Mittwoch, 08. August 2018

Vortrag am 17. Juli

„Wagner im Spiegel der Zeit“

Hirschberg, 14. Juli 2014. (red/pm) Am kommenden Donnerstag, den 17. Juli, 20:00 Uhr, h├Ąlt Karl Heinz Treiber im B├╝rgersaal des Rathauses in der Gro├čsachsener Stra├če den Vortrag „Wie viel Wagner ist in C├ęzanne?“ mit Bild- und Musikbeispielen. Der Eintritt kostet f├╝nf Euro. [Weiterlesen…]

Neue Fenster f├╝r das ehemalige Rathaus in Leutershausen

Sanierung mit „Liebe zum Detail“

Hirschberg, 26. Juni 2014. (red/csk) Das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Rathaus in Leutershausen erh├Ąlt neue Fenster. Das beschloss der Gemeinderat am Dienstag und folgte damit einer Empfehlung des Auschusses f├╝r Technik und Umwelt (ATU). Die neuen Fenster werden aus Holz sein und die historische Teilung aufweisen, die es laut Anforderungen des Denkmalschutzes ben├Âtigt. Die Kosten f├╝r die Ma├čnahme wurde vom beauftragten Ingenieurb├╝ro Bernd Kopp auf 90.000 Euro gesch├Ątzt. [Weiterlesen…]

Gemeinderat dreht sich im Kreis - B├╝rgermeister Just ver├Ąrgert

Z├Ąhe Debatte um die Sanierung der Turnhalle in Gro├čsachsen

Hirschberg, 26. Februar 2014. (red/jsc) Die Notwendigkeit der Sanierung der „Alten Turnhalle“ in Gro├čsachsen wurde dem Gemeinderat bereits vor einem Jahr dargestellt. Nun soll es gem├Ą├č der im Oktober vergangenen Jahres aufgestellten Priorit├Ątenliste los gehen. Im Gemeinderat kam der Entschluss jedoch erst nach langer Diskussion zustande: Es wurde ├╝ber die gleichen Probleme diskutiert wie vor einem Jahr. Ein Vorschlag des B├╝rgermeisters brachte schlie├člich die L├Âsung.

[Weiterlesen…]

Das Forum f├╝r Ortsgestaltung und Ortserhaltung fragte: "Wie sollen sich unsere Ortskerne entwickeln?"

Was Hirschberg von M├╝nchingen lernen kann

Hirschberg, 18. Februar 2014. (red/csk) Das Hirschberger Forum f├╝r Ortsgestaltung und Ortserhaltung hatte eingeladen. Und gut 70 G├Ąste kamen. Die Entwicklung der Hirschberger Ortsteile – wo soll sie hingehen? Wie kann sie geplant und umgesetzt werden? Das waren die Fragen, mit denen sich die B├╝rger/innen – unter ihnen Gemeinder├Ąte aller Fraktionen – an diesem Abend besch├Ąftigten.┬áLaut Philipp Dechow, einer der Referenten des Abends, sei es wichtig, ┬áf├╝r das Thema ein Bewusstsein zu schaffen. Das hat das Forum zweifelsfrei erreicht. So voll wie an diesem Abend war der Anbau der Alten Turnhalle wohl noch nie. [Weiterlesen…]

Vorhabenbezogener Bebauungsplan f├╝r betreutes Wohnen im "Wohnpark Mozartstra├če"

„Es warten schon viele Leute“

Hirschberg, 30. Januar 2014. (red/csk) In Leutershausen soll der „Wohnpark Mozartstra├če“ entstehen – eine Anlage f├╝r betreutes Wohnen.

Bereits am 26. November 2013 hatte der Gemeinderat den Verkauf von drei Grundst├╝cken zu diesem Zweck beschlossen. Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Dienstag stand die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans f├╝r dieses Gebiet. [Weiterlesen…]

20. bis 26. Januar 2014

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine f├╝r den 20. bis 26. Januar 2014. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps f├╝r die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm├Âglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Men├╝ Nachbarschaft im Men├╝ ÔÇťTermineÔÇŁ. [Weiterlesen…]

Interkommunale Zusammenarbeit mit Dossenheim und Schriesheim beschlossen

L├Ąrmaktionsplan – ohne Aktion!

Hirschberg, 18. Juli 2013. (red/aw)┬á Seit 2003 besteht die EU-Richtlinie zur „Bewertung und Bek├Ąmpfung von Umgebungsl├Ąrm“. Nun kommt sie auch in Hirschberg an. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend die Aufstellung eines L├Ąrmaktionsplans f├╝r alle Hauptverkehrsstra├čen sowie alle Schienenstrecken der Gemeinde. Da aber Hirschberg nicht allein f├╝r die betroffenen Stra├čen zust├Ąndig ist, entschied man sich auch f├╝r eine interkommunale Zusammenarbeit mit den Gemeinden Schriesheim und Dossenheim. Entscheidungstr├Ąger f├╝r Ver├Ąnderungen bleiben aber trotz eines kommunalen L├Ąrmaktionsplans, in den meisten F├Ąllen die ├╝bergeordneten Beh├Ârden. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschlie├čt Abbruch und Ausschreibung der Arbeiten

Ehemalige Bauhofgeb├Ąude werden abgerissen

bauhof-2

Bald kommt die Abrissbirne! Das Bauhofgeb├Ąude gegen├╝ber des Hirschberger Rathauses soll n├Ąchstes Jahr abgerissen werden.

 

Hirschberg, 17. Juli 2013. (red/aw) Die bauf├Ąlligen Geb├Ąude des Bauhofes in der Fenchelstra├če und in der Gro├čsachsener Stra├če werden abgerissen. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend. Auch, wenn die Abrissarbeiten teuer werden und die weitere Nutzung der Grundst├╝cke noch offen ist, sollen die Arbeiten nun ausgeschrieben werden. Ginge es nach der Verwaltung wolle man das Geb├Ąude in der Fenchelstra├če noch in diesem Jahr abrei├čen und die Kosten daf├╝r im Haushaltsjahr 2013 abrechnen. Das Bauhof-Geb├Ąude in der Gro├čsachsener Stra├če folgt im Haushaltsjahr 2014. [Weiterlesen…]

Gemeinderat stimmt f├╝r eine intelligente Parkraumbewirtschaftung "Im Gro├čen Garten"

„Keinen Kniefall vorm Auto“

Hirschberg, 08. Mai 2013. (red/sap) Am 12. Dezember 2012 hat der Gemeinderat einstimmig den Entwurf des Bebauungsplans „Im Gro├čen Garten“ beschlossen. Daraufhin lag der Plan vom 27. Dezember bis zum 10. Februar ├Âffentlich aus. Neben achtzehn Beh├Ârden, deren Stellungnahmen zur Kenntnis genommen wurden, ging der Gemeinderat vor allem auf Bef├╝rchtungen einiger B├╝rger ein, die Parkplatzsituation┬á in der N├Ąhe des Marktplatzes k├Ânne sich weiter verschlechtern. [Weiterlesen…]

Ausstellung in der Karlsberg-Passage

Weinheim sieht Sterne

Weinheim, 26. November 2012. (red/pm) In der Karlsberg-Passage dreht sich ab Donnerstag alles ums Firmament. „Sternenschule – eine Ausstellung im Wandel“ wird am 29. November eröffnet

Information der Stadt Weinheim:

„Es sind faszinierende Himmelkörper – und zur Weihnachtszeit erscheinen sie noch einmal in einem anderen Licht: Die Sterne am Himmelszelt.

„Sternenschule – eine Ausstellung im Wandel“, so lautet der Titel einer Ausstellung unter der Federführung des Weinheimer Künstlers Horst Busse, die am Donnerstag, 29. November, 18:00 Uhr, in der Karlsbergpassage in Weinheim eröffnet wird. „Rund um das Phänomen Sterne erforschen und gestalten Schüler und Erwachsene unterschiedlichste Ideen und Formen, die in eine sich entwickelnde Installation einfließen“, verspricht Busse, der in den letzten Wochen Sternen-Kunstwerke von Kollegen – darunter Loraine Heil und Karl-Heinz Treiber – eingesammelt hat, um damit die Ausstellung zu bestücken. Dazu kommen Arbeiten von Schulklassen und ambitionierten Hobby-Künstlern.

Ab der Vernissage ist die Ausstellung immer von Donnerstag bis Samstag von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet; sie endet mit einer Finissage am Samstag, 22. Dezember, 18:00 Uhr.“

Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt am 13. November

„Belebung“ der Breitgasse durch Hebammenpraxis

Hirschberg, 15. November 2012. (red/sap) Die Hebammenpraxis „Familienteam“ zieht von der Heddesheimer Stra├če in die Breitgasse. ATU bewilligt Nutzungs├Ąnderung. Zustimmung auch f├╝r ein Staffelgeschoss mit Flachdach in der Birkenstra├če in Gro├čsachsen.

F├╝r eine Wohnung in der Breitgasse 29 in Gro├čsachsen wurde ein Bauantrag zur Nutzungs├Ąnderung in Kursr├Ąume f├╝r die Hebammenpraxis „Familienteam“. Die Hebammenpraxis hatte bislang R├Ąume in der Heddesheimer Stra├če, die sie aber bis Jahresende aufgeben m├╝ssen. Deshalb mussten sich die vier Mitarbeiterinnen ein neues Anwesen suchen und haben es in der Breitgasse auch gefunden.

Geplant ist die Einrichtung von je einem Kurs- bzw. Beratungungsraum, ein Aufenthaltsraum, ein Abstellraum und je ein Kunden- und ein Personalsanit├Ąrraum. Die R├Ąume werden von den vier Mitarbeiterinnen genutzt, wobei jeweils immer nur ein Kurs stattfinden soll.

Die T├Ątigkeiten, die k├╝nftig dort ausge├╝bt werden sollen, umfassen die Geburtsvorbereitung f├╝r Schwangere, R├╝ckbildungskurse, Psychologische Beratung und Diagnostik, Schwangerschafts- und Elternberatung, Eltern-Kind-Kurse (bis ein Jahr), Pilates und Yogakurse f├╝r Frauen.

Dieser Bereich der Breitgasse ist gepr├Ągt von Wohngeb├Ąuden und Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich st├Âren, daher kann das Gebiet als Mischgebiet eingesch├Ątzt werden. Hier sind Freiberufler zugelassen, zu denen auch Hebammen, Masseure und Krankengymnasten z├Ąhlen.

Dementsprechend stehen der Einrichtung von Kursr├Ąumen in der beschriebenen Art an dieser Stelle aus bauplanungsrechtlicher Sicht keine Gr├╝nde entgegen.

Die Frage der erforderlichen Stellpl├Ątze wurde mit dem Landratsamt gekl├Ąrt. Die ben├Âtigten zwei Stellpl├Ątze werden im Hof des Anwesens nachgewiesen. Die f├╝r dieses Projekt notwendige Barrierefreiheit wird durch eine mobile Rampe, die bei Bedarf ├╝ber die Eingangstreppe im Hof geschoben werden kann, hergestellt.

„Das sorgt wortw├Ârtlich f├╝r Belebung der Breitgasse“, meinte zustimmend Dr. J├Ârg Boulanger (CDU). Und auch Thomas Th├╝nker (Freie W├Ąhler), Karl Heinz Treiber (GLH), Oliver Reisig (FDP) und Eva-Marie Pfefferle stimmten dem Antrag zu. Allein die Parkplatzsituation sei bedenklich, sagte Eva-Marie Pfefferle.

Der Bauantrag wurde einstimmig bef├╝rwortet.

Flachdach in der Birkenstra├če bewilligt

Einstimmig wurde vom ATU auch der Antrag auf Bauvorbescheid zum Umbau des Dachgeschosses in ein Staffelgeschoss mit Flachdach und einer Trauf- bzw. Attikah├Âhe von 9,16 Meter in der Birkenstra├če in Gro├čsachsen verabschiedet.

Im Januar 2012 hatte der ATU bereits eine Baugenehmigung f├╝r die Wohnhausaufstockung mit einem Mansard-Walmdach erteilt.

B├╝rgermeister Just merkte an, dass in der Umgebungsbebauung auch weitere Flachd├Ącher zu finden sind.

Die beratenden Mitglieder Egon M├╝ller (GLH), Uli Schulz (SPD) und Gemeinderat Oliver Reisig (FDP) befanden die nun vorgesehene Bebauung als nicht so massiv wie das urspr├╝nglich geplante Mansard-Walmdach.

B├╝rgermeister Manuel Just machte zudem den Vorschlag, dass die Gemeinde f├╝r den Bereich Birkenstra├če/Jahnstra├če einen Bebauungsplan aufstellen sollte, um so rechtzeitig weiteren nicht gewollten st├Ądtebaulichen Entwicklungen entgegen zu wirken. Dies traf auf einhellige Zustimmung.

Diskussion im Gemeinderat

Respekt, Herr B├╝rgermeister!

Hirschberg, 27. September 2012. (red/sap) Im Hirschberger Gemeinderat gab es bei der Diskussion um die Bebauung in der „Breitgasse/Drittelsgasse“ einen heftigen Schlagabtausch. Mancher Gemeinderat verfehlte dabei den guten Ton. Der B├╝rgermeister blieb, wie so oft, souver├Ąn, kritisierte aber die emotionalen Schwingungen.

Kommentar: Sabine Prothmann

Akribisch und in klaren Worten, wie es nunmal seine Art ist, fasste B├╝rgermeister Manuel Just in der Gemeinderatssitzung vom 25. September zum wiederholten Mal die „Historie“ um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ zusammen. Beleuchtete Fragen und Argumente und stellte klar:

Ich als B├╝rgermeister komme zu dem Ergebnis, dass man alle Einw├Ąnde ausr├Ąumen konnte.

Und klar war auch, dass sich ein Teil des Gemeinderates, die Fraktion der Gr├╝nen Liste Hirschberg (GLH), seiner Argumentationskette nicht w├╝rde anschlie├čen k├Ânnen oder wollen.

Aber unterschiedliche Meinungen und ├ťberzeugungen geh├Âren nun mal in einen Gemeinderat. Das ist schlie├člich Demokratie. Und das ist gut so.

Weniger gut war die Art, wie ein Teil der Hirschberger Fraktionen – und das betraf eindeutig nicht die CDU und nicht die SPD – begann, Spitzen zu verteilen und unsachlich aufeinander rum zu hacken – teilweise unter der G├╝rtellinie.

Just sprach von Porzellan, das zu Bruch gegangen sei und von Grenzen, die ├╝berschritten wurden. Dennoch blieb der B├╝rgermeister ruhig und h├Ârte sich mit einer von au├čen betrachtet bewundernswerten Disziplin an, was einzelne Gemeinder├Ąte der anderen drei Fraktionen vom Stapel lie├čen. Als w├Ąre er der Erfinder der „Politik des Geh├Ârtwerdens“.

Da wurde polemisiert und beleidigt. Der eine redete sich in Rage, der n├Ąchste verteilte niveaulose Spitzfindigkeiten und der n├Ąchste begann am Ende der Diskussion wieder beim Anfang.

Dem anderen zuh├Âren, stand eindeutig nicht auf der Tagesordnung. Und so kaute man wieder und blieb berechenbar. Das Ergebnis war demnach weder ├╝berraschend noch wirklich interessant und auch das ist anscheinend Demokratie, denn so macht man’s ja auch schlie├člich in Berlin. Bedauerlich, dass man auf der kleinen die gro├če B├╝hne nachahmt – wo doch das bundespolitische Theater schon langweilig genug ist.

Wenig verwunderlich, dass Gemeinderat Dr. Horst Metzler (SPD) sagte: „Ich wollte zuh├Âren und warten, ob ich was Neues h├Âre, aber dies war nicht der Fall.“

Schade, wenn die Diskussion um ein Projekt in Grabenk├Ąmpfe ausartet. Dem m├Âchte keiner wirklich zuh├Âren, sicher auch nicht die wenigen Hirschberger B├╝rger, die gekommen waren.

Und so muss man Karl Heinz Treiber Recht geben, wenn er sagt: „Mancher wird sich nach dieser Sitzung als Gewinner f├╝hlen, aber wir sind alle Verlierer.“

Doch, anders als er meinte, wurde nicht die „Schlacht“ um den Bebauungsplan, sondern die um den guten Ton verloren.

Respekt, Herr B├╝rgermeister! Ich h├Ątte nicht so ruhig bleiben k├Ânnen. Mir w├Ąre vermutlich die Hutschnur geplatzt.

In der Breitgasse/Drittelsgasse wird gebaut

Heftige Diskussion und wenig Neues

Hinter dieser Mauer wird demn├Ąchst gebaut. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 27. September 2012. (red/sap) Lange wurde dar├╝ber diskutiert, jetzt wurde es entschieden: In der Breitgasse/Drittelsgasse wird gebaut. Die Stellungsnahmen der Gemeinderatsfraktionen waren teils kontrovers und, wie B├╝rgermeister Just betonte, hoch „emotional“.

Von Sabine Prothmann

Vorsorglich hatte die Hirschberger Verwaltung den Besucherbereich bis ins Foyer des Ratssaal bestuhlt. Man hatte wohl mit viel Andrang, vor allem von der „Gegnerseite“ gerechnet.

Doch viele St├╝hle blieben leer und nur gut zehn Hirschberger B├╝rgerinnen und B├╝rger waren gekommen, um bei der Entscheidung um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ dabei zu sein.

Die „Historie“

B├╝rgermeister Manuel Just ging eingangs der Sitzung ausf├╝hrlich auf die Historie des „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ ein. In der Breitgasse/Drittelsgasse sollen vier H├Ąuser mit 14 Wohneinheiten entstehen, daf├╝r wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vorgelegt. Erstmals wurde dieser in nicht├Âffentlicher Sitzung am 29. Februar 2011 beraten.

In der ├Âffentlichen Gemeinderatssitzung am 28. Februar 2012 lag der erste Entwurf vor und wurde – vor allem auch im Hinblick auf die gew├╝nschte Innenverdichtung – einstimmig beschlossen.

„Wir sind uns wohl einig, es geht hier um das ‚Wie‘ und nicht um das ‚Ob'“, erkl├Ąrte Just.

Zwischen M├Ąrz und April diesen Jahres hatte eine Offenlage des Bauvorhabens stattgefunden. Die Einw├Ąnde der Bev├Âlkerung und der GLH konzentrierten sich zum einen auf die H├Âhe der Bebauung (bis zu 12,81 Meter), die Massivit├Ąt und die damit verbundene Versieglung (60 Prozent). Zudem wurde kritisiert, dass das Ortsbild negativ beeinflusst w├╝rde, da die Bebauung von der Breitgasse abr├╝cke. Ein weiterer Kritikpunkt war die Beeintr├Ąchtigung der inner├Ârtlichen Bel├╝ftungsschleuse.

Am 18. Juni 2012 gab es eine Begehung

Aufgrund der eingegangenen Anregungen und Einwendungen hat der Bautr├Ąger (TreuGrund Bautr├Ągergesellschaft Heddesheim) die H├Âhe des zur├╝ckversetzten Mehrfamilienhauses auf das Niveau der Bebauung in der Brunnengasse angepasst. Au├čerdem lie├č er zur Beurteilung der klimatologischen Auswirkungen des Vorhabens auf den Ortsteil Gro├čsachsen ein Klimagutachten erstellen.

Der Gemeinderat beschloss eine erneute Offenlage vom 02. bis zum 16. Juli 2012.

Das Ergebnis war, so Just, „noch mehr Kritik“.

60 Prozent Versiegelung seien viel, aber „die Baunutzungsverordnung l├Ąsst dies zu“, sagte der B├╝rgermeister. Die Bebauung selbst nehme dabei 35 Prozent ein, weitere 25 Prozent enst├╝nden durch Gehwege, Parkpl├Ątze und Nebengeb├Ąude. Im Mittel k├Ąme man auf rund 60 Prozent:

Der Versieglungsgrad im alten Ortskern ist teilweise deutlich h├Âher.

Die Firsth├Âhe des mittleren Geb├Ąudes wurde auf die H├Âhe der Bebauung in der Brunnengasse angepasst, man habe jetzt noch eine ├ťberschreitung von zwei Zentimetern.

Das Klimagutachten habe gezeigt, die Bebauung bringe eine m├Ą├čige Ver├Ąnderung der Bel├╝ftungsschleuse mit sich. Und durch die Bebauung von Nachbargrundst├╝cken (die nicht vom Gemeinderat entschieden werden m├╝ssen), kann „der Gr├╝ng├╝rtel Morgen schon zunichte gemacht werden“, betonte der B├╝rgermeister.

Eins stehe au├čer Frage:

Das Ortsbild wird sich ver├Ąndern.

Durch den Erhalt von Mauer und Toreinfahrt habe man aber wieder eine Hofsituation geschaffen und gleichzeitig auch, durch das Abr├╝cken von der Breitgasse, auch eine bessere Wohnqualit├Ąt.

Fragen und Antworten

„Warum haben wir nicht ├╝ber die Alternativplanung der Gr├╝nen Liste beraten?“, fragte der B├╝rgermeister:

Wir haben ├╝ber das zu entscheiden, was vorliegt.

Nebenbei bemerkte Just, dass in der Alternativplanung nur 11 Stellpl├Ątze im Gegensatz zu 20, ausgewiesen waren.

„Warum haben wir nicht an einen anderen Investor verkauft?“, fragte er weiter. „Wir haben uns mit dem auseinanderzusetzen, der erscheint.“

„Warum wurden die Anwohner und Anrainer nicht pers├Ânlich eingeladen?“ Alle B├╝rger wurden zur Gemeinderatssitzung eingeladen, erkl├Ąrte der B├╝rgermeister und sagte:

Ich als B├╝rgermeister komme zu dem Ergebnis, dass man alle Einw├Ąnde ausr├Ąumen konnte.

Dass die geplante Bebauung nicht „ortstypisch“ genug sei, lie├č Just als einzigen Kritipunkt gelten.

Was die Fraktionen sagten

Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) lobte das Erscheinungsbild der geplanten Bebauung, die im Gemeinderat via 3D-Animation gezeigt wurde.┬á „Da ist nicht das entstanden, was man bef├╝rchtet hat“.

Dr. J├Ârg Boulanger (CDU) verwahrte sich gegen den Vorwurf eines Verfahrensfehlers, das Projekt w├Ąre „eingehend in und mit der ├ľffentlichkeit diskutiert worden“. Der Gutachter habe die Bef├╝rchtungen hinsichtlich der Klimaauswirkungen widerlegt, so Boulanger. Es g├Ąbe baulich keinen historischen Keller, nur einen Betonkeller und die Scheune sei auch nur gut 80 Jahre alt. Damit kritisierte Boulanger heftig die Einw├Ąnde, eine historische Anlage werde zerst├Ârt. Dieses Argument sei eine T├Ąuschung.

Zudem handle es sich um ein Privatgrundst├╝ck und nicht um eine Geb├Ąude der Gemeinde zur Versch├Ânerung des Ortes. Das Ortsbild bleibe durch Mauer und Hofeinfahrt erhalten:

Es ist gelungen Altes und Neues in Einklang zu bringen.

Ganz anders sah das die GLH. „Das Klimagutachten hat mich nicht bes├Ąnftigt“, erkl├Ąrte Karl Heinz Treiber (GLH). „Wir“, so Treiber, „fordern ein Gesamtklimagutachten.“ Und die Visualisierung habe ihn auch ├╝berzeugt und zwar davon, dass die Bebauung zu dicht sei:

Die Geb├Ąude sind zu hoch und zu massiv.

Es seien 60 Prozent versiegelt und nicht „nur“ 35 Prozent ├╝berbaut. Denn schlie├člich sei es dem Regenwasser egal, ob es auf auf einen Gehweg oder auf ein Haus f├Ąllt:

Mancher wird sich nach dieser Sitzung als Gewinner f├╝hlen, aber wir sind alle Verlierer.

Hartmut Kowalinski (FDP) nutzte seine Stellungsnahme dazu, seine Ratskollegen von der GLH heftigst zu kritisieren und Seitenhiebe zu verteilen: „Transparenz, wie die GLH sie versteht, ist Halb- oder Fehlinformation zum Thema Drittelsgasse. Sie titelt in Ihrem Blog ÔÇ×Denkmalzerst├Ârung in Gro├čsachsenÔÇť. Das Denkmalamt aber schreibt und stimmt zu, da vom Planvorhaben keine denkmalrechtlichen Belange betroffen sind.“ Wer, wie die Gr├╝nen, so Kowalinski weiter, in der Vergangenheit Innenentwicklung gefordert habe, m├╝sse sich im Klaren gewesen sein, dass neue Bauherren sich den Bestand in den alten Ortskernen zum Vorbild nehmen w├╝rden.

Mit Blick auf die Zuschauerpl├Ątze meinte Kowalinski:

Der gro├če B├╝rgerprotest bleibt aus.

Grenzen wurde ├╝berschritten

„Eine gewisse Emotionalit├Ąt schwingt mit und ich hoffe, dass sie sich nicht fortsetzt“, kommentierte B├╝rgermeister Just die Stellungsnahmen der Fraktionen. Porzellan sei zu Bruch gegangen und Grenzen wurden ├╝berschritten.

„Ich wollte zuh├Âren und warten, ob ich was Neues h├Âre, aber dies war nicht der Fall“, meinte der SPD-Gemeinderat Dr. Horst Metzler.

„Wir sind keine b├Ąuerlich gepr├Ągte Gemeinde mehr“, so Metzler. Fr├╝her sei Gro├čsachsen ein Stra├čendorf gewesen und der Tabakanbau ein Kennzeichen der Region, „doch diese Situation ist ein f├╝r alle Mal Vergangenheit.“

Wir haben uns von einem b├Ąuerlichen Ort zur Wohngemeinde mit unterschiedlichen Interessen entwickelt.

Abschlie├čend sagte B├╝rgermeister Manuel Just, keiner habe wohl durch den Sachvortrag und oder die Stellungsnahmen sein Abstimmungsverhalten ver├Ąndert und so war es das Ergebnis auch alles andere als verwunderlich: Der Gemeinderat verabschiedete mehrheitlich – gegen die vier Stimmen der GLH – den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“.

Gutachten der Firma ├ľkoplana wurde im ATU vorgestellt und diskutiert

„Gro├čsachsen wird doch nicht zur Steppe“

Hinter dieser Mauer sollen vier Wohneinheiten entstehen. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 14. September 2012. (red/sap) Im Rahmen des Verfahrens zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Breitgasse/Drittelsgasse“ wurden mehrfach Bedenken aus klimatologischer Sicht ge├Ąu├čert. Diplom-Geograf Achim Burst stellte in der Sitzung des ATUs das Klimagutachten vor und beantwortete Fragen aus den Reihen des Gremiums.

Von Sabine Prothmann

Zur Beurteilung, inwieweit das Vorhaben tats├Ąchliche klimatologische Auswirkungen hat, lie├č die┬á TreuGrund Bautr├Ągergesellschaft Heddesheim ein Klimagutachten erstellen, welches bereits vorgelegt wurde.

Da die Verwaltung gerade dieses Thema im Verfahren als besonders wichtig erachtet, hat man sich dazu entschieden, den Ersteller des Gutachtens,┬á den Diplom-Geograf Achim Burst, von der beauftragten Firma ├ľkoplana zur Erl├Ąuterung der Inhalte einzuladen.

Eingangs erinnerte B├╝rgermeister Just an die Vorgeschichte: In der Breitgasse/Drittelsgasse sollen vier H├Ąuser mit 14 Wohneinheiten entstehen, daf├╝r wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vorgelegt.

Zwischen M├Ąrz und April diesen Jahres hatte eine Offenlage des Bauvorhabens stattgefunden. Die Einw├Ąnde der Bev├Âlkerung und der GLH konzentrierten sich zum einen auf die H├Âhe der Bebauung (bis zu 12,81 Meter), die Massivit├Ąt und die damit verbundene Versieglung. Zudem wurde kritisiert, dass das Ortsbild negativ beeinflusst w├╝rde, da die Bebauung von der Breitgasse abr├╝cke. Ein weiterer Kritikpunkt war die mutma├čliche Beeintr├Ąchtigung der inner├Ârtlichen Bel├╝ftungsschleuse.

Die Einw├Ąnde f├╝hrten dazu, dass die H├Âhe der Bebauung um einige Zentimeter nach unten korrigiert wurde und der Bautr├Ąger ein klim├Âkologisches Gutachten erstellen lie├č.

Eine verk├╝rzte Offenlage erfolgte dann nochmals vom 2. bis zum 16. Juli 2012.

Der Diplon-Geograf Achim Burst erkl├Ąrte, „wir haben viel Erfahrung mit Untersuchungen entlang der Bergstra├če“. ├ľkoplana habe schon eine Klimastudie f├╝r die Metropolregion erstellt. Das Klimagutachten reiche von der Bestandaufnahme bis zum Simulationsprogramm. Gro├čsachsen sei durch die Talabwinde sehr beg├╝nstigt,┬ádie Kalt- und Frischluft vom Odenwald in den Rheingraben f├╝hre.

Die Lufttemperatur werde maximal um 0,8 Grad steigen, dies sei ein Wert, der kaum zu sp├╝ren ist. Dies habe kaum Auswirkungen auf das Bioklima in Gro├čsachsen.

„Die thermische Zusatzbelastung ist r├Ąumlich eng begrenzt und ├╝berschreitet bei Ber├╝cksichtigung gr├╝nordnerischer Festsetzungen nicht das ortstypische Ma├č“, erl├Ąuterte Burst und sieht damit keine Probleme f├╝r das ortsspezifische Str├Âmungssystem:

Es ist nicht mit weitreichenden negativen Effekten f├╝r den Kaltluftabfluss aus dem Odenwald zu rechnen.

Denn eine Kaltluftsimulation hatte ergeben, dass die geplante Bebauung das Kaltluftstromvolumen nur um rund f├╝nf Prozent reduzieren werde. Maximal komme es zu einer geringen Abschw├Ąchung von 6,6 Prozent, die sei jedoch akzeptabel.

Eva- Marie Pfefferle (SPD) wollte wissen, ob der 250 Meter entfernte Kindergarten Beeintr├Ąchtigungen zu erwarten habe. Burst erkl├Ąrte, dies sei eindeutig nicht der Fall, „tags├╝ber ist gar nichts zu sp├╝ren“, nachts k├Ânne es zu geringen Auswirkungen kommen.

Das beratende Mitglied Egon M├╝ller (GLH) kritisierte, dass man jetzt nur ein kleines Gebiet von 2,5 Hektar untersucht habe:

Sollte man nicht ein gr├Â├čeres Gebiet untersuchen?

Und wie schaue es mit dem Baugrund au├čenherum aus, wenn weitere Nachbarn bauen wollten? M├╝sste man dies dann ablehnen? Und wo befindet sich f├╝r die Untersuchungen der Nullpunkt beim Kaltluftstromvolumen? Bei welchem Ist-Zustand w├╝rde man bei einem weiteren Gutachten ansetzen?

„Eine gr├Â├čeres Gebiet zu untersuchen war nicht unsere Aufgabenstellung“, entgegnete Burst. Das Schlie├čen einzelner Baul├╝cken h├Ątte nur einen marginalen Einfluss, anders sehe es bei einer gro├čfl├Ąchigen Bebauung aus.

B├╝rgermeister Manuel Just f├╝hrte an, dass die Gemeinde die Planungshoheit f├╝r weitere Bauvorhaben inne habe.

„Das Ergebnis h├Ąngt immer von der Fragestellung ab“, sagte Egon M├╝ller.

Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) war mit den Ausf├╝hrungen des Gutachters zufrieden:

Sie beruhigen mich, ich hab‘ mir schon Gedanken gemacht, ob Gro├čsachsen zur Steppe wird.

„Mich beunruhigt das schon“, widersprach Karl-Heinz Treiber (GLH) und erinnerte nochmals an den nicht festgesetzten Ist-Zustand.

Die Beeintr├Ąchtigungen von h├Âchstens 6,6 Prozent seien nur im unmittelbaren Bereich zu sp├╝ren, bemerkte nochmals Gemeinderat Peter Johe (FW).

Das beratende Mitglied Ulrich Schulz (SPD) hielt eine Zementierung eines Eckpunkts f├╝r wichtig, hieran k├Ânne sich die Gemeinde orientieren.

Gro├čsachsen und Leutershausen seien bevorzugt durch die Hanglage, sagte Burst, meinte aber auch, ein Leitbild sei f├╝r sp├Ątere Entwicklungen sinnvoll, damit man wisse „wohin die Reise geht“.

Auf weitere Einwendungen der GLH entgegnete Burst:

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, je weniger, je niedriger ich baue, umso weniger Auswirkungen habe ich.

Just k├╝ndigte an, dass das Bauvorhaben Breitgasse/Drittelsgasse am 25. September auf der Tagesordnung des Gemeinderates stehe.

 

 

 

 

Verwaltung errechnet nur positive Werte f├╝r "Sterzwinkel"

„Deutlich wirtschaftlicher als erwartet“

Hirschberg, 31. Juli 2012. (red/pro) B├╝rgermeister Manuel Just stellte heute dem Gemeinderat eine Wirtschaftlichkeitspr├╝fung des Neubaugebiets Sterzwinkel vor. Das Ergebnis ist aus seiner Sicht „au├čerordentlich erfreulich“.

Es war B├╝rgermeister Just ein deutlich wahrnehmbares „Bed├╝rfnis“, endlich der behaupteten Kritik einer Unwirtschaftlichkeit des Sterzwinkels konkrete Zahlen vorlegen zu k├Ânnen, die den Vorwurf entkr├Ąften.

Wirtschaftlichkeit best├Ątigt

Die „B├╝rgerinitiative Sterzwinkel“ hatte gefordert, dass das „Baugebiet Sterzwinkel“ auf seine Wirtschaftlichkeit untersucht wird.

Mit Hilfe eines „Folgekostenrechners“ der STEG Stadtentwicklung GmbH – einem von den Gemeinden anerkannten EDV-Programm f├╝r die Untersuchung der Wirtschaftlichkeit von Neubaugebeieten – wurde aktuell der Planbereich analysiert.

Die Gebietsgr├Â├če von rund 7,5 Hektar verteilt sich zu 71 Prozent auf Nettobauland, 17 Prozent und 12 Prozent Gr├╝nfl├Ąche. Innerhalb der Wohnbaufl├Ąche k├Ânen 76 Einzelh├Ąuser mit maximal je zei Wohneinheiten, 48 Doppelhaush├Ąlftenund 33 Reihenh├Ąuser enstehen.

Bei maximaler Besiedlung ist somit Platz f├╝r 233 Wohneinheiten. Je Wohneinheit wird eine durchschnittliche Belegungsdichte von drei Personen angenommen, so dass insgesamt 699 Personen bei voller Besiedlung ein neues Heim finden k├Ânnen. Angenommen wird, dass 60 Prozent, also 420 neue Einwohner von au├čen kommen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Gemeinde Hirschberg keine Herstellungskosten oder Kosten f├╝r den Ankauf von Grundst├╝cken zu tragen hatte, die durch den Verkauf der Grundst├╝cke nicht wieder eingebracht werden, ├╝bersteigen die zu erwartenden Einnahmen die f├╝r die analysierten Betriebs- und Erhaltungskosten deutlich.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung f├Ąllt nach Meinung des Gemeinderats und des B├╝rgermeisters deutlich positik aus:

Ich war mich sicher, dass es unterm Strich gut aussieht – dass es so eindeutig positiv aussieht, hat selbst mich ├╝berrascht.

Dennoch sollte die Gemeinde f├╝r die Infrastruktur R├╝cklagen bilden.

J├Ąhrlich 420.000 Euro Mehreinnahmen

Durch den zu erwartenden kommunalen Finanzausgleich, der aktuell bei 1.000 Euro pro Einwohner betr├Ągt, ergebe sich hieraus ein j├Ąhrliche Einnahme von 420.000 Euro. Dieser Betrag geht ├╝ber die j├Ąhrlichen betrieblichen Kosten (Betrieb, Unterhalt und R├╝cklagen) von 125.700 Euro deutlich hinaus.

Freie W├Ąhler, CDU und SPD ├Ąu├čerten sich positiv. Harmut Kowalinski (FDP) bestand auf seinen Zweifeln und betonte, dass er nach wie vor nicht mit dem Gebiet einverstanden ist und prophezeite weitere Probleme:

Ich werde zu gegebener Zeit daran erinnern.

Karl Heinz Treiber betonte ebenfalls, dass die GLH ebenfalls dagegen war:

Gro├čsachsen hat sich durch den Sterzwinkel nicht zum Guten ver├Ąndert.

Fritz Bletzer (Freie W├Ąhler) meldete sich auf die Stellungnahme Treibers:

Ihr seid ohne Einsicht und was ihr hier von euch gebt – damit seht ihr kein Land mehr.

An der Gemeinderatssitzung nahmen keine B├╝rger teil – auch nicht von der B├╝rgerinitiative.

Gemeinderat stimmte der Jahresrechnung 2011 einstimmig zu

Tr├╝gerische Mehreinnahmen?

Hirschberg, 20. Juli 2012. (red/sap) Der Hirschberger Gemeinderat stimmte der ├╝beraus positiven Jahresrechnung 2011 einstimmig zu. Die Mehreinnahmen von 1,6 Millionen Euro sollen in die R├╝cklage. Aber der eine oder andere Gemeinderat hatte auch schon eine Idee, was man mit diesem Plus anfangen k├Ânnte.

Von Sabine Prothmann

Der K├Ąmmerer der Gemeinde Hirschberg, Erich Schr├Âder, hatte bei der Vorlage der Jahresrechnung 2011 nur Positives zu berichten: Mit 3,3 Millionen Euro hatte die Gewerbesteuer f├╝r Hirschberg rund 800.000 Euro mehr eingebracht als erwartet und damit sind die Gewerbesteuereinnahmen die h├Âchsten, die die Gemeinde Hirschberg seit ihrem Bestehen erzielen konnte.

Und auch die Einkommensteuer, die mit 4,47 Millionen geplant war, brachte mit einem Ergebnis von 4,8 Millionen ein Plus von rund 339.000 Euro.

Ein weiteres Plus von rund 480.000 Euro konnte Hirschberg durch die Schl├╝sselzuweisungen des Landes erzielen.

„Aber“, so B├╝rgermeister Just, „in all den Positionen sei der Einfluss der Gemeinde sehr gering“. Die 1,6 Millionen Mehreinnahmen seien der ├╝berortlichen Entwicklungen geschuldet.

Im Verm├Âgenshaushalt seien die Einnahmen aus Ver├Ąu├čerungen niedriger ausgefallen als veranschlagt. Aber es mussten auch weniger Kredite aufgenommen werden.

Bei den Bauma├čnahmen lag mit 1.908.828 Euro das Ergebnis um 1.876.872 Euro unter dem Ansatz von 3.786.700 Euro.

Insgesamt konnten rund 280.000 Euro der Allgemeinen R├╝cklage zugef├╝hrt werden.

„Ein tr├╝gerisches Ergebnis“

Das Fazit, sagte B├╝rgermeister Manuel Just, sei ein tr├╝gerisches Ergebnis. Mit Wegfall der Kameralistik und Einf├╝hrung der Doppik ab dem 1. Januar 2012 entfiele die M├Âglichkeit zur ├ťbertragung von Haushaltsresten in das jeweils k├╝nftige Jahr:

Ich warne vor allzu gro├čer Freude.

Der Gemeinderat stimmte darin ├╝berein, dass die Mehreinnahmen zun├Ąchst in die R├╝cklagen flie├čen sollten.

Begehrlichkeiten werden geweckt

Gemeinderat Peter Johe (FW) erkl├Ąrte, dies sei allemal ein erfreuliches Ergebnis, auch wenn der B├╝rgermeister „nicht m├╝de werde, Essig in den Wein zu gie├čen“. Deswegen hoffe er auf eine weitere Trainingshalle in der mittelfristigen Finanzplanung.

Dr. J├Ârg Boulanger (CDU) hoffte bei dem finanziellen Spielraum auf eine ganzheitliche Planung der Ortsmitte in Leutershausen. Dr. Horst Metzler (SPD) mahnte zum Sparen. Man m├╝sse Priorit├Ąten setzen, jetzt sei es die Feuerwehr gewesen, k├╝nftig m├╝ssten es die Schulen sein.

„Wir haben noch genug nicht abgeschlossene Aufgaben“, erinnerte Karl Heinz Treiber (GLH). „Zur Euphorie sehe ich keinen Anlass“, erkl├Ąrte Hartmut Kowalinski (FDP).

Einstimmig wurde die Jahresrechnung 2011 vom Hirschberger Gemeinderat angenommen.

Jahresergebnis des Eigenbetriebs Wasserversorgung 2011

K├Ąmmerer Erich Schr├Âder stellte auch das Jahresergebnis des Eigenbetriebs Wasserversorgung 2011 vor.

Der Wasserpreis blieb konstant bei 1,40 Euro pro Kubikmeter.

Das Wirtschaftsjahr, so Schr├Âder, schlie├če mit einem Gewinn von rund 25.800 Euro ab und in diesem Ergebnis sei bereits die Steuerbelastung von rund 7.500 Euro und eine Konzessionsabgabe an die Gemeinde von rund 38.200 Euro gewinnmindernd ber├╝cksichtigt.

Da im Eigenbetrieb Wasserversorgung nach wie vor keine wesentlichen finanziellen Reserven vorhanden sind, k├Ânnen k├╝nftige Investitionen auch weiterhin weitestgehend nur mit Darlehen finanziert werden.
Die Verwaltung schlug deshalb vor, dass auch der Gewinn des Jahres 2011 nicht an die Gemeinde ausgesch├╝ttet werden, sondern im Betrieb verbleiben sollte.

Der Gemeinderat nahm einstimmig das Jahresergebnis des Eigenbetriebs Wasserversorgung an und stimmte auch dem Verbleib des Jahresgewinns im Betrieb ohne Gegenstimme zu.

Gemeinderatssitzung am 17. Juli 2012

Vandalismussichere WC-Anlage f├╝r den Friedhof in Gro├čsachsen

Hirschberg, 19. Juli 2012. (red/sap) Der Hirschberger Gemeinderat beschlie├čt einstimmig vandalismushemmenden Einraum City-WC-Anlage mit Putzfassade, s├╝dlich der Trafostation am Friedhof in Gro├čsachsen.

Am 29. M├Ąrz 2011 wurde vom Gemeinderat beschlossen, dass im Eingangsbereich am Haupttor des Friedhofs Gro├čsachsen eine ├Âffentliche Toilette auf der Basis von Sanit├Ątscontainern errichtet werden soll.

Mit der Ausf├╝hrung der Planung wurden die Architekten Draxler beauftragt. Im Haushalt 2012 wurden f├╝r die Ma├čnahmen 75.000 Euro bereitgestellt.

Der ATU hat in seiner Juli-Sitzung dar├╝ber nochmals beraten.

Einige ├Ąltere und neue WC-Container wurden in umliegenden Gemeinden besichtigt, um die verschiedenen Ausf├╝hrungsvarianten in ihrer Funktion, Optik und Qualit├Ąt besser beurteilen zu k├Ânnen.

Jetzt wurde die Errichtung einer vandalismushemmenden Einraum City-WC-Anlage mit Putzfassade, s├╝dlich der Trafostation am Friedhof in Gro├čsachsen, einstimmig beschlossen.

„Wir diskutieren seit 2008/2009 ├╝ber diese Errichtung“, erinnerte B├╝rgermeister Manuel Just.

Es gehe darum, f├╝r die Friedhofsbesucher eine insgesamt durchdachte, dauerhaft haltbare und ansprechende L├Âsung zu finde, welche sich am Friedhof harmonisch einf├╝gt.

Die Toilettenanlage m├╝sse vandalismussicher, behindertengerecht und barrierefrei sein. Zudem habe man sich aus Sicherheitsgr├╝nden f├╝r eine WC-Anlage ohne Vorraum entschieden.

Werner Volk (FW) freute sich, dass der urspr├╝ngliche Antrag der Freien W├Ąhler jetzt endlich umgesetzt w├╝rde.

„Das war nicht euer Antrag, sondern unser Antrag“, entgegnete Karl Heinz Treiber (GLH).

„Mein Antrag war’s auf jedenfall nicht“, erkl├Ąrte Maunuel Just.

Die durch die Einrichtung der WC-Anlage enstehenden ├╝berplanm├Ą├čigen Ausgaben in H├Âhe von rund 30.000 Euro f├╝r das Architekten-Honorar wurde ebenfalls bewilligt und wird durch Minderauszahlungen gedeckt.

Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt

Streusalzsilo erleichtert k├╝nftig den Winterdienst

Hirschberg, 11. Juli 2012. (red/sap) Ein Salzsilo f├╝r den Bauhof, Reparatur der St├╝tzwand im alten Ortskern von Leutershausen und die Verabschiedung des Abfallwirtschaftsplans – gef├Ąhrliche Abf├Ąlle. Der ATU entschied einstimmig und ohne gro├če Diskussionen.

Im Rahmen des Neubaus des Kommunalen Hilfeleistungszentrums Hirschberg ist geplant, zur Durchf├╝hrung des Winterdienstes ein Streusalzsilo f├╝r den Bauhof anzuschaffen.

Bislang mussten die R├Ąum- und Streufahrzeuge mit 25 bzw. 50 Kilogramm schweren Streusalzs├Ącken von Hand beladen werden. Durch das Salzsilo ist die Beladezeit deutlich verk├╝rzt. Auch wird die k├Ârperliche Belastung der Bauhofmitarbeiter beim Verladen des Streusalzes deutlich verringert.

Bei einer beschr├Ąnkten Ausschreibung wurden sechs Firmen angeschrieben, die auch alle ein Angebot abgegeben haben.

Nach Pr├╝fung der Angebote ist die Firma Salzkontor Kurpfalz GmbH aus Kronau der g├╝nstigste Anbieter.

Im Haushaltsplan 2012 sind f├╝r die Anschaffung eines Streusalzsilos 36.000 Euro bereit gestellt.

Zur Wahl standen zwei Silovarianten, eine aus Holz und die andere aus glasfaserverst├Ąrktem Kunststoff. Mit rund 40.500 Euro ist das Holzsilo um rund 3.000 Euro teurer als die Kunststoffvariante, die rund 27.700 Euro kostet.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass das Aufstellen eines Silos, eine gro├če Erleichterung f├╝r die Mitarbeiter des Bauhofs bringe werde.

Und auch wenn Eva-Marie Pfefferle (SPD) das Holzsilo h├╝bscher und Karl Heinz Treiber die „Aufbordung“ des Holzsilos ansprechender fand, entschied sich der ATU einstimmig f├╝r die Vergabe an die Firma Salzkantor und zwar in Kunststoff.

St├╝tzwand┬á „Im Burgweg“ muss repariert werden

Im April wurde auf Grund eines Aufprallschadens, vermutlich durch einen LKW, die St├╝tzwand „Im Burgweg“ stark besch├Ądigt.

Der Verursacher des Schadens konnte nicht ermittelt werden. Die Sandsteinst├╝tzwand befindet sich im Anschluss an die Kreuzung Martin-St├Âhr-Stra├če/Burgweg/Obergasse, im alten Ortskern von Leutershausen.

Um eine Schadensausbreitung und somit eine Beeintr├Ąchtigung der Standsicherheit zu verhindern, wurde die Mauer gepr├╝ft, die Reparaturkosten gesch├Ątzt und Angebote eingeholt.

Die Pr├╝fung ergab die Note „ausreichend“ f├╝r die Mauer, so dass vorerst keine gr├Â├čeren Sanierungsma├čnahmen anstehen, berichtete der B├╝rgermeister.

F├╝r die Reparaturarbeiten gab die Firma Gerhard Will aus Schriesheim mit rund 4.500 Euro das g├╝nstigste Angebot ab. Zus├Ątzlich sind f├╝r das Ingenieurb├╝ro Schulz Honorarkosten entstanden.

Der ATU stimmte einstimmig der Vergabe der Reparatur an die Firma Gerhard Will zu und genehmigte die au├čerplanm├Ą├čigen Ausgaben von insgesamt 6.000 Euro.

Aufgrund europarechtlicher und bundesrechtlicher Vorgaben ist jedes Bundesland gehalten, Abfallwirtschaftspl├Ąne aufzustellen. F├╝r die gef├Ąhrlichen Abf├Ąlle ist ein eigener Plan aufzustellen. Der Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt stimmte dem Abfallwirtschaftsplan Baden-W├╝rttemberg – Teilplan gef├Ąhrliche Abf├Ąlle – einstimmig zu.

Diskussion zum Bebauungsplan "Breitgasse/Drittelsgasse"

Das Bauvorhaben „Breitgasse/Drittelsgasse“ geht in die n├Ąchste Runde

Nur Mauer und Hoftor sollen in der Breitgasse erhalten bleiben. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 01. Juli 2012. (red/sap) Hirschberger Gemeinderat beschlie├čt den ge├Ąnderten Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ in Gro├čsachsen. Die GLH beantragte im Vorfeld die Vertagung des Beschlussfassung.

Von Sabine Prothmann

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 28. Februar 2012 einstimmig den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Breitgasse/Drittelsgasse sowie die Beteiligung der ├ľffentlichkeit und der Tr├Ąger ├Âffentlicher Belange im vereinfachten Verfahren beschlossen.

Darufhin fand in der Zeit vom 12. M├Ąrz bis zum 13. April dieses Jahres eine Offenlage im Hirschberger Rathaus statt. Einige B├╝rgerinnen und B├╝rger haben von dieser M├Âglichkeit der Einsichtnahme Gebrauch gemacht und insgesamt gingen schlie├člich 13 Schreiben mit Anregungen und Bedenken gegen das Vorhaben bei der Verwaltung ein.

Die Hauptkritikpunkte waren:

  • Bebauung nicht direkt an der Breitgasse, sondern zur├╝ckversetzt; Hofsituation geht verloren und damit auch das ortstypische Stra├čenbild
  • 60 Prozent ├╝berbaute Fl├Ąche sind zu viel
  • Bebauung zu massiv und hoch
  • Negatives Vorbild; Gefahr eines Pr├Ązedenzfalles f├╝r ├Ąhnlich massive Nachverdichtung
  • Gefahr der dauerhaften Ver├Ąnderung des Ortsbildes
  • Beeintr├Ąchtigung der inner├Ârtlichen Bel├╝ftungsschneisen und ihrer klimatologischen Funktion; ├ťberhitzungsschutz des Ortes wird beeintr├Ąchtigt
  • Bebauung geht auf Kosten des inner├Ârtlichen Gr├╝ng├╝rtels

Aufgrund der eingegangenen Anregungen und Einwendungen hat die Verwaltung Ende April ein Gespr├Ąch mit der Vorhabentr├Ągerin gef├╝hrt. Ziel war es, die einzelnen Kritikpunkte zu er├Ârtern und die H├Âhe des zur├╝ckversetzten Mehrfamilienhauses auf das Niveau der Bebauung in der Brunnengase anzupassen.

Diesem Wunsch ist die Vorhabentr├Ągerin nach Meinung der Verwaltung nachgekommen und der First ist nun knapp ein Meter niedriger und erreicht fast exakt die H├Âhe des benachbarten Doppelhauses in der Brunnengasse.

Zur Beurteilung inwieweit das Vorhaben klimatologische Auswirkungen auf den Ortteil Gro├čsachsen hat, wurde durch die Vorhabenstr├Ągerin ein Klimagutachten in Auftrag gegeben.

In den Vorlagen f├╝r die Gemeinderatssitzung gab es zun├Ąchst nur eine Kurzstellungsnahme der Firma „├ľkoplana“ aus Mannheim, das komplette Gutachten lag erst bei der Sitzung als Tischvorlage vor.

GLH beantragt auf Vertagung

Das f├╝hrte dazu, dass J├╝rgen Steinle f├╝r die GLH einen Antrag auf Vertagung des Tagesordnungspunktes stellte:

Wir sind nicht gegen die Verdichtung, aber wir wollen erst die Unterlagen bewerten.

Er habe f├╝r dieses Vorgehen Verst├Ąndnis, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Manuel Just.┬á „Doch heute geht es nur um einen Entwurf“,┬á und das Klimagutachten flankiere nur den Entwurf und „spielt nur bedingt eine Rolle“:

Ich w├╝rde gerne vorankommen.

F├╝r den Antrag der GLH stimmten nur die drei Gemeinder├Ąte der GLH – die Mehrheit stimmte dagegen.

Laut der Stellungsnahme der Firma „├ľkoplana“ lassen die vorliegenden Kenntnisse ├╝ber die Hang- und Talabwinde entlang der Bergstra├če zwischen Heidelberg und Weinheim vermuten, dass die bauliche Inanspruchnahme der bisherigen Gr├╝nfl├Ąchen nur kleinr├Ąumige Klimaeffekte bewirkt. Eine nachhaltige gro├čr├Ąumige Abschw├Ąchung der Be- und Durchl├╝ftung sowie Zunahme der thermischen Belastung sei nicht zu erwarten.

Am 08. Mai hatten die Mitglieder des Hirschberger Gemeinderates bei einer Ortsbegehung die Gelegenheit, sich ein eigenes Bild zu machen und am 18. Juni gab es einen weiterern Vororttermin, bei dem alle Personen zugegen waren, die betreffenden B├╝rgerinnenen und B├╝rger, die Mitglieder des Gemeinderates und des Ausschusses f├╝r Technik und Umwelt sowie die Vorhabenstr├Ągerin. Hier hatte man Gelegenheit, die Planungen zu er├Ârtern und die verschiedenen Meinungen auszutauschen. Bedenken, die nicht ausger├Ąumt werden konnten, k├Ânnen in einem erneuten Offenlageverfahren wiederholt vorgetragen werden.

Erneute Offenlage f├╝r 14 Tage

Die ├änderungen des Entwurfs des Bebauungsplans gehen zugunsten der B├╝rgerinnen und B├╝rger, die Einw├Ąnde ge├Ąu├čert haben, dennoch soll es eine weitere M├Âglichkeit der Einsichnahme – diesmal aber auf 14 Tage verk├╝rzt – geben.

Durch die Erhaltung von Mauer und Hoftor bleibe der Charakter einer geschlossenen Front erhalten, argumentierte der B├╝rgermeister, bei einer Bebauung direkt an der Stra├če w├╝rde eindeutig die Wohnqualit├Ąt gemindert und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Es handle sich nicht um eine 60prozentige ├ťberbauung, sondern um eine ├ťberbauung von 40 Prozent plus Privatstra├če und Stellpl├Ątze, also eine Versieglung von 60 Prozent. Und das sei ein durchaus orts├╝blicher Wert. Die Kritik, die Bebauung sei zu massiv und zu hoch, konnte die Verwaltung jedoch nachvollziehen und nun seien die Geb├Ąude in der Firsth├Âhe auf gleichem Niveau.

Just verwies auch darauf, man diskutiere hier zwar um ein „wie“, aber nicht um ein „ob“:

Das Projekt muss wirtschaftlich bleiben.

Die Gemeinde k├Ânne zwar Einfluss nehmen, aber man m├╝sse auch auf den Willen des Grundstuckeigent├╝mers achten, unterstrich Dr. J├Ârg Boulanger (CDU). Die Mauer und das Tor, sowie die ├ťberdachung der Stellpl├Ątze w├╝rden das Gro├čsachsener Ortsbild aufnehmen, so Boulanger.

Fritz Bletzer (FW) zeigte zwar Verst├Ąndnis daf├╝r, dass sich B├╝rgerinnen und B├╝rger zur Wehr setzen, meinte aber auch:

In den Nachbargemeinden sieht man nix und h├Ârt man nix.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) lobte den Entwurf und die geplante Innenverdichtung, dies sei „zukunftsorientiert“. Auf der einen Seite Wirtschaftlichkeit und auf der anderen Seite Illusion und dazwichen nichts, dieses Bild sei ihm zu einfach, kritisierte Karl Heinz Treiber (GLH). Die SPD zeige hier hier sozialdemokratisches Denken, und an Eva-Marie Pfefferle gewandt, sagte Karl Heinz Treiber:

Aus solchem Denken ist der Emmertsgrund (Heidelberg) entstanden.

Ein Einvernehmen sehe f├╝r ihn anders aus und er wolle sich mit dem Gutachten befassen, das h├Ątte als Beratungsgrundlage vorher auf dem Tisch liegen m├╝ssen.

Just entgegenete:

Auch das permanente Wiederholen macht es nicht richtiger.

Und verwies nochmals darauf, man sei lediglich beim Entwurf. Bei drei Gegenstimmen (GLH) und einer Enthaltung von Thomas Th├╝nker von den Freien W├Ąhlern wurde dem ge├Ąnderten Entwurf des vorhabenenbezogenen Bebauungsplans „Breitgasse/Drittelsgasse“ sowie der erneuten Offenlage von 14 Tagen zugestimmt.

Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt tagte am 12. Juni 2012

Schmetterlingsdach f├╝r die neue Kinderkrippe

Hirschberg, 15. Juni 2012. (red/sap) Sechs Bauvorhaben standen am Dienstag, 12. Juni 2012, auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Hirschberg. Der ATU entschied sich f├╝r ein Schmetterlingsdach f├╝r den Neubau der Kinderkrippe in Leutershausen. Ein Passivhausstandard wurde aus „Zeitgr├╝nden“ abgelehnt.

Von Sabine Prothmann

Am 04. Juni 2012 wurde beim B├╝rgermeisteramt der Bauantrag zum Neubau einer Kinderkrippe f├╝r 30 Kinder in der Karlsruher Stra├če 8 in Leutershausen gestellt. Der Gemeinderat hatte in seiner Januar-Sitzung beschlossen, dass im Ortsteil Leutershausen der Bau einer Kinderkrippe mit 20 bis 30 Betreuungspl├Ątzen realisiert werden soll. Die Gemeinde wird das Geb├Ąude nicht in Eigenregie als Bauherrin und auch nicht auf eigene Kosten errichten.

Inzwischen hat der Postillion e.V. die Tr├Ągerschaft ├╝bernommen und nun soll die Bauplanung f├╝r das Vorhaben – Kinderkrippe mit insgesamt 30 Betreuungspl├Ątzen – realisiert werden.

F├╝r die Art der baulichen Nutzung – Kinderkrippe statt Schule – ist eine Befreiung notwendig. Auch f├╝r die Dachform, geneigtes Dach statt Flachdach, ist es notwendig eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans zu erteilen. Ebenso f├╝r die ├ťberschreitung der Grundfl├Ąchenzahl um rund 4,6 Prozent ist eine Befreiung erforderlich.

Aus Sicht der Gemeinde stellt eine Kinderkrippe, ebenso wie eine Schule, durchaus eine Bildungsst├Ątte dar. Dennoch ist es erforderlich, eine Befreiung von der Art der baulichen Nutzung zu erteilen. Auch die Abweichung von der Dachform ist st├Ądtebaulich vertretbar, zumal in Hirschberg die Dachform geneigter D├Ącher vorherrschend ist.

Es wurden drei Varianten vorgestellt: ein Schmetterlingdach, zwei parallele Pultd├Ącher und zwei von der Mitte nach au├čen geneigte Pultd├Ącher. Die Verwaltung pr├Ąferierte, wie der Bauherr, das Schmetterlingsdach, als harmonisches Erscheinungsbild.

Vor dem Hintergrund der angestrebten Nutzung als Kinderkrippe ist es nach Meinung der Verwaltung durchaus vertretbar und angemessen eine innovative und im Ort eher seltenere Dachform vorzusehen, die zus├Ątzlich dem urspr├╝nglichen Wunsch des Bauherrn entspricht. Aus zeitlichen Gr├╝nden m├╝sse auf eine Umsetzung als Passivhaus verzichtet werden.

Das Pfadfindergundst├╝ck soll nicht kleiner werden

Mit der ├ťberschreitung der Grundfl├Ąchenzahl um 4,6 Prozent hatten die Ausschussmitglieder keine Probleme. Es herrschte Einigkeit, dass das Areal der Pfadfinder nicht noch kleiner werden sollte.

Der ATU war sich auch ├╝ber die Anordung der Stellpl├Ątze schnell einig, die senkrecht zum Geb├Ąude und nicht schr├Ąg im 30 Grad-Winkel zur Stra├če realisiert werden sollen, denn nur dann, so B├╝rgermeister Just, seien sie von beiden Seiten anfahrbar.

Das Schmetterlingsdach komme in Hirschberg eigentlich gar nicht vor, meinte Just, „aber wir k├Ânnen hier etwas mutiger und innovativer sein“.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) entgegnete, „die Belichtung spricht gegen diese Variante“, deswegen bevorzuge sie die Variante mit den beiden parallelen Pultd├Ąchern.

Karl Schnell (CDU) pr├Ąferierte die dritte Variante, die zwei von der Mitte nach au├čen geneigte Pultd├Ącher, denn schlie├člich laufe das Wasser immer nach unten.

Passivhausstandard zu „leichtfertig vom Tisch gefegt“

Karl Heinz Treiber (GLH) kritisierte, dass das Thema Passivhausstandard zu „leichtfertig vom Tisch gefegt wurde“. Der Faktor Zeit d├╝rfe kein Grund sein auf den Standard zu verzichten.

„Wir haben uns zu fr├╝h von einer Gestaltungsm├Âglichkeit verabschiedet“, so Treiber.

Just entgegnete, es sei unfair, Ignoranz zu unterstellen:

Wenn wir das Vorhaben nicht bis zum 01. M├Ąrz 2013 realisieren, haben wir die Zusch├╝sse verwirkt.

Der Bauherr habe EnEV (Energieeinsparverordnung) plus zugesichert, „diesen Weg k├Ânnen wir mitgehen“, zumal der Antragsteller damit mehr tue als verlangt w├╝rde.

„EnEV ist gut, aber es gibt noch mehr“, konterte Treiber.

Oliver Reisig (FDP) meinte: „EnEV plus reicht mir.“

Thomas Herdner (GLH) erinnerte an die Idee der Dachbegr├╝nung und stellte dazu einen weitergehenden Antrag (der nat├╝rlich mit Mehrkosten verbunden w├Ąre).

Einstimmigkeit herrschte zur ├ťberschreitung der GRZ um 4,6 Prozent und ├╝ber die Anordnung der Stellpl├Ątze. F├╝r das Schmetterlingsdach stimmten sechs Ausschussmitglieder, f├╝r die parallelen Pultd├Ącher drei und f├╝r die dritte Variante stimmte Gemeinderat Karl Schnell.

Der weitergehende Antrag zur Begr├╝nung der Dachfl├Ąchen w├╝rde mit sechs Gegenstimmen abgewiesen.

Erweiterung der Kinderkrippe in der Bahnhofstra├če

Der n├Ąchste Antrag behandelte die Nutzungs├Ąnderung einer Wohnung zur Erweiterung der bestehenden Kinderkrippe in der Bahnhofstra├če 16 in Leutershausen.

Der Postillion e.V. betreibt die Kinderkrippe in der Bahnhofstra├če 16 mit zehn Pl├Ątzen. Durch das Freiwerden einer zus├Ątzlichen Wohnung im 1. Obergeschoss des Geb├Ąudes soll das Angebot auf 20 Pl├Ątze erweitert werden.

Da der Betrieb der Kinderkrippe bereits zugelassen wurde, stehen auch der Erweiterung aus bauplanungsrechtlicher Sicht keine Gr├╝nde entgegen, sodass das Einvernehmen der Gemeinde zu erteilen ist.

Zus├Ątzliche Stellpl├Ątze sind nicht erforderlich, durch das Freiwerden der Wohnung auf dem Grundst├╝ck wird jedoch ein Stellplatz frei.

Im Mai 2012 wurde beim B├╝rgermeisteramt ein Antrag auf Baugenehmigung im vereinfachten Verfahren f├╝r den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit drei Wohneinheiten und insgesamt f├╝nf Stellpl├Ątzen auf dem Grundst├╝ck H├Âlderlinstra├če 29 in Leutershausen gestellt.

Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, so dass sich die Zul├Ąssigkeit nach dem Baugesetzbuch richtet.

Das Grundst├╝ck in der H├Âlderlinstra├če war bereits mehrfach Bestandteil von Bauvoranfragen.

Auch der jetzt beantragte Neubau war bereits Inhalt einer Bauvoranfrage.

Beide Bauvoranfragen kamen jedoch nicht zum Abschluss, so dass f├╝r das Grundst├╝ck bislang kein g├╝ltiger Bauvorbescheid vorliegt, auf den sich die Bauherren berufen k├Ânnten.

Es gab laut Vorlage keinen Grund, das Einvernehmen dazu jetzt zu verweigern. Dem Antrag wurde einstimmig entsprochen.

Neubau in der Fenchelstra├če

In einem weiteren Antrag ging es um einen Abbruch und den Bauantrag zum Neubau eines Zwei-Familienhauses an gleicher Stelle, in der Fenchelstra├če 29 in Leutershausen.

Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans.

Das Flurst├╝ck hat eine Gr├Â├če von 287 Quadratmetern. Auf dem Grundst├╝ck befinden sich ein Wohngeb├Ąude und zwei Nebengeb├Ąude, die an der ├Âstlichen Grundst├╝cksgrenze angeordnet sind. Die Bauherren beabsichtigen, s├Ąmtliche baulichen Anlagen abzurei├čen. Stattdessen ist ein Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten geplant, das auch wieder an die ├Âstliche Nachbargrenze anschlie├čt. Die Flucht der Bebauung direkt an der Stra├če bleibt ebenso gewahrt.

Die ├ťberbauung des Grundst├╝cks bel├Ąuft sich auf 47 Prozent. Zum Teil sind deutlich h├Âhere ├ťberbauungen vorhanden. Die H├Âhe des geplanten Geb├Ąudes f├╝gt sich in die Gegebenheiten der n├Ąheren Umgebung ein. Die Dachneigung mit 40 Grad entspricht der ├╝blichen Dachgestaltung im Ortskern. Es entstehen zwei Stellpl├Ątze im n├Ârdlichen Teil des Grundst├╝cks, was den Vorgaben der Landesbauordnung entspricht. Nach Meinung der Verwaltung f├╝gt sich das Vorhaben in die n├Ąhere Umgebung ein. Auch diesem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.

„Akropolis“ bekommt zus├Ątzlichen Gastraum

Im n├Ąchsten Bauantrag ging es um die Erweiterung des Gastraumes des TVG-Vereinsheimes, der Gastst├Ątte „Akropolis“, im Riedweg 4 in Gro├čsachsen. Das Geb├Ąude befindet sich au├čerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und somit im Au├čenbereich. Dort sind Bauvorhaben zul├Ąssig als priviligierte Vorhaben, was nicht der Fall ist oder als sonstige Vorhaben, wenn keine ├Âffentlichen Belange entgegenstehen und die Erschlie├čung gesichert ist.

Bei dem geplanten Vorhaben handelt es um eine Erweiterung der bestehenden Vereinsgastst├Ątte um rund 19,4 Quadratmeter. Bei der Erweiterung handelt es sich nicht um einen Anbau, sondern lediglich um die Schlie├čung des schon vorhandenen ├╝berdachten Freisitzes mit Fensterelementen, w├Ąhrend zwei der bisherigen Au├čenmauern entfernt werden.

Es wird hierbei keine zus├Ątzliche Fl├Ąche verbraucht oder versiegelt. Eine Beeintr├Ąchtigung ├Âffentlicher Belange kann somit ausgeschlossen werden. Auch hierzu gab der ATU sein Einvernehmen.

Bei der letzten Bausache ging es um die Bauvoranfrage zum Neubau eines Zwei-Familienhauses in zweiter Reihe in der Hintergasse 7 in Gro├čsachsen.

Der vorliegende Antrag auf Bauvorbescheid sieht den Bau eines Geb├Ąudes mit maximal 10 mal 12 Meter Grundfl├Ąche und zwei Vollgeschosse vor.

Gekl├Ąrt werden soll, ob dem Bauvorhaben in zweiter Reihe zugestimmt werden soll. Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans.

Das Flurgrundst├╝ck Hintergasse 7 hat eine Gr├Â├če von 1.108 Quadratmetern. Das bestehende Wohnhaus befindet sich in einem Abstand von zehn Metern von der Stra├če. An der ├Âstlichen Grundst├╝cksgrenze befindet sich ein Nebengeb├Ąude. Das Grundst├╝ck soll geteilt werden, damit eine separate Zufahrt zum nord├Âstlichen Bereich entsteht, in dem ein Zwei-Familienhaus in zweiter Reihe geplant ist.

Das Gebiet der Hintergasse ist gepr├Ągt von verwinkelten, oft langgezogenen Grundst├╝cken, die mit Wohnh├Ąusern und ehemaligen Wirtschafts- und sonstigen Nebengeb├Ąuden bebaut sind. Im Sinne einer geordneten Innenverdichtung und Innenentwicklung ist es w├╝nchenswert, m├Âgliche Wohnbaufl├Ąchen im Ortskern selbst zu nutzen, um einen weiteren Fl├Ąchenverbrauch an den Ortsrandlagen entgegenzuwirken.

Das geplante Geb├Ąude bleibt vom Umfang her im Rahmen schon bestehender Bebauung und wirkt durch seine Lage im nord├Âstlichen Grundst├╝cksbereich eher unauff├Ąllig, da es sich nach Norden hin an die bestehenden Geb├Ąude anpasst.

Der ATU stimmte der Bauvoranfrage einstimmig zu.