Freitag, 07. Juni 2019

Antrag auf Weiterentwicklung der KDS zur Gemeinschaftsschule gescheitert

Betroffene bis aggressive AtmosphÀre

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Hirschberg/Heddesheim, 27. September 2013. (red) Der Schulzweckverband entwickelt die Karl-Drais-Haupt und Werkrealschule nicht zu einer Gemeinschaftsschule weiter. Ein entsprechender Antrag ist gestern durch ein Nein aus Hirschberg gescheitert. Die Ablehnung basiert auf dem BĂŒrgerentscheid zum Thema, der mit knapper Mehrheit die Weiterentwicklung abgelehnt hat. Dieses Votum der BĂŒrger wirkt wie ein Gemeinderatsbeschluss. Im Hirschberger Ratssaal herrschten abwechselnd betroffene Ruhe bis aggressive Töne. [Weiterlesen…]

Besichtigung des LernbĂŒros der Karl-Drais-Schule

Offenes Lernen und individuell fördern

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Hirschberg, 20. September 2013. (red/sw) In Hirschberg werden bekanntermaßen am Sonntag nicht nur die Mitglieder des Deutschen Bundestages gewählt, sondern auch darüber abgestimmt, ob die Karl-Drais-Schule (KDS) in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt werden soll. In den letzten Wochen wurde dieses Thema während etlicher Veranstaltungen, über die wir auch berichtet haben, kontrovers diskutiert. Gestern Abend konnten die Lernbüros und Klassenräume der Karl-Drais-Schule besichtigt werden. Schüler, Kollegium und Rektor standen für Fragen zur Verfügung. Unsere Autorin Susanne Warmuth schildet aus ihrer subjektiven Sicht ihren Eindruck.

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Informationsveranstaltung zur Gemeinschaftsschule Hirschberg / Heddesheim

WeiterfĂŒhrende Schule nur als Gemeinschaftsschule

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Leere Reihen zeigen wenig Interesse in der Bevölkerung – wird der BĂŒrgerentscheid am Quorum scheitern?

 

Hirschberg/Heddesheim, 13. September 2013. (red/sw) Die Aula der Karl-Drais-Schule Hirschberg hĂ€tte besser gefĂŒllt sein können. Nur 150 GĂ€ste waren gekommen, zieht man die Zahl der Hirschberger und Heddesheimer GemeinderĂ€te und anderer „befasster“ Personen ab – waren weniger als 100 BĂŒrger/innen gekommen. Hirschbergs BĂŒrgermeister Manuel Just und Schulleiter der Karl-Drais-Schule, Jens Drescher informierten ĂŒber das seit Monaten heiß diskutierte Thema „Soll die Karl-Drais-Schule eine Gemeinschaftsschule werden?“ und stellten sich gemeinsam den Fragen der Zuschauer. [Weiterlesen…]

Podiumsdiskussion anlĂ€sslich des BĂŒrgerentscheids

Zukunft der Karl-Drais-Schule

Hirschberg, 13. September 2013. (red/pm) Am 22. September können BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Gemeinde Hirschberg ĂŒber die Zukunft der Karl-Drais-Schule entscheiden. AnlĂ€sslich des BĂŒrgerentscheids bietet die Gemeinde eine Podiumsdiskussion an. [Weiterlesen…]

Schulhausbegehung am 19. September

Karl-Drais-Schule besichtigen

Hirschberg, 12. September 2013. (red/pm) Die Karl-Drais-Schule lĂ€dt alle Eltern und interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger am Donnerstag, 19. September, zu einer Schulhausbegehung mit Vorstellung des neuen LernbĂŒros durch Herrn Rektor Jens Drescher an den Standort Hirschberg ein. Treffpunkt und BegrĂŒssung ist um 17:00 Uhr in der Aula Hirschberg.

BroschĂŒre liegt dem Mitteilungsblatt bei

Information zum BĂŒrgerentscheid am 16. August

Hirschberg, 08. August 2013. (red) Die Gemeinde bereitet eine BroschĂŒre zum BĂŒrgerentscheid vor, die am 16. August dem Mitteilungsblatt beigelegt wird, wie die Verwaltung heute auf Anfrage bestĂ€tigt hat. Das Mitteilungsblatt wird an alle Haushalte verteilt werden. [Weiterlesen…]

Verweis auf Hemsbach und Wiesloch

Schulleitung weist Diffamierung zurĂŒck und fordert zum Dialog auf

Hirschberg/Heddesheim, 17. MĂ€rz 2013. (red/pm) Nach der Gemeinderatssitzung hat sich heute die Schulleitung bezĂŒglich der Weiterentwicklung der Karl-Drais-Schule zu einer Gemeinschaftsschule in einer schriftlichen Stellungnahme geĂ€ußert. Dabei wird deutlich Kritk an „sachfremden Äußerungen“ und „Diffamierungen“ geĂŒbt. Auch der Zeitraum von nur zwei Monaten ĂŒber die Sommerferien bis zum BĂŒrgerentscheid wird als zu kurz empfunden – hier wĂŒnscht sich die Schulleitung vergleichbare Moderationsprozesse wie in Hemsbach und Wiesloch. Die Schulleitung wirbt nach wie vor fĂŒr das Konzept und die Weiterentwicklung zur Gemeinschaftsschule (unseren Bericht zur Entscheidung im Gemeinderat finden Sie hier). [Weiterlesen…]

Zukunft es Schulstandorts Heddesheim/Hirschberg

Trend zur Gemeinschaftsschule?

Heddesheim/Hirschberg/Rhein-Neckar, 31.10.2012 (red/ld) Individualisiertes Lernen könnte die Zukunft fĂŒr den Schulstandort Heddesheim-Hirschberg sein. Die Gemeinden und die Eltern möchten die Schule vor Ort behalten. Angesichts der sinkenden SchĂŒlerzahlen in den Werkrealschulen ist aber fraglich, ob sie in dieser Schulform lange ĂŒberleben wird. Individuelles Lernen und die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule könnte eine Chance sein. Eltern und BĂŒrger sind skeptisch.

Von Lydia Dartsch

Der Trend der geschlossenen Werkrealschulen lĂ€sst sich nicht stoppen. Endrick Ebel vom Staatlichen Schulamt in Mannheim erklĂ€rt den etwa 40 Anwesenden am 24. Oktober in Heddesheim die Situation, wie sie ĂŒberall im Land anzutreffen ist:

Unsere Versuche, die Entwicklungen aufzuhalten oder umzukehren, sind gescheitert

Von ursprĂŒnglich 120 Werkrealschulen in der Rhein-Neckar-Region gibt es aktuell nur noch 80. Ebel spricht von einem Schulsterben (siehe Bericht vom 23.10.2012). Grund dafĂŒr ist zum Einen der demografische Wandel, durch den die SchĂŒlerzahlen seit 30 Jahren zurĂŒckgehen.

Zum anderen verstÀrkt die fehlende Grundschulempfehlung diesen Trend vor allem bei den Hauptschulen. Das Schulsystem entwickle sich von einem dreigliedrigen in ein zweigliedriges Schulsystem, hat Ebel beobachtet:

Es wird versucht, möglichst viele Abiturienten hervorzubringen.

So kĂ€men 35 Prozent der Abiturienten mittlerweile aus beruflichen Gymnasien, nachdem sie zuerst eine Realschule abgeschlossen hatten. Denn immer mehr Eltern meiden die Werkrealschulen: Der Ruf der Hauptschule und Zweifel an der GĂŒte der Mittleren Reife an einer Werkrealschule sind schuld daran. Zwar sollte es keinen Unterschied zwischen den Schultypen geben. Die Eltern erleben das aber anders und entscheiden sich deshalb lieber gleich fĂŒr die Realschule – oder das Gymnasium. In Heddesheim-Hirschberg gilt der Trend noch nicht. Herr Ebel befĂŒrchtet aber, dass es frĂŒher oder spĂ€ter auch die Karl-Drais-Schule treffen wird und sie geschlossen werden muss.

Lieber lÀnger gemeinsam lernen

Auch in Hirschberg gab es einen Informationsabend fĂŒr Eltern. BĂŒrgermeister Manuel Just sagte auf Anfrage, dass es ihm zuerst um die Einbindung der Eltern, SchĂŒler und Lehrer gehe. Er sei fĂŒr alle Möglichkeiten offen, also einerseits eine Gemeinschaftsschule mit Heddesheim, aber auch ohne die Nachbargemeinde. Und es könne sich auch herausstellen, dass nur noch die Grundschule in Hirschberg verbleibt: „Wir mĂŒssen alle Optionen vernĂŒnftig prĂŒfen.“ Aus seiner Sicht sei eine Gemeinschaftsschule sinnvoll, aber nicht um jeden Preis und nicht ohne solide Zukunftsaussichten. FĂŒr eine Gemeinschaftsschule mĂŒsse ein zuverlĂ€ssiges pĂ€dagogisches Konzept erarbeitet werden, eine MindestschĂŒlerzahl sei Voraussetzung. Der Vorteil seien das lĂ€ngere gemeinsame Lernen und ein Schulstandort vor Ort. An einer Gemeinschaftsschule könnten auch FĂ€cher wie Latein unterrichtet werden.
Durch den Wegfall der Grundschulempfehlung habe sich die Situation grundlegend verĂ€ndert, zur Zeit gebe es gerade noch genug SchĂŒler – aber die Tendenz sei klar, die SchĂŒlerzahlen werden schon in den kommenden Schuljahren nicht mehr fĂŒr eine Werkrealschule reichen. In Hirschberg nahmen rund 50 Personen an der Informationsveranstaltung teil.

Eine Gemeinschaftsschule könnte den Schulstandort Hirschberg-Heddesheim sichern, schlĂ€gt Ebel vor und berichtet aus seiner Erfahrung, dass die 42 Gemeinschaftsschulen in Baden-WĂŒrttemberg gerade einen SchĂŒlerzulauf erleben. Eine Karl-Drais-Gemeinschaftsschule wĂŒrde bedeuten, dass die Kinder entweder ab der ersten oder der fĂŒnften Klasse bis zur zehnten Klasse zusammen auf die Schule gehen, ohne Unterschied ihres Lernniveaus. FĂŒr die SchĂŒler in Heddesheim-Hirschberg hieße das, sie könnten dann weiter in den Gemeinden auf die weiterfĂŒhrenden Schulen gehen, ungeachtet ob sie Abitur, Mittlere Reife oder den Hauptschulabschluss machen.

Jedes Kind soll den bestmöglichen Abschluss erreichen, findet Ebel. Zwar gibt es weder Noten, noch bleiben Kinder sitzen. Es finden aber Leistungskontrollen statt, um festzustellen, wie schnell die SchĂŒler in dem jeweiligen Fach vorankommen. Entsprechend ihrer Leistungen wĂŒrden sie dann gefördert und sich in den letzten Schuljahren gezielt auf einen Abschluss vorbereiten. Nach der zehnten Klasse wechseln die AbiturschĂŒler in die zehnte Klasse des Gymnasiums und machen dort ihr (neunjĂ€hriges) Abitur.

Lieber lernen durch Erfolgserlebnisse

Alle SchĂŒler werden individuell gefördert. Sie gehen gemeinsam in eine Klasse ungeachtet ihres Lernniveaus. Rektor Jens Drescher hat auch schon eine Idee, wie das aussehen könnte. So hat er sich Anregung von der Schule BĂŒrglen, in der Schweiz, geholt, die ihre SchĂŒler seit einiger Zeit in LernbĂŒros unterrichtet. Der Film „Individualisierung – das Geheimnis erfolgreicher Schulen“ von Reinhard Karl zeigt wie es dort zugeht: Dort werden die SchĂŒler angeleitet, selbstĂ€ndig zu lernen, ohne den traditionellen Frontalunterricht.

Wer Fragen hat, kann Lehrer ansprechen oder MitschĂŒler und sich den Stoff erklĂ€ren lassen. In dieser „Lernlandschaft“, wie es die Schule nennt, arbeiten 64 SchĂŒler und 4 Lehrer gemeinsam an dem Stoff. Die Lehrer im Film zeigen sich begeistert, die Kinder lernten SelbstĂ€ndigkeit und kĂ€men mit der ArbeitsatmosphĂ€re gut klar. Es gebe weniger Störer und auch außerhalb der Schule weniger Randalierer.

Ein LernbĂŒro gibt es auch schon an der Karl-Drais-Schule. Er habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht, erklĂ€rt Rektor Drescher und erklĂ€rt die Idee dahinter. Das bestehende System frustriere die SchĂŒler. Jeder SchĂŒler habe in der gleichen Zeit den gleichen Stoff zu lernen, sonst bleibt er sitzen und muss schließlich ein Schulniveau nach unten wechseln. Das GefĂŒhl, an dem Lernstoff und der Schule zu versagen, frustriere und macht ihnen keine Lust, zu lernen. Außerdem vernachlĂ€ssige das bestehende System, dass SchĂŒler unterschiedliche FĂ€cher unterschiedlich schnell lernen:

Das Kind kommt beispielsweise in Englisch gut mit, hat aber Schwierigkeiten in Mathe.

Die Kinder haben Erfolgserlebnisse in der Gemeinschaftsschule und sieht Rektor Drescher eine bessere Chance – fĂŒr alle SchĂŒler:

Lernen funktioniert nur durch Erfolg.

Das stĂ€rke das SelbstwertgefĂŒhl der SchĂŒler und ihre Motivation in die Schule zu gehen. Erste Schritte habe er bereits gemacht sagt er und zeigt sich begeistert von seinen Erfahrungen mit dem LernbĂŒro. Darin plane jeder SchĂŒler seine Lernziele individuell mit den Lehrern. Gleichzeitig finde eine kontinuierliche Elternberatung statt, in der die Lehrer RĂŒckmeldung ĂŒber die individuelle Lern- und Leistungsentwicklung ihrer SchĂŒler geben.

Versuchslabor Kind?

Gemurmel ist aus den Reihen der Eltern zu hören, als Drescher und Ebel vorschlagen, die Karl-Drais-Schule zur Gemeinschaftsschule umzuwandeln, mit Grundschule oder ohne. „Versuchslabor Kind“, ist als Kommentar zu hören. Die Anwesenden fragen nach:

  • Wie ist es mit der Lehrerausbildung?
  • Welche Lehrer unterrichten?
  • Richtet sich die Lehrerabdeckung nach den Grundschulepfehlungen?
  • Gibt es dann eine Bestandsgarantie fĂŒr die Gemeindeschule?
  • Was sind die Alternativen?

„Alles andere ist besser als so, wie es jetzt ist. Ich weiß nicht, wie sie es umsetzen wollen“, sagt Andrea Robers, ElternbeirĂ€tin. Eine andere Mutter ist begeistert:

Ich sehe das als Chance. Ich bin ein großer Freund von gemeinsamen Lernen.

Aber auch skeptische Stimmen sind zu hören: „Wir brauchen noch mehr Informationen. Wir können uns das kaum vorstellen, wie das funktioniert“, findet eine Besucherin und eine andere berichtet:

Mein Enkel macht gar nichts selbstÀndig. Den muss man immer erst anschubsen, damit er was macht.

Die Werkrealschule ist „angezĂ€hlt“

Es mĂŒssen Lehrer aller Schulen an einer solchen Gemeinschaftsschule unterrichten, antwortet Ebel. Um den Bedarf an Lehrern zu decken, wĂŒrden Stellen ausgeschrieben und die bestehenden Lehrer könnten in Fortbildungen an der neuen Lehrmethode ausgebildet werden. Bisher seien die Reaktionen von Lehrern und Eltern auf den Vorschlag gemischt, berichtet Drescher. FĂŒr die Option, an dem bestehenden festzuhalten, sieht Ebel aber keine Zukunft:

Wenn genĂŒgend SchĂŒler angemeldet werden, geht das. Noch ist das zwar der Fall. Aber meine Erfahrung zeigt, das hat keinen Sinn.

Eine Entscheidung ob die Gemeinschaftsschule kommt, soll es erst im Herbst 2013 geben. „Um die weiterfĂŒhrenden Schulen am Ort zu behalten, muss man sich frĂŒh auf den Weg machen, um ein Alleinstellungsmerkmal zu haben“, erklĂ€rt Ebel. Dazu mĂŒssen sich Eltern, Lehrer und die Stadt zuerst einigen und einen Antrag fĂŒr die Gemeinschaftsschule stellen. Dann brauche es etwa zwei Jahre Entwicklungszeit.

Im November soll daher zunĂ€chst eine Besichtigungsfahrt an eine bestehende Gemeinschaftsschule stattfinden. Im FrĂŒhjahr 2013 soll die Diskussion dann in die heiße Phase ĂŒbergehen und im Herbst zu einer Entscheidung aller Beteiligten fĂŒhren. Rektor Drescher hofft auf die Gemeinschaftsschule und auf Leben in den SchulgĂ€ngen:

Es tat mir als Schulleiter weh, als ich vor den Sommerferien durch die GÀnge gelaufen bin, und diese gÀhnende Leere gesehen habe.

"Die Karl-Drais-Schule ist auf einem sehr guten Weg!"

Karl-Drais-Schule geht Bildungspartnerschaft mit Edeka SĂŒdwest ein

Erste Reihe (v.l.n.r.): Konrektor Robert Rodenberg, Rektor Jens Drescher, Thomas JĂ€ger (Edeka SĂŒdwest), Michaela Fiethen (Edeka SĂŒdwest), Harald Töltl (IHK Rhein-Neckar), BĂŒrgermeister Manuel Just (Hirschberg) und BĂŒrgermeister Michael Kessler (Heddesheim).

 

Hirschberg, 03. Februar 2012. (red) Die Karl-Drais-Schule ging am 01. Februar 2012 ihren dritten Kooperationsvertrag fĂŒr eine Bildungspartnerschaft ein. Nach der Daimler AG und der evangelischen Heimstiftung beteiligt sich nun Edeka SĂŒdwest an dem Programm zur UnterstĂŒtzung der Berufsfindung junger Menschen. [Weiterlesen…]

85 NamensvorschlĂ€ge fĂŒr die gemeinsame Werkrealsschule


Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 14. Dezember 2010. (pm) Insgesamt 85 VorschlĂ€ge wie die gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim heißen soll, sind bei den Gemeinden und der Schule eingegangen. Nun muss eine Auswahl getroffen werden, wie die Schule mitteilt.

Information der Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim:

„Aus dem Wettbewerb zur Schulnamensfindung sind am Ende 85 VorschlĂ€ge eingegangen.
Diese kamen aus SchĂŒler- und Elternkreisen, zum Großteil aber auch aus der Bevölkerung.

Die eingegangen NamensvorschlĂ€ge sind am 10. Dezember in einer ersten internen Runde (BĂŒrgermeister Just und Kessler, Hauptamtsleiter Christof und GĂ€nshirt, Rektor Drescher) gesichtet worden.

Aus allen VorschlĂ€gen wurden fĂŒnf als Empfehlung fĂŒr die weiteren Gremien prĂ€feriert.

Um die weitere Diskussion offen zu halten, bitten wir jedoch um VerstÀndnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Namensnennungen erfolgen.
Es wurde in erster Runde großer Wert darauf gelegt, nicht „im stillen KĂ€mmerlein“ ĂŒber den kĂŒnftigen Namen zu entscheiden, sondern alle mitzunehmen, damit letztendlich alle Beteiligten hinter dem Namen stehen.

Im weiteren Verlauf werden daher nun SMV, Elternbeirat, Gesamtlehrerkonferenz (GLK) und Schulkonferenz ALLE VorschlĂ€ge sichten und ĂŒber die Empfehlungen entscheiden.

Die Ergebnisse aus den Schulgremien gehen anschliessend in die GemeinderĂ€te beider Gemeinden, die in nicht öffentlicher Sitzung Ende Januar darĂŒber beraten.
Die abschliessende Beschlussfassung obliegt dem Schulzweckverband (voraussichtlich im Februar).“

Download:
Die Liste mit den 85 VorschlÀgen.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Werkrealschule ruft zum Namenswettbewerb auf

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 20. Oktober 2010. Die TrÀger des Schulzweckverbands Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim sowie der kommissarische Schulleiter Jens Drescher rufen die Bevölkerung auf, sich bei der Namensgebung mit einzubringen. Gesucht wird auch ein neues Schullogo.

Wie soll die gemeinsame Werkrealschule heißen? Bild: privat

Information des Schulzweckverbands:

„Geben Sie unserer Schule einen Namen!

Die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim sucht einen neuen gemeinsamen Namen und ein neues Schullogo.

Deshalb brauchen wir Sie und Ihre Ideen! Die 3 jeweils besten VorschlÀge erhalten einen Einkaufsgutschein!

Bitte senden Sie Ihre Ideen an den SchultrĂ€ger, den Schulzweckverband Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim: Email (gemeinde@heddesheim.de oder gemeinde@hirschberg-bergstrasse.de) oder per Post (Schulzweckverband Grund – und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim, Fritz-Kessler-Platz, 68542 Heddesheim bzw. Gemeinde Hirschberg, Großsachsener Straße 14, 69493 Hirschberg). Sie können Ihre VorschlĂ€ge natĂŒrlich auch direkt bei einer der Schulen abgeben.

Einsendeschluss ist Freitag, der 26.11.2010.

Die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim ist eine allgemeinbildende Schule an zwei Standorten (ehemalige Martin-Stöhr-GHWRS in Hirschberg und ehemalige Johannes-Kepler-HWRS in Heddesheim) und wird von ca. 400 SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern besucht. Sie hat ein engagiertes und kompetentes Team von ĂŒber 60 LehrkrĂ€ften und Mitarbeitern, die gemeinsam das Lernen und Leben fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler gestalten. Sie stĂ€rkt die Mitarbeit der Eltern als weiteren wichtigen Baustein der gemeinsamen Arbeit.

Die HWRS bietet ein offenes Ganztagesangebot als wesentlichen Schritt zu einem neuen VerstĂ€ndnis von Schule als Lern- und Lebensraum in ĂŒber 40 Arbeitsgemeinschaften aus verschiedensten Bereichen (Kunst, Sport, Naturwissenschaften, Musik, Computer, Sprachen, Heimatkunde-۩) und bei der individuellen Förderung sind derzeit ĂŒber 150 Grund- und WerkrealschĂŒler-Innen auch nachmittags in der Schule und gestalten hier einen wichtigen Teil ihrer Freizeit.

Von dieser hochwertigen außerunterrichtlichen Bildung profitieren auch die RegelschĂŒlerInnen in vielfĂ€ltiger Weise. Eines der wesentlichen Aufgabenfelder fĂŒr die neue Werkrealschule ist neben der individuellen Förderung der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Übergang von der Schule in das Berufsleben.

Hier stehen wichtige Kooperationspartner (beispielsweise die Daimler AG, die Arbeitsagentur, Job Central, die Industrie- und Handelskammer und viele weitere Betriebe und Unternehmen) zur Seite und unterstĂŒtzen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Werkrealschule ohne Namen startet unter „kommissarischer“ Leitung

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 10. September 2010. Heute ist der letzte Ferientag – nach dem Wochenende beginnt in Baden-WĂŒrttemberg wieder die Schulzeit. In Heddesheim und Hirschberg gibt es seit dem 01. August 2010 eine gemeinsame Werkrealschule – doch der fehlt auf absehbare Zeit eine „offizielle“ Leitung – Jens Drescher bleibt vorerst der kommissarische Leiter, obwohl schon feststeht, dass er der offizielle Leiter werden wird.

Von Hardy Prothmann

Wenn am Montag die neue gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim ihren Schulbetrieb aufnimmt, steht sie nur unter kommissarischer Leitung durch Jens Drescher.

Statt eines Aufbruchssignals, dass hier tatsÀchlich eine hoffnungs- und wirkungsvolle Schulreform greift, beginnen die vormals selbststÀndigen Schulen (Martin-Stöhr und Johannes-Kepler) mit einem Provisorium.

Das ist entwĂŒrdigend fĂŒr den engagierten jungen Rektor Drescher, fĂŒr die Eltern und fĂŒr die SchĂŒlerInnen, denen bessere Ausbildungschancen versprochen werden, fĂŒr die die Verwaltungsapparate aber auch nicht den Hauch eines emotionalen VerantwortungsgefĂŒhls entwickeln, von dem doch so oft betont wird, dass es gerade fĂŒr diese SchĂŒlerInnen von so großer Bedeutung wĂ€re.

Jens Drescher, der „alte“ Rektor der Hirschberger Martin-Stöhr-Schule, ist seit Wochen schon kommissarischer Leiter der Schule ohne Namen, die aber die gemeinsame Hauptschule mit Werkrealschule der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim ist.

Was die BĂŒrgermeister Michael Kessler (Heddesheim) und Manuel Just (Hirschberg) und der StaatssekretĂ€r Georg Wacker (CDU) gerne als „Erfolg“ feiern, ist eine improvisierte Geschichte.

Die Schule hat keinen Namen und keinen festen Leiter. Es geht ja auch nur um HauptschĂŒlerInnen.

Das ist entwĂŒrdigend. Noch mehr, dass ein „Schulrat“ Daniel Hager-Mann, zustĂ€ndig beim Mannheimer Schulamt, ganz selbstverstĂ€ndlich erklĂ€rt, dass der Prozess im Gang sei, es viele Verwaltungsinstanzen gĂ€be und voraussichtlich in diesem Jahr noch, aber nicht sicher, das Verfahren abgeschlossen werde.

Noch entwĂŒrdigender ist, dass GerĂŒchte kolportieren, dass erst mit der offiziellen Ernennung des neuen Schulleiters entsprechende GehĂ€lter bezahlt wĂŒrden. Ob das stimmt, ob hier „gespart“ wird, konnten wir nicht ausrecherchieren. Wenn es kein Demmenti gibt, wird das GerĂŒcht wohl zutreffen.

UnabhĂ€ngig davon startet die neue Werkrealschule als Provisorium. Schulleitung, Lehrer, SchĂŒler, Eltern – alle leiden darunter. Es gibt kein hoffnungsvolles Zeichen eines Neustarts, keine Aufbruchstimmung, noch nicht mal den Versuch eines guten Willens. Sondern nur „juristische Fragen“, Verfahren und blöde Nachfragen, was denn eigentlich das Problem sei, denn es gehe doch alles seinen Gang.

„Unser Interesse ist der geordnete Betrieb des Schulbeginns“, hört man aus dem Schulamt. „Das war zu keinem Zeitpunkt unklar.“

Wann erfahren die SchĂŒlerInnen und deren Eltern, wer sie leitet? „Wenn die Verfahren abgeschlossen sind“, sagt Herr Hager-Mann.

Ist das die Botschaft an die SchĂŒlerInnen? „Abgeschlossene oder nicht abgeschlossene Verfahren zu sein?“

Das ist unwĂŒrdig. Aber es passt zur Schulpolitik des Landes Baden-WĂŒrttemberg, die gerne die vergisst, die am meisten Förderung brauchen.

Auch die Belastung der LehrerInnen ist enorm – dabei mĂŒssen gerade diese mehr leisten und aushalten als ihre Kollegen an anderen Schulen.

Am Montag startet die neue, gemeinsame Hauptschule mit Werkrealschule. Auch, wenn es noch nicht offiziell ist: Der Schulleiter heißt Jens Drescher. Man darf ihm und seinem Kollegium in Hirschberg und Heddesheim nur alles Gute wĂŒnschen, denn alles Gute bekommen sie nicht von der Politik. Weder aus Hirschberg noch aus Heddesheim, noch aus Mannheim, noch aus Karlsruhe, noch aus Stuttgart.

Die Schulleiterin der Johannes-Kepler-Grundschule heißt Hiltrud Rudolf.

Allen gemeinsam ist, dass alles Gute von ihrem Engagement abhÀngt.

Viel Kraft dafĂŒr.

Denn wie soll man am Montag die SchĂŒlerInnen begrĂŒĂŸen?

„Herzlich willkommen in der Schule ohne Namen unter kommissarischer Leitung bis die Verfahren abgeschlossen sind?“

DarĂŒber machen sich weder das Schulamt in Mannheim, noch die hohe Politik in Stuttgart, noch die BĂŒrgermeisterĂ€mter in Heddesheim und Hirschberg Gedanken.

Hauptsache, die Schule startet geregelt.

Schulische Chancengleichheit? SPD-Diskussion ĂŒber Bildung

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 10. Juni 2010. Die Frage ist spannend: „Bieten unsere Schulen wirklich Chancengleichheit?“, fragen die OrtsverbĂ€nde aus Heddesheim und Hirschberg heute Abend in Heddesheim. Dazu gibt es VortrĂ€ge und eine Diskussion ab 20:00 Uhr im „Pflug“.

Information der SPD Rhein-Neckar:

„Die SPD-Heddesheim und die SPD-Hirschberg laden zu einer gemeinsamen Veranstaltung am

Donnerstag, den 10. Juni 2010, 20.00 Uhr im BĂŒrgerhaus/ Pflug in Heddesheim ein.

Das Thema des Abends lautet

„Bieten unsere Schulen wirklich Chancengleichheit?
Entwicklungsmöglichkeiten zu besserer Bildung“

Dabei werden vier KurzvortrÀge gehalten, zu denen die Referenten

  • Jens Drescher, Rektor der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Hirschberg,
  • Hans-JĂŒrgen Krieger, Realschulrektor a.D. Schriesheim,
  • Hildegard Klenk, Vorsitzende der GEW Nordbaden und
  • Gerhard Kleinböck, Landtagsabgeordneter von Baden-WĂŒrttemberg zur VerfĂŒgung stehen.

Auch die VerĂ€nderungen im Zuge der EinfĂŒhrung der Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim sollen dabei angesprochen werden. Den VortrĂ€gen schließt sich eine Diskussion an mit der Möglichkeit, weitere Informationen zu erhalten und Fragen an die Referenten zu stellen.

Zu dieser öffentlichen Veranstaltung sind alle an Schule und Bildung interessierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger willkommen.“

GĂ€ste sind natĂŒrlich willkommen.

Siehe Terminkalender.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Drescher oder Rudolf? – MM blĂ€st zum Halali

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 27. Februar 2010. Die beiden BĂŒrgermeister Manuel Just und Michael Kessler sowie die jeweiligen Mehrheiten der GemeinderĂ€te haben einen „modifizierten“ Antrag auf eine „Werkrealschule neuen Typs“ auf den Weg gebracht. Damit mĂŒssen die Stellen der Schulrektoren neu ausgeschrieben werden. Der Mannheimer Morgen blĂ€st zum Halali.

Kommentar: Hardy Prothmann

Der Artikel ist kurz und knapp – und formuliert doch eine Entscheidung: Es kann nur einen geben. Durch die gemeinsame Werkrealschule der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim wird ein Rektorenteam ĂŒberflĂŒssig.

Der Mannheimer Morgen (MM) hat bei den Schulleitern „am Rande“ Erkundigungen eingezogen – also gewissermaßen „recherchiert“ oder sich auch „rangeschlichen“ – wie man das auch immer interpretieren will.

TatsÀchlich macht der MM etwas anderes: Der Bericht bringt die beiden PÀdagogen Jens Drescher (Hirschberg) und Hiltrud Rudolf (Heddesheim) in eine Konkurrenzsituation und folgt damit der politischen Logik. Wie immer.

Wer den Kampf gewonnen hat, lĂ€sst sich schon aus der Überschrift erahnen: „Rektor Drescher will sich bewerben“. Oder spĂ€testens beim Blick auf das Foto. Das zeigt Herrn Drescher – ein Foto von Frau Rudolf gibt es nicht.

Herr Drescher, also der, der kandidieren will, ist ausweislich der Klammer „(34)“ 34 Jahre alt. Frau Rudolf ist Ă€lter – auf eine Altersangabe verzichtet der MM. WĂ€hrend sich Drescher bewerben will, „mochte sich Frau Rudolf nicht zu ihren PlĂ€nen Ă€ußern“.

Was soll das? Soll hier „Spannung“ erzeugt werden? Über ein Personenkarussell?

Das heddesheimblog hat bereits am 18. Februar 2010 die „Entscheidungsfrage“ aufgegriffen – allerdings mit einer klaren EinschĂ€tzung und nicht mit einer perfiden Andeutung. Dazu mussten wir weder Herrn Drescher fragen, noch Frau Rudolf.

Durch die Entscheidung der Gemeinden war klar, dass eine Schulleitung weichen muss. Es war auch klar, dass sich ein junger Mann wie Herr Drescher selbstverstĂ€ndlich bewerben wird. Es ist auch klar, dass sich eine verdiente Schulleiterin wie Frau Rudolf nicht zu einer solch plumpen Anfrage Ă€ußern wĂŒrde.

Das hat sie ihrem Kollegen Drescher voraus – Erfahrung.

Herr Drescher wiederum ist sein Ehrgeiz ĂŒberhaupt nicht vorzuwerfen. Es ist absolut legitim, sich derart zu Ă€ußern. Die Frage ist, ob man diese Frage, die auf der Hand liegt, an die Personen stellen muss.

Was die BĂŒrgermeister als gute Lösung verkauft haben und was vom Gemeinderat in aller Verantwortlichkeit entschieden wurde, dokumentiert der MM jetzt als Konkurrenz zwei Schulleiter, die sich diesen „Kampf um die FĂŒhrung“ nicht ausgesucht haben, sondern durch die Verantwortlichen in diese Situation gedrĂ€ngt wurden.

Schön ist das fĂŒr keinen der beiden – schon gar nicht, wenn der MM sich dieses „Themas“ in dieser Art „annimmt“.

Vergessen hat der MM zu berichten, dass Herr Drescher sich bewerben will und kann – aber durchaus auch noch andere potenzielle Schulleiter. Das wĂ€re dann noch eine Story wert.

Die Werkrealschule der Politik zeigt nun ihre Auswirkungen.

Lesetipp: „Rudi macht nicht mehr mit“

Anmerkung der Redaktion: „MM“ steht auch fĂŒr die Weinheimer Nachrichten, „wn“. Die Redaktionen der beiden Zeitungen tauschen Artikel aus – um sich gegenseitig „auszuhelfen“.
Beide Zeitungen veröffentlichen aber auch durchaus „originĂ€re StĂŒcke„.

Was vom Antrag ĂŒbrig bleibt – die Werkrealschule der Politik

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 18. Februar 2010. Der ursprĂŒngliche Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule ist gescheitert. Das „macht nichts“, denn ein „Alternativantrag“ soll die „Lösung“ sein.

Kommentar: Hardy Prothmann

Es geht um das „Wohl unserer SchĂŒler“. An dieser Aussage ließen die BĂŒrgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Michael Kessler (Heddesheim) keinen Zweifel.

Kein Zweifel? Von wegen.

Das Konzept der Werkrealschule an sich ist verzweifelt.

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Michael Kessler, Georg Wacker, Manuel Just finden "Alternativlösung". Bild: hblog

Nur Baden-WĂŒrttemberg und Bayern leisten sich dieses Konzept, wĂ€hrend schon zehn andere der sechzehn BundeslĂ€nder die Hauptschule abgeschafft haben oder dabei sind, diese abzuschaffen.

In Stuttgart wird eine Kirchturmpolitik gemacht, die mit den „ZustĂ€nden“ vor Ort, mit dem Zustand der Hauptschule an sich nichts zu tun hat. Die Werkrealschule ist eine „Zwischenlösung“ auf dem Weg zur Abschaffung der Hauptschule und von Motiven getrieben, denen ganz sicher das „Wohl der SchĂŒler“ egal ist. Es geht darum, was diese „kosten“.

Das Konzept ist, dass alles noch nicht geregelt ist.

Wenn StaatssekretĂ€r Georg Wacker (CDU) etwas von „pĂ€dagogischen Konzepten“ in diesem Zusammenhang erlĂ€utert, darf man mit Fug und Recht behaupten, dass er „schwĂ€tzt“.

Denn mit den Konzepten ist es nicht weit her.

Das Gesetz zu dieser „Schulreform“ wurde im Hauruck-Verfahren von der Landesregierung gegen die Empfehlungen der Lehrer und Eltern durchgedrĂŒckt. Die Vorsitzende des Landeselternbeirats Christiane Staab (CDU) ist zusammen mit ihrer Stellvertreterin Sylvia Wiegert aus „Entsetzen“ ĂŒber die Schulpolitik am 20. Januar 2010 von ihrem Amt zurĂŒckgetreten.

Konzepte? Bis heute liegen keine LehrplĂ€ne fĂŒr diese ach-so-tolle Werkrealschule „neuen Typs“ vor. Erst in einigen Wochen wird das der Fall sein: „Die Schulen und Lehrer haben dann ausreichend Zeit, sich darauf einzustellen“, sagt StaatssekretĂ€r Wacker und tut so, als liefe alles wie am SchnĂŒrchen.

Hautpsache „gesetzeskonform“.

Das tut es aber nicht. Die AlternativNotlösung Hirschberg-Heddesheim ist ein erstklassiges Beispiel.

Auf der Pressekonferenz wird eine „gesetzeskonforme“ Lösung prĂ€sentiert. BĂŒrgermeister Manuel Just machte keinen Hehl daraus, dass man aus der misslichen Lage das Beste machen wollte (erster Antrag) und das Bestmögliche nun beantragen wolle (Alternativantrag).

Kommende Woche wird die zweitbeste aller schlechten Lösungen nun durchgeboxt. Am Montag wird der Hirschberger Elternbeirat in Kenntnis gesetzt, am Dienstag soll der Gemeinderat den neuen Antrag abnicken, am Mittwoch wird der Heddesheimer Elternbeirat in Kenntnis gesetzt, am Donnerstag soll der dortige Gemeinderat nicken.

FĂŒr die beiden Schulen, die dann kĂŒnftig eine sein werden, wird die Schulleitung neu ausgeschrieben. Voraussichtlich wird Jens Drescher, der Leiter der Martin-Stöhr-Schule der neue Leiter der gemeinsamen Werkrealschule – es könnte aber auch jemand anderes werden. Die Heddesheimer Rektorin Hiltrud Rudolf wird sich voraussichtlich der Lage beugen und Leiterin einer Johannes-Kepler-Grundschule werden.

Doch auch das ist noch nicht geregelt – voraussichtlich wird die gemeinsame Werkrealschule zum kommenden Schuljahr 2010/11 starten und noch beide Schulleitungen im Amt haben.

Dringende Probleme

Ein neuer Name wird bis dahin auch noch nicht gefunden haben, denn „es gibt dringendere Probleme“ zu lösen, wie BĂŒrgermeister Manuel Just sagt.

Beispielsweise die Organisation der verteilten Schule: Wer, wann, wo und wie sind die bislang ungelösten Fragen zum Einsatz der Lehrer.

Auch der Transport der SchĂŒler ist noch nicht geregelt. Wie schön, dass das „die ZehntklĂ€ssler nicht betrifft“, wie BĂŒrgermeister Michael Kessler sagt, „die können wie bisher auch mit dem normalen ÖPNV fahren“.

Vier Klassenzimmer stehen kĂŒnftig in Hirschberg oder in Heddesheim leer. Was macht man damit? BĂŒrgermeister Kessler sagt allen Ernstes: „Die könnte man dann beispielsweise renovieren. Oder so.“

„Oder so“ also.

Die „Werkrealschule der Politik“ fĂŒhrt dazu, dass „zwei starke Hauptschulen“ in ein zweifelhaftes Abenteuer mit unbekanntem Ausgang gestĂŒrzt werden.

Der vom StaatssekretĂ€r hoch gelobte „mittlere Bildungsabschluss“ der Werkrealschule, der angeblich dem Realschulabschluss „gleichwertig“ sein soll, ist in den NachbarlĂ€ndern Rheinland-Pfalz und Hessen unbekannt und dementsprechend nichts wert.

Ein guter Abschluss?

Darauf angesprochen sagt Herr Wacker: „Die Kultusministerkonferenz hat diesen Abschluss quasi „zertifiziert“. Hier in Baden-WĂŒrttemberg wurde uns versichert, dass dies ein guter Abschluss ist.“

Ein guter Abschluss also? Das wird sich in der Praxis zeigen mĂŒssen. Aus Sicht der Lehrer handelt es sich um einen Etikettenschwindel.

Die Schulnote fĂŒr die „Schulreform“ und die Hirschberger-Heddesheimer-Lösung hingegen steht fest: Sie ist mangelbehaftet. Ebenso wie die „Einbeziehung“ der SchĂŒler, Eltern und des Elternbeirats – was kommende Woche passieren wird, hat nichts mit „Einbeziehung“ zu tun, sondern nur mit „Durchboxen“.

Die Alternativlösung ist eine Lösung ohne Alternative.

Link:
Stuttgarter Zeitung – „Eines Tages musste er ein Ventil öffnen, weil es ihn sonst verrissen hĂ€tte.“

Gemeinsame Werkrealschule: Der „Alternativantrag“

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 18. Februar 2010. Der ursprĂŒngliche Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim hatte politisch keine Chance. Ein Alternativantrag soll genehmigungsfĂ€hig sein.

Der Alternativantrag fĂŒr eine gemeinsame Werkrealschule sieht vor, dass bereits zum kommenden Schuljahr die Klassen 5-7 der Hauptschulen Heddesheim-Hirschberg einzĂŒgig (also nur mit einer Klasse in der Stufe) vor Ort unterrichtet werden (siehe unseren Bericht „Letzte Verhandlungen zur Werkrealschule).

Die Klassen 8-9 werden zweizĂŒgig an wechselnden Standorten unterrichtet. Die Klasse 10 wird dort absolviert, so zuletzt die Klasse 9 stattgefunden hat.

Auf einer Pressekonferenz in Hirschberg erlĂ€uterten die BĂŒrgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Michael Kessler (Heddesheim) sowie Staatsminister Georg Wacker (CDU), dass der gemeinsame Schulstandort Hirschberg sein soll. Heddesheim soll als „Ausgleich“ Standort eines noch einzurichtenden „Schulzweckverbandes“ werden.

Am Montag, den 22. Februar 2010, soll der Hirschberger Elternbeirat der Martin-Stöhr-Schule ĂŒber den „Alternativantrag“ unterrichtet werden. Am 23. Februar 2010 soll der Hirschberger Gemeinderat dem Antrag zustimmen. Am 24. Februar soll der Heddesheimer Elternbeirat der Johannes-Kepler-Schule ĂŒber den „Alternativantrag“ unterrichtet werden. Am 25. Februar 2010 soll der Heddesheimer Gemeinderat dem „Alternativantrag“ zustimmen.

Die Zustimmung der beiden GemeinderĂ€te ist die Vorraussetzung, dass beide Gemeinden bis zum 15. MĂ€rz 2010 einen neuen „Alternativantrag“ stellen können.

Dokumentation der Pressemitteilung:

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Gemeinsame Werkrealschule: Alternativantrag genehmigungsfÀhig

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 17. Februar 2010. Der Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim ist nicht genehmigungsfÀhig. Ein Alternativantrag soll akzeptiert werden.

Die BĂŒrgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Michael Kessler (Heddesheim) sowie der StaatssekretĂ€r Georg Wacker (CDU) haben heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gegeben, dass der ursprĂŒngliche Antrag der beiden Gemeinden fĂŒr eine gemeinsame Werkrealschule nicht genehmigungsfĂ€hig ist.

Stattdessen solle ein Alternativantrag gestellt werden, „fĂŒr den ich ganz klar die Genehmigung signalisieren kann“, sagte StaatssekretĂ€r Wacker.

Danach verbleiben die Klassen 5-7 an den Standorten Heddesheim und Hirschberg. Jahrgangsstufe 8 wird an einem Standort unterrichtet, Jahrgangsstufe 9 wechselt dann an den anderen Standort, wo auch die zehnte Klasse abgeschlossen wird.

Diesem Modell mĂŒssen aber noch die beiden GemeinderĂ€te zustimmen.

Der Artikel wird aktualisiert.
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