Mittwoch, 12. Juni 2019

12. Hirschberger Kulturtage

Architekturvisionen von Wallhall bis Nibelheim

Hirschberg, 10. September 2014. (red/pm) Zum Abschluss der 12. Hirschberger Kulturtage unter dem Thema „Wagner im Spiegel der Zeit“ lĂ€dt der Kulturförderverein am kommenden Sonntag, 14. September, um 11:00 Uhr zu einer letzten FĂŒhrung durch die Ausstellung in der Rathausgalerie ein. [Weiterlesen…]

Kunstprojekt im Hilfeleistungszentrum und FĂŒhrung durch die Ausstellung in der Rathausgalerie

Hirschberger Ring Teil I und II

Hirschberg, 17. Juli 2014. (red/pm) Im Rahmen des Kunst-Projekts „Hirschberger Ring Teil I und II“ treten Musik und Malerei miteinander in einen inspirierenden Dialog. [Weiterlesen…]

Vortrag am 17. Juli

„Wagner im Spiegel der Zeit“

Hirschberg, 14. Juli 2014. (red/pm) Am kommenden Donnerstag, den 17. Juli, 20:00 Uhr, hĂ€lt Karl Heinz Treiber im BĂŒrgersaal des Rathauses in der Großsachsener Straße den Vortrag „Wie viel Wagner ist in CĂ©zanne?“ mit Bild- und Musikbeispielen. Der Eintritt kostet fĂŒnf Euro. [Weiterlesen…]

Vortrag von Professor Dr. Dr. hc. Dieter Borchmeyer

Richard Wagners Parsifal oder die „wahre Religion“

Hirschberg, 21. Mai 2014. (red/pm) Im Rahmen der 12. Hirschberger Kulturtage „Wagner im Spiegel der Zeit“ findet am Dienstag, 27. Mai um 20:00 Uhr in der Ehemaligen Synagoge Leutershausen der Vortrag „Richard Wagners Parsifal oder die „wahre Religion“ von Professor Dr. Dr. h.c. Dieter Borchmeyer statt. [Weiterlesen…]

Plakatwettbewerb zur AlkoholprÀvention gestartet - Schulen können sich anmelden

„Bunt statt Blau“: SchĂŒler gegen Komasaufen

Mannheim/Rhein-Neckar, 19. Februar 2014. (red/jsc) Die DAK will mit ihrer Plakataktion „Bunt statt Blau“ ein Zeichen gegen Komasaufen setzen. Die jungen Menschen sind dazu aufgefordert bunte Bilder zu malen, die vor dem Rauschtrinken warnen. Schöner Nebeneffekt dabei: Die SchĂŒler denken ĂŒber ihren eigenen Konsum nach. [Weiterlesen…]

Politik im Spiegel der Kunst des 19. Jahrhunderts

„Von der Restauration zur Revolution“

Hirschberg, 08. Mai 2013. (red/pm) Am 16. Mai findet im Rahmen der Ausstellung, „Politische Bilder“ der Kölner Malerin Tremezza von Brentano, im Rathaus um 20 Uhr der Bildvortrag „Von der Restauration zur Revolution“ von Karl Heinz Treiber statt.  [Weiterlesen…]

15. bis 21. April 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine fĂŒr den 15. bis 21. April 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im MenĂŒ Nachbarschaft im MenĂŒ “Termine”. [Weiterlesen…]

04. bis 10. Februar 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine fĂŒr den 04. bis 10. Februar 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im MenĂŒ Nachbarschaft im MenĂŒ “Termine”.

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Montag, 04. Februar 2013, 10:00 Uhr, Karlstorbahnhof.

Heidelberg. Der Froschkönig: MĂ€rchentheater fĂŒr Kinder ab 3 Jahren.

Der Froschkönig ist ein bekanntes MĂ€rchen der GebrĂŒder Grimm.

Witzig und einfallsreich wird hier eines der spannendsten MĂ€rchen neu dargestellt: Die Prinzessin bekommt von ihrem Vater eine goldene Kugel. Warum? Weil sie es schafft, ihre Angst zu besiegen.

Doch da verspielt sie die goldene Kugel leichtfertig und ist untröstlich. Ein Frosch bringt sie ihr zurĂŒck mit der Bedingung, von nun an ihr GefĂ€hrte sein zu dĂŒrfen und sie verspricht es ihm. Versprochen ist versprochen! Der Frosch genießt es, so richtig schön eklig zu sein und bringt die Prinzessin in arge Not.

Da erinnert sich die Prinzessin, was sie mit ihrem Vater geĂŒbt hat: Hinschauen, atmen, tun. Sie wirft den Frosch an die Wand und er verwandelt sich in einen Prinzen.

Spieldauer 45 Minuten. Ensemble: Galli- Theater, Stuttgart. Beginn um 10:00 Uhr. Einlass bereits ab 09:30 Uhr.

Ort: Kulturhaus Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg.

Eintritt: Tickets kosten 7 Euro regulĂ€r und 5 Euro ermĂ€ĂŸigt. FĂŒr Gruppen ab 15 Personen gibt es die Tickets schon fĂŒr 4 Euro.

Tickets und Infos: http://www.karlstorbahnhof.de/content/.

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Dienstag, 05. Februar 2013, 20:30 Uhr, Hutter im Schloss.

Die Band „ADD-IV“. Quelle: http://www.hutter-im-schloss.de/.

Weinheim. ADD-IV: Ihr Musikstil, den die Band als Deep Lounge bezeichnet, lÀsst sich am besten als eine Mischung aus Lounge, Chillout und Souljazz mit einer Prise Discohouse und Elektronika beschreiben. Das monatliche Konzert hat die Band zu einer musikalischen Einheit werden lassen. Ein eingespieltes Team. Die Songs sind nie gleich, werden bei jedem Konzert ein bisschen, oder manchmal auch ganz, anders gespielt.

Der Szene-Gitarrist David Heintz sieht in „Hutter im Schloss“ den idealen Ort, um sein Deep-Lounge-Konzept zu realisieren. Generell an jedem 1. Dienstag im Monat verwandelt sich der Speise-Tempel in einen Treffpunkt fĂŒr Musikgenuss.

Zu einem gepflegten Glas Wein oder „Badischen Bissen“ können die GĂ€ste entspannt den coolen Sound der Band auf sich wirken lassen. Es gehört zu der Idee von „Deep Lounge“, dass die Band mit wechselnden SĂ€ngerinnen und Solisten auftritt.

Ort: Hutter im Schloss, Obertorstraße 9, 69469 Weinheim.

Eintritt frei!

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Mittwoch, 06. Februar 2013, 20:00 bis 22:30 Uhr, BĂŒrgerhaus Dudenhofen.

Luis Borda gilt als bedeutendster Vertreter des Tango Nuevo.

Speyer. Borda & Bunka & Schaeffer: Dies dĂŒrfte wohl eine mehr als außergewöhnliche Veranstaltung werden, denn an diesem Abend treffen drei so unterschiedliche Muskstile aufeinander, die den ganzen Horizont umspassen.

Der Argentinier Luis Borda ist einer der wichtigsten Vertreter des ‚Tango Nuevo‘, Roman Bunka (frĂŒher bei Embryo) ist einer der bekanntesten europĂ€ischen Virtuosen auf der arabischen Laute, der „Oud“.

Und mit Roland Schaeffer (von Guru Guru) steht ein Musiker auf der BĂŒhne, der schon sich sehr frĂŒh mit dem indischen Blasintrument ‚Nadaswaram‘ beschĂ€ftigt hat und heutzutage einer der fĂŒhrenden Solisten Europas geworden ist.

Alle drei sind GrenzgĂ€nger, verbinden ihre Erfahrung aus Rock und Jazz mit ihren musikalischen Begegnungen aus dem Morgenland und der Pampa, spielen arabische Taksim und indische Kirtanas und verlieren dabei als echte ‚Weltmusiker‘ nie den persönlichen Bereich ihrer gewachsenen ‚Gestalt‘, der improvisierten und erfahrenen Musik ihrer Generation.

Ein seltenes Klangereignis, stilistisch geprÀgt durch die musikalischen Pole von Tango und Taqsim, den Klang-Konstruktionen neuer Musik und der Liebe zu Rhythmus und Improvisation.

Vorverkaufsstellen: Tourist-Information, SpeiÂŽrer Buchladen, Korngasse.

Ort: BĂŒrgerhaus Dudenhofen, Rathausplatz, 67346 Speyer.

Eintritt: Tickets gibt es ab 16,40 Euro im Vorverkauf.

Tickets und Infos:http://www.altedruckerei.com/index.ht.

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Donnerstag, 07. Februar 2013, 20:00 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle.

Grand Malör sorgen fĂŒr Stimmung bei der Ludwigshafener Altweiberfasnacht.

Ludwigshafen. Altweiberfasnacht in Ludwigshafen. Die Party zur Altweiberfasnacht in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle als eine der grĂ¶ĂŸten in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar ist traditionell ein Publikumsmagnet mit Kultcharakter.

Die Altweiberfasnacht in Ludwigshafen genießt in der gesamten Metropolregion einen Ruf als Kultparty. Bis in die frĂŒhen Morgenstunden wird ausgelassen gefeiert, getanzt und gelacht. FĂŒr die passende Partystimmung sorgt die Assenheimer Band Grand Malör, die im Großen Saal so richtig einheizt. UnterstĂŒtzt werden die Jungs von DJ Fredi mit einem Mix der angesagtesten Hits. Im Foyer sorgt DJ Viper fĂŒr die richtigen Beats zum Abtanzen.

Von den PartygĂ€sten total begeistert sind Grand Malör: „Von Anfang ist hier eine prima Stimmung, so etwas findet man nicht ĂŒberall. Das ist das Schönste, was eine Band auf der BĂŒhne erleben kann.“

Vorverkaufsstellen: Tourist-Information Ludwigshafen und alle bekannten Vorverkaufsstellen.

Ort: Friedrich-Ebert-Halle, Erzbergerstraße 89, 67063 Ludwigshafen am Rhein.

Eintritt: Tickets kosten 16 Euro.

Weitere Infos: http://www.ludwigshafen.de/.

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Freitag, 08. Februar 2013, 19:00 Uhr, Muddy`s Club.

Kunst mit Marianne Muno im Muddy`s Club.

Weinheim. MOTIVARTen – Eine Vernissage mit Marianne Muno. MOTIVARTen entstehen bei der KĂŒnstlerin durch die vielen Begegnungen mit Menschen. Die EindrĂŒcke dieser GesprĂ€che setzt Marianne Muno in Bilder um – Bilder die das Leben zeichnen.

Zu ihrer Art mit Farbe auf der Leinwand umzugehen meint Marianne. Muno: „Klar, könnte ich auch Blumen malen!“ Aber wĂŒrde das den Betrachter animieren sich von seiner bisherigen Denkweise abzuwenden und den Versuch wagen neue Wege einzuschlagen?

Ort: Muddy`s Club, Schulstraße 3, 69469 Weinheim.

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Samstag, 09. Februar 2013, 20:30 Uhr, Stadthalle.

„Der Ball der Vampire“ ist Kult in Heidelberg.

Heidelberg. Ball der Vampire: Heidelbergs grĂ¶ĂŸter Kultball mit 5 Bands auf 3 BĂŒhnen.

Scharf – schĂ€rfer – Ball der Vampire! Nichts, aber auch gar nichts ist kultiger als dieser Event der ausgefallenen Masken, das den KostĂŒmverleihern regelmĂ€ĂŸig schlaflose NĂ€chte bereitet. Es ist die Ballnacht, in der Graf Dracula zum heißen Tanz auf dem Party-Vulkan bittet.

Langweiler und Heulsusen haben bei diesem Ball mit Biss nichts zu suchen, genauso wenig wie einfallslose Ringelhemdchen oder MatrosenmĂŒtzen: Bei der alljĂ€hrlichen Zusammenkunft der NachtschattengewĂ€chse geht die Post ab, dass es sich gewaschen hat.

Ort: Kongresshaus Stadthalle Heidelberg, Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg.

Eintritt: Tickets kosten 36 Euro im Vorverkauf.

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Sonntag, 10. Februar, 13:45 bis 17:00 Uhr, Innenstadt Mannheim.

Fasnacht in Mannheim und Ludwigshafen.

Mannheim. 61. Fasnachtszug Mannheim-Ludwigshafen. Die SchwesterstĂ€dte Ludwigshafen und Mannheim feiern gemeinsam Fasnacht. Abwechselnd wird hier einmal „driwwe“ und dann wieder „hiwwe geloffe“. 2013 findet der 61. gemeinsame Fasnachtszug am Sonntag, 10. Februar, 13.45 Uhr, in Mannheim statt. Das Motto des Zugs lautet „Ob hiwwe – ob driwwe, wie es auch sei; jeder liebt’s Monnemer Dreierlei“.

Der farbenfrohe Narrenzug begeistert alljĂ€hrlich hunderttausende von GĂ€sten, die aus der gesamten Region zu diesem kunterbunten Spektakel anreisen. Karnevalvereine aus Ludwigshafen, Mannheim und der nĂ€heren Umgebung nehmen mit Prinzenpaar, Garde, Fußgruppen, Musikkapellen und teils mit aufwĂ€ndig dekorierten Wagen am Zug teil.

Erstmals wurden auch Privatpersonen, gesellschaftliche Institutionen und Firmen dazu eingeladen, sich am grĂ¶ĂŸten Fasnachtszug der Metropolregion Rhein-Neckar zu beteiligen.

Ort: Innenstadt, 68161 Mannheim.

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Montags gibt es Tipps und Termine aus unseren Orten fĂŒr die wir Blogs betreiben und der Region.

Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion.

Wir ĂŒbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewĂ€hlte Termine in unsere Übersicht “Tipps und Termine: Diese Woche”:

Beispielsweise an: Termine Rheinneckarblog.de – oder termine@derortsnameblog.de. Oben im MenĂŒ sehen Sie unter Nachbarschaft die elf Kommunen, fĂŒr die wir eigene Blogs anbieten.

Unsere Termine erfreuen sich großer Beliebtheit – Sie können bei uns auch gerne fĂŒr sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Wir bieten ein modernes Medium, eine höchst interessierte Leserschaft eine hohe Reichweite bei fairen Preisen und viel mehr, als Printanzeigen zu leisten in der Lage sind. Wir beraten Sie gerne unverbindlich: 😎

Berufskorrespondent Schroeder

Kreisverkehrt: “Irrsinn”, “KopfschĂŒtteln”, “BĂŒrokratentum”

Heddesheim/Ladenburg/Hirschberg/Rhein-Neckar, 01. Oktober 2012. (red/BkS) “Irrsinn”, “KopfschĂŒtteln”, “BĂŒrokratentum” – Kurt Fleckenstein lies seiner Empörung ĂŒber den möglichen Abriss zwei seiner Kunstwerke auf Verkehrskreiseln vor kurzem freien Lauf. Verkehrte Skandale sind fĂŒr unseren Berufskorrespondenten ein Leckerbissen. Hier seine Reportage:

(Anm. d. Red. Alle Stories vom Berufskorrespondenten Schroeder und Hintergrund zu unserem Sondernkorrespondent gibt es auf dem Rheinneckarblog.de.)

Akkreditierungsbedingungen schrÀnken Pressefreiheit ein

„Im Arsch“ – kein Bericht zu Jan Delay

„Im Arsch“ – feat. Udo Lindenberg.

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 02. Juli 2012. (red/pro) Jan Delay ist aus unserer Sicht der Top-Star der deutschen Musikszene. Trotzdem veröffentlichen wir keine Konzertkritik. Der Grund ist eine unerfreuliche Auseindersetzung mit dem Veranstalter Demi Promotion und der pressefeindliche Umgang mit unabhÀngigen Journalisten.

Von Hardy Prothmann

Nach dem Jan Delay-Konzert stehe ich noch auf dem Platz. Plötzlich kommt ein Mann, will mich sprechen. Wie ich dazu kĂ€me, mich „nicht an die Regeln zu halten“. Ich hĂ€tte mir „unrechtmĂ€ĂŸig“ Zugang verschafft. Mein Verhalten sei „asozial“ gegenĂŒber anderen Journalisten. Ich solle sofort alle Bilder auf meiner Kamera löschen. Es gebe „klare Regeln“ und an die habe sich jeder zu halten. Der Mann hat sich nicht vorgestellt, ich frage deshalb, wer er eigentlich ist: „Gissel, ich bin der Veranstalter.“ Der Wutausbruch von Dennis Gissel dauert gute zehn Minuten, er heißt mich dies und jenes, zum Ende lĂ€uft er weiter und macht eine wegwerfende Handbewegung.

Indiskutable EinschrÀnkung der Pressefreiheit

Der Grund fĂŒr die Aufregung: Ich habe wĂ€hrend des Konzerts ein paar Fotos gemacht – so wie die meisten anderen GĂ€ste auch. Weil ich aber „professionell“ bin, ist das mir nur wĂ€hrend der ersten drei Lieder erlaubt. Wer das vorschreibt, ob der KĂŒnstler, dessen Management oder der Veranstalter, ist relativ egal. Es handelt sich dabei um eine leider mittlerweile fast „normale“ EinschrĂ€nkung der Pressefreiheit. Eigentlich vollkommen indiskutabel – weil viele Medien sich diesen unzumutbaren Diktaten aber beugen, kommen viele Management-Firmen und Veranstalter damit durch.

Der Hintergrund fĂŒr das Verfahren: Das Interesse fĂŒr den KĂŒnstler „dĂŒrfen“ Medien schon haben. Und ĂŒber Pressemitteilungen versucht man gezielt und gesteuert Werbung durch Aufmerksamkeit fĂŒr den KĂŒnstler zu machen. Aber die Vermarktung oder Imagesteuerung soll voll im Griff des Managements und der Veranstalter bleiben – ebenso die eigene kĂŒnstlerische Arbeit der Journalisten.

Wer kritisch berichtet, wird auch schon mal nicht mehr „zugelassen“. Wer sich auf UnabhĂ€ngigkeit beruft, wird in Kenntnis gesetzt, dass eine Veranstaltung privat ist und damit der „Hausherr“ bestimmt, was er zulĂ€sst und was nicht.

Eine paradoxe Situation: Ohne Öffentlichkeit ist alle Kunst nichts – aber die öffentliche Meinung soll sich nur so bilden, wie es den KĂŒnstlern undoder deren Vermarktungsfirmen passt. Wer eine solche Haltung vertritt, hat das hohe Gut der Pressefreiheit nicht verstanden.

UnabhĂ€ngige Journalisten „nehmen anderen KĂŒnstlern“ nichts weg, sondern erarbeiten hart eigene Inhalte und bereichern damit die öffentliche Meinung und durch positive Berichte auch das Ansehen der KĂŒnstler. Negative Berichte können KĂŒnstler als „Warnzeichen“ sehen, dass etwas schief lĂ€uft, und wenn sie klug sind dazu nutzen, um sich und ihre Kunst zu verbessern.

Urheber beschneiden Urheber

In der Konsequenz beschneiden damit Urheber andere Urheber: Musikgruppen sind KĂŒnstler, Pressefotografen ebenfalls. Die erhalten fĂŒr ein Foto, das in der Tagespresse veröffentlicht wird ein Honorar, das sich nach der Auflage richtet. Bei einer Zeitung wie dem Mannheimer Morgen rund 40-50 Euro. Die von der Hirschberger Agentur Demi Promotion an die Fotografen ĂŒbermittelten „Regeln“ besagen, dass der Fotograf nur in dem Medium veröffentlichen darf, fĂŒr das er „akkreditiert“, also angemeldet und „zugelassen“ ist. Mithin hat der Fotograf keine Chance mehr, das mickrige Honorar durch weitere VerkĂ€ufe zu einem einigermaßen anstĂ€ndigen Honorar zu machen.

Manche KĂŒnstler zeigen dann gewisse KostĂŒme oder Show-Einlagen erst, wenn die Runde fĂŒr die Pressefotografen vorbei ist. Jetzt ĂŒbernehmen Fotografen, die vom Management oder Veranstalter gebucht sind. Deren Bilder sind „exklusiv“ und werden fĂŒr sehr viel mehr Geld als Pressefotografen fĂŒr ihre Arbeit erhalten, an Medien verkauft. Die machen das Spiel mit, weil sie keinen Fotografen vor Ort haben oder eben das „exklusivere“ Bild bringen wollen.

In der Vergangenheit ist dieses Vermarktungssystem teils vollends pervertiert. KĂŒnstler oder deren Management gingen sogar so weit, jedes zu veröffentlichende Bild erst genehmigen und alle Bilder fĂŒr sich selbst honorarfrei (!) verwenden zu wollen.

KnebelvertrÀge

Ob Robbie Williams, Coldplay, Bon Jovi, Destiny’s Child, Fleetwood Mac, Bob Dylan und Böhse Onkelz oder Silbermond – nach Informationen der Journalistengewerkschaft DJV legen diese und andere „KnebelvertrĂ€ge“ vor nach dem Motto: Friß oder stirb. Das heißt fĂŒr Pressefotografen: Du hĂ€lst die an die „Regeln“ oder bist draußen.

FĂŒr wirklich journalistische Pressefotografen, also nicht die Eventknipser, die unkritisch alles mitmahcen, kommt diese „Regelung“ einer beruflichen Kastration gleich. Denn deren „Sprache“ ist das Bild – will ein Fotojournalist ein Geschehen, also das Konzert „beschreiben“, muss er die Möglichkeit haben, vom Anfang bis zum Ende zu – um damit „seinen Blick“ zu dokumentieren. Wenn er das nicht kann, wĂ€re das so, als wĂŒrde man auch schreibenden Journalisten „Regeln diktieren“, sie dĂŒrfen nur ĂŒber die ersten drei Lieder schreiben oder die ersten drei Kapitel eines Buches besprechen oder das erste Drittel eines Kunstwerks. Das wĂ€re absurd – aber fĂŒr Fotografen ist das in der Veranstaltungsbranche die „NormalitĂ€t“.

Dagegen gab es schon frĂŒher Proteste: Beispielsweise blieben Agenturfotografen Konzerten fern. Der Druck wirkte – sie wurden wieder fĂŒr die volle LĂ€nge zugelassen. Aber nur sie – andere Fotografen nicht. „SolidaritĂ€t“ ist unter Journalisten oft ein Fremdwort.

SchÀdliche Vermarktungsgier

Aus Sicht der KĂŒnstler oder auch Sportler (gerade beim Fußball geht es noch heftiger zu) mag die Vermarktungsgier zunĂ€chst in Ordnung sein – doch langfristig schadet man sich selbst, fehlt doch eine unabhĂ€ngige und kritische Berichterstattung in Wort, Ton, Bild und Video. Der „scherzende“ Löw bei der EM ist ein gutes Beispiel, wie Manipulationen TĂŒr und Tor geöffnet sind.

Gerade beim Sport entwickeln sich daraus mafiöse Systeme (aktuell in Italien, Tour de France, Boxsport usw.) und ausgerechnet die KĂŒnstler, die freie Systeme nutzen, um durch Gesten, Kleidung, Verhalten und ihre Musik auch Freiheit zu provozieren, wollen die Freiheit anderer KĂŒnstler einschrĂ€nken? Das ist pervers. Und dumm.

In LĂ€ndern, wo es keine freie Presse gibt, hĂ€tten diese KĂŒnstler keine Chance, die meisten von ihnen wĂŒrden unterdrĂŒckt und bis zum Tode bedroht (Salman Rushdie, Shahin Najafi). Die aufgestellten „Regeln“ bedrohen in unserer „freien“ Welt gerade kleine Medien oder freie Journalisten ebenfalls existenziell.

Wir haben das Management von Jan Delay angeschrieben und uns erkundigt, ob es wirklich der Wille des KĂŒnstlers ist, dass diese „Regeln“ durchgesetzt werden – vielleicht behauptet das ja nur der Veranstalter Demi Promotion um ein wenig „großer Veranstalter“ zu spielen? Wenn nicht, bin ich absolut enttĂ€uscht von Jan Delay, dessen Musik und Performance ich als „Fan“ sehr schĂ€tze. Er ist ein ganz großartiger KĂŒnstler. Aber ich wĂ€re sehr enttĂ€uscht von ihm, wenn er tatsĂ€chlich die Pressefreiheit so gering achtet.

FĂŒr Jan Delay mĂŒssen aber „nur 2.500 GĂ€ste“ ebenfalls enttĂ€uschend gewesen sein – der Mann bekommt mit seiner tollen Band woanders weit mehr Zuschauer zusammen – ob hier die „Vermarktung“ des Veranstalters Demi Promotion nicht funktioniert hat? Wer weiß.

Demi Promotion haben wir ĂŒbrigens schon mehrfach angeboten, bei uns Werbung fĂŒr ihre kommerziellen Veranstaltungen zu schalten. Es gab nie eine Reaktion, dafĂŒr aber immer eifrig die Zusendung von „Presseinformationen“, die die Veranstaltungen kostenlos bewerben sollen.

Einerseits tut man also so, als sei man Veranstalter eines fĂŒr die Öffentlichkeit interessanten Events, dann aber ist man wieder „privat-kommerziell“ – eine seltsame „Auffassung“. Es geht bei solchen Konzerten sicher nicht ums Gemeinwohl, sondern klar ums GeschĂ€ft.

UnabhĂ€ngiger Journalismus vs. „Partnerunwesen“

Vielleicht war Herr Dennis Gissel auch deswegen so ungehalten – weil wir als einzige Redaktion nicht nach seiner Marketing-Pfeife tanzen. Ob verwandtschaftliche Beziehungen von anderen Lokaljournalisten in Ladenburg und Mitarbeitern bei Demi Promotion oder die Medienpartnerschaften von Demi Promotion mit dem Mannheimer Morgen, „Lokalmatador“ und der Rhein-Neckar-Zeitung, die wir hĂ€ufig fĂŒr miese journalistische Leistungen kritisiert haben, auch eine Rolle spielen, darĂŒber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen.

Wir werden sehen, ob wir nach dieser Kritik kĂŒnftig noch von Demi Promotion zu Veranstaltungen eingeladen oder zugelassen werden – auch darĂŒber halten wir unsere Leserinnen und Leser auf dem Laufenden. FĂŒr die nĂ€chste Zeit ist uns aber erstmal die Lust vergangen und wenn die „Regeln“ so bleiben, werden wir vermutlich weiter verzichten – klar, dass ist schade fĂŒr die Fans und fĂŒr alle, die unsere unabhĂ€ngige Berichterstattung schĂ€tzen.

WĂŒrden alle Medien im Raum mitziehen, wĂŒrden sich die „Regeln“ schnell Ă€ndern – nur leider ist es mit der eigenen Achtung der Pressefreiheit, mit der SolidaritĂ€t gegenĂŒber einem unabhĂ€ngigen Journalismus und dem eigenen SelbstverstĂ€ndnis einer unabhĂ€ngigen Berichterstattung bei vielen Medien nicht besonders weit her.

Die Geschichte nach dem Jan Delay-Konzert ging ĂŒbrigens noch weiter: Kurz vor dem Ausgang passten mich zwei muskelbepackte Ordner drohend ab und verlangten, dass ich sofort alle Bilder meiner Kamera löschen sollte. Ich habe das verweigert und die Polizei hinzugezogen. Die klĂ€rte die nicht sehr hellen Ordner auf, dass man mich des Platzes verweisen, sicher aber keine Löschung der Bilder verlangen könne. Wegen des Vorgangs wurden meine Personalien „förmlich“ aufgenommen (die Polizisten kannten mich zwar, aber das nimmt dann seinen behördlichen Lauf). Ich konnte das GelĂ€nde ohne Platzverweis dann nach weiteren 20 Minuten unseliger Diskussion verlassen.

Fotografen-Vereinigung Freelens zu „Silbermond“

Der Tagesspiegel: „Abgeblitzt“ – ĂŒber unsĂ€gliche Arbeitsbedingungen fĂŒr Pressefotografen

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) ĂŒber KnebelvertrĂ€ge

Unsere „Fotostrecke“ finden Sie auf dem Ladenburgblog.de

Anm. d. Red.: Zu Dieter Thomas Kuhn, ebenfalls von Demi Promotion veranstaltet, haben wir letztmalig eine Fotostrecke gezeigt. Darauf mĂŒssen die KĂŒnstler, die Knebelbedingungen diktieren, zumindest bei uns kĂŒnftig verzichten.

Die KĂŒnstlerin Christine Fischer ist vor Ort

„Atelier und KĂŒnstler VIII“ in der Rathausgalerie Hirschberg zusĂ€tzlich geöffnet

Hirschberg, 18. April 2012. (red/pm) Die Ausstellung „Atelier und KĂŒnstler VIII“ kann noch bis zum 06. Mai in der Rathausgalerie besucht werden. Eine der ausstellenden KĂŒnstlerinnen, Christine Fischer, ist am kommenden Sonntag von 11:00 bis 14:00 Uhr vor Ort.

Information des Rhein-Neckar-Kreises:

Die Ausstellung „Atelier und KĂŒnstler VIII" lĂ€uft noch bis zum 06. Mai. Bild: Rhein-Neckar-Kreis

„Zum letzten Mal haben interessierte Kunstfreunde die Möglichkeit in der Rathausgalerie Hirschberg die Ausstellung „Atelier und KĂŒnstler VIII“ mit einer der ausstellenden KĂŒnstlerinnen zu besichtigen.

Am kommenden Sonntag, 22. April, ist dort die KĂŒnstlerin Christine Fischer von 11 – 14 Uhr vor Ort, die zusammen mit Andrea Niessen, Angelika Dirscherl und Ulrike Thiele ihre Arbeiten prĂ€sentiert. Zu sehen ist eine breite Palette kĂŒnstlerischer AnsĂ€tze von Malerei ĂŒber Objekte bis hin zu Installationen.

Die Ausstellung in der Rathausgalerie Hirschberg lĂ€uft noch bis 06. Mai, sie ist geöffnet unter der Woche von Montag bis Freitag 8 – 12 Uhr, Dienstag von 8 – 15 Uhr sowie Donnerstag von 14 – 18 Uhr.“

Zwei KulturstĂ€tten – ein QualitĂ€tsmerkmal: Musik in historischen Mauern.

Guten Tag!

Hirschberg, 01. Juni 2010. Geht es nach BĂŒrgermeister Manuel Just, sollen die Menschen beim Stichwort Hirschberger QualitĂ€tsmerkmal an Kunst und Kultur denken – auch in Zeiten der Krise, wenn zwar nicht die QualitĂ€t an sich, aber das Angebot knapp wird. Die „Musik in historischen GemĂ€uern“ wird dieses Jahr statt vier nur noch zwei Konzerte anbieten. Wir verlosen dafĂŒr 3×2 und 5×2 Eintrittskarten. Die Teilnahmebedingungen finden Sie am Ende des Textes.

Von Sabine Prothmann

Kunst und Kultur bezeichnete BĂŒrgermeister Manuel Just bei einer Pressekonferenz als QualitĂ€tsmerkmal fĂŒr die „Doppelgemeinde“ Hirschberg. Schon unter seinem VorgĂ€nger habe es Konzerte in der Villa Rustica in Großsachsen gegeben. Und seit 2008 habe man die Konzerte in historischen GebĂ€uden auch auf den Ortsteil Leutershausen erweitert, und zwar in die Alte Synagoge. Nach dem Motto: Zwei Ortsteile zwei KulturstĂ€tten, zwei Austragungsorte. Bislang waren es jeweils zwei Konzerte, also insgesamt vier.

FĂŒnf Musiker, fĂŒnf LĂ€nder: Spark.

Doch 2010 sieht das leider anders aus, die Wirtschaftskrise gehe auch an Hirschberg nicht spurlos vorĂŒber. Erstmals könne es nur jeweils eine Veranstaltung geben, haben sich die Kosten im vergangenen Jahr doch auf nahezu 10.000 Euro summiert. Noch hofft Just auf Sponsoren, die es möglich machen, zumindest ein weiteres Konzert zu veranstalten. „Dann spielt es auch keine Rolle, ob es in der Großsachsener Villa Rustica oder in der Leutershausener Alten Synagoge stattfindet.

Überregional guter Ruf

Seine ganz klare Zielsetzung, spĂ€testens fĂŒr 2012 seien wieder je zwei Konzerte, betont Just. Die „Musik in Historischen Mauern“ hĂ€tten auch ĂŒberregional einen ĂŒberaus guten Ruf, man könne gar von einem Alleinstellungsmerkmal sprechen.

Selbst bei weiteren finanziellen EngpĂ€ssen verspricht der BĂŒrgermeister, das Programm nicht zu streichen. Hinsichtlich der Gleichbehandlung der beiden Ortsteile mĂŒsse es immer eine gerade Anzahl von Veranstaltungen geben; „zwei, vier oder gar sechs Konzerte“, hofft der BĂŒrgermeister.

In diesem Jahr werden sich die Ausgaben im mittleren vierstelligen Bereich bewegen, sprich: Rund 5.000 Euro – abzĂŒglich der Sponsorengelder verbleiben entsprechend weniger Kosten bei der Gemeinde. Dabei handle es sich um die klassischen Fixkosten wie KĂŒnstlergagen, Technik, Verpflegung, Bauhof und so weiter, erklĂ€rt der BĂŒrgermeister. Die Einnahmemöglichkeiten seinen aufgrund der Platzzahl, vor allem in der Alten Synagoge mit höchstens 140 SitzplĂ€tzen, begrenzt.

Weitere Sponsoren gesucht

UnterstĂŒtzt wird die Veranstaltungsreihe auch in diesem Jahr wieder von der Sparkasse Rhein Neckar Nord, der Volksbank Weinheim, der Volksbank Kurpfalz H+G Bank und Goldbeck. Und jeder weitere Sponsor, der sagt, „ich kann mich damit identifizieren“, ist willkommen, so Just.

Zwei ganz besondere Konzerte verspricht Just fĂŒr dieses Jahr.

Spark in der alten Synagoge

Klassisches Feuerwerk: Spark wird in der Alten Synagoge spielen.

Den Anfang macht am, 27. Juni 2010, um 19:00 Uhr in der Alten Synagoge die junge Gruppe „Spark“. Eine klassische Band von fĂŒnf Individualisten aus fĂŒnf Kulturkreisen prĂ€sentiert Kammermusik in variationsreicher Form. Musik, die sicherlich auch ein jĂŒngeres Publikum anspricht, so Just.

„Spark“ besteht aus Daniel Koschitzki, Flötist, Bandleader und ursprĂŒnglich Pianist, der Flötistin Andrea Ritter, dem Geiger Stefan Glaus (Violin/Viola), Victor Plumettaz am Violincello und Jutta Rieping am Klavier.

„Spark“ kommen zudem aus fĂŒnf Kulturkreisen, nĂ€mlich Deutschland, Schweiz, Ungarn, Slowakei und aus dem Freistaat Bayern. Sie vereinen sich zu einem exzentrischen Kollektiv und stĂŒrmen auf die BĂŒhnen der Welt. Die klassische Band spielt heiße Kammermusik, die zĂŒndet. Sie entwickeln die klassische Moderne weiter und brechen die Grenzen zwischen den Genres auf.

Neben eigenen StĂŒcken und Arrangements spielt „Spark“ Werke international renommierter Komponisten, die zum Teil speziell fĂŒr die Gruppe geschrieben wurde. (Infos: www.spark-off.com.de)

„Spark“ sind dabei eine große Karriere zu machen, sagt Dr. Claus Canisius, Initiator und KĂŒnstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihe. Die klassische Musik sei mal wieder im Umbruch. Klassik im Frack passe nicht mehr zu einer offeneren Musikkultur. So wechselt die Band von einem Stil zum anderen, von Vivaldi zu Pop, Bach und Tango. „Ein KĂŒnstler ist besser als der andere“ und sie zeigen beim Jazz, Pop und in der Klassik ihre große VirtuositĂ€t, so Canisius.

Sollte die Deutsche Nationalelf das Achtelfinale erreichen, wĂ€re das Konzert sicherlich eine gute Gelegenheit, einen spannenden Fußballnachmittag (das Spiel beginnt um 16:00 Uhr) ausklingen zu lassen, so Just.

SAP Bigband in der Villa Rustica

Die SAP Bigband.

Die zweite Veranstaltung am 18. Juli 2010, 19:00 Uhr, prĂ€sentiert in den Mauern der Villa Rustica die „SAP Bigband“, die schon im vergangenen Jahr fĂŒr ein „volles Haus mit fast 450 Zuschauern gesorgt hat. Nach dem ĂŒberragenden Erfolg im vergangenen Jahr habe man sich entschlossen die „SAP Bigband“ auch in diesem Jahr wieder einzuladen, sagt Just.

„Die ĂŒberregional bekannte Bigband kommt mit Begeisterung nach Großsachsen“, sagt Dr. Claus Canisius. Die Band tourt fleißig im In- und Ausland, doch die Veranstaltung 2009 in der Villa Rustica habe die Bigband als ihr schönstes Konzert bezeichnet. „Hier wurden sie gut aufgenommen, gefeiert und bewirtet“, sagt Canisius.

Die „SAP Bigband“ wurde vor zehn Jahren gegrĂŒndet und verpflichtet seit vielen Jahren den Mannheimer Jazztrompeter Thomas Siffling als ihren musikalischen Leiter. Die Bandmitglieder sind großteils Mitarbeiter der SAP AG, werden aber verstĂ€rkt von Musikern aus der Region um Walldorf. Die Amateure widmen sich dem Jazz in ihrer Freizeit.

In ihrem Repertoire findet sich eine breite Palette vom klassischen Swing ĂŒber einfĂŒhlsame Balladen bis hin zu Latin und Funk. (Infos: www.sap-bigband.de, www.thomassiffling.de)

Hirschberger „Fanfare“

Michael Frank (Organisation), Dr. Claus Canisius (KĂŒnstlerischer Leiter), BĂŒrgermeister Manuel Just

In diesem Jahr ist es BĂŒrgermeister Just und dem Initiator Dr. Claus Canisius auch gelungen eine lang gehegte Idee zu verwirklichen, nĂ€mlich Musiker aus Hirschberg einzubeziehen. Jede Konzertreihe wird nun mit einer „Fanfare“ eröffnet. Und das, so Canisius, sei ein „Terminus Technicus“, es handle sich dabei nicht um Fanfarenmusik, sondern um Eröffnungsmusik. Canisius freut sich, dafĂŒr den Evangelischen Posaunenchor Leutershausen gewonnen zu haben, der zur Eröffnung in Leutershausen SĂ€tze von Purcell, HĂ€ndel, Hasse und Telemann intoniert.

Karten zu gewinnen

Das hirschbergblog verlost fĂŒr das Spark-Konzert am 27. Juni 2010 in der Alten Synagoge in Leutershausen 3 mal 2 Karten. Einsendeschluss ist der 18. Juni 2010.
FĂŒr das SAP Bigband-Konzert in den Mauern der Villa Rustica am 18. Juli 2010, verlosen wir 5 mal 2 Karten. Einsendeschluss ist der 02. Juli 2010.

Bitte schreiben Sie uns eine email mit Namen und Adresse sowie dem gewĂŒnschten Konzert an: redaktion@hirschbergblog.de. Wir verlosen unter den eingegangenen emails die Gewinner. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Weitere Informationen: Karten sind ab kommenden Montag, 07. Juni 2010, fĂŒr 10 Euro im Rathaus in Leutershausen, im BĂŒrgerbĂŒro in Großsachsen sowie an der Abendkasse erhĂ€ltlich. Info-Telefon: 06201/ 598-840 oder 598-23.

Das Konzert am 18. Juli 2010 findet bei schlechtem Wetter in der Alten Turnhalle in Großsachsen statt.

Drei Frauen – drei Mal Kunst

Guten Tag!

Hirschberg, 17. Mai 2010. „Frauen in Hirschberg“ prĂ€sentiert Frauen – ihr Leben, ihr Engagement, ihre Arbeit. Am Samstag, den 15. Mai 2010 haben drei Hirschberger KĂŒnstlerinnen zum Besuch in ihre Ateliers eingeladen. Drei Mal Kunst – ganz verschieden und doch gibt es Gemeinsamkeiten.

Von Jule Kuhn-Weidler

Die drei Frauen verbindet die Kunst. Sie sind KĂŒnstlerinnen. Was sie verbindet, unterscheidet sie auch. Die eine bastelt Modelle und braucht diese Vorlage zur Weiterbildung ihrer Skulpturen, die zweite wird vor allem von Natur und RĂ€umlichkeit beeinflusst. Und die dritte? Die möchte in jedem Bild eine Entwicklung sehen und die Gleichheit vermeiden.

Skulptur von Karin Schmiedebach. Bild: jkw

Die drei KĂŒnstlerinnen verbindet der Ursprung ihres Schaffens: Sie finden ihre Inspiration im Inneren, im Unterbewusstsein, um dann ihre gefundene Inspiration auf die Leinwand oder Skulptur zu projektieren.

Elfi Pflumm studierte zwar im Modebereich, arbeitet heute jedoch autodidaktisch bei sich zu Hause. FrĂŒher hatte sie ihr Atelier im Odenwald, wodurch sie merklich beeinflusst wurde.

Elfi Pflumm nimmt den „Weg der Kraft“.

Ihre Kunstwerke sollen Ruhe und Stille ausstrahlen. Kontrastarm, behutsam und bedacht ist ihre Kunst. Trotz einem bewusst einheitlichen Farbenspiel, sagt Elfi Pflumm, dass ihre Werke aus einer Idee entstehen und im Laufe des Schaffens immer neue Ideen miteinfließen.

Sie verwendet in ihren Kunstwerken oft Zeitungspapier, weil es womöglich einfach in greifbarer NÀhe lag oder aber Teebeutel. Als ErklÀrung ergÀnzt sie, dass sie gerade im Winter bei der KÀlte wÀhrend des Arbeitens hÀufig Tee getrunken hat, und deswegen auch jetzt viele Werke Teebeutel enthalten.

GrĂ¶ĂŸere Aktionen, wie in SchwĂ€bisch Hall, wo sie in der Kirche den „Weg der Kraft“ symbolisch dargestellt hat, gehören zu den bereits veröffentlichten Werken. Der Preis fĂŒr Kunst ist immer schwer zu kalkulieren – sie nimmt fĂŒr ihre Naturkunstwerke bis zu 1.000 Euro.

Helga von Jena betreibt ihre Kunst in einem ganz anderen Stil. WĂ€hrend bei Elfi Pflumm die Bilder sich Ă€hneln und ein „roter Faden“ alles verbindet, ist Helga von Jena die Entwicklung und VerĂ€nderung von Bild zu Bild wichtig.

Die seit 1972 in Hirschberg lebende KĂŒnstlerin studierte Bildende Kunst an der freien Kunstschule Rhein-Neckar in Mannheim und hat heute ihr eigenes Atelier in LĂŒtzelsachsen.

Ihre frĂŒheren Staffeleien beschreibt sie als „wild“ und „verflochten“. Damals vermischte sie Farben, Formen und Körper waren besser zu erkennen, Details wurden herausgearbeitet.

Positiv realitÀtsfern: Helga von Jena. Bild: jkw

Heute malt sie sehr zurĂŒckgenommen. Auf mich wirken ihre Arbeiten „realitĂ€tsfern“, aber im positiven Sinne. Sie sagt, dass diese Reduzierung der Bilder, das Einfache und Klare mehr sie selbst sind.

„Mit jedem Strich entsteht etwas Neues.“ Helga von Jena

WĂ€hrend sie spricht, schaut sie eines ihrer Bilder an und sagt: „Das zum Beispiel. Das bin ich!“ Diese VerĂ€nderung von wild zu klar lĂ€sst wohl auf die UnregelmĂ€ĂŸigkeit des Lebens schließen. Kein Lebensabschnitt darf gleich oder Ă€hnlich dargestellt werden. „Ich setzte einen Strich und mit dem nĂ€chsten Strich entsteht etwas Neues“, beschreibt Helga von Jena ihre Vorgehensweise. Ihre Bilder verkaufe sie fĂŒr etwa 2500-‚¬.

Die Dritte im Bunde ist Karin Schmiedebach, die schon seit 1984 in ihrem Haus am Waldrand von Großachsen wohnt. Dort hat sie auch ihre Werkstatt, in der sie Skulpturen aus Holz, bevorzugt Eiche oder Birke, und Stein (Marmor, Traversin, Basalt) anfertigt. Sie arbeitet sehr zeitintensiv an ihren Werken. Die Preise belaufen sich, fĂŒr diese ordentliche, fein ausgearbeitete Handarbeit auf 2-3.000 Euro.

Schon wĂ€hrend ihres Studiums in KunstpĂ€dagogik und Kunsttherapie legte sie den Schwerpunkt bewusst auf Bildhauerei. Heute bietet sie auch Kurse an, in denen mit weichem Kalkstein besondere Werke fĂŒr den Garten entstehen können.

Betrachtet man ihre Skulpturen, so erkennt man deutliche Gemeinsamkeiten. Fast alle Werke sind lÀnglich, etwas verschlungen und es gibt keine abstehenden Formen.

Karin Schmiedebachs Philosophie dahinter ist, dass ihre Skulpturen wie eine Verbindung zwischen Erde und Himmel sein sollen. Außerdem sollen die Werke auf das Wesentliche beschrĂ€nkt sein und eher nach innen gekehrt oder zurĂŒckhaltend wirken.

Dinge des Alltags: Elfi Pflumm. Bild: jkw

Gerade erst hatte sie diese eindrucksvollen Skulpturen in Schwetzingen im Palais Hirsch ausgestellt. Als ich sie frage, ob der herrliche Blick von ihrem Haus aus auf die Rheinebene eine Art Inspiration fĂŒr sie sei, lacht sie und sagt: „Nein, ich könnte ĂŒberall arbeiten. Bei mir kommt die Inspiration von innen und das ĂŒbertrĂ€gt sich dann auf meine Werke“.

Karin Schmiedebach verbindet Himmel und Erde.

So unterschiedlich die Kunst ist, so sehr verbindet die KĂŒnstlerinnen das innere GefĂŒhl, dass sie auf ihre Werke ĂŒbertragen. Und sie haben noch etwas gemeinsam: sie sind gastfreundlich, offen und herzlich, wobei wir wieder beim „Inneren“ wĂ€ren.

Anmerkung der Redaktion:
Wir begrĂŒĂŸen Jule Kuhn-Weidler (17) als Praktikantin in unserer Redaktion. Die Gymnasiastin hat selbst ein hohes kĂŒnstlerisches Interesse und will bei uns ausprobieren, wie man journalistisch arbeitet. Soviel ist sicher: KreativitĂ€t gehört zum Journalismus dazu und Jule bringt eine gehörige Portion Talent mit. Der Rest ist Handwerk – das kann man lernen.
Das Praktikum absolviert sie schulbegleitend. Das heißt, die Schule geht vor – je nach Zeit und Interesse lernen unsere PraktikantInnen praktisch und theoretisch, was man braucht, um journalistisch tĂ€tig zu sein.