Sonntag, 09. Juni 2019

Kommunale Kinderbetreuung im Vergleich

Enorme Unterschiede bei Kosten und Angeboten zur Kinderbetreuung

Rhein-Neckar/Hirschberg, 04. April 2014. (red/ae/ms) Seit dem 01. August 2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten bis zum Ende des dritten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung oder einer Kindertagespflege. Reichen die PlĂ€tze in den Gemeinden des Landtagswahlkreis Weinheim? Wie viele KindergĂ€rten und KindertagesstĂ€tten gibt es in den Gemeinden? Was kostet welches Angebot? Wir haben fĂŒr Sie recherchiert und liefern den Überblick zu den Angeboten. [Weiterlesen…]

Gerhard Kleinböck (SPD): Tour de „BĂŒrgermeister“

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Guten Tag!

Hirschberg, 06. April 2010. Der Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck hat in den vergangenen Wochen eine Tour de „BĂŒrgermeister“ absolviert.

Seit dem 1. September 2009 ist Gerhard Kleinböck als „NachrĂŒcker“ auf Hans Georg Junginger gefolgt, der seit 1996 den Wahlkreis Weinheim vertreten und aus „gesundheitlichen GrĂŒnden“ das Mandat abgegeben hat.

In den vergangenen Wochen hat Gerhard Kleinböck die BĂŒrgermeister der im Wahlkreis 39 (Weinheim) gelegenen Kommunen besucht: Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Hemsbach, Hirschberg an der Bergstraße, Ilvesheim, Ladenburg, Laudenbach, Schriesheim und Weinheim standen auf dem Programm.

(von links) MdL Gerhard Kleinböck (SPD), BĂŒrgermeister Manuel Just (parteilos), Horst Metzler (GR SPD), Eva-Marie Pfefferle (GR SPD), Ulrich Wiedemann (SPD). Bild: hblog

Der „Antrittsbesuch“ bei BĂŒrgermeister Just verlief harmonisch und sachbezogen, wie beide betonten.

Gerhard Kleinböck weiß um die Sorgen der Kommunen – er ist selbst Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der SPD im Ladenburger Gemeinderat.

„Ich will die Wege nach Stuttgart verkĂŒrzen“, sagte Kleinböck beim Pressetermin am 1. April 2010 in Hirschberg. „Es ist wichtig, „Stuttgart“ fĂŒr die Themen hier im „hohen Norden“ des Landes zu sensibilisieren.“

Vor allem, was die Finanzen angeht – darin waren sich Kleinböck und Just sichtbar einig, obwohl es der Gemeinde Hirschberg im Vergleich mit anderen Kommunen doch spĂŒrbar besser geht. Im Rhein-Neckarkreis fĂŒhrt Hirschberg mit einer SchlĂŒsselzahl von 571 die Kommunen im Kreis an – die vielen „Gutverdiener“, die in Hirschberg wohnen treiben die Zuweisungen bei der Einkommensteuer nach oben.

Andererseits kritisierten beide die Situation bei der Kinderbetreuung: „Bund und LĂ€nder lassen hier die Kommunen im Stich.“ Bis zu 10.000 im Jahr pro Kind mĂŒssten die Kommunen zahlen – statt der versprochenen 66 Prozent Bezuschussung wĂŒrden „gerade mal“ 27 Prozent ausbezahlt.

Die Kosten sind explodiert. 2002 hatte Hirschberg noch rund 500.000 Euro fĂŒr die die Kinderbetreuung ausgegeben – 2010 werden es ĂŒber 900.000 Euro sein. Das sind Mehrkosten von 80 Prozent in acht Jahren.

A propos Kinder. In Sachen Werkrealschule wurde Kleinböck mehr als deutlich: „Ich verstehe nicht, warum der erste Antrag des Hirschberger-Heddesheimer Modells keine Chance hatte. Die Werkrealschule wird sowieso keine Zukunft haben.“

Das neue Hilfeleistungszentrum in Hirschberg stand auch auf dem GesprĂ€chsplan. Hier gĂ€be es eine Kostenentwicklung, „die uns nicht gefĂ€llt“, sagte BĂŒrgermeister Just, ohne ins Detail zu gehen. Klar mĂŒsse die „6“ vor dem Komma sein – ob das 6,0 oder 6,9 Millionen Euro sind, ließ er offen. Anscheinend ist die „6“ bei dein aktuellen PlĂ€nen eine „7“ geworden – politisch ist das nicht vermittelbar.

Kleinböck regte an, sich am Ladenburger Modell fĂŒr die Feuerwehr zu orientieren, was Just in Frage stellte: „Wir haben hier eine andere Situation.“

Auch die anwesenden GemeinderĂ€te Eva-Marie Pfefferle und Horst Metzler und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ulrich Wiedemann schalteten sich in die Diskussion ein: „Zum Hilfeleistungszentrum gibt es sicher noch Diskussionsbedarf.“

Am 27. April 2010 wird das ĂŒberarbeitete Projekt im Gemeinderat zur Debatte stehen. Geht es nach dem Zeitplan von BĂŒrgermeister Just, werden die ersten AuftrĂ€ge noch vor der Sommerpause vergeben – bis Ende 2011 soll das neue GebĂ€ude fertiggestellt sein.

Weitere Themen waren der Ausbau der OEG, Taktzeiten, der Ausbau der A5 und die Ortsumgehung. FĂŒr Gerhard Kleinböck ist die Tour de „BĂŒrgermeister“ eine Orientierungsrundfahrt gewesen, um zu wissen, was wo klemm, brennt oder nur gewĂŒnscht wird.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
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