Mittwoch, 19. Juni 2019

Geringere GebĂŒhrensteigerungen als notwendig

Defizit bei Krippenbelegung nicht zu Lasten der Eltern – trotzdem steigen die Preise

Hirschberg, 12. Dezember 2014. (red/ld) Das Angebot an KrippenplĂ€tzen ist mit einer Quote von 40 Prozent gut, aber nicht ausgelastet. Dadurch sind im vergangenen Jahr Defizite bei den Betriebskosten entstanden, die die Gemeinde ausgleichen muss. [Weiterlesen…]

Zwei neue Gruppen im Waldkindergarten

Kinderbetreuung wird ausgebaut

Hirschberg, 01. Oktober 2014. (red/ms) Um dem Bedarf gerecht zu werden, werden im kommendem Kindergartenjahr zwei zusĂ€tzliche Betreuungsgruppen benötigt. Verwaltung und Gemeinderat prĂŒften verschiedene Alternativen und kamen zu dem Entschluss einen Waldkindergarten zu errichten: Hier sollen Kinder naturnah erzogen werden. Die TrĂ€gerschaft wird voraussichtlich die Arbeiterwohlfahrt AWO ĂŒbernehmen. Mit Baukosten von etwa 130.000 Euro entschied sich der Gemeinderat fĂŒr die mit deutlichem Abstand billigste Variante.  [Weiterlesen…]

10 Jahre DRK Service fĂŒr Menschen zu Hause

„Wir werden Ă€lter, bunter und weniger“

Rhein-Neckar, 08. April 2014. (red/pm) „Wir werden Ă€lter, bunter und weniger“ Mit diesen drei Adjektiven umschreibt die Weinheimerin Christiane Springer, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des DRK KV Mannheim e.V. den demografischen Wandel. Auch wenn sich Zeitablauf und Ausmaß des Wandels in den einzelnen Kommunen unterschiedlich darstellen, mĂŒssen sich doch alle mit den Bedingungen einer alternden Gesellschaft intensiv auseinandersetzen. [Weiterlesen…]

Kommunale Kinderbetreuung im Vergleich

Enorme Unterschiede bei Kosten und Angeboten zur Kinderbetreuung

Rhein-Neckar/Hirschberg, 04. April 2014. (red/ae/ms) Seit dem 01. August 2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten bis zum Ende des dritten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung oder einer Kindertagespflege. Reichen die PlĂ€tze in den Gemeinden des Landtagswahlkreis Weinheim? Wie viele KindergĂ€rten und KindertagesstĂ€tten gibt es in den Gemeinden? Was kostet welches Angebot? Wir haben fĂŒr Sie recherchiert und liefern den Überblick zu den Angeboten. [Weiterlesen…]

Gemeinderat will auf Nummer sicher gehen

Noch mehr Kinderbetreuung

Hirschberg 13. Februar 2014. (red/ms) Durch den neuen Rechtsanspruch auf Betreuung, der seit August 2013 in Kraft getreten ist, mussten auch in Hirschberg einige PlĂ€tze zur Kinderbetreuung ausgebaut werden. Derzeit gibt es keine Probleme, den Bedarf zu decken. Doch laut Prognosen werden die Kinderzahlen weiterhin steigen, auch die Nachfrage fĂŒr GanztagesplĂ€tze steigt. Insbesondere im Ortsteil Großsachsen droht ein Defizit: Dort gibt es mit 106 PlĂ€tzen nur etwa halb so viele wie in Leutershausen. Daher beschloss der Gemeinderat gestern, Maßnahmen zu prĂŒfen, wo weiter ausgebaut werden könnte. [Weiterlesen…]

BĂŒrgermeister Manuel Just thematisiert Krisengebiete dieser Welt in seiner Neujahrsansprache

„Wir benötigen jeden Einzelnen von Ihnen“

Just offiziell

BĂŒrgermeister Manuel Just. Foto: Gemeinde Hirschberg

Hirschberg, 16. Januar 2014. (red/pm) Allein die BegrĂŒĂŸung der GĂ€ste nahm drei Seiten der Neujahrsansprache von BĂŒrgermeister Manuel Just ein. Ein Schatten lag ĂŒber dem Termin, war doch der EhrenbĂŒrger Alfons Holzmann am 26. Dezember verstorben. Die Anwesenden gedachten dem Verstorbenen mit einer Schweigeminute. Der BĂŒrgermeister wĂ€hlte einen sehr ungewöhnlichen Einstieg ins neue Jahr: Krisengebiete dieser Welt, insbesondere Syrien und die vielen Millionen Menschen auf der Flucht – die auch zu uns in die Region kommen. Das macht die Rede, die sich ansonsten mit kommunalpolitischen Themen wie Kinderbetreuung, Sanierungen, Bildung beschĂ€ftigt, ungewöhnlich und außerordentlich lesenswert. [Weiterlesen…]

Betreuungsquote von 36,4 %

99 BetreuungsplÀtze

Hirschberg, 30. Juli 2013. (red/pm) Ab 01. August haben alle Kinder vom vollendeten 1. Lebensjahr bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer KindertagesstĂ€tte oder bei einer Tagespflegeperson. Die Gemeinde Hirschberg ist gut aufgestellt und wird zum 01. August, bei BerĂŒcksichtigung aller gemeldeten Kinder zwischen 0-3 Jahren, mit 99 BetreuungsplĂ€tzen eine Betreuungsquote von 36,4 % erreichen. BerĂŒcksichtigt man nur die Kinder von 1-3 Jahren sind es sogar 55,6 %. [Weiterlesen…]

Gemeinderat May hat sich ĂŒber unsere Berichterstattung beschwert - wir haben nachrecherchiert

Dichtung und Wahrheit

Hirschberg, 19. Juli 2013. (red) Der Gemeinderat Alexander May (Freie WĂ€hler) hat uns vorgeworfen seine RedebetrĂ€ge als „inhaltlich nicht erwĂ€hnenswert“ beschrieben zu haben und hat seine Argumente als Kommentar aufgeschrieben. Dazu nehmen wir Stellung. [Weiterlesen…]

TrĂ€ger der Einrichtungen informieren ĂŒber GebĂŒhrenanpassung

Kosten fĂŒr Kinderbetreuung steigen weiter

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Hirschberg, 17. Juli  2013. (red/aw) Die TrĂ€ger der Hirschberger KindergĂ€rten haben in der Gemeinderatssitung am Dienstagabend das Gremium und die Verwaltung ĂŒber die Anpassung der GebĂŒhren fĂŒr die Jahre 2013/2014 und 2014/2015 informiert. Nachdem die Kosten fĂŒr die Kinderbetreuung bereits im vergangenen Jahr gestiegen sind, werden sie auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Die EinfĂŒhrung des MindestpersonalschlĂŒssels sowie die bedarfsgerechte Umwandlung der Gruppen fĂŒhren zu höheren Personalkosten. Um diese Kosten aufzufangen, sei eine Anpassung der GebĂŒhren nicht zu vermeiden. [Weiterlesen…]

Erster Erlebnis-Samstag ein voller Erfolg

Trotz Ungewissheit: Bauernhof-Kindergarten stellt sich vor

An der frischen Luft, zwischen Pferden und Stroh, war der Spaß garantiert: (v.l.n.r.) Ellen Kneier-Jost, Ulrike Fulton und Sanja Veres mit den kleinen Besuchern des Marbacher Hofs.

 

Hirschberg, 28. Januar 2013. (red/aw) Die Finanzierung ist lĂ€ngst noch nicht geklĂ€rt, die Suche nach Investoren „mĂŒhselig“. Trotzdem will der TrĂ€gerverein “Bauernhofkindergarten am Marbacher Hof e.V.” Kinder und Eltern auf den Geschmack bringen und ein Bewusstsein fĂŒr diese Art von Kinderbetreuung schaffen. Beim ersten Erlebnis-Samstag auf dem Marbacher Hof konnte getestet werden, was in Zukunft vielleicht fĂŒr sechzehn Kinder Alltag wird: Das Leben auf dem Bauernhof.

Von Alexandra Weichbrodt

Ellen Kneier-Jost ist Ă€ußert zufrieden mit der Resonanz auf den ersten veranstalteten Erlebnis-Samstag:

Wir haben heute zwölf angemeldete Kinder, die gerne einmal unseren Bauernhof kennenlernen wĂŒrden.

Eine Resonanz, die etwas ĂŒberraschend ist. Denn noch weiß man beim TrĂ€gerverein ĂŒberhaupt nicht, wann der Kindergarten tatsĂ€chlich eröffnen kann. Das Problem: Die Finanzierung. Nachdem der Gemeinderat die Aufnahme in den Haushaltsplan verweigert hat, sind die Vereinsmitglieder selbststĂ€ndig auf der Suche nach Förderern und Investoren.

Allerdings ist die Suche sehr mĂŒhselig. Wir schreiben viele Stiftungen an, haben schon einige Absagen erhalten, warten aber auch noch auf zahlreiche RĂŒckmeldungen,

so Ellen Kneier-Jost, die Leiterin des Marbacher Hofs und zukĂŒnftige Vermieterin des Kindergartens. Sollte er denn eröffnet werden. DafĂŒr kĂ€mpft sie mit ihrem Mann Reiner Jost, Landwirt und PĂ€dagoge. Gemeinsam mit drei weiteren Erzieherinnen trĂ€umen sie von einem Kindergarten auf dem Bauernhof. Einem Ort, wo der Dialog mit dem Kind im Mittelpunkt steht und individuell herausgefunden werden kann, welche BedĂŒrfnisse das Kind hat.

Dass Eier nicht nur aus dem Supermarkt kommen, ist nur eine Erkentniss von vielen, die die Kinder an diesem Nachmittag machen.

Mit allen Sinnen genießen und erleben

Gepaart mit dem „Erlebnis Bauernhof“ soll den Kindern die Möglichkeit geboten werden, eine eigenstĂ€ndige und gemeinschaftsfĂ€hige Persönlichkeit zu entwickeln. Dabei helfen sollen Tiere, Natur und landwirtschaftliche Arbeit.

Auf dem Programm des ersten Erlebnis-Nachmittags stand das „Kennenlernen der Tiere“. Pferde, KĂŒhe, Schafe, HĂŒhner, Schweine, Hunde und Katzen sind auf dem Marbacher Hof zu finden. Da gibt es viel zu gucken fĂŒr die kleinen Besucher. Der Rundgang beginnt im Stall, mit einer FĂŒhl-Station. Denn auch das gehört an diesem Nachmittag dazu:

Die Kinder sollen mit allen Sinnen genießen und erleben,

sagt Ulrike Fulton. Auch sie ist Mitglied im TrĂ€gerverein und Erzieherin und engagiert sich ehrenamtlich, um zukĂŒnftig eine alternative Art der Kinderbetreuung auf dem Marbacher Hof anbieten zu können. Mit der Geschichte von den frechen HĂŒhnern „Zick und Zack“ beginnt die Reise durch die Tierwelt auf dem Bauernhof.

Wissen vermitteln und Bewusstsein schaffen

Wie nötig es ist, bei den Kindern ein Bewusstsein fĂŒr Tiere und Natur zu schaffen, zeigt die Frage: Woher kommen eigentlich die Eier?

Aus dem Einkaufsladen,

ruft der dreijÀhrige Anton. Die ErklÀrung, dass dies zwar teilweise stimmt, aber irgendwie dann auch wieder nicht, ist Aufgabe der PÀdagogen:

Wir sind ĂŒberzeugt davon, dass Kinder Natur und Tiere brauchen, damit sie zu integrations- und gesellschaftsfĂ€higen Mitmenschen heranwachsen können.

Im Stall dĂŒrfen die Kleinen fĂŒttern, streicheln und staunen. Hier leben KĂŒhe, Pferde und Schweine. Mit altem Brot nĂ€hern sich die ersten Kinder den großen Tieren an. Respektvoll, aber ohne Angst, fĂŒttern sie die Hoftiere durch die Gitter.

Paradiesische Rahmenbedingungen

Landwirt Reiner Jost zeigt den Kindern, woher die Eier wirklich kommen.

Die Familie Jost betreibt auf dem Marbacher Hof seit 35 Jahren eine Pferdezucht. 23 Pferde, darunter ein Zuchtbulle und vier Stuten, leben hier. In der Regel werden pro Jahr zwei Fohlen geboren, das nĂ€chste kommt im MĂ€rz. Ereignisse, die nicht nur Kinder regelmĂ€ĂŸig begeistern. Auch die Eltern bekommen beim Anblick der trĂ€chtigen Stute große Augen.

Überhaupt gibt es eine Menge zu gucken auf dem Bauernhof. Der Marbacher Hof liegt an den Weinbergen am Waldrand. Die bewirtschaftete FlĂ€che ist etwa zwölf Hektar groß. Hier wird das Heu fĂŒr die Tiere selbst erzeugt und das Brennholz fĂŒr den Winter im Wald geholt.

Rahmenbedingungen, die fĂŒr die Eltern paradiesisch wirken. Angela aus Schriesheim ist die Mama vom kleinen Anton. Sie ist begeistert von der Anlage und seinen Bewohnern:

Hier hat Anton was zu tun, das ist wichtig. Er langweilt sich schnell und muss immer „arbeiten“.

Beim Schafe fĂŒttern, mit Heu und Brot ist er daher ganz vorne mit dabei. Allerdings ist Anton schon drei Jahre alt und geht bereits in einen Kindergarten in Schriesheim. Sollte der Kindergarten auf dem Marbacher Hof eröffnen, wĂ€re diese Form von Kindergarten bestimmt eine Alternative, die man sich durch den Kopf gehen lassen könnte. Doch, wĂŒrde Mama Angela ihren Anton aus dem jetzigen Kindergarten herausnehmen? Eher nicht.

Da spiele ja viele Faktoren eine Rolle. Ein Wechsel aus der grade erst gewohnt gemachten Umgebung, ist schon schwierig. Hier mĂŒsste man dann wirklich abwĂ€gen, was einem wichtig ist.

Hier könnte bald der Umbau beginnen: Das GebÀude soll den Bauernhof-Kindergarten in Zukunft beherbergen.

Engagement, trotz Ungewissheit

Eine Tatsache, die auch Ellen Kneier-Jost, bei ihrem Fazit des Nachmittags erkannt hat:

UrsprĂŒnglich war der Nachmittag fĂŒr Kinder von drei bis sechs Jahren, der potenziellen Zielgruppe des Kindergartens. Allerdings haben diese Kinder in der Regel bereits alle einen Kindergarten Platz.

In Zukunft mĂŒsse sich also verstĂ€rkt auf die noch kleineren Kinder konzentriert werden. Denn diese wĂ€ren schließlich noch auf der Suche nach einem geeigneten Platz. Doch die Zukunft ist ja nach wie vor ungewiss. So bleibt dieser Erlebnis-Nachmittag zwar eine tolle Sache fĂŒr Kinder und Eltern, aber konkrete PlĂ€ne können weder die Organisatoren noch interessierte Familien damit machen.

Es fehlt nicht mehr an Genehmigungen, es fehlt nur noch das Geld,

sagt auch Reiner Jost. Ihm man anmerkt, wie sehr er gerne loslegen wĂŒrde mit diesem Projekt. Die Baugenehmigung fĂŒr den Umbau eines GebĂ€udes in Kindergarten-RĂ€umlichkeiten ist erfolgt. Den Umbau wĂŒrde die Familie Jost sogar aus eigener Tasche finanzieren.

Aber es geht um die Deckung der dann laufenden Kosten, rund 107.000 Euro im Jahr. Das Gehalt der Erzieherinnen muss gesichert sein, sonst können wir nicht starten.

BestĂ€tigt auch Sanja Veres. Die Erzieherin wĂŒrde sofort ihre Anstellung in einem herkömmlichen Kindergarten aufgeben, um auf dem Marbacher Hof zu arbeiten. Sollte sich bis MĂ€rz eine Finanzierung ergeben, könnte im September eröffnet werden.

Doch das ist leider momentan nur Wunschdenken. Wir hoffen einfach, dass wir noch Stiftungen fĂŒr unser Anliegen begeistern können,

so Hof-Chef Jost. Die Rahmenbedingungen sind gegeben. Allen Beteiligten merkt man die Freude an ihrem Engagement an.

Der Abschluss eines gelungenen Nachmittags: Stockbrot ĂŒber dem Lagerfeuer.

Vielleicht kennt ja jemand jemanden, der jemanden kennt.

Die Kinder sind begeistert und die Eltern sind es auch. Nach einer ausgiebigen Tour ĂŒber den Hof, treffen sich alle am Lagerfeuer. Gemeinsam wird jetzt Stockbrot gemacht. Naturverbunden und bodenstĂ€ndig soll die Erziehung auf dem Marbacher Hof sein. So wie an diesem Nachmittag. Und wer weiß, vielleicht kennt ja jemand jemanden, der jemanden kennt, der dem TrĂ€gerverein helfen kann.

Die Hoffnung der Verantwortlichen ist noch da. Den Antrieb geben die kleinen zufriedenen Gesichter. Und auch deren Eltern, die bei Stockbrot und Lagerfeuer großes Interesse an einem Platz in der Zukunft bekunden. Wenn auch nicht jetzt gleich, dann aber vielleicht fĂŒr das Geschwisterchen von Anton und Co.

Die nĂ€chsten Erlebnis-Samstage auf dem Marbacher Hof sind am 20.04.2013 und 20.07.2013, jeweils von 14 bis 16 Uhr, geplant. Anmeldungen können ĂŒber die Homepage des Vereins oder unter 06201-12348 (ab 14.30 Uhr) erfolgen.

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Weiterer Ausbau der KrippenplÀtze

Überdurchschnittliche Kindertagesbetreuung

 

Ab August 2013 gibt es den gesetzlichen Anspruch auf Kinderbetreuung – die Gemeinde bauen ihre Angebote aus. (hier eine Kindergartengruppe in Weinheim). Foto: Stadt Weinheim

 

Hirschberg, 22. November 2012. (red) Über dem Landesdurchschnitt liegt die Betreuungsquote fĂŒr Kinder zwischen einem und drei Jahren. Bis zum nĂ€chsten Jahr will die Gemeinde ihr Angebot weiter ausbauen. Damit will die Gemeinde attraktiver werden und junge Familien anziehen. Ab August 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz fĂŒr Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben.

Mit einer Versorgungsquote an BetreuungsplĂ€tzen von 23 Prozent fĂŒr Kinder zwischen einem und drei Jahren liegt Hirschberg laut einer Erhebung des Landratsamt ĂŒber dem Landesdurchschnitt in Baden-WĂŒrttemberg von 20,8 Prozent. Im gesamten Rheinneckar-Kreis liegt die Quote bei 29 Prozent. Die höchste Quote, mit 41 Prozent weist dabei Laudenbach auf. Heddesheim liegt mit 19 Prozent noch deutlich darunter.

Der Ausbau lÀuft: Bis Ende des Jahres sollen zu den 59 bestehenden PlÀtzen 40 neue dazu kommen. Fast alle Gemeinden in unserem Einzugsgebiet bauen die KapazitÀten aus. Am meisten neue PlÀtze werden in Weinheim (51) und Dossenheim (50) geschaffen. In Heddesheim entstehen 30 neue PlÀtze. In Ladenburg will man den Ausbau am Bedarf regeln. Im gesamten Rheinneckarkreis entstehen bis 2013 926 zusÀtzliche PlÀtze zu den bestehenden 3.897.

Die Arten der Betreuung im Rheinneckarkreis sind gut durchmischt: Die HÀfte der Kinder besucht Kleinkindgruppen. 23 Prozent der PlÀtze sind in der Tagespflege zu finden. In altersgemischte KindertagesstÀtten gehen 20 Prozent sowie 7 Prozent in betreute Spielgruppen.

Gemeinderatssitzung vom 27. MĂ€rz 2012

Just: „Das Thema Kinderbetreuung zieht sich wie ein roter Faden durch die Sitzung“

Hirschberg, 29. MĂ€rz 2012. (red/sap) Das Thema Kinderbetreuung zog sich wie ein roter Faden durch die Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzung. Zudem wurde ein „historischer Haushalt“, so Just, verabschiedet und die Fraktionen hielten ihre Haushaltsreden.

Von Sabine Prothmann

Auf dem Marbacher Hof im Ortsteil Großsachsen ist die Einrichtung eines Bauernhof-Kindergartens im Herbst 2012 geplant. Dort möchten zwei berufstĂ€tige Erzieherinnen ihre Idee von dieser speziellen Einrichtungsart durch Anmietung von RĂ€umlichkeiten und UnterstĂŒtzung der Familie Kneier-Jost realisieren.

Offensichtlich waren auch viele Zuschauer gekommen, die sich fĂŒr dieses Thema interessierten.

Doch wie BĂŒrgermeister Just gleich eingangs der Gemeinderatssitzung betonte: „Der Gemeinderat hat noch erheblichen Beratungsbedarf“, so dass dieser Punkt von der Tagesordnung genommen wurde. In einer der nĂ€chsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat mit dem Bauernhof-Kindergarten beschĂ€ftigen, kĂŒndigte Just an.

Auch im nÀchsten Tagesordnungspunkt ging es um die Kinderbetreuung.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 31. Januar 2012 beschlossen, dass in der Rheinstraße, Ecke Karlsruherstraße, Ortsteil Leutershausen, der Bau einer Kinderkrippe mit 20 bis 30 BetreuungsplĂ€tzen realisiert werden soll.

Bis zum Bewerbungsschluss am 27. Februar 2012 waren vier Bewerbungen eingegangen, die der BĂŒrgermeister vorstellte.

Beim ersten Bewerber handelte es sich, wie nicht schwer zu erkennen war, um den Postillion e.V., der jetzt schon Kinderkrippen in Großsachsen und Leutershausen betreibt.

„Eine TrĂ€gervielfalt ist damit nicht gegeben.“

Die Erfahrung und die einheitliche Struktur, vor allem bei den ElternbeitrĂ€gen, sprĂ€chen eindeutig fĂŒr diesen Bewerber, so Just. Auch gĂ€be es hier wenig Unsicherheit bei den Betriebskosten. Nachteilig sei jedoch die Gefahr eines Monopols: „Eine TrĂ€gervielfalt ist damit nicht gegeben.“

Beim zweiten Bewerber handelt es sich um die Hirschbergerin Manuela Weiskircher. Sie hatte die GemeinderĂ€te nicht nur mit ihrem ansprechenden pĂ€dagogischen Konzept ĂŒberzeugt, sondern auch durch ihre Identifikation mit Hirschberg.

Als Nachteil wurden jedoch die hohen Verwaltungskosten, resultierend aus GeschĂ€ftsfĂŒhrung plus Leitung, gesehen, die dann zu Lasten der GemeindezuschĂŒsse und der ElternbeitrĂ€ge gehen wĂŒrden.

Dem dritten Bewerber, das Heidelberger Kinderzentrum Kunterbunt, fehle die Identifikation mit Hirschberg sowie ein Ansprechpartner – neben der Leitung – vor Ort. Zudem waren die veranschlagten Baukosten sehr hoch.

Der vierte Bewerber zeige große Unsicherheitsfaktoren bezĂŒglich der Bau- und Personalkosten, er habe nur SchĂ€tzwerte vorgelegt. Das spreche fĂŒr keine große VerlĂ€sslichkeit, so Just.

Deshalb schlug die Verwaltung vor, den Zuschlag an Manuela Weiskircher aus Großsachsen zu vergeben, unter der Voraussetzung, dass sie die Verwaltungskosten reduziere. Die private TrĂ€gerin plante mit 30 Prozent, nun sollen die Verwaltungskosten aber 15 Prozent des Anteils am Bruttoarbeitslohn nicht ĂŒbersteigen. Damit könnte auch der Gemeindezuschuss und die ElternbeitrĂ€ge niedriger ausfallen.

Der zweite Teil des Beschlussvorschlags sieht vor, falls die Hirschberger Bewerberin die genannten Voraussetzung nicht erfĂŒlle, sollte der Zuschlag an den ersten Bewerber, also an den Postillion e.V. gehen.

Seine Fraktion sei sich nicht einig, erklĂ€rte Peter Johe (FW). Ein Teil sei fĂŒr Manuela Weiskircher – und da nur mit 10-prozentigem Anteil am Bruttoarbeitslohn anstelle vo 15 Prozent – ein anderer Teil fĂŒr den Postillion e.V.. Ferdinand Graf von Wieser (CDU) erklĂ€rte hingegen die Einigkeit seiner Fraktion und sagte, „wir wollen die Angebotsvielfalt“, die fehlende Erfahrung mache die Bewerberin mit ihrer guten PrĂ€sentation Wett.

Auch fĂŒr die SPD-Fraktion ist die Notwendigkeit einer Vielfalt oberstes Gebot, sagte Dr. Horst Metzler. Deswegen habe sich die SPD auch fĂŒr den dritten Bewerber entschieden, falls Manuela Weiskircher die Voraussetzungen nicht erfĂŒlle. Metzler forderte folglich eine getrennte Abstimmung.

Ähnlich argumentierte auch Monika Maul-Vogt fĂŒr die GLH. Die TrĂ€gervielfalt, aber auch die QualitĂ€t, Öffnungszeiten, Sozialstaffelung, Schließtage, gesplittete BetreuungsplĂ€tze waren Kriterien an denen ihre Fraktion die Entscheidung fest machte und deshalb auch den dritten Bewerber an die zweite Stelle setzte. Bei dem dritten Bewerber handle es sich um ein großen, erfahrenen und zuverlĂ€ssigen Partner, so Maul-Vogt.

Eingeschossige Bauweise und 30 PlÀtze wurden fixiert

„Ich möchte zunĂ€chst die eingeschossige Bauweise und die 30 PlĂ€tze fixieren“, erklĂ€rte Just und bekam dafĂŒr einstimmige Zustimmung.

Die Freien WĂ€hler wollten als Erstes ĂŒber die Reduktion der Verwaltungskosten von 15 Prozent auf 10 Prozent abstimmen, konnten damit aber die anderen Fraktionen nicht ĂŒberzogen und so blieb es bei vier (FW) Ja-Stimmen.

Bei drei Gegenstimmen (ebenfalls FW) wurde der erste Teil des Beschlussvorschlags der Verwaltung, den Zuschlag, unter den genannten Voraussetzungen, an Frau Weiskirche zu vergeben, beschlossen.

Im zweiten Teil stimmten elf Ratsmitglieder fĂŒr die Alternative Postillion e.V. und sieben (SPD, GLH und Oliver Reisig) fĂŒr den dritten Bewerber, das Kinderzentrum Kunterbunt aus Heidelberg.

Thomas Herdner (GLH) wĂŒnschte sich fĂŒr die neue Kinderkrippe ein Passivhaus und Metzler (SPD) meinte, diesen Rat könne man sicherlich dem Bewerber mitgeben.

„Wir haben innerhalb von fĂŒnf Jahren viele PlĂ€tze geschaffen“

Im nĂ€chsten Tagesordnungspunkt ging es um den qualitĂ€tsorientierten und bedarfsgerechten Ausbau der Tagesbetreuung fĂŒr Kinder.

Durch die Einrichtung der Kinderkrippe Postillion e.V. in Leutershausen und Großsachsen, der teilweise Aufnahme von Kindern unter drei Jahren in den KindergĂ€rten und der Kindertagespflege, die seit dem 01. Januar 2010 von der Kommune gefördert wird, werden unterschiedliche Betreuungsmöglichkeiten in Hirschberg angeboten, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister.

Die Regelung der Zuschusshöhe in der Tagespflege von 30.000 Euro pro Jahr wurde zunĂ€chst fĂŒr die Jahre 2010 und 2011 getroffen. FĂŒr die Tagespflegepersonen wurde im Jahr 2010 ein Zuschuss in Höhe von 2,05 Euro pro Betreuungsstunde gezahlt, im Jahr 2011 reduzierte sich dieser auf Grund einer höheren Summe der Gesamtbetreuungsstunden auf 1,49 Euro pro Betreuungsstunde. Seit dem 01. Januar 2012 wird pauschal ein Zuschuss in Höhe von 1,50 Euro bezahlt.

Unter BerĂŒcksichtigung der gesetzlichen Vorgaben ist zu prĂŒfen, ob der voraussichtliche Bedarf (42 Prozent der unter DreijĂ€hrigen) noch gedeckt werden kann.

Dies ist in Hirschberg nach Schaffung der Voraussetzung zur Errichtung einer weiteren Krippe in Leuterhausen mittelfristig zu bejahen.

Denn spÀtestens zur JahreshÀlfte des kommenden Jahres ist von einem nachhaltigen Angebot von mehr als 100 PlÀtzen bei gegenwÀrtig 255 Kindern unter drei Jahren auszugehen.

„Wir haben innerhalb von fĂŒnf Jahren viele PlĂ€tze geschaffen“, sagte Ferdinand Graf von Wiser (CDU). Und Peter Johe (FW) meinte: „Die Tendenz zur Anspruchsnahme von KrippenplĂ€tzen wird steigen, wir haben ein hervorragendes Ergebnis.“

Insgesamt war den Ratsmitgliedern klar, dass sich die Kinderbetreuung Ă€ndern muss und wird. Der Wunsch nach GanztagesplĂ€tzen und Betreuung fĂŒr Kinder unter drei Jahren nimmt stetig zu.

Der Bestandsaufnahme und den geplanten Ausbaustufen fĂŒr Kinder unter drei Jahren wurde einstimmig zugestimmt.

Dokumentation: Kritik und VorschlÀge von Eltern in Sachen Kinderbetreuung


Hirschberg, 04. Juli 2011. (red/dok) Vergangene Woche hat der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss gefasst: Im kommenden Jahr wird es von MĂ€rz bis August eine VersorgungslĂŒcke fĂŒr Kinder ĂŒber drei Jahren geben. Bis zu zwei weitere Gruppen sind nötig. Die Gemeinde will den „Eltern“ helfen, eine „Lösung anzubieten“ – tatsĂ€chlich heißt das vermutlich, dass die Kinder außerhalb der Gemeinde untergebracht werden mĂŒssen.Der Frust ist groß – die Eltern fĂŒhlen sich im Stich gelassen.

BĂŒrgermeister Manuel Just ließ keinen Zweifel daran, dass die Eltern einen Anspruch auf Betreuung haben: „Der Anspruch ist keiner, der in der Gemeinde erfĂŒllt werden muss, sondern auch außerhalb.“

Einige Eltern hatten die Gemeinderatssitzung besucht und wollten ihre Situation schildern. BĂŒrgermeister Just hat das zurĂŒckgewiesen. Nachdem vergangene Woche der Gemeinderat eine „Grundsatzentscheidung“ getroffen hat, werden die Eltern heute Abend informiert – ohne Chance, noch Einfluss ausĂŒben zu können.

Um 19:00 Uhr sind in der Alten Turnhalle Großsachsen, Riedweg 1 folgende Themen vorgesehen:
1. Gemeinsame Vorgehensweise der kirchlichen TrÀger der KindergÀrten und der Gemeinde bei den zeitlich begrenzten PlatzkapazitÀten in den KindergÀrten
2. Kommende Anpassung der ElternbeitrÀge
3. Kriterien fĂŒr die Vergabe von GanztagsplĂ€tzen in den KindergĂ€rten

Wir haben uns mit Eltern in Verbindung gesetzt, die uns folgende Positionen ĂŒbermitteilt haben. Deren Sicht der Dinge ist nicht eben „schmeichelhaft“ fĂŒr die Verwaltung und die Verantwortlichen in den KindergĂ€rten. Der Frust ist groß – die Eltern fĂŒhlen sich im Stich gelassen.

Dokumentation:

„Übergangslösungen fĂŒr die Zeit der fehlenden KindergartenplĂ€tze von Februar bis September 2012 (lt. Herrn Sasse-Rösch wĂŒrden derzeit 16 Geschwisterkinder, die in diesem Zeitraum 3 Jahre alt werden, im evangelischen Kindergarten in Leutershausen keinen Platz bekommen):

  • Überbelegung der Gruppen mit 2-3 Kindern pro Gruppe (es besteht lt. Herrn Sasse-Rösch und Pfarrerin Dr. Schmidt bereits eine Überbelegung). Nach den Richtlinen des Kommunalverbandes fĂŒr Jugend und Soziales ist eine Überbelegung fĂŒr bis zu 1 Jahr mit bis zu 3 Kindern pro Gruppe möglich.
  • Aufstellen eines Containers oder Bauwagens im Hof oder Garten des Kindergartens (wird lt Pfarrerin Dr. Schmidt wohl von der politischen Gemeinde wegen Mehrkosten der Miete abgelehnt!). Wir Eltern wĂŒrden uns bei der Organisation und Ausgestaltung des Containers beteiligen, haben dies auch schon angeboten.
  • Einen anderen Raum im Gemeindehaus ĂŒbergangsweise fĂŒr die Betreuung der zusĂ€tzlichen Kinder zur VerfĂŒgung stellen , z. B. Turmzimmer, Turnraum, Teil des Gemeindesaals (rechtliche Vorgaben gestalten dies lt. Herrn Sasse-Rösch schwierig, Fr. Dr. Schmidt will dies klĂ€ren)
  • Vereinbarung mit der Kleinkindkrippe Postillion: Kinder dĂŒrfen ĂŒbergangsweise im Postillion bleiben, bis der Kindergartenplatz frei wird (derzeit verlangt Postillion, dass die Kinder mit Vollendung des 3. Lebensjahres die Krippe verlassen; Gemeinde finanziert Postillion mit, könnte auf Übergangslösung hinwirken)

GrĂŒnde fĂŒr die Schaffung einer Übergangslösung im evangelischen Kindergarten:

  • Unsere Kinder sind Geschwisterkinder
  • Unsere Kinder sind Mitglied der Kirche
  • Beide Elternteile sind berufstĂ€tig
  • Die Kinder wurden frĂŒh im Kindergarten angemeldet (bereits mit ca. 1 Jahr)
  • Wir finanzieren auch den Umbau des evangelischen Kindergartens in den nĂ€chsten Jahren durch unsere Steuergelder mit, wovon unsere Kinder allerdings nicht mehr werden profitieren können
  • Durch die Neubaugebiete sollten mehr Familien nach Leutershausen kommen, dann sollte auch die Bereitschaft da sein, jetzt nach Fehlkalkulation der benötigten PlĂ€tze die Übergangslösung mit zu finanzieren
  • Empfehlung von Frau Burkert, Leitung des katholischen Kindergartens, Geschwisterkinder nicht in unterschiedlichen KindergĂ€rten anzumelden, unsere grĂ¶ĂŸeren Geschwisterkinder sind bereits im evangelischen Kindergarten integriert, Wechsel somit nicht möglich

Gedanken bezĂŒglich der Zukunft:

Sind in ca. 5-8 Jahren, wenn die Umbaumaßnahmen der KindergĂ€rten abgeschlossen sein werden, auch noch so viel mehr KindergartenplĂ€tze nötig? Die Neubaugebiete werden jetzt voll, in einigen Jahren kommen evtl. nicht mehr so viele „Zuzöglinge“ nach Leutershausen

Die Schule muß jetzt schon auf das Mehr an Kindern in 3-4 Jahren vorbereitet werden

Gemeinde sollte jetzt nicht nur Geld in langfristige Lösungen investieren, da die Gefahr des Leerstands besteht, wenn die Kindern Ă€lter werden. Die Neubaugebiete wachsen mit, wenn alle geplanten Umbauten an den KindergĂ€rten fertig sind, werden die PlĂ€tze evtl. nicht mehr dort, sondern in den Schulen etc. benötigt. Die Gemeinde sollte auch bereit sein, jetzt Geld fĂŒr Übergangslösungen in die Hand zu nehmen, dies ist auf jeden Fall sinnvoll investiert.

Kritik am derzeitigen Problemmanagement von Gemeinderat/Verwaltung/Kindergartenleitung:

  • Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt: wir erfahren von den EngpĂ€ssen erstmals mit der endgĂŒltigen Absage des Kindergartenplatzes wenige Tage vor der Gemeinderatssitzung. Eine Informationsveranstaltung fĂŒr die Eltern findet eine Woche nach der Gemeinderatssitzung statt, zu dem Zeitpunkt, zu dem wir mitreden dĂŒrfen, ist also alles schon entschieden.
  • Ohne Feststellung des tatsĂ€chlichen Bedarfs der Familien (Ganztagesplatz, VerlĂ€ngerte Öffnungszeiten, berufstĂ€tige Eltern) beschließt der Gemeinderat pauschal, dass auf rĂ€umliche Übergangslösungen verzichtet wird. Hier hĂ€tten die betroffenen Eltern zumindest im Vorfeld informiert und angehört werden mĂŒssen.
  • Andere Gemeinden in der Nachbarschaft haben das Problem gelöst: Gemeinderatsbeschluss in Schriesheim, dass Geschwisterkinder immer aufgenommen werden mĂŒssen, insofern wird Überbelegung in Kauf genommen. Auch in einem Weinheimer Kindergarten Überbelegung wegen Geschwisterkindern immer möglich.
  • Verantwortliche zeigen wenig FlexibilitĂ€t: Aufteilung der GanztagesplĂ€tze auf mehrere Kinder, um trotz des Engpasses mehreren Kindern einen Ganztagesplatz zu ermöglichen, wird als undurchfĂŒhrbar abgetan, obwohl dies im Postillion seit Jahren erfolgreich praktiziert wird. Auch im evangelischen Kindergarten wĂ€re das unserer Meinung nach möglich: nur wenige Kinder sind wahrscheinlich alle Tage wirklich bis 16:30 im Kindergarten, freie Tage könnten an andere Kinder abgegeben werden, BedarfsĂŒberprĂŒfung von Seiten des Kindergartens wĂ€re sicher möglich, Listen werden gefĂŒhrt und notiert, welche Kinder da sind . Auch haben wir Elten organisatorische Mithilfe / interne Aufteilung der PlĂ€tzes angeboten, dieses Angebot wurde bislang nicht angenommen. Stattdessen werden im Kindergarten von der Leitung Zettel ausgehĂ€ngt mit der Frage, wer nachmittags die Möglichkeit hat, Kinder zu betreuen. Soll dies das BemĂŒhen des Kindergartens um ausreichende GanztagesplĂ€tze sein?
  • Die Verantwortlichen bĂŒgeln ElternvorschlĂ€ge ab: es wird vorrangig auf die Kosten geguckt, BedĂŒrfnisse der Kinder (Bezug zum ev. Kindergarten wegen Geschwisterkind, hĂ€ufiger Wechsel der Betreuungspersonen bei vorĂŒbergehender Aufnahme in einem anderen Kindergarten) stehen hintenan.“

Intensivere Kinderbetreuung fordert weitere Kosten fĂŒr KĂŒchenhilfe


Hirschberg, 19. April 2011. (red/dok/live) Auch im Bereich der KĂŒchenhilfen in den KindergĂ€rten braucht es mehr Personal. JĂ€hrlich stehen dadurch fĂŒr die Gemeinde Zusatzkosten von 9.300 ins Haus.

Anmerkung der Redaktion:
Wir fĂŒhren eine Neuerung ein. KĂŒnftig bemĂŒhen wir uns um eine noch bessere Dokumentation der Gemeinderatsvorlagen – und entscheidungen. Dazu bieten wir eine konsequente „live“-Berichterstattung aus dem Gemeinderat. Die Artikel werden im Anschluss nochmals ĂŒberarbeitet.
Sie erkennen das im Vorspann an „dok“: Hier finden Sie eine Dokumenation der Sitzungsvorlage.
Sofern ein Artikel mit „live“ gekennzeichnet ist, ist dieser Artikel wĂ€hrend der Sitzung entstanden und wird noch ĂŒberarbeitet.

Der Gemeinderat hat einstimmig den Beschluss angenommen.

Dokumentation der Sitzungsvorlage:

In allen drei KindergĂ€rten in Hirschberg wird bei Gruppen mit verlĂ€ngerten Öffnungszeiten und Ganztagsgruppen ein Mittagstisch angeboten. Die Anzahl der Kinder, die am Mittagstisch teilnehmen, ist durch VerĂ€nderungen von Gruppenarten zum Teil stark gestiegen.

Von den TrĂ€gern der Einrichtungen wurde uns mitgeteilt, dass die bestehende Arbeitszeit der KĂŒchenhilfen in den KindergĂ€rten nicht mehr ausreicht um die gestiegene Anzahl der Mittagessen in der vorgegebenen Zeit zu bewĂ€ltigen.

Es wurde von den TrĂ€gern der Einrichtungen die Bitte an die Gemeinde Hirschberg herangetragen, einen Vorschlag fĂŒr die Berechnung der Arbeitszeit einer KĂŒchenhilfe zu erarbeiten, den dann alle drei TrĂ€ger fĂŒr ihre Einrichtung anwenden können.

Unter BerĂŒcksichtigung der aktuellen Situation, der vorgeschlagenen BerechnungsschlĂŒssel der Kirchen und einer Umfrage bei den Nachbarkommunen wurde ein Vorschlag vom FamilienbĂŒro in Abstimmung mit den Kindergartenleitungen ausgearbeitet (Anlage 1). Durch eine einheitliche Anwendung dieses Vorschlags könnten derzeit bestehende Unterschiede im VerhĂ€ltnis Arbeitszeit/ Essensanzahl vermieden werden.

Wenn alle drei Einrichtungen die Arbeitszeit entsprechend dem Vorschlag anpassen (Anlage 2), entstehen fĂŒr die KĂŒchenhilfen Mehrkosten von ca. 9.800.–‚¬/ Jahr. Der Anteil der Gemeinde beliefe sich auf ca. 9.300,–‚¬/ Jahr.

Sollte eine Anpassung zum 01.06.2011 erfolgen, wĂŒrde dies fĂŒr die Gemeinde eine Mehrbelastung von ca. 5.400,–‚¬ bedeuten, die allerdings ĂŒber den Haushalt des Jahres 2011 finanziert ist.

BESCHLUSSVORSCHLAG:
1.) Der in Anlage 1 dargestellte Vorschlag fĂŒr Hirschberger KindergĂ€rten stellt mit
Wirkung vom 01.06.2011 an fĂŒr die TrĂ€ger der Einrichtungen die höchstzulĂ€ssige
Bemessung der Arbeitszeit der KĂŒchenhilfe dar.
2.) Die Verwaltung wird grundsÀtzlich ermÀchtigt im Umfang der Anlage 1 die Zustimmung
der Gemeinde Hirschberg gegenĂŒber den TrĂ€gern der KindergĂ€rten
zu erteilen.


Download:

Beschlussvorlage

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Kinderbetreuung: Katholischer Kindergarten bekommt zusÀtzliches Personal


Hirschberg, 19. April 2011. (red/dok/live) Der Gemeinderat hat der Änderung einer Regelgruppe in eine Gruppe mit verlĂ€ngerten Öffnungszeiten im katholischen Kindergarten in Leutershausen heute zugestimmt.
KĂŒnftig wird es eine Regelgruppe, zwei Gruppen mit verlĂ€ngerter Öffnungszeit und eine Mischgruppe. Auf die Gemeinde kommen neue Kosten in Höhe von rund 66.000 Euro fĂŒr 1,54 neue Stellen zu.

Der Gemeinderat hat den Antrag einstimmig angenommen und die „sinnvolle VerĂ€nderung“ betont. Dr. Horst Metzler (SPD) sagte: „Die qualitative Änderung hilft allen. Langfristig kann es aber nicht sein, dass nur die öffentliche Hand drauflegt. Eltern mĂŒssen das Interesse haben, sich abgestuft zu beteiligen.“

Anmerkung der Redaktion:
Wir fĂŒhren eine Neuerung ein. KĂŒnftig bemĂŒhen wir uns um eine noch bessere Dokumentation der Gemeinderatsvorlagen – und entscheidungen. Dazu bieten wir eine konsequente „live“-Berichterstattung aus dem Gemeinderat. Die Artikel werden im Anschluss nochmals ĂŒberarbeitet.
Sie erkennen das im Vorspann an „dok“: Hier finden Sie eine Dokumenation der Sitzungsvorlage.
Sofern ein Artikel mit „live“ gekennzeichnet ist, ist dieser Artikel wĂ€hrend der Sitzung entstanden und wird noch ĂŒberarbeitet.

Dokumentation der Vorlage:

Im katholischen Kindergarten Leutershausen werden derzeit folgende Kindergartengruppen angeboten:
2 Regelgruppen (RG), 1 Gruppe mit verlĂ€ngerten Öffnungszeiten (VÖ), 1 Mischgruppe (MG)

Aufgrund vermehrter Nachfrage fĂŒr die verlĂ€ngerte Öffnungszeit (und dem damit verbunden Mittagstisch) hat die katholische Kirchengemeinde mit Schreiben vom 01.02.2011 (Anlage 1) den Antrag gestellt, eine Regelgruppe in eine Gruppe mit verlĂ€ngerten Öffnungszeiten zu Ă€ndern.

Durch Änderung des Kindertagesbetreuungsgesetzes zum 28.10.2010 wurde zur qualitativen Weiterentwicklung der KindergĂ€rten ein MindestpersonalschlĂŒssel festgelegt, der eine Erhöhung des PersonalschlĂŒssels in drei Stufen vorsieht, jeweils zum 01.09. in den Jahren 2010-2012.

Bei Anwendung des festgelegten PersonalkostenschlĂŒssels zum 01.09.2010 auf die im katholischen Kindergarten derzeit angebotenen Gruppen, mĂŒssten im katholischen Kindergarten 1,04 Stellen zusĂ€tzlich geschaffen werden. Durch die Anpassung an den MindestpersonalschlĂŒssel wĂŒrden Mehrkosten von ca. 44.700,- Euro/Jahr entstehen.

FĂŒr die Berechnungen wurde ein Durchschnittsgehalt von ca. 43.000,- Euro/Jahr zu Grunde gelegt.

Bei Erteilung einer neuen Betriebserlaubnis fĂŒr die Änderung einer Gruppe wird die Anpassung an den MindestpersonalschlĂŒssel fĂŒr alle Gruppen vorausgesetzt.

Anhand des StellenschlĂŒssels ergibt sich durch die VerĂ€nderung einer Regelgruppe in eine Gruppe mit verlĂ€ngerten Öffnungszeiten ein zusĂ€tzlicher Mehrbedarf von 0,5 Stellen, dies wĂŒrde zusĂ€tzliche Mehrkosten von ca. 21.500,- Euro/Jahr bedeuten.

Insgesamt mĂŒssten demnach 1,54 Stellen mit entsprechenden Personalkosten von ca. 66.200,- Euro/Jahr zusĂ€tzlich geschaffen werden (Anlage 2).

Dies entspricht einer Personalkostensteigerung von 20,85%, zu Grunde gelegt wurde die Betriebskostenabrechnung fĂŒr das Jahr 2010.

Im Jahr 2011 wĂŒrden bei einer Umsetzung der Anpassung des MindestpersonalschlĂŒssels und der VerĂ€nderung einer Regelgruppe in eine Gruppe mit verlĂ€ngerten Öffnungszeiten zum 01.06.2011 Mehrkosten von ca. 38.600,- Euro fĂŒr 7 Monate entstehen.

Bei einem Zuschuss von 93% bedeutet dies gegenĂŒber den bisherigen Personalkosten eine Mehrbelastung von ca. 35.900,- Euro fĂŒr den kommunalen Haushalt,
die allerdings bereits ĂŒber den Haushalt des Jahres 2011 finanziert ist.
BESCHLUSSVORSCHLAG:
1.) Der Gemeinderat stimmt der Änderung einer Regelgruppe in eine Gruppe mit verlĂ€ngerten
Öffnungszeiten im katholischen Kindergarten in Leutershausen zu.
2.) Der Vertrag fĂŒr die Förderung und den Betrieb des katholischen Kindergartens wird
bzgl. der Kindergartengruppen mit Erteilung der Betriebserlaubnis geÀndert in:
1 Regelgruppe, 2 Gruppen mit verlĂ€ngerter Öffnungszeit und 1 Mischgruppe.“

Download:
Beschlussvorlage

Anmerkung der Redaktion:
Wir erweitern unsere Berichterstattung.
Zum einen „live“ aus dem Gemeinderat. Sofern möglich erhalten sie direkt nach den BeschlĂŒssen Zitate zu den Tagesordnungspunkten.
Im Anschluss aktualisieren wir diese Berichte. Schauen Sie also ruhig zwei Mal vorbei.
Außerdem bemĂŒhen wir uns, alle Beschlussvorlagen zur Dokumentation als Download bereit zu halten. Sie erkennen das ab sofort unter dem KĂŒrzel „dok“ im Vorspann von Artikeln.

Steigender Bedarf bei der Kinderbetreuung – “eines unserer schönsten Probleme-€


Guten Tag!

Hirschberg, 25. Februar 2011. (red) Der Bedarf der Kinderbetreuung wird in Hirschberg stetig wachsen. Bis 2013 mĂŒssen im Kindergartenbereich zwei weitere Gruppen geschaffen werden. Auch bei der Betreuung der unter DreijĂ€hrigen mĂŒssen noch PlĂ€tze geschaffen werden. Doch die wachsende Kinderzahl wurde vom Gemeinderat als nur positiv bewertet.

In Hirschberg lebten am 31. Dezember 2010 genau 294 Kinder zwischen drei und sechseinhalb Jahren und 261 unter drei Jahre alte Kinder.

Im Kindergartenbereich gibt es zurzeit 310 verfĂŒgbare PlĂ€tze und im Kleinkindbereich 20.

Diese verteilen sich auf 110 PlĂ€tzen im Evangelischen Kindergarten Leutershausen, 92 im katholischen Kindergarten Leutershausen und 108 im Evangelischen Kindergarten Großsachsen.

Das heißt mit dem Stand vom Dezember 2010 waren 16 PlĂ€tze im Kindergartenbereich ĂŒbrig.

Zwei neue Gruppen mĂŒssen geschaffen werden.

„Das klingt zunĂ€chst sehr gut“, erlĂ€uterte BĂŒrgermeister Manuel Just in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag. Doch bis zum Jahre 2013 sieht das anders aus, bis dahin werden voraussichtlich 30 PlĂ€tze fehlen. Zur ErfĂŒllung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz bedeutet das fĂŒr die Gemeinde Hirschberg, dass mindestens zwei weitere Gruppen geschafft werden mĂŒssen, um den steigenden Bedarf zu decken, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister.

„Das ist eines unserer schönsten Probleme.“

Die GemeinderĂ€te Hartmut Kowalinski (FDP) und Ferdinand Graf von Wiser (CDU) beurteilten die wachsende Kinderzahl als positiv, denn das zeige, dass Hirschberg attraktiv fĂŒr junge Familien sei. Das ist „eines unserer schönsten Probleme“, so Kowalinski. Und Monika Maul-Vogt (GLH) betonte, dies sei eine Herausforderung, „der wir uns gerne stellen“.

Und auch Just meinte: „Noch mehr Kinder, das ist sehr erfreulich.“

Gemeinderat Dr. Horst Metzler gab zu bedenken, dass man sich nach kommunalen Alternativen umschauen mĂŒsste, wenn von den Kirchen nicht bald ein positives Signal komme, sonst mĂŒsse man Hirschberger Kinder in anderen Gemeinden unterbringen, was auch wieder Kosten verursache.
Just versicherte Metzler, er könne beruhigt sein, die Gemeindeverwaltung warte nicht ab, zwar seien die Kirchen der erste Ansprechpartner, aber „wir fahren immer zweigleisig“.
Der Bedarfsplanung wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Aber auch fĂŒr Kinder unter drei Jahren muss bis zum 1. August 2013 ein bedarfsgerechtes Angebot vorliegen.

Durch die Einrichtung der Kindergruppe des Postillion e.V., der teilweisen Aufnahme von Kindern unter drei Jahren in den KindergĂ€rten und der KindertagesstĂ€tte, die seit Januar 2010 von der Kommune gefördert wĂŒrde, werden unterschiedliche Betreuungsmöglichkeiten angeboten.

Im Dezember 2010 lebten in Hirschberg 261 Kinder unter drei Jahren, 89 waren davon unter einem Jahr. FĂŒr diese Kinder gibt es momentan 57 PlĂ€tze, das ergebe eine Versorgungsquote von 21,9 Prozent. Der vom Gesetzgeber errechnete Bedarf belaufe sich bis 2013 aber auf 34 Prozent, das sind 89 PlĂ€tze.

In Großsachsen entsteht in diesem Jahr eine weitere Kleinkindkrippe mit 20 PlĂ€tzen und in Leutershausen sollen auch bis 2013 weitere 10 Betreuungsplatze geschaffen werden.

Zuschuss steigt fĂŒr die Tagespflege im Jahr 2012 auf voraussichtlich 45.000 Euro.

Die Reglung fĂŒr die Zuschusshöhe in der Tagespflege von jĂ€hrlich 30.000 Euro wurde zunĂ€chst fĂŒr die Jahre 2010 und 2011 getroffen. Dies bedeutete, dass im Jahr 2010 fĂŒr die TagesmĂŒtter ein Zuschuss pro 2,05 Euro ausgezahlt werden konnte. Dieser wird sich im Jahr 2011 voraussichtlich auf 1,50 Euro verringern, da aktuell mehr Tagespflegepersonen in Hirschberg tĂ€tig sind und somit mehr Hirschberger Kinder betreut werden. BĂŒrgermeister Just erklĂ€rte, dass der gewĂ€hrte Zuschuss 2012 voraussichtlich auf 45.000 Euro ansteigen werde.

Graf von Wiser betonte, die Tagespflege sei wirtschaftlich positiv zu bewerten und auch GemeinderÀtin Monika Maul-Vogt sagte, die Tagespflege sollte gestÀrkt werden.
Die Vorlage zur Bedarfsplanung wurde einstimmig angenommen.

Bei den Anfragen regte Gemeinderat Manfred Kopp (FW) an, ĂŒber die Möglichkeit von Heizstrahlern vor der Friedhofskapelle nachzudenken.
BĂŒrgermeister Just sah keine Realisierungsmöglichkeit und meinte: „Es war schon vor 10 Jahren kalt, vor 20 Jahren und es wird noch in 10 Jahren kalt sein.“
Da mĂŒsse man sich eben warm anziehen, ergĂ€nzte Gemeinderat Fritz Bletzer (FW).

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Einvernehmlich fĂŒr Kinderkrippe

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Guten Tag!

Hirschberg, 03. August 2010. Auch der Bauantrag fĂŒr die Kinderkrippe, die vom Verein „Postillon e. V.“ (Wilhelmsfeld), betrieben werden wird, ist einstimmig durch den Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt beschlossen worden.

Am 23. Juli 2010 war der Bauantrag fĂŒr die Kinderkrippe fĂŒr Kleinkinder im Alter von acht Wochen bis drei Jahre eingegangen.

Ausnahmen wurden nicht beantragt. Insgesamt betrĂ€gt der Anteil der bebauten FlĂ€che damit GRZ 0,57 (57 Prozent Bebauung). CDU-Gemeinderat Dr. Jörg Boulanger hatte bei der Verhandlung in Richtung der GLH noch davon gesprochen, dass diese sich 0,4 wĂŒnschte, 0,6 befĂŒrchtete und jetzt 0,5 erhalte. TatsĂ€chlich ist dies also nicht zutreffend.

Siehe auch: Das Seniorenzentrum kann ab Oktober gebaut werden.

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Kinderbetreung: Kosten belasten die Gemeinde und die Eltern

Guten Tag!

Hirschberg, 30. April 2010. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 27. April 2010 der Änderung des Betriebskostenvertrags mit dem Evangelischen Kindergarten Großsachsen zugestimmt. Ab 2010 bedeutet das: 75.000 Euro Mehrkosten fĂŒr die Gemeinde.

Der Bedarf fĂŒr eine Ganztagesbetreuung von Kindern wĂ€chst – und die Kommunen mĂŒssen die enormen Kosten finanzieren: „Ich muss klar feststellen, dass die Kommunen hier auf UnterstĂŒtzung von Bund und LĂ€ndern warten“, sagte BĂŒrgermeister Just.

Wie alle Kommunen ist auch Hirschberg in einem Dilemma – einerseits mĂŒssen gesetzliche Vorgaben umgesetzt werden, andererseits fehlen die versprochenen Mittel durch Bund und LĂ€nder.

Der Gemeinderat hat auf Antrag der Verwaltung beschlossen, den Betriebskostenvertrag mit dem Evangelischen Kindergarten Großsachsen zu Ă€ndern: KĂŒnftig wird es nicht mehr fĂŒnf Gruppen mit verlĂ€ngerten Öffnungszeiten geben, sondern drei, dazu eine Mischgruppe und eine Ganztagesgruppe.

In diesem Jahr entstehen der Gemeinde dadurch Mehrkosten von rund 24.000 Euro. Ab dem neuen Kindergartenjahr sind es sogar 75.000 Euro, weil zusĂ€tzlich 1,8 Stellen (70 Stunden) finanziert werden mĂŒssen, um dann bis zu 29 Ganztageskinder zu betreuen. Das bedeutet eine Steigerung der Personalkosten von 16,6 Prozent.

Eine kleine Umbaumaßnahme fĂŒr eine zweite Ebene im Schlafbereich kostet 5.000 Euro.

Durch höhere ElternbeitrÀge, so die Verwaltung, könnten bis zu maximal 19.488 Euro ausgeglichen werden.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Antrag der Verwaltung.

Service:
Dokumentation des Antrag, des Betriebskostenvertrags und der Modelle. (2,9 MB, PDF)

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Kinderbetreuung basiert auf Tatsachen und Hoffnungen

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Guten Tag!

Hirschberg, 26. Februar 2010. SpĂ€testens ab August 2013 greift das Kinderförderungsgesetz (KiföG), das Mitte Dezember 2008 verabschiedet wurde. Dann mĂŒssen die Kommunen eine Betreuungsquote fĂŒr jedes dritte Kind garantiert zur VerfĂŒgung stellen.

Von Hardy Prothmann

BĂŒrgermeister Just stellte zuerst die gute Nachricht dar: Schon heute gibt es fĂŒr Kinder ab drei Jahren in Hirschberg genug KindergartenplĂ€tze. Genug heißt, die gesetzlichen Vorgaben werden erfĂŒllt. Ein Drittel der Kinder kommt unter.

Zumindest, was die momentane Nachfrage angeht. In Hirschberg leben zur Zeit 293 Kinder zwischen drei und sechseinhalb Jahren. Insgesamt bieten die drei KindergĂ€rten der Kirchen 316 PlĂ€tze. Auch die Zahl der PlĂ€tze ist geregelt. Das heißt aber auch, die zulĂ€ssige Gruppenzahl ist nicht voll ausgeschöpft: Der Rechtsanspruch wird erfĂŒllt.

Bei den Kindern unter drei Jahren liegt Hirschberg unter Bundesdurchschnitt von rund 20 Prozent. In Hirschberg leben 250 Kinder unter drei Jahren. FĂŒr die gibt es 20 PlĂ€tze – das sind acht Prozent.

Das kann man wie die „Weinheimer Nachrichten“ fĂŒr eine „gute Nachricht“ fĂŒr Eltern halten – man kann es aber auch anders sehen.

Der Gemeinderat hat einen Ausbau der Betreuung beschlossen. Das kann er gar nicht anders – außer die Gemeinde will Prozesse riskieren. Eltern haben einen Rechtsanspruch, den die Gemeinden erfĂŒllen mĂŒssen.

Im Fall der Kleinkinder unter drei Jahren sind das 85 PlĂ€tze. Zur Zeit gibt es zehn PlĂ€tze beim evangelischen Kindergarten Großsachsen und noch einmal so viele beim Verein Postillion. Das macht 20 PlĂ€tze. Weitere 40 PlĂ€tze will die Kommune bis zum Jahr 2013 schaffen. Das macht 60 PlĂ€tze. Um auf die gesetzlich vorgeschriebene Zahl zu kommen, greift die Gemeinde auf 24 PlĂ€tze bei TagesmĂŒttern zurĂŒck.

SPD-Gemeinderat Dr. Horst Metzler sagte: „Der Bedarf ist nicht gedeckt, wenn man davon ausgeht, dass die Versorgung durch TagesmĂŒtter nicht stabil genug ist – manchmal Ă€ndern sich Gesetze sehr schnell.“

Wenn man „davon ausgeht“, wie die CDU, die Freien WĂ€hler und die FDP schon. BĂŒrgermeister Just gibt Gemeinderat Metzler recht: „Das ist nicht ganz unzutreffend. Eine GesetzesĂ€nderung sehe ich nicht. Die Erfahrung mit den TagesmĂŒttern ist gut – trotzdem mĂŒssen wir das im Auge behalten. Unsere BemĂŒhungen können nur der Anfang sein.“

BĂŒrgermeister Just sieht nach „lockeren Anfragen“ einen Bedarf von 65 PlĂ€tzen – also ungefĂ€hr dem, was die Gemeinde bis 2013 schaffen will.

Zwei TagesmĂŒtter haben sich vor einigen Wochen bei der CDU eingefunden, die diese wohlwollend unterstĂŒtzen. Trotzdem bleiben sie ein Unsicherheitsfaktor – eine rechtlich gesicherte Betreuung wie die Kirchen oder Betreuungsvereinen wie Postillion können sie nicht bieten. DafĂŒr sind sie sehr viel gĂŒnstiger. Es darf nur keine krank werden oder sich ein Bein brechen – denn dann hĂ€tte die Gemeinde sehr schnell ein Prozessrisiko am Hals – das weiß der BĂŒrgermeister.

Ob der „Modellcharakter“ der UnterstĂŒtzung von TagesmĂŒttern, den Gemeinderat Hartmut Kowalinski erkannt hat, der richtige Weg ist, muss sich erst zeigen. Bei diesem Thema ist der Ansatz, „der Markt regelt die Nachfrage“, ein heißes Eisen.

Wenn das die GemeinderĂ€te, die mit der Betreuungssituation in Hirschberg „zufrieden“ sind, auch wissen, haben sie das aber nicht deutlich gemacht. Auch die GLH stimmt dem Antrag der Verwaltung zu – verzichtet aber auf eine Lobhudelei.

Die Tendenz ist klar: Immer mehr Frauen erziehen alleine, immer mehr Frauen mĂŒssen dazu verdienen oder wollen arbeiten. Daraus folgt ein immer grĂ¶ĂŸerer Bedarf an BetreuungsplĂ€tzen – rund 34 Prozent sind gesetzlich garantiert. Die Frage ist, ob eine Gemeinde nur das Gesetz bedienen oder nicht eher der Lebenssituation seiner BĂŒrgerinnen Rechnung tragen will.

FĂŒr konservative Parteien wie die CDU und die Freien WĂ€hler und auch die FDP beginnt hier sicherlich ein harter Weg der Anerkennung einer sich wandelnden Gesellschaft.

„Handeln am Wohl der BĂŒrger ausrichten“ – Jahresabschlussrede

Guten Tag!

Hirschberg, 16. Dezember 2009. Der Gemeinderat Dr. Jörg Boulanger (CDU) hielt fĂŒr den gesamten Gemeinderat die diesjĂ€hrige Jahresabschlussrede: „Unser Handeln sollte sich ausschließlich am Wohl der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger orientieren“, fasste Boulanger seinen JahresrĂŒckblick zusammen.

Beeindruckend ist die Statistik 2009: „Wenn ich richtig gerechnet habe, sind dies insgesamt 74 Gemeinderats- und Ausschussitzungen mit 293 Tagesordnungspunkten im Jahr 2009. Dieses Jahr dĂŒrfte damit in den AktivitĂ€ten und Behandlungsthemen in der Geschichte der Gemeinde Hirschberg ganz vorne, wenn auch nicht an der Spitze liegen“, fasste Dr. Jörg Boulanger die Arbeit der GemeinderĂ€te zusammen.

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Letzte Sitzung fĂŒr 2009 des Hirschberger Gemeinderats im Feuerwehrhaus Großsachsen. Bild: hblog

Nach einem JahresrĂŒckblick ĂŒber die verschiedenen kommunalpolitischen Themen und Entscheidungen, Ă€ußerte Boulanger fĂŒr 2010 den Wunsch: „Unser Handeln, beruhend auf unseren Ideen, sollte sich nicht an irgendwelchen, möglicherweise ĂŒbergeordneten parteipolitischen Zielen orientieren, sondern ausschließlich am Wohl und den objektiven Belangen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in unserer Gemeinde.“

Das hirschbergblog dokumentiert nachfolgend die Rede von Gemeinderat Dr. Jörg Boulanger (CDU) in der Textfassung. Das gesprochene Wort kann davon abweichen. Einzelne Rechtschreibfehler bitten wir freundlich zu ĂŒbersehen, es handelt sich um ein Redemanuskript und nicht um einen fĂŒr den „Druck“ bestimmten Text. Die Redaktion hat vorhandenen AbkĂŒrzungen im Manuskript, soweit fĂŒr das VerstĂ€ndnis erforderlich, ausgeschrieben.

Redetext:

„Liebe MitbĂŒrgerinnen und MitbĂŒrger, sehr geehrter Herr BĂŒrgermeister, werte Damen und Herren der Presse, liebe Kolleginnen und Kollegen:

Die ehrenvolle Aufgabe der Jahresabschlussrede fĂ€llt 2009 der CDU Fraktion zu. Sie ist – angesichts der FĂŒlle bedeutsamer Ereignisse und Schwierigkeiten im fast vergangenen Jahr – nicht leicht zu erfĂŒllen, im Hinblick auf die großen Aufgaben, deren Verwirklichung wir uns im kommenden und den Folgejahren stellen wollen, aber auch positiv zu bewerten.

Chronologie:
Der Gemeinderat hat im Jahr 2009 16 Gemeinderatssitzungen, davon 11 Sitzungen mit öffentlichem (ö) und nicht-öffentlichem (n.ö.) Teil, 2 Sitzungen nur mit n.ö.Teil und 3 Sitzungen nur mit ö. Teil durchgefĂŒhrt. In allen Sitzungen wurden insgesamt 101 öffentliche TOPs behandelt und 49 n.ö.TOPs.

Hinzu kamen 11 Sitzungen des Ausschuss Technik und Umwelt (ATU) mit 38 öffentlichen TOP und 46 n.ö. TOP, 4 Sitzungen des Verwaltungsschuss A mit 5 öffentlichen und 16 n.ö. TOP, sowie 2 Sitzungen des Land- und forstwirtschaftlicher Ausschuss (LUFA) (7 TOP).

Die Partnerschaftskommission hat 1 mal getagt, die JubilĂ€umskommission (Juko) 5 mal. Die Arbeitsgruppe Kinderbedarfsplanung und die Kindergartenkuratorien sowie der Ausschuss fĂŒr Kinderbetreung haben ingesamt 4 Sitzungen mit insgesamt 12 TOP abgehalten. Schließlich verbleiben der ErwĂ€hnung noch 4 Sitzungen des Baubegl. Ausschusses fĂŒr das Hilfeleistungszentrum (HLZ) mit insgesamt 10 TOP.

Wenn ich richtig gerechnet habe sind dies insgesamt 74 GR- und Ausschussitzungen mit 293 TOPs im Jahr 2009. Dieses Jahr dĂŒrfte damit in den AktivitĂ€ten und Behandlungsthemen in der Geschichte der Gemeinde Hirschberg ganz vorne, wenn auch nicht an der Spitze liegen.

Nicht nur numerisch, sondern auch inhaltlich hatten es die Sitzungen des GR, seiner AusschĂŒsse und Gremien in sich:

Im Januar 2009 haben wir den Beschluss fĂŒr die DurchfĂŒhrung des Realisierungswettbewerbs fĂŒr das HLZ – landlĂ€ufig: Architektenwettbewerb – gefasst. In der gleichen Sitzung wurden die organisatorischen und personellen Voraussetzungen fĂŒr die Abwicklung der Kommunalwahlen im Juni beschlossen.

Im Februar fand die AbwĂ€gung der Ergebnisse aus der frĂŒhzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung fĂŒr die beiden Baugebiete „Sterzwinkel“ statt mit der Beschlussfassung ĂŒber die Anordnung der Umlegungen in diesen Gebieten. FĂŒr den Bauhof wurde ein notwendiger neuer Traktor zum Preis von ca. 122.500,00 -‚¬ angeschafft.

Im MĂ€rz haben wir den Baubeschluss fĂŒr den gerade vor kurzem abgeschlossenen Ausbau der Hintergasse gefasst, ebenso denjenigen fĂŒr die Gestaltung des Platzes an der alten Synagoge.

Im April mussten wir uns zum ersten Mal konkret mit der Finanzkrise auseinandersetzen: Wir haben die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen des Konjunkturpakets II bzw. des Zukunftsinvestitionsgesetzes beraten und beschlossen. Es fand eine erste Beratung zur Entwicklung der Haupt- und Werkrealschule in Hirschberg statt. In der 2. Sitzung des GR im April wurden die SatzungsbeschlĂŒsse fĂŒr die Baugebiete „Sterzwinkel“ und der Beschluss ĂŒber den Abschluss eines Erschließungsvertrages mit dem ErschließungstrĂ€ger fĂŒr dieses Baugebiet gefasst.

Die Junisitzung des GR nach der KW, aber noch in alter Besetzung des GR – hatte in ihren 12 TOP im wesentlichen administrative Angelegenheiten abzuarbeiten. Zu erwĂ€hnen ist der innovative Beschluss zur Neuanlage eines Rasenplatzes auf dem GelĂ€nde des Bisherigen Hartplatzes im Sportzentrum.

Im Juli setzte der alte GR noch einmal Zukunftsaspekte. Er beauftragte den Sieger des Architektenwettbewerbs fĂŒr das HLZ, das Stuttgarter ArchitektenbĂŒro Dasch und Partner mit der Planung und DurchfĂŒhrung des Baus des HLZ.

Nach den Ferien trat der neu gebildete GR in Aktion: In einer ersten Sitzung im September wurden die neu- bzw. wieder gewĂ€hlten GRinnen und -rĂ€te verpflichtet, der Stellvertreter des BM gewĂ€hlt, die AusschĂŒsse, Kommissionen , Kuratorien und BeirĂ€te gebildet, sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde in ZeckverbĂ€nden, VorstĂ€nden und VereinsbeirĂ€ten benannt.

In einer zweiten Sitzung im September wurde uns und der Öffentlichkeit das Fahrzeugkonzept der Hirschberger Feuerwehr fĂŒr die nĂ€chsten 10 – 15 Jahre vorgestellt. Mit seiner Zustimmung hierzu wĂŒrdigte der GR die verantwortliche und verdienstvolle Arbeit der FeuerwehrfĂŒhrung zur Erhaltung der feuerwehrtechnischen Sicherheit bei angemessener BerĂŒcksichtigung der vorhandenen finanziellen SpielrĂ€ume.

Die Oktobersitzung brachte reichlich Arbeit: BeschlĂŒsse ergingen zum Forstwirtschaftsplan 2010, zu den AbwassergebĂŒhren fĂŒr 2010 und zur Auftragsvergabe fĂŒr die Fachplanungen beim HLZ.

Der gemeinsame Antrag an das Kultusministerium fĂŒr die neue Werkrealschule wurde beraten und beschlossen, ebenso wie einheitliche BeitrĂ€ge fĂŒr die KindergĂ€rten in Hirschberg und der interkommunale Kostenausgleich fĂŒr die KindergĂ€rten.

Zentrales Thema fĂŒr die GR Sitzung im November war die Beratung des Haushalts 2010 und der hierzu aus den Fraktionen gestellten AntrĂ€ge.

Letztendlich haben wir in unserer Sitzung am 8. Dezember. ĂŒber den Betreiber fĂŒr das geplante Seniorenzentrum am Riedweg, die Förderung der Tagespflege fĂŒr Kleinkinder, die Auswahl der Straßenleuchten im Baugebiet Sterzwinkel beraten und entschieden.

„Neuer GR“:
Mit der Kommunalwahl im Juni hat der GR durch den Einzug von insgesamt 6 neuen Mitgliedern ein „neues“ Gesicht erhalten. Die Verdienste der Ausgeschiedenen sind bei ihrer Verabschiedung und Ehrung fĂŒr langjĂ€hrige Arbeit im GR ausfĂŒhrlich und angemessen gewĂŒrdigt worden.

Unter Einbeziehung unseres BMs, der hierzu wesentlich beitrĂ€gt, ist eine deutliche Absenkung des Durchschnittsalters der Mitglieder des GR festzustellen. Allerdings aber auch – lassen Sie mich das als Angehörigem der Altersmannschaft erwĂ€hnen -, besteht der GR immer noch zu rd. 96.7 Prozent aus solchen Mitgliedern, die nach der schwĂ€bischen Lebensweisheit, dass die Menschen erst ab 40 Lebensjahren „weise“ sind, zu den tatsĂ€chlich Weisen gehören. Diese weise Mehrheit ist gerne bereit, der Minderheit, also dem jungen Kollegen Reisig und Ihnen, lieber Herr BM, in den kommenden 5 Jahren aktiv zu helfen, auf dem Wege zu dieser Weisheit gut voran zu kommen.

Kommunale Aufgaben: RĂŒckblick 2009; Ausblick 2010:
Die wesentlichen Arbeitsthemen des Jahres 2009 habe ich oben dargestellt. Sie haben das Bild unserer Gemeinde in starkem Maße geprĂ€gt.

Soweit sie Zukunftsprojekte in die Wege leiteten, werden sie uns auch 2010 noch in erheblichem Maße in Anspruch nehmen. Entscheidend ist, dass Gemeinderat und Verwaltung mit der Verwirklichung der Zukunftsprojekte unseren Einwohnerinnen und Einwohnern moderne und leistungsfĂ€hige Einrichtungen fĂŒr ihre persönliche Sicherheit (HLZ) und fĂŒr ihr Wohlergehen auch im sogenannten „3 Lebensabschnitt“ (Seniorenzentrum ) anbieten und zur VerfĂŒgung stellen werden.

NatĂŒrlich bedauern wir es, dass beim finanziellen und verwaltungsmĂ€ĂŸigen Umfang der anstehenden Projekte manche wichtige Aufgaben und Anliegen noch nicht realisiert werden können.

Hierzu gehören die Entwicklung einer Ortsmitte in Leutershausen, der Bau einer Trainingshalle fĂŒr unsere, vor allem in der Jugenarbeit aktiven, Sportvereine, aber auch eine Fortentwicklung im Bereich Klima- und Energie Einsparungsmaßnahmen. Aufgeschoben bedeutet hier nicht aufgehoben.

Wir haben diese Anliegen in unserer mittelfristigen Finanzplanung als Zukunftsaufgaben verankert und wollen sie realisieren, sobald es die Finanzsitation der Gemeinde verantwortlich erlaubt.

Danke sagen will ich, stellvertretend fĂŒr alle Kolleginnen und Kollegen hier im Gemeinderat, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofs, voran ihrem Chef, Herrn BM Just.

Den aktiven BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern unserer Gemeinde sage ich Dank fĂŒr ihr ehrenamtliches Engagement. Diejenigen, die sich hierbei bisher zurĂŒckgehalten haben, möchte ich ermutigen, sich in die ehrenamtliche Arbeit fĂŒr die kommunalen Aufgaben und die Menschen in unserer Gemeinde einzubringen. Die sozialen und persönlichen Beziehungen, die dabei geknĂŒpft werden und wertvolle Erfolgserlebnisse bereichern jeden einzelnen.

FĂŒr 2010 möchte ich sinngemĂ€ĂŸ einige Wort wiederholen, die bereits Herr Kollege Johe in seiner Abschlussrede im Jahr 2006 vorgetragen hat:

Ich wĂŒnsche mir und uns, dem GR,
dass jeder die Möglichkeit hat, sich mit seinen Ideen einzubringen,
dass diese Ideen gleich und fair behandelt werden,
dass wir vor wichtigen Entscheidungen ausreichend Zeit haben, uns zu informieren und darĂŒber zu diskutieren,
dass wir kompromissfĂ€hig und damit fĂ€hig sind, fĂŒr unsere BĂŒrger und deren nachhaltige Zukunft zu handeln.

Unser Handeln, beruhend auf unseren Ideen, sollte sich nicht an irgendwelchen, möglicherweise ĂŒbergeordneten parteipolitischen Zielen orientieren, sondern ausschließlich am Wohl und den objektiven Belangen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in unserer Gemeinde.

Uns und Ihnen allen wĂŒnsche ich noch einige schöne Adventstage, ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
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