Dienstag, 11. Juni 2019

BĂŒrgermeister Just ehrt GemeinderĂ€te in Feierstunde

„Danke fĂŒr Ihr Engagement“

Hirschberg, 24. September 2014. (red/ld) „Danke!“, wollte BĂŒrgermeister Manuel Just am vergangenen Freitabend sagen: FĂŒr den Einsatz, den die langjĂ€hrigen Gemeinderatsmitglieder gebracht haben. Dabei verabschiedete er auch die ausscheidenden GemeinderĂ€te und ernannte den langjĂ€hrigen Fraktionsvorsitzenden der Freien WĂ€hler, Peter Johe, zum Ehrengemeinderat. [Weiterlesen…]

Sitzung des Ausschusses fĂŒr Technik und Umwelt

FĂŒnf Bauvorhaben fĂŒr WohnhĂ€user in Leutershausen

Hirschberg, 17. Januar 2013. (red/tt/sap) Der Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt (ATU) hat allen Anfragen und AntrĂ€gen fĂŒr Bau- und Aufstockungsvorhaben in Leutershausen zugestimmt.

Umbau einer Scheune zu einem Einfamilienhaus in der Großsachsener Straße

Eine Bauvoranfrage wurde am 13. Dezember 2012 beim BĂŒrgermeisteramt fĂŒr einen Umbau einer Scheune in der Großsachsener Straße 12 in Leutershausen gestellt. Um diese nach Wunsch der Angehörigen in einem Einfamilienhaus umbauen zu können, mĂŒssen mehrere baurechtliche Fragen geklĂ€rt werden: Die Zustimmung zur Errichtung des geplanten neuen GebĂ€udes mit zwei Vollgeschossen wird vom dem ATU empfohlen.

Bauliche Details zu Kniestock und Dachneigung werden differenzierter betrachtet. An das Baurechtsamt ergehen Hinweise zur einzuhaltenden Gesamthöhe, die 11,60 nicht ĂŒberschreiten solle und zur bestehenden Denkmaleigenschaft des GebĂ€udes.  Auf dem rund 1.000 Quadratmeter großen GrundstĂŒck steht bereits ein Einfamilienhaus mit verschiedenen NebengebĂ€uden.

Zur Diskussion kam es wegen der Giebelmauer der Scheune, die unter Denkmalschutz steht.  Denn an dieser Stelle befinden sich die Reste des ehemaligen Stadttores von Leutershausen.

Das beratende Mitglied Egon MĂŒller (GLH) schlug vor, im Beschlussvorschlag den Denkmalschutz stĂ€rker hervorzuheben. Und auch Thomas Herdner (GLH) forderte: „Die Mauer ist aus DenkmalgrĂŒnden zu erhalten“.

Dies sei an dieser Stelle nicht zu diskutieren, betonte BĂŒrgermeister Just, es handle sich schließlich nur um eine Bauvoranfrage.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass der Bauherr, die Mauer in den Neubau integrieren werde.

Bei einer Enthaltung (Karlheinz Treiber, GLH) und einer Gegenstimme (Thomas Herdner, GLH) gab der ATU sein Einvernehmen zur Bauvoranfrage.

Teilaufstockung eines Wohnhauses im Beinweg

Ein Kenntnisgabeverfahren wurde am 20. Dezember 2012 beim BĂŒrgermeisteramt zur Teilaufstockung eines Wohnhauses im Beinweg 1 in Leutershausen angezeigt. Mit zwei Wohneinheiten und einem Kosmetikstudio soll die Garage neben dem Wohnhaus aufgestockt werden. Die Verwaltung ist der Ansicht, dass die Voraussetzungen fĂŒr die gewĂŒnschten Befreiungen vom Baurecht in Bezug auf Bauweise und -gestaltung möglich sind. Der ATU stimmte der Teilaufstockung einstimmig zu

Neubau eines Einfamilienhauses in der Vordergasse

Ein Bauantrag zum Abbruch eines massiven Gartenhauses und eines Schuppens sowie zum Neubau eines Einfamilienhauses in zweiter Reihe der Vordergasse 5b in Leutershausen wurde am 17. Dezember beim BĂŒrgermeisteramt gestellt. Der Bauvoranfrage war am 02. Oktober 2012 zugestimmt worden. Die Bauweise in zweiter Reihe ist in der nĂ€heren Umgebung ĂŒblich. Der ATU stimmte auch diesem Bauantrag einstimmig zu.

Einfamilienhaus in der Bahnhofstraße

Ein Bauantrag im vereinfachten Verfahren zur Errichtung eines Einfamilienhauses in der Bahnhofstraße 10 b in Leutershausen wurde am 21. Dezember 2012 gestellt. Das betreffende GrundstĂŒck ist in drei TeilstĂŒcke unterteilt. Das Ortsbild wird davon nicht beeintrĂ€chtigt, so dass eine PrĂŒfung positiv ausfiel. Der Bauvoranfrage warbereits am 11. Januar 2010 zugestimmt worden. Der ATU erteilte erneut einstimmig das Einvernehmen dazu.

Teilaufstockung eines Zweifamilienhauses im Burgweg

Ein Bauantrag zur Teilaufstockung eines Zweifamilienhauses im Burgweg 18 in Leutershausen wurde am 21. Dezember beim BĂŒrgermeisteramt eingebracht. Eine Obergeschosserweiterung wurde bereits 2004 genehmigt. Bei der jetzt neu geplanten Teilaufstockung fĂ€llt die Überschreitung der zulĂ€ssigen GeschossflĂ€chenzahl mit 7,5 Prozent gegenĂŒber ursprĂŒnglich 12 Prozent wesentlich geringer aus. Insgesamt hat das Bauvorhaben nicht mehr den Umfang der Genehmigung von 2004 und beinhaltet auch nicht mehr die damals genehmigte Befreiung von der zulĂ€ssigen Traufhöhe. Der ATU erteilte auch diesem Bauantrag einstimmig sein Einvernehmen.

Hilfeleistungszentrum soll weniger kosten

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 15. September 2010. Am 14. September 2010 tagte der Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt in Hirschberg. FĂŒnf Bauvoranfragen bzw. BauantrĂ€ge standen auf der Tagesordnung, die alle einstimmig beschlossen wurden.

Der erste Tagesordnungspunkt, die Bauvoranfrage zur Errichtung eines 8-Familenhauses mit Tiefgarage und StellplĂ€tzen in der Birkenstraße, wurde intensiv von den GemeinderĂ€ten diskutiert.

Vor allem inwiefern sich der geplante Neubau harmonisch in die Umgebung mit ĂŒberwiegend Ein- und Zweifamilien- und ReihenhĂ€user einfĂŒge.

„Ich sehe hier stĂ€dtebaulich keine Disharmonie“, so BĂŒrgermeister Manuel Just. Zudem liege das GrundstĂŒck nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans. Das geplante Mehrfamilienhaus ĂŒberschreite zwar mit seiner Traufhöhe von 8,80 Meter die Nachbarbebauung, ist aber mit einer Firsthöhe von 9,60 Meter sogar niedriger als die angrenzenden ReihenhĂ€user.

„Auch von meiner Seite sehe ich keine Disharmonie“, sagte Dr. Jörg Boulanger (CDU) und betonte positiv die altersgerechte Bauweise. Auch Werner Volk (Freie WĂ€hler), Ulrich Schulz (SPD), Oliver Reisig (FDP) und Egon MĂŒller (GLH) schlossen sich dem an und begrĂŒĂŸten nochmals das barrierefreie und altersgerechte Bauen.

„Hier war der Investor clever“, sagte Just. Er habe die Diskussion in Hirschberg um das Seniorenheim mitbekommen und gesehen, dass hier Bedarf fĂŒr altersgerechtes Wohnen bestĂŒnde.

Bei der schwierigen Parkplatzsituation in der Birkenstraße wurde auch die Planung von 10 StellplĂ€tzen positiv beurteilt.

Ob sich das Mehrfamilienhaus harmonisch in die Umgebung einfĂŒge und ob die Kubatur so in Ordnung sei, war fĂŒr Karl-Heinz Treiber (GLH) zweifelhaft, dennoch stimmte er der Bauvoranfrage zu.

Auch Fritz Bletzer (Freie WĂ€hler) beurteilte das GebĂ€ude kritisch und gab nur „mit schwerem Herzen“ seine Zustimmung.

Der zweite Tagesordnungspunkt war der Bauantrag der Gemeinde fĂŒr das Kommunale Hilfeleistungszentrum, in das die Feuerwehr, das DRK und der Bauhof ziehen werden.

BĂŒrgermeister Manuel Just teilte den Ausschussmitgliedern mit, dass es gelungen sei, Kosten einzusparen. Insgesamt 47 StellplĂ€tze mussten fĂŒr das Bauvorhaben nachgewiesen werden. 22 AlarmstellplĂ€tze fĂŒr die Feuerwehr werden sich nun auf dem GelĂ€nde selbst befinden, weitere 27 StellplĂ€tze – also sogar 2 mehr als erforderlich – kann die Gemeinde auf dem GrundstĂŒck des SportgelĂ€ndes nutzen.

Als einzigen „Wermutstropfen“ bezeichnete Birgit Knoblauch, dass man die Chance verpasst habe, mit dem Bau des Hilfeleistungszentrums als Passivhaus ein Prestigeobjekt fĂŒr Hirschberg zu realisieren.

Insgesamt werden gut 6.000 Quadratmeter bebaut – das GrundstĂŒck ist rund 11.300 Quadratmeter groß – damit bleibt man unter der zulĂ€ssigen GrundflĂ€chenzahl von 0,6 – eventuell ist hier eine Kosteneinsparung gegeben.

Einstimmig angenommen wurde auch die Bauvoranfrage fĂŒr ein Reihenendhaus im Burgunderweg. In der Bauvoranfrage sollte eine Befreiung in drei Punkten von der Festsetzung des Bebauungsplanes zugestimmt werden. Zum einen der Überschreitung der Traufhöhe um 1,57 Meter, dem geplanten Dacheinschnitt ĂŒber die gesamte Hausbreite und der Terrasse außerhalb des Baufensters.

In allen Punkten sei schon im Baugebiet eine Befreiung erteilt worden, so Just. Bletzer kritisierte ein Lichtband im Dach, damit entstehe schon wieder eine neue Bau-Variante. Sowohl Treiber als auch Schulz und Karin Kunz bezeichneten das Bauvorhaben hingegen als gelungen. Durch viel Glas wĂŒrde die MassivitĂ€t der Reihenhausbauweise reduziert, betonte Schulz.

Der nĂ€chste Tagesordnungspunkt behandelte den nachtrĂ€glichen Bauantrag des TVG 1890 Großsachen zur Errichtung von 7 TennisplĂ€tzen. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens zur Errichtung des Seniorenzentrums wurde festgestellt, dass fĂŒr die TennisplĂ€tze, die 1972/73 eröffnet wurden, keine Baugenehmigung vorliege.

„Damit korrigieren wir somit eine fehlende Formalie“, so Just. Aus Aktennotizen war zu entnehmen, dass die Errichtung der TennisplĂ€tze im Einvernehmen und mit Kenntnisnahmen von der Gemeinde realisiert wurde. „Das hat man wohl einfach vergessen“, sagte Boulanger. Bei diesem Tagesordnungspunkt musste Karin Kunz als Vorsitzendes des TVG 1890 den Ratstisch verlassen.

Beim letzten Tagesordnungspunkt lag das Einvernehmen im Ermessen des BĂŒrgermeisters. Das bestehende EvoBus-Service-Center im „Gewerbepark Hirschberg SĂŒd“ soll durch einen zweistöckigen Anbau erweitert werden. Im Erdgeschoss werden ein Empfangs- und ein offener Bereich geschaffen. Im Obergeschoss entstehen weitere BĂŒrorĂ€ume. Zudem ist eine ĂŒberdachte AbstellflĂ€che fĂŒr Omnibusse geplant. Daraus ergibt sich eine Überschreitung der GrundflĂ€chenzahl um 4,84 Prozent. Der BĂŒrgermeister hat fĂŒr diesen Bauantrag sein Einvernehmen erteilt.

Feststellung der Jahresrechnung: GlĂŒck gehabt

Guten Tag!

Hirschberg, 30. Juni 2010. Der Hirschberger Gemeinderat hat die Feststellung der Jahresrechnung in seiner Sitzung vom 29. Juni 2010 einstimmig beschlossen. Trotzdem gab es Diskussionsbedarf.

Die wichtigste Nachricht zuerst, die aber keinen „News“-Wert mehr hat, weil sie schon bekannt ist: Die Gemeinde kann gut eine Million Euro in den Vermögenshaushalt ĂŒberfĂŒhren.

BĂŒrgermeister Manuel Just erlĂ€uterte in der Sitzung Eckpunkte der Jahresrechnung. Auch „Kleckerles“-BetrĂ€ge wurden genannt – was gut ist, denn Geld ist schließlich Geld.

So hat die Grundsteuer 12.700 Euro mehr Einnahmen durch die Neubewertung von GrundstĂŒcken gebracht. Der „dicke Batzen“ aber kam „glĂŒcklich“ durch Gewerbesteuermehreinnahmen zustande: Rund 700.000 Euro mehr als erwartet fĂŒllten die Kasse 2009.

Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer fiel hingegen von 4,7 Millionen um 127.000 auf 4,6 Millionen Euro.

61.000 Euro weitere Einnahmen gab es durch Zinsen und Konsessionen.

Die Personalausgaben sind mit 2,6 nach 2,74 Millionen Euro geringer – bei einer nach Darstellung von BĂŒrgermeister Just „höheren Arbeitsbelastung“ der Angestellten.

Der Schuldenstand betrug fĂŒr 2009 insgesamt 1,7 Millionen Euro, das sind umgerechnet 180 Euro pro Einwohner. Im baden-wĂŒrttembergischen Durchschnitt von 335 Euro Schulden je Einwohner zeigt sich Hirschberg hier noch sehr solide.

Im Bereich der Ausgaben ist ein großer Posten auffĂ€llig: 4,95 Millionen Euro fĂŒr GrundstĂŒcke. „Das ist eine Investition in die Zukunft und wird LiquiditĂ€t bringen“, sagte Just. Die Ausgaben wurden um 1,7 Millionen Euro ĂŒberschritten, da es höhere Erschließungskosten beim Sterzwinkel gegeben habe.

Die Fraktionen Ă€ußerten sich wie folgt:

FW Alexander May:
„Wir haben eine Million Euro als positive ZufĂŒhrung zum Vermögenshaushalt. Dieser Erfolg ist wesentlich durch Gewerbesteuermehreinnahmen von rund 700.000 Euro mehr erzielt worden. Wir sollten Sorge dafĂŒr tragen, dass zu erweitern. 15,7 Prozent der Personalkosten am Gesamthaushalt spiegelt die hohe Leistung der Verwaltungsmitarbeiter. Sehr erfreulich ist, dass wir auf die geplante Entnahme aus der RĂŒcklage verzichten konnen, so haben wir 4,9 Millionen Euro in der RĂŒcklage. Wir sollten weiter sparsam und solide arbeiten.“

CDU Matthias Dallinger:
„Interessant ist an dem Ergebnis, dass wir nach den BefĂŒrchtungen, gerade mal auszugleichen, nun dem Vermögenshaushalt eine Million Euro zufĂŒhren können. Es kam nicht so hart wie befĂŒrchtet. Damit haben wir ein Höchststand bei den RĂŒcklagen. Dieses Polster werden wir nicht so schnell wieder sehen. Wir sehen die Personalausgaben kritisch, aber wir sehen uns sehr gut gerĂŒstet fĂŒr unser Projekte.“

GLH Karlheinz Treiber:
„Wir danken fĂŒr die Transparenz der Darstellung. Die Polster schaffen wir leider auch zu Lasten der Substanz bei den Mitarbeitern. Wir sollten trotz der positiven Bilanz, die uns freut, uns jetzt nicht Mut machen, sofort an eine neue Sporthalle zu denken. Der Kostendeckungsgrad bei den GebĂ€uden muss reduziert werden – dort sind die Kosten gestiegen, dort haben wir investive Maßnahmen gefordert. Dort haben wir mehr Mut gefordert, um dort die steigenden Kosten zu reduzieren. Wenn wir hier investieren, sparen wir in der Zukunft.“

SPD Dr. Horst Metzler:
„Wir schließen uns dem Lob fĂŒr die Transparenz an, der Bericht ist sehr nachvollziehbar. Die Bewirtschaftskosten steigen, das ist verstĂ€ndlich, aber durch das Konjunkturpaket II werden diese Kosten durch energetische Maßnahmen reduziert. Was mich erschreckt, ist die teils stark schwankende Einkommensteuerzuweisung. Hier ist das Land gefordert. Bei den Personalkosten sehe ich einen Anstieg, sicher auch zum Teil durch die gewerkschaftlichen Einkommenserhöhungen, was aber gut und richtig ist.“

FDP Hartmut Kowalinski:
„Diese Feststellung ist ein gutes Zeugnis dafĂŒr, dass Gemeinderat und Verwaltung frĂŒhzeitig um die Posten gerungen haben. Dass sie so erfreulich ausgeht, ist glĂŒcklichen Ereignissen zu verdanken. Die Gewerbesteuer ist ein sehr wichtiger Posten – dieses Mal habe wir beim Gewerbesteuerroulette auf die richtigen Zahlen gesetzt.“

Neue Logistik im Gewerbegebiet – Umbau der Hass’schen MĂŒhle – kurze Sitzung

Guten Tag!

Hirschberg, 16. Juni 2010. Nur 30 Minuten dauerte am Dienstag, den 15. Juni 2010, die öffentliche Sitzung des Hirschberger Ausschusses fĂŒr Technik und Umwelt (ATU). Vier Punkte standen auf der Tagesordnung, ein Bauantrag wurde schon im Vorfeld von der Liste genommen.

Von Sabine Prothmann

Die Bauvoranfrage von Karl WeingĂ€rtner, der das Restaurant und Hotel Haas-€ℱsche MĂŒhle in der Talstraße betrifft, wurde einstimmig beschlossen.

Der Besitzer möchte die NebengebĂ€ude abreißen lassen und durch einen grĂ¶ĂŸeren Neubau ersetzen, um sich damit auch neben der gastronomischen Nutzung auch Möglichkeiten im Hinblick auf Wohnraumnutzung zu ermöglichen. „Öffentliche Belange werden dabei jedoch nicht tangiert“, so BĂŒrgermeister Manuel Just.

„Es ist schade um den Schuppen mit dem schönen Fachwerk“, bedauerte Birgit Knoblauch (GrĂŒne), vielleicht gĂ€be es ja eine Möglichkeit, die Teile der alten Bausubstanz zu erhalten und in den Neubau zu integrieren. Auch Fritz Bletzer (FW) Ă€ußerte Ă€hnliche Bedenken, ebenso Dr. Jörg Boulanger (CDU) und Oliver Reisig (FDP).

Der gemeinsame Tenor der Ausschussmitglieder war, man hoffe, dass der gastronomische Betrieb erhalten bleibe.

Der Bauantrag fĂŒr die Errichtung einer Logistikhalle mit BĂŒro- und SozialrĂ€umen fĂŒr die Firma Corteco (Freudenberg) wurde nur zur Information vorgelegt. Das Vorhaben soll zusĂ€tzlich zu dem bereits bestehenden Firmensitz in der Badener Straße 10 im Gewerbepark errichtet werden. Geplant ist ein GebĂ€ude mit 110,5 Metern LĂ€nge und 73 Meter Breite. Das HauptgebĂ€ude hat eine Höhe von 12,4 Metern.

Die Firma Corteco ist fĂŒhrend in Deutschland fĂŒr Autoteile wie Dichtungsringe und BremsschlĂ€uche.

Manfred Kopp von den Freien WĂ€hlern kritisierte den Standort des Sprinkler-Tanks: “Der ist an dieser Stelle sehr auffĂ€llig.“ Das könne man nur anmerken, aber nicht entscheiden, so Just.

„Was kommt in den Tank rein“, fragte Karlheinz Treiber von den GrĂŒnen. „Wasser“, antwortete Just.

„Unser Gewerbepark fĂŒllt sich, nur noch wenige GrundstĂŒcke sind frei“, freute sich in diesem Zusammenhang der Hirschberger BĂŒrgermeister.

Der Änderung des Bebauungsplans Heidelberg-Wieblingen fĂŒr den Umzug der Firma Hornbach wurde ebenfalls einstimmig zugestimmt. Der neue „großzĂŒgige Standort“ soll ĂŒber 800 Quadratmeter haben.

Manfred Kopp erinnerte bei den Anfragen daran, dass die Straßenmarkierungen im Bereich Breitgasse/Landstraße dringend erneuert werden mĂŒssten, „der Winter sei schließlich vorbei“.

„Dies wird nĂ€chste, aber spĂ€testens ĂŒbernĂ€chste Woche erledigt“, versprach Just.

Erfreulich sei, dass die Absenkungen in der Schillerstraße nach einem Anruf sofort behoben wurden: „Das wurde prompt erledigt“, merkte Karin Kunz (CDU) an.

Fragen ĂŒber Fragen – Gemeinderat diskutiert Fragebogen zu Seniorenzentrum

Guten Tag!

Hirschberg, 20. Mai 2010. Der Hirschberger Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 18. Mai 2010 lebhaft ĂŒber einen Fragebogen zum Seniorenzentrum diskutiert – obwohl gar nicht darĂŒber entschieden werde konnte.

Von Hardy Prothmann

Der Hirschberger Gemeinderat diskutierte lebhaft den Tagesordnungspunkt (TOP) 4. DarĂŒber sollte aber gar nicht abgestimmt werden – es handelte sich lediglich um eine Information.

Trotzdem wurde abgestimmt, weil Fritz Bletzer den Antrag stellte, den Fragebogen zurĂŒckzuziehen – obwohl das der Gemeinderat gar nicht entscheiden kann. Bletzers Antrag wurde vom Gemeinderat nicht angenommen.

ZurĂŒck auf Anfang:

Im Herbst 2009 wurde der „Runde Tisch Seniorenzentrum“ aus Vereinen und Organisationen im Bereich der Hirschberger Seniorenarbeit, dem Investor FWD Hausbau, der evangelischen Heimstiftung als Betreiber und dem FamilienbĂŒro gegrĂŒndet. Das Ziel: Eine fachliche Begleitung bei der Planung und Realisierung des Seniorenzentrums.

Hier wurde der Wunsch nach umfassenden Informationen zum Seniorenzentrum entwickelt – FWD Hausbau entwickelte daraufhin mit dem Betreiber und dem „Runden Tisch“ einen Fragebogen, der an alle Hirschberger BĂŒrger ab 58 Jahren versandt werden soll.

Bis zum 20. Juni 2010 soll die ausgefĂŒllten Fragebögen im Rathaus abgegeben worden sein. Die Auswertung soll am 08. Juli 2010 beim Informationsabend Seniorenzentrum prĂ€sentiert werden.

„Wieso wird der Grundservice besonders gewichtet?“ Monika Maul-Vogt

Die Diskussion eröffnete Monika Maul-Vogt (GLH): „Wieso sollen die Fragen zum Betreuungskonzept besonders gewichtet werden? Eigentlich soll doch ein Grundservice angeboten werden?“ Sie vermutet, dass der „Grundservice“ eventuell kein Grundservice werden wird. Aus ihrer Sicht ist das nicht in Ordnung.

Peter Johe (FW) sagte: „Mir ist das egal“, und Frau Maul-Vogt hielt dagegen: „Mir ist das absolut nicht egal, Herr Johe.“

Hauptamtsleiter Ralf GĂ€nshirt sah ebenfalls „PlausibilitĂ€sprobleme in Nuancen“, wĂ€hrend BĂŒrgermeister Just eher keine Probleme sah: „Daran sehen Sie, dass es durchaus unterschiedliche Standpunkte in der Verwaltung gibt.“

Dr. Horst Metzler (SPD) kritisierte ebenfalls die Methodik des Fragebogens: „Der Fragebogen ist nicht besonders gut gemacht“, und sagte spĂ€ter in der Diskussion, dass es sich nur um eine „Marktumfrage“ handele und die nicht viel bedeute.

„Die Fragen sind unscharf.“ Alexander May

Auch Alexander May (FW) kritisierte den Fragebogen und sagte: „Die Fragen sind unscharf. Außerdem sehe ich Probleme beim Datenschutz.“ Und weiter: „Außerdem wird nicht nach BedĂŒrfnissen zwischen MĂ€nnern und Frauen unterschieden, wenn Eheleute den Bogen gemeinsam abgeben. Der Fragebogen hat jede Menge handwerkliche Fehler.“

Dem widersprach der BĂŒrgermeister: „Jeder Ehepartner soll einen ausgefĂŒllten Fragebogen abgeben“, sagte Manuel Just.

Daraufhin las ihm Herr May die betreffende Passage vor: „Ehepaare möchten wir bitten, nur einen Fragebogen gemeinsam abzugeben!“, woraufhin der BĂŒrgermeister doch etwas verdutzt guckte.

Karlheinz Treiber (GLH) sagte: „Der Fragebogen ist nicht professionell – bei Grundservideleistungen muss man nichts „gewichten“, und sprang spĂ€ter Herrn Metzler bei und sagte: „Herr Metzler hat Recht – mal sollte den Fragebogen nicht so hoch halten“, woraufhin GemeinderĂ€tin Maul-Vogt (GLH) in Richtung Treiber empört sagte: „Nein“, und den Kopf schĂŒttelte.

Matthias Dallinger (CDU) hatte gar keine Probleme mit dem Fragebogen, Peter Johe sagte: „Weil wir hier einige Sachen nicht verstehen, sollten wir dem Investor die Chance geben, das zu erklĂ€ren und nicht die Lanze zu brechen.“

BĂŒrgermeister Just sagte: „Mein Vorschlag zur GĂŒte: Ich spreche nochmals mit dem Investor. Man muss nicht vermuten, dass wir ĂŒber den Tisch gezogen werden.“

Der Fragebogen wird nun leicht verĂ€ndert an die ab 58-jĂ€hrigen Hirschberger BĂŒrgerInnen verschickt. Beispielsweise entfĂ€llt die Frage nach der Altersgruppe 55-58 Jahre.

Dokumentation:
Der Fragebogen vor der „VerĂ€nderung in Nuancen“ (PDF, 3,5 MB)