.

BĂŒrgermeister Just informierte weiter ĂŒber den Zukauf eines 2,5 Meter breiten Streifens im östlichen Teil des HLZ, um „besser agieren zu können“ und „um den GrĂŒnflĂ€chenanteil zu erweitern“. Die Kosten fĂŒr 382 Quadratmeter betrugen 21.244 Euro.

Außerdem wurden die bislang zwei FlurstĂŒcke in einem mit der Nummer 3636 zusammengefasst.

Der Gemeinderat stimmte allen AntrÀgen zu.

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„Hirschberg braucht Sie.“

Guten Tag!

Hirschberg, 14. Januar 2010. Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Großsachsen am 08. Januar 2009 gab es fĂŒr den Vorstand wenig Neues zu berichten. 2009 war ein eher ruhiges Jahr. 2010 wird das anders, die Feuerwehren Großsachsen und Leutershausen gehen zusammen und dafĂŒr gibt es viel zu tun.

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30 Feuerwehrleute wurden fĂŒr 100-prozentigen Einsatz geehrt. (Auf dem Foto sind es weniger, weil nicht alle anwesend waren.) Bild: hblog

„Die Jugendfeuerwehren beider Ortsteile werden sich ab diesem Jahr einmal im Monat zu gemeinsamen Übungen oder Gruppenabenden treffen“, sagte 1. Kommandant Heinrich Mayer. Leider habe sich auch dieses Jahr kein Jugendwart gefunden. 2009 ĂŒbernahm Jochen Dörsam kommissarisch diese Aufgabe, 2010 wird ebenfalls kommissarisch Stefan Raffel die Verantwortung ĂŒbernehmen.

Die beiden Wehren werden ihren „Sachverstand im baugegleitenden Ausschuss des Hilfeleistungszentrums eingringen“, sagte Mayer, der „viel Arbeit“ erwartet, bis es 2011 soweit sein wird. Das gemeisam erarbeitete Konzept habe aber bereits breite Zustimmung erfahren.

Bevor die beiden Wehren vereint sind, wird ab diesem Jahr im Herbst zum ersten Mal der Feuerwehrball gemeinsam ausgerichtet. Das ist auch gut so, denn der vergangene Ball hat den Großsachsenern einen Verlust von 800 Euro gebracht und dass, „obwohl die Leutershausener Kameraden die Bewirtung ĂŒbernommen hatten und dadurch den Verlust verminderten.“ Der Kassenwart wurde entlastet, knapp 2000 Euro befanden sich zum Kassenschluss am Jahresende 2009 darin.

Das ResĂŒme des 2. Kommandanten Peter Braun fĂŒr 2009 fiel vergleichsweise unspektakulĂ€r aus: „Es gab vier BrandeinsĂ€tze, vierzehn technische Hilfeleistungen sowie acht Mal einen Fehlalarm. Außerdem musste die Wehr drei Mal nach UnfĂ€llen auf der BAB5 Hilfe leisten. Mit den Kameraden aus Leutershausen gab es neun gemeinsame EinsĂ€tze im Gewerbepark und einmal unterstĂŒtzten die Großsachsener die Leutershausener bei einem Wohnungsbrand im November 2009. DarĂŒber hinaus stellte die Wehr zwölf Mal eine Feuersicherheitswache bei Veranstaltungen.“

Bei der JahreshauptĂŒbung habe die Wehr ihre Schlagkraft ĂŒberzeugend demonstriert, sagte Heinrich Mayer: „Die von Peter Braun konzipierte und geleitete Übung klappte hervorragend, ebenso die Zusammenarbeit mit dem DRK.“

GeĂŒbt wurde achtzehn Mal sowie sieben Übungen fĂŒr Sonderfunktionen wie AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger, Maschinist sowie Zug- und GruppenfĂŒhrer. Zwei Mal musste eine Übung unterbrochen werden, weil zum Einsatz gerufen wurde.

Neu in der aktiven Wehr sind Moritz Aleithe und Timo Kreis. Claus Kohl wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert, Jörg Mayer zum Oberbrandmeister. 30 Kameradinnen und Kameraden wurden fĂŒr ihren 100-prozentigen Einsatz bei den Übungen geehrt.

BĂŒrgermeister Manuel Just sagte vor den rund 60 anwesenden Feuerwehrleuten und GĂ€sten: „Die beiden gemeinsamen AusschĂŒsse haben den Zusammenschluss der Wehren sehr gut vorangebracht. Das Ergebnis ist so toll. Hirschberg wird eine der modernsten Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis bekommen und das ist gut so. Hirschberg braucht Sie.“

Mit dem Bau des neuen Hilfeleistungszentrums (HLZ) soll im Juni, spÀtestens Juli 2010 begonnen werden.

Die Großsachsener Feuerwehr hat 137 Mitglieder, davon 21 bei der Jugendfeuerwehr. Die Einsatzabteilung besteht aus 68 Mitgliedern, die Alters- und Reservemannschaft hat 48 Mitglieder.

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